Freitag, 31. Mai 2024

Bin ratlos...

...ganz oben steht gerade hier die Zeckenplage. Ich weiß echt nicht mehr, was ich noch machen soll. Ich finde auf Sophie, um ihre Schlafplätze (2 an der Zahl) pro Tag mind. 5-10. Da es fast ausschliesslich Nymphen sind, gehe ich mal davon aus, dass das nur die Spitze des Eisberges ist. Die Sofadecken hatte ich gerade erst am Mittwoch bei 90 Grad gewaschen und anschliessend haben sie eine heiße Runde im Trockner gedreht. Sophie lag eigentlich nur über Nacht drauf, gestern habe ich nix auf der Decke gefunden. Abends lag sie exakt 30 min. drauf - 3 auf der Decke, 2 auf ihr. Heute morgen habe ich noch 2 gefunden. Allerdings halb tot. Vielleicht fange ich doch wieder an mit Kokosöl, aber ich befürchte, dann krabbeln noch mehr in der Bude rum, wir sind einfach nicht lange genug draußen, dass sie vorher loslassen, wenn Kokosöl überhaupt reicht. Ich könnte noch Schwarzkümmelöl versuchen, soll ja auch helfen. Gibt es das im Drogeriemarkt? Ich geh mal googlen. Vielleicht gibt es da auch was zum Sprühen auf Pflanzenbasis. Das sollte dem nierenkranken Hund sicherlich weniger schaden als die Zecken selbst. 

Leider bleibt das Wetter so, die Wiesen und Feldwegränder sind weiter hoch, wir weichen schon so gut es geht allem aus. Aber damit kommt halt der demente Hund gar nicht zurecht. Die Spaziergänge sind einfach nur noch furchtbar, sie freut sich erst rauszukommen und wenn sie merkt, wo wir laufen, war es dann wieder. Als es gestern Abend dann auch noch anfing zu donnern und zu regnen, weil wir nach der 1. Pipistelle auch noch die 2. anlaufen mussten, war bei uns beiden die Stimmung am Boden. Gemacht hat sie nix. Aber immerhin hat sie bis heute morgen durchgehalten. Das Problem ist, dass sie zur Zeit gegen 18.45 Uhr anfängt unruhig zu werden, sie fiept durch bis ich endlich mit ihr raus gehe. Ich versuche es immer zu schieben, weil sie zur Zeit um 17 Uhr Pipi macht und sie ja dann eben nicht so dringend muss. Das scheint sie allerdings so zu stressen, dass sie schon hechelt, wenn wir losgehen. Während des Spaziergangs wird das etwas besser, aber im Prinzip hechelt sie durch. Da die Lefzen nach hinten gezogen sind, befürchte, sie hat Stress. Warum auch immer! Das ist nun schon der 2. Abend so gewesen. Und das macht mir etwas Sorgen. Allerdings hört das zu Hause sofort auf, nach diesem langen Pipiplatzanlaufen - mehr ist das ja nicht - fällt sie tot müde um. Gestern hat sie sich nicht mal mehr gewehrt als ich sie nach Zecken abgesucht habe. Von daher fällt eine weiter Runde etwas später bis zu einer der Pipistellen weg. 

Überhaupt hatte sie jetzt echt zwei wirklich schlechte Tage. Das sind die Tage, wo ich mich frage, was ist Lebensqualität? 

Für mich ist das gerade einfach alles nur frustrierend. Das einzige Gute, was ich vermelden kann, ist, dass bisher meine Therapie ohne AB echt gut anschlägt. Psychisch bin ich aber am Limit. Es hängt ja auch alles zusammen mit der alten Sophie - mal abgesehen von der Blasenentzündung. Wie gerne würde ich die verbleibende Zeit mit ihr genießen, aber in Kombi mit den Zecken und der Demenz, ist das fast eine unerträgliche Situation. Ich traue mich nicht mal sie lange zu knuddeln, danach muss ich mich ja erstmal ewig absuchen. Gerade, wenn ich mich vorher schon komplett bettfertig gemacht habe und das zeckenfreie Nachthemd anhabe, und ich sie dann nochmal streichel, weil sie unruhig ist, versuche ich ein wenig Abstand zu halten, damit ich nur grob bei mir schauen muss. Mittlerweile bin ich mir fast sicher, dass ich mich impfen lasse. Dann wäre ich vielleicht ein Mü entspannter, wobei gerade bei den Nymphen es ja schwierig ist, sie schnell an sich zu entdecken und vor allem bekommt man sie auch viel schwerer ab, wenn sie gestochen haben. Und Borreliose können sie trotzdem übertragen, wenn man geimpft ist. Viel Entspannung wird das nicht bringen. 

Ich habe übrigens mal recherchiert und dieses Jahr scheinen auch viele chemischen Zeckenmittel zu versagen. In einem Hundeforum sammeln die Hundebesitzer bis zu 50 Zecken trotz Tabletten und Co. von den Hunden ab nach Waldspaziergängen. Meist auch die Nymphen. 

Diese Erfahrung hatte ich ja vor zwei Jahren gemacht, da hingen die Zecken meist zwischen den Zehen, unaufindbar bis sie leider schon dick waren. Und wenn man sie fand bevor sie dick waren, war das ein ziemliches Gefummel, um sie dort rauszuziehen. Damals blieben sie aber auf Sophie, an mir krabbelte da keine einzige. Egal, wo ich lang lief mit ihr! 

Jetzt kommt am WE auch noch das Töchterchen, d.h. ich werde mich auch noch für sie verantwortlich fühlen und mir Sorgen machen, dass sie sich eine einfängt. Und ich muss ein weiteres Zimmer bzw. Bett absuchen. Auf der einen Seite freue ich mich total, auf der anderen Seite wird es noch komplizierter. Vor allem wird sie genervt sein, von meinen vielen Vorsichtsmaßnahmen. Sie ist zwar nicht zeckenaffin, zumindest war das bisher so, aber dieses Jahr ist ja vieles anders.

Das Wetter für heute und morgen ist ja wieder extrem doof. Keine Ahnung, wie man da noch die Stimmung hochbekommen soll unter den gegebenen Umständen.

Jetzt werde ich erstmal meinen Einkaufszettel machen und googlen, was der Drogeriemarkt an Zeckenabwehr bereithält. Ansonsten muss ich morgen nochmal zum Fressnapf fahren. Ich werde dann berichten, ob ich fündig geworden bin und vor allem, ob es unsere Situation verbessert hat.

Mittwoch, 29. Mai 2024

Tja....

...nachdem ich den Post fertig gestellt habe und mich für den Stadtbummel fertig wollte, kam der nächste Hammer oben drauf. Obwohl ich weder zecken-affin bin, mittlerweile schon alles zig Mal absuche - und mit absuchen meine ich: Hund nach jedem Spaziergang und immer zwischendurch, alle Liegedecken vom Hund, meine Kleidung, mich und zwar überall wo ich hinsehen kann - musste ich mit Schrecken feststellen, dass mich so ein Drecksvieh am Bauch erwischt hat. Es ist zum Heulen! Natürlich bin ich nicht FSME geimpft, weil ich ja nie Zecken habe, obwohl Sophie schon immer der reinste Zeckenfänger war, und gegen Borreliose kann man eh nix machen, ausser schnell sein. Sie kann noch nicht lange zugestochen haben, weil ich mich ja morgens auch schon absuche und ich gehe mal davon aus, dass sie im T-Shirt hing, das ich an dem Morgen gerade mal 2 h an hatte. Ich hab sie natürlich entfernt, was super ging, sie aufgehoben, Stelle markiert und das Datum im Kalender notiert. Neue Schreckenszenarien-Nahrung für meinen Kopf. 30 Tage bangen heißt es nun und mit der Impfung muss ich mich auch auseinander setzen. Was mich besonders frustriert, ist, dass meine eh schon hysterischen Vorkehrungen und das ganze Absuchen nichts genutzt hat. 13 Jahre habe ich zwar aufgepasst, aber nicht mal ansatzweise so einen Aufwand betrieben. Wir hatten schon schlimme Zeckenjahre, aber da war Sophie geschützt mit einem Spot-On oder eine Tablette und ja, da krabbelten hier auch mal Zecken auf den Liegeplätzen rum, meist aber schon halbtot und kein Vergleich dazu, was dieses Jahr hier los ist. Ich finde mehrfach am Tag Nymphen auf den Liegeplätzen, die nicht am Hund geblieben sind. Die größeren Zecken finde ich mittlerweile schon meist im Fell direkt nach dem Spaziergang oder muss sie halt irgendwo an dem Hund rausziehen. Aber da ich ihr ja nichts geben darf, sterben die Mistviecher halt nicht bzw. werden nicht abgeschreckt. Gestern habe ich exakt einen Fuß ins nasse Gras gesetzt - nicht mal in hohes Gras - und zack hatte ich eine am Schuh krabbeln. Das frustriert echt. Mein Tag besteht fast ausschliesslich nur noch damit, nach den Viechern zu suchen, sie zu entsorgen, die Kleidung mehrfach zu wechseln, natürlich nur im Bad, damit ich sie nicht in andere Zimmer trage. Meine ganze Lebenszeit geht da mittlerweile drauf. Die Nachbarn erzählen Ähnliches und hatten auch schon die erste Zecke an einem der Kids. Ein anderer Nachbar mit Hund, Gleiches! Das toppt hier alles gerade, was ich jemals mit dem Hund erlebt habe. Leider kann ich höherem Gras nicht ausweichen, weil der demente Hund ja nur zwei Pinkelstellen hat, die erreichen wir entweder über die Treppen im Zwischengang oder über den Weg hinten bei der Wiese durch den Wald. Beide Wege waren fast komplett zugewuchert. Mittlerweile hat sich einer aus dem Ort erbarmt und den Treppenweg freigesenst, weil die Stadt es bisher nicht gebacken bekam. Aber der andere Weg ist seit gestern tabu, da geht echt gar nix mehr, weil nun der Trampelpfad auch schon zu hoch gewachsen ist. Tja, damit kommt der Hund nicht klar, heißt, sobald sie merkt, dass wir einen anderen Weg laufen, verweigert sie. Es ist einfach nur anstrengend. Und trotz dem Versuch dem hohen Gras etwas auszuweichen, schleppt sie die Zecken zigfach in die Bude. Und wir sind noch nicht mal im Sommer angekommen. 

