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Donnerstag, 1. Januar 2026

Jahresrückblick - Dezember 2025


Mit dem 1. Dezember darf ich auch das erste Adventskalenderpäckchen öffnen. Ich habe ja auch einen aus Hamburg bekommen. Ausserdem habe ich zwei Tage beim Hauptjob Urlaub und netterweise darf ich im Zweitjob die Stunden vom Montag mit auf den Dienstag legen. So habe ich wenigsten 1 1/2 was davon. 

Beim Vorweihnachtlichen Stadtbummel finde ich quasi nix. Keine Weihnachtsgeschenke! Ansonsten drehe ich wieder hoch, mein Stresspegel steigt, meine Stimmung sinkt. Dabei gibt es gar keinen Grund dafür. Es nervt. Dazu macht mein Ohr komische Sachen und googlen dazu war keine gute Idee. Aber dann stellt sich definitiv wieder eine Gehörgangentzündung ein und ich habe zum Glück noch Tropfen - doof ist, dass ich dann erstmal keinen Sport machen kann. 

Beim Stricken der Weihnachtsgeschenke komme ich gut voran und auch sonst trudeln einige Geschenke per Post ein. Auf der Arbeit geben sich die Viren die Klinke in die Hand. Es fallen alle nacheinander aus. 

Am Nikolaustag trudelt das Töchterchen aus Hamburg ein. Endlich! Wir haben ein tolles WE zusammen mit ganz vielen weihnachtlichen Aktionen. Wir bummeln in Gießen, gehen auf den Weihnachsmarkt, backen 3 Plätzchensorten, schauen Weihnachtsfilme und zum Abschiedspaziergang erleben wir einen tollen Sonnenuntergang. Dann muss sie zurück nach Hamburg.

Ich zähle die Tage runter bis zum meinem Urlaub - ich bin durch für dieses Jahr!

Alles in mir schreit nach Urlaub, keine Ahnung, ob das die Jahreszeit ist oder ob ich nie an den neuen Alltag gewöhnen werde. Ich nehme Druck raus und beschränke mich in meiner Freizeit aufs Nötigste. 

Das Töchterchen besteht auch dieses Modul gut! Und bei uns im Hauptjob stellt sich der neue Prof. vor. Ich habe Hoffnung, dass sich dann bei uns mal was ändert. 

Sophie hat Geburtstag, sie wäre nun 16 Jahre alt. Sie fehlt weiterhin sehr und manchmal überrollt die Trauer einen komplett. 

Ich kaufe einen Weihnachtsbaum in Rekordzeit und er duftet sooo unfassbar gut.

Ausserdem gehen wir zu Swinging Christmas, dieses Mal kommt ja eine Freundin mit und es wird wieder ein großartiger Abend. Aber mein Ohr nervt wieder mehr und ich befürchte, da steht noch ein Arzttermin vor Weihnachten an. 

Und dann wird es etwas unschön. Ich gehe zum HNO und werde dort quasi zwei Vormittage mit Warten verbringen. Die Behandlung ist zudem extrem schmerzhaft, so dass wir das halt auf zwei Terminen machen müssen. Es hatte sich eine feste Platte auf mein Trommelfell gelegt und es war echt schwierig, die davon zu entfernen. Ich verspanne bei der Reinigung komplett vor Schmerzen und das hängt mir noch Tage nach.

Ich trete den Weihnachtsurlaub an. Draußen sieht es einfach nur trostlos aus. Der Glühweingelee verunfallt leicht, so dass es schön überall in der Küche klebt. Aber er ist mega lecker. :-)

Ich gehe zum Frisör und dann ist das Töchterchen auch schon wieder da. Die üblichen Vorheiligabendroutinen beginnen und dann werden wir wie immer einen wundervollen, lustigen Heiligabend verbringen. Aber irgendwie fühlt sich Weihnachten diesmal anders an - nicht schlechter, aber weniger feierlich, weniger festlich. Ich habe keine Ahnung warum.

Auch die Tage zwischen den Jahren verlaufen anders als sonst, dabei habe ich ja nicht mal alles gemacht, was ich wollte. Ich war nur einmal im Gym, gejoggt bin ich aufgrund der Kälte auch nicht. Trotzdem waren die Tage viel voller als sonst, ich hatte zig unangekündigten Besuch, wir waren shoppen in Gießen und dann trudelte noch eine Einladung von Nachbarn ein. Auch am Silvestertag bekam ich noch Besuch, einen angekündigt, einen kurzfristig zum Anstossen aufs Neue Jahr. Das Töchterchen rutschte in Budapest ins Neue Jahr. 

Der Dezember ist durch, das Jahr 2025 auch. Im Rückblick war der Dezember der schwierigste Monat für mich, aber immer noch ein Guter! 


Das war mein Jahrresrückblick, die Jahresbilanz muss ich erst noch schreiben, mal schauen, ob ich das heute noch schaffe! Kommt halt drauf an, ob ich wieder spontanen Besuch bekomme. *lach*

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Jahresrückblick - November 2025


Da ist er nun schon, der vorletzte Monat des Jahres. Die meiste Zeit verbringe ich mit Adventskalender vorbereiten, stricken, Spazieren gehen und laufen. 

Beim neuen Job läuft soweit alles prima, aber ich habe immer noch keinen eigenen PC bzw. Platz und viele Anträge sind auch noch nicht erledigt. Das läuft echt zäh.

Ich suche mir einen Strecke zum Joggen, die ich auch im Dunkeln laufen kann.

Endlich finden wir, meine andere Freundin und ich, einen Termin zum Spazieren gehen. Wir laufen in den Sonnenuntergang und am Ende ist es mächtig kalt. Wir hätten echt einen Glühwein gebraucht. 

Ich versuche weiterhin fleißig neue Oberteile zu bekommen, aber es bleibt schwierig.

Und dann starte ich im Fitness Studio! Ich stelle sofort fest, dass das Egym-Zeugs auf Dauer nicht mein Ding sein wird. Ich mag es nicht, aber ich nehme mir vor, ein wenig durchzuhalten, bevor ich mir ein neues Programm zusammenstelle bzw. stellen lasse.

Ich fühle mich die ganze Zeit, als würde ich etwas ausbrüten, deswegen muss ich ein paar Tage langsamer machen. 

Die Tage sind sehr herausfordernd, bei beiden Jobs. Meine neue Chefin hat allerdings sehr ambitionierte Ideen. 

Mein Auto bekommt Winterschuhe drauf mit neuen Felgen und nun hoffen wir, dass sich das Problem mit dem Reifendruck erledigt hat. Spoiler: Nein, hat es sich nicht. Ende Dezember wird es wieder Alarm machen, aber ohne Luftverlust. 

Ich habe die Sachen für den Adventskalender fertig, das Paket geht nach Hamburg. Ich mache in der Bude mal eine Grundreinigung für die Weihnachtseskalation und bin damit quasi eine Woche beschäftigt, neben anderen Freizeitbeschäftigungen.

Das Wetter ist traurig und es ist auch viel zu warm für November.

Töchterchen geht es sehr gut in Hamburg. Sie scheint endlich angekommen zu sein. Allerdings ist sie im Megalernstress und arbeitet viel zu viel nebenher.

An der Männerfront tut sich rein gar nichts mehr. Auch im Fitness-Studio, tote Hose. Jeder ist dort im Prinzip mit sich selbst beschäftigt. Früher war man dort kontaktfreudiger.

Ich stelle fest, dass ich sogar noch ein bissi mehr Geld beim Zweitjob bekomme, beim ersten Mal hat noch die Kindzulage gefehlt. Und ich werde anteilig doch Weihnachtsgeld bekommen. Juchuh!

Ich ziehe die Weihnachtseskalation durch, es schneit das erste und einzige Mal und ich treffe mich rein freundschaftlich mit dem "Schiffenberg"-Mann vom Sommer. Und stelle fest, es war die richtige Entscheidung - es würde einfach nicht passen.

Dann gibt es für ein paar Tage mal schönstes Winterwetter. Sonnig, kalt und frostig. Leider fällt meine langjährige Thermohose auseinander. Da muss wohl mal eine Neue her. *soifz*

Mein Alltag hat sich ein wenig eingegrooved. Montag nix, Dienstag Spaziergang mit der Freundin, Mittwoch nix, Donnerstag Gym, Freitag Haushalt, Einkaufen und Papa Kaffeetrinken. Am WE chillen, spazierengehen, Sport.

Mein Auto kommt durch den TÜV, ich fahre zu Marburg b(u)y Night im Nieselregen, ich gehe ins Knubbel und hänge dann den Sonntag so durch, dass ich es nicht einmal ins Gym schaffe. 

Der November verabschiedet sich!

Dienstag, 30. Dezember 2025

Jahresrückblick - Oktober 2025


Der Oktober ist da und damit für mich auch eine große Veränderung. Der erste Tag Vollzeit liegt hinter mir. Danach mache ich direkt einen großen Spaziergang, noch geht das ja im Hellen und zum Abschied holt uns das Töchterchen Sushi. Dabei ist die Stimmung sehr traurig, wir wollen beide nicht, dass sie fährt. Sie hat Angst vor einem weiteren Winter in Hamburg und ich vor dem Alleinsein in der neuen Routine. Zum Abschluss erledigen wir noch was, das wir schon ewig aufschieben - das Einschreiben für die immer noch nicht zurückgezahlte Kaution vom Mainzer Wohnheim. 

An meinem zweiten langen Arbeitstag trinken wir noch zusammen Kaffee, dann heißt es Abschied nehmen. Es fällt uns extrem schwer. 

