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Montag, 17. August 2026

Letzter Kaffee...

....bevor ich mich in die Urlaubspause verabschiede.
Koffer ist gepackt, ich hab die 8 kg Punktlandung mit viel Stress und Gefluche geschafft, aber Notiz an mich "nie wieder"! Die Wohnung ist sauber, die Pflanzen draußen noch mal gewässert. Ich bin online eingecheckt, auch etwas, das ich noch nie gemacht habe. Das wird überhaupt ein Urlaub ausserhalb meiner Komfortzone sein. Dafür habe ich mir dann auch noch den denkbar ungünstigsten Zeitpunkt ausgesucht, nämlich den, wo mir mein Körper so mal richtig den Stinkefinger zeigt. Ich glaube, ich bin noch nie so körperlich lediert in den Urlaub gestartet. 
Ich überlege gerade, ob ich nicht lieber einen faulen Strandurlaub im Wellness-Hotel hätte buchen sollen. Aber als der Urlaub geplant wurde, war ich noch der Meinung, ich bin zur Zeit so fit, wenn nicht jetzt, wann dann! *lach* Es hätte allerdings noch schlimmer sein können, denn eigentlich war für dieses Jahr, ja entweder eine Mehrtageswanderung oder eine Mehrtagesradtour geplant gewesen. Die hätte ich wohl absagen müssen. ;-) 
Ein bissi Angst habe ich davor, dass ich durch die gestrige Aktion hier, den Ischias noch verschlimmert habe, denn mittlerweile merke ich das Ziehen und Brennen halt auch wieder im Stehen deutlich. Aber jetzt kann ich es nicht mehr ändern. Ich kann nur hoffen, dass es auf dem Level bleibt, vielleicht auch ein wenig besser wird, sobald ich etwas runterkomme. Immerhin habe ich heute Nacht gut geschlafen und dabei war der Hintern auch ruhig. 
Jetzt trinke ich gerade den zweiten Kaffee, danach werde ich ordentlich frühstücken und dann geht es auch bald los. 
Und ich bin unendlich dankbar, dass ich nicht mit der Bahn fahren muss. Mein Ischias wird es mir auch danken. Hoffentlich. *lach*
Ich bin mega aufgeregt wegen dem Flug - 16 Jahre ist mein letzter her. Wahnsinn, wo ist nur die Zeit geblieben. 
So, nun verabschiede ich mich in die Urlaubspause und hoffentlich lesen wir uns hier gesund und munter wieder! Bis bald!


Sonntag, 31. August 2025

Urlaubsende

Nun sind die 3 Wochen Jahresurlaub rum, morgen hat mich der Alltag wieder. Auch das Töchterchen muss ran, das Pflegepraktikum beginnt morgen. Die Bilanz des Urlaubs fällt durchwachsen aus, Tendenz zum Positiven aber weniger erfüllend als ich erwartet habe. Woran es liegt, kann ich gar nicht so sagen. Ich denke, ein wenig hat es damit zu tun, dass ich es zugelassen habe, dass mich ein männliches Wesen stimmungstechnisch runterreißen konnte. Der eiskalte Dopamin-Entzug am Montag, dem offiziellen ersten Urlaubstag, hat mir dann erstmal den Rest gegeben. Rückblickend denke ich, das passiert mir nicht nochmal. Nicht so, nicht auf diese Art und Weise. Aber letztendlich ist das nun mal das Risiko, wenn man sich heutzutage auf sowas einlassen möchte, wenn man dieser ganzen "Zweisamkeitsgeschichte" wenigstens noch eine kleine Chance geben will. Trotzdem werde ich mein Bauchgefühl nicht mehr ignorieren, denn dann wäre es schon eine Woche vorher passiert und hätte mir nicht die erste Woche Urlaub verhagelt. 

