Sonntag, 28. Juli 2024

Was für ein Tag...

....ich würde mal sagen, der Samstag war der bisher schlimmste Tag mit Sophie. Nach einer ruhigen Nacht hörte ich sie schon um 5.40 Uhr rumtappeln, da sie aber am Vorabend ihr Pipi recht spät gemacht hat, versuchte ich sie nochmal aufs Sofa zu bringen. Das hat dann auch geklappt, aber ich war natürlich wach. Ich frag mich echt, warum sie immer an meinen freien Tagen so früh wach ist. Ist schon sehr auffällig! 

Naja, schon der Vormittag war gruselig. Total verwirrt, es hat ewig gedauert, bis sie wusste, wo der Napf steht und dass sie ja fressen will. Anschliessend hat sie sich kurz abgelegt, fand aber keine Ruhe. Also ging ich mit ihr raus, wo sie aber weder was machte - Pipi geht ja immer noch im Garten morgens - noch wirklich weit gehen wollte. Sie war gestern eh bis Abends schlecht auf den Beinen.  Zu Hause zurück dauerte es wieder lange bis sie lag. Und sie schlief auch nur sehr kurz. Ich hab es so gut es ging, ignoriert und bin dann irgendwann joggen gegangen. Als ich zurück kam, war sie schon am jammern und drehen, aber sie legte sich auch nicht mit meiner Hilfe ab. Erst als ich die Musik zum Saubermachen laut durch die Wohnung schallen ließ, kam sie zum Schlafen. Endlich auch mal ein bissi länger am Stück, aber gegen Mittag musste sie dann natürlich raus. Nach dem Mittagsgang und Fressen, schaffte sie es ausnahmsweise mal schnell sich abzulegen und schlief auch eine Weile. Ich nutzte diese Zeit auch für ein Nickerchen. Ab 14 Uhr ging es dann wieder los mit dem Gejammer. Ich habe alles versucht - keine Chance! Erst als ich eine Decke über sie warf, pennte sie sofort ein und schlief 2 h am Stück - wow! Aber wenn man glaubt, das wäre die Lösung - es war wohl eher Zufall!

Zu ihrer normalen Zeit sind wir zur Spätnachmittagsrunde raus und endlich wollte sie auch mal weiter laufen. So wurden wir in ca. 35 min. klatschnass, aber sie fand es anscheinend nicht schlimm. Nur ein Pipi hatte sie leider nicht gemacht und mir war schon klar, dass das wieder alles durcheinander bringen wird. Das es dann noch so doof wird, damit hab ich nach dem schlaflosen Tag nicht gedacht. 

Zu Hause gab es Fressen und ab da quasi keine Ruhe mehr. Ich hab alles versucht - sie sogar zu mir aufs Sofa geholt, was sie zitternd irgendwie ertrug und nach einer Weile gab ich auch das auf. Ich brachte sie auf ihre Decke im Schlafzimmer und musste echt die Tür zu machen, sonst wäre ich durchgedreht. Mir schlug das Wetter nämlich auch aufs Gemüt und nach Dauerfiepen über Stunden den Tag über, lagen auch meine Nerven blank. Das macht es leider halt nicht besser. Um 18.30 Uhr gab ich auf, weil nun sicherlich auch das nicht gemachte Pipi bei ihr drückte und so war es auch. Aber wenn man denkt, danach war sie ruhig - Fehlanzeige. Erst nach einem Anschiss - manchmal hilft es halt - pennte sie ein. Gegen 21.30 Uhr weckte ich sie, weil ich hoffte, ich könnte sie noch zu einem Pipi überreden. Laufen im Regen fand sie gut, aber Pipi machte sie keins. Trotzdem war die Nacht tatsächlich ruhig und sie schlief bis nach 6 Uhr. Allerdings geht der Morgen schon genauso los wie gestern. Totale Verwirrtheit und Unruhe. 

Wie soll das denn alles noch werden? Aber immerhin weiß ich jetzt, dass die Spritze null Veränderung bringt. Die kann ich mir dann auch sparen. Es sei denn, sie zeigt irgendwann deutlich Schmerzen. Aber an ihrem eigentlichen Problem ändert es nun mal null. 

Und dürfen wir bitte mal über dieses Sch... Wetter reden? Schon am Freitag hat es hier ja quasi dauergerregnet und so durfte ich zwar gestern morgen ohne Regen joggen, aber schön war das nicht. Ich bin gefühlt mitten in der Sauna gelaufen - ätzend! Gegen Mittag fing es wieder an zu regnen und das tat es dann quasi durchgehend. Erst heute morgen kommt die Sonne raus. Eigentlich wollte ich heute radeln, aber ich glaube, das macht wenig Sinn. Ersten zwickt seit Langem mal wieder die Schulterblattmuskulatur und zweitens ist hier immer noch Waschküche. Ich schau mal, wie es mir nach dem zweiten Kaffee geht. 

Das Töchterchen war jetzt eine Nacht in Mainz, weil sie auf einen Geburtstag eingeladen war, heute kommt sie zwar wieder, fährt aber gleich weiter zum campen mit Freundinnen für 2 Nächte. Immerhin hat sie dafür gutes Wetter.

So, ich zapfe mir mal den zweiten Kaffee und häng euch noch ein Sophie Foto an und hoffentlich wird dieser Tag besser als der gestrige!



Freitag, 26. Juli 2024

Wie war die Woche?

Schlaflos war sie definitiv, was aber nicht alleine Sophie verschuldet hat. Ich schlaf einfach grottig schlecht und das Töchterchen wohnt ja zur Zeit auch hier und sie hat definitv einen anderen Tagesrhytmus als wir. Dadurch kommen wir natürlich ziemlich durcheinander und es ist einfach mehr Unruhe bis spät in die Nacht. Ich habe also wirklich keine Ahnung, wie ich mit so wenig Schlaf dann doch so gut durch die Woche gekommen bin. Das große Problem ist, dass Sophie genau in der Zeit, in der ich meinen Powernap nachmittags machen will, gerade unruhig ist. Das hilft beim Erholen nicht wirklich.