Der erste Eindruck vom Job ist gut. Ich habe es, glaube ich, gut getroffen. Nur mit dem großen Büro habe ich etwas Schwierigkeiten. Zu laut, zu warm und zu stickig, weil die meisten Damen echte Frierkatzen sind. Aber irgendwann soll ich wohl ins andere Büro, da ist nachmittags weniger los. Spoiler: Das mit dem eigenen Arbeitsplatz wird bis Ende des Jahres nicht klappen. 

Ich empfinde die Umstellung als hart. Sehr hart. 

Nach einer Woche 32 h ziehe ich ein Fazit. Ich bin mega froh, dass ich nicht auf 5 Tage Vollzeit gegangen bin. Ich glaube, das hätte ich echt nicht gepackt. Aber auch so, kickt das alles ordentlich rein. Die Abende von Mo bis Do sind kurz, in den Freitag quetsche ich alles rein und das Wochenende rast an mir vorbei und ich bekomme auch da nur wenig gebacken. Mit den Kolleginnen und vor allem mit meiner Chefin komme ich gut klar. Alles in Allem kann ich mich nicht beschweren. 

Ich habe ein Probetraining im Fitness Studio. Und das gefällt mir sehr gut. Das Gym ist halt mit eins der teuersten, aber ich kenne es von früher und ich habe mich dort immer wohl gefühlt. Ich muss nochmal drüber schlafen.

In Hamburg ist das Hausarztpraxispraktikum schon rum und es hat dem Töchterchen mega gut gefallen. Sie hatte es gut getroffen und viel gelernt dort. Auch ist ihr da nochmal klar geworden, welchen Beruf sie sich ausgesucht hat. Keine Ernüchterung, sondern einfach eine Erkenntnis.

Mein Körper macht sich bemerkbar - er mag das lange Sitzen nicht. Ich bekomme Rückenschmerzen, die ich aber glücklicherweise schnell wieder im Griff habe. Ich versuche jeden Abend nach der Arbeit sofort eine kleine Runde spazieren zu gehen, was bisher gut klappt, aber es wird auch Abends immer dunkler. Mehr Sorgen mache ich mir darüber, wie ich das Joggen einbaue. Ich habe das Gefühl, ich werde nix mehr gerecht. Es stresst mich, wenn ich alles versuche in meinen Alltag reinzuquetschen. Aber ich brauche Sport - ein Dilemma.

Meine Freundin geht mit mir feiern und wir haben einen tollen Abend. Ich mähe hoffentlich das letzte Mal Rasen, fahre in den botanischen Garten zum Fotografieren, stricke fleißig und gehe endlich mal wieder mit der einen Freundin spazieren. Wir wollen versuchen uns einmal die Woche zum Spaziergang zu treffen. 

Dann jährt sich Sophies Todestag. Ein Jahr ohne sie. Ich verstreue einen Großteil ihrer Asche im Garten an ihren Lieblingsstellen und lege endlich den Stein dorthin. Der Kreis schließt sich nun.

Meinen Papa quetsche ich nun in den Freitag - das klappt nicht immer, aber es ist einfach die beste Möglichkeit. So langsam habe ich mich in den neuen Alltag eingewöhnt. Allerdings verbringe ich meine Freizeit meist alleine, weil ich einfach gesättigt bin. Auf Dauert kann ich das nicht so machen. 

Leider ist das Großbüro eine echte Virusproduktionsstätte. Ich halte die Luft an, dass mich Corona und Co. nicht erwischen. 

Ich gehe shoppen und finde Sachen, die ich zwar ewig gesucht habe, aber eigentlich wollte ich was anderes kaufen. Nun habe ich endlich einen Kurzmantel und ich lieb ihn, genauso wie den Rock, der mir noch in die Tasche gehüpft ist.

Ich gehe weder aus und das Konzert für das wir Karten haben, fällt auch aus. Die Zeit wird umgestellt und es wird mich wieder aus der Bahn werfen. Ich komme damit einfach nicht klar, egal in welche Richtung. 

Mein Freizeitleben stagniert. Ich habe für meine Verhältnisse echt wenig soziale Kontakte und vermisse es nicht mal. Ich werde noch zum Eremit.

Mein erstes Gehalt trudelt auf dem Konto ein und es ist im Prinzip genau das, was ich auch ausgerechnet hatte. Der erste Monat mit 32 h ist geschafft. Und an Halloween klingen tatsächlich mal Kids bei mir. Der Oktober ist rum!

Montag, 29. Dezember 2025

Jahresrückblick - September 2025


Der September startet mit vielen Aufgaben. Die Personalverwaltung von der Uni braucht viele Dinge von mir. Unter anderem ein ärztliches Attest auf über meine Impfungen. Zusätzlich mache ich ein paar Termine, die ich noch vor meinem Stellenantritt erledigen muss. Ich habe die Befürchtung, der September wird nicht so lustig.

Es läuft darauf hinaus, dass ich am 1.10. meine Zweitstelle antrete. Ich sehe dem mit gemischten Gefühlen entgegen.

Meine Stimmung ist nicht so dolle. Das Töchterchen hat die erste Praktikumswoche hinter sich und findet es erstmal langweilig. 

Mir wird zunehmend bewusst, dass ich vieles in meinem Leben so nicht mehr machen kann, wenn ich 4 volle Tage arbeite. Da sind meine Spaziergänge mit meiner Freundin, das Treffen mit meinem Papa, meinen Sport zumindest in der Häufigkeit - es wird mein Leben nochmal komplett umkrempeln und da ist wohl das, was ich nicht möchte. Das ist in den letzten 13 Jahren zu oft passiert.

Und dann habe ich meine erste Gehörgangsentzündung ever. Wie doof ist das denn? Aber mit den Tropfen vom Hausarzt geht es schnell wieder weg. Trotzdem bremst es mich erstmal aus. Kein Joggen, kein Tanzen, keine Musik auf den Ohren. 

Ich unterschreibe endlich den Arbeitsvertrag! Es ist alles so gekommen, wie ich es mir gewünscht habe. Klar, besser wäre es, ich hätte die Stunden bei uns aufstocken können, aber das ist halt die zweitbeste Variante. Ich informiere meinen Chef, kümmere mich noch um die Zweitjobanmeldung und organisiere für die Umstellung.

Den Termin in der Klinik bringe ich hinter mich und das Teil, was weg sollte, hat sich schon von alleine verkrümelt. Unangenehm war das aber trotzdem. 

Töchterchen und ich haben immer mehr Angst vor dem Tag, an dem sie wieder nach Hamburg muss. Wir haben uns beide daran gewöhnt wieder zusammenzuwohnen. Es wird ein echt blöder Abschied werden. Zumal wir wissen, dass sie wahrscheinlich 3 Monate nicht kommen kann. Oder höchstens mal für ein WE.

Der September rast sooo an mir vorbei. Ich bin so beschäftigt, nehme nochmal alles mit, was geht. Ich eröffne die Stricksaison, bekomme einen neuen Duschkopf und mache ganz viel Sport.

Töchterchen und ich gehen zu "Botanische Lichter" und es ist wundervoll. Ausserdem gehen wir Tapas essen und den letzten "halben" Tag nutze ich nochmal mit ausgiebigen Spaziergängen mit Lieblingsmenschen. 

Der September ist vorbei und damit auch mein Teilzeittuckenleben! 




Jahresrückblick - August 2025


Der August reiht sich erstmal nicht in die vorherigen wirklich großartigen Monate ein. Die Stimmung geht doch leicht nach unten. Auch wettertechnisch ist das alles ein Trauerspiel. Immerhin war dann endlich mal die Stellenanzeige für meine Stelle draußen und ich konnte mich bewerben. Vor dem Urlaub werde ich da aber dann sicherlich nichts hören. 

Dann habe ich Urlaub, endlich! Das Wetter berappelt sich und wir haben erstmal eine gute Vorhersage für unseren Urlaub. Töchterchen weilt noch in Spanien, wo es aber auch ein paar Freundinnendramen gibt, die sich genauso schnell verziehen, wie sie entstanden sind. 

Ich bin viel draußen und mache auch viel Sport. Mein VO2 max. ist sogar im blauen Bereich. Ich habe auch schon die 200 km Joggen geschafft, die ich mir vorgenommen habe für das Jahr. Ich bin mega stolz auf mich. Allerdings hatte ich halt auch wirklich Zeit dafür. 

Mein erstes Urlaubswochenende wird von männlichen bzw. von einem männlichen Wesen versaut. Er meldet sich einfach nicht, obwohl wir uns nochmal vor meinem Urlaub sehen wollten. Auch das Salsa tanzen an der Strandbar will meine Stimmung deswegen nicht heben. Ich bin echt sauer, aber ich hatte halt auch sowas geahnt. 

Am Montag nach dem Wochenende klingelt Abends mein Handy - er hält es also nicht mal für nötig vorbeizukommen für ein Gespräch. Er teilt mir dann mit, dass ihm das doch alles zu viel ist mit der Pendelei und blablabla. Alles Dinge, die ich immer wieder angesprochen habe und er sie jedes Mal wegwischte mit der Aussage, das ist alles kein Problem. Ich bin mega sauer. Nicht, weil er sich so entscheidet, sondern wie das alles gelaufen ist. Trotzdem weiß ich zu dem Zeitpunkt nicht, warum mich das so mitnimmt, dafür war es viel zu kurz und ich war mir ja auch noch nicht sicher, ob ich das alles so will. Aber ich wollte dem eine echte Chance geben....naja, dann halt nicht.

Das Töchterchen reist an und wird nun 1 1/2 Monate hierbleiben. Ich bin gespannt, wie wir uns verstehen werden. Ich gehe nochmal tanzen und bin sehr froh über mein soziales Umfeld, dass ich mir erarbeitet habe.

Wir gehen das erste und einzige Mal Abends an den See zum Baden, fahren zur Strandbar und zum Stadtfest in Gießen, wo es wirklich toll ist.