Wie gesagt, seit wir andere Wege gehen, ist die Verwirrtheit wieder schlimmer geworden bei Sophie. Und Fressen wird von Tag zu Tag weniger. Heute hat sie einen besonders doofen Tag. Und als ich Besuch von meinem Papa bekam, mit dem ich wettertechnisch drin sitzen musste, fiepte sie wieder ewig durch. Dabei war sie echt müde!

Seit dem Zeckenbiss denke ich über die FSME Impfung nach. Wir sind Risikogebiet, allerdings nicht unser Ortsteil, alle Fälle der letzten Jahre waren woanders, quasi auf der anderen Seite von Marburg. Aber ich befürchte, dass durch den Klimawandel sich das alles verschärfen wird. Ich habe mittlerweile das ganze Inet durchrecherchiert und auch mal so rumgefragt, wer geimpft ist. Sehr wenige, nicht mal Ärzte nehmen die Impfung wahr. Ausserdem wird sie sehr unterschiedlich vertragen, manche liegen eine Woche richtig flach, andere merken kaum was. Und ihr wisst ja, wie ich auf ausnahmslos jede Impfung reagiere. Aber mit der Impfung müsste ich mir um eine Sache weniger Sorgen machen. Wobei mir das für diesen Sommer eh nix mehr nützt. Ich muss eh die Inkubationszeit für FSME und Borreliose abwarten, also wird das vor Ende Juni nix mehr, wenn ich nicht das Schnellschema impfe, kommt die zweite dann einen Monat später. Das wäre Ende Juli, 2 Wochen später hätte an schon einen guten Schutz, somit wäre es für den Rest Juli bis Herbst auch für mich entspannter. Vollen langanhaltenden Schutz gibt es dann mit der 3. nach 5 bzw. 9 Monate. Je nachdem welchen Impfstoff man nimmt. Da ich irgendwann mal in Österreich eine Weitwanderung machen möchte, wo es definitiv mehr Fälle FSME gibt als hier, wäre das ein Pro-Punkt bei der Abwägung. Ich habe keine Ahnung und schwanke zwischen "Nein, niemals" und "Ja, jetzt sofort!" Noch etwas, was mein Hirn in der Dauerschleife beschäftigt. 

Und als wäre das alles nicht genug, habe ich mir nach fast 30 Jahre eine Blasenentzündung eingefangen. Und so fühle ich mich auch. Matschig, Kopfschmerzen, und Blasenschmerzen. Geschlafen habe ich so gut wie nicht, weil ich halt auch nix zu Hause hatte. Also habe ich mich krank gemeldet - darf ich ja auch mal - und bin zum Hausarzt. Weil morgen ist hier Feiertag, am Freitag an der Arzt Brückentag und dann ist wieder WE. Der Urinbefund war eher harmlos und so haben wir entschieden, dass sie mir ein E-Rezept für AB fertig macht, dass ich im Notfall einlösen kann. Und bis dahin versuche ich es erstmal so. Das ist anders als früher, da wurde sofort mit AB draufgeschossen. Ich nehme jetzt etwas Pflanzliches zur Unterstützung, dass mir u.a. von der Hausärztin empfohlen wurde und trink halt viel. Es ist schon leicht besser geworden, aber für die nächsten Tage heißt es halt Schonen, Trinken und Sportverbot. 

Blöd ist halt, dass am WE die Inkubationsphase für FSME endet und ich kann nicht sagen, ob meine Beschwerden von der Periode, dem Wetter, der Blasenentzündung oder dem Zeckenviel geschuldet sind. Wobei ich immerhin vermelden kann, dass die Kopfschmerzen mittlerweile weg sind. 

Ja, ich weiß, das ist das Leben und ich war ja von Krankheiten lange verschont, wenn man die Schultergeschichte nicht mit einrechnet. Aber ich bin psychisch echt am Limit und ich war gerade dabei mich rauszuziehen und auch wieder eine Sportroutine zu entwickeln, soweit das mit dem dementen Hund möglich ist. Tja, weit bin ich nicht gekommen - vielen Dank auch. Und ich finde schon, dass ich genug Gründe zur Zeit habe, um mich selbst zu bemitleiden. Nun lache ich halt noch weniger! Immerhin ist die Wettervorhersage fürs lange WE eh doof, Radfahren wäre eh nicht drin gewesen, aber das Joggen wird mir schon fehlen. Naja, wenn alles gut geht, sollte die Blasenentzündung ja in einer Woche Geschichte sein. Bis Freitag geb ich mir Zeit es ohne AB hinzubekommen, danach hau ich mir das Zeugs rein. 

Und ich bete, dass mich jetzt nicht noch eine Zecke erwischt, sonst fängt das Zittern ja nochmal von vorne an. 

Achja, die Ärztin hat mir immerhin gesagt, dass sie noch keine Fälle hier hatten, die einzigen Fälle gab es an diesen zwei Orten. Bei Borreliose sieht es natürlich anders aus, aber die kann man ja behandeln. 

So, nun kennt ihr den Stand der Dinge - nix besser! 

Eigentlich wollte ich mich nochmal hinlegen, aber es ist ja schon 16.30 Uhr, das lohnt sich nicht, ich muss ja gleich wieder den dementen Hund zum Laufen zwingen. *soifz* Letzte Woche haben die Spaziergänge wenigstens ein bissi Spaß gemacht, mal abgesehen von den Zecken. Jetzt ist es einfach nur wieder Krampf und Kampf. :-( 

Fotos gibt es keine, mir ist nicht danach. :-(

Samstag, 25. Mai 2024

Nass, nasser, patschnass

Die kurze Woche war - mal abgesehen vom Wetter - okay! Am Sonntag gab es leider noch einen kleinen Zwischenfall, den ich echt nicht auch noch gebraucht hätte. Das Töchterchen sowieso nicht! Sie hat sich ja mit ihren Freundinnen getroffen und im Café wurde ihr dann leider lactosehaltige Milch im Kaffee serviert. Normalerweise schmeckt man das ja, aber diesmal hatte sie Kokosmilch bestellt und da konnte sie es nicht rausschmecken. Naja, schon auf der Rückfahrt rebellierte der Darm und wir stellten uns auf einen verlorenen Restsonntag ein. Aber Glück im Unglück es blieb bei Bauchweh, unangenehmen Gerüchen und Gegrummel. Sie schlief ein bissi und danach beruhigte sich das Ganze wieder. Trotzdem war damit irgendwie der Sonntagnachmittag erstmal gelaufen. Der Abend wurde dann schön, nur ich war totmüde, so dass ich früh ins Bett gehüpft bin. Ich musste ja auch arbeiten am Dienstag.

Am Dienstag wollte das Töchterchen auch nicht so richtig Richtung Mainz und fuhr deswegen relativ spät. So haben wir uns nochmal gesehen und ich konnte sie verabschieden. Diesmal war es nicht sooo schlimm für mich. Doch die Aussicht nun wieder alleine mit dem dementen Hund mit wenig sozialen Kontakten zu sein, fand ich frustrierend. Die Wetteraussichten für die Woche machten es nicht besser. Die Arbeitssituation spitzt sich erneut zu, es gehen zwei Oberärzte und werden durch Assistenzärzte ersetzt. Eigentlich dachten wir ja, es könnte nicht noch schlimmer werden, aber unser Arbeitgeber schafft das dann doch irgendwie. Keine Ahnung, wo das noch hinführen soll. 

