Samstag, 30. Januar 2021

30 Tage

Das Jahr ist erst 30 Tage jung und hat sich anscheinend vorgenommen, 2020 nochmal zu toppen. Ich fühle mich unglaublich erschöpft, resigniert, müde. Mein Nervenkostüm ist so dünn wie lange nicht. 

Die Woche war ein Auf- und Ab! Natürlich auch mit Highlights, aber ich merke, dass jede Kleinigkeit mich mehr belastet als in normalen Zeiten.

Ich bin z.B. immer noch in Hab Acht Stellung wegen Sophie. Ihr geht es gut, der Darm hat sich anscheinend beruhigt, es gab...toi toi toi...keinen Rückfall mehr. Aber trotzdem sitze ich strack im Bett, wenn sie mitten in der Nacht rumräuselt oder sie sich komisch verhält. Ich weiß, das ist alles Blödsinn, aber mein Körper hat da ein Eigenleben entwickelt. Morgen in einer Woche können wir den Kot nochmal untersuchen lassen und irgendwann muss ich sie ja auch wieder auf ihr normales Futter umstellen.

Dann hatte das Töchterchen Samstag vor einer Woche mal wieder einen Rückfall. Nach ca. 3 Monaten Ruhe. Und wieder können wir keine Regelmäßigkeit, keinen Auslöser feststellen. Es kommt wie angeflogen. Wie immer ging es ihr am nächsten Tag wieder gut und so konnten wir am Dienstag den 17. Geburtstag, zwar ohne den ganz leckeren geplanten Kuchen, wenigstens ein bissi coronaconform verbringen. Es war ein schöner Tag - keine Frage, vor allem, weil sie auch mit ihrem einzigen Kontakt ausserhalb unseres Haushaltes von Montag auf Dienstag reinfeiern konnte. 

Leider liegt sie jetzt wieder da mit Bauchweh und Durchfall und wieder rätseln wir über die Ursachen. Es ist so frustrierend. Und sie tut mir so leid! Mittlerweile schwindet bei mir auch die Hoffnung, es könnte sich mal verwachsen. Ich bin ratlos! Vor allem, weil sie in den Phasen dazwischen anscheinend einen sehr robustes Verdauungssystem hat. Vielleicht muss sie sich nochmal durchchecken lassen, wenn sich Corona etwas beruhigt hat. Es stehen bei ihr eh ein paar Impfungen an, da kann man das nochmal bei der Ärztin ansprechen. 

Ansonsten hangeln wir uns so durch den Tag. Das Wetter ist unglaublich mies hier, aber immerhin hat sich gestern mal kurz die Sonne blicken lassen und für morgen ist auch besseres Wetter angesagt. 

Ich habe meine letzten 2 Strickprojekte begonnen, der letzte Socke und der zweite Handschuh sind in Arbeit. Danach ist erstmal Schluss mit Stricken. 

Heute wollte ich eigentlich meine Steuer machen, wenn ich es schaffe mich dazu zu motivieren. Motivieren ist hier zur Zeit ein echtes Problem, aber ich glaube, das geht vielen Menschen zur Zeit so. Naja, letztendlich drängelt mich ja niemand dazu, doch die Erfahrung zeigt, dass ich besser mache bevor die Gartensaison losgeht, denn dann habe ich erst recht keine Lust mehr. 

Fürs Fotografieren gab es immer noch keine Gelegenheit - in dieser Hinsicht wird der Januar ein trauriger Monat werden. 

Achja, ein kleiner Lichtblick....im Garten blühen die Winterlinge. Ein kleiner, gelber Glücksmoment.

Nun hoffe ich, dass es dem Töchterchen heute schnell besser geht und der Rest des Wochenendes erfreulicher verläuft. 

Ich habe sogar immer noch Winterfotos zum Zeigen. Aber damit bin ich dann durch. Es wird also Zeit, dass ich mal wieder Nachschub produziere. 








Samstag, 23. Januar 2021

Unverändert

Wieder eine Woche im öden Lockdownmodus ist rum und es passiert einfach nichts wirklich Spannendes. Hat natürlich Vor- und Nachteile. Spannend heißt ja nicht immer was Positives. Nur fällt mir echt nix ein, was ich berichten könnte. Das Aufregenste diese Woche war wahrscheinlich, dass gestern Nacht meine Regentonne durch die Gegend flog und ich dachte, die Müllabfuhr wäre da. Bis mir eingefallen ist, wo ich wohne und dass die Mülltonnen weit weg von meinem Fenster geleert werden. *lach*

Auf der Arbeit läuft es ruhig und halbwegs okay. Das wird sich sicherlich irgendwann wieder ändern, aber so lange genieße ich es. Und ich sags mal so, Dinge, die ich selbst lenken kann, laufen einfach besser, als wenn ich gelenkt werde. ;-) Ab nächste Woche kann ich hoffentlich den neuen Kollegen richtig einspannen, ihm fehlte noch ein Zertifikat, das man für die Arbeit an Studien braucht, dann dauert es zwar noch eine Weile bis er offiziell loslegen darf, aber es bewegt sich halt endlich mal was in die richtige Richtung. 

Zu Hause werde ich dann mit Meckereien über die Schule bombardiert und ich bin echt froh, dass nun die Noten geschrieben bzw. mitgeteilt sind. Dieses Gejammer und Gemecker auf extrem hohen Niveau fand ich schon etwas nervig muss ich gestehen. Ja, ich weiß, im Gegensatz zu mir, hat das Kind kaum Kontakte und natürlich Redebedarf, wenn ich nach Hause komme. Ich allerdings hätte dann gerne erstmal etwas Ruhe. Blöde Mischung!

Das wars dann auch schon wieder...denn weder Wetter, noch die restlichen Tagesgeschäfte haben sich irgendwie verändert. Jeder Tag ist gleich, sogar das Wetter! Und mittlerweile sind auch Menschen genervt, die bisher recht cool durch die Pandemie und den Lockdown gegangen sind. Es zehrt allen an den Nerven und so können wir nur auf ein baldiges Frühjahr hoffen. Alles fällt leichter, wenn man bei Sonnenschein draußen sein kann. 

Sport läuft so lala. Ein paar Workouts habe ich gemacht, aber ich bin immer noch kein einziges Mal gejoggt. Auch heute wird das wieder nix. Die Wege sind sooo rutschig, dass man eh nur im Schritttempo laufen könnte, wenn man sich nicht auf die Nase legen will. Keine Ahnung, wie ich das wieder einhole. Dafür latsche ich ausnahmslos jeden Tag, trotz fehlender Schritte durch den neuen Arbeitsbereich, meine mind. 8000 Schritte. Da bleibe ich dran, nur ab und an vergesse ich das blöde Handy mitzunehmen, deswegen sind manchmal die Schritte nicht vollständig aufgezeichnet. So wie heute morgen. Immerhin 1000 Schritte gibt diese erste Hunderunde her. 