Und dann fahren wir nach 3 Jahren endlich wieder mal nach Dahme. 

Wir haben eine tolle Woche dort, aber es war anders - Sophie hat gefehlt und auch wir mussten erst unseren neuen Rhythmus miteinander finden. Das Wetter war dann leider deutlich schlechter und vor allem deutlich kühler als vorhergesagt. Deswegen hatten wir auch blöderweise zu wenig warme Klamotten dabei und so musste ich mir dort noch eine Jacke kaufen. Mit der Kälte haben wir nicht gerechnet. 

Die Woche vergeht wie im Flug. Am letzten Tag lassen wir einen Teil von Sophie am Hundestrand und der Sonnenaufgang ist perfekt an diesem Morgen. Direkt danach steigen wir ins Auto und fahren nach Hause.

Ich habe das Gefühl, dass mein Vitamin D Spiegel wieder abgerauscht ist, ich hatte ja keine neue Packung mehr geholt. Aber ich bin wieder sehr müde und auch meine Stimmung rutscht ab. 

Töchterchen und ich entdecken das Volleyballfeld an der Schule für uns und genießen einfach noch die Zeit miteinander.

Der Urlaub ist rum, der August auch und mir gruselt es ein wenig vor dem Herbst.


Sonntag, 28. Dezember 2025

Jahresrückblick - Juli 2025


Der Juli startet hot. Mein Papa feiert seinen 77. Geburtstag bei gefühlt 400 Grad am See und ich bin anscheinend die einzige, die mit den Temperaturen Probleme hat. 

Ich erlebe überraschend den romantischsten Abend seit ewigen Zeiten auf dem Schiffenberg.

Mein Leben ist gerade so wunderbar herrlich und ich genieße jede Minute davon. Es ist als hole ich alles nach, was in den letzten 2 Jahren eben nicht ging.

Dann gehen endlich die Temperaturen etwas runter und es gibt sogar Regen. 

Ich gehe mal wieder auf den Kirchenmarkt und treffe dort eine alte Freundin, die ich ewig nicht gesehen habe. 

Ich kaufe mir neue Laufschuhe und gehe ins Kino. Auch dieser Abend wird wunderbar und anders als erwartet. Ich komme mir ein wenig wie ein Teenie vor. 

Das Töchterchen kommt zu Besuch, aber genau da haben wir schlechtes Wetter. Wir gehen auf das Stadtfest und werden dabei sehr nass, aber pünktlich zum Salsa an der Strandbar wird es etwas besser und wir gehen zu viert dorthin. Wir haben einen tollen Abend dort. 

Allerdings treffe ich auch eine Entscheidung, die eigentlich schon überfällig war, diesmal aber endgültig und nachhaltig. Das macht mich ein bissi traurig, ist aber trotzdem richtig für mich.

Ich fahre regelmäßig Rad und mache viel Sport. Ausserdem gehe ich mit der Mädelsgruppe tanzen und wir haben mega viel Spaß dabei. 

Dann habe ich wieder ein Date und recht schnell folgt das Zweite. 

Da ich so lange nichts vom Jobangebot gehört habe, frage ich nach und erfahre, dass es an der Personalabteilung hängt. Aber sie arbeiten dran. 

Ich kann mir plötzlich vorstellen, mich auf eine Beziehung einzulassen, allerdings läuft es dann recht schnell sehr holprig. Ich mache eine klare Ansage und wir entscheiden uns zusammen, dem Ganzen wirklich eine Chance zu geben.

Das Töchterchen trudelt wieder ein und wir gehen bouldern. Wir sind uns danach einig, das war ganz nett, aber nichts, was man nochmal machen muss. Und zack bringe ich sie schon wieder zum Bahnhof - es ist ein Kommen und Gehen. 

Mein Bauchgefühl schlägt Alarm und ich fange an zu zweifeln, was den Typen betrifft. Da stimmt was nicht.

Der Juli hat fertig!




Samstag, 27. Dezember 2025

Jahresrückblick - Juni 2025

 


Der Juni geht so weiter, wie der Mai, nur ohne Reise Reise. Das Wetter ist ein Traum, ich bin so fit wie lange nicht und fühle mich, als könnte ich Bäume ausreißen. Ich laufe nach langer Zeit wieder 10 km am Stück - langsam wie eine Schnecke, aber das ist egal. 

Bezüglich des Jobs habe ich leider noch nichts Schriftlich. Die Uni-Mühlen mahlen halt langsam. 

Und dann schreibt mich über Meet5 ein Mann an - ich habe so überhaupt keinen Bock darauf, aber irgendwie schafft er es, mich zu einem Treffen zu überreden. Es wird ein schöner Abend auf dem Schiffenberg, aber ich glaube nicht, dass ich ein weiteres Treffen will.

Aber irgendwie schafft er es auch, mich zu einem zweiten Treffen zu überreden. Und der Abend verläuft komplett anders als ich es mir vorgenommen hatte. Ich bin verwirrt! Muss sortieren!

Ich treffe mich mit zwei jungen Menschen von Meet5 zum Joggen und kann tatsächlich mithalten. Aber ich schafe insgesamt zu wenig. Bin permanent aufgedreht - das Leben fühlt sich gerade wunderbar an.

Ich treffe mich mit einem langjährigen Kumpel zum Radfahren und schaffe 51 km! Damit hatte ich nicht gerechnet. Aber die Fahrt war so lustig, dass ich meine Schmerzen vergessen habe. *lach* 

Ich treffe mich ein weiteres Mal mit diesem Mann, danach treffe ich aber eine Entscheidung und beim nächsten Treffen, teile ich ihm die Entscheidung auch mit. Ich ziehe da einen Schlusstrich.

Ausserdem gehe ich alleine in die Strandbar und erlebe dort einen weiteren grandiosen Abend. Nur der Schlafmangel kickt immer mehr rein. Ich lebe gerade auf der Überholspur und genieße den rasanten Fahrtwind.

Und da ich immer noch nichts Schriftliches vom neuen Job habe, muss ich eine Entscheidung treffen. Ich gehe das Risiko ein und buche uns eine Woche Dahme. 

Das Wetter kippt auf "sehr warm", das bremst mich dann ein bissi aus. Aber ich treffe mich mit einem anderen Mann, den kenne ich schon länger vom Schreiben her. Das Treffen ist nett, aber von meiner Seite wird es kein Weiteres geben, aus verschiedenen Gründen.

Der Juni ist rum und auch dieser Monat wird mir lange in Erinnerung bleiben. Es sind Dinge passiert, mit denen ich null gerechnet habe und ich war so gut drauf, dass es schon unheimlich war. 

Jahresrückblick - Mai 2025


Der Mai legt einen fulminanten Start hin. Ich bekomme gleich 2 Einladungen zum Kaffee trinken für den gleichen Tag. Eine davon muss ich dann leider absagen, weil es halt auch die gleiche Uhrzeit sein sollte. Das ist halt umso erstaunlicher, weil ich quasi männerfrei gelebt habe. Ausserdem treffe ich noch meinen Ex beim Metzger. 

Mein erstes Kaffeetrinken seit über einem Jahr verläuft witzig, unterhaltsam und kurzweilig. Aber für mich ist klar, dass kann höchstens Freundschaft sein. Es passt nicht von meiner Seite aus. Er möchte ein weiteres Treffen. 

Ich schicke zwei weitere Bewerbungen los. Ansonsten gehe ich viel mit Freundinnen spazieren, mache Sport und dann trudelt eine Einladung zum Vorstellungsgespräch rein. Damit habe ich so schnell ja gar nicht gerechnet. 

Die Ersatzteile für mein Auto sind so teuer, dass es mir die Tränen in die Augen treibt. Das wird meinem eh schon gebeutelten Konto echt weh tun. 

Von den Date-Jungs höre ich nix mehr. Ich bringe mein Auto runter und bekomme es eine Weile nicht mehr zurück, weil die Hebebühne den Geist aufgibt und mein Auto nun auf Kopfhöhe darauf chillt. Somit hatte ich viel Zeit für Joggen und Radeln. Aber immerhin holt mich meine Mutter und ihr Freund mich ab und wir fahren in die Strandbar. D.h. ich fahre das Auto meiner Mutter, das erste Mal Automatik, aber klappt gut. Zufällig ist an diesem Tag Muttertag, passt dann ja. :-)

Ich muss mehrere Male ohne Auto zur Arbeit kommen. Eine Kollegin nimmt mich morgens netterweise mit und so sitze ich das erste Mal im Tesla. Und dann erfahre ich, dass mein Kollege Stunden reduzieren will - na toll, das hätte er sich auch früher überlegen können. Exakt 2 h später habe ich das Vorstellungsgespräch. Es lief richtig gut und schon dort wurde mir in Aussicht gestellt, dass sie evtl. für mich extra eine Stelle on Top schaffen. Ich rechnete aber nicht wirklich damit. Trotzdem tat die Wertschätzung gut.

Ich benutze das erste Mal den Bus nachhause und erfahre dann, dass endlich die Ursache für das komische Geräusch am Auto gibt. Das muss leider auch noch gemacht werden. *örgs* Aber ich bekomme nach fast einer Woche endlich mein Auto wieder und ich umarme es erst einmal. 

Das Töchterchen hat das Modul bestanden! Und ich bekomme einen Anruf, sie bieten mir wirklich eine Stelle an, die extra auf mich und meine Wünsche zugeschnitten ist, zwar befristet, aber ich kann mein Glück noch gar nicht fassen. Aber ich bleibe vorsichtig optimistisch, nicht dass da noch was schiefgeht.

Ich treffe die Entscheidung, dass ich sofort eine Woche Dahme buchen werde, wenn ich was Schriftliches habe. 

