Mittwoch, 31. Januar 2024

Ab morgen...

...beginnt wieder mein Fasten. 2 Monate lang Verzicht auf bestimmte Lebensmittel und Getränke, sowie möglichst ein Kaloriendefizit zu erarbeiten, eigentlich wie jedes Jahr. Nur diesmal leider ohne Challenge mit der Bekannten. Auch meine Freundin mag nicht mitmachen. Die eine aus Zeitmangel, die andere motiviert sich gerade selbst. Ich hätte eh nur eine abgespeckte Variante machen können, einfach weil ich total unfit bin und ausserdem neben der Betreuung des alten Hundes einfach weniger Zeit und Muße habe. Mal schauen, was ich unterbringe in den Alltag.

Verzichten werde ich wie immer auf Alkohol, Süßkram und Chips, süße Getränke und Fleisch bzw. Wurst. Fisch erlaube ich mir, da ich den eh kaum essen. Ausserdem möchte ich versuche die eine oder andere vegane Woche einzulegen. Ich teste das ab Montag mal an und schaue, wie ich klar komme. Am Schwierigsten wird da tatsächlich der Verzicht auf Käse. Beim Kochen geht es noch, aber auf Brot und Toast packe ich halt statt Wurst Käse drauf. Zum Veganer werde ich aber nicht, weil mir sonst die Eiweißquellen fehlen. Ich esse eh zu wenig davon, einfach weil ich keine Hülsenfrüchte mag und sie auch nur in bestimmten Mengen vertrage. Beim Sportprogramm muss ich flexibel bleiben, ich versuche ein 4 Wochen Hit-Programm, das ich schon mehrfach gemacht habe, irgendwie einzubauen, da ich mit den Give Me 5 Apps fast durch bin. Morgen ist schon der letzte Tag. 

Witzigerweise starte ich mit fast den gleichen Maßen wie letztes Jahr. Ob ich wieder so erfolgreich bin, wage ich zu bezweifeln, aber vielleicht komme ich dann auch durch den Sommer ohne Zwangspause durch. Das würde mir schon helfen. ;-)

Sophie geht es erstmal gut. Sie hatte jetzt ausgesprochen gute Tage ohne Verwirrtheit, ohne Bockigkeit und meistens war sie sogar richtig motiviert. Einmal ist sie 41 min. straff durchmarschiert und hat die Pace vorgegeben. Ich kam kaum hinterher. Heute Abend dann wieder total Verweigerung. Kam aus heiterem Himmel, leider habe ich es verpasst sie beim zweiten Mal anzuleinen und sie ist mir dann durchgegangen. Es hat eine Weile gedauert bis ich sie wieder eingefangen habe, weil sie nämlich echt noch schnell unterwegs ist. Und alles nur, weil sie einen anderen Weg gehen wollte als ich. Ihrer wäre viel zu weit gewesen. Wenn sie dann erstmal in diesem Meidemuster ist, geht gar nichts mehr. Und ja, Schmerzen kann ich absolut ausschließen. Vielleicht war es ihr heute schon zu dunkel als wir los sind. Es fing an zu dämmern und der Tag wurde ja hier eh schon nicht hell. Ich sehe also heute schwarz, dass ich sie nochmal zum großen Geschäft überreden kann und Töchterchen kommt leider nicht nach Hause. Wahrscheinlich darf ich dann nachts nochmal aufstehen. Aber warten wir es ab. In den Garten macht sie zur Zeit nur Pipi, obwohl sie eigentlich morgens muss und auch verlässlich macht. Bis zur Wiese will sie aber auch nicht laufen, das macht es echt schwierig. Gerade, wenn ich auf die Arbeit muss. Als das Töchterchen jetzt zwei Tage zu Hause war, war das echt einfacher und ich konnte da den Druck rausnehmen. 

Blöd, dass mir heute schon wie Donnerstag ist. Aber leider muss ich morgen nochmal ran. 

Das Töchterchen hat jetzt nur noch den 24 h Dienst am Freitag, dann ist sie fertig mit dem Praktikum und lustigerweise findet sie es jetzt doch gar nicht mehr so schlecht. Es kommt halt wirklich darauf an, mit wem man fährt. Aber von Entspannung brauchen wir nicht zu reden, sie wird wohl 24/7 durchlernen für den HamNat. Manchmal frage ich mich, ob das alles so gut ist und vor allem, ob es das wert ist für einen Beruf bei dem man kaum ein Leben mehr hat und es ewig dauert bis man mal wirklich Geld verdient. Aber es ist ihr Leben und ihre Entscheidung. 

Und jetzt werde ich noch ein wenig im Internet ein paar Sachen recherchieren und anschliessend mein Spiel weiterzocken. :-)

Fotos gibt es keine, die Winterbilder sind noch nicht weiter bearbeitet und ansonsten gibt es keine neuen. 

Gefressen hat sie die Tage viel besser, der Napf wird meistens leer - sogar oft im ersten Gang. Bisher sind wir bei einem Drittel neues Futter. Die Tabletten bekommt sie seit Montag und bisher merke ich keine Veränderung. Mal schauen, wie es weitergeht. 

 

Samstag, 27. Januar 2024

Und dann kam....

....der Anruf vom Tierarzt. Bringen wir es gleich auf den Punkt, Sophies Nieren wollen nicht mehr so. Die Blutwerte zeigen das sehr deutlich. Das ist natürlich nicht schön, vor allem, weil ich nun erneut das Futter umstellen muss. Sie braucht eine Nierendiät. Und vor der Futterumstellung habe ich echt Respekt, ich habe immer noch ein kleines Trauma vom letzten Jahr als ich ewig gebraucht habe, sie unter einem Trockenfutter darmtechnisch stabil zu halten. Eigentlich hatte ich gehofft, dass ich nicht mehr umstellen brauche. Aber gut, wie man das langsam macht, weiß ich ja nun und vielleicht ist die Umstellung von Trockenfutter zu Trockenfutter auch nicht ganz so kritisch. Leider ist in dem Nierenfutter von unserem jetzigen Hersteller Rind als Fleischquelle. Ich habe keine Ahnung, ob sie das verträgt. Ich glaube, das hatten wir noch nicht. Pferd, Lachs, Huhn und Ente stand bisher auf der Trockenfutter Zutatenliste. Naja, hilft alles nix, ich hole das heute vom Tierarzt ab und fang auch gleich damit an. Er meinte zwar, ich könne meinen jetzigen Sack noch fertig füttern, aber wenn es wieder so lange dauert, wie das letzte Mal, wird der alleine beim Reinmischen schon verbraucht. 

Dazu bekommt sie einen ACE-Hemmer, um die Niere zu entlasten. Natürlich habe ich recherchiert und ja, das ist die gängige Vorgehensweise. Er meinte, der wird von allen Hunden ganz gut vertragen. Bisher hatte sie ja mit Tabletten weniger Verträglichkeitsprobleme. Auch die Schmerzmittel damals für den Rücken, die ja wirklich Hämmer waren, haben ihr nix ausgemacht. Schauen wir mal. 

Ansonsten soll ich weitermachen wie bisher, das Enzympulver und auch die Futterergänzung für die Gelenke, die sie ja schon lange bekommt, gibt es weiterhin. 

Die gute Nachricht ist, dass die Schilddrüsenwerte sich nicht verschlechtert haben und alles andere auch in Ordnung ist. Die schlechte Nachricht ist, die Zähne werden jetzt nicht mehr gemacht. Im jetzigen Zustand der Nieren könnte eine Narkose sie ganz zerschießen.

 In 3 Monaten wird alles kontrolliert. Und da ich ja schon vor Wochen recherchiert hatte, was Appetitlosigkeit beim Hund für Ursachen hat, weiß ich, dass das ganz typisch ist für chronische Niereninsuffiziens. Das kann sich allerdings mit der Nierendiät wieder verbessern. Bei manchen gehen sogar die Werte wieder zurück. Ob das in Sophies Fall noch möglich ist, müssen wir sehen. 

Erschreckend finde ich, dass sich das so schnell verschlechtert hat. Bei der letzten Blutabnahme war ja noch nix im Blut zusehen. Aber auch das ist wohl typisch, die Krankheit bleibt lange unerkannt, weil sie lange keine klinischen Anzeichen zeigt. 

Eine Prognose konnte er mir nicht sagen, er kann nicht mal genau sagen, ob sie letztendlich daran stirbt oder doch an was ganz anderem. Mein Wunsch wäre es, dass sie das Futter verträgt, ihre Appetitlosigkeit verschwindet und sie einfach noch eine schöne Zeit hat ohne Schmerzen und anderen Beschwerden.

Ansonsten habe ich grottig geschlafen, aus verschiedenen Gründen und deswegen glaube ich nicht, dass ich mich heute Abend aufraffen kann für die Ü30. Joggen fällt nun auch aus, weil ich heute morgen zum Tierarzt muss für den Großeinkauf und es hier arschkalt ist. Ob ich ab mittags ein Auto habe, weiß ich nämlich nicht. Und ich bin am Überlegen, ob ich nicht auch gleich Getränke hole, wenn ich eh nach Niederweimar muss. Meine Fastenzeit beginnt ja Mittwoch und da brauche ich richtiges Mineralwasser und mein Mineralwasser mit einem Spritzer Zitrone. Ein bissi Abwechslung zum schnöden Leitungswasser.