Neue Fotos gibt es keine, wie denn auch bei dem Licht? Deswegen zeige ich weiterhin noch die Fotos von den wenigen Winterstunden in diesem Winter. :-) Aber diesmal die Fellnase! Ihr geht es momentan gut, wenn ich auch nur vorsichtig optimistisch bin. Ich habe allerdings das Gefühl, dass sie endlich mal wieder was auf die Rippen bekommt. Bedeutet ja, sie verwertet das Futter gut. Da fällt mir ein, ich kann ja doch was berichten. Ihr erinnert euch, dass Sophie ja enormen Jagdtrieb hat und die Freilaufmöglichkeiten arg begrenzt sind. Da wir zur Zeit nur noch selten unten zur Wiese laufen, wo das mit dem Rennen gut klappt, weil wir ja nicht mehr beim Fußball sind, durfte sie kaum noch rennen. In den letzten Wochen war ich allerdings immer mal mutig, sie hier abzuleinen. Ging nur, weil es dieses Jahr wenig Wild hier gibt und wir nur alle paar Wochen mal ein Reh oder einen Fuchs sehen. Das war die letzten Jahre ganz anders. Und Sophie ist einfach nicht mehr so endschnell wie früher. Dazu noch verfressener. Tja, und es klappt prima! Momentan leine ich sie gleich auf dem Feldweg ab, dann startet sie erstmal durch übers Feld oder Wiese, kommt aber in einem großen Bogen zurück. Natürlich muss ich unglaublich aufpassen und deswegen ist auch immer der Notpfiff parat. Der Wald ist nämlich nirgends weit entfernt und wir kennen die Ecken, wo gerne mal Wild raushüpft. Seit zwei Tagen bin ich noch mutiger und lasse sie auch an einer anderen Ecke frei. Da ist der Wald zwar weit weg, aber die Landstraße näher und es ist aufgrund ihres großen Radius immer ein Abwägen, wann man eingreift und wann man ihr vertraut. Trotzdem, niemals hätten wir gedacht, dass das jemals möglich ist und es ist ein Genuß ihr zuzuschauen, wenn sie freilaufen kann. Leider wird das in ein paar Wochen vorbei sein, ich denke, bald kommt auch wieder mehr Wild zum Vorschein, dann geht es nicht mehr. Aber dann beginnt auch die Zeit, in der sie im Garten chillen kann und das liebt sie genauso wie das Flitzen. :-)





Samstag, 16. Januar 2021

Sooooo....

....öde!

Ich zocke, stricke, sportel, miste aus, haushalte, gehe Hunderunden, schaue Serien, lese das Internet leer, aber irgendwie erfüllt mich das gerade auch nicht mehr wirklich. *soifz* 

Das Wetter passt sich an - öde blöd!

Also weiter nur Fotos von den einzigen 3 h Winter bisher!







Donnerstag, 14. Januar 2021

Wochenende

Da isses schon wieder - das Wochenende! Die Woche verlief bisher okay, keine besonderen Vorkommnisse, weder auf der Arbeit noch zu Hause. Die Stimmung auch im grünen Bereich, ausser das Wetter, das nervt uns echt. Kein Fisch und kein Fleisch, einfach nur usselig! Deswegen poste ich euch weitere Winterfotos, wie es aussehen könnte, wenn der Winter hier mal schön wäre. :-)






Montag, 11. Januar 2021

Tippi Toppi

Die Blutwerte von Sophie sind supi. Und es wurde so ziemlich alles untersucht! Jetzt müssen wir das nur noch Sophie erklären, dass sie ausser Giardien - die ja hoffentlich durch die 2. Dosis Tabletten zumindest dezimiert wurden - nichts hat. Denn Madame hatte gestern spät Abends wieder so einen "Ich will nicht schlafen"-Anfall. Wir haben absolut keine Ahnung, was das ist. Raus wollte sie nicht, sprich sie musste auch weder klein noch groß. Nach Schmerzen oder Übelkeit sah das alles auch nicht aus, da wirkt sie normalerweise leidend. Hunger konnte sie eigentlich auch nicht haben, weil sie mittlerweile auf der vollen Ration Futter ist. Aber sie legte sich einfach nicht wirklich ab und wenn, dann nur für kurze Zeit, in der sie auch mal einschlief bis zur Traumphase, anschliessend ging der Kopf hoch und/oder sie wanderte rum. Dementsprechend müde sind wir nun auch! Ich hoffe, das geht irgendwann wieder weg - es ist so anstrengend! 

Der erste Arbeitstag der Woche verlief, mal abgesehen von der Müdigkeit und leichten Kopfschmerzen okay bis erfolgreich. Es macht halt viel aus, wenn man sich vernünftig vorbereiten kann und sich Zeit für ein kurzes Brainstorming mit den Beteiligten nimmt. 

Die Ferien sind nun vorbei, wobei das Kind durch den Distanzunterricht immer noch nicht im normalen Alltag gelandet ist. Schauen wir mal, wie lange es dauert, bis sie endlich wieder normal in die Schule gehen können. 

Das Wetter ist kalt, teilweise waren es -4°C in der Nacht - was großartig ist, denn so sind die Überlebenschancen der Giardien in unserem verseuchten Garten sehr viel geringer und sie müssten zeitnah alle absterben. Aber morgen soll es hier regnen, schneien, was auch immer. Deswegen zeige ich euch noch ein paar Winterbilder vom mittlerweile grünen Marburger Land. :-)








Sonntag, 10. Januar 2021

Winter

Nun hat es hier auch endlich mal geschneit und so nutzten wir die Gelegenheit, um Freitag Morgen einen Schneespaziergang zu machen bevor die ganze Pracht dann Mittags wieder weggetaut ist. Natürlich hatte ich die Kamera dabei und so kann ich auch die ersten Fotos des Jahres zeigen.

Das Wochenende war, mal abgesehen von sehr großer Müdigkeit, von was auch immer, bisher recht entspannt. Da es noch nicht ganz vorbei ist, bin ich noch zurückhaltend mit meiner Beurteilung. ;-) Man weiß nie. 

Freitag Morgen also der Spaziergang durch den Schnee, danach das übliche Freitagsprogramm mit Einkaufen, Kochen, Bude wieder wohntauglich machen und weiter entweihnachten. Gegen Abend hatten wir den Tierarzttermin, wo ich erstmal wegen Not-OP warten musste. Ich nutzte diese Zeit und lief kurz bei der Fußballfreundin vorbei und wünschte ihr mit Abstand ein frohes, neues Jahr. Als ich zurück in der Praxis war, kam ich auch schnell dran. Erstmal war der Tierarzt zufrieden mit Sophie und er fand sie jetzt nicht sooo dünn, wie es mir vorkommt. Es wurde Blut abgenommen und das weitere Vorgehen bezüglich der Giardien besprochen. Ich entschied mich doch wieder wie im Frühjahr das Diätfutter mitzunehmen, damit der Hund richtig satt wird. Bis heute hatte sie geformten Kot, auch wenn der immer noch komisch aussieht und wir sind nun bei der fast normalen Futterdosis Trockenfutter. Sie macht einen fitten Eindruck und schläft auch wieder mehr. D.h. sie schiebt weniger Kohldampf. Heute bekommt sie die vorerst letzte Tablettenration, danach heißt es Daumen drücken. Ich bin noch sehr skeptisch, ob es nicht doch einen Rückfall gibt. 

