Aber nix Blödes, nur Erfreuliches!
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, denn durch die Renovierung fliegen die Tage nur so vor sich hin.
Töchterchen kam ja am Samstag tatsächlich für eine Nacht nach Hause und das war wirklich toll. Ich hatte extra genug Essen für sie im Kühlschrank, was auch dringend nötig war. Am Ende war der Kühlschrank leer und meine Voräte nahezu leergefegt. *lach* Die Küche lebte im Chaos, der Rest der Wohnung sowieso wegen der Streicharbeiten. Sie hatte unglaublich viel zu erzählen und alles davon strotzte nur so vor Glück und Freude. Sie fühlt sich unglaublich wohl in Mainz, hat tolle Leute gefunden, sogar schon eine beste Freundin, die zufällig im gleichen Studiengang ist, genauso wie sie eine Partymaus und Single. Endlich kann sie das nachholen, was hier nur selten ging, weil ihre Freundinnen hier eben nicht so gerne feiern gehen, wenn sie überhaupt feiern gehen. Somit sind die Nächte kurz, die Tage lang. *lach* Über das Studium konnte sie natürlich noch wenig sagen, weil in der ersten Woche nicht so viel passiert ist. Sie hatte ein wenig Bammel vor dem Laborpraktikum, aber da das ja ewige Zeiten mein tägliches Brot war, sind wir die ersten Versuche mal durchgegangen und ich habe ihr ein paar Tipps gegeben. Dazu eine Schnelleinführung in Excel....sowas lernt man nämlich nicht in der Schule. Ich kann zwar auch nur die Grundsachen, aber fürs den ersten Praktikumstag hat das sicherlich gereicht.
Am Sonntag Morgen traf sie sich noch mit 2 Freundinnen zum Frühstück und gegen 16.30 Uhr startete sie schwer bepackt (mit Wasserkocher, Sieb und vielen Klamotten, sowie alter Laptop) zurück nach Mainz. Das nächste Mal wird sie am 10. Mai kommen, zum TMS!
Das zusätzliche Lernen für den unliebsamen TMS nervt sie gewaltig, sie hat einfach keinen Bock mehr, er liegt ihr nicht und er gibt ihr permanent das Gefühl Dumm zu sein. Naja, in zwei Wochen ist es rum. Dann ist der TMS für immer Geschichte!
Schon letztes Wochenende hörte ich aus ihren Erzählungen, dass ihr jetziger Studiengang mega interessant ist und tatsächlich eine Alternative zum Medizinstudium sein könnte.
Dies wurde dann schon Montag nach dem ersten Labortag - der mega lief - noch deutlicher. Und Mittwoch schrieb sie mir, dass sie tatsächlich nicht mehr weiß, ob sie Medizin wirklich noch weiterverfolgen soll. Klar, sie macht noch den TMS und schaut, wie die ganzen Tests dann ausgefallen sind, aber durch das jetzige Studium ist der Druck endlich raus. Die Entscheidung kann ihr niemand abnehmen, das wird nicht leicht, aber vielleicht hilft ja ein wenig das Schicksal nach, immerhin ist sie ja so auch in Mainz gelandet. Ein echter Glücksfall!
Es bleibt spannend, aber ich finde es schon mal gut, dass sie nicht mehr in ihrem Medizintunnel feststeckt, sondern den Blick nun auch in andere Richtungen schweifen lässt. Was sie dann letztendlich macht - ich bin mir sicher, sie geht ihren Weg!
Als sie wegfuhr, schnürte es mir mal wieder den Magen zu. An die Abschiede muss ich mich echt gewöhnen. Aber ich habe mich halt gleich in die Arbeit gestürzt. Das half sehr schnell, diesmal schneller als beim ersten Mal.
Mit Sophie lief es prima diese Woche. Ihr ging es durch die Kälte viel besser - im Gegensatz zu mir - und so machten die Spaziergänge wieder sehr viel Spaß. Nach zwei Tagen größere Runden, hörte dann auch endlich die Fieperei auf. Die nervt nämlich echt! Zur Zeit lässt es wieder etwas nach bei ihr und ich bin mir sicher, wenn die Temperaturen jetzt hochschnellen, geht gar nix mehr. Aber gut, das ist dann halt so.
