Sonntag, 28. April 2024

Nur kurz!

Nachdem ich nun wieder zwei Tage durchrenoviert habe UND der immer noch sehr nasse Rasen auch seinen verdienten Haarschnitt bekommen hat, bin ich doch sehr durch und ich spüre ein sich immer breiter machendes Motivationstief. 

Immerhin der Korpus ist grundiert und ich sags, wie es ist, in einem Zimmer voller Hundehaare - egal, ob gesaugt oder nicht - wird das Streichen eine ganz besondere Erfahrung. Naja, ich werde es am Ende nicht vermeiden können, dass sich das ein oder andere Hundefell in den Lack schmiegt. Ist dann halt so! Mit dem Gestank ging es dann besser als gedacht. Wahrscheinlich weil das Zimmer größer ist, das Fenster auch und ich Durchzug machen kann. Geschlafen habe ich dann aber doch lieber im anderen. 

Der Nachttisch ist fertig lackiert, da haben sich dann Krümel eingeschlichen und ich weiß bis zum Ende nicht, woher die kamen, weil die Türen dann ohne Krümel waren. Die Farbe, Rolle, Pinsel können es also nicht gewesen sein. Ansonsten lässt sich der Lack super streichen und riecht null komma null. Etwas tricky ist die Sache mit dem Wellenspiegel, ich habe auch beim zweiten Versuch noch nicht so die richtige Technik gefunden, wie ich den Unterschied zwischen Pinsel und Rolle unsichtbarer mache. Heute morgen muss es dann aber klappen, das wird ja die letzte Lackschicht auf den Türen. Das ist auch das Ziel, die 3 Türen fertig lackieren. Ob die Farbe dann noch für 2x Korpus reicht, weiß ich leider nicht. Eher nicht. Vielleicht reicht es noch für eine Schicht. Ohne Nachttisch hätte es sicherlich gereicht. Das hatte ich leider nicht mit eingerechnet. Okay, notfalls gibt es halt eine Zwangspause beim Lackieren, macht ja nix, hab ja genug zu tun.

Heute werde ich die erste Wand im anderen Zimmer vorbereiten mit Abkleben, 400x von Hundehaaren befreien, irgendwie Sophie dazu überreden auf der anderen Seite des Zimmers zu pennen und hoffen, dass sie mich nicht die ganze Zeit todesverachtend anfiept, weil ich sie in ihrer Ruhe störe. Das werden harte 8 Tage in diesem Zimmer. *lach* 

Ausserdem kann ich vermelden, dass es viele Pflanzen in meinem Garten hingerafft hat. Die Hortensien sehen besonders traurig aus, aber auch vom türkischen Mohn kann ich dieses Jahr nichts mehr erwarten. Bei den Heidelbeeren hängen noch ein paar Blüten, vielleicht gibt es noch Hoffnung - falls die Amseln mir dieses Jahr etwas übrig lässt. 

Mein vorgezogener Naschgarten sieht bis auf Paprika und Physalis gut aus. Besonders die Tomaten erfreuen sich an der Sonne, aber sie sind alle sehr viel kleiner als in den Vorjahren. Irgendwas war also anders und ich tippe auf den Sonnenmangel. Zu warm ist ja die eine Sache, hier war es trotzdem definitiv zu dunkel.

Dem Kind geht es immer noch prima, auch die zweite Woche untermauert die Idee, diesen Studiengang fertig zu machen. Schauen wir mal.

Nächstes WE will sie schon wieder Richtung Marburg, weiß aber noch nicht, ob sie hier pennt oder bei der Freundin. Die feiert nämlich ihren Geburtstag. Ich hoffe, ich muss dann nicht wieder eine Zwangspause beim Streichen machen. Ich will nämlich die Renovierung endlich mal hinter mich bringen. 

So, jetzt trinke ich meinen zweiten Kaffee, lüfte den Hund, frühstücke und lege los. 

Freitag, 26. April 2024

So viel passiert!

Aber nix Blödes, nur Erfreuliches!

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, denn durch die Renovierung fliegen die Tage nur so vor sich hin. 

Töchterchen kam ja am Samstag tatsächlich für eine Nacht nach Hause und das war wirklich toll. Ich hatte extra genug Essen für sie im Kühlschrank, was auch dringend nötig war. Am Ende war der Kühlschrank leer und meine Voräte nahezu leergefegt. *lach* Die Küche lebte im Chaos, der Rest der Wohnung sowieso wegen der Streicharbeiten. Sie hatte unglaublich viel zu erzählen und alles davon strotzte nur so vor Glück und Freude. Sie fühlt sich unglaublich wohl in Mainz, hat tolle Leute gefunden, sogar schon eine beste Freundin, die zufällig im gleichen Studiengang ist, genauso wie sie eine Partymaus und Single. Endlich kann sie das nachholen, was hier nur selten ging, weil ihre Freundinnen hier eben nicht so gerne feiern gehen, wenn sie überhaupt feiern gehen. Somit sind die Nächte kurz, die Tage lang. *lach* Über das Studium konnte sie natürlich noch wenig sagen, weil in der ersten Woche nicht so viel passiert ist. Sie hatte ein wenig Bammel vor dem Laborpraktikum, aber da das ja ewige Zeiten mein tägliches Brot war, sind wir die ersten Versuche mal durchgegangen und ich habe ihr ein paar Tipps gegeben. Dazu eine Schnelleinführung in Excel....sowas lernt man nämlich nicht in der Schule. Ich kann zwar auch nur die Grundsachen, aber fürs den ersten Praktikumstag hat das sicherlich gereicht. 

Am Sonntag Morgen traf sie sich noch mit 2 Freundinnen zum Frühstück und gegen 16.30 Uhr startete sie schwer bepackt (mit Wasserkocher, Sieb und vielen Klamotten, sowie alter Laptop) zurück nach Mainz. Das nächste Mal wird sie am 10. Mai kommen, zum TMS!

Das zusätzliche Lernen für den unliebsamen TMS nervt sie gewaltig, sie hat einfach keinen Bock mehr, er liegt ihr nicht und er gibt ihr permanent das Gefühl Dumm zu sein. Naja, in zwei Wochen ist es rum. Dann ist der TMS für immer Geschichte!