Den einzigen trockenen Tag habe ich die Gartenarbeit erledigt. Rasen mähen bevor das Gras noch höher wird. Der Garten wuchert eh zu, aber nicht mit den Pflanzen, die man möchte. Diese wachsen zwar auch toll, aber werden von den Schnecken aufgefressen. Und ob das dieses Jahr noch mit dem Naschgarten was wird, wage ich zu bezweifeln. Die Tomaten unterm Dachvorstand könnten was werden, auch die Töpfe, die ich mehrfach in der Woche unter den Balkon ziehe, schaffen es vielleicht auch, aber der Rest....wird wohl vergammeln. 

Mit Sophie lief es die Woche recht gut - den Umständen entsprechend halt. So lange ich rein gar nichts am Tagesablauf ändere, klappt alles soweit. Weiche ich nur ein bissi ab oder gehe mal eine andere Runde, war es das schon mit dem Pipi machen. Ich dachte nämlich einmal, ich tue dem Hund einen Gefallen und wir laufen zur letzten Runde mal die andere Pipistelle an, ich war auch sehr zuversichtlich, weil das letzte Pipi schon gegen 12 Uhr war und wir hatten mittlerweile 20 Uhr. Zwei Möglichkeiten bis zur Stelle hat sie schon ignoriert und blöderweise war in der Nähe der finalen Stelle eine Grillparty. Sie hockte sich schon und hörte dann das laute Lachen. Sie schaute mich verwirrt an, kam hoch und lief weiter. Das Problem war, dass die andere Stelle nochmal mind. 15 min. entfernt war und wir dann bis dahin laufen mussten, wir aber schon ewig unterwegs waren. Wir haben es irgendwie dorthin geschafft, aber fragt nicht....und dort hat sie zum Glück gemacht. Völlig fertig sank sie danach aufs Sofa zum Pennen. Fertig war ich dann auch! Und niemals nimmer nicht, ändere ich bei der letzten Runde nochmal den Ablauf. NIEMALS! Im Moment frisst sie wieder besser und sie läuft unfassbar gerne. Dadurch bekomme ich sie wenigstens müde und das Fiepen hält sich in Grenzen. Allerdings musste ich sie öfters aus irgendwelchen Ecken rausholen, das passiert nun wirklich häufig. Manchmal kommt sie auch Abends nicht auf ihre Schlafstelle. Will ich ihr helfen, findet sie das auch doof. Meist geht tatsächlich nur, hochheben und draufheben. Das Einzige, was ich momentan kritisch beäuge - sie trinkt mehr. Nicht übermäßig viel, aber die letzten Wochen hat sie sehr wenig getrunken und nun die Menge deutlich gesteigert. Mal schauen, ob das nur eine Phase ist oder auf eine Verschlechterung der Nierensituation hindeutet. Das muss ich weiter beobachten.

Sport habe ich tatsächlich auch gemacht. Montag war ich noch joggen, Dienstag habe ich ein wenig gedehnt und Mittwoch gab es eine Runde Tabata. Davon bekam ich ordentlichen Muskelkater, der heute noch da da ist. Und eigentlich wollte ich ja gestern auch joggen, aber das Wetter hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also habe ich mich meiner Duschkabine gewidmet! Wer hat die eigentlich erfunden? Der hat sich nie Gedanken darüber gemacht, was es bedeutet sie sauber zu machen. Hat mich über eine Stunde gekostet! Und richtig sauber bekommt man das olle Ding eh nicht mehr.

Den Rest des WEs werde ich mich natürlich dem dementen Hund widmen, heute morgen fahre ich mal in die Stadt und hoffe für heute nachmittag auf besseres Wetter. Ich muss unbedingt joggen und vielleicht reicht es auch für eine kleine Fahrradrunde. Damit ich nicht nur lost zu Hause hänge. 

So, nun brauche ich noch einen Kaffee und frühstücken muss ich auch. Ich muss ja früh los in die Stadt, sonst passt das später mit Sophies Ablauf nicht. 




 

Montag, 20. Mai 2024

Sophie...




....fast 14 1/2 Jahre alt, dement, Nierenkrank, Rückenprobleme! Selten kann ich sie noch fotografieren, mit der großen Kamera meist gar nicht. Gestern habe ich schnell mal das Handy gezückt, als sie endlich zur Ruhe gekommen ist. Aber kaum hatte ich das Handy auf sie gerichtet, schaute sie mich an. Was hier aufmerksam aussieht, ist in Wahrheit ein verwirrter Blick. Je länger ich den Blick auf sie richten würde, um so mehr würde sie das verunsichern. Es muss also immer schnell gehen. Deswegen gibt es kaum noch Fotos von ihr. 

Gestern war bis auf die letzte Runde ein besserer Tag. Immer noch komplett wirr, was sich darin äussert, dass sie kaum noch die Durchgänge findet, ewig braucht, um eine Schlafposition zu finden und manchmal den Napf verwirrt anschaut, was sich darin äussert, dass gerade Morgens und Mittags der Napf halb voll bleibt. Aber sie störte sich zum Glück nicht mehr am Töchterchen Besuch. Im Gegenteil Spätnachmittags ist sie sogar mal auf Terrasse zum Töchterchen, hat es beschnuppert und sich dann streicheln lassen. Schwierig war die Pipi-Sache gestern wieder. Um 6.30 Uhr hat sie ihr Morgenpipi gemacht, gegen 8 Uhr eine kleine Runde, um zu schauen, ob sie irgendwas noch muss - Fehlanzeige. Gegen 12 Uhr musste ich sie wecken, damit wir nicht zu spät werden mit Essen und den Geschäften. Geschäfte auf dieser Runde - Fehlanzeige. Aufgrund ihrer akuten Verwirrtheit, bin ich dann lieber nochmal um 13.30 Uhr los, mit Erfolg! Aber das war für den weiteren Verlauf zu spät. Immerhin wurde sie gegen 17 Uhr von alleine wach, Pipi machte sie allerdings erst ganz am Ende der Runde und so befürchtete ich schon, dass es später schwierig wird. Und so war es auch. Das Töchterchen konnte das dann mal sehen, in welchem Tunnel sie sich urplötzlich befindet. Laufen geht, aber sie schnuppert nicht mal und da kannste noch so oft die zwei Pinkelstreifen ablaufen - da passiert einfach nix. Nochmal später hätte sie es körperlich nicht mehr geschafft, die 15 min. hin zu ihren einzigen beiden Pinkelstellen zu laufen, das konnte ich ihr nicht zumuten. Also riskierte ich es und sie hat tatsächlich bis 6.30 Uhr durchgehalten. Sie hatte sogar noch Zeit sich 200x im Garten im Kreis zu drehen, bevor sie loslegte. Die Nacht war, soweit ich das mitbekommen habe, ruhig. Aber sie war auch echt platt!

Mal schauen, wie es heute läuft.

Aber wunderschön ist es gerade mit dem Töchterchen. Sie genießt die Zeit hier, trifft sich mit Freundinnen, wir haben zusammen in der Küche gegrillt und fast den Feueralarm damit ausgelöst, weil wir uns einräucherten. *lach* Zusammen gekocht haben wir ewig nicht. Sie ist 2 Hunderunden mitgegangen und hat verstanden, dass man an den Pipistellen sich möglichst unsichtbar macht, sonst wird Sophie abgelenkt. Ausserdem haben wir einen ganz langen Spaziergang ohne Sophie gemacht und uns dabei wie früher unterhalten. Zum Abschluss lagen wir in meinem Bett, weil ja Sophie schon auf dem Sofa im komatösen Schlaf lag, und haben noch eine Film zusammengesehen. Und ich sags mal, wie es ist. Wenn man nicht alleine damit ist, hält man den dementen Hund viel besser aus. Man kann zu zweit vieles mit Humor sehen. Und das hilft ungemein. Das ist, was ich meine, wenn ich schreibe, ich drehe durch, wenn ich 24/7 alleine mit dem Hund bin. Ich wiederhole mich, aber ich lache dann viel zu wenig. 

Das Töchterchen ist heute auch noch da, sie wird erst morgen nach Mainz zurückfahren. Sie trifft sich später wieder mit Freundinnen und ich versuche mich mit einem Mittagsnap und hoffentlich Sport fitter zu bekommen. Ich bin unendlich müde und der Körper mittlerweile total verspannt. Ich schlafe unfassbar schlecht, wofür ich Sophie aber nicht alleine die Schuld geben kann. Ich hoffe, das wird wieder besser. Leider habe ich heute wieder zu wenig geschlafen, für eine Joggingrunde reicht es wohl nicht. 

Und jetzt noch einen zweiten Kaffee oder vielleicht erst mit Sophie raus. Mal schauen, was dringender ist. :-)


Sonntag, 19. Mai 2024

Tja....