Wie geht es Sophie? Schwierig einzuschätzen! Es ist nicht mehr so schlimm wie am Donnerstag und Freitag, aber geblieben sind ein sehr leichter und auch reduzierter Schlaf. Während sie noch vor 2 Wochen tagsüber zwischen ihren Wachphasen tief und ruhig auf ihrer Decke lag und das Fiepen sich auf kurz vorm Einschlafen und eine Weile vor den Spaziergängen beschränkte, schläft sie nun max. 1 h, dann geht alles von vorne los. Besser geworden ist dieses "Nicht ablegen können". Es kommt noch vor, aber ich muss nicht mehr so oft eingreifen meist schafft sie es auch alleine. Das Dauerfiepen im Wachzustand hat sich dafür ausgeweitet. Schlimmer geworden ist ihre Verwirrtheit morgens. Sie findet oft nicht mehr ins Haus, es kann auch länger dauern bis sie weiß, wo die Schüssel ist, obwohl sie direkt davor steht. Dafür hält sich die Verwirrtheit tagsüber ansonsten in Grenzen. Die Nächte waren unterschiedlich. Die letzten beiden war sie recht ruhig, oder ich schlafe wieder besser und höre es nicht, bedeutet dann aber trotzdem, dass sie es schafft sich selbst zu regulieren. Heute morgen war sie - natürlich wieder, wenn ich nicht arbeiten muss - schon um 5.40 Uhr wach und ist vom Sofa runter. Da ich mir aber sicher war, sie muss noch nicht dringend, habe ich sie einfach gepackt und zurück aufs Sofa gebracht, wo sie tatsächlich nochmal eingepennt ist. Dafür war sie heute morgen dann nochmal verpeilter und wusste überhaupt nicht mehr, was sie tun soll. *lach* Sie hat sogar vergessen Kreise im Garten zu drehen, dafür hing sie am Stuhl fest im Regen. Ich wollte sie gerade befreien, da hatte sie es aber selbst hinbekommen. 

Das Spazierengehen war prima, lag aber sicherlich auch an den kühleren Temperaturen. Allerdings muss ich aufpassen, dass sie es jetzt nicht mit ihrem Gehopse übertreibt. Anfang der Woche ist sie auf der Wiese so losgesprintet, dass ich dachte, sie bricht sich gleich alle Beine. Sie wich einem Schmetterling aus und landete in einem Loch, da hat sie sich dann vertreten und stand erstmal krumm und belämmert in der Wiese. *grmpf* Sie lief dann den ganzen Tag etwas unrund, konnte aber alle Pfoten belasten und am nächsten Tag war auch alles gut. Einmal purzelte sie mir in einen trockenen, weichen Graben. Sie suchte eine Pinkelstelle und kam halt immer näher an den Rand, zack saß sie drin und guckte ganz überrascht "Was mache ich hier und wie komme ich hier hin". Ich hab sie dann rausgeholt. Wenn wir zum Spazierengehen losgehen, habe ich die Einfahrt runter einen hoppelnden Hasen an der Leine - unfassbar! So eine Hopse! Von daher bin ich mir tatsächlich nicht so sicher, ob die Spritze doch leicht wirkt. Nicht bei ihrem eigentlichen Demenzproblem, aber vielleicht hat es doch irgendwie leicht gezwickt. Ich schau mal, wie es wird, wenn es wieder heiß wird. Bei kühlerem Wetter hatte sie ja immer Phasen, wo sie viel besser lief. 

Gestern allerdings hat sie was gezeigt, was sie nicht mehr so oft macht. Sie hat zwar immer noch Interesse an anderen Hunden, nimmt auch vorsichtig Kontakt auf, aber gestern war das sehr viel deutlicher. Sie lief nicht mal ihre Kreise, während ich mich mit den anderen Hundebesitzern unterhielt. Sondern sie nahm mehrfach Kontakt zum Hund auf, die Hündin hatte aber nicht so wirklich Lust auf sie. *lach* 

Was mir an mir selbst auffällt ist, dass es immer nach der gleichen Dynamik abläuft. Zuerst kommt der Schock, die Verunsicherung, der Frust, das Selbstmitleid, wenn es einen neuen Schub gibt. Wenn er so schlimm ist, wie der letzte, muss ich natürlich zum Tierarzt und ein paar Dinge abklären zu lassen. Dann kommt die Beobachtungsphase, man ist komplett überfordert, hadert mit allem und möchte am Liebsten alles hinter sich lassen. Und irgendwann schleicht sich so eine neue Routine ein, man lernt auszuhalten, justiert nach und man schafft es sogar Dinge hinzunehmen. Wenn sie extrem fiept auf ihrer Decke liegend und ich einfach an der Routine festhalten muss, weil sonst alles noch viel schlimmer wird, dann versuch ich sie noch einmal oder zweimal zu beruhigen, aber dann ist auch gut. Dann muss sie halt fiepen. Wenn ich es schwer ertragen kann oder selbst einfach mal Ruhe brauche, sitze ich auf Terrasse oder mach die Tür zwischen uns zu. Hört sich fies an, ist aber Selbsterhaltungstrieb. Ich kann ihr eh nicht helfen. Ich hab alles versucht, streicheln, spazieren gehen, Alternativbeschäftigung - liegt sie wieder auf ihrer Decke, geht das Fiepen weiter. Erst wenn sie schläft, hört es auf und auf den Schlaf habe ich nun mal keinen Einfluss. Ich sag mir dann immer, soll sie am Tage fiepen, dann ist sie Nachts müde. Und bleiben wir mal bei den Fakten, ich muss an 4 Tagen arbeiten und bin 5 1/2 h weg. Daran geht auch kein Weg vorbei! Wenn ich mir da den Kopf mache, wie es ihr ergeht, dreh ich selbst durch, also schiebe ich den Gedanken weg und bisher gab es noch keine Beschwerden seitens meiner Vermieter. Sollte der Tag kommen, an dem sie durchjammert oder ich sie immer wieder in aussichtslosen Situationen bzw. in großem Stress wiederfinde, wenn ich nach Hause komme, dann muss man neu überlegen. Im Übrigen kann es auch vorkommen, dass sie 4 h fast durchfiept, wenn das Töchterchen da ist. 

