Posts mit dem Label Melancholie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Melancholie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 15. August 2020

Nebel mit Sichtweite unter 50 m

 


Ein Archivbild aus der Vergangenheit, das unseren momentanen Blick auf die nächsten Wochen und Monate zeigt. Es ist auch egal, ob ich meinen Blick auf die Schulöffnungen am Montag richte, auf die extrem angespannte Arbeitssituation, auf die steigenden Zahlen oder das gesamte Weltgeschehen. Es ist eine unsichere Zeit ohne Stabilität. Unbeständig würde man beim Wetterbericht wohl sagen. Das Töchterchen und ich diskutieren bei jeder langen Hunderunde, wie wir uns die Situation erleichtern können, aber scheitern irgendwie meist am "wenn" und "falls". Eigentlich können wir nicht viel tun als abzuwarten, auszuharren und bleiben wir beim Foto, zur nächsten Laterne laufen. 

Die nächste Laterne ist wohl der Montag! Die Schule hat sich gemeldet, das grobe Rüstwerk steht. Hier wird der Regelunterricht Montag gestartet, das grobe Gerüst der Maßnahmen steht. Es wird keine Maskenpflicht im Unterricht geben, wer eine aufziehen mag, kann das tun. Ausserhalb der Klasse gilt die Maskenpflicht im und auf dem gesamten Schulgelände. Es gibt eine klare Anweisung, wie mit Schnupfen und Co. umgegangen wird. Abseits von Corona weiß das Töchterchen nun den groben Stundenplan, da es aber weder weiß in welcher Klasse es landet - es gibt 4 - noch, ob ihre Erstwünsche bei den Wahlfächern berücksichtigt wurden, muss sie den Montag abwarten. Fakt ist, sie wird sehr lange in der Schule sein, was aber nicht an den Gesamtstunden selbst liegt, sondern in der Tatsache, dass sie oft mitten drin 1-3 Freistunden hat oder eben erst zur 3. Stunde Unterricht hat. Letzteres ist ja kein Problem in der Corona-Zeit, aber ich frage mich, wie sie das mit 3 Freistunden machen wollen, viele Kids kommen nicht direkt aus Marburg und können nicht nach Hause gehen. Womit Sicherheitsabstand, Hygienemaßnahmen und Co. beim Schulgelände verlassen ganz im Ermessen der Schüler liegt. Und ich wage mal zu bezweifeln, dass alle 16jährige da so umsichtig sind, wie wir das hier handhaben. Das Töchterchen hat ein paar Ideen für diese Zeit und ich drücke ihr die Daumen, dass sie dafür ein paar wenige Mitstreiter in ihrer neuen Klasse findet. 
Ausserdem jonglieren wir schon in der ersten Woche mit dem Geigentermin. Die Geigenlehrerin hat schon den ersten verschoben und prompt genau auf den Tag, an dem sie ganz sicher 11 h hat. Nun versuchen sie in der ersten Woche auf einen Nenner zu kommen, die weitere Planung dann erst, wenn die zweite Laterne in Sichtweite kommt. Nämlich der genaue Stundenplan!
Für uns wird sich enorm viel ändern im Alltag! Es fährt weder ein Bus zur 3. Stunde, noch einer nach der 9.! In Corona-Zeiten fällt ein Rumlungern vor oder in der Schule flach, also braucht sie Mama- bzw. Oma-Taxi. Ob das Oma-Taxi bei steigenden Zahlen noch zu verantworten ist, müssen wir dann abwarten. Klar ist, dass ich sie zumindest am Mittwoch und Freitag oben am Tannenberg abholen muss. Da hier ja die Fußballtermine wegfallen, ist das nicht weiter schlimm und vielleicht ergibt sich ja mit anderen die Möglichkeit sich den Chauffeurdienst zu teilen....wenn es Corona zu lässt! 
Witzig bzw. amüsant ist, dass ihre ehemalige Bio-Lehrerin mit der sie ja wirklich persönliche Differenzen hatte, eine Klasse übernimmt und fast in jeder anderen Klasse mind. ein Fach übernimmt. Wie sagte sie damals zum Töchterchen:" Wir sehen uns bestimmt in der Oberstufe wieder!" Wenn es blöd läuft, erwischt sie sie auch noch als Klassenlehrerin. Aber es sind einige Jahre vergangen, das Töchterchen hat sich verändert und ich denke mal, das läuft schon! Aber es hat uns beim Anschauen des Lehrerpools ein lautes Lachen beschert. Viele Lehrer kennt sie gar nicht, wahrscheinlich sind das neue Lehrkräfte, andere sind okay, ein paar eher *örgs*. Das Übliche halt!
Wichtig ist eigentlich nur, dass sie mit ihrer einen Freundin in eine Klasse kommt und die Klasse besser wird als die alte. Wir wissen ja eh nicht, inwieweit der Präsenzunterricht durchgezogen werden kann. 