Samstag verbrachten wir mit ein wenig Weihnachtskisten sortieren, Lego Herr der Ringe auf der Wii zu zocken und Filme zu schauen. Alles sehr entspannt und nur nach Lust und Laune.

Die Schule hat sich gemeldet, es wird mit Distanzunterricht losgehen und die ersten Mails sind dazu eingetrudelt. 

Die Musikschule hat sich auch gemeldet, da war es wohl noch nicht ganz sicher, wie es weitergeht, weil diese Schulen noch keinerlei Infos bekommen haben. Allerdings ist die Geigenlehrerin nun eh krank, es hat sie leider erwischt - ihr geht es aber wohl recht gut - deswegen fällt die kommende Woche bei ihr der Unterricht aus und danach wird sie sich nochmal melden. 

Das Töchterchen war gestern soooo müde, dass es weit vor mir ins Bett gegangen ist. Das war mir ein wenig unheimlich, das gab es schon ewig nicht mehr. Hoffentlich brütet sie nix aus. Dass ich permanent müde bin und das eine oder andere Nachmittagsheierchen mache, ist ja normal, bei dem Kind eher ungewöhnlich. 

Für heute steht das gleiche Programm an wie gestern. Ich muss noch die eine oder andere Ladung Wäsche waschen, gekocht wird Gulasch, da hatte ich mal so richtig Lust drauf, dazu die Hunderunden und die eine oder andere Stunde zocken.

Im Übrigen habe ich mich jetzt bei einem Spieleportal angemeldet und mir dort das erste Spiel für 99 Cent gedownloaded. Ein typisches Point and Click Adventure - gut als Zwischendurch-Happen und es ist witzig. In Zukunft kann ich also dann auf ein DVD-Laufwerk verzichten, wenn es um das Spielen von alten Spielen geht. Und ich könnte die Spiele mal endlich entsorgen - sie lassen sich eh nicht mehr alle installieren. 

Und ich habe gestern zwei Strickprojekte angefangen - einmal noch ein paar Socken für mich und dann starte ich den nächsten Versuch Handschuhe, den ersten habe ich ja frustriert aufgegeben. Ausserdem bin ich nun bei der finalen Staffel von Vikings, die ersten beiden Teile der zweiten Hälfte fand ich schon mal gut. Mal schauen!

Hier also alles recht unspektakulär, aber wie soll es auch im Lockdown anders sein. 

Und nun zeige ich euch den wohl wahrscheinlich einzigen Schnee in diesem Winter aus dem Schneeloch Hessens. :-)







Donnerstag, 7. Januar 2021

Bye Bye

 



Machs gut, lieber Baum! Du warst einer von den wirklich Hübschen und du hast so gut geduftet. Aber irgendwie bist du etwas untergegangen, weil alles so anders war und wir oft mit anderen Dingen vor allem gedanklich beschäftigt waren. Das ist schade, denn jetzt, wo du weg bist, vermisse ich dich. Es ist nun so dunkel im Wohnzimmer. *soifz*

Mittwoch, 6. Januar 2021

Spieglein Spieglein

...an der Wand, wer hat die tiefsten Augenringe im ganzen Land?

Das sind ganz eindeutig wir. Die gute Nachricht, die aber, das betone ich hier sehr deutlich, nur bis exakt jetzt zählt, denn das kann sich ja bei Giardien schnell wieder ändern, der Durchfall ist gestoppt. Soweit so gut - mal sehen, wie lange. Allerdings hat das auch nicht wirklich den Durchbruch bei den Nächten gebracht. Schon Abends ist Sophie schon beim Töchterchen wild gewandert, raus wollte sie nicht wirklich, unter Zwang kam dann ein dringendes Pipi. Danach weiter wandern bis sie sich irgendwann mal hinlegte und bis kurz vor 5 Uhr schlief. Ab da war nichts mehr zu machen. Also brachte das Kind den Hund unter Protest raus, trotzdem nur ein Pipichen. Da ich dann eh wach war, übernahm ich den Hund. Um auszuschließen, dass ihr Magen zu nüchtern ist, gab es von mir ein Schlückchen Möhrensuppe - gebracht hat das nix. Sie legte sich hin, aber nicht den Kopf, ich streichelte sie, knuddelte sie, dann stand sie wieder auf, wollte ins Wohnzimmer, dort dann in den Sessel, aufstehen, hinlegen, aufstehen, hinlegen. Mein Versuch mich mit ihr aufs Sofa zu legen - hatte beim Rücken immer geklappt - war auch nix. Sie ist aufgestanden, rumgelaufen, in den Sessel gesprungen, nicht wirklich abgelegt. Ein letzter Versuch sie nach draußen zu bringen - gescheitert. Also versuchte ich das alles so gut es ging zu ignorieren und döste halb vor mich hin bis 6 Uhr. Sie fiepte auch nicht, sondern wanderte permanent rum. Um 6 Uhr musste ich eh aufstehen, erledigte meine normale Morgenroutine und ging dann mit ihr eine größere Runde - alles okay, keine Übelkeit, keine Anzeichen von Bauchweh, kein Durchfall. Zu Hause gab es dann die Tablette und eine größere Portion Schonkost und mein letzter Blick bevor ich zur Arbeit fuhr, zeigte das erste Mal an diesem Morgen einen Hund, der seinen Kopf ablegte. *uffz* Immerhin durfte das Töchterchen noch eine Weile weiter schlafen und das erste Möhrenhäufchen war geformt. Ich freue mich mal lieber nicht - ich bin mir sehr sicher, dass das Thema noch lange nicht ausgestanden ist. Was das nun war? Ich kann nur raten, eine Mischung aus Hunger, zu nüchternem Magen, Sodbrennen, Übelkeit? Was weiß ich! Sie kann schon mal beim stoischen Bettelblick um ihre Abendmahlzeit früher zu bekommen locker 2 h starren, da legt sie den Kopf auch nie ab, aber da latscht sie eben nicht durch die Gegend. 

Das wir total müde sind, brauche ich wohl nicht zu erwähnen! *gähn*

Ausserdem sind wir nun in der Lockdownverschärfung gelandet - war abzusehen und betrifft uns nicht wirklich, ausser dass das Töchterchen wahrscheinlich weiterhin als Hundepflegerin zur Verfügung steht. Hat also auch irgendwie was Gutes.

Der Anbieter von meinem DVD Laufwerk schickt mir ein Austauschgerät, damit hatte ich gar nicht gerechnet und ich freue mich sehr. 

Das Entweihnachten wird noch ein wenig geschoben, ich bin einfach zu müde! Vielleicht am Wochenende, mal schauen.

Das Wetter ist einfach nur blöd. Nass, kein Schnee, sehr kalt, alle Wege matschig, null Sonne. Deswegen konnte ich noch kein einziges Foto machen und nur Archivbilder von vor 100 Jahren mag ich auch nicht zeigen. 