Das Töchterchen hatte sehr schlechte Laune gestern auf ihrem Geburtstag, somit haben wir irgendwie gar nix gemacht, ich habe sie lieber in Ruhe gelassen. Aber immerhin ist sie dann doch noch ausgegangen und nicht nach Hause gekommen. Ich gehe mal davon aus, dass sie bei ihrer Freundin übernachtet, wie sie zurück kommt ohne Zug - keine Ahnung. Aber sie ist ja schon groß.

So, nun werde ich noch einen ekligen zweiten Kaffee trinken. Das Töchterchen hatte Bohnen zu Weihnachten bekommen, mit Vanille, und wollte die natürlich probieren - wir kämpfen uns durch die erste Füllung des Vollautomatens und freuen uns schon auf unsere normalen Bohnen. *lach* 

Freitag, 26. Januar 2024

20

20 Jahre ist meine Tochter nun, meine Güte, wo ist die Zeit hin? Jetzt ist sie nicht mal mehr ein Teenager. Unfassbar! Sie ist eine junge Frau geworden, die ganz sicher ihren Weg gehen wird. 

Eine Feier wird es heute nicht geben, sie muss eine 11 h Praktikumsschicht schieben und ich weiß auch nicht, wann sie nach Hause kommt. Eigentlich wollte sie heute Abend noch mit ihren Freundinnen in die Stadt, aber der Streik macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Die eine kommt nicht von Frankfurt weg und die andere wäre auch mit der Bahn bis nach Marburg gefahren. Davon mal abgesehen käme keiner Nachts mehr nach Hause ohne Bahn. Die Busse fahren in Marburg nun auch ausgedünnt, weil Grippewelle im Busfahrerlager. Und wenn sie schon in Marburg sehr viel weniger fahren, wird unsere Linie wahrscheinlich bis auf die Schulzeiten ganz eingestellt. Das ist echt doof, aber sie wird es nachholen! 

Ich bin gespannt, wer hier heute eintrudelt und hofft, dass es Kuchen und Sekt gibt. *lach* Aber dieses Jahr gibt es hier wirklich gar nix. Ich hatte einfach weder Kopf noch Lust dazu, vor allem weil klar ist, dass das Töchterchen nicht mal gegen 18 Uhr dazustoßen kann. 

Es wird also erstmal ein ganz normaler Freitag sein. Ich hoffe, dass sie heute wenigstens einen guten Tag im Praktikum hat. Das steht und fällt ja wirklich mit den Mitfahrenden. 

Ihr Geschenk konnte ich ihr auch noch nicht überreichen, weil ich gestern Abend feststellen musste, dass wir nicht ein Fitzelchen Geschenkpapier mehr haben. Wahrscheinlich wurde mir das nach und nach von einem Bewohner hier für Freundinnen-Geburstage entwendet. Nicht mal Weihnachtspapier war noch da. Nicht mal das halbwegs Neutrale, wovon ich eigentlich noch ne ganze Rolle übrig hatte nach Weihnachten. Vielleicht haben wir allerdings auch solche Mitbewohner wie Petterson und Findus, die es sich unter den Nagel gerissen haben. *lach* Naja, ich muss ja eh einkaufen gehen und da ja nun der Drogerie-Discounter direkt daneben eröffnet hat, ist das auch kein Problem mehr. 

Ansonsten war die Woche okay. Arbeitstechnisch und auch privat. Es ist ja jetzt draußen nasser Frühling, aber Montag war es trotz 4-5° Grad spiegelglatt. Mein Auto warf das erste Mal in seiner Karriere den Fahrstabi an und ich dachte, es würde mir mitten in der Fahrt ausgehen. Das war gruselig! Dabei bin ich wirklich extrem langsam an der Ampel abgebogen und hatte das Auto gut unter Kontrolle. Mein Fahrwerk war aber wohl anderer Meinung. 

Ich habe jetzt ein neues, altes Spiel. Und somit eine Alternativbeschäftigung fürs Puzzeln. Darunter leidet aber nun mein Vorsatz, das Fotoarchiv auszumisten. Und die Fotos vom Schneespaziergang habe ich auch noch nicht weiterbearbeitet. Aber es wird ein langes Wochenende ohne was vor und Sonntag ohne Auto. Vielleicht schaffe ich da was weg. Vielleicht zock ich aber auch nur. *lach*

Sophie hat eine richtig gute Woche. Bis aufs Fressen, das geht trotz Leberwurst schlecht. Aber beim Tierarzt zeigte sich, dass sie noch gar nix abgenommen hat und somit sehen wir das jetzt erstmal entspannt. Bei der körperlichen Untersuchung war alles in Ordnung. Das Herz ist noch richtig stark und schlägt regelmäßig, sie zeigt am Rücken keine Schmerzen und sie steht immer noch gut da. Sie hat einen beginnenden primären grauen Star, alterstypisch und der erklärt auch ihre Verpeiltheit und ihre Verunsicherung im Dunklen. Beides ist aber zur Zeit wirklich viel besser geworden, vielleicht hat sich das Hirn an die neue Situation angepasst. Einzig und allein ihre Zähne sehen schlimm aus, deswegen werden wir das wirklich noch zeitnah angehen, vorausgesetzt die Blutwerte sind in Ordnung. Da warte ich noch auf den Anruf. Gestern hat er sich nicht gemeldet. Falls da bis heute Nachmittag kein Anruf kommt, werde ich mal nachhaken.

Ich selbst bin seit ein paar Tagen richtig motiviert. Zwar haut mich zwischendurch immer mal wieder die Müdigkeit um, aber es geht mir ansonsten gut. Vielleicht schaffe ich es ja mal zu joggen am WE und evtl. raffe ich mich auf, am Samstag zur Ü30 zu gehen. Das entscheide ich aber spontan.

Der bestellte Vinyl-Küchenläufer ist gekommen und wirklich toll. Er hätte größer sein können, aber ich glaube, es gab ihn nur in einer Größe. Sehr angenehm unter den Füßen, viel wärmer und weicher als die Fliesen und pflegeleicht ist er auch. Die Farben passen in die Küche. Damit ist die Kücherenovierung komplett abgeschlossen. Yeah!

Dazu hatte ich mir noch einen Rock und ein Shirt bestellt, letzteres in wirklich wilden Farben - sowas braucht man mit 53. Das lenkt von den Falten ab. *lach* Beides gefällt und passt prima! Der Frühling kann also kommen.

Und nun werde ich mir den zweiten Kaffee einflößen und mich mal an die Einkaufsliste setzen. 

Schönes WE!

Sonntag, 21. Januar 2024

Notiz

Einen Kleks aus der Leberwursttube in etwas Wasser verrührt, Trockenfutter dazu, ein bissi Hüttenkäse und ihre Enzyme - und die Schüssel wird wieder leer und blank geleckt. Zumindest heute mittag und so wie es aussieht auch heute Abend. Nee, ich sehe gerade heute Abend ist noch bissi was drin, sie darf das dann noch bis 19 Uhr nachessen, danach nehme ich es weg. Mal sehen, wie lange ich sie damit locken kann bevor es wieder schlechter wird. Wenn mir das mal einer vor 1 Jahr erzählt hätte, dass ich Sophie überreden muss zu fressen - ich hätte ihm den Vogel gezeigt. Ich dachte auch immer, wenn sie nicht mehr frisst, dann müssen wir über Lebensqualität reden. Aber so ist es nicht. Sie zeigt im Moment wieder sehr viel mehr Freude am Leben. Gerade bei den Spaziergängen. Sie fordert auch Fressen ein, ihr schmeckt oder riecht es aber anscheinend nicht gut genug. 

Das Wochenende war dann doch irgendwie bis jetzt okay. Und ich kann es noch nicht wirklich glauben, dass morgen der Schnee ganz schnell verschwinden wird. Auf der einen Seite schade natürlich, auf der anderen Seite nervt manches schon, vor allem hat die Kälte halt wirklich reingeschallert (ein Wort vom Töchterchen).

Ich miste ja gerade mein Festplattenfotoarchiv aus und ich glaube, ich brauche noch Jahre dafür. Aber hilft alles nix, wenn ich die neue Festplatte zum Datensichern nicht gleich wieder vollballern will. Und wer braucht schon 400 Fotos von Kirchbaumblüten? Richtig, niemand! In Zukunft muss ich da schon vorher gnadenlos ausmisten. 

Auch so miste ich ja fleissig und im Wohnzimmer bin ich auch schon durch, soweit es halt geht. Nur noch ein paar Zeitschriften, dann reicht es erstmal. Als Nächstes geht es ins Schlafzimmer. Anschliessend Flur und später Keller. Ich will einfach nicht mehr so viel Gerümpel haben. Und da ich einfach auch viel Zeit zu Hause habe, mache ich es lieber jetzt. Denn wenn die Gartensaison wieder los geht, macht man es eh nicht mehr. 