Der Mai lässt mich kaum zu Atem kommen. Mein Auto muss nochmal zum Doc, aber diesmal wird es schneller gehen. 

Ich mache für meine Freundin Bewerbungsfotos und sie findet sie richtig gut. Ich kann es also noch, nach so langer Zeit. :-)

Und dann gehe ich auf meine große Reise nach Hamburg. Es wird wunderbar! Wir haben ein so wundervolle Zeit dort zusammen und ich erlebe viele Dinge zum ersten Mal oder seit langer Zeit endlich wieder einmal. Diese Reise holt mich aus der Komfortzone und es tut mir so unfassbar gut. Ich genieße jeden einzelnen Moment. 

Noch in Hamburg meldet sich nach Wochen des Ghostens der Typ wieder, als ich nicht so richtig reagiere, wie er sich das wünscht, schickt er mir ein 4 min. Audio, in dem er mich übelst beschimpft, danach werde ich blockiert. Ich starre sprachlos aufs Handy! Blödmann!

Der Mai hat fertig und mal abgesehen von dem Typ, war es rückblickend einer der besten Monate in diesem Jahr. Und er läutete eine wirklich aufregende und großartige Zeit ein. Und Hamburg wird mir immer in Erinnerung bleiben! 




Freitag, 26. Dezember 2025

Jahresrückblick -April 2025

 


Im April muss ich mich leider nochmal einen Tag krankmelden. Die Erkältung ist hartnäckig, aber dann geht es aufwärts. 

Das Töchterchen beendet das Praktikum und wird mega gelobt, danach verbringt sie mit einer Freundin ein paar Tage in Basel und kommt dann nochmal zu mir, bevor sie nach Hamburg startet. Aber sie will Ostern doch zwei Tage kommen - die Züge waren günstig. 

Der Schuhschrank hängt nun endlich dank Nachbarschaftshilfe. Die Renovierung ist nun endlich abgeschlossen.

Und dann ist auf einmal die Luft raus bei mir. Körperlich ist alles super, die Erkältung weg, die Fitness ist schnell zurück, aber ich hänge trotzdem ziemlich durch. 

Mir macht wieder meine finanzielle Situation Sorgen, jetzt wo ich keine Ablenkung durch das Renovieren habe, kann ich es auch nicht mehr verdrängen.

Das Wetter ist extrem schwankend - April eben. Und dann steht Ostern vor der Tür. Ich habe ein paar Tage frei, färbe Eier und bekomme Besuch von einer Freundin. Und das Töchterchen ist wieder da. 

Ich starte mit Intervall-Läufen im Gaßmann-Stadion und das macht mir mega Spaß. Der Naschgarten wächst und wächst. Ich muss umtopfen. Pünktlich zu meinem Urlaub kommt der Regen, nach Wochen Trockenheit. War ja irgendwie klar. 

Wir grillen mit meiner Mutter und ihrem Freund, gehen auf dem Trimm Dich Pfad joggen und haben mega Spaß dabei. Aber dann musste das Töchterchen auch schon wieder nach Hamburg. 

Ich fahre mit einer Freundin zu Ikea und wir sind mega enttäuscht, obwohl wir extra nach Frankfurt gefahren sind. 

Das Wetter wird langsam wieder besser und ich gehe viel spazieren mit Freundinnen. Ansonsten bekomme ich kaum was auf die Reihe und ich bin richtig schlecht drauf. Immerhin schaffe ich es Sophies Futterreste ins Tierheim zu bringen. Und werde beim Shopping Versuch noch frustrierter, weil ich nix bekomme, was ich brauche. Und zum Schluss bekomme ich beim Gyn auch noch eine Überweisung, da muss was weg, was da nicht hingehört. Nix Schlimmes und es hat Zeit, aber irgendwann mss es halt weg.

Der Sport hält mich hoch, ich laufe, fahre Rad, mache Krafttraining. Ich hänge die Ikea Gardinenstange auf, packe den Naschgarten in großeTöpfe. In Hamburg läuft auch nicht alles rund. Mit dem Studium ist alles in Ordnung, aber das Drumherum halt nicht. 

Ich schicke ein paar Bewerbungen raus, aber niemand meldet sich zurück. Und dann wird die Stimmung und das Wetter zum Ende hin wieder besser. Das Bafög Amt ist mir dem Antrag fertig und Töchterchen wird doch ordentlich Bafög bekommen, das entlastet uns ein wenig. Es zahlt meinen Anteil komplett und auch einen Teil von ihm, weil er ja zu wenig Unterhalt zahlt. Auch das Bafög Amt ist nicht an ihn rangekommen, weil er keine Steuern in Deutschland bezahlt.

Ich gehe wieder auf ein Meet5 Treffen, diesmal ins Knubbel und ich habe einen großartigen Abend. Und eine Einladung zum Kaffeetrinken springt auch noch raus - aber nur freundschaftlich!

Der April hat fertig. 

Jahresrückblick -März 2025

 


Der März startet mit Muskelkater vom letzten Präventionskurstag. Beim Fasten habe ich Halbzeit und das Wohnzimmer ist fast fertig. 

Die  letzte Wand im Wohnzimmer hat mir dann noch mal echt alles abverlangt, aber am Ende sieht alles wunderschön aus. Ich bin froh, dass ich mutig genug war für die Farbe. (Spoiler: ich werde sie auch am Ende des Jahres noch lieben)

Das Töchterchen ist auch eingetrudelt, ich hatte sie sooo lange nicht gesehen. Es wird draußen Frühling, es gibt ein paar warme Tage. Ich esse mit ihr das erste Mal Sushi und werde es ab da lieben. Allerdings nur die vegetarische oder vegane Variante. Halbrohen Fisch werde ich trotzdem nicht essen. :-)

Töchterchen und ich gehen viel spazieren, fahren in den botanischen Garten und haben viel zu quatschen. Und dann musste sie ja zurück nach Mainz. 

Ich kämpfe mit den Dübeln, die nicht mehr in der Wand halten wollen, räume das Wohnzimmer wieder ein. Der Naschgartennachwuchs wächst und gedeiht. Und beim Joggen läuft es prima. Ich schaffe jetzt 5 km am Stück, die VO2 Max. geht immer weiter hoch.

Ich starte mit dem Flur und habe mit einigen Problemen zu kämpfen, die ich aber letztendlich alle hinbekomme, nur das Regal im Windfang will einfach nicht halten. 

Mein Paß ist fertig, den mus ich auch abholen, ich gehe das erste Mal auf ein Meet5 Treffen, es ist nett, aber mehr nicht. Und dann kommt das Töchterchen schon wieder. Allerdings bringt sie auch Viren mit und da mein Immunsystem anscheinend gerade schwach ist, bleiben sie gleich mal bei mir. Und so leide ich das zweite Mal innerhalb von 2 Monaten auf dem Sterbesofa. Ich bin etwas genervt. 

Ich raffe mich dann doch irgendwie auf Kuchen zu backen und trotz Warnung kamen auf meinem Geburtstag Gäste zum Gratulieren. Da ich noch nicht wirklich fit war, war es gut, dass sie sich schön über den Tag hin verteilt haben. Nun bin ich 55!  Und der März ist vorbei!


Donnerstag, 25. Dezember 2025

Jahresrückblick - Februar 2025


Der Februar startet und ich beginne das Fasten. Es ist weiterhin sehr kalt draußen und der Männerschnupfen zäh. Ich plane weiter die Renovierung, aber vorher muss ich auch noch ausmisten.

Ich telefoniere mit dem Töchterchen und habe danach ein schlechtes Gewissen, weil sie den Umzug schon wieder alleine stemmen muss. Nicht mal ihre Freundinnen können helfen. 

Ich gehe mit meiner Freundin spazieren, die sich dann aber doch trotz Viren anschliessend reintraut auf einen Kaffee. Ausserdem gehe ich mit einer anderen Freundin nach der Arbeit essen in der Stadt. Und weil alle guten Dinge drei sind, gibt es noch einen Spaziergang mit der Dienstagsfreundin. Dazwischen räume ich die Wohnzimmerschränke leer, die sollen ja gestrichen werden.

Ich strecke erstmals die Fühler aus bezüglich Zweitjob. Ich fange ganz langsam wieder mit Sport an. Dann gibt es neue Probleme an der Wohnungsfront in Hamburg. 

Ich bestelle den Lack für die Regale und gehe zum Baumarkt, um Streichutensilien zu holen. Ich bin immer noch nicht sicher, ob ich die eine Wand wirklich in meiner Wunschfarbe streichen soll. Ausserdem kaufe ich Samen für den Naschgarten, der ja bald ausgesät werden muss, wenn ich Paprika und Tomaten ernten möchte. 

Ich teste beim Nordic Walking meinen Puls an - läuft!

Das Töchterchen hat ihren Wunschjob bekommen und auch endlich eine bezahlbare Wohnung im Wohnheim. Aber so wirklich umziehen will sie nicht. 

Ich habe null Lust aufs Renovieren. Ich bin sooo müde!

Und dann starte ich endlich mit dem Streichen. Wir müssen wählen und ich habe keine Ahnung, wo ich mein Kreuz machen soll. Ich kann auch endlich wieder joggen und ich rufe wegen zwei Stellenausschreibungen an. Nebenbei mache ich meine Bewerbungsunterlagen fertig. Mein Reifendruck macht mal wieder Alarm, ich habe einen Termin für die Paßverlängerung und dann gibt es einen Hauch von Frühling. Die ersten Bienen brummen durch den Garten. Das hebt die Stimmung!

Ich leiste weiterhin mentale Unterstützung nach Hamburg und freue mich, dass das 1. Semester gut abgeschlossen ist und das Töchterchen den Umzug überlebt hat. Ich bin stolz auf sie, wie sie das alles alleine gemeistert hat. Und ich kämpfe weiter mit den Wänden.