Schon letztes Wochenende hörte ich aus ihren Erzählungen, dass ihr jetziger Studiengang mega interessant ist und tatsächlich eine Alternative zum Medizinstudium sein könnte. 

Dies wurde dann schon Montag nach dem ersten Labortag - der mega lief - noch deutlicher. Und Mittwoch schrieb sie mir, dass sie tatsächlich nicht mehr weiß, ob sie Medizin wirklich noch weiterverfolgen soll. Klar, sie macht noch den TMS und schaut, wie die ganzen Tests dann ausgefallen sind, aber durch das jetzige Studium ist der Druck endlich raus. Die Entscheidung kann ihr niemand abnehmen, das wird nicht leicht, aber vielleicht hilft ja ein wenig das Schicksal nach, immerhin ist sie ja so auch in Mainz gelandet. Ein echter Glücksfall!

Es bleibt spannend, aber ich finde es schon mal gut, dass sie nicht mehr in ihrem Medizintunnel feststeckt, sondern den Blick nun auch in andere Richtungen schweifen lässt. Was sie dann letztendlich macht - ich bin mir sicher, sie geht ihren Weg!

Als sie wegfuhr, schnürte es mir mal wieder den Magen zu. An die Abschiede muss ich mich echt gewöhnen. Aber ich habe mich halt gleich in die Arbeit gestürzt. Das half sehr schnell, diesmal schneller als beim ersten Mal.

Mit Sophie lief es prima diese Woche. Ihr ging es durch die Kälte viel besser - im Gegensatz zu mir - und so machten die Spaziergänge wieder sehr viel Spaß. Nach zwei Tagen größere Runden, hörte dann auch endlich die Fieperei auf. Die nervt nämlich echt! Zur Zeit lässt es wieder etwas nach bei ihr und ich bin mir sicher, wenn die Temperaturen jetzt hochschnellen, geht gar nix mehr. Aber gut, das ist dann halt so.

Mich nervt die Kälte maximal, leider gab es auch viele Opfer im Garten, wie schon befürchtet. Es war einfach alles viel zu weit und das rächt sich dann eben. Vor allem die Hortensien haben gelitten und ich glaube, Heidelbeeren gibt es auch nicht. Die Blüten fallen gerade reihenweise ab.

Bei der Renovierung kann ich vermelden: Ein Zimmer ist fertig! Juchuh! 

An dem Wochenende habe ich noch die Türen mit den Spiegeln abgeklebt, das war eine Fuddelarbeit, aber wenn man erstmal die Technik raus hat, ging es dann doch. 


Und eine habe ich auch direkt grundiert, weil das Werkzeug auch nach über eine Woche in einer Plastiktüte noch nutzbar war. 

Ausserdem habe ich die Wand vorbereitet, damit ich gleich am Montag loslegen kann mit dem Streichen.

Montag startete ich mit der Farbe. Hochmotiviert und neugierig darauf, wie sie an der Wand wirkt. Und dann der Supergau:


Nach der Hälfte war die Farbe leer. *kreisch* Ich hatte knapp gerechnet, aber eigentlich hätte es zumindest für einen Anstrich für die Wand reichen müssen. Aber da die Farbe extrem zähflüssig war, hat man eben viel Verluste in der Dose, in der Farbwanne und auch am Werkzeug. Ich rief die Notfallnummer und mein Papa stürmte zum Baumarkt, um mir noch Farbe anmischen zu lassen, keine Stunde später, konnte ich weiter machen, aber es war schon klar, dass ich aufgrund dessen ganz sicher einen zweiten Anstrich brauchen würde. Ohne das, hätte bei der Farbe tatsächlich ein Anstrich gereicht. 


Was man hier noch deutlich sieht, sah man am nächsten Tag nur noch ganz wenig, aber ausreichend genug, um mich zu einem zweiten Anstrich zu überzeugen. Danach war ich echt fertig, die Farbe ist zwar mega und auch sehr gut deckend, aber es ist eine Qual sie zu streichen. 


Aber fertig ist fertig! :-) Mittwoch räumte ich auf, grundierte die restlichen Türen fertig, machte den ersten Korpus sauber und klebte ihn ab. 

Am Donnerstag sollte dann der Bettenumzug stattfinden, da wir beide 1,40 m Betten haben, die die Zimmer tauschen müssen, brauchte ich natürlich Hilfe. Mein Papa und ich bauten beide Betten auseinander und wieder auf. Ging besser als gedacht und juchuh, jetzt quietscht auch mein Bett nicht mehr. 

Wir räumten noch ein paar weitere Möbel um und den Rest machte ich alleine weiter.




Ich bin mega stolz auf  mich, weil das Zimmer so schön geworden ist. Aber ich bin körperlich auch ziemlich durch. Deswegen ist es gut, dass ich mich jetzt erstmal um den Schrank und das Nachttischschränkchen kümmern werde. Korpus muss noch grundiert werden, das mache ich morgen, wenn ich die Fenster weit aufreissen kann und den Rest werde ich über das WE lackieren. Mein Ziel ist es, nächste Woche die erste Wand im anderen Zimmer zu streichen. Neben der Lackiererei habe ich genügend Zeit, um die Wände vorzubereiten. Und der Rasen muss gemäht werden. *grmpf*

Mein Plan, dass am 10. Mai alles umgeräumt und gestrichen sein soll, könnte klappen. Da ich ja ab Mittwoch für ein langes WE frei habe. 

Und jetzt steht erstmal Großeinkauf an, es ist ja wirklich rein gar nichts mehr da. *lach*

Und Bad muss noch geputzt werden, den Rest hatte ich gestern schon gemacht. Wäsche ist natürlich auch wieder dran.

Also, ran an den Speck....ähm...die Hausarbeit!


Freitag, 19. April 2024

Eine sehr produktive Woche!

Habe ich erst letzten Samstag hier gepostet? Mir kommt es wie Wochen vor. Liegt wohl daran, dass ich so produktiv war und hier in der Wohnung das Chaos herrscht. Naja, Renovierung komplett alleine mit einem Seniorenhund, Teilzeitarbeit und Haushalt ist halt ein straffes Programm.