So, morgen ist dann schon wieder Montag und Freitag wird das Töchterchen unfassbare 20 Jahre alt. *schock* 






Samstag, 20. Januar 2024

Dieses Wetter...

schafft mich. Ich bin körperlich so erschöpft und unfassbar müde. Ja, auch ich finde es toll, dass wir mal Schnee haben und dazu auch phasenweise die Sonne scheint. Allerdings waren es hier gestern morgen auch -17° Grad als ich zur Arbeit gefahren bin und den Donnerstag nachgeholt habe. Vorher musste ich den armen alten Hund durch die Kälte führen, damit sie ihre Geschäfte erledigt. Dadurch, dass der Schnee so hoch ist, ist das echt nicht so einfach für die alte Lady. Sie tut mir gerade echt leid und deswegen habe ich die Spaziergänge mittags und abends in verkürzter Form gemacht. Ein echtes Problem ist weiterhin, dass sie zwar von Mittags bis in die Nacht kein großes Geschäft machen muss, es dann aber anscheinend von 7 bis 12.30 Uhr immer recht knapp ist. Was ich daran sehe, wenn sie schon wie gestern vor der Haustür auf mich wartet und an mir vorbei sprintet in den Garten. Dabei hat sie morgens wirklich alles in ausreichenden Mengen erledigt. Ich kann nur für uns hoffen, dass sich dieser Rhytmus nochmal ändert. An meinen Arbeitszeiten kann ich nun mal nichts ändern. Irgendwie müssen wir da jetzt durch. 

Leider meldet sich seit dem Schnee schippen auch meine Schulter wieder. Ich hoffe, es ist nur Muskelkater. Dadurch, dass ich so erschöpft war die Tage, habe ich meine Physioübungen sträflich vernachlässigt. Da muss ich heute echt ran. 

Gestern war ich ja gegen 13 Uhr auch noch einkaufen, nachdem ich Sophie versorgt hatte. Und ich sag euch, man hätte meinen können, dass die Menschen wochenlang nicht einkaufen konnten. Auf dem Parkplatz war es schon wie im Krieg, weil es ungelogen kaum noch Parkplätze gab. DAS habe ich tatsächlich noch nie erlebt. Und die Regale waren auch sehr leer. Das beobachte ich ja schon die ganze Zeit, aber gestern war es dann nochmal krasser. Naja, ich habe meine Sachen alle bekommen. 

Das Töchterchen hatte eine gute Schicht gestern, die Truppe in Lollar war wohl sehr nett. Sie hatten zwar wenig zu tun - waren ja alle im Supermarkt die Menschen, aber sie haben sich die Zeit mit Quatschen vertrieben. Den Donnerstag kann sie nun Sonntag in einer Woche nachholen. Dann ist das mit dem Hinkommen auch kein Problem, weil sie ja das Auto haben kann. Jetzt hat sie fast die Hälfte des Praktikums geschafft. Sie beißt sich echt durch. Auch durch die Kälte. 

Am WE habe ich nichts geplant. Evtl. könnte ich mal in den botanischen Garten zum Fotografieren fahren, aber nur, wenn das Wetter passt vom Licht her und ich überhaupt ein Auto habe. Letzteres wird mir wahrscheinlich eh wieder entwendet, denn heute und morgen arbeitet Töchterchen beim Bäcker. Und dann komme ich hier nicht weg. 

Nun zapfe ich mir noch einen Kaffee und überlege, was ich mit diesem Samstag noch anfangen könnte. 








Donnerstag, 18. Januar 2024

Premiere

Ich glaube, das ist das erste Mal seitdem ich arbeite, dass ich hier wettertechnisch nicht wegkomme. Sicherlich darin geschuldet, dass ich im alten Dorf wohne, wo noch kein Schneedienst vorbeigekommen ist. Es wurde zwar gestern Abend geräumt, aber seitdem schneit und schneit es ja weiter. Wenn ich es mit dem Auto unsere Einfahrt, bei der ich notdürftig zwei Reifenspuren geschoben habe, die aber schon wieder zugeschneit sind, schaffe, dann hänge ich spätestens auf der engen Dorfstraße quer. Da sie extrem eng ist und überall Autos geparkt sind, kann man sich nicht mal ein kleines Schlingern leisten. Busse fahren in Marburg schon seit gestern Mittag nicht mehr und Züge fallen auch aus. Hier geht sozusagen nüschts mehr.

Somit habe ich entschieden heute zu Hause zu bleiben und morgen zu arbeiten. Wenn es möglich ist, erledige ich den Wocheneinkauf heute im Laufe des Tages, weil ich ja dann morgen nicht einkaufen kann. Das nervt mich zwar tierisch an, aber besser als mein Auto zu riskieren.

Töchterchen kommt definitiv auch nicht auf die Rettungswache, weil sie ja trotz Beschwerde heute doch in Grünberg eingesetzt wurde. Aber Omas Auto hat nur Ganzjahresreifen drauf und Züge fahren ja auch nicht. Sie hat sich nun für heute abgemeldet und muss den Tag halt hinten dran hängen. Doof, aber nicht zu ändern.

Die Woche war insgesamt einfach blöd. Am Montag hat Sophie nicht einhalten können bis ich von der Arbeit kam und so schlug mir schon ein sehr unangenehmer Geruch entgegen. Ihre Verdauung hat momentan einen total besch.... Rhythmus. Das wird sicherlich nicht letzte Mal gewesen sein, wo das passiert. So durfte ich den Teppichläufer schrubben, weil sie natürlich nicht auf die Fliesen gemacht hat. Zum Glück sind die Läufer im Flur sehr pflegeleicht. Schön ist was Anderes.

Töchterchen leidet massiv unter dem Praktikum und lebt jetzt nach dem Motto "Augen zu und durch". Nebenher ist sie nur noch mit lernen für den HamNat beschäftigt. 

Ich war auch nicht gut drauf, die Sache mit Sophie belastet mich, das Wetter macht es nicht besser und dann gibt es ja noch die Sorgen um das Familienmitglied. Da gibt es allerdings noch keine neuen Erkenntnisse, weder gute noch schlechte.

Ich mag ja eigentlich Schnee, aber momentan ist mir alles zu viel. Schlecht geschlafen habe ich auch die ganze Woche aus verschiedenen Gründen. 

Und nun kann ich heute nicht mal ins Wochenende starten. 

Draußen schneit es weiter und nicht mal wenig, von daher ist es die richtige Entscheidung nicht zu fahren. 

Jetzt werde ich erstmal frühstücken und schauen, was ich mit diesem Tag so anfange. Einkaufszettel brauch ich natürlich und Wäsche muss gewaschen werden. Ob mein Papa heute kommt, weiß ich noch nicht. Da muss ich gleich mal nachfragen.

Also, passt auf euch auf und fahrt langsam!

Samstag, 13. Januar 2024

Eine Woche....

....die Stoff für locker 4 Wochen hatte. Überhaupt bin ich schockiert, wenn mir jemand noch Frohes Neues Jahr wünscht, denn ich habe das Gefühl, das Jahr wäre schon monate alt. Bis vorgestern hätte ich trotzdem immer noch gesagt, es läuft besser an als 2023, wo es ja gleich Schlag auf Schlag ging. Unschöne, nervige Schläge. Aber tja, man darf den Morgen nicht vor dem Abend loben!

Montag wurde ein Familienmitglied ins Krankenhaus gebracht, zu dem kaum jemand Kontakt hat, nicht weil wir ihn so doof finden, sondern es ist selbst gewählt. Lange Geschichte! Schon die Sympthome deuteten auf etwas nicht so Schönem hin und als dann am Donnerstag plötzlich eine sehr, sehr unschöne Diagnose im Raum stand, war dann auch emotional bei mir Schluss. Zumal ich plötzlich wieder sehr viel mehr involviert war, als ich eigentlich wollte. Liegt wohl daran, dass ich eh Ansprechpartner für eine zweite Person bin, die wiederum die nächststehende vom Betreffenden ist. Ich muss leider so kryptisch bleiben. Ausserdem arbeite ich im Klinikum und die betreffende Station war nur einen Hüpfer von meinem Büro entfernt. Dann husche ich natürlich einmal am Tag kurz vorbei. Sonst besucht ihn ja keiner, weil kein intaktes soziales Netzwerk - lange Geschichte. Als ich plötzlich an diesem Abend Mittelsmann war zwischen beiden Personen, weil sie sich aus irgendwelchen Gründen gegenseitig am Telefon erreichten und bei mir deswegen mehrfach - das letzte Mal um 21.30 Uhr das Telefon klingelte, wurde ich echt langsam sauer. Zu dem Zeitpunkt war nämlich schon klar, dass das erstmal nur eine Möglichkeit von vielen war und es auch etwas harmlosere Ursachen geben kann und es ging wirklich nur noch um Pillepalle. Ich bin aber bei jedem Klingeln sorgenvoller geworden und konnte mich beim letzten Telefonat auch nicht mehr auf Normallevel runteratmen, obwohl es um nix ging. Erinnert euch, mein vegetatives Nervensystem ist an meiner Schultergeschichte beteiligt und auch heute merke ich die Unterschiede zur anderen Schulter immer noch. Dazu die wahrscheinlich hormonell bedingte Angstneigung. Die Nacht war für mich also wieder schlaflos und mir wurde klar, das geht so nicht! Das will ich nicht und das kann ich nicht. Über Jahre kaum Kontakt, nicht mal eine Antwort, wenn man gratuliert, kein Rückruf, kein Fragen "Wie geht es der Schulter!" und dann soll ich Feuerwehr spielen. Ich bin selbst gerade nicht stabil und muss zusehen, dass ich wieder hoch komme. Zumal es da noch etwas gibt, von dem ich mir sehr sicher bin, dass sich da nix ändern wird, sobald es der betreffenden Person besser geht. Und schon alleine deswegen muss man sich abgrenzen! 