Meine letzte Beckenbodenkursstunde liegt hinter mir und ich werde es echt vermissen. Das Töchterchen ist nach dem ganzen Stress in Mainz angekommen, wo sie ja ihr Pflegepraktikum machen wird. Meine Mutter und ich sitzen das erste Mal auf Terrasse zum Quatschen. So schön!

Das Fasten läuft auch prima. Es scheint irgendwie überall aufwärts zu gehen. Der Februar aber geht zu Ende. 


Es geht los: Der Jahresrückblick - Januar 2025

Wie immer gibt es meinen Jahresrückblick ab dem 1. Weihnachtsfeiertag. Ich sitze dabei meist alleine früh morgens im weihnachtlich geschmückten Wohnzimmer, Kerzen an, Baum leuchtet und ein bissi Chaos von gestern ist auch noch übrig. :-)

Heiligabend war wie immer mega und lustig, aber genauer berichte ich dann in einem extra Post, wenn ich die Fotos zusammen habe. 

Also, los geht es mit dem Januar 2025


Ich starte nach einem besch... Jahr 2024 sehr ruhig alleine ins Jahr 2025. Das Töchterchen ist zwar noch da, feiert aber mit Freundinnen auwärts.

Wir haben nur noch wenig Zeit zusammen bis sie nach Hamburg zurück fährt. Die nutzen wir mit Spielen, quatschen und spazieren gehen. 

Ich starte nach langer Pause mit dem Joggen und fange meinen Präventionskurs für den Beckenboden an.

Ab jetzt bin ich wirklich in meinem neuen Leben ohne Hund und weit weg wohnendem Kind angekommen. 

Mein Urlaub neigt sich dem Ende zu, das Wetter ist kalt und winterlich, von Schnee bis Eisregen alles dabei. Ich entweihnachte noch die Bude, dann hat mich der Alltag wieder. Ich gehe mit gemischten Gefühlen ins Büro. 

Ich kämpfe um meine körperliche Fitness und das wird ein langer, steiniger Weg. Es kommt ein Hilferuf aus Hamburg von der Wohnungsfront. Es ist schwer Zuversicht über Whatsapp rüberzubringen. Es verpufft meist ohne Wirkung. 

Und wie jedes Jahr gibt es mal wieder Probleme mit dem Kindsvater wegen Unterhaltserhöhung. Bafög Antrag will er aber auch nicht mit ausfüllen. Er verdient angeblich zu viel. Finde den Fehler.

Ich verbringe meine Zeit mit Puzzeln, Stricken, Computerspiel und falls möglich Sport. 

Und ich gehe sehr viel spazieren, mal mit Freundinnen, mal alleine. Ich telefoniere mit dem Töchterchen und war im Botanischen Garten zum Fotografieren. Ich gehe shoppen und finde endlich mal Hosen. Nicht unbedingt altersgerecht, aber mit fast 55 darf man alles, was man will. :-)

Beim Joggen läuft es so lala. Der Bauch macht aber keine Probleme. Ich fange an, die Renovierung vom Wohnzimmer und Flur zu planen. Irgendwann muss ich da ja mal ran.

Das Töchterchen hat Geburtstag, den es aber mit einer Freundin in Kopenhagen verbringt. Ich gehe endlich mal wieder aus mit Frauen aus dem Ort zur Ü30 und werde von ihnen in ihre Whatsapp-Ausgehgruppe aufgenommen. Darüber freue ich mich sehr, weil ich ja gerade zum Tanzen gehen niemanden hatte.

Und dann erwischt mich ein echt fieser Männerschnupfen, nach fast 6 Jahren melde ich mich das erste Mal wieder krank mit Erkältung. Ich leide auf dem Sterbesofa vor mich hin. Zum Präventionskurs kann ich auch nicht und es frustriert mich gerade alles sehr.

Sportlich haut mich das natürlich zurück und mir macht meine finanzielle Situation zunehmend Sorgen.

Ich buche meine geplante Reise nach Hamburg. Das wird finanziell ein weiteres Loch reißen. 

Der Januar verabschiedet sich mit Schmuddelwetter!


Montag, 30. Dezember 2024

Jahresrückblick - November 2024

 


Pünktlich zum Novemberbeginn darf ich raus aus dem Krankenhaus. Zurück in die leere Wohnung! Aber erstmal bin ich froh, zu Hause zu sein! Mir geht es gut, die Betreuung im Krankenhaus war mega und der Oberarzt scheint ja auch gute Arbeit gemacht zu haben. 

Zeitgleich mit mir, ist auch Sophie nach Hause gekommen, das haben Töchterchen und mein Papa organisiert. Das ist ein schöner Gedanke und ein schönes tröstliches Gefühl.

Ich muss mir das erste Mal in meinem Leben selbst Thrombosespritzen geben, das kostet mich viel Überwindung, aber ich habe viel weniger Schmerzen und auch viel weniger blaue Flecken dabei. Ich bin wohl ein Naturtalent. :-) Am WE kommt auch das Töchterchen aus Hamburg, aber als sie sieht, wie es mir geht, war es das mit der Pflege und Umsorgung. Nur Einkauf und Wäsche nimmt sie mir ab. Wir gehen die ersten kleinen Spaziergänge, die mir unfassbar gut tun, während andere schreien, ich würde schon zu viel machen. Bullshit! Ich weiß, was ich tue. 

Dem Freund der Freundin geht es nicht gut, er war zwischendrin in sehr kritischem Zustand. 

Ich fühle mich lost, bin total orientierungslos, weiß wenig mit mir anzufangen. Ist wohl normal, wenn man mit Tempo 300 auf null runtergebremst wird. Körperlich geht es mir zunehmend besser, ich brauche nur noch wenig Schmerzmittel. Psychisch schwankt es sehr. 

Dem jungen Mann geht es auch endlich besser, alle atmen auf. Aber jetzt hat er einen sehr langen und beschwerlichen Weg vor sich!

Ich rege mich leicht bis mittel über das Gesundheitssystem auf und organsisiere mir die notwendigen Termine für die Nachsorge. Das Töchterchen reist zurück nach Hamburg. 

Ich werde insgesamt weitere 3 Wochen krankgeschrieben, die Fäden sind gezogen, auf den Befund warte ich weiterhin. Die letzte Thrombosespritze liegt hinter mir und mir geht es weiterhin sehr gut. Bis auf die Müdigkeit, die mich manchmal von jetzt auf gleich ereilt. Die Tage sind lang, sehr lang, ich weiß manchmal nicht, wie ich sie füllen soll. 

Ich bekomme Besuch von der verschollenen Freundin, weite langsam meine Spaziergänge aus bei großartigem Wetter, gehe das erste Mal einkaufen, natürlich mit Hilfe, weil ich ja nix tragen darf. Und dann steht schon der Kontrolltermin an bei der Gyn. Dort erfahre ich, dass alles in Ordnung ist. Es gibt keine Anzeichen auf Malignität. Das wird gefeiert! Blöd ist nur, dass sie mir keine Physio aufschreibt. Sehr ärgerlich, aber war ja bei ihr zu erwarten.

Ich gehe das erste Mal alleine einkaufen, danach bin ich platt. Vom Töchterchen höre ich wenig, sie ist im Uni-Stress. Meine Tage fülle ich mich Spaziergängen, Fotoarchiv misten, stricken, Netflix und Co. und Treffen mit Freundinnen oder Familienmitgliedern. Mir geht es körperlich immer besser! 

Und ich mache den ersten Shopping Bummel in Marburg. 3 h! Danach falle ich zwar sofort aufs Sofa, aber hey, ich kann meinen Umkreis endlich wieder erweitern. Und mich in die Weihnachtsvorbereitungen stürzen.

Sophie fehlt natürlich sehr, es gibt keinen Tag, an dem ich nicht mehrfach an sie denke. Besonders bei den Spaziergängen überkommt mich die Trauer. 

Meine Krankschreibung geht zu Ende und ich entscheide, einen Arbeitsversuch zu starten.

Es schneit das erste Mal in dieser Saison.

Die erste Arbeitswoche ist noch sehr hart. Ich habe Probleme mit dem Sitzen und Mittags tun mir dann Rücken und Bauch weh. Ich bin dann doch froh als die erste Woche rum ist. 

Ich versuche einen Termin beim Chef zu bekommen, weil ich ja nun meine Arbeitszeit so schnell wie möglich verlängern will. Aber er hat wenig Zeit, ist oft nicht im Haus.

Die Wohnung ist weihnachtlich dekoriert, der Adventskalender für das Töchterchen fertig und wird nach Hamburg geschickt. Meine ursprünglich kurzfristig geplante Hamburgreise wird auch kurzfristig wieder gecancelt. Ich bin nicht fit genug, die Hotels zu teuer und für günstige Bahntickets bin ich zu spät. Marburg b(u)y Night muss ich diesmal ausfallen lassen. 

Der November verabschiedet sich mit tollem Wetter, das ich ausgiebig im Botanischen Garten und meiner Kamera nutze. Und ich gönne mir eine neue Winterjacke. Der November war eindeutig einer der besseren Monate in diesem Jahr, auch wenn er ja noch holprig begann. 



Jahresrückblick - Oktober 2024


Der Oktober - der wohl schlimmste, traurigste, emotionalste, gruseligste und in manchen Dingen endgültigste Monat, den ich in meinem bisherigen Leben erlebt habe. Es wird der Monat sein, der mir von diesem Jahr für immer in Erinnerung bleibt.

Nach der ganzen Aufregung Ende September, nehme ich mir einen Abend frei, das Töchterchen passt auf Sophie auf und ich gehe zu der Veranstaltung "Botanische Lichter" im Botanischen Garten. Eine gute Idee, mal kurz den Kopf frei bekommen.