Letzten Samstag bin ich aber tatsächlich erstmal geradelt. Es gibt auch ein paar Fotos davon, allerdings habe ich heute keine Zeit, die noch hochzuladen und zu bearbeiten, die schlummern nämlich noch auf dem Handy. Die Radtour war ungefähr 22 km, ohne Streckenplan, was mich manchmal doch ziemlich lost werden ließ, aber letztendlich habe ich irgenwann einen Radweg gefunden, der gleich mal straff berghoch ging und oben ist mir beim Hochschalten die Kette abgesprungen. Meine Güte, ist die zickig. Mein Hintern schmerzte diesmal erst nach 15 km und Schulter und Nacken waren auch viel besser diesmal. Hat also richtig Spaß gemacht. Allerdings musste ich ja auch da wieder auf die Uhr schauen, wegen Hund!

Danach habe ich gegrillt, gechillt und spontan noch die Kommode mit der Grundierung bearbeitet. Aber es war mächtig windig, was mich echt genervt hat und auch nicht zuträglich fürs Streichen war. Leider riecht die Grundierung wirklich recht streng, das stellt mich vor ein Problem mit dem Schrank. Sophie pennt ja tagsüber im ehemaligen Kinderzimmer und ich muss da den Schrank streichen. Die Türen kann ich auch woanders machen - wenn ich mal wieder Platz im alten Schlafzimmer habe. Aber gut, es wird eh noch spannend, wie ich dem verwirrten Hund klar machen soll, dass die Wand gestrichen werden muss, an der ihr Schlafplatz ist. *soifz*

Mit Sophie lief es durchwachsen. Haben wir unseren ganz eigenen Rhytmus geht es mit ihr, aber sobald ich Besuch bekomme oder irgendwas anders am Tagesablauf ist, wird es schwierig. Aber im Großen und Ganzen ging es ihr die Woche gut. Als es kühler wurde, ist sie so durch den Garten getobt, dass ich schon gedanklich die Notrufnummer in der Hand hatte. Aber ausser schwer japsen, hat sie es gut weggesteckt. Ab und an humpelt sie nun mit der Vorderpfote....vielleicht doch zu wild das Ganze.

Das Töchterchen hat sich gemeldet und es geht ihr supi, sie hat total viele tolle Leute kennengelernt. O-Ton:"Das ist so krass, ich will hier nie wieder weg." Öhm, naja, bissi doof, wenn sie nochmal zum Medizinstudium wechseln sollte. Die Ersti-Woche war wild und besonders die Medizinerparty extrem. *lach* Sie hat mir überraschend angekündigt dieses WE für eine Nacht zu kommen. Das kam echt plötzlich für mich, ich hatte damit gar nicht gerechnet. Ich freue mich natürlich sehr, aber damit wird das Chaos hier natürlich 2 Tage länger dauern. Mittlerweile hat das Studium auch richtig begonnen. In Zellbiologie ist sie eingepennt, so öde war es - okay, sie hatte halt Bio-Leistungskurs, aber Chemie findet sie mega-spannend. Überhaupt findet sie es total interessant, wohin der Studiengang gehen wird. Das finde ich toll für sie und freut mich ungemein, war es ja eine spontane Notlösung.

Samstag kam meine verschollene Freundin zu Besuch und wir hatten einen tollen Nachmittag. Mal schauen, wie es nun mit uns weiterläuft. Ob sie nun wieder in die Versenkung abtaucht oder wir es ab und an mal schaffen, etwas zu unternehmen. 

Am Sonntag startete ich einen weiteren Streichversuch mit einer Tür, aber es war noch windiger und es wurde noch streifiger dadurch. Ich gabs endgültig auf. 

Montag kam mein Papa zum Schrank rücken und dann präparierte ich das alte Schlafzimmer zum Streichen. Erstmal nur zwei Wände und Dienstag ging es los. Seitdem laufen die Tage alle gleich. Hund, arbeiten, Hund, essen, streichen und Co., Hund, aufräumen, neu abkleben, essen, Hund, Schlafen. Jetzt habe ich die dritte Nacht im Bett vom Töchterchen auf der elends weichen Matratze geschlafen, weil ich doch nicht im Farbgestank pennen wollte. Mittlerweile fehlt mir in dem Zimmer noch der Türbereich und die farbige Wand. Bisher ist ja erstmal alles weiß geworden. Zwei grüne Wände musste ich zweimal streichen, die weißen Ecken reichte tatsächlich einmal. Aber ich habe zwei Probleme, einmal, dass ich die Decke nicht streichen will, was an 3 Seiten überhaupt kein Problem darstellt, weil sie wirklich noch ordentlich aussieht, aber an der Fenster/Heizungsseite sieht man es halt doch. Ausgerechnet dort guckten nach dem Abziehen des Abklebebands auch im Übergang noch grüne Streifen raus. Ich habs versucht so auszubessern, aber das sieht kacke aus, da muss ich heute noch mal ran. Auch an den Fußleisten habe ich das Problem mit dem Grün. Nicht überall, aber hier und da. Dort stört es aber weniger, weil es weniger auffällt. 

Hier schon mal ein paar Fotos!

Erstmal ein Vorher-Foto, die Möbel standen schon anders zum Schluss und es fehlen auf dem Foto noch die Bilder an der Wand. Aber es geht ja hauptsächlich um die Farbe. Ich habs geliebt, mein grünes Zimmer, aber es ist Zeit für anderes und es ist ja auch nicht mehr mein Zimmer.

Vorbereitung für die ersten beiden Wände!



Erster Anstrich hat leider auf Grün nicht gereicht!


Nach dem Zweiten hat es dann gepasst, aber es ist und bleibt halt ein Wohnung, die ewig nicht grundrenoviert wurde. Ob das die Wände sind, die ollen Tapeten, die Fußleisten oder der Boden oder die Farbe an den Holzfenstern, die mir leider beim Abziehen der Klebestreichen teilweise abgegangen ist und nun braun durchschimmert. Wobei das auch schon im Bad ohne Klebestreifen passiert. Irgendwann muss die Bude halt mal richtig neu gemacht werden. Aber meine Erfahrung ist, wenn die Möbel wieder stehen und die Deko den Feinschliff gibt, dann sieht man das nicht mehr. Ausserdem ist es warm, kuschelig und vor allem bezahlbar. Niemals nicht, könnte ich mir bei den jetzigen Mietpreisen so eine große Wohnung leisten. Da schaut man gerne über die Macken hinweg! :-) Die letzte grüne Wand, die man noch sieht, wird dann beige.