...ich würde sagen, Sophie hat einen starken Demenzschub. Das hat mit normaler Alterung nichts, aber auch rein gar nichts mehr zu tun. Sie war ja die letzten 3 Tagen schon verwirrt, aber das was sie gestern gezeigt hat, schockiert schon ziemlich. Denn sie hat erstens das Töchterchen rein gar nicht mehr erkannt und war ihr gegenüber völlig gleichgültig. Und noch schlimmer, es hat sie total gestresst. Sie fiepte ab dem Ankommen durchweg, bekam keine Ruhe, war völlig aus ihrem Rhytmus draußen, obwohl sich ja nichts verändert hat, ausser, dass eine weitere Person mit in der Wohnung war und wir uns halt unterhielten. Das alleine war schon zu viel! Irgendwann bin ich mit ihr raus, eine Stunde vor ihrer Zeit. Wo sie natürlich nichts gemacht hat, weil sie schon im Garten Pipi erledigte und nach ein paar Meter wollte sie auch eigentlich gar nicht mehr weiter gehen. Es regnete nämlich. Zu Hause angekommen konnte ich sie aber nicht wie sonst nach dieser Runde füttern, weil es zu früh war. Stattdessen gab ich ihr ein paar Körnchen Trockenfutter. Die frass sie sofort, fiepte danach aber weiter. Als das Töchterchen mal kurz in die Stadt fuhr, war dann Fütterungszeit, aber das verstand der verwirrte Hund auch nicht mehr. Es hat ewig gedauert, sie überhaupt zum Futternapf zu locken, um wenigstens die Medikamente reinzubekommen. Viel gefressen hat sie dann auch nicht. Anschliessend schlief sie aber endlich mal ein. Zur letzten Hunderunde wurde sie zum Glück von alleine wach und lief auch ordentlich - Laufen ist gerade kein Probleme wegen der Temperaturen. Danach fraß sie auch komplett ihr Futter von vorher leer und legte sich zum Schlafen ab. Doch um 23.30 Uhr - das macht sie ja seit ein paar Tagen schon - wurde sie verwirrt wach und fiepte, totmüde, bekam aber keine Ruhe. 3x musste ich hin - irgendwann schlief sie ein. Der Rest der Nacht war ruhig. Nur ich konnte nicht schlafen, zu aufgewühlt von der krassen Veränderung. Bisher kam das alles schleichend, mal schlimmer mal besser, aber das hier ist eine andere Hausnummer. Sie hatte gestern eigentlich kaum einen klaren Blick. Ja, demenzkranke Hunde haben keine Schmerzen, aber sie zeigt halt komplette Verunsicherung und Ängste, auch mir gegenüber. Und niemand kann von mir verlangen, dass ich wegen ihr nicht mal mehr Besuch empfangen kann, wo ich schon so gut wie nicht mehr vor die Tür komme. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie ich das schaffen sollen, einen dementen Hund alleine zu begleiten. Irgendwann bekommen sie ja auch Probleme mit dem Alleinebleiben. Aber sorry, ich muss arbeiten und zwar vor Ort! Ich schaue also gerade nicht sehr zuversichtlich auf die nächsten Tage, Wochen und Monate. Ich hoffe nur, sie gewöhnt sich an den Besuch des Töchterchens, sonst ist das echt frustrierend. Weil das echt die Freude darüber trübt, dass sie mal hier ist. :-( 

In solchen Momenten frage ich mich, was mir mein Leben sagen will! Warum jetzt auch noch die Hundedemenzkarte oben drauf? Wieder muss ich mich vollkommen zurückstellen, denn wie ich auch schon aus anderen Erfahrungsberichten über demente Hunde gelesen habe - diese Hunde kann man ab einem gewissen Grad niemanden mehr zumuten! Hundesitter und sei es nur für einen Tag ist also keine Option. Es sei denn, es liegt ein Notfall vor.

Es frustriert mich echt! Klar werde ich den Weg mit ihr gehen, aber es sei mir verziehen, wenn ich hoffe, dass dieser Weg nicht mehr allzu lange dauert. Wer sie gestern gesehen hätte, würde mir zupflichten. Trotzdem und das ist halt die Krux an der ganzen Sache - wir sind noch nicht so weit, die Entscheidung für sie zu treffen. So lange sie frisst, gerne raus geht, keine Schmerzen hat, muss man das so nehmen wie es ist. Inkontinent ist sie auch noch nicht. Behandlung gibt es keine, wenn die Nächte extrem werden, geben manche Tierärzt Beruhigungsmittel. Keine Ahnung, wie meiner dazu steht. Ich hoffe, dass es nach dem Schub wie bisher auch, wenigstens wieder ein bissi besser wird. Wenn wenigstens die Nächte ruhig bleiben, wäre mir schon geholfen. 

So, nun werde ich  mir den dementen Hund schnappen und raus gehen und sie wird eh nix machen, wie immer morgens! Pipi ist in den Garten gegangen und das große Geschäft macht sie momentan nur einmal am Tag mittags.

Ach, mit dem Töchterchen ist es wundervoll! Da hat sich echt was verändert. Während sie es beim ersten Mal noch lästig fand nach Hause zu kommen, findet sie es jetzt toll und genießt es. Sie hat mir auch angeboten, in der Lernphase im August hier zu lernen und auch mal auf Sophie aufzupassen. Aber schauen wir mal, wie es bis dahin ist. Im August sollen wir auch wieder zur Blutkontrolle, falls sich ihr Zustand nicht noch mehr verschlechtert. 

Samstag, 18. Mai 2024

Gestern...

...war ja Tierarzttermin. Dort angekommen bin ich erstmal in Tränen ausgebrochen, daran merkt man, wie durch ich bin. Aber gut, dass ich genau diesen Tierarzt hab, denn der hat mich schnell da wieder rausgeholt. Die Fakten: Auch er sieht deutlich, dass Sophie abgebaut hat und es auch schneller tut, als es in ihrem Zustand eigentlich üblich ist. Aber er sieht halt eben auch einfach einen alten Hund, dem es im Großen und Ganzen noch gut geht. Er schließt weiterhin Schmerzen aus - ist ja auch meine Beobachtung. Das Wegknicken kommt halt von ihrem Rücken, da kann man einfach nichts mehr verbessern. So lange sie keine Schmerzen hat, gibt es da keinen Handlungsbedarf, nur weil sie ab und an mal an schlechten Tagen hinten wegbricht. Er hat mir auch bestätigt, dass sie dement wirkt. Sie war ja nach der Autofahrt ziemlich wirr, so konnte er das dann auch miterleben, dieses Drangwandern. Aber er konnte sie noch rausholen aus dem Zustand und das Leckerli hat sie tatsächlich auch genommen. Sie hat nicht abgenommen, das war sehr wichtig für ihn. Sie frisst, sie hat keine Schmerzen, sie kann sich lösen und ist noch nicht inkontinent. Das Blutbild hat ergeben, dass der Harnsäurewert sogar wieder im Normbereich ist, der Kreatininwert ist ein bissi höher gewesen, aber noch nicht beim Ausgangswert. Von den Nieren her gibt er momentan Entwarnung. Das restliche Blutbild ist top. Er gab mir den Rat, manches einfach mit Humor zu nehmen und sie einfach so zu nehmen, wie sie gerade ist. Das ist natürlich leicht gesagt, ich sehe ja nun mal nix anderes als den Hund, weil ich genau wegen der ganzen Problematik meinen Tag nach ihr richte. Da wird man betriebsblind und ist einfach oft überlastet. "Ich lache zu wenig" dieser Satz aus einem Buch hängt mir immer im Kopf. So ist es, ich lache zu wenig, weil ich kaum was zu lachen habe und da irgendwie nicht raus komme.

Aber zurück zu Sophie. Zeckenmittel gibt es weiterhin keins, die Wahrscheinlichkeit, dass sie an einer Zecke stirbt ist sehr viel geringer als dass das Zeug ihre Nieren endgültig zerschießt. Okay, muss ich dann wohl durch diese Ekelzeit durch. 

Es gibt momentan auch nichts, was er tun kann. Man kann sie nur beobachten und es ihr so leicht wie möglich machen. 

Mir persönlich macht das mit der Demenz echt Angst. Diese Woche ist schlimmer als alle anderen bisher. Und natürlich habe ich auch recherchiert, wie das weitergehen kann. Das will man nicht, ehrlich, das kann echt unschön vor allem für den Hundehalter werden. Eine sehr große Belastung wird es, wenn es in die Nächte geht oder die Inkontinenz dazukommt. Wenn man da auch noch alleine durch muss und sich nicht mal abwechseln kann, wird das hart, da mache ich mir nix vor. Aber auch da gibt es keine Prognosen, wie schnell das geht und bis in welches Stadium wir überhaupt kommen. 

Immerhin ist sie gestern noch wirklich gut gelaufen, was sicherlich auch an den kühleren Temperaturen lag. Und sie war auch ganz gut drauf, nachdem sie den Tierarztbesuch und die Autofahrt verdaut hatte. Gefressen hat sie gut und das Fiepen hielt sich in Grenzen. 

Ich war gestern mittag so durch, dass ich in einen komatösen Mittags-Nap gestürzt bin und mich danach kaum hochbekommen habe. Deswegen entschied ich mich nach der Abendfütterung noch einen Spaziergang alleine mit Musik auf den Ohren zu machen. Kopf freilaufen! Das hat auch funktioniert.

Und heute Abend kommt ja das Töchterchen! :-)

Gleich fahre ich mal ein wenig Bummeln um rauszukommen, Wetter ist hier so lala. Trüb halt, aber wir hatten und haben kaum Regen, nicht ein Tropfen ist ins Wasserfass gelaufen. 