Was mich mittlerweile echt nervt, sind Bemerkungen anderer Hundebesitzer. "Also ich würde sie einschläfern lassen" oder "Ist es nicht jetzt mal langsam Zeit sie gehen zu lassen" sind so beliebte Kommentare. Ja, sie hören von mir natürlich oft die Dinge, die schwierig sind und ja man kann die Frage stellen, ob sie noch Lebensqualität hat. Aber von außen vorwurfsvoll zu urteilen, ist natürlich leicht! Wer noch keinen dementen Hund hatte, hat keine Ahnung, was das bedeutet! Und ich bin die letzte, die sich an einen sterbenden Hund klammern würde, der leidet. Im Gegenteil, für mich wäre auch vieles leichter, wenn ich diese Entscheidung zeitnah treffen könnte. Ein Leben ohne Sophie wird schwer, aber das jetzige Leben mit Sophie ist auch sehr hart! Aber es gibt halt auch noch einen Tierarzt, der mitentscheidet und wenn der sagt, er sieht noch keinen leidenden Hund, dann habe ich auch wenig Einfluss auf seine Entscheidung. Interessanterweise zählt dieses Argument nicht. "Ich würde beim Tierarzt drauf bestehen" habe ich einmal gehört. Ähm, ich glaube, mein Tierarzt hat ansonsten eher das Problem, dass die Besitzer zu lange festhalten und ich vertraue ihm voll. Davon mal abgesehen, sehe ich bis auf das Fiepen und die jetzt reduzierte Schlafzeit, tatsächlich keinen Hund, er sich aufgegeben hat. Ich würde mir ewig vorwerfen, dass ich die Entscheidung nur getroffen habe, weil ich endlich wieder ein Leben haben möchte. Ich zieh das jetzt durch mit ihr und ich hoffe, dass es wirklich so ist, wie fast alle Hundebesitzer sagen "du wirst es wissen, wenn es so weit ist, sie zeigen es dir". Und dann wird das eine Entscheidung sein, die ich gemeinsam mit dem Tierarzt treffen werde. Und sonst niemand wird daran beteiligt sein! 

So, und nun packe ich mir meine verwirrte Wurst mal und geh mir ihr die Morgenroutinerunde, auf der sie nix machen wird und auf die sie nach 300 m auch keine Lust mehr hat. *lach*  

Samstag, 20. Juli 2024

Update Sophie

Weil sie gestern vormittag gar keine Ruhe mehr bekam, habe ich beim Tierarzt angerufen und wir sind um 11 Uhr dann hingefahren. Er hat sie untersucht, sich das Video angesehen und Blut abgenommen. Ich will jetzt gar nicht wieder so viel schreiben, es geht darum einzugrenzen, woher das kommt. Es gibt 3 Möglichkeiten. 1. Sie hat doch leichte Schmerzen, die sie aus irgendeinem Grund nur beim Übergang vom Stehen ins Liegen spürt und sie unruhiger schlafen lässt. 2. Es ist organisch, auch eine Verschlechterung der Nierenwerte, könnte das auslösen, aber dann müssen sie schon deutlich schlechter sein. 3. Es ist ein neuer Demenzschub. 

Zu 1. Einfach mal Schmerzmittel geben, um zu sehen, ob sie damit ruhiger wird, ist bei Sophie halt schwierig, weil alle Schmerzmittel die Niere schädigen würden. Ein Schuss aufs Blaue könnte also unangenehme Folgen haben. Da müsste man schon 100% sicher sein und die Schmerzen sehr schlimm.

Zu 2. Die Blutwerte muss man halt jetzt abwarten. Wenn sich die Nieren verschlechtert haben, kann man so viel leider auch nicht tun. Da sie weder vermehrten Harndrang noch vermehrten Durst hat, ist das aber eher unwahrscheinlich. Bei allen anderen Sachen wie Schilddrüse und so, weiß ich nicht, wie es dann weitergeht. Kommt halt darauf an, was es ist und ob es Medikamente gibt, die nierenschonden sind. Wird wohl dann ein Abwägen sein. Es geht ja nicht mehr um Heilung bei Sophie, sondern darum ihr das Leben so schön wie möglich zu machen. 

Zu 3. Da gibt es tatsächlich nichts! Ich habe die zwei Mittel angesprochen. Mit dem einen hat er Erfahrung, hält aber nicht viel davon. Zumal Sophie nur eine reduzierte Dosis mit den Nieren bekommen dürfte. Obs dann noch wirkt? Ginkgo gibt es noch, damit kennt er sich aber nicht aus. Und niemand kann mir sagen, wie gut sie das vom Magen-Darm verträgt. Ob es wirkt? Bei manchen Hunden ja, bei anderen hilft nix. Demenz ist nicht behandelbar! Wenn der Stress für Hund und Mensch zu groß ist, muss man irgendwann die Entscheidung selbst treffen. Da ist Sophie aber noch nicht. Sie hat sich noch nicht aufgegeben. Im Gegenteil, sie frisst wieder mit richtig viel Appetit. Keine Massen - zunehmen wird sie nicht mehr damit - aber es schmeckt ihr und seit ein paar Tagen ist die Schüssel fast immer leer.

Wir haben lange gesprochen und der Tierarzt hat sich letztendlich entschieden einen Schmerzmittelversuch zu machen mit einem Mittel, dass keinen Einfluss auf die Niere hat. Der Nachteil ist, es wirkt, wenn überhaupt erst nach 5 Tagen und auch nur, wenn ihre Schmerzen von Athrose kommen. Ich habe zugestimmt, es ist ein Depotmittel, heißt, es wird einmal in 4 Wochen gespritzt. Ob sie dann noch eine zweite in 4 Wochen bekommt, kann ich immer noch entscheiden. Es ist ein Schuss ins Blaue mit einem Mittel, das in 70% der Fälle bei Athrosehunden sehr gut wirkt, aber auch sehr umstritten ist, wie ich beim googlen feststellen konnte. Zuerst war ich ein wenig verunsichert, aber letztendlich sage ich mir, Sophie wird nicht mehr gesund und es gibt eine geringe Chance, dass ihr das Mittel hilft. Zumal wir eben nur wenig andere Möglichkeiten haben.