Die Wand am Spiegel ist auch fertig, da können heute die Steckdosen wieder dran und ich habe schon im Türbereich soweit abgeklebt, wie es möglich war. Das wird heute gestrichen, dann fehlt nur noch die farbige Wand. Die werde ich Sonntag vorbereiten mit Kanten abkleben und verdichten. Das darf bis Montag trocknen und Nachmittags kommt der spannende Augenblick mit der neuen Farbe. Man weiß ja  nie, wie es dann an der Wand aussieht. Wenn also alles gut läuft und nix dazwischen kommt, sollte das Zimmer Dienstag Abend fertig gestrichen sein. Ich gehe mal davon aus, dass ich zwei Anstriche benötige. Ich hoffe, die Farbe reicht.

Vielleicht schaffe ich heute noch eine Tür zu grundieren, mal schauen. 

Aber vorher muss ich halt noch einkaufen gehen, den Hund zweimal lüften, Essen kochen und Bad sauber machen. Gesaugt hatte ich gestern schon.

Deswegen leg ich jetzt mal los! 

Samstag, 13. April 2024

Ein guter Tag

Gestern war wirklich ein guter Tag, ich habe alles erledigt, was ich wollte und später hat sich das Töchterchen noch gemeldet. Mit Sophie läuft es auch viel besser zur Zeit, wir haben fürs Erste anscheinend einen guten Tagesablauf für sie gefunden. 

Ich reiche noch ein Foto nach von dem wundervollen Baum im Garten!


Ist nur ein schnelles Handyfoto ohne Anspruch. Die große Kamera bleibt zur Zeit meist im Schrank. Ich kann mich einfach nicht dazu aufraffen. Es wird wohl ein Jahr fast ohne Fotos mit Anspruch. Ich denke zwar immer, jetzt müsste ich mal und könnte auch, aber dann ist es mir zu mühsam die Kamera auszupacken und nachbearbeiten müsste ich die Fotos ja auch noch. Irgendwann kommt bestimmt wieder die Zeit dafür. Hoffe ich!

Mein Einkauf im Baumarkt war teuer - keine große Überraschung. Ich hatte aber eine supertolle Beratung - weiblich - die mir unfassbar gut geholfen hat, denn einige Fragen hatte ich dann doch. Ob mir die Farbe reicht, weiß ich noch nicht. Die weiße wird mir auf alle Fälle reichen, bei den anderen beiden, habe ich knapp gerechnet, aber die nächsten Größen waren einfach viel zu viel, damit hätte ich dann das ganze Zimmer streichen können. Es ist nun fürs zukünftige Tochterzimmer Brazilian Sand Beige geworden - die wurde angemischt und war sch.... teuer. In meinem zukünftigen Schlafzimmer wird es Eisblau. Hört sich kälter an als es ist. Ich bin mir noch nicht so sicher, auf dem Eimer wirkt es sehr ins graue, auf dem gestrichenen Muster ist es freundlicher. Wir werden sehen, wie es dann an der Wand ist. 

Auf dem Foto sieht man Markennamen und somit also wieder der Werbehinweis....es ist unbezahlte Werbung, weil ich einfach mit der Farbe in der Küche super Erfahrung gemacht habe. Also ihr wisst schon!


Es liegt noch viel mehr im Wagen, was man nicht sehen kann. Fertigspachtel für die großen Löcher, zwei Minituben für die Nägellöcher, Tapetenkleber in der Tube für die kaputten Stellen vor allem im jetzigen Schlafzimmer. Pinsel und Lackierrolle sind auch dabei. 

Im Schlafzimmer hat sich an einer strategisch ungünstigen Stelle ein Stück Fussleiste samt Tapete abgelöst. Da stösst man leider immer mit dem Staubsauger dran, weil so eng, und das muss ich reparieren. Die Tapete klebt schon wieder, das hat damit echt super geklappt, allerdings habe ich den Montagekleber vergessen, um das Leistenstück anzukleben. Das besorgt mir noch mein Papa. 

Die Nagellöcher sind schon zu, das ging auch sehr gut mit dem Zeug und einem Zahnstocher. Fehlen nur noch die drei Dübellöcher, denn die Bilderleiste kommt später auf die andere Seite übers Bett. 

Mittlerweile herrscht immer mehr Chaos in den Zimmern und dann kündigt das Töchterchen ihren ersten Heimatbesuch schon fürs nächste Wochenende an. *kreisch* Damit habe ich ja überhaupt nicht gerechnet. Danach hat sie wohl kaum noch Zeit wegen Vorlesungen und Co., deswegen wollte sie wenigstens nochmal für eine Nacht kommen. Nun hab ich ein wenig Zeitdruck - naja, notfalls muss einer auf der Matratze schlafen. Ein Bett steht auf alle Fälle noch. 

Mein Plan für heute ist eine kleine Fahrradtour irgendwo hin. Ich fahre einfach los in eine Richtung und schaue, wo ich lande. Mehr wie 2 h schaffe ich sicherlich eh nicht, deswegen sollte das mit Sophie auch kein Problem werden. Danach grille ich und gegen 16 Uhr kommt meine Freundin, die sich ewig rar gemacht hat. Mittlerweile weiß ich warum, wobei ich mir noch unsicher bin, wie ich darauf reagieren soll, aber schauen wir einfach mal, wie es läuft und wie es danach weitergeht. 

Morgen fange ich richtig mit der Renovierung an und hoffe, dass ich Montag, spätestens Dienstag loslegen kann mit dem Streichen. Schauen wir mal!

Nun aber los mit dem Vor-Sport-Frühstück, sonst wird das zeitlich nix mehr. 

:-)

Freitag, 12. April 2024

Nicht so dolle!

Erstmal vorweg, dem Töchterchen geht es "supi". Sie hat ganz viele tolle Leute kennengelernt und möchte O-Ton "Nie wieder dort weg". Das freut mich natürlich sehr, ist nur blöd, weil sie ja sicherlich noch mal wechselt. 