Aber vorher noch frühstücken und einen zweiten Kaffee und Sophie muss noch gelüftet werden.




 

Freitag, 17. Mai 2024

Welcher Wochentag ist heute?

Was soll ich schreiben? Ich bin immer noch total erschöpft, was sicherlich auch einen Großteil an meinem Gemütszustand liegt. Meine Tage fühlen sich absolut gleich an, mittlerweile immer mit dem Gedanken, wie geht es Sophie, hat sie heute einen besseren oder schlechten Tag? Pinkelt sie auf der letzten Runde hoffentlich nochmal? Welche Runde kann ich ihr zumuten bzw. muss sie ihr zumuten, damit wir einen Pinkelplatz erreichen. Es geht eigentlich um nichts anderes mehr. Weil einfach die Zeit dafür fehlt. Momentan treffen wir auch kaum noch andere Hundebesitzer und wenn, müssen wir recht schnell weiter, weil Madame die Hitze nicht verträgt und stark hechelt. Soziale Kontakte finden quasi nur noch selten statt, auf der Arbeit, beim Einkaufen - falls man jemanden trifft, oder per Handy. 

Bleiben wir auch gleich beim Thema. Sophie hatte eine blöde Woche, wenn sie mal Lust hatte und dies mit einem Sprint durch den Garten zeigte, wurde sie sofort durch die Wärme ausgebremst. Und ganz schlimm war es Abends bei der letzten Runde, die ich ja schon extra gegen 20 Uhr gehe, damit es nicht zu spät ist. Auf diesen Runden geht kaum noch was und mittlerweile habe ich die Strecke gewechselt, weil sie zweimal beim Treppenlaufen abgestürzt ist. Sie kippt mit einem der Hinterläufe weg, dann bricht sie komplett ein und leider wird sie dabei panisch. Versuche ich ihr zu helfen - wird sie noch panischer. Einmal ist sie dabei den steilen Hang einen Meter weiter rückwärts gekullert bis ich sie endlich stabilisiert hatte. Danach ging natürlich nichts mehr, obwohl ich sie die Treppen dann hochgetragen hatte. Somit hat sie an diesem Tag das letzte Pipi gegen 17.10 Uhr gemacht und das nächste erst wieder am nächsten Morgen gegen 6.30 Uhr. Ob das so gesund ist? Mit dem Einhalten hat sie anscheinend noch keine Probleme. Probleme machen aber die Zecken, entweder ich finde sie gar nicht im Fell und kann sie vollgesaugt auf dem Boden aufsammeln, oder sie sitzen an so schwierigen Stellen, dass ich kaum dran komme und Sophie hält halt nicht still. Ich bräuchte 8 Arme! Wenn sie noch klein sind, ist es eher Zufall, wenn ich sie entdecke und dann bekomme ich sie gar nicht raus. Zwei Köpfe stecken noch. Es nervt einfach nur und ist auch für Sophie eine Quälerei. Das müssen wir heute nochmal beim Tierarzt ansprechen. Leider fängt sie auch wieder stärker an zu fiepen. Besonders gegen 21 Uhr, zwei Abende dann nochmal gegen 23 Uhr. Keine Ahnung, manchmal hilft streicheln, aber manchmal hilft nur anmotzen, dann ist sofort Ruhe und sie pennt friedlich weiter. Fressen - auch schwierig! Die Hälfte werfe ich nach 3 h im Napf weg. Das tut auch finanziell echt weh und mittlerweile bin ich soweit, dass ich nach diesem Sack Trockenfutter wohl auf Nassfutter umstelle. Das ist mind. doppelt so teuer, aber ich kann es einfach besser nachjustieren. Denn meist bleibt das Trockenfutter im Napf. Bis zum Ende das Sacks versuche ich es mit Einweichen. Am ersten Tag der volle Erfolg. Am zweiten dann schon wieder bei mind. einer Mahlzeit ein Drittel entsorgt. Aufs Sofa kommt sie jetzt auch schlechter, mehrfach ist sie abgestürzt, deswegen habe ich ihr etwas davorgestellt, um die Höhe zu kompensieren - findet sie doof und es verwirrt sie. Geht aber nicht anders, meist zeige ich ihr dann den Weg - geht übrigens nur mit Halsband, sonst haut sie ab.

Und so langsam stelle ich mir immer öfters die Frage "Ist das noch Lebensqualität", so wie sie ihren Tag verbringt. Am Leben teilnehmen tut sie ja schon lange nicht mehr, heißt, sie liegt lieber alleine in einem Zimmer, wo bitte niemand sein soll. Dazwischen gehen wir ca. 4x 10-30 min. raus. Danach frisst sie 3x am Tag - wobei sie wirklich Hunger hat, das zeigt sie schon deutlich an, während des Fressens und so bis ca. 20 min. danach zeigt sie so eine Art Drangwandern ohne Ziel. Rein, raus, rein, raus! Ab und an, will sie nochmal geknuddelt werden. Anschliessend geht es wieder alleine zurückgezogen auf einen Schlafplatz. Schmerzen kann ich nicht erkennen. Beim Spaziergang ist es unterschiedlich, mal schnuppert sie auch rum, mal läuft sie auch einfach nur, weil sie von mir angetrieben wird. Die beste Runde ist Mittags, manchmal auch die Nachmittagsrunde. Im Sommer ja dann gar keine Option mehr. 2-4x die Woche springt sie vor Freude im Garten rum, wenn ich Mittags nach Hause komme. Es kann aber auch sein, dass sie nicht mal aufsteht - dann wird der Spaziergang auch gruselig, weil sie nur torkelt und keinen Bock hat. Einen wirklich leidenden Eindruck macht sie aber irgendwie nicht. Ich kann aber nicht in sie reinschauen. Heute haben wir Tierarzttermin für die nächste Nierenkontrolle. Ich befürchte ja, dass die Werte wieder schlechter sind. 

Ich sags wie es ist. Es wird zunehmend belastender, auch emotional! Ich habe einfach Angst den richtigen Zeitpunkt zu verpassen, weil es so schwierig ist einzuschätzen, wie es ihr wirklich geht. Trotzdem, nach der Woche, befürchte ich, dass wir nicht durch den Sommer kommen. Wobei sie sich ja dann immer nochmal aufrafft, aber ich weiß halt auch nicht, wie ich das im Sommer mit den Gassigehen machen soll. Frühmorgens ist sie oft noch müde, Spätabends geht gar nix mehr - im Dunklen sowieso nicht. Ihre Geschäfte im Garten machen? Klappt nur morgens beim ersten Pipi. 

Und wenn man den ganzen Tag nichts anderes sieht, als ein Hund, der immer weiter abbaut, dann macht dich das emotional echt fertig. Auf der anderen Seite kann ich mich zu eigenen Unternehmungen kaum noch aufraffen, weil ich schon im Vorfeld weiß, wie schwierig die zeitliche Taktung ist und oft genug, macht mir Sophie dann doch einen Strich durch die Rechnung. Es ist wirklich einfacher, zu Hause zu bleiben und den Tag abzusitzen. 

Gestern - ein echt schlechter Tag - habe ich vor lauter Verzweiflung die Bude sauber gemacht und Glasflaschen weggebracht. Nur damit ich was zu tun hatte. Unfassbar!

Damit hier aber auch was Schönes steht bzw. zu sehen ist, zeige ich euch den neusten Stand meines Schlafzimmers.


Der Teppich ist da und passt prima und die Gardinen sind mittlerweile auch angekommen. Die sind wirklich toll. Ich bin froh, mich doch für die entschieden zu haben. Sie waren sogar günstiger als die ursprünglich geplanten. Zu groß ist mir das Zimmer immer noch, aber langsam gewöhne ich mich dran. Leider konnte ich eine Schranktür nicht montieren, weil ein Scharnier kaputt ist. Da muss ich erstmal Ersatz beim Schweden holen. Aber jetzt wo der Schrank steht und zwei Türen dran sind, der ist schon echt alt. Ewig schafft der es nicht mehr. Der Korpus schon, aber die Scharniere muss man echt vorsichtig behandeln und irgendwie hängen die Türen auch schief. Nachjustieren hat da leider nix gebracht. Vielleicht durchs Streichen? Und das lange aufrechte Stehen an der Wand? Egal! So lange ich in dieser Wohnung bleibe - und das ist hoffentlich noch lange - wird es gehen.

Gejoggt bin ich auch und meine Schulterübungen erledigt. Mehr Sport habe ich nicht gebacken bekommen. Ich will seit Tagen eine Runde Tabata machen und bekomme einfach nicht den Anfang. *soifz*

Das kommende Wochenende wird ja wettertechnisch eher so lala, aber das Töchterchen kommt und darauf freue ich mich. Morgen Abend für diesmal immerhin mind. 2 Nächte. 

Ansonsten habe ich keinen Plan. Morgen früh vielleicht mal bummeln fahren - ohne Kohle macht das aber natürlich nicht so viel Spaß.