Der restliche Tag habe ich versucht, wieder Ruhe in das Ganze reinzubekommen. Ich habe zumindest auch herausgefunden, wie ich das Drehen mit dem lauten Jammern unterbrechen kann. Ich zwinge sie mit leichtem Druck ins Liegen. Sie wehrt sich meist etwas, aber sobald sie liegt, ist es, als würde man einen Knopf drücken. Sie hört das Hecheln auf, das Herz verlangsamt sich und sie wird ruhiger. Ich bleibe noch eine Weile bei ihr und streichel sie. Danach ist erstmal Ruhe. Und deswegen glaube ich auch jetzt, dass das hauptsächlich von der Demenz verursacht ist. :-( Es ist leider ein typisches Verhalten. Natürlich könnten leichte Gelenkschmerzen das Ganze verstärken, das werden wir dann in ein paar Tagen sehen, ob sich was verbessert.

Die Nacht war sehr ruhig und bis auf gestern Abend, hat sie sich auch alleine reguliert. Ich musste nicht ein einziges Mal mehr nachhelfen. Erst heute morgen war es wieder so weit. Und da hat es wieder super geklappt. Allerdings wird sie müssen. Ihr großes Geschäft drückt bestimmt, deswegen gehe ich auch gleich mit ihr.

Und hoffe auf einen besseren Tag als gestern. Immerhin bin ich ausgeschlafen. :-)

Freitag, 19. Juli 2024

Schlaflos in Marburg

Die Woche war schlaflos! Und ich wundere mich, dass ich noch halbwegs fit durch die Gegend laufe. Es gab nicht eine Nacht, in der ich nicht jede Stunde wach war und oft auch erst ab 1 Uhr überhaupt zum Einschlafen kam und ein paar der Nächte war die Nacht auch schon um 5.30 Uhr vorbei dank Sophie. 

Es waren unterschiedliche Ursachen, die mich schlaflos gemacht haben. Am Sonntag war das Töchterchen da und ich hatte echt verdrängt, dass sie einen komplett anderen Tagesrhytmus hat als ich. Um 0 Uhr startete sie zum Gym, gegen 1 Uhr kam sie zurück und brauchte vor meinem offenen Fenster halt mehrere Anläufe das Auto zu parken. Um 2 Uhr hat sie das Licht ausgemacht. An dem Abend war Sophie ruhig. Wirklich geschlafen habe ich erst nach 2 Uhr.

In der nächsten Nacht waren Sophie und ich wieder alleine und ich musste Abends mehrfach zu ihr, weil sie fiepte, hielt sich aber alles in Grenzen. Trotzdem schlief ich nicht gut ein, dann kam das Gewitter. Und den Rest der Nacht wachte ich gefühlt jede Stunde auf, weil ich aufs Klo musste. 

Die Nacht darauf das gleiche Spiel, entweder fiepte Sophie oder ich musste aufs Klo. Einschlafen ging erst spät, weil ich einfach nicht müde war. 

Und so setzte sich das fort bis Sophie dann Donnerstag Morgen um 5.35 Uhr wach war. Wieder viel zu wenig Schlaf. 

Es ist wohl bis dahin eine Kombi aus "kurz vor Vollmond", "Zyklusende" und "Fiepen von Sophie" gewesen, aber die letzte Nacht tobt alles. Und damit bin ich schon beim Hauptthema, das mich wirklich fertig macht.

Sophie läuft zwar momentan richtig gut, anfangs ist sie auch echt schnell unterwegs und hopst durch die Gegend, auch frisst sie wieder ordentlich, so dass die Gewichtsabnahme erstmal gestoppt ist. Aber seit 3 Tagen schläft sie immer weniger am Tag. Zuerst war sie nur ab der Nachmittagsrunde unruhig, dann fing sie schon gegen 15 Uhr an, gestern ab der Mittagsrunde. Mal fiept sie durchgehend bis sie endlich mal einpennt. Mal liegt sie einfach nur auf ihrer Decke und starrt das Regal an. Gestern tapperte sie auch mehrfach raus und rein. Sobald sie auf der Decke ist, fiept sie. Nichts hilft. Kein Knuddeln, kein Schimpfen und dass Spaziergänge in der Hitze keine Lösung sind, wenn sie schon mit den normalen Runden massive Schwierigkeiten hat auf dem Rückweg, ist auch klar. Alternative Beschäftigungen verweigert sie. Es gibt nichts, was diesen Zustand unterbricht. Dieser hielt gestern bis Mitternacht an. Ich weiß gar nicht, ob sie überhaupt mal zwischendurch eine Stunde am Stück schlief. Um Mitternacht bin ich dann nochmal raus, es kann ja immer sein, dass sie doch muss. Aber nix. Sie lief flott durch die Gegend, aber das wars halt auch. In der Nacht ging es weiter, es dauerte noch bis 2 Uhr bis sich wenigstens schneller selbst regulierte, trotzdem war sie jede Stunde wach und fiepte kurz. 

Sie müsste eigentlich vollkommen fertig sein, aber heute morgen geht es gleich weiter. Nach dem Pipi draußen im Garten, frisst sie, danach bekommt sie keine Ruhe auf ihrer Decke. Also bin ich gleich mit ihr gegangen, wo sie dann auch ihr großes Geschäft recht dringend machte. Aber wenn man denkt, das wäre es gewesen - von wegen - jetzt dreht sie sich auf ihrer Decke und fiept dermaßen laut, dass man es auch nicht mehr ignorieren kann. 