Ihre Mitbewohnerin ist wohl voll nett, anscheinend ist das dritte Zimmer immer noch leer. Genau konnte ich es nicht herausfinden. Wir haben nur kurz über Whatsapp kommuniziert. 

Sophie geht es auch ganz gut. Gestern hatte sie einen richtig guten Tag, ich hatte nur kurz Sorge, weil sie Abends schon 24 h kein großes Geschäft gemacht hatte und normalerweise macht sie wenigstens einmal am Tag. Also wurde die letzte Runde etwas größer und auf den letzten Metern kam dann für mich die Erlösung. Meine Güte, wie kann man sich so sehr über Hundeschiss freuen. Total bekloppt.

Bekloppt ist das Stichwort für meinen Gemütszustand. Mir ging es die Woche nicht gut. Irgendwie verlagerte sich die Wehmut in nicht gesunde Kanäle - in absurde Ängste und Hysterie. Ich will da gar nicht genauer drauf eingehen! Ich kann es mir nur so erklären, dass ich als Phobiker eh schon anfällig bin, dazu kommt, dass in den Wechseljahren sowas verstärkt wird bzw. bei vielen Frauen sogar neu auftritt. Und rückblickend war ich jahrelang in Alarmbereitschaft - ja, natürlich habe ich auch den Hang mich gerne mal reinzusteigernd, aber oft genug, gab es halt auch reelle Gründe. Naja, jetzt scheint meine Psyche bzw. das vegetative Nervensystem nicht einfach einen Gang runterzuschalten, sondern den dauerhaft hohen Level der letzten Jahre erstmal auf andere Bereiche ausdehnt. Ihr glaubt gar nicht, wovor man plötzlich Angst haben kann. 

Nur ein Beispiel, da ich Sophie ja keinen Spot On gegen Zecken bzw. Flöhe geben kann, renne ich nun hysterisch den ganzen Tag rum, um nach den kleinen Krabbeltieren zu suchen. Ersteres hat halt Saison und wir wohnen in einer sehr zeckenreichen Gegend. Flöhe hat der Nachbarhund sich an einem Tierkadaver geholt und da ich letzten auch ein sehr verdächtiges Vieh in der Hand hatte, bin ich nun doch etwas besorgt. Aber der Tierarzt sagt, erst bei akutem Flohbefall oder wenn es zu viele Zecken werden, die Sophies Nieren ja nun auch schaden können, darf ich handeln. Und jeder Haustierbesitzer kennt die Horrorstorys aus dem Internet, dass ganze Wohnungen ausgeräuchert werden müssen, wenn es mit den Flöhen blöd läuft. Man sollte einfach das Googlen sein lassen. Mit einem Spot On über mind. 3 Monate, hatten wir bei unseren bisherigen 3x Flohsichtung auf dem Hund, nie Probleme. Ich muss also weiterbeobachten und abwarten. Aber meine Psyche freut sich über diese neue Aufgabe. *grmpf*

Bisher hält sich die Zeckenflut noch in Grenzen! Ich schaue mal, wie es sich entwickelt. Anfang Mai müssen wir ja spätestens eh wieder zur Blutabnahme. 

Ich hoffe, ich bekomme meine Psyche schnell unter Kontrolle, so vergeude ich echt viel Lebenszeit mit Ängsten und Sorgen vor Dingen, die vielleicht nie eintreten. Rational gesehen ist das alles klar und logisch. Aber....naja!

Gruselig finde ich auch, dass unser Kirschbaum schon blüht, der ist fast 3 Wochen früher dran als normal. Und gestern habe ich an der Endless Summer Hortensie schon Blüten entdeckt. DAS ist mehr als gruselig! Die wird mir sicherlich noch kaputt frieren, weil sicherlich nochmal Nachtfrost kommt. 

Bei der Renovierung bin ich noch nicht so voran gekommen. Immerhin ist die Schrankfarbe da und fürs alte Schlafzimmer ist nun die Farbwahl gefallen, das Töchterchen hat entschieden. Fürs neue Schlafzimmer ist evtl. auch schon eine Farbe ausgesucht, aber da bin ich mir noch nicht so 100% sicher. Ich schau mir das nochmal vor Ort an, wie sie im Eimer wirken. Deswegen fahre ich heute zum Baumarkt und hoffe, dass ich alles bekomme, was ich brauche. Denn eigentlich muss ich nur noch das Bett im alten Schlafzimmer abbauen und im neuen den Schrank rüberrücken, dann kann ich mit dem Streichen beginnen. Vorher muss natürlich richtig saubergemacht und abgeklebt werden. Den Rolladengurt in einem Zimmer habe ich schon bearbeitet. Der war hartnäckiger als die anderen bisher. 

Deswegen werde ich mich jetzt auch mal an den Einkaufszettel machen, ich will ja vor dem Lebensmittelkauf noch zum Baumarkt, damit ich morgen vielleicht mal Sporteln kann, das ist nämlich die letzten zwei Wochen quasi ausgefallen. Alles geht halt nicht. Ich muss tatsächlich zwischen den Hunderunden gut planen. 

Achja, mein Auto bekommt heute auch noch die Sommerreifen, dafür muss ich halt auch Zeit einplanen. Der Tag wird also sehr voll! Um so weniger Zeit habe ich für Ängste und Sorgen. Hoffe ich. *lach*

Also, auf gehts! 


Sonntag, 7. April 2024

Urlaub fast vorbei!

Nun ist morgen mein erster Urlaub in diesem Jahr rum. Es waren ja nur ein paar Tage, aber rückblickend kam es mir vor wie Wochen! Es ist einfach so viel passiert und ich hatte eigentlich keinen Tag mal Zeit zum Durchschnaufen. Dafür war ja eigentlich der gestrige Tag geplant, aber es kam irgendwie doch wieder anders. 