Tja, und nun fiept Sophie schon wieder, weil ich nach Wochen einmal auf dem Sofa sitze und sie deswegen nicht auf ihren Platz kann. Den im neuen Schlafzimmer findet sie mittlerweile doof. Aber sorry, bei aller Liebe und Rücksichtsnahme, ich kann nicht ewig mein Wohnzimmer für sie aufgeben. Dann fiept sie halt bis zum Tierarzttermin rum. Ist ja nur noch eine Stunde. *nerv*

Ich muss jetzt den Einkaufszettel machen, heute wird es ja straff. Erst Tierarzt, dann Sophie nach Hause bringen und sofort los zum Einkaufen, weil Madame natürlich heute morgen nicht gekackt hat, habe ich da wirklich Zeitdruck. Also zack, zack!

Samstag, 11. Mai 2024

Erschöpft!

Gestern Abend ging echt kaum noch was, so k.o. bin ich gewesen von dem Tag. Vor allem das Rasen mähen hat mich echt gekillt. Der Rasen war schon viel zu hoch und vor allem klatschnass. Damit hatte dann der Benziner echt Probleme und ging mehrfach aus. Dann musste ich ihn umkippen, dieses blöde schwere Ding, um den festgepappten Rasenschnitt zu entfernen. Anschliessend ließ er sich nur schwer anziehen, was meine Schulter echt super fand - nicht! 

Letztendlich habe ich sogar noch nach dem Saugen geputzt, zumindest Schlafzimmer, Küche und Bad, weil der neue Teppich gekommen ist und ich ihn auf einen sauberen Boden legen wollte. Und wenn man schon Putzwasser hat, dann eben noch schnell die Räume hinterher geputzt, die es am Nötigsten hatten. 

Später versuchten wir noch zu zweit die Türen an den Schrank zu montieren, was bei einer gut klappte, bei der zweiten scheiterte es allerdings an einem kaputten Scharnier. Da muss ich erstmal beim großen Schweden Ersatz holen. 

3 Maschinen Wäsche habe ich gewaschen, die Gemüsepflanzen final in die großen Töpfe getopft - wehe, es gibt jetzt nochmal Frost und die Küche einmal aufgeräumt und einmal wieder komplett eingesaut. Da muss ich heute wieder ran. *grmpf*

4x war ich mit Sophie draußen und zack hatte ich schon wieder 20000 Schritte, habe keinen Sport gemacht, saß kaum mal entspannt auf der Liege und fiel um 21 Uhr tot ins Bett. Die Polarlichter habe ich also verpasst. *heul*

Immerhin sieht die Bude wieder etwas besser aus, im Garten ist das Wichtigste erledigt und zack fühle ich mich heute morgen schon wieder lost. 

Ich werde trotz körperlicher Erschöpfung versuchen eine Joggingrunde einzulegen. Ohne Berg, max. 4 km, ich brauche Endorphine, sonst wird da nix mehr mit mir.

Aber erstmal braucht Sophie anscheinend eine Gassirunde, weil in den Garten macht man ja nicht groß! Da muss sie warten bis mein Kaffee leer ist. Ich kann nicht immer springen, nur weil Madame nicht in den Garten machen will. 

Ach, heute kommen hoffentlich die Vorhänge! Der Teppich ist toll, nur leider noch etwas faltig. Damit wäre ich soweit durch. Der Feinschliff mit Deko kommt dann nach und nach, wenn ich wieder Geld habe und mich für die passenden Fotos entscheiden konnte. 

Aber euch lasse ich heute schon ein paar Fotos vom Botanischen Garten da!






 

Freitag, 10. Mai 2024

Gemütszustand unbefriedigend!

 


Nun ist die Renovierung so gut wie abgeschlossen, das Geld auf den Kopf gehauen und anstatt mich darüber zu freuen, wie schön alles ist - pünktlich mit dem schönen Wetter - fühle ich mich lost. Die Wohnung kommt mir nun  noch viel größer vor, das Schlafzimmer ist ein Saal und ich weiß nicht so richtig wohin mit mir. Körperlich passt sich an den seelischen Zustand an, das Renovieren war zwar sau anstrengend, aber die Schulter hat bis letzte Woche gut mit gemacht. Seitdem ich aber nun auch noch im Labor mithelfe, zickt sie so stark rum, wie schon lange nicht mehr. Klar, ich hatte neben Renovierung, Arbeit, Hund keine Muße mehr Sport zu machen und wahrscheinlich rächt sich das jetzt. Ich sags doch immer "kein Sport ist auch keine Lösung". Eigentlich müsste ich mich also wieder auf Kurs bringen, weiß aber nicht, wie ich das starten soll. Sport würde mir auch seelisch helfen, das weiß ich. 

Vorgestern habe ich den ersten Versuch gestartet und bin nach der 18 Uhr Hunderunde nochmal alleine losgezogen. Mit dem Ergebnis, dass ich es doof fand ohne Sophie gehen zu müssen, aber sie schafft das auf keinen Fall mehr. Ich habe sie und unsere Spaziergänge so vermisst, so wie sie früher waren und die Tatsache, dass das nie wieder so sein wird, hat das alles nicht besser gemacht. Auch die Spaziergänge mit dem Töchterchen sind mir in den Kopf gekommen, aber die fanden ja schon seit der Abizeit nicht mehr so statt. Trotzdem ist da diese Wehmut. Und zu allem Übel, wollte Sophie dann bei der letzten Runde mal wieder kein Pipi machen, so dass ich am Ende bei 27000 Schritte angekommen bin. Ein Pensum, das ich auch nicht öfters schaffe. Vor allem auch vom Zeitfaktor her. Zu Hause bleibt  nämlich eh schon alles liegen. Besuch darf ich nur den empfangen, der hart im Nehmen ist. 

Gestern war ich dann so k.o., dass ich ausser dem üblichen Programm gar nix zusätzlich gemacht habe. Trotzdem waren es wieder 18000 Schritte. Viele denken jetzt, ist doch super, so viele Schritte. Ja, wären sie auch, wenn sie Spaß machen würden. Aber die meiste Zeit davon bete ich, dass Sophie ihre Geschäfte erledigt oder schiebe sie an. Oder sie peilt plötzlich unsere größte Runde an, wenn ich es nicht erwarte, bevorzugt, wenn ich die unbequemen Gartenschuhe anhabe und lässt sich zum Umdrehen nicht bewegen. Natürlich gehe ich dann auf sie ein, wenn sie laufen will, aber der Rückweg ist immer sehr zäh, weil sie irgendwann merkt, dass sie doch keine Lust mehr hat. Abkürzen können wir aber an der Stelle nicht mehr. Ich habe wirklich schon alles versucht, das zu entspannen, zu entzerren, mehr nach ihren Bedürfnissen zu schauen. Das Problem ist, wenn ein Hund seine Bedürfnisse selbst nicht mehr  kennt und ich nicht in sie reinschauen kann, bleibt mir nur ein fester Tagesablauf mit Abschätzen, wann sie vielleicht dringend genug muss, dass es jetzt Sinn macht. Meine Beobachtung ist nämlich, dass sie anscheinend wirklich dringend muss, um zu wissen, was sie machen soll. Ansonsten weiß sie es schlichtweg nicht. Aber auch mit festen Tagesablauf heißt das noch lange nicht, dass sie die Geschäfte passend erledigt, dass ich meine Pläne durchführen kann. Nur ein Beispiel, wenn sie das letzte große Geschäft vor 12 h gemacht hat, ich gerne eine Radtour machen würde, sie aber bei der Gassirunde kurz vorher wieder nichts macht, kann ich die Radtour knicken. Es sei denn, ich will das Risiko eingehen, dass es in die Wohnung geht. Und genauso ist es zur Zeit mit dem kleinen Geschäft. Es ist das erste, was sie morgens gegen 6 Uhr macht, das nächste wird sie definitiv erst mind. 4 h später machen, meist ist die Pause noch länger. Bedeutet für mich, ich muss um 12 Uhr wieder zu Hause sein. Nachmittags ist es noch enger. 

Soziale Kontakte pflegen oder vielleicht sogar neue aufbauen, geht zur Zeit schlecht bis gar nicht. Irgendwo um eine feste Uhrzeit sein, um für 2-3 h was für mich zu machen - geht nicht. Ich kann im Prinzip alles nur um den Hund herum bauen und somit habe ich wenig Möglichkeiten an meinem Zustand etwas zu ändern.

Mal in die Strandbar fahren? Wandern? Längere Radtouren? Ausflüge, die eine längere Anfahrt als bis nach Marburg haben? An den See fahren? Ins Schwimmbad? Ich habe ehrlich gesagt, keine Ahnung, wie ich das machen soll. 

Ich bin ein Mensch, der auch gut alleine sein kann mit sich selbst. Aber nach dem letzten Jahr, mit dem frischen Empty Nest und der Tatsache, dass es auch sehr belastend ist, zuzusehen, wie der Seelenhund zerfällt, immer der Gedanke im Kopf, wann muss ich die Entscheidung für sie treffen, ist das gerade einfach alles zu viel.