Ich überlege, ob sie Schmerzen hat, aber sie ist jedes Mal motiviert, wenn ich mit ihr rausgehen will. Sie lässt sich den Schuh super anziehen, danach gibt es kein Halten mehr. Gehen wir ihre Lieblingsstrecke, rennt sie die meiste Zeit vor. Momentan schafft sie ohne Hitze sogar wieder die 30 min. Runde um den Block. Auf dem Rückweg wird sie dann zwar langsamer, aber sie schnuppert oft rum und muss auch nicht angetrieben werden. Auch die Treppen läuft sie hoch und runter ohne Probleme. Wenn es sehr heiß ist, muss ich natürlich bei mehreren Stufen etwas nachschieben, aber ein Hund der Schmerzen hat, sieht so eigentlich nicht aus. 

Ich weiß, dass diese Unruhe ein Symptom von Demenz bei Hunden ist, aber mir stellt sich nach diesen 24 h halt schon die Frage, ist das nicht auch permanenter Stress? Bisher hatte sie ja sehr lange Ruhephasen, die Nächte hat sie bis auf wenige Ausnahmen ruhig geschlafen, oft war sie noch nicht wach, wenn ich aufstand. Auch tagsüber schlief sie oft mehrere Stunden am Stück ruhig und entspannt, doch jetzt wird es von Tag zu Tag weniger. Und ja, natürlich tut sie mir in dem Moment auch leid, aber ich komme auch zunehmend an meine Grenzen. Ich konnte gestern nicht mal mittags meinen Schlaf mit einem kleinen Powernap nachholen, weil sie wieder fiepte. Nach einer Woche Schlafmangel bin ich echt durch. Wie gesagt, es wundert mich, dass es mir körperlich überhaupt noch so gut geht. Wobei ich heute dann doch Kopfweh habe und mir schwummrig ist. 

Morgen kommt das Töchterchen, mal sehen, wie sich das dann entwickelt. Vielleicht kann sie die Nächte übernehmen, wenn sie eh wach ist bis 2 Uhr und sie soll das Ganze auch mal einschätzen, ich bin sicherlich mittlerweile betriebsblind, weil zu nah dran. Im August habe ich wie schon geschrieben eh Termin beim Tierarzt wegen Blutabnahme. Sollte das jetzt aber so anhalten wie die letzten 24 h, dann werde ich nächste Woche schon anrufen. Ein Video vom Drehen auf der Decke und Fiepen ist gemacht. Er soll einfach einschätzen, ob sie nicht doch Schmerzen hat. Da könnte man ja was machen. Gegen die Demenz halt leider nicht. 

Am Ende stell ich mal das Video von heute morgen rein. 

Was war sonst noch los die Woche? Wie gesagt, Töchterchen war kurz da und sie wird auch morgen Nachmittag wieder kommen, dann wahrscheinlich für ein paar Tage länger. 

Letzten Sonntag bin ich trotz viel zu früh aufstehen, doch noch Rad gefahren. War sehr schön und hat mich wirklich abgelenkt. Nicht mal die Kette ist runtergesprungen. *lach* Allerdings hatte ich am Anfang ein nerviges Geräusch am Rad und musste mehrfach anhalten bis ich es endlich geortet hatte. Die Halterung des Schlosses hatte sich etwas gelockert und sich verdreht, So konnte der Bügel leicht an den Speichen rumklappern. 

Und gestern habe ich endlich mal wieder ein Krafttraining absolviert. Ich hab das schleifen lassen und musste zunehmend feststellen, dass ich hier und da Probleme im Knie hatte und natürlich fängt am Körper auch alles an zu schwabbeln, wenn man da nix macht. ;-) Ich habe mir selbst ein Training zusammengestellt, das auf alle Muskelgruppen abzielt und für Läufer, sowie Radler wichtig ist. Mal schauen, ob ich es schaffe, das einmal die Woche zu machen. 

Auf der Arbeit war ich gut beschäftigt, allerdings habe ich mich echt über jemanden geärgert. Irgendwann sind bei mir halt auch mal Grenzen überschritten. Das habe ich dann auch mal gezeigt. Ändern wird es eh nix! Auch von anderer Stelle wird es, wie ich erfahren habe, keinerlei Konsequenzen geben. Weil klar ist, dass es nichts ändern wird. Tolle Situation!

Ansonsten gibt es nix zu berichten! Ach doch, ich habe ein wenig das Gefühl, dass das Vitamin D im Körper ankommt. Die Erschöpftheit ist leicht besser geworden, trotz Schlafmangeln. Ich bin nicht mehr dauermüde und auch motivierter obwohl sich meine Situation mit Sophie ja nochmal verschärft hat. Mal schauen, ob das nur von kurzer Dauer ist oder ob es anhält. 

Meine Blasenproblematik ist wirklich fast weg. Ich würde sagen zu 98% alles wieder normal! Juchuh!

Fürs Wochenende ist nix wirklich geplant, weil es ja eh sehr heiß werden soll. Vielleicht schaffe ich eine Joggingrunde, aber kommt alles darauf an, wie viel Schlaf ich bekomme, was mein Kreislauf sagt und wie es mit Sophie weitergeht. Heute erstmal einkaufen und Haushalten!

Fürs Video "Ton an und lautstellen". Ich konnte nicht näher ran, weil sie sonst aufgehört hätte und ich das ja für den Tierarzt festhalten wollte. 



Sonntag, 14. Juli 2024

Schuhproblem...

....gelöst! Sophie hat nun Schuhe und das Ganze gestaltete sich sehr einfach. Die Schuhe kamen gestern vormittag, ich probierte sie ihr an in der Wohnung und zuerst fand sie sie natürlich komisch. Beide Paare passen, das eine aber sehr viel besser. Davon zog ich ihr dann bei der nächsten Gassirunde einen an und hier hatte die Demenz echt einen Nutzen. Sie ist da so in einem "ich muss laufen" Tunnel, dass sie sofort los ist, als hätte sie da nix an der Pfote. Immerhin ein Problem weniger. 

Dafür muss ich aber nun sagen, mein Experiment, mich einfach mal mit den Runden nach dem Hund zu richten, macht alles nur noch viel schlimmer!