Zum Glück geht es der Person wieder besser, die schlimme Diagnose konnten sie fast gänzlich ausschliessen, wobei noch finale Ergebnisse abgewartet werden müssen, aber so richtig wissen sie noch nicht, was es ist bzw. war. Da sich der Großteil der Sympthome zurückgebildet hat und auch andere besser werden, hoffe ich einfach mal auf diese Autoimmunsache. Das würde passen vom Gesamtablauf und das hat auch die günstigste Prognose. Sie haben ihn gestern entlassen und nun soll der Hausarzt weiter machen - wenn man denn einen hätte. Tja! 

Dazu baute Sophie stark ab, zumindest Abends und Morgens. Seitdem sie von mir im Futterpaket gefundenen Weihnachtskekse bekommt, verweigert sie teilweise gänzlich ihr Futter im ersten Anlauf. Das Futter mag sie schon von Anfang an nicht so gerne, das Enzym und die Tablette für die Gelenke machen es wohl nicht besser. Sie hat schon Hunger und auch Apetitt, das konnte ich eindrucksvoll sehen als ich ihr den ersten Keks gegeben habe oder sie die leere Tunfischdose ausschlecken durfte. Es ist wohl normal bei manchen Hunden im Alter, aber wenn sie so vor einem in den Futternapf starrt und es wirkt als würde sie sich gleich hineinübergeben, ist das nicht schön anzusehen. Die Schüssel wird immer leer, nur halt so im Laufe des Vormittags, was nun zur Folge hat, dass es Mittags auch anfängt. Seit den Keksen geht es nun auch Abends los. Naja, Tierarzttermin muss eh gemacht werden. 

Ausserdem torkelt sie morgens echt rum, ist verpeilt und weiß oft nicht, was sie eigentlich will. Nach einer Weile wird das Torkeln besser und mittags ist dann erstmal alles wieder gut. Es gibt Tage wie gestern, dass erinnert sie mich auch wieder an die eigentliche Sophie. Sie rennt freudig über die Wiese, weit voraus und schnuffelt überall rum. Gestern zeigte sie sogar Jagdtrieb auf Vögelchen. Und sogar die Abendrunde war sehr motiviert, weil es eben noch ein wenig hell ist, wenn wir starten. Sobald es dann dunkel wird, mag sie nicht mehr. Aber da waren wir auch schon lange unterwegs für unsere Verhältnisse. Es ist so schwer mitanzusehen und so oft denke ich morgens, wenn ich sie so sehe, über die Lebensqualität nach. Wann ist sie nicht mehr gegeben? Merke ich es rechtzeitig? Diese Gedanken erübrigen sich dann erstmal, wenn sie wieder durchstartet wie gestern. Es ist eine schwere Phase für uns! Kraftraubend! 

Überraschenderweise ging es mir trotzdem stimmungstechnisch die Woche bis Donnerstag Abend gut. Ob es die Sonne war, die Tatsache, dass ich mich auf der Arbeit nicht mehr langweilen muss oder sonst was, kann ich gar nicht sagen. Es fühlte sich auf alle Fälle gut an. 

Das Töchterchen hatte auch eine schlimme Woche! Das Praktikum auf der Wache entpuppt sich als nicht so dolle. Sie wird nicht da eingesetzt, wie es abgemacht war, sondern auch auf anderen Wachen, die sie teilweise gar nicht mit dem Zug erreichen kann zu den Uhrzeiten. Dazu muss sie ihre Klamotten auf einer anderen Wache holen, was überhaupt nicht machbar ist, wenn man nur mit den Öffis fährt. Dazu diese Eiseskälte, die hat ihr dann echt noch den Rest gegeben. Zu allem Übel wurde ihr Geldbeutel mit allen Karten ausser der Bankkarte geklaut. Oder sie hat ihn verloren! Bisher ist er aber nicht aufgetaucht. Und weil das alles noch nicht reicht, streikte die Bahn! Zum Glück konnte die Oma ihr Auto für die zwei Tage abtreten und nächste Woche kann sie zwei Nachmittage mein Auto mitnehmen. Und die Oma hat schon gesagt, danach darf sie wieder ihres haben. Notfalls kann die Oma auch mal meins nehmen. Ihre Tage sind also sehr lang und nebenher muss sie auch noch für den HamNat lernen, der ja schon am 1. März stattfindet. Aber mal abgesehen davon, dass ich ihr den Rücken zu Hause freihalte, wuppt sie das alles super. Auch das Kümmern um die verlorenen Karten hat sie alleine gemacht. Immerhin war die letzte Schicht gestern sehr schön bei ihr. Es steht und fällt auch mit den Menschen, mit denen sie fahren muss. Das wechselt dort eben jeden Tag. Ihre Erkenntnis zum jetzigen Zeitpunkt - Rettungswagen wird es definitiv nicht! Sie will ins Krankenhaus! Mittlerweile versteift sie sich auch nicht mehr auf das Wintersemester 24/25, sondern sie wird es weiterversuchen und notfalls jeden HamNat schreiben, den es gibt. :-) Bis dahin kann sie, wenn sie einen Studienplatz für Pharmazie findet, halt einfach das studieren. Sie hat gesehen, dass die meisten Medizinstudenten im Durchschnitt älter sind, weil sie über Ausbildungen oder früher noch Wartesemester reingekommen sind. Die wenigstens haben ein 1,0er Abi! ;-) Vielleicht sollte man das System mal überdenken.

Dieses WE werde ich chillig verbringen und mal anfangen, meine Papiere für die Steuer zu sortieren. Ich hab nämlich schon alles da und könnte schon mit der Steuererklärung beginnen. Ich Streber! :-)

Aber heute fahre ich zum Baumarkt, ein paar Dinge für Sophie holen, die es ihr vielleicht etwas einfacher machen werden. Einmal Matten, die ich auf die großen Flächen Laminat legen kann, damit sie weniger rutscht. Das macht ihr zunehmend Probleme. Dazu Nachtlichter für Wohnzimmer und Flur. Am Besten mit Bewegungssensoren, damit sie sich zurecht findet, falls sie sich im Dunkeln doch mal verirrt. Und eine Unterlage für die Näpfe. Sie ist da sehr unsauber geworden, ausserdem rutschen die Näpfe so rum. Vielleicht schaue ich auch gleich mal nach einem Küchenlicht. Wollte ich ja schon lange machen, war mir dann aber zu kompliziert. *lach* 

Mein zweites Puzzel aus der Exit-Reihe gefällt mir viel besser als das erste. Und ich bin definitiv schneller, wobei das eigentlich viel schwieriger ist. 

So, nun gibt es noch die letzten Fotos, dann habe ich erstmal wieder nix mehr. War zu kalt, mir sind so schon die Finger eingefroren und pünktlich zum WE ist ja nun die Sonne weg.




Sonntag, 7. Januar 2024

Achja....

...Fuck Perimenopause! Da denkste den ganzen Tag, wie gut geht es mir gerade und fühlst seit Langem mal wieder diese innere Zufriedenheit, blickst motiviert und zuversichtlich auf die Zukunft und zack biste schon am Abend wieder da, wo du gerade erst herkommst. Auf dem Boden der Tatsachen. 

Ich bin ja tatsächlich gejoggt und es lief mega. Klar, ich bin noch lange nicht da, wo ich mal war, aber dafür war einfach die Pause zu lang und ich bin einfach immer noch schwerer als normal. Aber ich habe mich gut gefühlt, bin schneller gelaufen - soweit das die Matschepampe zuließ - und der Puls hielt sich auch beim ersten Anstieg super, obwohl mich Safri Duo den Berg schneller hochprügelten als sonst. Auch als mitten im Nichts plötzlich zwei Typen mit geschulterten Waffen vor mir standen, blieb ich cool. Wobei ein bissi gruselig war das dann schon. 

Danach war ich richtig gut drauf! Ehrlich! Auch die Absage meiner Freundin, der es momentan wieder nicht gut geht, habe ich locker genommen. Wir haben lange telefoniert und ich kann sie so gut verstehen. Frauen in unserem Alter haben es einfach nicht leicht, da ist es auch egal, ob du Kinder hast, einen Partner oder alleine durch das Leben gehst. Ich hab versucht sie zu beruhigen und heute wollen wir dann statt tanzen mal gemeinsam spaziergen gehen. 