Deswegen lass ich den Post nun nackig und frag mal das Töchterchen, ob es eine Runde Wii mit mir zockt. Zu mehr bin ich heute eh nicht mehr zu gebrauchen. Aufräumen und Haushalten kann ich wieder, wenn der Hund gesund ist. ;-) Und Besuch dürfen wir ja lockdown-technisch eh nicht empfangen, passt also. :-)

Dienstag, 5. Januar 2021

Fehlstart


Vielleicht ist das ja ein gutes Omen für das Jahr, wenn es gleich am Anfang so beschissen läuft - im wahrsten Sinne des Wortes. 

Der Rückfall von Sophie kam mit aller Macht dann gestern und wir streiten gerade darüber, wer von uns die tieferen Augenringe hat - das Töchterchen oder ich! Da die Durchfallattacken so unglaublich unberechenbar kommen - mal stundenlang nix, dann wieder so dringend, dass es doch im Garten erledigt werden muss, rennen wir die ganze Zeit mit dem Hund draußen rum, sobald er Piep macht. Aber letztendlich wollen die Giardien einfach nur meinen Garten verseuchen. Und sie sind meiner Meinung nach nachtaktiv! Ich frag mich, wie viel in so einen Hundedarm hineinpasst. Unglaublich! Mittlerweile haben wir sie wieder auf Schonkost gesetzt, so einen Nacht überleben wir nicht nochmal. Das Problem ist nämlich, dass sie zwar nur 2x raus musste, aber total unruhig ist und man permanent auf dem Sprung ist. An Schlaf ist da wenig zu denken. Zwar hat sich das Töchterchen erbarmt die Nachtschichten zu machen bis ich wieder Wochenende habe, aber ehrlich, ich werde sowieso wach, wenn die beiden rausstolpern. Und weil wir 4 Töpfe für Schonkost kochen im Gebrauch hatten, blieb für uns nur noch der Backofen für eine Tiefkühlpizza übrig. Die Motivation noch etwas Leckeres zu zaubern war eh dahin. Im Moment fühlt es sich so an, als würden wir nie wieder einen Hund ohne Durchfall bekommen, aber vielleicht verschafft uns ab morgen der nächste Tablettenzyklus wenigstens ein kleines Päuschen zum Schlaf nachholen.

Ich bin so unglaublich müde!

Aber wenigstens macht das Auto jetzt keine Geräusche mehr. Das ist doch auch schon mal was. Und die Hälfte der Woche ist schon geschafft. 

Der neue Arbeitskollege macht erst einmal einen netten Eindruck, alles andere muss man dann sehen. 

Jetzt sehe ich gerade, dass Sophie tief und fest schläft - das macht glücklich - aber auch Panik davor, ob sie dann nicht wieder die Nacht zum Tag macht. Uaaaaaah!

Was ich ganz schlimm finde ist, dass ich so hochgradig genervt bin von dem ganzen und auch von ihr. Dabei kann sie gar nichts dafür und wir sind doch so glücklich, dass wir sie haben. Aber ich bin so erschöpft und ich mag einfach keine neuen Probleme mehr haben und schon mal gar keine, die so aufwendig sind wie dieses hier. Habt ihr mal versucht Matschpampe-Flatschen aus dem Rasen zu kratzen? Und wir fahren nicht mal das komplett Programm, das so manch einer im Internet bei einem Giardien-Befall veranstaltet - da wird dampfgestrahlt jeden Tag, der Hund shamponiert und gebadet, geputzt, desinfinziert und mehrfach in der Woche alle Decken und Bezüge gewaschen, und und und. Mal abgesehen, davon, dass mein naturwissenschaftlicher Verstand eh weiß, das es überhaupt nichts nützt bei diesen Biestern, kann ich das aber mittlerweile sehr gut nachvollziehen, wie man dabei panisch und hysterisch wird. Noch ein paar solcher Nächte und weiteren Rückfällen und ich bin auch soweit. Ich werde dann aber trotzdem keinen Dampfstrahler kaufen. Punkt! Bitte lass diesen Kelch schneller an uns vorbeigehen als ich befürchte. Amen!

Ich muss jetzt doch mal kurz einen Dialog mit meinem Sofa halten, sonst bin ich heute zu nix mehr zu gebrauchen. In diesem Sinne....


Sonntag, 3. Januar 2021

12x Snappy

 


Da ich aktuell keinerlei Fotos habe, was doch sehr am Wetter hier liegt - wir sind nämlich das Schnee- und Sonnenloch - reiche ich hiermit noch die Best of Snaps als Collage nach. 

Das Jahr startet nicht ganz rund. Nachdem ich ja nun am Auto eine neue Feder bzw. zwei neue Federn brauche, hat sich dann mein externes DVD Laufwerk verabschiedet. Wahrscheinlich wurde von meinem Baldurs Gate Spiel irgendwas in der Software zerschossen. Blöd ist, dass es von diesem Hersteller weder Firmware noch Treiber gibt. Heißt nun, ich kann mein Spiel nicht mehr weiterspielen. *heul* Ich habe dem Verkäufer schon eine Nachricht zukommen lassen, das Teil hat ja noch Garantie und es könnte ja auch ein defektes Gerät sein. Es funzt nämlich auch nicht mehr am PC vom Töchterchen. 

Dann habe ich mir beim Hochladen der Fotos und dem Versuch alte Fotos über den PC aus dem Handy zu löschen anscheinend alle Fotos gelöscht, die da noch so im Handyspeicherordner waren. Alles sehr merkwürdig. Nicht ganz so dramatisch, da war eh viel Schrott drauf. Ein paar sind auch noch drauf, die wiederum woanders abgespeichert wurden. Und die Snap-Fotos gibt es ja zusätzlich. 

Ausserdem halte ich gerade ein wenig die Luft an, weil ich bei Sophie einen Rückfall befürchte. Gestern war noch alles normal, aber der Kot roch schon nicht mehr so gut und heute morgen gab es wieder diesen voluminösen Haufen, den sie sonst ein paar Stunden vor dem Durchfall hat. Aber toi toi toi bisher blieb alles ruhig. Wir sind ja gerade in der Medikamentenpause und heute gab es auch das erste Mal Flohsamenschalen. Ab Mittwoch startet der nächste Medikamentenintervall. 

Leider, leider konnte ich so meine letzten Tage Urlaub nicht so wirklich genießen und jetzt darf ich morgen schon wieder arbeiten. Wie groß meine Lust nicht ist, brauche ich wohl nicht mehr expliziet zu schreiben. 

Was steht die erste Woche im neuen Jahr sonst so an? Ich bin nun durch mit dem Bilder archivieren, in den nächsten Tagen werde ich sie doppelt auf die externen Festplatten sichern. Mein System ist da leider, leider sehr umständlich und dauert ewig. Aber ich bin da eben nicht wirklich fit in so was. 

Wir müssen die Bude entweihnachten - was wir durchaus auch schon direkt nach Weihnachten hätten tun können, weil wir direkt nach dem Heiligabend so überhaupt keinen Bezug mehr dazu hatten. Auch neu für mich, kenne ich so nicht. 