Wir haben das Beste draus gemacht, das Wetter hat ja mitgespielt. Der Urlaub in Dahme war natürlich schön, keine Frage, aber warum auch immer, ich kam danach eben total erschöpft zu Hause an und habe wirklich die ganze Woche gebraucht, um mich wieder auf Kurs zu bringen. So richtig fit fühle ich mich immer noch nicht und ich habe die Befürchtung, dass sich mein Vitamin D Spiegel wieder verabschiedet hat. Entweder ich hole mir erstmal was niedrig dosiertes aus der Apotheke, oder lass meinen Spiegel nochmal auf eigene Kosten checken. Mal schauen, ich überlege noch!

Erst vorgestern bin ich wieder joggen gegangen und auch wenn es sehr mühsam war, obwohl die Pause gar nicht so lange gewesen ist, hat es mir gut getan. Es hat mir einen Schub Motivation zurückgebracht. 

Was haben wir die Woche hier noch so gemacht? Wir haben regelmäßig auf dem Beachvolleyballfeld hier im Ort ein bissi das Ostseefeeling zurückgeholt und uns geärgert darüber, dass wir das noch nicht früher gemacht haben. Das Feld gibt es schon länger, aber wir sind irgendwie nie auf die Idee gekommen, da mit Ball hinzulaufen. 

Wir waren zweimal shoppen - ich brauche dringend Hosen - aber die Ausbeute war ernüchternd! Erst in Gießen gestern bin ich fündig geworden, leider war es dann aber teurer als gehofft. Aber ich brauche nun mal unbedingt Jeans und die sahen immerhin halt halbwegs gut an mir aus. Also habe ich sie beide mitgenommen. 
Wir sind spazieren gegangen, haben viel gequatscht und für heute haben wir uns vorgenommen, je nach Wetter, entweder nochmal zur Strandbar zu fahren oder Tapas essen zu gehen. Als Urlaubsabschluss sozusagen.

Ich gebe es zu, ich bin noch null bereit für den Herbst, für den Rest des Jahres, ich habe mit dem Sommer noch eine Rechnung offen. Es gruselt mich vor diesem Herbst, was sicherlich auch daran liegt, dass ich immer noch keine Pläne machen kann, weil ich immer noch nix von der Stelle gehört habe. Es nervt mich so, dieses in der Luft hängen. Aber Vertragsbeginn zum 1.9. - das wird ja jetzt nix mehr. Ob es dann zum 1.10. klappt - keine Ahnung. Und so lange ich den Vertrag nicht habe, muss ich weiterhin meine Finanzen im Auge behalten und mich einschränken. Auch weiß ich so halt nicht, wann ich das nächste Mal Urlaub machen kann. Hängt auch davon ab, wann der Vertrag nun endlich beginnt. Und es besteht ja immer noch die Möglichkeit, dass das alles gar nicht klappt. Ist unwahrscheinlich, ich weiß, aber manchmal kommt halt schon die Panik hoch. Auf der anderen Seite habe ich Respekt vor der Umstellung auf Ganztags, ich genieße schon auch den freien Nachmittag, doch der Preis den ich finanziell dafür zahle, ist auf Dauer viel zu hoch.

Und ich muss ein paar unangenehme Dinge erledigen, bzw. erledigen lassen. Arzttermine und so! Mir hängt immer noch das von letztem Herbst nach. Man geht zur Routineuntersuchung und zack - OP-Termin. 

Wenigstens ist das Töchterchen noch den ganzen September hier, das lenkt ab und macht den Übergang zum Herbst und zur dunklen Jahreszeit leichter. Aber ab Oktober bin ich dann wieder ganz alleine und ich hoffe, bis dahin ist das zumindest mal mit dem Vertrag abgeschlossen.

Jetzt brauche ich erstmal noch einen zweiten Kaffee und dann kann ich auch die Fotos vom Urlaub weiterbearbeiten, für den Urlaubsbericht. Und ich versuche den letzten Tag vor dem Alltag noch zu genießen, am Liebsten natürlich tanzend in der Strandbar. :-)

Montag, 25. August 2025

I'm back!

 



Nun ist der Urlaub in Dahme auch schon wieder rum. Eine Woche ist natürlich viel zu kurz, wenn man auch noch eine etwas weitere Anreise hat. Aber natürlich bin ich einfach nur glücklich, dass es nach 3 Jahren endlich mal wieder geklappt hat. 