Auch als das Töchterchen nach Hause kam, war alles noch supi. Wir haben gequatscht, gelacht, sehr lange sogar und dann bin ich irgendwann ins Bett. Das Töchterchen hat noch den momentan allabendlichen "Kack-Motivator" gespielt. Wenn die beiden gehen, klappt das nämlich sofort, während sie ja bei mir bockt. Und nachdem ich noch gelesen habe und mir die Augen schwer wurden, habe ich das Licht ausgemacht. Kaum war das Licht aus, sprangen die Sorgen unterm Bett hervor, danach kam die Angst. Wtf! Es nervt einfach nur. Naja, bis 1 Uhr bekam ich keinen Schlaf und gerade als ich anfing in den Schlaf zu gleiten, hörte ich komische Geräusche von Sophie. Erst dachte ich, sie träumt, aber dann merkte ich schnell, da stimmt was nicht. Ich war sofort hellwach, die Angst natürlich auch. Normalerweise hätte ich über den Anblick von Sophie sicherlich gelacht. Mitten in der Nacht mit eh schon durchdrehendem Panikzentrum, war das nicht lustig. Sie ist irgendwie mit dem Hinterteil unter der Armlehne des Sessels vom großen Schweden, auf dem sie immer schläft, runtergerutscht, während die Vorderbeine noch auf dem Sessel lagen. Und natürlich bekam sie Panik, weil sie da nicht mehr alleine weg kam und glaubt mir, auch ich hatte echt Mühe, den total verstörten Hund da rauszubekommen. Sie steckte wirklich fest. Naja, irgendwann schaffte ich es und um sowas für diese Nacht zu vermeiden, trug ich sie aufs Sofa direkt daneben. Das Tragen fand sie mal richtig blöd und es dauerte eine Weile bis sie sich beruhigte. Ich hätte ihr da gerne geholfen, aber wenn sie müde ist, will sie ja keine Nähe, deswegen war mein Streicheln kontraproduktiv. Ich bin dann noch ein paar Mal hin, um zu schauen und irgendwann legte sie auch den Kopf ab, entspannte und schlief durch bis zu ihrer üblichen Zeit. Heute morgen war sie ganz normal. Ich brauchte bis 3 Uhr bis ich endlich mal einschlief, um 4 Uhr wollte meine Blase entleert werden und um 6.30 Uhr weckten mich Hundepfoten auf Fliesen. 

Dementsprechend müde und durch bin ich natürlich heute und sehr dankbar, dass ich gestern joggen war. :-) 

Ich muss diese Angst und Sorgen irgendwie in den Griff bekommen, das ist ja echt furchtbar. Was ich merke, ist, dass Alkohol und vorheriger Schlafmangel das noch anfeuert. Auch nächtliche, normale wechseljahrsbedingte Schwitzattacken sind Verstärker. Spätes Essen von unnützem Mist könnte auch Auswirkungen haben. Und da ich keine Hormonersatztherpie möchte, es auch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nötig finde, werde ich erstmal da ansetzen. 1. Gibt es ab jetzt keinen Alkohol mehr ohne Gesellschaft - nicht, dass ich viel trinke und ab 1. Feburar verzichte ich ja eh wieder komplett für eine Weile - aber ich habe das Gefühl meine Alkoholtoleranz, die eh niedrig war, ist noch niedriger gerutscht. Und Alkohol hat einen Einfluss auf das veg. Nervensystem, in meinem Fall also nicht zu unterschätzen. Es ist einfach einen Versuch wert und letztendlich tut mir das auch nicht weh. Es war eh Zufall, dass ich dieses WE überhaupt was zu Hause hatte. 2. Weniger Sch... nach 19 Uhr essen! Lieber mal einen Tee trinken! 3. Und irgendwie mental nochmal an mir arbeiten, dass mich Angst und Sorgen nicht weiterbringen. Nichts auf dieser Welt kann ich verhindern, wenn ich mir vorher schon Sorgen mache. Das weiß ja eigentlich jeder, aber die Umsetzung ist halt schwer, vor allem, wenn man schon seit Jahren in dieser Hinsicht am Limit lebt. 4. Weiter sporteln, denn ich habe in den 2 Wochen sofort wieder gemerkt, wie viel Einfluss Bewegung auf meine Psyche hat. Auf den Körper natürlich sowieso.

Sorry, für dieses Wechseljahrsthemendings, aber es wird sowieso viel zu wenig darüber geredet. Scheint immer noch ein Tabu-Thema zu sein. Und da ich sicherlich mehr weibliche Leser habe als männliche, hilft es vielleicht der einen oder anderen weiter. Sei es auch nur, Gleichgesinnte zu lesen! Mir tut das auf alle Fälle gut, wenn ich Blogeinträge von anderen Wechseldamen lese! Und irgendwann ist es ja auch mal rum - hoffentlich! :-)

Das Töchterchen hatte gestern die letzte Schicht im Krankenhaus und ich finde es erstaunlich, was sie praktisch machen durfte. Sie konnte dadurch gut austesten, was sie kann und was ihr Probleme macht.  Bisher war nix dabei, womit sie nicht klar kam. Mal schauen, was sie ab Montag beim Rettungswachenpraktikum für sich herausfindet. 

Ich hoffe, dass wir heute fertig entweihnachten können, kommt halt aufs Töchterchen an, und ich müsste die Glastür neu bemalen. Wobei Sophie mittlerweile auch gerne mal dagegen läuft, obwohl was in ihrer Kopfhöhe aufgemalt ist. *soifz* 

Und ich hoffe sehr auf die versprochene Sonne heute, allerdings wird die in der App schon wieder immer weiter nach hinten gerechnet. Wahrscheinlich wird das eh wieder nix.






Samstag, 6. Januar 2024

Timing

Endlich hatte ich seit Langem mal wieder das richtige Timing. Gegen 16.15 Uhr schaute ich raus und sah, dass es evtl. einen schönen Sonnenuntergang geben könnte. Das Töchterchen hatte eh schon zugesagt mit Sophie zu gehen, es war trocken und ich fertig mit meinem Kram. Also habe ich mir die Kamera geschnappt und bin raus. Eine gute Entscheidung! :-) 

Ansonsten war der Rest vom Donnerstag und auch der Freitag mehr als okay. Ich bin zur Zeit irgendwie sehr motiviert auszumisten, aufzuräumen und Ideen zu sammeln für meinen Schlafzimmerumzug. Auch wenn ich bei Letzterem noch gar nicht weiß, wann der stattfinden wird, schadet es ja nix, wenn man sich vorher schon ein paar Gedanken macht. Bei der Küche habe ich fast 2 Jahre gebraucht bis ich es endlich angehen konnte. 

Wenn das Töchterchen ausgezogen ist, möchte ich gerne mein Schlafzimmer nach vorne verlegen. Dort habe ich mehr Platz und es ist einfach netter, weil mehr Licht. Mein Traum war und ist ja immer eine Strandhausoptik. Soweit das die vorhandenen Möbel zulassen. Da ich aber weiße Schlafzimmermöbel habe, sollte das kein Problem sein. Da das angepeilte Zimmer auch viel heller ist, kann man da mehr experimentieren. Letztendlich bin ich aber nie so konsequent wie bei vielen Insta-Accounts. Meist verliere ich dann doch den Faden. *lach* Oder man bekommt nicht das, was man möchte oder es ist zu teuer oder ich zu faul. Aber wie gesagt, Ideen sammeln macht gerade sehr viel Spaß.

Zeitgleich muss ich ja dann auch mein jetziges Schlafzimmer umgestalten, das Töchterchen möchte ja ein schönes Zimmer haben, wenn es mal nach Hause kommt. Auch hier sammel ich die eine oder andere Idee, wobei die meisten Möbel vom Töchterchen hierbleiben werden und ich dann vom Platz her echt jonglieren muss. 

Eine Wohnzimmerrenovierung stand ja eh schon auf der To-Do-Liste, ist eigentlich schon längst überfällig, aber vorher müsste ich ausmisten und mir gut überlegen, ob ich die Möbel umstellen will oder es so bleibt wie es ist. Viel Umstellmöglichkeiten habe ich eh nicht. Die Farbzusammenstellung ist hier recht klar. Weiß, beige, evtl. Kaffeefarben, hell, bissi Boho-Style. Da ich es aber nie schaffe, den Inhalt meiner offenen Regale ins gewünschte Farbschema zu intergrieren, wird das eh nie so werden, wie ich es mir vorstelle. Ich könnte mit Türen arbeiten, aber das ist natürlich ein Kostenfaktor und ob es mir das dann wert ist, wage ich zu bezweifeln. 