Morgen wird wohl schon das Autochen repariert, dann ist das wenigstens erstmal erledigt. 

Die erste Woche lasse ich es noch ruhig und gemütlich angehen und im Zuge des Entweihnachten auch nach und nach mal wieder ausmisten und in der Kellernische Platz schaffen. Aber ich mach mir da keinen Druck, wenn ich keinen Bock habe, lass ich es. Wobei sich die nächsten Wochen durchaus dafür anbieten.

Ausserdem muss ich bald mit dem Sport starten, ich habe mir ein paar Links zu Workouts gespeichert, weil ja leider meine Apps nicht mehr auf dem Handy laufen. Die Videos hängen sich auf. Updates gibt es zu den Apps nicht mehr. Ich werde sehr langsam starten und dann mal schauen, wie ich steigern kann. Joggen wird wohl die nächsten Wochen eher nicht drin sein, weil es frostig und teilweise auch glatt werden soll. Aber sobald es möglich ist und Temperaturen herrschen bei denen ich laufen mag, dann lege ich los. Es müssen wieder 200 km bewältigt werden.

Das Töchterchen hat noch mind. diese Woche frei und im Moment sieht es so aus, als bleibe es erstmal beim Homeshooling. Das wiederum entspannt mich in Sachen Sophie, denn dann ist sie im Durchfallnotfall nicht alleine. Aber vielleicht kommt ja auch nix mehr Wildes nach. Wäre schön. 

Jetzt versuche ich noch den letzten Abend zu genießen, bevor mich der Alltag wieder zurückbekommt.

Achja, dieses Glücksmoment der Woche Dings wird es nicht mehr geben. Wenn ich was Schönes zu berichten habe, mache ich das einfach so. :-)

Samstag, 2. Januar 2021

Auf ein Wort!

 Puh, ich glaube, das wird die schwierigste Abrechnung mit einem Jahr ever. 

Was schreibt man über ein Jahr im Bann der Pandemie?

2020

"Eigentlich haben wir doch alle überhaupt keinen Grund zu jammern. Wir haben ein Dach über dem Kopf und sind gesund. Wir haben genügend Geld, um auch mal in den Urlaub zu fahren und uns einige Wünsche zu erfüllen. Wir haben genug zu essen und müssen weder hungern noch dursten. Wir leben in einem Land ohne Krieg! Wir haben eine Familie, gute Freunde, Sophie und wir haben uns! Wir sollten aufhören ständig zu jammern!"


Ihr erinnert Euch? Diese Worte vom Töchterchen standen am Ende des "Auf ein Wort"-Posts vor einem Jahr. Diese Worte wollte ich beherzigen und ahnte nicht mal im Ansatz, wie unser Leben von einer Pandemie durcheinander gewirbelt wurde. Oder soll ich besser sagen "ausgebremst"? Wie soll man auch mit sowas rechnen?
Und jetzt? Haben wir nach diesem Jahr einen Grund zu jammern? Geld hatten wir weiterhin genug, in den Urlaub konnten wir überraschenderweise auch fahren, Wünsche haben wir uns erfüllt, wenn auch vielleicht andere als eigentlich auf dem Wunschzettel standen. Wir mussten nicht hungern, nicht dursten und einen Krieg gab es auch nicht. Die Familie, die Freunde, Sophie - alle da und auch gesund. 

In den ersten zwei Monaten war alles noch normal, wir kämpften uns durch den normalen Alltag mit guten Momenten und den üblichen Ärgernissen, die das Leben halt so für einen bereit hält. Ja, man las und hörte das aus China, aber hey, das ist doch so weit weg. Aber dann waren plötzlich die ersten Deutschen infiziert und aus Italien erreichten uns rasch Horrorbilder. Spätestens ab da beherrschte ein einziges Wort unser aller Leben "Corona-Virus". Später kamen Wörter wie Todesrate, R-Wert, Lockdown, exponentielles Wachstum, Ausgangssperre, Kontaktsperre, Quarantäne usw. hinzu. Wir starrten täglich auf eine Menge Zahlen. Ich stand das erste Mal vor leeren Regalen im Supermarkt und Klopapier war plötzlich das neue Gold. Und dann hockten wir im Lockdown, die Schulen wurden geschlossen. Wenn ich daran denke, wie bösartig die Kids angegangen wurden als sie anfingen gegen den Klimawandel zu demonstrieren, weil sie doch dafür die Schule schwänzten und Stoff verlieren! Hier schrie dann irgendwie keiner auf, dass Homeshooling so gar nicht funktionierte und in diesem Jahr der Unterrichtsstoff wenig bis gar nicht vermittelt wurde. Naja, Klimawandel bedroht uns halt noch nicht so akut wie Corona, das ist ja noch weit weg. Eltern mussten die Lehrerfunktion übernehmen und Home Office ging auf einmal auch in Betrieben, die sich vorher dagegen verwehrt haben. 
Im Sommer kehrte - mal abgesehen von unserem mittlerweile wichtigsten Kleidungsstück, die Maske . so etwas wie eine Normalität ein. Die aber trügerisch war, denn das Virus verbreitet sich nun mal auch asympthomatisch und so flogen uns ab den Herbstferien die Zahlen wieder komplett um die Ohren. Und plötzlich waren auch unsere Intensivstationen teilweise am Limit, mussten Patienten verlegt werden, aber irgendwie wurden meiner Meinung nach die Maßnahmen nicht mehr so konsequent durchgezogen, wie im März/April. Die Schulen blieben viel zu lange offen und viele Menschen waren entweder corona-müde oder leugneten die Gefährlichkeit bzw. glaubten gar nicht dran, dass es diesen Virus überhaupt gibt. Bis zum Ende des Jahres bleiben die Zahlen hoch, aber immerhin gibt es mit der Impfung ein kleines Licht am Tunnel! Hoffen wir das Beste!

Die beste Zeit des Jahres waren eindeutig die ersten beiden Monate und der Sommer. Die schlimmste Zeit für mich begann ab Mitte August. Doch dafür kann Corona nur wenig.

Gesundheitlich lief es prima! Ich war nicht einmal krank, mal abgesehen von der Impfreaktion, die Wechseljahrsbeschwerden halten sich in Grenzen und bis auf die paar üblichen Durchhänger oder Zipperlein, kann ich über dieses Jahr echt nicht klagen.

Beruflich kann ich das Jahr dreiteilen. Anfang des Jahres kämpfte ich noch darum endlich aus dem Studienbereich rauszukommen. Der liegt mir nicht und ist auch gar nicht mit meinen anderen Aufgabenbereichen zu vereinbaren. Es dauerte eine Weile, aber dann hatte ich es geschafft und eine ruhigere und gute Zeit begann auf der Arbeit. Die bis nach meinem Sommerurlaub anhielt. Ich wurde ohne Rücksprache von jetzt auf gleich vom Chef komplett im Labor abgezogen und nun komplett in den Studien eingesetzt. Meine persönlicher Alptraum. Kurze Rede, langer Sinn, es macht mir null Spaß, aber es gibt gerade keinen Plan B. Diese Situation belastet mich teilweise so sehr, dass ich kaum noch abschalten kann. Ein Zustand, der so nicht bleiben kann.