Es war anders als unsere Urlaube vorher, aber auch das war klar. Ohne Sophie ist es halt ein komplett anderer Dahme Urlaub. Auch die Tatsache, dass das Töchterchen und ich uns verändert haben, hat dazu beigetragen. Das Töchterchen ist einfach mehr Action in ihren Urlauben mit den Freundinnen gewohnt und ich muss mich halt mit dem Gedanken befassen, dass ich mich auch bezüglich Urlaube neu finden muss. Aber das wird schon! Im Großen und Ganzen haben wir uns super verstanden, viel Zeit miteinander verbracht und viel gelacht. Allerdings waren wir beide nach ein paar Tagen so erschöpft, obwohl ich dachte, wir wären ohne Hund viel weniger aktiv. Anscheinend war das nicht so. Wir kamen manchmal Abends kaum noch die Treppen zur Ferienwohnung hoch, weil wir körperlich echt k.o. waren. *lach* Und ich muss dazu sagen, ich bin ja momentan viel fitter als vor 3 Jahren. 

Vom Wetter her, war das leider nicht so, wie vorhergesagt. Sonntag bis Dienstag hatten wir wirklich Strand- und Badewetter! Aber ab Mittwoch schlug das Wetter komplett um. Es war jeden Tag sehr viel schlechter, kälter und auch windiger als es angesagt wurde. Vor allem der eisige Nordwind machte es einfach nur kalt. Ausserdem regnete es doch ab Donnerstag jeden Tag. Nicht viel, aber damit hatten wir halt nicht gerechnet. 

Freitag Abend bis Samstag Spätnachmittag war ich dann alleine, weil das Töchterchen spontan ein Probearbeiten für einen neuen Minijob ausgemacht hatte in Hamburg. Und Sonntag sind wir dann abgereist. Wir haben uns gegen eine Verlängerung entschieden, weil uns das Wetter einfach zu kalt war. Und ich hatte halt auch bis dahin immer noch nichts von der Stelle gehört. Wir dachten, hier zu Hause haben wir wenigstens noch 3 warme Tage, die wir gemeinsam nutzen können, bevor es dann auch hier doof wird.

Ehrlich, ich bin überhaupt noch nicht bereit für Herbst! Ich will das nicht! Auf gar keinen Fall! Aber ich glaube, es geht vielen Menschen so! Wir haben einfach noch nicht fertig mit dem Sommer 2025.

Für heute steht erstmal der Großeinkauf an und Wäsche waschen. Das werden ein paar Maschinen, weil ich ja diesmal die Bettwäsche und die Handtücher plus Abtrockentücher mit hatte. Ich bin also beschäftigt. 

Alles weitere dann bei den jeweiligen Nachberichten über unseren Dahmeurlaub. Aber dazu muss ich erstmal die Fotos bearbeiten. Viele sind es diesmal nicht, aber dazu später noch was. 

Jetzt brauche ich erstmal einen zweiten Kaffee! :-)

Freitag, 13. Juni 2025

Hamburg - Tag 4 - Rückreise, Fazit

Ich musste erst gegen 11 Uhr auschecken und mein Zug sollte erst gegen 12.30 Uhr fahren, so hatte ich genügend Zeit alles in Ruhe zu machen. Der Tag begrüßte mich sonnig, was ich auf der einen Seite toll fand, auf der anderen Seite hätte ich mir die halt am Vortag gewünscht. Naja, das Leben ist kein Wunschkonzert, das Wetter schon mal gar nicht. :-)

Wie verabredet kam das Töchterchen zum Frühstück ins Hotel. Ich hatte am Vortag abgeklärt, ob sie einen oder zwei Kaffee mittrinken darf und was das kosten würde. Frühstücken wollte sie eh nicht. Sie durfte dann netterweise kostenlos den Kaffee mit mir trinken und da sie auch von Hafer- bis Lactosefreie Milch da hatten, war das auch kein Problem. Wir genossen unsere letzte gemeinsame Stunde und dann musste sie aber zur Uni.