Die finanzielle Situation, die angespannte Stimmung auf der Arbeit, der Weggang des Lieblingsarzt und die Tatsache, dass ich nicht weiß, ob ich mir dann mit Mitte 50 nochmal einen neuen Arbeitgeber suchen muss, wenn ich bei uns nicht aufstocken kann, machen es nicht besser. 

Und irgendwie habe ich das Gefühl, ich drehe mich seit Jahren im Kreis. Ich komme einfach nicht von der Stelle. Immer wenn ich denke, jetzt kann ich durchstarten, mich wieder in den Fokus rücken, renne ich gegen eine weitere fremdbestimmte Wand, die ich weder abreißen noch anders überwinden kann. Sondern ich muss dahinter warten, bis sie verschwindet - von alleine. 

Leider hilft auch der Gedanke nicht, dass das absehbar ist. Das waren alle Dinge in der Vergangenheit. Alles waren nur Phasen! Aber bisher waren die nächsten Phasen auch nicht besser. Nur anders! Neue Herausforderungen und genauso fremdbestimmt.

Nur mittlerweile habe ich das Gefühl, mir läuft die Lebenszeit davon! 

Heute ist auch wieder so ein Tag. Neben Einkaufen, Hund, muss auch noch der Rasen gemäht werden. Wenn ich denn heute an den Rasenmäher komme. Denn eigentlich wollte ich schon Mittwoch mähen, aber da kam ich nicht an den Rasenmäher. Und das Gras ist schon so hoch, das wird richtig anstrengend. Das ist die einzige Gartenarbeit, die ich überhaupt nicht leiden kann. 

Die vorgezogenen Pflanzen müssen endlich mal in die großen Töpfe, sonst wird das nix mehr mit denen. Aber dazu fehlt mir noch die Erde, sonst hätte ich das gestern machen können.

Die Bude muss sauber gemacht, die Hundedecken gewaschen werden und durch das Kokosöl sieht das Sofa trotz Decken ganz schlimm aus. Auch so was, was ich nicht mehr in den Griff bekomme. 

Somit wird das mit dem Sport heute auch wieder knapp. Aber zumindest die Schulterübungen muss ich unbedingt machen. Und deswegen höre ich nun auf zu jammern und setze mich mal in Bewegung. Sophie ist auch mega unruhig, was sicherlich daran liegt, dass das große Geschäft drückt. 


Donnerstag, 9. Mai 2024

8 Tage später...

...ist die Renovierung so gut wie abgeschlossen. Es war mega anstrengend, frustrierend, befriedigend, erfüllend, nervig, teuer und lehrreich. Von Allem halt ein bissi! Natürlich war es notwendig und es macht keinen Sinn, das größte Zimmer leer stehen zu lassen. Aber jetzt wo ich den Zimmerumzug vollzogen habe, kommt mir die Wohnung für mich alleine noch größer vor. Im neuen Schlafzimmer fühle ich mich zwar wohl, aber irgendwie auch verloren. Was will ich mit so viel Platz? Eigentlich hätte hier das Wohnzimmer reingemusst, aber der Blick aus dem Fenster ist im jetzigen Wohnzimmer viel besser und ich wüsste auch gar nicht so richtig, wie ich das hier stellen soll, weil es nur einen einzigen Fernsehanschluss gibt und der ist auf der falschen Seite, meiner Meinung nach. 

Ich zeige jetzt erstmal die Fotos von der restlichen Renovierung, danach berichte ich von anderen Dingen. Wer also wissen will, wie es dem Töchterchen, dem Hund geht und was auf der Arbeit los ist, muss durchhalten. ;-)







3 Wände sind auf den Fotos fertig geworden und der Schrankkorpus ist lackiert. Letzteres ist mit dem zweiten Anstrich dann auch wirklich schön geworden. Wie haltbar das Ganze dann ist - ich werde berichten. 

Mega ärgerlich war dann das hier:


Der Kleber vom Abklebeband für die Kanten blieb an der Wand hängen. Und ja, ich hatte teures Band und die Wände waren trocken und auf dem Bild sieht man auch nur noch die Reste. Ich hätte heulen können! Die Kante war sooo schön, aber ich stand dann ewig mit Föhn, Fingernagel und feuchtem Lappen dran, um den Mist wieder runter zu bekommen. 

Auch eine neue Erfahrung war, dass der zweite Anstrich viel mühsamer mit der Farbe war als üblich. Das war echt komisch! Ich habe doppelt so viel Farbe gebraucht beim 2. Mal als beim 1. Mal. Dabei habe ich alles wie immer gemacht. Ich kämpfte wirklich und trotz Nachschub an Farbe zitterte ich vor der letzten Wand, ob sie wenigstens für einen Anstrich ausreichen würde. Noch einen Eimer wollte ich einfach nicht mehr investieren und da die Farbe sehr gut deckte, riskierte ich es.



Es hätte nicht eine einzige Bahn mehr sein dürfen und es ging diesmal wirklich nicht um schön, sondern nur darum, dass es reicht. Es gibt 3 Stellen, wenn man es weiß, da sieht man ein paar Flecken vom Lavendel durchschimmern, aber weil der Schrank eh davor steht, war es mir wirklich wurscht. Und somit war ich einen Tag früher fertig als geplant!


Ich liebe diese Farbe und es ist auch genauso, wie ich es mir vorgestellt habe. Natürlich fehlen jetzt noch ein paar Sachen wie Vorhänge und neuer Teppich, sowie Deko, aber die ersten beiden genannten kommen wahrscheinlich morgen und der Rest irgendwann nach und nach. Ich muss erstmal wieder sparen. ;-)



Im anderen Zimmer wird es immer wohnlicher, die Klamotten sind nun komplett umgezogen, aber es ist noch einiges ein- bzw. wegzuräumen. Müll muss immer noch viel entsorgt werden und bei manchem weiß ich auch noch nicht, was ich damit machen soll. Kommt Zeit, kommt Rat! 


Der letzte Akt war dann der Rettungsversuch der Spiegeltüren. Da ist der Lackanstrich doch ziemlich schief gegangen, vor allem beim Abkleberand. Also klebte ich neu ab und versuchte Schadensbegrenzung. Sagen wir es so, es ist nicht schön geworden, aber besser als vorher und so bleibt es jetzt auch. Noch einen 4. Anstrich wollte ich einfach nicht mehr machen. Jetzt müssen die Türen noch trocknen, dann können sie eingehängt werden. Da ich dazu Hilfe brauche, dauert es noch ein paar Tage.

Damit ist das Thema Renovierung erstmal fertig! 

Irgendwann mache ich noch Wohnzimmer und Flur, wenn ich dafür noch Kohle habe und wieder bereit bin fürs Streichen. ;-)

Sophie hatte eine schlechte Woche! Sie pinkelt jetzt auf der letzten Runde nicht mehr und das ist echt doof, weil sie zwar die Nacht trotzdem durchhält, aber gesund kann das nicht sein. Momentan ist sie bei 3x Pipi pro Tag. Vorher waren es wenigstens noch 4x. Auch das Fressen ist wieder viel schlechter geworden, deswegen werde ich  - wenn der neue Futtersack Trockenfutter leer ist wohl ganz auf Nassfutter umstellen. Ich werfe einfach zu viel weg und das Nassfutter kann ich nachdosieren. Immerhin hat sie noch nichts abgenommen. Auffällig ist auch, wie viel sie schläft. Ich muss sie meist zu den Runden wecken. Sie macht aber immer noch keinen leidenden Eindruck, ausser wenn ich Druck wegen dem Pipi mache und zunehmend grummeliger deswegen werde. Ich versuche da neu zu justieren, aber es ist wirklich schwierig. Nächste Woche ist ein Tierarzttermin zur Blutkontrolle und ich befürchte ja, sie hat einen neuen Schub bezüglich der Niere. Ihr Verhalten passt dazu. Auch mit den Zecken haben wir jetzt riesengroße Probleme, ich finde sie beim Absuchen nicht und ich lasse mir echt viel Zeit dafür. Ich taste sie dann auch erst, wenn überhaupt, wenn sie schon groß sind. Oder ich finde sie vollgesaugt auf dem Fußboden. Da muss ich echt auch nochmal nachfragen, ob ich nicht doch irgendwas machen kann. 