Nur kurz zur Erklärung, die Arbeitstage geben ja unseren Rahmen vor, 6 Uhr aufstehen, Sophie steht auch irgendwann auf, will in den Garten, macht Pipi und bekommt Fressen,  gegen 6.45 Uhr eine kleine Runde, falls sie nochmal groß muss. Gegen 12.30 Uhr die Mittagsrunde, dann fressen. Um 16.30 Uhr ca., die Abendrunde, danach fressen und irgendwann zwischen 19 und 20 Uhr die letzte Runde. Weil sie aber nun wieder nur 3x am Tag pinkelt, ist gerade Abends alles ein wenig schwieriger und oft genug müssen wir um 21.30 Uhr nochmal los. 

Im Großen und Ganzen halten wir diesen Rhythmus auch am WE ein, nur die Mittagsrunde gehen wir meist etwas früher. Nun ist es aber so, wenn ich z.B. joggen, einkaufen oder Rad fahren bin am Vormittag und davon zurückkomme - egal um wieviel Uhr. Dann denkt sie, es wäre Mittagsrundenzeit. Gestern war das dann um 10.30 Uhr und überraschend pinkelte sie da dann auch nochmal - macht sie sonst nie. Sie fraß zu Hause noch ihre Reste und damit war alles weitere durcheinander. Wäre ja egal, wenn man einen Hund ohne Demenz hat. Mit Demenz gelten andere Regeln. Und zur Zeit hat sie einen starken Demenzschub. 

Naja, sie wurde den ganzen Tag immer so nach 1-2 h wieder wach, fiepte ewig rum und hörte erst auf, wenn ich mit ihr raus bin. Aber nur kurz, auch danach ging oft die Fieperei weiter bis sie endlich schlief. Das letzte und dritte Pipi kam so erst um 18.15 Uhr, gefressen hat sie die letzte große Futterportion schon um 17 Uhr, den kläglichen Rest um 18.30 Uhr. Gegen 20 Uhr sind wir nochmal los, wo überraschend ein zweites großes Geschäft kam. Aber sie frisst halt auch tatsächlich wieder mehr und davor waren die Abstände eh wieder riesig. Um 21.30 Uhr war sie so unruhig, also sind wir nochmal raus - nix. Danach brachte ich sie ins Bett - und sie fiepte, und fiepte und fiepte. Ich habe zig Mal versucht, sie mit Streicheln zu beruhigen - nix. Nach einem Anschnauzen war dann Ruhe, ging aber kurz darauf weiter. Ein letzter Versuch mit Streicheln hat dann geklappt und die Nacht war ruhig. Zumindest hab ich nix mehr gehört. Aber nach dem unruhigen Tag, muss sie auch irgendwann mal müde sein.

Dafür war die Nacht um 5.40 Uhr rum, sie muste Pipi und schob Kohldampf ohne Ende, sicherlich darin geschuldet, dass wir gestern so durcheinander waren. Sie war auch schon heute morgen irre verwirrt, fand den Weg nicht mehr vom Garten nach drinnen und ich bin zur Zeit wirklich am Überlegen, ob ich den Rest noch abzäune. Ich muss ja ständig ein Auge darauf haben, ob sie nicht über die Einfahrt abhaut. 

Jetzt hat sie Pipi gemacht, gefressen und fing ihr Fiepkonzert schon wieder an. Ich dreh echt durch. Ich bin hundemüde und wollte eigentlich heute morgen Radfahren, aber ehrlich - dazu fehlt mir gerade echt die Lust. Ich habe sie jetzt echt geschimpft und nun scheint Ruhe. Es tut mir echt so leid, sie zu schimpfen, aber manchmal ist das wirklich das Einzige, sie aus ihrem wirren Zustand rauszubekommen, damit sie entspannen kann. Denn nach 1 Stunde fiepen - ich hab das auch schon ausgesessen, ist sie halt auch selbst hochgestresst. Selten schafft sie es dann noch sich selbst zu regulieren. 

Heute werde ich definitiv wieder auf unsere festen Zeiten bestehen. Vielleicht sollte ich mir Oropax besorgen oder mit Kopfhörern durch den Tag gehen. *grmpf* Heißt aber für mich, wenn ich heute morgen das Haus verlassen werde zum Radeln oder was auch immer, dann darf ich erst gegen 11.30 Uhr frühestens zurückkommen. Toll, oder? 

An solchen Tagen wünsche ich mir die Hitze zurück, da schläft sie mehr und will seltener laufen. Und an Hitzetagen sieht sie so fertig aus, dass ich mir die kühlen Tage zurückwünsche. Dazwischen gibt es momentan nix.

So, der Anschiss hat zwar das Fiepen gestoppt, aber sie legt sich nicht ab. Ich werde wohl gleich die früher Runde gehen, wenn ich den Kaffee getrunken habe. Oh, man! Das Schlimme an der Runde ist, dass sie gar nicht gehen will. Wenn wir nämlich draußen sind, wird sie schon nach ein paar Meter langsamer und ich muss sie antreiben, damit wir wenigstens ein Stück gehen. Das macht richtig Spaß! Nicht!

Mein einziges Highlight dieses WE war bisher, dass ich gestern gejoggt bin, während alle anderen das WE auf dem Stadtfest waren. *heul* Wie lange hält man das durch? Dabei war ich gestern bis Mittags wirklich guter Dinge. Aber diese Unruhe und das Dauerfiepen plus Nicht-Pippi machen, macht mich fertig. 

Achja, sie ist gestern und vorgestern richtig gut gelaufen, zumindest das lag wohl dann am Wetter. 