Das Wetter passt sich der Stimmung an, es regnet und regnet. Die Tage gemeinsam mit dem Töchterchen neigen sich dem Ende zu. Ich hadere sehr damit, sie auch diesmal nicht wirklich unterstützen zu können. 

Die Lichter vom Auto geben auf, noch ein Punkt, der auf die Reparaturliste muss. Und dann startet Töchterchen ihr großes Abenteuer, ihren großen Traum in Hamburg. Jetzt ist sie weg. Aber sie hatte diesmal auch schwer am Abschied zu knabbern. Ihr fiel es sehr schwer und sie hat auch Angst, dass sie in Hamburg keinen Anschluss findet. Aber das letzte Oktoberwochenende will sie ja schon wieder kommen.

Nun bin ich wieder alleine mit dem fortgeschritten dementen Hund, der immer mehr meine Hilfe benötigt. Niemand kann sich annähernd vorstellen, wie das hier aussieht. Ich habe eigentlich keine Luft mehr für andere Dinge, nichts kann ich mal am Stück machen, weil ich sie immer wieder zurück auf ihre Decke bringe. Sie zum Schlafen zu bringen, ist fast unmöglich, egal, und vor allem Nachts fehlt mir irgendwann auch die Geduld. Unser Verhältnis wird immer mehr zum Kampf! Das macht so unfassbar traurig. Immerhin hat sie wieder etwas zugenommen, seitdem sie das Karvisan bekommt, frisst sie besser. 

Dann tauchen zu allem Übel mal wieder Motten auf. Immer nur vereinzelt alle paar Wochen und ich kann auch bei mir keinen weiteren Befall finden. Das nervt zusätzlich! Ich bin dauermüde, kann aber tagsüber mich auch nicht mehr hinlegen. Die ersten Kraniche fliegen fort! Ich versuche mich irgendwie mit Joggen und Workouts, sofern ich Zeitnischen dafür finde, abzulenken. 

Das Töchterchen hat das Wohnheimzimmer bezogen und fühlt sich sofort wohl dort. Sophies Zustand wird immer schlimmer. Ich bin mittlerweile wirklich ratlos, wie ich ihr noch helfen kann. Mein Papa übt nun die Versorgung von Sophie und ich habe den Termin bei der Anästhesie. Immerhin ist mein EKG in Ordnung. Das Auto kann wieder leuchten, es sind keine neuen Motten aufgetaucht und die Kraniche flüchten in immer größeren Gruppen.

Ich bin 150 km in diesem Jahr gejoggt! Sophie hat jetzt Schwierigkeiten mit meiner Arbeitszeit, weil sie ja alleine nicht den Weg zur Decke findet. Ins Gefängnis kann ich sie nur sperren, wenn sie alle ihre Geschäfte gemacht hat. Wir hangeln uns von Tag zu Tag! Ich lege überall Liegekissen aus, wenn ich weg muss, aber anscheinend weiß sie nicht, was sie damit machen soll. 

Meine Vermieterin spricht mich an, dass Sophie so laut gejammert hat, dass sie es bis unters Dach gehört hat. Ich bin verzweifelt, weiß nicht mehr, wie ich das noch handeln soll. Ich versuche alles, damit sie ihr Geschäft morgens macht, damit ich sie ins Gefängnis sperren kann, dort findet sie dann manchmal Ruhe und schläft, wenn ich zurück komme. Und ich muss sie jetzt morgens füttern, was ewig dauert. Den Rest des Tages frisst sie alleine. 

Wir haben einen Tierarzttermin und auch er sieht, wie sehr Sophie abgebaut hat und dass die Lebensqualität jetzt in den Graubereich kommt. Wir haben ein gutes Gespräch, ich werde wohl in absehbarer Zeit eine Entscheidung treffen müssen. Später erfahre ich, dass auch die Nierenwerte anfangen zu steigen. Sie wiegt unter 13 kg. :-(

Ich habe ein weiteres Gespräch mit meinem Papa wegen Sophie, ich will mich durch die bevorstehende OP nicht zu einer Entscheidung drängeln lassen. Somit übt er weiter mit ihr. Aber dann spitzt sich das Ganze zu. 

Wir haben das schlimmste Wochenende überhaupt. Sie schläft fast gar nicht mehr, dreht nur Kreise und jammert, dadurch fehlt ihr zunehmend die Kraft für das Einzige, was ihr noch Lebensqualität gegeben hat - die Spaziergänge. Ich gebe ihr in meiner Verzweiflung nochmal Gabapentin und sie schläft endlich mal wieder 6 h am Stück. Für mich fällt an diesem WE die Entscheidung - es reicht, ich muss sie gehen lassen. Ich sortiere, organisiere und kümmere mich darum, was mit ihr danach passiert. Und ich versuche, die Zeit, die bleibt, intensiv mit ihr verbringen, soweit das mit ihr noch möglich ist. Einen Tag kommt meine Freundin mit ihrem Hund vorbei zum Abschied nehmen. 

Am 21.10. schläft Sophie ganz ruhig und friedlich beim Tierarzt in meinem Arm ein. Es ist ein tröstlicher Moment, ihr Leiden hat ein Ende und ich konnte bzw. durfte sie dabei begleiten. Die Sonne scheint an diesem Tag von einem blauen Himmel herunter auf uns!

Ich gebe mir eine intensive Woche der Trauer - mehr Zeit habe ich ja leider nicht, bevor ich ins Krankenhaus einrücken muss. Niemand darf mich besuchen, keiner mich anrufen. Ich versuche die OP komplett zu verdrängen und konzentriere mich auf Sophie, die nun nicht mehr da ist. Mit dem Wetter habe ich Glück, so verbringe ich viel Zeit draußen, gehe nochmal joggen und spaziere alle unsere ehemaligen Hunderunden ab. Am Wochenende reist nochmal das Töchterchen an. Der Freund ihrer Freundin hat einen schlimmen Verkehrsunfall.

Am 28.10. rücke ich ins Krankenhaus ein! Die letzten Tage des Oktobers verbringe ich dort. Es ist alles gut gegangen, ich brauchte doch keinen Bauchschnitt und nach den ersten schlimmen Tagen, geht es mir schnell besser. Der Oktober ist geschafft!

Sonntag, 29. Dezember 2024

Jahresrückblick - September 2024


Da ist er nun der September - der Monat, in dem ich knallhart lernen musste - Schlimmer geht immer!
Noch habe ich Urlaub, der aber irgendwie sehr an mir vorbeifliegt. Mein Highlight in diesem Monat, ich darf mit meiner Freundin ausgehen, weil das Töchterchen den Hund übernimmt. Wir haben einen grandiosen Abend auf der Salsaparty in der Strandbar. Zu Hause wartet dann ein völlig verzweifeltes und augenrollendes Kind, das mit dem Hund komplett überfordert war. Aber immerhin schläft Sophie als ich heimkomme. Dafür wird die Nacht dann mega unruhig. 

Da Sophie zunehmend vom Sofa plumpst, beschliesse ich das Wohnzimmer etwas umzuräumen und ihr einen neuen Schlafplatz einzurichten. Im Zuge dessen, miste ich auch gleich das Wohnzimmer aus. 
Wir haben mit Hamburg das gleiche Problem wie in Mainz, sie findet kein Zimmer, im Wohnheim sind die Wartelisten lang. Na toll!

Wir werden zunehmend panischer bezüglich der Wohnungssuche, ich starte mehrere Aufrufe bei Bekannten, rufe Jugendherbergen an und helfe bei der WG-Zimmersuche. Nichts! Meine Nächte werden noch schlafloser. Dazu noch Sophie, die immer unruhiger in der Nacht wird. Ich kann so nicht weitermachen, ich muss mir was einfallen lassen. Ich recherchiere nach einem "Gefängnis" und werde fündig. Nun kann ich sie nachts sicher verwahren und wenn sie zu unruhig ist, mache ich die Gefängnistür zu, dann kann ich beruhigt sein, dass sie sich nirgends festläuft. Fiept sie zu schlimm, mache ich meine Schlafzimmertür für ein paar Stunden zu. Somit werden die Nächte etwas besser. 
Aber ich habe Angst, wenn ich wieder arbeiten muss, denn sie findet nun auch ihren Schlafplatz nur noch selten. Wie soll das werden, wenn ich nicht da bin? Ausserdem hat sie wieder ein Kilo abgenommen! Sie wiegt nun unter 13 kg. :-(

Der Urlaub ist rum, wir haben Straßenfest und ich muss mich kurz sehr über das Töchterchen ärgern. Dann erleben wir alle wieder eine echt grausame Nacht. Ich gehe auf dem Zahnfleisch!

Das Töchterchen startet nach Hamburg, sie hat ja zwei Notunterkünfte im Angebot, aber es gibt auch eine Zimmerverlosung zu der sie hin möchte. 

Arbeitstechnisch läuft es zur Zeit auch nicht rund. Manchmal möchte ich einfach kündigen, dann geht es wieder. Mit Sophie habe ich 3 gute Tage, dann bekommt sie Schwindel. Sie kann fast gar nicht mehr laufen und so lande ich wieder beim Tierarzt. Leider nicht bei meinem und so ärgere ich mich dort sehr! Immerhin soll ich es nun mit Karvisan versuchen und sie hat mich fast genötigt die Gabapentin Tabletten zu geben. 
Das Karvisan scheint eine minimale Verbesserung zu zeigen, das Gabapentin allerdings zeigt so starke Nebenwirkungen, dass Sophie nicht mal mehr aufrecht stehen kann. Immerhin hat sie damit aber dann mal 6 h am Stück geschlafen. Aber ich werde ihr die Tabletten trotzdem nicht mehr geben, wenn sie fast gelähmt damit ist.