Ich hatte immer noch so viel Zeit, das Wetter lockte nach draußen, aber für einen Ausflug war es dann zu wenig und das ganze Gepäck wollte ich diesmal nicht mitschleppen. Also entschied ich mich, nochmal bis zum Rewe zu laufen und mir noch Wasser zu holen und das Leergut abzugeben. Die Luft war so klar und die Sonne kitzelte in der Nase. Hach, was war das schön!

Das Auschecken später lief reibungslos. Karte abgeben und fertig. :-)

Die anschliessende Busfahrt, der Umstieg in die S-Bahn auch. Aber vor dem Bahnhof selbst hatte ich ordentlichen Respekt und natürlich auch im Anbetracht der Tatsache, was da an meinem Ankunftstag nur wenige Stunden später passiert war. 

Es war aber deutlich weniger los als an dem Ankunftstag und da ich ganz hinten vom Gleis losfuhr, also quasi ausserhalb des Bahnhofes, war es dann doch nicht so gruselig.




 

Diesmal waren auch die Wagen nummeriert und ich fand meinen Sitzplatz auf Anhieb. Und wir sind sehr pünktlich abgefahren. 

Machs gut Hamburg!


Dann gab es aber einen medizinischen Notfall im Zug und es wurde nach einem Arzt oder sonstigem medizinischen Personal gefragt. Wir mussten in Lüneburg länger halten, damit der Notarzt zusteigen konnte und die Patientin wurde nach kurzer Zeit in den Rettungswagen umgelagert. Immerhin war sie ansprechbar, was ich aus meinem Fenster halt sehen konnte. Es hat insgesamt ca. 15 min. gedauert, dann ging es weiter. 5 min. holten wir auf der restlichen Fahrt wieder rein und so bin ich echt dankbar, das meine erste große Reise mit der Bahn so gut verlaufen ist. Wenn es funktioniert, ist das eine sehr entspannte und wunderbare Art zu reisen. Aber ich kenne genügend Horrorgeschichten vom Töchterchen und anderen Menschen. 

Mein Fazit von Hamburg:

Wenn man es als Landei, wie ich, das in einer sehr behüteten, heilen Welt lebt, schafft das Elend und den Abgrund der Menschheit auszublenden, der einem halt schon dort vor allem an den Bahnhöfen begegnet, dann ist Hamburg wirklich toll. Die vielen Menschen, der Verkehr, das Fahren mit den Öffis hat mich tatsächlich viel weniger überfordert als gedacht und ja, tatsächlich kann ich mich auch in einer so großen Stadt wohlfühlen. Hamburg hat unfassbar viele Fassetten und es gibt noch viel zu entdecken. Es gibt auch kulturell halt einfach zigfach viel mehr zu erleben. Aber es ist halt auch alles extrem teuer! Vom Essen bis zu den Eintrittsgeldern. Oft kann ich mir das halt nicht leisten.

Mein Fazit zu meiner ersten Reise ausserhalb meiner Komfortzone:

Es hat Lust auf mehr gemacht. Ich war so glücklich danach, musste mich auch weniger erholen als gedacht und ich hätte gleich wieder auf Reisen gehen können. :-) Ich werde sowas auf alle Fälle wieder machen. Entweder mit dem Töchterchen, einer Freundin oder eben alleine. Alleine reisen hat auch Vorteile, aber auch Nachteile. Ohne das Töchterchen vor Ort, hätte ich halt die Eindrücke alleine gesammelt, man hat dann niemanden mit dem man darüber sprechen kann. Glück zu teilen, verdoppelt es halt einfach. Mich alleine in ein Café zu setzen oder im Hotel an die Bar, das Frühstück alleine einzunehmen, hat mir null ausgemacht. Ich sitze auch einfach gerne da und beobachte die Leute. Und manchmal ergibt sich dann ja auch ein Gespräch.