So, dann schnapp ich mir den Hund mal, damit sie sich danach hoffentlich endlich wieder hinlegt und schläft. *soifz*

 

Freitag, 12. Juli 2024

Wochenbericht

Fange ich gleich mit dem nicht so schönen Teil an. Sophie hat wieder einen ordentlichen Schub nach unten. Diesmal auch körperlich! Ob das mit dem zeitgleichen Demenzschub zusammenhängt, oder ob es auch da jetzt bergab geht, muss ich noch abwarten. Teilweise hängt das auch sicherlich mit dem Wetter zusammen. Ihre Hinterbeine - vor allem das eine - werden schwach. In den letzten beiden Tagen konnte sie kaum noch ein paar Minuten stehen. Auch die Stufen im Zwischengang muss ich sie ab und an mal hochtragen. Bisher aber nur die 2x 4 steilen. Die anderen schafft sie. Sie ist extrem langsam geworden und sie schleift sich an der einen Hinterpfote gefährlich zwei Krallen ab. Schuhe sind schon bestellt, aber ich habe keine Ahnung, wie ich den dementen Hund noch zu sowas überreden soll. Nur ein Beispiel, eine ihrer Lieblingsbeschäftigung "Joghurtbecher auslecken", sie weiß nicht mal, was sie machen soll, wenn ich ihr den direkt an die Nase halte. Also mit Leckerlis locken oder überreden klappt hier schon länger nicht mehr. Leider habe ich auch den Verdacht, dass sie am Vormittag viel rumläuft, wenn ich nicht da bin. Sie ist ausnahmslos jeden Tag schon im Flur, wenn ich komme und einmal war sie auch schon am Hecheln - was ein Zeichen dafür ist, dass sie einen ihrer Verwirrungszustände hatte. 

Fressen ist mal so, mal so. Gestern war ein guter Tag vom Fressen her. Davor lief es so lala. Was mal wieder richtig Probleme macht, ist das letzte Pipi. Einmal hat sie von 16.30 Uhr bis 6.30 Uhr nicht gepinkelt. Ich bin abends 3x mit ihr raus, aber nix. 

Sie rutscht jetzt auch extrem auf dem Laminat weg und ich muss echt zusehen, dass ich günstige Teppiche finde, um wenigstens in meinem Schlafzimmer das kurze Stück vor ihrem Schlafplatz zu entschärfen. Doch auch das ist nicht so einfach mit einem dementen Hund. Ich hab zur Überbrückung erstmal einen alten Badläufer davor gelegt. Schon alleine damit kam sie eigentlich nicht zurecht. *soifz* 

Wegen den Hinterbeinen könnten wir noch Physio machen, aber wie soll das mit ihr gehen? Naja, ich muss ja bald eh zum Tierarzt und dann bespreche ich das mit ihm. Eigentlich muss ich erst im August hin, sollte das aber hier schlimmer werden, ziehe ich den Tierarztbesuch natürlich vor. 

Leidet sie? Ich kann es nicht sagen. Sie will rausgehen und zeigt an, dass sie danach Fressen möchte. Ab und an genießt sie Streicheleinheiten. Mehr weiß ich nicht. Ach doch, draußen schnuppert sie zumindest auf dem Rückweg ordentlich. Anderen Hunden schaut sie nach und nimmt auch Kontakt auf, meist aber sehr emotionslos. Sie zeigt aber Interesse an ihnen, wenn wir vorbeigehen. Das ist eindeutig. Und überholt uns ein Jogger, wird sie schneller und möchte mit. Ob das ein Reflex ist? Keine Ahnung!

Es macht mega traurig, sie so zu sehen. Vor 2 Tagen hatte ich echt die Befürchtung, dass es jetzt doch schneller gehen könnte, als ich vorbereitet bin. Aber das muss man abwarten, ich hatte dieses Gefühl ja nicht zum ersten Mal. 

Kommen wir zum 2. doofen Thema - Wetter! Sorry, aber das ist echt nix! Diesen Sommer kann man bisher zumindest hier bei uns echt in die Tonne klopfen. Entweder man friert, wird klatschnass oder läuft durch ein gefühlt 40 Grad heißes Dampfbad. Manchmal sogar alles an einem Tag. 

Gerade jetzt schüttet es aus Eimern und ich muss ja gleich mit Sophie los. Nicht, weil sie dringend müsste, sie hat schon Pipi im Garten gemacht, sondern weil sie ihre Routine braucht. Das große Geschäft kam gestern Abend, von daher wäre es auch kein Problem, die Gassirunde eine Stunde nach hinten zu schieben. Mal schauen, ob sie mit macht. Es sind nämlich auch Gewitter unterwegs in dieser fetten Regenwolke.

Mir selbst geht es tatsächlich etwas besser. Ich bin zu 90-95% beschwerdefrei, aber ganz normal fühlt es sich nicht an. Vielleicht wird es ja noch. So könnte ich aber damit leben, weil ich es zwischendurch tatsächlich vergesse. Allerdings bin ich immer noch auf der vollen Dosis D-Mannose. Mal schauen, ob ich es nächste Woche auf 2x am Tag reduziere. 

Auf der Arbeit ist gerade ordentlich was zu tun, das Meiste wird für die Mülltonne sein, weil nachher eh keiner Zeit hat von den Ärzten, aber so geht mein Tag wenigstens rum. Das hilft ungemein.

Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Ach doch, das Töchterchen hat die erste Klausur hinter sich und die lief supi. Die Schwere kommt aber noch. Und ab nächste Woche wird es spannend, weil die Bewerbungsfrist rum ist bezüglich Hochschulstart. 

Für das WE habe ich mir vorgenommen, einmal joggen und einmal eine kleine Radlrunde. Mal schauen, was ich davon schaffe. Ich müsste eh dringend auch wieder Muskeltraining machen, aber ich kann mich irgendwie momentan zu gar nix motivieren und oft genug ist es so, dass wenn ich starten will, Sophie irgendwas will. Fußball konnte ich auch meist nur gestückelt schauen, die Zieleinfahrt von der Tour de France habe ich oft genug verpasst. 

So, nun werde ich mal schauen, ob Sophie schläft, dann kann ich die Runde schieben und mich langsam an den Einkaufszettel machen. 

Samstag, 6. Juli 2024

Danke!

Danke Jungs für diese tollen, nervenaufreibenden Spiele! Ihr hättet es verdient weiterzukommen, aber so ist das leider manchmal. Ich hatte nix erwartet vor dieser EM, wusste nicht mal die Aufstellung, weil ich seit Jahren nur mit mäßiger Lust der deutschen Mannschaft zugeschaut hatte. Und dann wurde ich gleich beim ersten Spiel überrascht. Positiv! Klar, Schottland war noch ein leichter Gegner, trotzdem hat es mir mega Spaß gemacht dieser sympathischen Truppe zuzuschauen! 