Sportlich kann ich das Jahr auch zweiteilen. Bis zum Sommer bin ich super gut dabei. Ich mache fast jeden Tag Sport und fühle mich richtig gut. Ich bekomme meine Achilles-Sehnen-Probleme mit Faszientraining in den Griff. Aber dann verlässt mich die Motivation, der Antrieb und der innere Schweinehund wird stärker. Sicherlich geschuldet auch darin, dass ich das Gefühl habe in einer enormen Doppelbelastung festzustecken. Dazu dann an anderer Stelle. Leider wird das Sporttief bis zum Ende des Jahres anhalten. Zwar schaffe ich meine vorgenommenen Ziele (1000 km Gehen und 200 km joggen), aber darüber hinaus mache ich kaum noch was. Und mein Körper findet das nicht gut. Mit dem Sportmangel und dem Essen a la "man hat ja sonst nix mehr im Leben" lege ich auch ordentlich an Gewicht zu. Ich bekomme es zwar immer wieder in den Griff, aber eben nicht nachhaltig.

Männertechnisch war das Jahr noch weniger los als im Jahr davor. Ist auch ein wenig schwierig, wenn man plötzlich weder ausgehen kann, noch Kontakte haben darf. Zwischendrin  habe ich sogar mal ein echtes Bedürfnis diesen Zustand langfristig zu ändern, ich nehme mir vor nach der Pandemie wieder offener für solche Begegnungen zu sein. Ob das nur ein schwacher Moment war oder das Bedürfnis weiteranhält, werden wir dann ja sehen. Ansonsten war es bis zum Lockdown eine gute Zeit. Ich war oft aus, habe mich mit Freunden getroffen, ging zum Ballett und ich hatte richtig Bock etwas zu unternehmen. Doch dann wurde ich in dieser Hinsicht von 200 auf 0 abgebremst. Das hat mich schon gefrustet, sehr sogar.

Mit dem Töchterchen lief es prima und ich muss gestehen, ihre Entwicklung hat mich in diesem Jahr am Meisten beeindruckt. Trotzdem war es nicht leicht für uns, war ich phasenweise doch ihr einziger Kontakt und seien wir mal ehrlich, mit 16 möchte man nicht wirklich die meiste Lebenszeit mit seiner Mutter verbringen. Aber genau so war es nun mal! Wir haben das Beste daraus gemacht und die meiste Zeit ist uns das auch gelungen. Wir waren ein eingespieltes Team, hatten eine Menge Spaß und auch gute Gespräche. 

Wer uns durch diese Zeit wieder sehr gut geholfen hat, war Sophie! Wir sind so viele und große Hunderunden wie noch nie gelaufen mit ihr. Manchmal hatte ich das Gefühl, sie rollt schon die Augen, wenn wir schon wieder los wollten. Aber der alten Hundedame tat das auch sehr gut. Der Rücken hielt ein weiteres Jahr durch ohne Probleme und sie war insgesamt topfit bis auf den immer wiederkehrenden Durchfall. Und sie nahm dieses Jahr trotz mehr Futter einfach nicht zu. Ob es an unseren neuen Untermietern liegt, die der Tierarzt zum Ende des Jahres im Kot nachweisen konnte? Wir werden es sehen, wenn wir die Viecher hoffentlich irgendwann los sind. Sophie ist und bleibt unser Seelenhund, der uns Trost in schwierigen Zeiten gibt und uns täglich zum Lachen bringt.

Das vorherrschende Gefühl in diesem Jahr? Resignation! Aber mehr in dem Sinne, dass man das alles momentan nicht ändern kann, sondern es aushalten muss, abwarten bis alles vorbei ist. Irgendwie ein Augen zu und durch. Und dann war noch ein enormer Druck, der seit Beginn der Pandemie auf mir lastete. Ich fühlte mich doppelt belastet, weil ich ja im Gegensatz zu einigen anderen weiterhin jeden Tag auf die Arbeit musste, mit all den Ängsten sich anstecken zu können oder in Quarantäne zu landen und als ich nach Hause kam, wartete ein Teenie, der ausgehungert war nach Gesprächen und Kontakten. Auch andere Menschen in meinem direkten Umfeld stellten ähnliche Ansprüche an mich. Manchmal empfand ich einfach nur eine große Sehnsucht allein zu sein! Dazu der Druck auf der Arbeit, der im neuen Aufgabenfeld im Vergleich zum Labor enorm ist. Ich wollte einfach nicht noch mehr Verantwortung im Leben haben! Aber mich hat halt keiner gefragt. Und so endete das Jahr mit dem Gefühl, dass irgendwie ich es immer richten soll! Dass an mich permanent Erwartungen gestellt werden, die mich in Überlastungssituationen noch mehr unter Druck setzen.

Das Töchterchen hat auch mit diesem Jahr abgerechnet und für mich überraschend eine positive Bilanz gezogen. Sie empfand es trotz allem als ein sehr viel besseres Jahr als 2019. Hätte ich nicht erwartet, denn wenn ich denke, man hätte mir mit 16 persönliche Kontakte untersagt oder mir gar mein Basketball weggenommen? Ich hätte es wohl als persönliches Horrorjahr bezeichnet. Aber nein, sie sieht das anders. Ich denke, es liegt daran, dass sie endlich ein Stückweit aus ihrem eigenen Schatten getreten ist. Sie hat sich von sich selbst befreit, sie ist sich selbst aus dem Weg getreten. Und dadurch ist sie aufgeblüht. Sie versteckt sich nicht mehr so sehr wie früher! Auch das Homeshooling lag ihr sehr. Viel mehr als der Präsenzunterricht. Sie weiß jetzt noch mehr, dass sie Schule nicht mag und dass das Beste an der Schule ist, ihre Freunde regelmäßig zu treffen. Schauen wir mal, wie sich das weiter verhält, wenn irgendwann wieder normale Bedingungen herrschen. Sie hat in diesem Pandemie-Jahr unglaublich viel gelernt. Sie kann nun kochen, haushalten, Regale aufbauen, sich komplett selbst strukturieren. Sie hat das Spazierengehen für sich entdeckt und sich mit Stretching und Dehnen bis zum Spagat gebracht. Dafür hat sie das Fußball, und auch das Laufen aufgegeben. Auch Geige litt sehr unter der Pandemie und dem vielen Lernen für die Klausuren. Sie hatte einen ersten Job im Kinderturnen, der dann aber schnell der Pandemie zum Opfer gefallen ist. 
Ihr persönlicher Höhepunkt war der Sommer mit den beiden Urlauben und sie hat sich ein Ziel gesetzt, sie möchte einmal bis auf die Zugspitze hochwandern. Überhaupt hat sie die Berge lieb gewonnen, möchte aber weiterhin lieber unseren einzigen Jahresurlaub am Meer mit Sophie und mir verbringen.
Den Führerschein hat sie noch nicht begonnen, durch den zweiten Lockdown und fehlender Motivation wird die Anmeldung immer mal wieder verschoben. Ihr persönlicher Tiefpunkt war dann wohl, mit ihrer Mutter Silvester zu verbringen. Naja, ich nehme das mal nicht persönlich. *lach*

Wenn ich es mal ganz nüchtern betrachte - so schlecht war das Jahr nicht! Es war anders und in mancher Hinsicht sicherlich blöd, beängstigend, belastend, aber ich glaube, wir haben wirklich keinen Grund zu jammern. Unsere Bedingungen durch die Pandemie zu kommen, sind sehr privilegiert. Das war uns aber auch immer bewusst. 
Also mein Fazit: Pandemie ist scheiße - aber das Jahr 2020 war es nicht!