Ganz wichtig ist langsam ein Überzug fürs helle Sofa, der nicht zu teuer sein darf, weil Sophie ja momentan darauf schläft. Aber er sollte etwas wasserabweisend sein und waschbar. So wie es jetzt ist, ist es einfach nur schlimm. Blöderweise habe ich nur tolle bezahlbare Varianten beim chinesischen Onlinehändler gefunden. Aber alles was ich in anderen Online Versendern finde, sieht sch... aus oder ist nicht das, was ich suche. Oder ist so teuer, dass ich auch ein neues Sofa kaufen könnte. ;-) Da muss ich also nochmal recherchieren oder in mich gehen. Eine aufwendige Sofareinigung, die natürlich auch möglich wäre, macht wenig Sinn, so lange Sophie drauf liegt. Ein paar Bezüge kann ich ja leicht waschen, aber das große Ganze ist mir echt zu aufwendig, weil ich dazu das Sofa auseinander bauen muss. Das sagt einem nämlich vorher keiner, wenn da "waschbarer Bezug" drauf steht. Und dass man die Sofaserie bald komplett aus dem Sortiment nimmt und damit natürlich auch die Ersatzbezüge, wird auch verschwiegen. Damals konnte ich mir keinen Ersatzbezug leisten, ein paar Monate später waren sie verschwunden. Naja, gibt Schlimmeres! :-)

Der Flur wäre dann das Letzte, was ich renovieren muss, der kommt aber wirklich erst dran, wenn alle anderen Zimmer vollzogen sind. Ich muss das ja auch alles bezahlen können. ;-)

Heute müsste ich eigentlich joggen, weil ab morgen wird es zu kalt. Das ist doof, weil so richtig passt mir das heute nicht. Aber ich hoffe, ich kann den inneren Schweinehund noch überzeugen.

Mein Puzzle wird langsam - ich tue mich weiterhin schwer, aber jetzt kommt bald der Kippunkt, wo man fast jedes Teil, das man in die Hand nimmt, sofort einfügen kann. Danach wartet noch ein zweites auf mich, das laut Beschreibung eines der schwersten ist. Ich bin gespannt.

Und dann steht ja auch bald der 20. Geburtstag meiner Tochter an. 20! Unfassbar! Sie will eh nicht wirklich feiern, aber ich brauch ja noch ein paar Geschenke und einen Kuchen backe ich natürlich auch.

Heute hat sie die letzte Schicht im Krankenhaus - zum Schluss nochmal die Spätschicht. Gut für sie, blöd für mich, weil sie gerne das Auto hätte, ich mir die Option mit der Freundin auszugehen aber offen halten will und sie dann definitiv nicht länger arbeiten kann, sonst wird es für uns zu spät. Wir sind halt schon alt und können nicht mehr erst um 23 Uhr ausgehen. ;-) Mal schauen, wie wir es machen.

Ab Montag geht dann das Praktikum bei den Johannitern los. Blöderweise streikt wahrscheinlich wieder die Bahn und sie hat keine Ahnung, wie sie nach Gießen kommen soll. Ich kann sie nicht fahren, ich brauche selbst das Auto und ansonsten hat sie keinerlei Möglichkeiten. So nervig! 

So, jetzt präpariere ich mich mal langsam mit joggingtauglichem Frühstück und fülle die Wasserreserven auf. Kaffee hatte ich ja schon. Und lass euch ein paar Bilder von gestern da. 






Donnerstag, 4. Januar 2024

Die erste Arbeitswoche...

....liegt nun hinter mir. Der Januar startete ja besser als im vorigen Jahr. Körperlich, mental und auch sonst so. Den 1. habe ich so vor mich hingechillt, ein paar Telefonate geführt, gepuzzelt, gestrickt und die Abrechnung mit 2023 geschrieben. Alles sehr entspannt. Abends dann Traumschiff und Kreuzfahrt ins Glück. Same Procedure halt. :-) Und die allererste Hunderunde war - natürlich - im Regen! 

Am ersten Arbeitstag fiel es mir schwer rauszukommen, obwohl das unlogisch ist, weil ich ja im Urlaub von alleine gegen 6 Uhr wach werde und dann schon bald Sophie Fressen möchte oder raus in den Garten bzw. beides. Aber sobald ich um die gleiche Zeit aufstehen muss für die Arbeit - zack müde! Die ersten 3 Tage waren sehr entspannt, evtl. gibt es Aussicht auf eine Verbesserung, kommt aber nun auch auf die eine Studie selbst an, die kurzeitig unterbrochen wurde, zumindest die Einschlussphase wurde gestoppt. 

Die Nacht zum zweiten Arbeitstag war mal wieder grottig. Und während Sophie im Urlaub spätestens 6.15 Uhr auf der Matte stand, pennt sie jetzt plötzlich um 6.30 Uhr immer noch. Vielen Dank auch.  Über das Wetter brauchen wir nicht zu reden - es ist furchtbar. Keiner mag das!

Seit ich wieder arbeite, macht Sophie abends Probleme, sie verweigert das große Geschäft. Das ist sehr anstrengend, weil ich genau weiß, sie müsste mitten in der Nacht raus, wenn sie abends - wann auch immer - nicht mehr macht. Und da ich die Nacht vorher schon nicht geschlafen habe, wollte ich sowas vermeiden. Ich kürze ab - Sophie war bockig, ich war bockig und alle haben ihr Fett abbekommen. Ich gebe mir echt Mühe, aber manchmal reicht es mir halt auch. Letztendlich bin ich 5x mit ihr draußen gewesen - von Garten bis Wiese. Nix! Das Töchterchen übernahm einen letzten Versuch, der wohl erfolgreich war, aber anscheinend nicht komplett. Denn - Tataaaa - um 5.30 Uhr musste der Hund ganz dringend kacken. *grmpf* Heute Abend das gleiche Spiel, keinen Bock zu laufen, keinen Bock das große Geschäft zu erledigen. Mal sehen, ob das Töchterchen später Erfolg hat. Ich versteh es einfach nicht! Sie muss ganz sicher nochmal! Und es ist jetzt noch nicht so, dass sie das alles nicht mehr kontrollieren kann. Das Einzige was mir dazu noch einfällt ist, dass sich die Mittagsrunde durch das Arbeiten wieder etwas nach hinten verschoben hat und sie deswegen aus dem Rhythmus kommt. 

Naja, morgen ist Freitag, deswegen war ich heute Abend entspannter. Und irgendwie war das diesmal komisch. Letztes Jahr war ich so traurig als ich den Baum abschmücken musste, dieses Jahr konnte ich es nicht erwarten. Baum und Weihnachtsdeko müssen schon gehen. Ein paar Dinge fehlen noch, aber das Meiste ist schon weg. 

Ansonsten gibt es wenig zu berichten und Fotos habe ich natürlich auch keinen neuen, deswegen ein letztes Foto vom Baum als Erinnerung.



Montag, 1. Januar 2024

Auf ein Wort!

 Tja, dann wollen wir mal abrechnen mit dem alten Jahr!

2023

Mir war ja klar, dass 2023 alles oder nichts sein kann! Es gab einfach zu viele Dinge auf die ich keinen Einfluss haben werde. Ich hing eigentlich von Beginn an in der Luft, Pläne zu machen war nicht möglich, ich musste einfach abwarten, was passiert und darauf reagieren. Ich hatte also wenig Erwartung, aber schon Hoffnung, dass sich nach dem langsamen Ausschleichen der Pandemie vieles verbessern würde. Doch es kam anders!

"Durchhalten und Aushalten" war ein Teil meines Mottos für 2023! Wie sehr ich in diesen Dingen gefordert wurde, war aber auch für mich nicht absehbar.

Rückblickend gesehen war es das schlimmste Jahr seit dem ich das hier mache und zwar in allen Bereichen. Körperlich, psychisch, finanziell und auch im zwischenmenschlichen Bereich. 

Ich startete schon unschön ins Neue Jahr und bis Ende April sollte es nicht wirklich besser werden. Der schönste Monat war mit Abstand der Mai, dann kam die ganz üble Zeit von Juni bis November. Ende November bis Mitte Dezember sah es aus, als würde ich noch ein wenig Entschädigung bekommen, aber es kippte leider wieder zurück ins alte Muster. 

Und das ist ja erstmal nur die private Bilanz, wenn ich hier jetzt noch das Weltgeschehen mit Krieg, Inflation, Politik, Spaltung der Gesellschaft und Klimawandel berücksichtige, dann wird es richtig bitter. Am Meisten Angst macht mir die gesellschaftliche Spaltung, deswegen habe ich mich auch aus fast allen sozialen Netzwerken herausgehalten. Ich konsumiere Nachrichten nur noch ganz selektiv und gezielt, anders ertrage ich das nicht mehr. Und ich versuche es nicht zu sehr an mich ranzulassen. Klappt natürlich nicht immer. Wir steuern auf etwas zu, dass nicht in unserem Sinne sein kann und darf. Wacht endlich mal alle auf! Zum Glück hält meine kleine Blase um mich herum noch, die meisten Menschen in meinem Umfeld ticken ähnlich wie ich, das hilft etwas. 