Mich nervt die Kälte maximal, leider gab es auch viele Opfer im Garten, wie schon befürchtet. Es war einfach alles viel zu weit und das rächt sich dann eben. Vor allem die Hortensien haben gelitten und ich glaube, Heidelbeeren gibt es auch nicht. Die Blüten fallen gerade reihenweise ab.
Bei der Renovierung kann ich vermelden: Ein Zimmer ist fertig! Juchuh!
An dem Wochenende habe ich noch die Türen mit den Spiegeln abgeklebt, das war eine Fuddelarbeit, aber wenn man erstmal die Technik raus hat, ging es dann doch.
Und eine habe ich auch direkt grundiert, weil das Werkzeug auch nach über eine Woche in einer Plastiktüte noch nutzbar war.
Ausserdem habe ich die Wand vorbereitet, damit ich gleich am Montag loslegen kann mit dem Streichen.
Montag startete ich mit der Farbe. Hochmotiviert und neugierig darauf, wie sie an der Wand wirkt. Und dann der Supergau:
Nach der Hälfte war die Farbe leer. *kreisch* Ich hatte knapp gerechnet, aber eigentlich hätte es zumindest für einen Anstrich für die Wand reichen müssen. Aber da die Farbe extrem zähflüssig war, hat man eben viel Verluste in der Dose, in der Farbwanne und auch am Werkzeug. Ich rief die Notfallnummer und mein Papa stürmte zum Baumarkt, um mir noch Farbe anmischen zu lassen, keine Stunde später, konnte ich weiter machen, aber es war schon klar, dass ich aufgrund dessen ganz sicher einen zweiten Anstrich brauchen würde. Ohne das, hätte bei der Farbe tatsächlich ein Anstrich gereicht.
Was man hier noch deutlich sieht, sah man am nächsten Tag nur noch ganz wenig, aber ausreichend genug, um mich zu einem zweiten Anstrich zu überzeugen. Danach war ich echt fertig, die Farbe ist zwar mega und auch sehr gut deckend, aber es ist eine Qual sie zu streichen.
Aber fertig ist fertig! :-) Mittwoch räumte ich auf, grundierte die restlichen Türen fertig, machte den ersten Korpus sauber und klebte ihn ab.
Am Donnerstag sollte dann der Bettenumzug stattfinden, da wir beide 1,40 m Betten haben, die die Zimmer tauschen müssen, brauchte ich natürlich Hilfe. Mein Papa und ich bauten beide Betten auseinander und wieder auf. Ging besser als gedacht und juchuh, jetzt quietscht auch mein Bett nicht mehr.
Wir räumten noch ein paar weitere Möbel um und den Rest machte ich alleine weiter.
Ich bin mega stolz auf mich, weil das Zimmer so schön geworden ist. Aber ich bin körperlich auch ziemlich durch. Deswegen ist es gut, dass ich mich jetzt erstmal um den Schrank und das Nachttischschränkchen kümmern werde. Korpus muss noch grundiert werden, das mache ich morgen, wenn ich die Fenster weit aufreissen kann und den Rest werde ich über das WE lackieren. Mein Ziel ist es, nächste Woche die erste Wand im anderen Zimmer zu streichen. Neben der Lackiererei habe ich genügend Zeit, um die Wände vorzubereiten. Und der Rasen muss gemäht werden. *grmpf*
Mein Plan, dass am 10. Mai alles umgeräumt und gestrichen sein soll, könnte klappen. Da ich ja ab Mittwoch für ein langes WE frei habe.
Und jetzt steht erstmal Großeinkauf an, es ist ja wirklich rein gar nichts mehr da. *lach*
Und Bad muss noch geputzt werden, den Rest hatte ich gestern schon gemacht. Wäsche ist natürlich auch wieder dran.
Also, ran an den Speck....ähm...die Hausarbeit!