Ich habe viel im Garten gewerkelt, angegrillt, Wäsche gewaschen und den Hund versorgt. Und als meine Freundin spät Nachmittags mit ihrer Hündin zu Besuch kam, verlief auch alles noch so wie geplant. Aber dann rief meine Ü80 Nachbarin zu Hilfe. Sie fühlte sich aufgrund eines Infektes sehr schlecht und bisher war sie da sehr hart im Nehmen, aber diesmal machte ihr der Zustand wohl Angst. Der Versuch mal einen Arzt vor Ort zu bekommen, war vergebens! Mehr wie ein Anruf, um die Lage einzuschätzen machen die auch bei alten, alleinlebenden Menschen nicht! Erschreckend! Naja, während meine Freundin auf beide Hunde ein Auge hatte, bin ich ab und zu mal rüber zu ihr und letztendlich ging es ihr später etwas besser. Zum Bereitschaftsdienst wollte sie nicht, ich hätte sie auch nicht fahren können, weil ich mit der Freundin schon zwei Gläser Alkohol getrunken hatte. Mal schauen, ob es ihr heute etwas besser geht. Aber heute ist auch meine Vermieterin wieder da, die sicherlich mal rüber geht. 

Blöderweise wurde Sophie total durcheinander, weil ihre Hundekumpeline Ella da war und wir länger im Garten saßen und machte ausgerechnet um 19.20 Uhr noch ein Pipi im Garten. *grmpf* Da sie danach weiterhin total unruhig war, bin ich gegen 20 Uhr mit ihr gegangen, weil sie ja erst ein großes Geschäft gemacht hatte, aber nix! Also tigerte ich um 21.30 Uhr nochmal mit ihr los, lief alle üblichen Wege ab, aber nix, rein gar nix. Ich befürchtete eine kurze Nacht, aber stattdessen lag sie noch schlummernd auf dem Sofa als ich aufwachte. Allerdings mit Matscheauge! Und natürlich habe ich dafür nix mehr im Haus, weil sie schlichtweg über ein Jahr keine Probleme mehr damit hatte. Also muss ich morgen doch mit ihr zum Tierarzt. So kann ich es nicht lassen und da es so plötzlich ohne Vorwarnung kam, muss er reinschauen, ob da nicht irgendwas drin ist. Sonst fing das ja immer langsam an zu suppen und wurde dann rot. Morgen also Tierarzt und Rasen mähen!

So schön das Wetter ja ist, mein Kreislauf mag den schnellen Umschwung überhaupt nicht. Aber damit habe ich ja gerechnet. Ich war halt schon immer wetterfühlig. Und da meine Hoffnung vorgestern zerschlagen wurde, dass ich endlich mal meine Periode los werde mit 54, trug das natürlich nicht zum Wohlbefinden bei. Trotz keinem Sport bin ich über 20000 Schritte gelatscht,  keine Ahnung, wann!

Jetzt werde ich aber gleich mit Sophie gehen, denn sie hat zwar ein Pipi heute morgen gemacht, aber da fehlt halt noch was, was sie mal dringend erledigen müsste. 

Vom Töchterchen habe ich nix gehört, aber gestern ging es mir schon etwas besser mit dem Vermissen. 

Enttäuscht bin ich etwas von einer Freundin, die schon länger untergetauchte. Ich hatte ihr mal geschrieben, mal wieder ich zuerst, sie hat es auch gelesen, aber nicht mal kurz darauf geantwortet. Schade! Sie hatte sich ja nicht mal zu meinem Geburtstag gemeldet. Okay, kann mal passieren, aber jetzt so gar keine zeitnahe Reaktion zu bekommen....aber gut, erzwingen kann man es nicht. 

Hm, jetzt schläft Sophie schon wieder tief und fest, ich glaube, ich warte noch einen zweiten Kaffee bis ich sie erwecke. 

Noch bevor ich hier abschicken konnte, war sie dann erwacht, aber sehr unwillig zu gehen. Ich versteh es halt nicht. Sie muss ganz sicher, in den Garten macht sie nicht, also muss ich sie zwingen. *soifz*

Naja, jetzt kann sie weiterpennen!



Samstag, 6. April 2024

Sonne

Sonne, ich sehe Sonne, das ist so wunderbar! Nicht so wunderbar wird dieser rapide Temperaturanstieg für Sophie, die hatte gestern schon Probleme und leider darf der nierenkranke Hund auch kein Zeckenmittel mehr bekommen - DAS wird spaßig. Und nein, ich kann keine hohen Gräser meiden, weil es hier überall hohe Gräser gibt und Pipi macht sie noch im Gras und die letzte Pipi-Runde streift sie 20 min. über alle Grünstreifen in der Nähe bis sie endlich weiß, was und wo sie mal was machen will. Ich versuche es jetzt mit etwas Kokosöl im Fell, absuchen ist ja bei ihr auch schwierig und hoffe, dass dieses Jahr die Zecken gnädiger sind mit uns als die letzten beiden. 

Für heute habe ich geplant: im Garten zu werkeln, noch was vom Tierarzt holen - ursprünglich geplant mit dem Fahrrad, jetzt nehme ich aber einen Altkleidersack zur Entsorgung mit, das wird mit dem Radl schwierig - ich werde angrillen und vielleicht kommt eine Freundin zu Besuch. 

Wäsche wasche ich im Rekord zur Zeit, weil man beim Ausmisten vieles findet, das den Weg zur Waschmaschine lange nicht gefunden hat. Z.B. Decken, Zierkissen und einen Schlafsack. Auch habe ich angefangen die Winterjacken zu waschen, erstmal die vom Töchterchen, dann kommen meine dran. 

Mit dem Zimmer bin ich gut voran gekommen, 3 von 4 Wänden sind vom groben Schmutz befreit, die Möbel abgewaschen und das Bett habe ich probeweise anders gestellt - passt und sieht viel besser aus als vorher. Jetzt muss halt nur noch der Schrank auf die andere Seite und dann kann ich mich der eigentlichen Renovierung widmen. Ich werde zuerst mein Schlafzimmer machen, das geht schneller und so kann man da wieder drin pennen bis das große Zimmer fertig ist. Ziel ist mit dem Streichen fertig zu sein bis zu den Semesterferien bzw. der vorlesungsfreien Zeit. Gestern habe ich schon die Vorhänge abgehängt, meinen Schrank ausgemistet. Leider bin ich noch nicht weiter gekommen mit der Überlegung, wie ich die Möbel vom Töchterchen dort stelle. Ich würde ihr gerne auch einen Arbeitsplatz einrichten, dazu könnte ich den klappbaren Minischreibtisch aus dem Wohnzimmer verwenden, aber es wird knapp mit dem Platz, wenn der Schminktisch da mit rein muss und alle Regale. Da muss ich echt noch puzzeln. Das Bett an eine Wand geht leider da gar nicht, um Platz zu sparen, wegen Fenster Heizung, Spiegel und Aufteilung des Raumes. Naja, mal schauen, als ich das Bett im anderen Zimmer gedreht habe, war ich auch überrascht, dass ich doch viel mehr Platz zum Schreibtisch habe als vermutet. 