Mein Fazit zum Hotel:

Jederzeit wieder! Ich habe mich wohlgefühlt von Anfang bis Ende. Mein kleines Einzelzimmer habe ich geliebt und sogar genauso gut geschlafen wie zu Hause. Trotz 6spuriger Straße! Es war sauber, das Frühstück für mich lecker und total ausreichend! Alle waren nett und die Stimmung recht locker. Nicht eine einzige negative Bemerkung, die ich vorher gelesen habe, traf für mich zu. Es liegt auch strategisch gut. Man muss zwar meist umsteigen, aber man kommt überall gut hin und es sind dort definitiv auch weniger Menschen unterwegs. Aber machen wir uns nix vor, die Hotelpreise sind heftig, ob sie gerechtfertigt sind? Oder der Preis fürs Frühstück? Wahrscheinlich nicht! Doch das Problem hat man ja überall, wenn man nicht 10 km ausserhalb nächtigen möchte. Und wenn ich das Frühstück irgendwo anders einnehme, zahle ich ja nicht wirklich weniger als im Hotel. Von daher - doof, dass alles so teuer geworden ist, aber das sagt halt nix über dieses eine Hotel aus. 

Ich freue mich schon, wenn ich wieder verreisen kann. :-)


Montag, 9. Juni 2025

Hamburg - Tag 3 - Reeperbahn, Schanzenviertel, Abschiedsessen

Zu wenig Zeit für einen weiteren größeren Ausflug, zu viel Zeit, um direkt zum Essen zu gehen, also, was machen wir nun?

Wir entschieden uns, weil es einfach um die Ecke war, über die Reeperbahn zu laufen und ehrlich gesagt, mir hat es auch am hellichten Nachmittag ausgereicht. Ich ahne, in was sich das Ganze in der Dunkelheit verwandelt. Aber hey, ich war mal da das zählt doch auch bei Sonnenschein, oder?

Über die Reeperbahn muss ich, glaube ich, nicht viel schreiben, oder?

Vielleicht ein bissi Geschichte?

Den Namen hat die Reeperbahn von den sogenannten Reepschlägern. Das sind Taumacher und Seiler, die für die Herstellung von Schiffstauen zuständig waren. Für dicken und langen Taue brauchte man eine 400 m lange Bahn, die sogenannte Reeperbahn. Da die Schiffe immer größer wurden, wurden auch die Taue dafür länger und breiter, also mussten sie zur Herstellung vor die Stadt ziehen, wo es noch genügend Platz gab, um Seile von bis zu Metern drillen zu können. Etwa im 17. Jahrhunderts siedelten sich die ersten Spielbuden und ein Jahrmarkt dort an. Der Beginn des Amüsierviertels. 





Als wir diese Ecke von Hamburg dann auch abgelaufen hatten, schauten wir mal, wie wir in welcher Zeit zum Restaurant gelangen sollten. Wir entschieden uns zu laufen und mussten direkt ins Schanzenviertel. Die ungeliebte Ecke meiner Tochter und ehrlich, ich kann es verstehen. An einem Sonntag, bei düsterem Wetter, war das nicht die angenehmste Gegend. Ich habe mich nicht wirklich wohl gefühlt, also sind wir zügig da langmarschiert. Ein paar Fotos habe ich gemacht und bestimmt gibt es da auch tolle Ecken zu sehen, aber an dem Tag, lud uns die Gegend nicht wirklich dazu ein.




Wir kamen dann ca. 15 min. früher am Restaurant an, durften aber direkt zum Tisch. Eine Premiere stand an für mich, das erste Mal richtig Sushi. Ich durfte ja schon mal vor ein paar Wochen aus dem hiesigen Supermarkt testen, aber da musste ich halt auch nicht auswählen. *lach*

Da saß ich nun, hatte null Ahnung und starrte ewig auf die Karte. Letztendlich hat mir das Töchterchen ein wenig geholfen. Verstanden habe ich das alles immer noch nicht. Egal! Das Essen kam, es war mega lecker und vom Preis/Leistungsverhältnis okay, denke ich. Ich hab da allerdings keinen Vergleich. Das Töchterchen geht dort ab und zu mal hin, aber das mit den Stäbchen habe eindeutig ich, besser hinbekommen. *lach*




Es war ein schöner Abschluss für den Hamburgtrip! Danach haben wir uns auf den Rückweg gemacht, der Bus warf mich direkt vorm Hotel raus und das Töchterchen fuhr noch ein paar Haltestellen weiter bis zu ihrem Wohnheim.