2021

Ehrlich? Ich habe keine Erwartungen an das neue Jahr! Weder auf der Arbeit noch an der Pandemie wird sich in den nächsten Wochen etwas zum Besseren wenden. Da hilft nur weiter Augen zu und durchhalten. Und das ist nicht mal pessimistisches Denken, sondern einfach nur eine nüchterne Beurteilung. Es kommt letztendlich nur auf uns selbst an, was wir daraus machen.

Natürlich wünsche ich uns und allen, die wir kennen, dass wir weiterhin verschont bleiben von Krankenheiten, keine finanzielle Sorgen erleiden müssen und wir viele Lichtblicke in 2021 erleben dürfen. Wie auch immer die dann aussehen mögen. 

Das einzige Ziel, das ich mir gesetzt habe, sind wieder meine 200 km joggen! Das wars! Alles andere wird sich auf unserem Weg durch ein weiteres Pandemie-Jahr zeigen. Und vielleicht können wir ja im Sommer wirklich wieder nach Dahme fahren. Großartig wäre es auch, wenn wir meine Oma nochmal drücken könnten. Und nicht nur die! 

Ein Date wäre toll und zwar für alle weiblichen Mitbewohner ohne Fell hier. *lach* Salsa tanzen - da bin ich eher realistisch und wage zu bezweifeln, ob das so schnell wieder möglich ist. Aber vielleicht kann man ja in ein paar Monaten wieder mehr unternehmen.
Mehr Sport wäre klasse, wobei ich mir da ja selbst in den Hintern treten muss oder besser dem blöden Schweinehund.
Besonders für das Töchterchen wünsche ich mehr Normalität. Mit 17 sollte man nicht dauerhaft gezwungen sein, so viel Zeit mit seiner Mutter zu verbringen. Ich wünsche ihr, dass sie es endlich mal krachen lassen kann mit allem, was man so mit 17 tun möchte.
 
Ich hoffe, dass wir diese blöden Giardien schnell loswerden und Sophie ein weiteres unbeschwertes Hundejahr bei uns verbringen darf. Ich möchte sie weiterhin springen, toben sehen und freue mich über jeden Tag, den sie uns mit ihrer neuen Bockigkeit nerven wird. 

Und überhaupt ist es das, was sich bei mir einstellt, wenn ich an 2021 denke: Hoffnung!

In diesem Sinne: Auf ein Neues!

Freitag, 1. Januar 2021

Jahresrückblick - Dezember 2020

Dann bringen wir es mal zu Ende!


Am 1. Dezember schneit es und wir öffnen die ersten Türchen von unseren sehr, sehr vielen Adventskalendern. Wir erfreuen uns dann jeden einzelnen Tag an den schönen Kleinigkeiten und Aufgaben, die da so drin sind. Leider werden wir wieder keine Ballonfahrt gewinnen, obwohl wir immerhin 3 Terratech Kalender haben. :-)

Ansonsten läuft alles weiter wie bisher. Das Töchterchen kämpft mit der Schule, die Corona-Zahlen sind ernüchternd, die Tage plätschern so vor sich hin.

Wir schauen die neue Staffel Bergretter und lieben sie! 

Das Töchterchen backt und backt und baut ein Lebkuchenhaus und natürlich backen wir auch wieder gemeinsam.

Der Nikolaus kommt und ich glaube, wir waren sehr, sehr brav.

Ich muss nur noch 7 km joggen! Und dann kippt hier die Stimmung! Mir fällt es schwer positive Dinge zu schreiben, obwohl ich mir das fest vorgenommen hatte.

Dann habe ich bei einem Unfall unglaubliches Glück, weil ich noch in letzter Sekunde bremsen konnte. Aber alle blieben unverletzt, was die Hauptsache ist.

Auch die Stromrechnung ist eine Überraschung - hatte ich doch Schlimmstes befürchtet.

Das Töchterchen hat einen kleineren Mental Breakdown. 

Ich werde von unerwarteter Stelle positiv überrascht, aber ich bin noch skeptisch und warte mal den Januar ab, bevor ich mich wirklich darüber freue.

Ich packe meine alten Chemiekenntnisse raus und lerne mit dem Töchterchen für die Klausur.

Dann hat das Kind fast alle Klausuren geschafft.

Das diesjährige Weihnachtsbaumkaufen geht erstaunlich schnell. Rekordzeit würde ich mal sagen. :-)

Sophie wird 11 Jahre alt, aber sie ist immer noch topfit, unsere Omi.

Die Laune im Zauselweiberhaushalt wird explosiv....aber ist sie das nicht immer kurz vor Weihnachten. Liegt das wirklich alles an Corona?

Ich will ein Geschenk verpacken und stelle fest, dass ich eine leere Box gekauft habe. Nun darf ich 2 Tage vor dem endgültigen Geschäftelockdown nochmal los. Horror! Aber es geht alles gut und ich kann mit dem Geschenk jemanden glücklich machen.

Ich gebe es auf nur noch positive Dinge zu schreiben. Es ist wie es ist - die letzte Woche vor dem Weihnachtsurlaub ist sch....! Vor allem die Lage auf der Arbeit zwingt mich fast in die Knie. Während das Töchterchen endlich ins Homeshooling übergehen kann und sich sehr darüber freut.

Meine Oma musste ins Krankenhaus - war aber zum Glück Fehlarlarm.

Ich ertrage die täglichen Meldungen über Neuinfizierte, Tote und Maßnahmen nicht mehr. Da hilft es auch nichts, dass alle Hoffnung auf den Impfstoffen liegt.

Ich starte in meinen Weihnachtsurlaub und werde noch Tage brauchen, bis ich nicht mehr von der Arbeit träume.

Ich begebe mich in die Weihnachtswerkstatt, zocke Baldurs Gate 2 und stricke noch das letzte Geschenk fertig.

Das Töchterchen ist richtig gut drauf.

Ich beende meine Jogging Challenge mit knapp über 200 km! 

Es ist nochmal richtig schönes Wetter, das ich nutze, um das letzte Laub weg zu machen.

Wir sind total tiefenentspannt, es ist alles vorbereitet für Heiligabend bis auf das Essen natürlich, die Bude ist geputzt und wir chillen durch den Tag.