Ursprünglich war ich ja nur froh, ein wenig Ablenkung zu bekommen zu meinem Hundepflegejob und letztendlich bin ich auch zu alt für so viel Spannng....lach....umso schöner finde ich es, dass wir nun wieder eine deutsche Mannschaft haben, mit der man sehr gerne zittert! Man sieht der Truppe halt auch an, dass sie Spaß haben und zu einer Einheit zusammengewachsen sind. In dieser kurzen Zeit hat Nagelsmann wirklich Großes geschafft! Respekt!

Die EM schau ich natürlich weiter. Aber nun halt sehr viel entspannter. :-) Vor allem bin ich heute auf die Schweiz gespannt! 

Freitag, 5. Juli 2024

Alles beim Alten!

Zur Zeit frage ich mich, ob ich überhaupt weiter bloggen soll, oder lieber eine Pause einlege! Auf der einen Seite will mein Gejammer sicherlich keiner mehr lesen, auf der anderen Seite ist das hier für mich ja auch eine Art Tagebuch und sehr wichtig für mich. Es ist für mich schön und auch hilfreich nachzulesen, wie es "damals" war und zwar ohne in der Vergangenheit zu leben. Es geht darum, zu sehen, dass das Leben in Phasen stattfindet und sich alles irgendwann auch wieder ändert. Egal, wie lange die Phase andauert - plötzlich merkst du, dass sich gerade was getan hat. Ob das dann besser ist oder nur anders doof oder alles toll wird - auf alle Fälle gibt es keinen dauerhaften Stillstand. Eine wichtige Erkenntnis, wenn man Ü50 ist.

Die letzte Woche war nicht so dolle, durch den krassen Wetterumschwung, kam schnell die Traurigkeit, Müdigkeit und Genervtheit bei mir zurück. Zurück kamen leider auch die Blasenbeschwerden, weiterhin ohne Befund im Urin. Anscheinend wird mich das noch eine Weile in meinem Leben begleiten und das  nervt mich ungemein. Ich tippe ja mal wieder auf einen Zusammenhang mit den Wechseljahren und manchmal macht mich das wütend. Warum müssen wir Frauen auch noch durch diesen Mist durch? Reicht es nicht, dass wir uns jahrelang mit dem Periodenkram rumschlagen, Schwangerschaften aushalten und von uns trotzdem erwartet wird, dass wir funktionieren, gute Ehefrauen, Liebhaberinnen, Mütter sind und wir gefälligst am Besten 40 h die Woche arbeiten sollen? Nein, obendrauf kommen dann noch die Wechseljahre und keiner gibt dir die Garantie, dass es besser wird, wenn der Wechsel vollzogen ist. Ich kenne genug Frauen, die danach noch jahrelang Probleme hatten. Bei manchen hört es nie auf oder geht direkt dann in das über, was das Alter halt so mit sich bringt. 

Ich glaube, ich nehme bisher alles an Wechseljahrsbeschwerden mit, die es so gibt. Es werden ungefähr 36 aufgelistet. Zum Glück bin ich nicht ganz so gebeutelt wie andere Frauen, bisher musste ich auch nur einmal etwas dagegen einnehmen für kurze Zeit. Aber ich kann durchaus verstehen, wenn Frauen den Zustand nicht mehr ertragen und eine HET beginnen. Sollte sich dieses Blasendings jetzt ausweiten, ich sags wie es ist, DAS will ich nicht dauerhaft haben! Allerdings sind einige Behandlungen eben erst möglich, wenn die Menopause eingesetzt hat. Davon bin ich ja noch gefühlt ewig entfernt. *soifz* 

Extrem empfinde ich zur Zeit meine depressiven Phasen, gepaart mit einer Grundtraurigkeit, diese Müdigkeit und Antriebslosigkeit am Schlimmsten. Ich hoffe, dass sich das wieder ein wenig bessert, wenn das Vitamin D anfängt zu wirken.

Mit Sophie war es soweit okay, sie frisst wieder besser und durch den Wetterwechsel können wir größere Runden machen, zumindest einmal am Tag. Dafür hat sie jetzt Nachts immer mal wieder Wachphasen. Ich hoffe, das weitet sich nicht aus. Auch das Pipiproblem Abends hat sich gebessert, seitdem ich ihr eher Suppe zubereite. 

Unsere Tage laufen eigentlich alle gleich ab, es gibt kaum Abweichungen. Durch das Wetter hocke ich dann Nachmittags drin und schaue Tour de France und später dann Fußball! Hey, wir sind immerhin im Viertelfinale und bisher hat es mir wirklich Spaß gemacht unseren Jungs beim Spielen zuzuschauen. Allerdings befürchte ich, dass heute Schluss ist. Spanien hat bisher wirklich sehr gut gespielt. Ich bin gespannt!

Dieses und nächstes WE sind ja hier Veranstaltungen zu denen ich gerne mal gegangen wäre, aber für mich zeitlich durch Sophie nicht machbar. Entweder könnte ich nach 21 Uhr losfahren oder halt vormittags. Es gibt noch ein Fenster zwischen 13 und 16 Uhr, aber da ist ja auf den Veranstaltungen auch nicht wirklich was los. Also, was soll ich dann dort? Etwas, was mich zusätzlich traurig macht, woran ich aber leider nichts ändern kann. :-(

Somit werde ich das WE so verbringen, wie schon die letzten Wochen. Hundesitting, Tour de France, Em 2024 und vielleicht etwas Sport. Ob ich mich aufs Rad traue, weiß ich noch nicht. Kommt darauf an, wie es der Blase geht. Joggen ist aber kein Problem, das peile ich auf alle Fälle an, wenn es nicht schlimmer wird. 

Heute aber erstmal Haushalt und Einkaufen! Und vorher lüfte ich noch den Hund!