Schweden 2026
Tag 3 - 19.08.26 - Hjo und Jönköping und der schwedische Wetterbericht
Meine Güte, ist das erst Tag 3? Mir kommt es schon so vor, als wären wir schon über eine Woche unterwegs.
Die Nacht so eng nebeneinander war okay, ich habe nur ewig gebraucht, um einzuschlafen, weil mein Ischias Bein so gebrannt hat. Sogar das Töchterchen ist schneller eingeschlafen als ich. Aber dann habe ich zumindest bis 5 Uhr gut durchgeschlafen und mich fit gefühlt.
Nach dem Frühstück haben wir zusammengepackt, aufgeräumt und haben ausgecheckt. Danach ging es nach Hjo bei besten Wetter. Und laut Wetterbericht sollte es zumindest bis ca. 15 Uhr auch so bleiben.
In Hjo haben wir einfach einen kleinen Spaziergang gemacht. Es ist so wunderschön dort und wir haben über die Villen gestaunt, die da so stehen. Alle im Pipi-Langstrumpf-Hause-Style.
Danach haben wir uns noch ein nette Café gesucht und ein zweites Frühstück bzw. eine Kaffeepause gemacht. Für eine echte schwedische Fika war es, glaube ich, noch zu früh.

Nach der Stärkung ging die Fahrt los Richtung Jönköping. Wir hatten wenig Plan heute und entgegen des Wetterberichtes bewölkte sich dann auch der Himmel immer mehr. Das Töchterchen versuchte mich gut ins Zentrum von Jönköping zu lotsen, aber ich war von der Verkehrsführung hoffnungslos überfordert. Der Kreisverkehr killte mich, der war hier irgendwie komplett unlogisch. Irgendwann fanden wir endlich einen Parkplatz, aber dort gab es keine Möglichkeit die EasyPark App zu verwenden. Aus dem Informationsschild wurden wir nicht schlauf und das Töchterchen bestand darauf, dass der Parkplatz hier kostenlos ist. Mir kam das komisch vor und die Stimmung war eh schon leicht gereizt. Ungeduldig wartete das Töchterchen meine Gesuche nach Informationen zur Parkgebühr ab, mit den Hufen scharrend und Augen verdrehend, weil ich ihr nicht glaube. Irgendwann gab ich mit einem unguten Gefühl auf und wir liefen los. Dabei fing es dann auch noch an zu Regnen. Na toll!
Jönköping
Sie ist die Hauptstadt von Smaland und liegt am südlichen Ufer des Vätternsees. Sie ist u.a. als "Streichholzstadt" bekannt, weil hier die Zündholzindustrie angesiedelt war. Es gibt auch ein Museum, in dem man die Geschichte der Streichholzherstellung sehen kann.
Die Stadt bekam 1284 die Stadtrechte zugesprochen und hier wurde am 10.12.1809 der Friedensschluss nach dem Dänisch-schwedischen Krieg geschlossen.
Da wir irgendwie planlos und unvorbereitet waren und sich die Stadt nicht so einfach zu erkunden war, liefen wir lost durch die Gegend. Dazu kam, dass der Regen stärker wurde und die Stimmung bei uns schlechter.
Als es dann auch noch Pipialarm gab, beschlossen wir, uns ein Café zu suchen und unsere Stimmung mit einer zweiten Fika zu heben. :-)
Das klappte auch erst sehr gut, aber der Regen wurde stärker und dann merkten wir, dass sich keiner den Weg zum Parkplatz gemerkt hat. Öhm....naja....super, das wird ja lustig. Der erste angepeilte Parkplatz war es nicht, aber mir kam die Gegend bekannt vor und so fanden wir unser Auto dann doch noch. Was wir auch sofort dort entdeckten, war der Parkautomat. *kreisch* Ich schwöre, der war da vorher nicht! Die müssen den aufgestellt haben, nachdem wir geparkt hatten. Meine Stimmung schmierte ab und wurde so richtig übel, als ich feststellte, was Schwarzparken in Schweden kostete. Da können mal locker 120 Euro fällig werden. Das Töchterchen fand mein Gejammer albern und war zuversichtlich, dass wir nicht erwischt wurden. Ich werde berichten, ob nach unserem Urlaub noch ein Strafzettel eintrudelt.
Eigentlich wollten wir noch zum Streichholzmuseum, aber nach 3x falsch im Kreisel fahren, hatte ich definitiv keine Lust mehr. Es hatte sich eh eingeregnet - und so lernten wir, dass man dem Wetterbericht in Schweden nicht trauen kann.
Wir entschieden uns erstmal weiter zu fahren Richtung Vimmerby. Das Töchterchen schlug noch einen Zwischenstopp in Mariannelund vor.
Mariannelund ist bekannt, weil hier sehr viele Astrid Lindgren Filme gedreht wurden. Es gibt auch ein interaktives Museum dazu. Es ist nur ein kleiner Ort, der sehr hübsch sein soll.
Als wir dort ankamen, regnete es aber sehr stark und uns war nicht nach Sightseeing. Da wir aber einen kostenlosen Parkplatz (diesmal wirklich) fanden, wollten wir uns wegen eine Sehenswürdigkeit anschauen. Nämlich die Mariannelunds Karamellkokeri, eine der ältesten Zuckerbäckerein Schwedens, in der Süßigkeiten noch per Hand hergestellt werden wie in 1929. Über 40 Sorten Karamellbonbons, Lollis und andere Süßigkeiten. Sehr spannend und natürlich haben wir uns davon auch etwas gegönnt. :-)
Danach waren wir etwas unschlüssig, wie es weitergeht. Wir hatten noch Zeit und waren schon recht nahe bei unserer Unterkunft für die nächsten zwei Nächte. Der Regen schränkte unsere Möglichkeiten aber stark ein und so mussten wir eine Weile überlegen....
Fortsetzung folgt...