Gesundheitlich lief dieses Jahr überhaupt nicht gut. Anfangs kämpfte ich noch mit der Erkältung, dann durfte ich mal die Notaufnahme besuchen mit der Glaskörper-Abhebung. Die Zahnarzttermine waren auch nicht wirklich lustig, aber dann ging es bergauf. Ende Mai war ich topfit körperlich und guter Dinge! Und dann kam die Sache mit den Schulterschmerzen, die mich 6 Monate beschäftigen sollte und auch wenn ich schmerz- und kribbelfrei das Jahr beendet habe, ich merke immer noch den Unterschied. Am Ende des Jahres bin ich so unfit wie lange nicht mehr. Dazu kommen neue Beschwerden, die ich noch nicht einordnen kann. Vielleicht zünden die Wechseljahre, die mich in dem Jahr ja bis dato glücklicherweise verschont haben, eine neue Stufe, oder irgendwelche Viren kämpfen unterschwellig in mir. Es könnte aber auch sein, dass mich dieses Jahr so geschafft hat, dass mein Körper einfach jetzt darauf reagiert - psychosomatisch. Mein vegetatives Nervensystem ist ja eh aus dem Takt geraten, vielleicht liegt es auch daran. Oder eine Mischung aus allem. Ich werde es beobachten! Auf alle Fälle war ich in diesem Jahr mehr beim Arzt als die gesamten letzten Jahre. 6x6 Physio liegen hinter mir und ich habe das erste Mal Akupunktur bekommen. Ich hatte kein Corona wissentlich und war auch nicht mehr erkältet in dem Jahr. Immerhin etwas!

Psychisch hat das Jahr natürlich etwas mit mir gemacht. Wenn man 6 Monate Schmerzen hat, 3 Monate davon 24/7, so dass man nicht mal mehr schlafen kann, dann verändert dich das. Ich war so frustriert, resigniert, erschöpft, wütend und überhaupt nicht mehr gesellschaftsfähig. Am Erschreckensten fand ich meine Aggressionen, die mich phasenweise überfallen haben. Die ich kaum kontrollieren konnte. Am Ende des Jahre spüre ich die Nachwehen immer noch deutlich. Ich habe mehr Ängste als eh schon, höre sehr in mich rein, mache mir zu viele Sorgen und bin oft angespannt. Es fällt mir immer noch schwer soziale Kontakte zu pflegen oder mich zum Ausgehen zu motivieren. Und habe viel zu oft das Bedürfnis alleine zu sein. Ich bin weniger verständnisvoll zu anderen Menschen und ertrage es kaum noch, wenn ich seelischen Mülleimer spielen soll. Dadurch haben natürlich auch einige Freundschaften gelitten. 

Beruflich war das Jahr geteilt. Anfangs war noch etwas stressig, aber ab der Mitte langweilten wir uns fast nur noch. Der Personalmangel macht es fast unmöglich aufwendige Studien nebenher zu machen. Und ich sags wie es ist, mir liegt es mehr, wenn es stressiger ist. Ausserdem macht mir das zusätzliche Sorgen, denn irgendwann will bzw. muss ich meine Stelle aufstocken. Und wenn das so bleibt, wird das natürlich schwierig. Dazu passt auch das Thema Finanzen. Finanziell war das Jahr extrem schwierig. Natürlich hatte ich das vor Jahren schon mit berücksichtigt, die Phase, wo der Hund evtl. noch da ist, das Töchterchen den Unterhalt für sich beansprucht und ich mit dem Halbtagsgehalt alle Kosten bestreiten muss. Nur damals habe ich natürlich nicht mit der Inflation gerechnet. Dank meines Arbeitgebers, der alle Inflationszulagen und den Energiezuschlag gezahlt hat,sowie meiner Sparsamkeit in den letzten Jahren, bin ich aber dennoch ganz gut durchgekommen und musste nicht zu oft an die Reserven. Und das Fahrrad habe ich mir auch gönnen können. Urlaub gab es dieses Jahr ja eh nicht.

Sportlich lief es von "himmelhochjauchzend" bis "zu Tode" betrübt. Durch die Challenge und das viele Joggen in den ersten 5 Monaten war ich so fit wie schon lange nicht mehr. Ich bin sogar wieder 10 km aus dem Stand gelaufen, auf einmal waren sie halt da. Ab Juni ging dann nix mehr und auch am Ende des Jahres bin ich immer noch sehr unfit, obwohl ich wieder mehr gemacht habe. Immerhin, und darauf bin ich echt stolz, habe ich dann doch noch 150 km geschafft. Ausserdem war ich in diesem Jahr mal schwimmen und 2x kurz Radfahren. Dinge, die ich schon lange nicht mehr gemacht habe. Gewandert bin ich gar nicht, das ging zeitlich auch gar nicht wegen Sophie. Und insgesamt bin ich sehr viel weniger Schritte gegangen wie die Jahre zuvor, was wohl auch daran liegt, dass die Hunderunden mit Sophie sehr viel kürzer und langsamer geworden sind. Das wirkt sich zunehmend auch auf meinen Fitness-Stand aus. Ich bin laut Vo2-Max um ca. 7 Jahre gealtert!

Hier meine Bilanz von diesem Jahr:






Männertechnisch sah es düster aus! Ich habe exakt einen Mann kennengelernt als ich im Mai bei der Ü30 Party war, wir haben uns noch einmal getroffen, ein paar Mal geschrieben und dann stellte sich schnell raus, es ist ein Fail! Somit hält mein Single Dasein und der ungeküsste Zustand weiterhin an. Aber ehrlich, ich hatte echt andere Sorgen!

Mit dem Töchterchen und mir war es schwierig, ich kann es eigentlich kurz machen, ich bin nicht einverstanden mit dieser Art von WG Zusammenleben, aber bisher half rein gar nichts, um das Kind zur Einsicht zu bringen. Ich habe es quasi aufgegeben. Wir haben wenig zusammen unternommen, uns phasenweise kaum gesehen und nicht ein einziges Fotoshooting gemacht. Gute Gespräche hatten wir aber immer noch sehr viele. Sie befindet sich im radikalen Ablöse-Prozess, vergisst aber dabei, dass ich den Löwenanteil ihres Alltagmists auffange. Ich befürchte, dass wir uns erst wieder annähern, wenn sie wirklich auszieht. Eine Freundin von mir sagte, dass es wahrscheinlich so blöd laufen muss, damit wir Eltern es leichter schaffen, loszulassen. Also, bei mir hätte das auch anders funktioniert! ;-)

Sophie war mein besonderes Sorgenkind dieses Jahr. Bis zur dieser Durchfallphase ging es ja noch, aber währenddessen und danach hat sie stark abgebaut. Mir macht vor allem die charakterliche Veränderung zu schaffen, sie ist so gar nicht mehr der Hund, den ich damals aus dem Tierheim geholt habe und der uns durch so viele Lebensphasen begleitet hat. Ich versuche ihr und diesen Veränderungen irgendwie gerecht zu werden, muss aber gestehen, dass ich damit gerade in meiner Schmerzphase Mühe hatte. Mittlerweile hat es sich eingespielt und ich versuche die Zeit, die uns bleibt, mit ihr zu genießen. Körperlich ist sie altersgerecht noch fit. Sie hört und sieht noch und ab und zu sprintet sie auch nochmal über die Wiese. Zwischendrin dachte ich aber, wir schaffen Weihnachten nicht mehr. Das nächste Ziel ist dann Ostern! Schauen wir mal!

Das vorherrschende Gefühl in diesem Jahr? Schmerzen! Und dass das Leben ohne mich stattfindet! Mehr ist dazu eigentlich nicht mehr zu sagen. Dieses Jahr hat mir nicht gut getan!

Die schönste Zeit des Jahren war der Mai, Ende November bis Mitte Dezember, den Rest werde ich in keiner guten Erinnerung behalten. Meine Highlights war einmal die Sportchallenge im Februar, für die manch einer kein Verständnis hatte. Von "Warum tust du dir das an?" bis "such dir lieber mal einen Kerl" musste ich mir einiges anhören und natürlich war auch die Challenge schuld an der Schultermisere. Nur wenige haben verstanden, wie gut mir diese Challenge getan hat, wie viel Spaß sie machte und welchen positiven Einfluss sportliche Herausforderungen auf mich haben. 

Dann natürlich das Abitur des Töchterchens! Ein besonderer Meilenstein und ein erfolgreicher noch dazu. Auch die Feierlichkeiten drumherum waren wunderschön, Momente, an die ich gerne zurückdenken werde. 

Ansonsten kann ich noch aufzählen, mein tolles Fahrrad, das dann aber leider nur rumstehen durfte, die wenigen Male tanzen gehen, die beiden Konzerte im Dezember und die Gespräche mit meinem Physio. Und dass mein Auto so locker durch den TüV kam. :-) Das größte Geschenk dieses Jahr, ich durfte schmerz- und kribbelfrei ins Neue Jahr starten.