Die größte Neuigkeit kommt vom Töchterchen. Als sie gedanklich schon Abschied vom Medizinstudium genommen hat, worüber ich ehrlich gesagt eigentlich froh war, kamen die HamNat Ergebnisse rein. Sie hat es unter die 10% besten Teilnehmern geschafft. Meine Tiefstablerin! :-) Erstmal ist das natürlich mega! Endlich gab es die Belohnung für diese ganze Lernerei! Aber es schafft nun auch Probleme, denn nun ist ja ein Medizinstudiumsplatz in erreichbare Nähe gerrückt. Allerdings ja nur in Hamburg. Sie muss sie also entscheiden! Und sie tut sich schwer! Sie ist so glücklich in Mainz mit allem, aber so lange hat sie für Medizin gebrannt. Allerdings will sie wahrscheinlich eh in Richtung Forschung gehen, ich bin der Meinung, dass dann das jetzige Studium mehr Sinn macht. Ich versuche mich aber rauszuhalten, ich versuche zu beraten ohne zu beeinflussen, was nicht leicht ist für mich, letztendlich muss sie die Entscheidung treffen und ich kann nur hoffen, dass sie die Richtige trifft. Ich persönlich kenne keinen einzigen Mediziner, der glücklich in seinem Job ist. Ob es nur an den Arbeitsbedingungen liegt oder an dem Schlag Mensch, der Medizin studiert, kann ich nicht sagen. Und ich glaube auch nicht, dass sich das die nächsten Jahre irgendwie ändern wird. Auf der anderen Seite brauchen wir ja nun auch Menschen, die noch bereit sind, den Job zu machen. Wir werden es sehen, wie es weitergeht.

Den TMS hat sie schon gecancelt. Der wäre ja am Samstag, aber sie wird sich diesen Frust nicht mehr antun und hat sich abgemeldet. Geld ist zwar weg, allerdings behält sie sich so die Möglichkeit auf eine weitere Teilnahme. Man weiß ja nie!

Das bedeutet aber, dass sie dieses WE nicht nach Hause kommt, was ich sehr schade finde, weil man nochmal in Ruhe über Hamburg und Mainz hätte sprechen können. Per Whatsapp ist das halt nicht so leicht. Aber gut, noch hat sie ja auch keinen Platz und muss eh normal übers Bewerbungsverfahren per Hochschulstart. 

Und da wir schon beim Thema Medizin sind, mein Lieblingsarzt wird uns verlassen. Es ist einfach nur furchtbar! Und da er nach Italien zurückgeht, kann ich nicht mal mit ihm gehen. Das hat uns echt geschockt, weil es unsere Situation nochmal verschlechtert. Ausserdem werden wir ihn als Mensch vermissen und zwar ganz fürchterlich. Eigentlich war das auch so nicht von ihm geplant, aber dann kam das Stellenangebot rein, dass er nicht ausschlagen konnte. Somit schaue ich noch weniger rosig in die berufliche Situation - auch natürlich bezüglich der Aufstockung meiner Stelle. Somit bleibt auch hier die Ungewissheit!

Zusätzlich darf ich meinem Chef wieder aus der Patsche helfen. Nach über 3 Jahren muss ich mal wieder im Labor aushelfen, weil eine Kollegin mit einer Knieverletzung ausgefallen ist und die Vertretungskollegin die aufgelaufene Arbeit erstens nicht alleine bewältigen kann und dann auch bald 3 Wochen Urlaub hat. Ich habe ihm meine Unterstützung zugesagt, aber es war die erste Woche das reinste Chaos. Ich bin echt total raus aus dem Thema und somit war es echt anstrengend, sie gedanklich und auch praktisch da wieder reinzuwurschteln. Dazu mussten wir Unmegen aufarbeiten - es war unfassbar. Aber ich habe gemerkt, die Arbeit in den Studien macht cooler. Wahrscheinlich weil da grundsätzlich irgendwas schiefläuft, man umdisponieren muss und es dann trotzdem irgendwie klappt. Deswegen bin ich im Gegensatz zur Kollegin cool geblieben und habe sie versucht runterzubekommen. Und wenn das gestern endlich alles geklappt hat, sind wir immerhin am Montag auf Null und können die Altlasten hinter uns lassen. Wie ich das in den 3 Wochen alleine schaffen soll, ist mir allerdings noch ein Rätsel. Ich kann halt wegen Sophie auch nicht länger machen, aber gut, erstmal abwarten. Noch wissen wir ja nicht, wie es mit dem Knie der ausgefallenen Kollegin weitergeht. Und ich kann nur hoffen, dass mein Chef nun endlich mal kapiert hat, wie oft ich ihn rette! Vielleicht kommt er mir in Zukunft endlich mal entgegen!

So, das war ein langer Post und obwohl ich noch einiges über meinen Gemütszustand schreiben könnte, mache ich hier erstmal Schluss. Das schreibe ich dann ein anderes Mal auf!

Und jetzt schaue ich mal, was ich mit dem heutigen freien Tag anfange. Ein zweiter Kaffee wäre ein Anfang!

Mittwoch, 1. Mai 2024

Erst hui, dann pfui, dann hui!

Ich hab schon Wochenende, das ist schon mal super! Es ist warm, das ist im Prinzip ja toll, aber weder mein noch Sophies Kreislauf finden dieses krasse Auf- und Ab gut. Vor allem für Sophie ist das Qual und gestern war sie kaum zu überreden eine größere Gassirunde zu machen. Nicht mal später am Abend. Heute morgen leider auch nicht, was aber sicherlich daran lag, dass sie eigentlich noch viel zu müde zum Gehen war, aber der gestern nicht gemachte Kack drückte dringend. 

Hui, empfand ich Sonntag noch mein Ergebnis vom Türen lackieren - dann machte ich die Deckenbeleuchtung aus und bin fast in Ohnmacht gefallen - so besch.... lackiert habe ich noch nix in meinem Leben. Dabei hatte ich doch extra mehr Licht gemacht, aber das Tageslicht brachte dann das Drama hervor. Nach dem Abziehen der Spiegelabklebung dann das nächste Drama. Und auch mit viel Wohlwollen und dem Versuch es zu ignorieren, kann ich mir das nicht Schönreden. Die zwei Türen mit dem Spiegel müssen nochmal! Die eine Tür wäre noch gegangen, aber das um den Spiegel herum geht halt auch gar nicht. Die Tür ohne Spiegel ist auch nicht perfekt, doch die darf so bleiben. Für den Korpus hat die Farbe nicht gereicht, die neue wird wahrscheinlich morgen geliefert. Es wird Zeit, dass der Schrank fertig wird, es nervt langsam, dass er im Zimmer im Weg rumsteht. Für die zwei Türen habe ich ja genug Zeit, man kann ihn ja auch ohne Türen schon einräumen.

Dafür lief die erste Wand im großen Zimmer viel besser als erwartet. Aber machen wir uns nix vor, schon bei Einzug war es das Zimmer, das die meisten Gebrauchsspuren am Boden und an der Wand hatte, nach 10 Jahren Kinder- und Jugendzimmer verschärft sich das Ganze noch. Die Fußleisten bzw. die Silikonspur hätte unbedingt gemacht werden müssen, aber ich befürchte, dass man das eh nicht mehr retten kann, weil sich - wie ich feststellen musste, der Boden an manchen Ecken senkt, was sicherlich an der mangelnden Schüttung unterm Laminat liegt. Da hilft auch kein Silikon mehr. Ich nehme an, zumindest die Fußleisten müssten komplett neu gesetzt werden, aber macht das noch Sinn? Mehr Sinn macht wohl eher, den Boden ganz neu zu machen, aber jetzt bitte nicht direkt nach meiner Renovierung. Das bleibt erst mal so. An den meisten Ecken stehen Möbel, da fällt das eh nicht auf und den Rest sieht man nach einer Weile auch nicht mehr. Durch das Abkleben und Saubermachen habe ich zur Zeit das viel zu genau im Blick. 

Dem Töchterchen geht es immer noch gut in Mainz, das Studium läuft gut, es macht Spaß und sie ist glücklich damit. Das Lernen für den TMS hat sie aufgegeben, sie hatte zwar ein paar sehr gute Simulationen, aber das Lernen hat sie so gefrustet, dass sie ihre Zeit lieber mit sinnvoller Lernerei fürs Studium verbringt. Ob sie überhaupt noch zu Medizin wechselt - im Moment sieht es nicht danach aus. Da sie gut abwägt und wirklich sinnvolle Gedankengänge dazu hat, bin ich mir sicher, sie wird die für sie richtige Entscheidung treffen. 

Für heute steht bei mir natürlich Streichen an. Die zweite Wand muss noch abklebt und das erste Mal gestrichen werden. Es ist die längste Wand bisher, aber eine ohne größere Schwierigkeiten. Die Tür endet genau in der Ecke, somit muss ich nur über der Tür mit der kleinen Rolle ran und um die Steckdosen bzw. dem Lichtschalter wird es etwas komplizierter. Ansonsten nur Fläche machen mit der großen Rolle. Juchuh! Ansonsten müsste ich mal den Rest der Bude sauber machen und mir endlich wieder was Vernünftiges zu Essen machen. Und natürlich werde ich das schöne Wetter im Garten genießen.

Gestern haben meine Vermieterin und ich auf die 10 Jahre angestoßen, die ich nun hier wohne. 10 Jahre war das uns ein super Zuhause - uns 3! Jetzt sind wir nur noch 2 und irgendwann bin ich alleine. Ich hoffe, ich darf noch ein paar Jahre bleiben, das wäre schön. Ich fühle mich wohl hier!

So, ich trinke meinen Kaffee aus, esse eine Kleinigkeit und stürze mich in die Arbeit bevor es zu warm wird. :-)