Ganz schlimm ist die Situation weiterhin auf der Arbeit. Es war für mich eine harte Woche und ich habe permanent gegrübelt, wie ich da raus komme. Musste dann aber feststellen, dass das totale Chaos herrscht, die Stimmung extrem gereizt ist und es überhaupt kein vernünftiges Konzept steht. Nächste Woche wird interessant, weil wenn die Kollegin immer noch krank UND ich quasi zwei aufwendige Produktionen in meinem eigenen Labor auf der To-Do-Liste stehen habe, geschuldet darin, dass ich ja letzte Woche einen Tag abgezogen wurde und einen Tag doch in die Vertretung musste, sich die Herren entscheiden müssen, welcher Bereich liegen bleibt. Hätte man mich letzte Woche machen lassen, hätten wir wenigstens eine Produktion schon durchgezogen. Doch das war ja nicht erwünscht. Daran sieht man aber, wie planlos das Ganze mal wieder ist. Und damit sind wir wieder beim Foto. Ich hangel mich erstmal von Laterne zu Laterne und halte mich mit weiteren offiziellen Schritten bedeckt. Vielleicht ist ein Aussitzen der Situation die bessere Taktik. Ich weiß es noch nicht so genau!

Und dann haben wir einen Blick in den Herbst gewagt, das Töchterchen und ich. Die letzten Monate konnten wir uns halbwegs mit Hunderunden, viel Sport, langen Gesprächen, gutem Essen und später dann durch den Urlaub, einigen sozialen Kontakten irgendwie über Wasser halten. Doch wie schaffen wir das über den Herbst oder den Winter? Wenn die Tage dunkler werden, das Wetter schlechter, die sozialen Kontakte nicht mehr ins Freie gelegt werden können oder es vielleicht sogar wieder zu Kontaktbeschränkungen kommt? Es würde schon helfen, wenn die Schule durchgehend läuft und uns das Wetter entgegen kommt. Aber schön sind die Aussichten nicht wirklich. Und ja, auch wenn das immer wieder Jammern auf hohem Niveau ist, man darf nicht vergessen, das wir nur zu zweit sind. Eine Familie mit mehr Mitgliedern hat einfach eine andere Dynamik. Allerdings auch mehr Konfliktpotential. Ich weiß. Ein paar Ideen haben wir, doch die werden bei weitem nicht ausreichen, die Stimmung hochzuhalten. Wir können einfach nur hoffen, dass wenigstens das Töchterchen sich weiterhin mit Freunden treffen kann und wir alle gesund durch diese Zeit kommen. 

Es ist wie es ist - Nebel mit Sichtweite unter 50 m!



Freitag, 1. November 2019

November Blues






Der November 2019 will uns gleich mal zeigen, wie depressiv er sein kann. Es war kalt, trüb, neblig, nass und eigentlich wollte man am Liebsten überhaupt nicht vor die Türe gehen. Mit Hund aber keine Option!





Aber keine Sorge, die Stimmung war hier ganz und gar nicht trübsinnig. Heute Nacht habe ich das Lieblingskind zum Treffpunkt gebracht und mich dann schnell wieder ins Bett gekuschelt. Mittlerweile ist das Töchterchen auch gut in Edinburgh angekommen, viel mehr weiß ich aber nicht. Wie immer kommen die Infos nur sehr spärlich bis gar nicht. :-)




Mein Tag war so gut gefüllr, dass ich eigentlich erst zum Abendessen gegen 19 Uhr auf dem Sofa angekommen bin. Der morgige Tag sieht ähnlich aus und auch wenn ich mein Töchterchen mehr als alles auf der Welt liebe, so ein wenig Abstand tut uns beiden einfach auch mal gut. Und ich hoffe, sie hat eine unglaublich tolle Zeit in Schottland!



Ich werde nun noch die eine oder andere Folge meiner Serien schauen und dann totmüde ins Bett fallen. So eine unterbrochene Nacht ist nix für mich! Dafür bin ich wirklich mittlerweile zu alt. ;-)

Mittwoch, 16. November 2016

Dienstag, 4. Oktober 2016

Auf Wiedersehen!

Sie fliegen wieder, die Kraniche. Es sind nur kleine Gruppen und auch nicht so viele, aber nun ist es nicht mehr zu leugnen, der Herbst hält Einzug! Und bald ist das Jahr schon wieder rum. Das geht mir gerade etwas zu schnell...


P.S.; Das Foto ist aus dem Archiv, es wurde vor 6 Jahren und einem Tag aufgenommen! Heute hatte ich leider keine Kamera dabei.

Sonntag, 4. Oktober 2015

Mal was ganz anderes...

...ich war auf einem Friedhof unterwegs. Da wollte ich schon ganz lange mal wieder hin. Aber ich musste mich schon das eine oder andere Mal überwinden, die Kamera zu zücken. Den Kater von gestern habe ich übrigens auch dort getroffen.


Und heute steht nach fast einem Jahr mal wieder ein Shooting mit einem Menschen an. Eine Bekannte wollte schon lange vor meine Kamera, obwohl ich echt total aus der Übung bin. Mal schauen, ob ich das überhaupt noch hinbekomme.

Samstag, 15. November 2014

Draussen...

...sieht es sehr viel trostloser aus als "drinnen". :-) Alles gut hier!

Mittwoch, 12. November 2014

November

Auch wenn sich ab und an mal die Sonne herauskämpft, November ist und bleibt ein grauer Monat. Es ist nicht mein Monat, ich mag ihn nicht sooo gerne, obwohl sich meine Novemberdepression in Grenzen hält, seitdem wir Sophie haben. Wenn man trotz Dauernebel raus muss und genau hinschaut, entdeckt man auch die schönen Seiten. Mal sehen, was dieser November noch für uns bereit hält.