Das Töchterchen hat ein Wohnheimzimmer, zwar erstmal nur für 6 Monate, aber immerhin. Eine Sorge weniger!

Und dann kommt der Schock, ich gehe zur Vorsorge beim Gyn und gehe mit der Aussicht raus, mir die Gebärmutter entfernen zu lassen. Ich breche zusammen! Wie soll das gehen, mit dem Hund, und überhaupt, nimmt man einfach so die Gebärmutter raus? Es ist alles einfach nur ein Fiebertraum - wie das Töchterchen sagen würde.

Ich hole mir eine Zweitmeinung ein in der empfohlenen Klinik und jetzt ist alles noch dramatischer, noch dringender und mir wird schon ein Bauchschnitt angekündigt. Also nix mit Minimalinvasiv. Ich kann keinen klaren Gedanken mehr fassen. 

Immerhin beim Töchterchen läuft es gut. Das Zimmer in Mainz ist leer und die meisten Formalitäten sind erledigt.

Sie begleitet mich noch zur OP Besprechung in die Klinik, während mein Papa auf Sophie aufpasst und gleich schon mal üben kann. Er wird ja dann die Betreuung übernehmen, wenn ich in der Klinik bin. 

Was für ein Monat! Wie schnell sich alles nochmal verschlimmern kann. 

Jahresrückblick - August 2024


 

Der August startet mit einer wundervollen Nachricht für das Töchterchen. Sie hat einen Medizinstudienplatz in Hamburg. Sie ist überglücklich und kann nun die Semesterferien und ihre geplanten Reisen genießen. 

Ich fahre 40 km am Stück mit dem Rad und fühle mich danach komplett zerstört. Leider muckt danach mein Knie etwas. Aber nur beim Radfahren, beim Joggen oder Gehen habe ich keine Probleme.

Das Wetter ist schwül - sehr schwül! Meine Freundin kommt vorbei und bringt vietnamesisches Essen mit. Wir haben einen schönen Nachmittag. Sophie hatte mit dem Besuch so einige Schwierigkeiten und sie schlief danach so wenig, dass sie anschliessend zwei ruhige Tage hatte. Da musste sie wohl Schlaf nachholen. Mittlerweile findet sie ihren Futternapf nicht mehr alleine und ist auch sonst noch verwirrter als eh schon. Ich schlafe weiterhin kaum noch....aus verschiedenen Gründen. Sophie ist nur einer davon.

Ich stecke viel Geld in das alte Auto rein, aber ich habe keinen Plan B und das Auto macht halt sonst noch einen guten Eindruck, also wird es weitergefahren.

Das Töchterchen ist ja gerade zu Hause und bereitet alles für die Immatrikulation vor. 

Der August geht schwierig weiter, Hitze, Schwüle, Arbeit ist doof, Sophie hat einen neuen Schub bergab und ich bin genervt von den Diskussionen darüber, wie ich das mit Sophie handhabe. Ich mache zu viel, bezahle zu viel, der Tierarzt ist angeblich nicht der Richtige, sonst würde er Sophie einschläfern usw.. Ich werde immer gereizter, meine Nerven liegen blank.

Nur mit dem Töchterchen läuft es recht gut. Sie übernimmt Sophie, während ich einen Ausflug zu Ikea machen kann. 

Sie ist jetzt offiziell Studentin an der Uni Hamburg, dann fährt sie nach Portugal in den Urlaub. Und ich habe auch Urlaub, vor dem es mir gruselt. Diesmal scheint die Librella noch besser zu wirken, wir haben ein paar wirklich gute Tage, Sophie und ich. Dann jagt mir das Töchterchen einen echten Schreck ein, das unschöne Erlebnis in Portugal wirkt noch länger nach, aber zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert. 

Sophie nimmt immer weiter ab, sie ist eigentlich fast nur noch Haut und Knochen. Und langsam geht es wieder mit der Unruhe und dem Fiepen los. 

Der Schrank im Schlafzimmer ist endlich fertig, die Türen hängen nun alle. Und mit den Bildern, zwei Pflanzen bekommt das Schlafzimmer den letzten Schliff....jetzt ist es fertig.

Sophie erreicht eine neue Dimension....sie findet ihre Decke nicht mehr. Ich bringe sie an manchen Tagen gefühlt 400x auf ihre Decke zurück. Kaum ist sie drauf, steht sie wieder auf. Ich versuche es mit einem pflanzlichen Mittel, dass zumindest Nachts irgendwie leichte Entspannung bringt.

Ich habe endlich mal das Auto grundgereinigt und bald schon kommt das Töchterchen zurück von ihrer Urlaubsreise. 

Der Rest des Augusts verläuft durchwachsen. Wir haben gute Momente, aber auch echt blöde. Immerhin nimmt mir das Töchterchen Sophie etwas ab, so dass ich sie nur noch 200x zur Decke bringe. An einem Tag war ich 7x mit ihr draußen, wegen Unruhe und nicht gemachten Geschäften. Ich bewege mich phasenweise weit über mein Limit hinaus. Und dann ist der August schon vorbei!

Samstag, 28. Dezember 2024

Jahresrückblick - Juli 2024


Mir geht es nicht gut! Ich komme zunehmend an meine Grenzen, habe das Gefühl, das Leben zieht an mir vorbei und immer wieder die Sorgen wegen Sophie. Wann ist genug? Wann hat sie keine Lebensqualität mehr? 

Auch die Blase beruhigt sich einfach nicht so, wie sie sollte und meine Tage laufen alle gleich ab. Das Ausgehen habe ich mir schon komplett abgeschminkt, Abends kann ich Sophie einfach nicht mehr alleine lassen. 

Mittlerweile hat sie auch immer mal wieder Probleme beim Laufen, besonders wenn es heiß ist. Ab und zu trage ich sie sogar die Treppen im Zwischengang hoch. Das Wetter wechselt von zu heiß auf zu nass. Nicht schön dieses Jahr! 

Mitte Juli geht es mir endlich etwas besser körperlich! Das Töchterchen schreibt die ersten Klausuren, die aber alle sehr gut laufen werden.

Da Sopie sich mittlerweile die Krallen an den Hinterpfoten ordentlich abschleift, bestelle ich Schuhe für sie. Ich befürchte große Schwierigkeiten beim Anziehen, aber letztendlich gab es überhaupt keine Probleme damit.

Ein Versuch mich mehr nach ihrem Rhytmus zu richten, scheitert kläglich, es ist wirklich besser, wenn ich den Takt angelehnt an ihren Pipi- und Fresszeiten vorgebe. Aber das Fiepen wird immer unerträglicher für mich. Ich ertrag das einfach nicht! Das, diese Unruhe und das Nicht-Pipi-Mach-Problem zermürben mich immer mehr. Meine Nerven werden immer dünner.

Die Nächte werden auch immer schlimmer, ich bekomme kaum noch ein paar Stunden am Stück Schlaf, auch tagsüber steigert sich die Unruhe und die Unfähigkeit sich zum Schlafen abzulegen. Ich habe alles versucht, Schimpfen, Festhalten, Streicheln, mich zu ihr legen, nichts hilft nachhaltig. 

Meine einzigen Ablenkungen in dieser Zeit ist das Radeln und das Joggen.

Das Töchterchen ist ab und an mal hier, aber nie länger am Stück. Immerhin ist mein Blasenproblem jetzt fast weg.

Weil es mit Sophie immer schlimmer wird, ziehe ich den Tierarztbesuch vor, ich mache ein Video von ihrem Jammern und Drehen auf der Decke. Aber auch er ist ratlos, was wir da tun können. Letztendlich entscheiden wir uns für Librella, die Spritze bekommt sie direkt vor Ort. 

Es wird danach minimal besser, deutlich besser, werden die Spaziergänge damit, manchmal musste ich sie sogar bremsen, weil sie zu wild unterwegs war. Die Unruhe selbst ist natürlich geblieben!

Langsam mehren sich vom Umfeld die Fragen, ob ich sie nicht bald erlösen will. Das nervt mich unfassbar! Manche bauen regelrecht Druck auf - und ich muss mich regelrecht rechtfertigen, warum ich es noch nicht in Erwägung ziehe. Es ist mein Hund, meine Entscheidung, ich kenne sie am Besten und ich bin in enger Absprache mit dem Tierarzt. Der das jetzt sowieso noch ablehnen würde. Demenz ist kein alleiniger Einschläferungsgrund!

Meine Nächte sind einfach nur grottig, ich wundere mich selbst, dass ich noch aufrecht stehe!

Und dann erlebe ich den bisher schlimmsten Tag mit Sophie, der mich absolut hilflos zurücklässt. Ich bin am Ende - der Juli auch!


Jahresrückblick - Juni 2024


Der Zeckendruck nimmt vorrübergehend etwas ab und meine Blasenentzündung scheint sich langsam auszuschleichen. Dafür legt sich das Töchterchen mal wieder mit Bauchweh hin. Wieder eine schlaflose Nacht, da Sophie zwischendrin auch Hilfe brauchte. 

Sophie bekommt das Futter nun etwas erhöht, seitdem frisst sie wieder etwas besser. Und dann erlebe ich den Tiefpunkt des bisherigen Jahres. Physisch und Psychisch. Also lande ich wieder beim Arzt, dort aber weiterhin Entwarnung, aber wir gehen jetzt mal einen Gesundheitscheck an, den habe ich ja jahrelang geschoben. Sie empfiehlt dringend einen Gyn-Termin, aber den bekomme ich dann erst für den September.

Sophie baut mal wieder deutlich körperlich ab, wir wurschteln uns aber irgendwie so durch den Tag. Durch die Nässe explodieren die Schnecken und die wiederum vernichten so ziemlich alles, was im Garten schön ist. Sogar meine Topfgemüsepflanzen sind teilweise komplett verschwunden.

