Samstag, 31. Mai 2025

Hamburg - Tag 2 - Der Bunker

Und plötzlich standen wir vor diesem Ding!


Ich erinnerte mich, dass ich bei meinen vorherigen Recherchen, was man halt so macht in Hamburg, auch einen Hinweis auf den Bunker gesehen hatte. Das Töchterchen meinte, das Teil wollte sie eigentlich schon immer mal sehen. Und so entschieden wir uns sehr spontan mal zu schauen, wie hoch der Eintritt ist. Nix, nada, man kann ohne Ticket rein, unsere Taschen wurden kurz gefilzt und dann sind wir durch die Drehtür. Es war noch nix los, weil es noch recht früh war. 

Ein bissi was zur Geschichte:

In Hamburg wurden im zweiten Weltkrieg 4 Flaktürme gebaut. Zwei davon wurden als Hochbunker genutzt. Dieser hier in der Feldstraße war einer davon. Die Flaktürme waren vollständig autarke Einheiten mit Wasser- und Stromversorgung und verfügten sogar über eine Krankenhaus. Das Gebäudeinnere war durch leichten Überdruck auch gegen Gasangriffe geschützt. Der Flakturm IV besaß auf dem Dach eine Bewaffnung sogenannte Flakgeschütze. Gebaut wurde das Ganze natürlich mit Zwangsarbeitern. Eigentlich war der Bunker ausgelegt für ca. 18000 Menschen, aber bei den Luftangriffen auf Hamburg im Sommer 1943 suchten 25000 Menschen darin Schutz. 

Nach dem Krieg wurde er als Wohnraum genutzt. Irgendwann um 1900 wurde er verkauft und zu einem Medienzentrum umfunktioniert. 2017 entschied man sich, den Bunker aufzustocken und zu Begrünen. 2024 wurde er dann eröffnet mit dem Bergpfad, den 1.400 Quadratmeter großen Dachgarten einem Hotel und verschiedene Restaurant.










Für uns auch ein Highlight an diesem Tag. Wir schraubten uns die Treppen hoch und genossen die immer wieder neuen Aussichten. 










Es gab halt dann auch viel zu fotografieren. :-)









Auf diesem Bild sieht man noch den Rest des ursprünglichen Daches auf dem die Flakgeschütze standen. Alles was über dieser Etage ist, wurde aufgestockt. 


Irgendwann machten wir uns dann wieder auf den Abstieg, weil es auch langsam voller wurde.


Töchterchen und ich waren sehr zufrieden mit unserer Entdeckung und das Wetter zeigte sich auch viel besser als erwartet. Es war noch nicht mal Mittag und wir hatten schon wieder sooo viel gesehen.

Forsetzung folgt!

Freitag, 30. Mai 2025

Hamburg - Tag 2 - Planten Un Blomen

Guten Morgen Hamburg, ich habe das erste Mal das für mich absolut ausreichende und leckere Frühstück genossen. Ich bin ja kein großer Frühstücker, aber da ich nicht wusste, wann ich wieder etwas zu Essen bekomme, habe ich so viel gegessen, wie reinpasste. Danach machten das Töchterchen und ich eine Uhrzeit und den Treffpunkt aus. Wir wollten uns an der Bushaltestelle bei der Apostelkirche starten. Also, machte ich mich auf den Weg.


Das Töchterchen saß aber dann im falschen Bus und stieg vor dem Hotel aus. Somit verpassten wir den angepeilten Bus, aber wir mussten nicht lange auf den Nächsten warten. Wir fuhren bis zum Gänsemarkt, wo das Töchterchen erst einmal einen Kaffee holte. Und von dort aus ging es in Richtung Planten Un Blomen zu Fuß. Das Wetter war toll, es war auch halbwegs warm genug für die Tochter und deswegen hatten wir uns für den Park entschieden.