Farblich habe ich mich im zukünftigen Tochterzimmer schon fast entschieden, ich lass da nochmal einen Blick von Aussenstehenden draufwerfen. Es wird nur eine Wand farbig, der Rest bleibt weiß. Und es wird ein Beigeton, was mit dem Töchterchen abgesprochen war. 

In meinem zukünftigen Schlafzimmer ist durch das Bettrücken auch die Wandgestaltung klar. Ich streiche zwei Wände farbig in einem Blauton. Welcher es wird, muss ich noch sehen, ich habe zwei Favouriten. Der Rest wird auch hier weiß. Schrank und Nachtischschränkchen werden weiß, da bestelle ich die Woche noch die Farbe. Die restlichen Möbel sind eh weiß.

Für mich ist das alles eine gute Ablenkung vom Empty Nest Dings. Auch gestern hatte ich schwer zu knabbern, ausgerechnet beim Einkaufen als ich mich dabei ertappte, dass ich ja nicht mehr für das Töchterchen mitdenken muss. Der Plan war ja, dass sie sich selbst ernährt, aber durch die viele Lernerei hat sie kaum was eingekauft und so habe ich das die letzten Monate wieder mehr und mehr übernommen. Das fällt ja nun wirklich weg und sogar das machte mich traurig. Oh man! Vielleicht hilft es auch, wenn ich Montag wieder arbeiten gehe. Wir werden es sehen!

Gehört habe ich von ihr seit Donnerstag nix mehr. Ich weiß aber, dass sie viel vor hatte, einschliesslich feiern gehen mit ihren Freundinnen, eine davon ist dann auch einen Tag bei ihr. Deswegen halte ich mich erstmal zurück und gebe ihr Raum. Morgen Abend werde ich ihr dann mal schreiben, denn nächste Woche starten ja die Erstsemester Angebote. 

So, jetzt noch einen Kaffee, dann schnapp ich mir Sophie für eine hoffentlich größere Runde bevor es zu warm wird. :-) Und dann wird losgewirbelt! 

Freitag, 5. April 2024

Allein, allein!

Der Umzug ist nun bis auf die Hochsommerklamotten vollzogen. Ich stand vorgestern dann noch richtig unter Strom, weil zwar der Reifendruck okay war, aber ich beim Messen einen Patzer im Reifen entdeckt habe und nicht wusste, ob ich den entsorgen kann oder das harmlos ist. Ich musste dann noch bis 18 Uhr auf die Entwarnung vom Schraubernachbarn warten, der sich das angesehen hat. Harmlos meinte er! Erst dann konnte ich das Auto packen, aber zum Glück ging alles rein, nur eine Vollbremsung sollte ich nicht unbedingt machen. ;-)

Das Nächste war noch am gleichen Abend, dass Sophie beim Versuch, sie in der Dämmerung nochmal in den Garten zu lassen, einfach die Einfahrt runter spaziert ist und als ich sie rief, richtig Gas gab. Ich kam mit meinen Gartenschuhen, die auf nass extrem rutschig sind auch nicht schnell genug hinterher und unten hörte ich schon ein Auto. *kreisch* Sophie lief auf der Straße Richtung Wiese und das Auto, in dem der Schraubernachbar saß, wendete und kam ihr entgegen. Zum Glück ging alles gut. R. sah Sophie rechtzeitig, die wurde so vom Scheinwerfer geblendet, dass sie total verwirrt und panisch vorm Auto stand. Erst als ich sie hochnahm - sie hatte ja weder Geschirr noch Leine dran - und ein Stück zur Einfahrt trug, wusste sie wieder, wohin es geht. Oh man! Das machte mir natürlich noch zusätzlich Sorge, wie das mit der Fremdbetreuung klappen soll, wenn ich in Mainz bin. Sorgen über Sorgen!

Ich schlief natürlich grottenschlecht, aber wachte einigermaßen ausgeruht aus. Sophie tat mir den Gefallen, auf der Morgenrunde alles zu machen, was nötig war und ich gab meinem Papa noch per Whatsapp Vorsichtsmaßnahmen mit auf den Weg. Es ist wirklich schwieriger als einen Säugling in die Betreuung zu geben, der rennt wenigstens nicht weg. 

Aber dann passierte das nächste, auf dem Sprung hoch aufs Sofa, rutschte sie ab und hing mit ihrer einen Kralle in der grobgestrickten Decke fest. Echt jetzt? Wenn das passiert wäre, während ich auf der Arbeit bin - ich darf gar nicht dran denken. Erfuhr aber von anderen Hundebesitzern, die ihren alten Hund im letzten Jahr öfters in echt blöden Situationen gefunden hatten, wenn sie vom Arbeiten nach Hause kamen. Einmal steckte er unterm Sofa fest. Ich tauschte die Decke aus und fuhr langsam los nach Mainz.

Die Autofahrt klappte prima, ich kam gut durch und ich war mal wieder erstaunt, wie toll sich das Auto fahren lässt. Trotz schwerer Beladung. Blöderweise fand ich keinen Parkplatz vorm Wohnheim und musste mich ins Halteverbot zum Bringen und Holen der Schule stellen, aber ging halt nun nicht anders. Das Töchterchen kam runter und wir brachten die Sachen in ihr Zimmer. 