Der letzte Abend in Hamburg war zu Ende!

Sonntag, 8. Juni 2025

Hamburg - Tag 3 - Historische Peterstraße

Während das Töchterchen noch damit haderte, dass es zwar nach dem Gewitterschauer sonnig, aber in ihren Augen eiskalt geworden ist, übernahm ich die weitere Führung und entschied, dass wir einfach einem dieser Touri-Schilder nachgehen: Kompositionsquartier! Und so landeten, wie ich aber erst seit heute weiß, in der Peterstraße!

Ein wundervolles Eckchen in Hamburg, endlich weiß ich, was ich da in der Vorweihnachtszeit für Häuser ans Küchenfenster male. *lach* Nein, wirklich, wir haben uns dort wirklich wohlgefühlt und bestaunten die historisch, nachgebauten Häuser. Denn diese Kaufmannshäuser, sind tatsächlich "Fake". Hier gab es die gar nicht, irgendein Unternehmer ließ die Fachwerkhäuser in den 60er Jahren neu errichten unter Erhalt der alten Bausubstanz. Eigentlich wohnten hier in diesem Teil alte Juden und keine Kaufmänner. Aber tatsächlich fühlt man sich in eine ältere Zeit hineinversetzt. 

Nur ein Haus, nämlich die Nummer 39 ist echt aus dem 18. Jahrhundert. 

Hier in dem Viertel gibt es ausserdem das "Komponisten Quartier", eine Ausstellung über die Musiker Telemann, Carl Phillip Emanuel Bach und Johann Adolf Hasse. Der Brahms, ein Ehrenbürger Hamburgs, zog in die Nummer 39 ein. Es soll wohl noch zwei Ausstellungen für Gustav Mahler und die Geschwister Fanny und Felix Mendelsohn geben. 

An diesem Tag waren die Ausstellungen geschlossen, wir waren aber auch diesbezüglich unwissend, weil nicht vorbereitet, aber tatsächlich könnte man sich sowas auch irgenwann mal anschauen. 

















Als wir da so standen und staunten, hörten wir schon die ganze Zeit von irgendwoher Live Musik. Und genau in diese Richtung gingen wir dann auch. Wir landeten direkt im Park Planten Un Blomen, wo ein türkisch-deutsches Konzert stattfand. Ich sags mal so, die Leute dort, hatten echt Spaß und die Band war großartig. Wir blieben kurz dort stehen, hörten der Musik zu und schauten auf das lustige Treiben.



Weiter ging es Richtung roter Strich auf der Straße. Der ist uns schon in der Peterstraße aufgefallen und ich kannte sowas ja schon aus Hannover, deswegen führte ich uns weiter in diese Richtung. Dabei sahen wir immer eine riesige Statue und wir fragten uns die ganze Zeit, wo genau die steht und was das ist. Sie tauchte nämlich immer mal wieder auf und verschwand, so konnten wir ganz schlecht den genauen Standort ausmachen. 


Und dann sahen wir sie wieder die Statue:


Es ist das große Bismarck-Denkmal! Errichtet 1901-1906, 34,3 m hoch, steht unter Denkmalschutz und wiegt 625 Tonnen. Die Hohlräume des Denkmal wurden in den Kriegsjahren zu einem Bunker umgebaut, der ca. 950 Personen aufnehmen konnte. Die Statue ist aber umstritten, es gibt immer wieder Diskussionen, wenn es um die Sanierung geht. 

Und bei uns stellte sich langsam die Frage....was machen wir nun? Bis zum Abendessen hatten wir immer noch Zeit. 

Samstag, 7. Juni 2025

Hamburg - Tag 3 - Michel

Nach der Stärkung am Altoner Bahnhof, sind wir erstmal zum Hotel zurück. Es sollte erstmal weiter regnen und somit waren alle Pläne für den Nachmittag nicht machbar. Mir persönlich hätte eine kleine Mittagspause überhaupt nichts ausgemacht, aber das Töchterchen hatte Hummeln im Hintern. 