Und dann startet der Heiligabend anders als geplant. Sophie bekommt noch am frühen Morgen blutigen Durchfall. Somit ist klar, dass ich erstmal zum Tierarzt muss. Ich sammel den Kot ein und damit wird die Ursache schnell gefunden. Sie hat sich Giardien eingefangen. Eklig und wenn es blöd läuft langwierig, aber nix Gefährliches. Mich haut das total raus aus dem Zeitplan und die Tiefenentspannung ist dahin.

Dann kommt noch ein Anruf von meiner Mutter, dass es im Pflegeheim meiner Oma einen Corona-Fall gibt. Wie soll man jetzt noch in Weihnachtsstimmung kommen?

Aber wir haben es geschafft und einen schönen Heiligabend verlebt. Anders, mit weniger Leichtigkeit, aber trotzdem fröhlich.

Am 1. Weihnachtsfeiertag kommt mein Vater mit seiner Frau und wir beschweren draußen auf Terrasse. 

Am 2. Weihnachtsfeiertag kommt meine Freundin mit Maske zum Traumschiff schauen. Wir lüften dabei regelmäßig und genießen diesen Abend. Wir haben uns ja lange nicht sehen können und wer weiß, wann wir es das nächste Mal können.

Sophie geht es besser, aber ich bin die ganze Zeit auf Hab Acht Stellung.

Bis Dienstag reichen unsere Essensvoräte, dann muss ich Einkaufen fahren. Schon beim Losfahren höre ich das fiese Geräusch am Auto, da stimmt was nicht.

Das Einkaufen ist Horror, die Leute unglaublich aggressiv und übellaunig.

Ich spreche mit meinem Autoschrauber-Nachbar und er will sich das Auto noch ansehen. Es ist ein Federbruch, der schnell gemacht werden muss. Aber dazu braucht er halt erstmal Ersatzteile. Da ich aber mit dem Auto fahren kann, sollte das kein Problem werden.

Ich bekomme einen Anruf von der Arbeit - doch ich kann auch nicht weiterhelfen. 

Irgendwie fühlen sich die Tage zwischen den Jahren nicht so an, wie sonst. Ich mag diese Zeit normalerweise und es sind für mich die entspanntesten Tage des Jahres. Diesmal irgendwie halt nicht.

Silvester startet mit einer Unpässlichkeit von Sophie, die aber zum Glück nach 2 h wieder verschwunden ist. 

Nachmittags treffe ich mich mit meiner Freundin auf Abstand. Passenderweise müssen die Hunde auch Abstand halten! Wir gehen eine große Runde und schütten uns gegenseitig unser Herz aus. 

Zu Hause werde ich schon vom Töchterchen erwartet. Wir bereiten das Raclette vor und dann starten wir den letzten Abend im Jahr 2020. Mit Raclette Essen, Fernsehen, Quatschen und einem Spiel. 

Um Mitternacht ist es ruhig....zu ruhig...ich empfinde das als befremdlich, ein komisches Gefühl. 

Danach sitzen wir noch eine Weile zusammen und sprechen über das Jahr vom Töchterchen. Dazu dann mehr bei der Endabrechnung.

2020 hat fertig!


Ihr merkt, dass ich den Dezember etwas ausführlicher gestaltet habe. Das liegt daran, dass ich die letzten Tage nix geschrieben habe und ich muss doch nächstes Jahr beim Rückblick wissen, was wir so getrieben haben. ;-)

Nun steht ja noch die Abrechnung an - mit diesem Jahr. Ich glaube, da muss ich nochmal tief in mich gehen. Morgen vielleicht...



Jahresrückblick - November 2020

Bevor ich hier mit dem Jahresrückblick weitermache, wünsche ich Euch, Euren Lieben und uns Allen einen guten Start ins Jahr 2021! Möge es besser werden als das Alte! 

Aber nun erstmal weiter zum Jahresrückblick, bevor ich mit dem Jahr endgültig abrechne!


Das Wetter im November bescherte uns wenigstens ein paar sonnige Lichtblicke, aber ansonsten passte es sich eher an die allgemeine Lage an. Trüb, trostlos, Nebel!

Wir starten mir einem Wellenbrecher-Lockdown, der so gar nichts brechen wird. Die Zahlen wachsen zwar nicht mehr exponentiell weiter, aber gehen auch nicht wirklich runter. Wir bekommen trotz fehlender Fixtermine so gar nichts auf die Reihe. Die Motivation ist gleich null, irgendwie herrscht die Stimmung vor, für was sollen wir uns stressen! Die Bude verlottert - kommt ja eh keiner zu Besuch - nur ein Beispiel für das Gesamtbild!

Ich mähe nochmal Rasen, was dringend nötig war! Dann scheint ein paar Tage die Sonne und sofort fühlt man sich besser. Ich versuche immer mal wieder meinen inneren Schweinehund in Sachen Sport zu überreden, aber ich bin nur mäßig erfolgreich. Das wird mir natürlich damit quittiert, dass ich total verspannt bin und sich jeder Lauf anfühlt, als wäre es ein Marathon.

Dann stellt das Töchterchen fest, dass man mit fast 17 auch schon ganz schön alt ist. 

Ich bekomme gar nichts mehr auf die Reihe, die Tage dümpeln so vor sich hin und das Töchterchen ist im absoluten Klausurenstress.

Im Landkreis rutschen wir endlich mal wieder unter Inzidenz 200. Immerhin!

Sophie bekommt wieder Durchfall, aber diesmal bekommen wir das mit Schonkost schnell und gut hin. 

Wir machen die Bude schon mal klar für die Weihnachtsdekoeskalation, ich stricke immer noch fleissig und bin auch schon in den Weihnachtsgeschenkvorbereitungen.

Ausserdem treffe ich mich mit einer Freundin zur Hunderunde und anschliessendem Glückweintrinken auf Terrasse. Man gewöhnt sich langsam an dieses Draußensitzen in der Kälte.

Dann wird die Bude weihnachtlich dekoriert und immerhin sieht es jetzt nach Weihnachten aus. Innerlich fühlt es sich noch nicht wirklich so an.

Ich starte damit Weihnachtsromane zu lesen, vielleicht hilft das die Stimmung umzuswitchen.

Die Adventskalendervorbereitungen sind abgeschlossen, ich muss noch 13.3 km rennen, die Fotobücher und der Jahresplaner sind fertig und auch mit den Weihnachtsgeschenken bin ich gut dabei.

Auf der Arbeit kommt mal für ein paar Tage eine ruhigere Zeit, während das Töchterchen jeden einzelnen Tag über die Schule schimpft.

Der Hund schiebt seit dem Durchfall Dauerkohldampf und die über 30 Spatzen im Garten fressen mir die Haare vom Kopf.

Wir gehen zur Alternative von Marburg b(u)y Night und wundern uns überhaupt nicht mehr über die steigenden Zahlen und dann ist er da, der 1. Advent! Ich fühle mich so unweihnachtlich wie noch nie!

Das Töchterchen trifft sich immer mal mit ihren wenigen Freundinnen, natürlich immer jeweils nur mit einer. Sie backen, schauen Weihnachtsfilme und haben einfach nur Spaß!

Wir machen noch schnell das Novembershooting und das ist bezeichnend für die Entwicklung vom Töchterchen in diesem Jahr.