Wir stellten den Schrank um, was uns einige Nerven kostete, weil da zwei Latten drunter lagen. Später wussten wir dann auch, warum die da lagen. Ohne die, blieben die Türen am Boden hängen. *lach* Also mussten wir sie wieder drunter schieben, was uns nochmal Nerven kostete. Ausräumen wollte das Kind in Ruhe alleine machen und weil ich im Halteverbot stand, fuhren wir zum Rewe auf der anderen Straßenseite. Da durfte ich aber auch nur 1 1/2 h stehen. Somit entschieden wir, dort beim Bäcker einen Kaffee zu trinken, dann zurück zu laufen und dass ich die Heimreise früher als gedacht antrete. Im Wohnheim tranken wir noch ein alkoholfreies Getränk auf den neuen Lebensabschnitt und dann brachte sie mich zum Auto. Und ich habe keine Ahnung, wann ich meine Tochter, von der ich nie länger als max. 2 Wochen getrennt war, nun wiedersehe. Ich sags wie es ist, es ist ein schreckliches Gefüh! Niemals hätte ich gedacht, dass es sooo schlimm wird! 

Die Fahrt nach Hause war wieder unspektakulär, in ca. 1.20 h war ich zu Hause. Dort wartete der Hundesitter ja auf mich und wir tranken erstmal einen Kaffee und quatschten. 

Die Wohnung kommt mir so unfassbar zu groß vor, die ganzen Streitereien um Ordnung und Mithilfe im Haushalt sind komplett aus meinem Hirn getilgt. Dafür kommen millionen Erinnerungen hoch, die mir das Herz abschnüren, weil all das nun in der Vergangenheit liegt. Ich hatte mich so gefreut, die Verantwortung abzulegen und ich war ja auch vorbereitet. Sie war ja wenig zu Hause im letzten Jahr. Aber das ändert einfach nichts an der Tatsache, dass ich sie verdammt vermissen werde. Aber natürlich freue ich mich für sie und bin mega stolz! Und sehr dankbar, dass wir so eine tolle Zeit zusammen hatten. 

Ich muss mich erstmal sortieren, wieder auf die Spur bekommen und ich hoffe, es wird leichter, wenn hier endlich mal besseres Wetter wird. 

Und, ich habe wirklich schon Schlimmeres erlebt. Sie ist ja nicht weg, sie wird ab und an mal nach Hause kommen und sie bleibt meine Tochter. Der wichtigste Mensch in meinem Leben! :-)

So, genug rumgeheult! Heute ist ein normaler Freitag mit Einkaufen, Bude sauber machen und den alten Hund versorgen. 

Das Wochenende soll ja schön werden, vielleicht grille ich an, auf alle Fälle werde ich im Garten werkeln, das wirkt ja eh immer wie Therapie. Ich werde im Tochterzimmer weiterräumen und säubern, viel Wäsche waschen - alte Winterjacken und Decken und und und! Wahrscheinlich reicht die Zeit eh nicht für alles. Und Montag muss ich wieder arbeiten. 

Also dann, auf einen weiteren neuen Lebensabschnitt! Ich berichte, wie es mir weiter ergeht! 

Mittwoch, 3. April 2024

Empty Nest

Nun ist er da, der Moment, in dem das eigene Kind seine eigenen Wege geht. Das ist der normale Lauf der Dinge und es ist gut so, wie es ist. Das letzte 1 1/2 Jahr war schwierig hier zusammen, ein krasser Gegensatz zu den 11 Jahren zuvor in unserer Dreierkonstellation. Somit kommt die räumliche Trennung für uns genau richtig, aber ich knabber doch mehr dran als ich dachte. Es ist so eine Art Wehmut und Traurigkeit darüber, dass nun wieder ein Lebensabschnitt vorbei ist. Ich war es zwar die letzten 2 Jahre gewohnt viel alleine mit Sophie zu sein, aber nun ist es halt kein Urlaub, nach dem sie wieder nach Hause kommt. Nein, jetzt ist sie ausgeflogen und geht wirklich ihren Weg! 

Ich werde die langen und vielen Gespräche vermissen, die Spaziergänge, das Herumalbern, das wilde Tanzen im Wohnzimmer, das gemeinsame Schauen von Serien, das Zocken auf der Wii, unsere Rituale und die Diskussionen über Gott und die Welt. Natürlich war das schon die letzten Monate deutlich reduziert und aufgrund der ewigen Streitereien über die unterschiedliche Auffassung, wie hier ein vernünftiges Miteinander und die Arbeitsaufteilung aussehen sollte, ging auch oftmals der Spaßfaktor unter. Sicherlich werden wir hoffentlich auch in Zukunft ein gutes Verhältnis, Gespräche und Spaß miteinander haben, aber es wird halt auf einer anderen Ebene sein. Und Mainz ist ja nun auch keine Weltreise entfernt. ;-)

Wir waren eng, besonders in den Jahren der Pandemie. Sehr eng! Vielleicht manchmal zu eng! Und ich bin gespannt darauf, wie sich das nun entwickelt. Sie wird auf alle Fälle der wichtigste Mensch in meinem Leben bleiben. Aber das ist wohl normal im Leben einer Mutter. ;-)

Und ich wünsche ihr alles Glück dieser Welt! Ausserdem bin ich sehr dankbar für diese wundervolle Zeit, die wir trotz aller Schwierigkeiten gemeinsam haben durften. 

Nun hocke ich mit dem alten Hund hier in einer plötzlich zu großen Wohnung - zumindest kommt mir das so vor. Und obwohl ich ein Mensch bin, der gerne alleine ist und sich selten einsam fühlt, hatte ich gestern kurz mal einen Anflug von "Ach du Sch..., jetzt bin ich für den Rest meines Lebens immer alleine!" *lach* Sicherlich auch geschuldet darin, dass ich wenig machen kann, was nicht in der Wohnung und im Garten stattfindet wegen Sophie. Ich kann also meine gewonnene Freiheit nicht wirklich nutzen. Aber die Vorstellung hier dann auch noch ohne Sophie zu hocken, ist auch nicht schön, so anstrengend wie das momentan mit ihr ist.

Aber ich bekomme das schon hin und Wehmut und Traurigkeit darf auch sein. Das lasse ich zu!

12 Jahre, 10 Jahre hier in der Wohnung! Wir drei! Eine besondere Zeit mit allen Höhen und Tiefen!













Dieses Jahr gibt es noch kein Selfie von uns. Vielleicht kann ich sie morgen mal überreden, wenn ich ihr das Geraffel runter fahre. :-)

Aber ich hoffe natürlich auf noch ganz viele Selfies in den nächsten Jahren, vielleicht sogar nochmal in gemeinsamen Urlauben. 

Also auf einen Neuanfang für uns alle! :-)