Natürlich habe ich auch das Töchterchen gefragt, wie sie ihr Jahr empfand! Sie fand es großartig! Das beste Jahr überhaupt. Vor allem die Zeit bis zum Abi und kurz danach, der Urlaubstrip nach Italien, sowie der Grundlehrgang zum Rettungssani, waren die tollsten Momente bzw. die "geilste" Zeit. Sie war viel unterwegs von Paris, London, Hamburg, Darmstadt, Mainz, Italien bis nach Griechenland. Sie hat so viele neue Leute kennengelernt, aber leider sind auch Freundschaften zerbrochen. Ihr Abitur lief noch einen Ticken besser als gedacht, nur die Tatsache, dass es schwer ist einen Medizinstudienplatz zu bekommen, belastet sie schon. Aber sie tut alles dafür und vielleicht klappt es ja dann doch schneller als gedacht. Ich würde es ihr wünschen. 

Während sie traurig ist, dass das Jahr rum ist, mache ich einen fetten Haken dran!

2024

Ich wünsche mir einfach nur dass es besser wird als 2023! Mehr kann ich dazu eigentlich gar nicht schreiben. Im Prinzip hat sich meine Ausgangsposition nicht verändert. Ich hänge weiter in der Luft, kann keine Pläne machen und muss einfach abwarten, wie manche Dinge sich entwickeln. 

Niemand kann mir ja sagen, wie es mit Sophie weitergeht, wie lange meine finanzielle Durststrecke anhält, wann das Töchterchen einen Studienplatz bekommt und wann und vor allem wohin sie auszieht. 

Ich kann eigentlich nur weiter an mir arbeiten, mich aus dem Sumpf ziehen, raus aus meiner Komfortzone, mich körperlich soweit möglich auf Kurs bringen und vor allem wieder mehr soziale Kontakte pflegen. 

Natürlich habe ich mir auch ein paar Ziele gesteckt. Zumindest sportliche! Ich peile erneut 200 km Joggen an, zusätzlich muss das Fahrrad ja endlich mal zum Einsatz kommen und vielleicht schaffe ich es auch ab und an mal ins Schwimmbad. Ob es eine neue Challenge geben wird, weiß ich noch nicht, wenn dann erst im Februar oder März, falls ich überhaupt Mitstreiter finde. 

Also 2024, ich gebe dir eine ehrliche Chance und versuche dir gegenüber positiv zu bleiben. Ich hatte auch extra die rote Unterwäsche an, damit meine Wünsche in Erfüllung gehen. *lach* Also, zeig was du drauf hast.

Mein Hauptwunsch ist aber Gesundheit für mich und meine Lieben. Wie sehr es einen einschränkt und die Lebensqualität leidet, wenn man nicht fit ist oder Schmerzen hat, habe ich ja sehr deutlich vor Augen geführt bekommen. 

Ansonsten könnte es in Sachen Weltfrieden, dem Umgang miteinander und dem Klimawandel mal wieder in die richtige Richtung gehen. Wobei ich da tatsächlich nicht viel Hoffnung habe. Im Gegenteil, ich gehe davon aus, dass es dieses Jahr noch schlimmer wird. Es läuft einfach zu viel falsch!

Mein Motto für das Neue Jahr? 

"Schauen was passiert und das Beste draus machen"

In diesem Sinne "Auf ein Neues"!


Euch allen ein frohes neues Jahr!

Jahresrückblick - Dezember 2023


 

Der Dezember startet wie der November aufgehört hat, recht gut. Vielleicht klappt es ja noch mit einer kleinen Entschädigung für dieses bescheidene Jahr.

Ich gehe diesmal alleine zu Marburg buy Night und fahre seit Langem ganz alleine mit dem Bus zu fahren. Ich komme auch tatsächlich da an, wo ich hin will. :-) Spontan und sehr überraschend stößt noch meine Freundin dazu und so bin ich viel später zu Hause als gedacht.

Es ist kalt und es liegt immer noch Schnee, erstaunlich!

Das Töchterchen ist nur minutenweise zu Hause und das Musikschulenkonzert findet wieder nicht in der Kirche statt, stattdessen gehen mein Begleiter und ich noch was Trinken und Essen. Auch schön.

Dann streikt mal wieder die Bahn und das Töchterchen muss zusehen, wie sie nach Wetzlar und zurückkommt. Zeitgleich fällt gefrierender Regen - tolles Timing.

Ich habe meine allerletzte Physio, wir tauschen zum Abschied die Handynummern aus, aber noch steht das Kaffeetrinken aus. ;-)

Sophie möchte jetzt morgens immer einen kleinen Klecks Joghurt auf ihr Essen. 

Nach dem Glatteis wird es wärmer und so kann ich endlich mal wieder joggen, danach fahre ich noch mit dem Töchterchen nach Gießen zum Bummeln, wo wir einen schönen Nachmittag haben. Seltenheitswert zur Zeit, gemeinsame Unternehmungen. Abends bin ich von so viel Lauferei ganz k.o.!

Am 2. Advent gehen wir zu einem Chorkonzert und das war richtig schön!

Die letzten Arbeitstage verbringe ich ohne Kollegen, der ist krank geworden. Dadurch mache ich die Initiierung alleine, aber so habe ich wenigstens genug zu tun. Die Zeit geht viel schneller rum.

Und dann kippt pünktlich zum Weihnachtsurlaub irgendwie die Stimmung. Ich schlafe total schlecht, mir geht es irgendwie nicht gut und ich weiß nicht so richtig, wie ich das einordnen soll. Dazu muss ich mich mit der Familienkasse rumärgern und es ist heute noch nicht klar, ob wir im Januar noch Geld bekommen oder ich es rückwirkend einfordern muss.

Sophie feiert ihren 14. Geburtstag und das Töchterchen besteht ihren Grundlehrgang mit Bravour. Sie ist traurig, dass diese Zeit nun vorbei ist.

Ich hole alleine den Weihnachtsbaum und es wird wohl unser bisher hässlichster sein. Wobei, wenn ich ihn da so stehen sehe, so schlimm ist es dann doch nicht.

Ich gehe ein letztes Mal Weihnachtsshoppen und muss erneut bei einem Geschenk umdisponieren. Aber dann habe ich alles zusammen. 

Körperlich hänge ich weiter durch. Oder ist es psychosomatisch, oder beides? Keine Ahnung.

Ich beende meine App, immerhin habe ich 4 Wochen durchgehalten.

Dann startet das Töchterchen zu ihrer Londonreise, um mich herum bekommen alle Corona oder sind mit anderen Dingen krank. Ich halte mal wieder die Luft an. 

Ich mache mir Sorgen um jemanden, aber mit den richtigen Medikamenten beruhigt sich das Ganze schnell wieder.

Corona ist im Haus angekommen, nun hat es meine Vermieter erwischt!

Ich gehe zum Abschlussgespräch zum Orthopäden und erfahre, dass er mir gerne nach 3 Monaten nochmal Physio aufschreibt. Na, das ist doch was!

Das Wetter ist einfach nur blöd!

Das Ergebnis vom TMS trudelt ein - hat natürlich nicht gereicht. Also weiterkämpfen!

Ich habe schon wieder so eine Gruselnacht! Das macht mich fertig! 

Wir gehen zu Swinging Christmas und es ist wieder super toll! Eine Ablenkung für mich, wenn auch nicht ganz ungestört, weil wegen Sturm die Heimreise vom Töchterchen schwierig ist. Zum Glück strandet sie nicht wie viele anderen in Frankfurt, kommt aber erst sehr spät hier an.

Sophie mag das Wetter auch überhaupt nicht.

Das Töchterchen ist zwar wieder da, sehen tu ich sie aber trotzdem kaum. Entweder arbeitet sie, sucht nach Weihnachtsgeschenken oder macht was mit ihren Freundinnen.

Und dann ist der Heilige Abend da! Irgendwie schaffen wir es auch dieses Jahr eine Punktlandung hinzulegen und haben einen tollen Abend, der diesmal wirklich lange geht. Dementsprechend müde bin ich am 1. Weihnachtsfeiertag. Am 2. Weihnachtsfeiertag gehe ich joggen, mein Papa mit Frau kommen und natürlich schaue ich abends mit meiner Freundin traditionell das Traumschiff. Es war mal wieder grottig. *lach*

Zwischen den Jahren verbringe ich chillig und bin oft mit mir selbst beschäftigt. Ich hänge immer noch durch. Ich puzzle mal wieder, stricke, schaue Filme, treffe mich nochmal mit Freundinnen, schaffe doch irgendwie wenigstens noch die angepeilten 150 km - von den 200 habe ich mich ja schon lange verabschiedet und das Töchterchen hat viel Freude bei ihren ersten Praktikumstagen im Krankenhaus. Die untermauern nochmal ihren Berufswunsch!

Der letzte Tag im Jahr ist da, ich verbringe ihn ruhig und gemütlich, quatsche mit dem Töchterchen und weil ich ja noch letztes Silvester gut in Erinnerung habe, lasse ich ein schweres Abendessen und den Alkohol weg. Nachdem das Töchterchen doch noch zum Feiern geht, schaue ich eine Actionkommödie und starte völlig entspannt ins Neue Jahr! 

2023 hat fertig!