Durch meine permanente Übelkeit bekomme ich wenig Essen runter, das Ergebnis zeigt sich schnell auf der Waage. Ich erreiche ein Gewicht, dass ich seit Jahren nicht hatte. Wenigstens ein schöner Begleiteffekt. 

Ich habe endlich mal wieder einen Frisörtermin und ausserdem habe ich eine Woche Urlaub. Da mache ich eine Radtour, gehe joggen, soweit es das Wetter halt zulässt. Mein Auto wird durchgecheckt und da kommen einige Sachen auf mich zu, natürlich auch durchaus sehr teure Dinge. Wie schön - nicht!

Meine Mutter kommt an ihrem Geburtstag mit ihrer Nachbarin vorbei, weil ich ja nicht weg kann, zumindest nicht so lange und auch nicht Nachmittags. Wir haben einen schönen Nachmittag! Ich finde endlich bezahlbare Sommeroutdoorschuhe. 

Der Gesundheitscheck ist durch und bis auf einen massiven Vitamin D Mangel hab ich nix. Alles Tippi Toppi! Jetzt müsste das nur noch jemand meinem Körper und meiner Psyche erklären. Achja, der Borrelien Test ist auch negativ. Somit kann ich jetzt endlich mal das Zeckendings aus meinem Kopf verbannen. 

Die EM läuft komplett an mir vorbei, obwohl unsere Jungs wirklich gut spielen - überraschend gut!

Das Zusammenleben mit Sophie wird immer anstrengender, ich muss immer wieder neu nach justieren. Was heute funktioniert, hat morgen schon keine Gültigkeit mehr. Die Nächte werden immer unruhiger. Tagsüber kann ich kaum noch ein Mittagsnickerchen machen, um den Schlaf nachzuholen. Das Wetter mit Hitze, macht alles noch schwieriger. 

Und dann ist der Juni auch schon rum.

Freitag, 27. Dezember 2024

Jahresrückblick - Mai 2024

 


Das Renovierungsprojekt neigt sich dem Ende zu. Es war mega anstrengend, frustrierend, erfüllend, teuer, nervig und lehrreich. Aber nach 10 Jahren war es halt auch mal nötig. 

Sophie hat eine eher schlechte Phase, sie pinkelt nur noch selten, manchmal liege Nachts weit über 12 h dazwischen. Sie wird auch immer dünner und das Zeckenproblem wird zur Zeckeninvasion.

Dem Töchterchen geht es weiterhin gut und gerade als sie sich gedanklich vom Medizinstudium verabschiedet hat, trudelt das Ergebnis vom HamNat ein. Sie hat es unter die 10% Besten geschafft, damit hat sie sicher einen Platz in Hamburg oder Magdeburg. Sie meldet sich sofort vom verhassten TMS ab.

Auf der Arbeit erfahren wir, dass uns unser Lieblingsarzt verlasst. Das bedeutet, es wird noch blöder bei uns. Ausserdem helfe ich meinem Chef wieder aus der Patsche und springe kurzfristig im Routinelabor als Vertretung ein. Immerhin weiß er das dieses Mal auch zu schätzen.

Kaum ist die Renovierung komplett fertig, stellt sich wieder dieses loste Gefühl ein. Mir kommt die Wohnung viel zu groß für mich vor, dabei ist alles so toll geworden, das Wetter schön, nur der Körper hat mir die körperlich harte Arbeit nicht so ganz verziehen.

Zusätzlich belastet mich die Sache mit Sophie, ich kann kaum noch etwas nebenher machen. Mitnehmen geht nicht, Veränderungen erträgt sie kaum noch, es ist mit ihren Geschäften so unberechenbar, dass ich manchmal den ganzen Tag damit beschäftig bin. Soziale Kontakte zu pflegen, wird immer schwieriger. Ich habe das Gefühl mir läuft die Lebenszeit davon und ich kann nur zuschauen.

Ich fühle mich unfassbar erschöpft in dieser Zeit. Die Tage fühlen sich gleich an, manchmal weiß ich gar nicht, welchen Wochentag wir haben. 

In meinem Schlafzimmer ziehen der neue Teppich und die Gardinen ein, die Schranktüren werden montiert, dabei merken wir, dass ein Scharnier kaputt ist, somit muss ich erstmal zum Schweden Ersatz holen. 

Wir haben einen Tierarzttermin, wo ich erstmal in Tränen ausbreche. Ich bin wirklich durch. Mittlerweile ist es sicher, Sophie hat Demenz, körperlich ist sie nämlich immer noch gut drauf und die Blutwerte sind so gut, dass man damit ihr Verhalten nicht mehr erklären kann. Rückblickend wird dann klar, dass sie das auch schon seit fast einem Jahr hat. Die Diagnose Demenz lässt mich leicht in Panik ausbrechen - denn durch meine Recherchen weiß ich, was noch alles auf mich zukommen kann. Dabei ist es jetzt schon unerträglich schwer.

Das Töchterchen kommt für ein Wochenende und damit hat Sophie so Probleme, dass sie den ersten Tag fast überhaupt nicht zur Ruhe kommt. Ich bin verzweifelt! Wir haben trotzdem eine schöne Zeit zusammen, das Töchterchen und ich.

Dann reist das Töchterchen wieder zurück nach Mainz, diesmal ist es nicht ganz so schlimm für mich. Anscheinend gewöhne ich mich langsam daran. Das Wetter ist nass und nicht so dolle!

Ich versuche neben Sophie und Arbeiten ein wenig Sport zu machen, klappt manchmal besser, manchmal schlechter. 

Bei Sophie wechseln sich bessere Tage mit schlechten ab. Die Zeckenplage ist mittlerweile so schlimm, dass ich überall in der Bude noch krabbelnde Viecher finde. Trotz Aufpassen, genau hinschauen, Klamotten wechseln, finde ich plötzlich eine an mir - na toll! 

Zusätzlich bekomme ich nach ewigen Zeiten eine Blasenentzündung. Ich gehe zum Arzt und entscheide, es ohne AB zu versuchen, weil der Urinbefund jetzt nicht so dramatisch ist. Aber es ist alles mega unangenehm. 

Ich werde immer hysterischer wegen der Zecken, aber es ist auch wirklich unfassbar, wie viele ich in der Bude, an Sophie und auch auf meinen Klamotten finde. Noch einen Zeckenbiss will ich halt nicht riskieren.

Zwischendrin hat Sophie so schlechte Tage, dass ich anfange über Lebensqualität nachzudenken. Und die Blasenentzündung ist hartnäckiger als gedacht. 

Donnerstag, 26. Dezember 2024

Jahresrückblick - April 2024


Nun ist das Töchterchen ausgezogen, das Empty Nest trifft mich härter als erwartet, viel härter! Und nun hocke ich hier alleine mit dem alten Hund. 

Ich packe das letzte Geraffel vom Töchterchen ins Auto, mein Papa macht Babysitter bei Sophie und dann starte ich nach Mainz. Wir sind dort schnell fertig mit Ausräumen, Schrank umstellen und so bleibt noch Zeit für einen Kaffee, bevor ich wieder zurückfahre. Es ist vollbracht!

Am gleichen Abend beschließt Sophie einfach mal alleine spazierenzugehen, sie gibt dann so viel Gas, dass ich kaum hinterher komme. 

Die Sonne zeigt sich endlich mal wieder, aber das nächste Problem rast auf uns zu - die Zeckenplage! Und Sophie darf wegen der Nieren keinen Spot On haben. Ich starte die Renovierung und den damit verbundenen Zimmertausch. Ich brauche einfach Ablenkung! Die bekomme ich dann zusätzlich noch von Hilferufen der Nachbarin, durch Besuch von einer Freundin, Gartenarbeit und trotzdem drehe ich irgendwie total durch.

Dem Töchterchen geht es in Mainz gut, sie lernt viele tolle Leute kennen und hat sogar schon eine Freundin, mit der sie feiern gehen kann, die auch noch das Gleiche studiert. Das Wetter schlägt zu schnell um auf Sommer. Ich entscheide mich endlich für die Wandfarben und lasse unfassbar viel Geld im Baumarkt! Und gerade als ich richtig loslegen will, kündigt sich das Töchterchen für ein Wochenende an, das erzeugt jetzt doch Zeitdruck!

Unser Baum im Garten steht in voller Blüte, Sophie geht es etwas besser und ich mache eine weitere Radtour.

Ich bin mitten im Renovierungsfieber, meine Tage sind gefüllt mit Abkleben, Streichen der Wänder, Streichen des Schranks, daneben arbeiten, Haushalt, Hund versorgen. Die Zeit rast, trotzdem kommt mir diese Woche vor, als wären es 4 Wochen.

Es läuft alles recht gut, in dieser kurzen Phase im April! Das Töchterchen kommt nach Hause, die Renovierung läuft voran, Sophie geht es auch recht gut, ich bekomme Besuch von der verschollenen Freundin, nur das Wetter ist von zu warm auf zu kalt gekippt - es gibt Opfer im Garten!

Ein Zimmer ist fertig! Als das Töchterchen wieder abfährt, kämpfe ich wieder mit mir. ich mähe den Rasen das erste Mal. 

Ich starte mit dem zweiten Zimmer, das Töchterchen verzweifelt beim Lernen für den TMS, die Naschgartenanzucht ist zäh dieses Jahr, es gab einfach zu wenig Sonne.

Der Rest des Monats verläuft im gleichen Trott, Töchterchen lebt sich immer mehr in Mainz ein und flucht weiterhin über den baldigen TMS, Sophie hat gute und schlechte Tage und ich renoviere und renoviere! 

Ich wohne nun 10 Jahre in dieser Wohnung, darauf stoße ich mit meiner Vermieterin an.