Ich sicherte erstmal die Fotos vom Handy und legte eine neue SD-Karte in die Kamera ein, aber das zappelnde Kind machte mich nervös. Irgendwann zickten wir beide ein wenig rum und waren kurz davor uns erstmal für eine Stunde zu trennen. Aber irgendwie haben wir die Kurve bekommen und uns ein Ziel ausgesucht. Mittlerweile war das Wetter von Dauerregen auf Schauer übergegangen mit kurzen sonnigen Abschnitten. Wir machten uns fertig und stapften zur Bushaltestelle vor dem Hotel.

Ziel war der Hamburger Michel! Da das Töchterchen auch noch nicht da war, passte das ganz gut für uns beide. 

Die Hauptkirche St. Michaelis ist das Wahrzeichen Hamburg. Knapp 400 Jahre alt, musste die Kirche zweimal neu aufgebaut werden. Die Barockkirche mit ihren 2500 Sitzplätzen ist auch die größte Kirche von Hamburg. Sie hat 6 Orgeln und einen 132 m hohen Turm, den man auch begehen kann. Lohnt sich bestimmt, war uns aber für diesen Tag zu teuer. Ich habe jetzt nachgelesen, dass man auch Abends rauf kann, vielleicht dann beim nächsten Mal. ;-) Am Turm hängt die größte Kirchenuhr Deutschlands, mit 8 m Durchmesser. Es gibt auch einen Gewölbekeller und eine Krypta, wo man eine Ausstellung und einen Film über die Historie der Kirche sehen kann. Auch das kostet natürlich Eintritt. 

Die Kirche wurde 1647 bis 1669 erbaut, am 10. März 1750 wurde sie vom Blitz getroffen, der Turm stürzte ein und setzte das ganze Gebäude in Brand. 1762 wurde der neue Michel eingeweiht, der Turm folgte aber erst 1786. 1906 wurde das Gebäude bei Lötarbeiten erneut in Brand gesetzt und bis auf die Grundmauer ab. Im gleichen Jahr entschied man, das Gebäude wieder nach den alten Plänen aufzubauen, man ersetzte allerdings das Holz durch Stahl und Beton. 1912 konnte eröffnet werden. Immerhin blieb der Michel im Krieg dann nahezu unbeschädigt. 

Benannt wurde die Kirche nach dem Erzengel Michael, dessen Statue man auch vor dem Hauptportal sehen kann.

Ich mache es mal kurz, wir haben gar nicht viel erwartet und dann standen wir vor diesem beeindruckenden Bau fast sprachlos. Das kam irgendwie unerwartet. Mit der großen Kamera habe ich es gar nicht geschafft alles draufzubekommen, deswegen mit dem Handy, aber halt nur mit extremen Weitwinkel und deswegen wirkt das erste Foto arg verzerrt.











Und dann zog der nächste Regenschutt auf, also flüchteten wir ins Innere der Kirche. Deswegen war ich gar nicht so wirklich auf den Anblick innen vorbereitet und stand erstmal sprachlos da. Es ist lange her, dass ich so eine Kirche von innen gesehen habe. Oder habe ich überhaupt schon mal sowas gesehen? Ja, ich glaube, in Florenz, aber das ist halt auch über 30 Jahre her. 














Draußen ging die Welt unter und so hatten wir genügend Zeit uns hier umzuschauen. Das Beste aber war, dass gerade ein Chor für ein Konzert mit der Orgel probten. Und die waren richtig gut, die Akkustik in der Kirche bescherten uns Gänsehaut hoch- und runter. Irgendwann setzten wir uns irgendwohin und hörten einfach nur noch zu. Es war wunderbar, wir waren glücklich, dass wir spontan so etwas miterleben durften. Alles richtig gemacht! :-)

Irgendwann wurde es draußen wieder heller und wir schauten nach, was eine Besteigung des Turms kosten sollte - 8 Euro - an dem Tag nicht mehr, wir wollten Abends ja noch Essen gehen und das hätte mein Budget überreizt. Aber man muss sich ja noch ein wenig für den nächsten Hamburg Besuch aufheben. :-)






Fortsetzung folgt...