Aber zuerst kamen wir an diesem wundervollen Gebäude vorbei. Ich habe hier zu Hause dann recherchiert, es ist die alte Oberpostdirektion. 1883-1887 gebaut, sie steht unter Denkmalschutz und blieb im Krieg nahezu unbeschädigt. Für die Post wurde das Gebäude irgendwann zu klein und mittlerweile ist dort ein Einkaufs- und medizinisches Versorgungszentrum drin. 







Danach sind wir aber wirklich zu Planten Un Blomen. Das ist eine wirklich wundervolle Parkanlage, die wohl Anfang des 19. Jahrhunderts entstand. Hier sind wir ein wenig herum gelaufen.





Dort gibt es sicherlich noch viel mehr zu entdecken und im Sommer sind hier auch viele Veranstaltungen. Aber wir wollten weiter. Schon im Park ist uns einige Gebäude ausserhalb aufgefallen. Eines davon das Ziviljustizgebäude. Es gehört zum Justizforum bestehend aus Oberlandesgericht, Ziviljustizgebäude und Strafjustizgebäude. Gebaut von 1879-1912. Die Gebäude werden auch heute noch von den Gerichten genutzt.






Eigentlich waren wir uns nicht wirklich einig, wohin es nun gehen soll. Ich hatte das Karolinenviertel vorgeschlagen, aber das Töchterchen hatte keine wirkliche Lust, weil sie das doof findet. Sie hat es schon gesehen und es erinnerte sie an Berlin. Berlin möchte sie halt nicht. Trotzdem liefen wir erstmal in diese Richtung, und dann entschieden wir uns von jetzt auf gleich um. Warum? Das kommt im nächsten Teil, denn dort haben wir sehr, sehr viel fotografiert. :-)

Donnerstag, 29. Mai 2025

Hamburg - Tag 1 - Speicherstadt, Elbphilharmonie

Relativ schnell waren wir dann auch fußläufig in der Speicherstadt.

Unesco Welterbe, das weltweit größte historische Lagerhauskomplex, gebaut ab 1883, 5 Jahre bevor Hamburg seinen Freihafen erhielt. Die Speicherstadt wurde in 1991 unter Denkmalschutz gestellt. Gelagert wurden dort u.a. Kaffee, Kautschuk, Palmöl, Kakaobohnen und anderen Kolonialwaren. Hier hatten die Händler das Privileg die importierten Waren zollfrei zu lagern, zu veredeln und zu verarbeiten. 

Auch bei bewölktem Himmel war die Speicherstadt für mich eines der Highlights. Und ich kann mir gut vorstellen, wie das Ganze bei untergehender Sonne oder im Dunkeln beleuchtet. Etwas, was definitiv noch auf die Bucket List kommt. 

Auf dem ersten Foto sieht man die 3. der Hamburger Hauptkirchen St. Katharinen, gebaut 1250, das Gold an der Turmspitze soll angeblich aus dem verschollenen Goldschatz des berüchtigten Piraten Klaus Störtebecker stammen. 



















Kurz darauf steuerten wir aber schon das nächste Highlight an.



Die Elbphilharmonie! Ich glaube, darüber brauche ich nichts zu schreiben, die kennt sicherlich jeder. :-)








Das Töchterchen war hier natürlich schon öfters und wusste, dass wir mit kostenlosen Tickets auf die Aussichtsplattform dürfen. Und das machten wir natürlich. Zuerst ging es die 80 m lange Rolltreppe hoch.





Auf der Plattform angekommen, kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. So viel zu sehen, zu entdecken, es war einfach grandios!












Auf dem nächsten Foto sieht man 5 Türme, auch ein Anblick, den man so nicht oft sieht. Von links nach rechts: Das Erste müsste das Rathaus sein, dann kommt St. Nikolai, in der Mitte St. Petri, weiter St. Jacobi und zum Schluss St. Katharinen. 





So langsam wurde es echt kalt auf der Aussichtsplattform und ich merkte dann auch mal den langen aufregenden Tag, deswegen traten wir den Rückweg an. Das Töchterchen wollte noch auf eine Party und ich trank im Hotel einen Virgin Hugo auf den gelungenen ersten Tag meiner kleinen Reise.