Montag, 31. August 2020

Dahme 5.0 - Tag 4 - Teil I

Aufgrund der Bilderflut, die wir an diesem Tag gemacht haben, splitte ich den Tag auf 3 Teile. Sonst sprengt das echt den Rahmen. ;-) 

15.07.2020

Auch dieser Tag mit dem gleichen Programm, Hunderunde für Mama, Brötchen-Runde für mich und Frühstück auf dem Balkon bei Sonnenschein. Wir hatten aufgrund der Wettervorhersage noch am Vorabend beschlossen eine Wanderung nach Kellenhusen zu machen und so ging es nach dem Frühstück los. Beim Loslaufen bemerkten wir, dass es sehr viel wärmer war als vorausgesagt und so wurden die Jacken schnell in Rucksack verstaut oder um die Hüfte gebunden. Zuerst ging es über die Strandpromenade von Dahme, anschliessend weiter über die Leuchtturmstraße durchs Villenviertel entlang bis zum Leuchtturm. Dieser Teil der Wanderung zieht sich etwas, weil man ja keinen Meerblick hat und man meist nur auf hohe Zäune und Mauern der gut gesicherten Grundstücke schauen kann. Auf der anderen Seite gibt es nur Felder mit wenig Weitblick. Am Strand entlang selbst gibt es keine Alternative zu laufen. Aber den Weg kannten wir ja schon und wussten, was uns bis zum Leuchtturm erwartet. Als wir dann endlich beim Leuchtturm ankamen, den wir uns leider nicht näher anschauen konnten, weil das Grundstück verschlossen war, begann der schöne Teil der Wanderung. Ab da führte der Weg schnell zur Ostsee und dort läuft man dann bis Kellenhusen mit Meerblick entlang. Ein wunderschöner Weg, der leider ziemlich überlaufen war und oft genug wurden wir fast von Radfahrern überfahren, die dort dank E-Bikes sehr viel schneller unterwegs sind als früher. Blöd war, dass Sophie sich permanent verweigerte im Grasstreifen zu laufen und so gab es die eine oder andere wirklich knappe Kiste, denn der eigentliche Weg war doch recht schmal. (Anmerkung der Redaktion: Wie sehr sich Sophie da in die Leine hängte, sieht man auf einem der Fotos im 2. Teil) Das war ein wenig nervig. Nach ca. 6 km kamen wir in Kellenhusen an.
































Sonntag, 30. August 2020

Glücksmoment der Woche

Das war eindeutig der Freitag Abend. Denn da durfte ich 12 reizende junge Damen portraitieren. Es sollten alle B-Juniorinnen aus der ehemaligen Mannschaft vom Töchterchen Fotos für die Pässe und Co. bekommen. Ausserdem sollte ein neues Mannschaftsfoto gemacht werden. Und das hat mir riesen Spaß gemacht. Auch das anschliessende Quatschen wie früher mit den anderen Müttern oder Vätern hat unglaublich gut getan. 






Ansonsten war die Woche bis Donnerstag einfach nur furchtbar. Vormittags die blöde Situation auf der Arbeit und Nachmittags konnte ich nicht wirklich abschalten. Wie schon geschrieben, spitzte sich die Lage sich immer weiter zu und nach einem kurzen Zusammenbruch meinerseits, kam endlich die Wende. Es legte jemand ein Wort für mich ein, von dem ich es nicht erwartet hätte und so wurde die Lage deeskaliert. Man setzte sich zusammen, Chef entschuldigte sich mehrfach und lobte meinen Einsatz von der Woche davor. Andere schafften das nicht, aber wenn ich mal eine Prognose abgeben darf, dann wird es für diesen jenigen die nächsten Wochen nicht lustig werden. Da mir dieser aber nun 2x wegen mangelndem Rückrat in den Rücken gefallen ist, ist mir das jetzt wurscht. Ich muss einfach auf mich schauen, wie ich am Besten durch die Situation komme. 

Das ganze Gespräch ändert natürlich nichts an der Tatsache, dass ich meine Bereich verliere und in den Bereich muss, auf den ich überhaupt keine Lust habe. Wobei das nicht der richtige Ausdruck, denn trotz Aussprache am Donnerstag liege ich jede Nacht ab 2 Uhr zwei Stunden wach und merke, wie der innere Widerstand gegen diese Arbeit nicht abnimmt. Auch jetzt nicht, wo ich Unterstützung bekomme. Das liegt wohl daran, dass ich den Teil meiner Arbeit langfristig verliere, den ich seit Jahren am Allerliebsten mache. Für mich zeigt das ganz klar, das wird nicht meine Zukunft. Allerdings muss ich jetzt erstmal in den sauren Apfel beißen, wenn ich das Ganze nicht schon wieder hochkochen will. 

Das ganze Konstrukt passt eh vorne und hinten nicht. Auch die Übergangslösung für die nächsten beiden Wochen bricht schon spätestens die 2. Woche zusammen. Daran scheint aber keiner ausser mir zu denken und ich werde mich hüten dazu was zu sagen. 

Es ist schon absehbar, dass ich auch nächste Woche kaum pünktlich rauskomme, weil ich 1. einen Tag in der Vertretung und Einarbeitung geklaut bekomme, weil der Montag komplett für einen Termin im neuen Bereich draufgeht und durch die Gesprächsrunde am Donnerstag einen Haufen Arbeit liegen geblieben ist. Aber da habe ich mir jetzt gesagt, dass ich die 4 h 45 min. voll mache, dann kann ich einen ganzen Tag Überstunden abfeiern, was für mich auch mehr Sinn macht. Und wehe es gibt deswegen Diskussionen. 

Meine Hoffnung ist, dass es so läuft wie die letzten 3 Jahre und sich dann doch wieder was ändert, weil ich woanders ein personelles Loch stopfen muss. Falls nicht, werde ich in ein paar Jahren, die Situation neu bewerten. Und auch mal die Augen offen halten nach einer Alternative. 

Und nun genieße ich meinen Sonntag bevor ich wieder in diesen Laden muss. 

Freitag, 28. August 2020

Dahme 5.0 - Tag 3

14.07.2020

Heute morgen wachten wir wieder gegen 7 Uhr, ich lief meine Morgenrunde mit anschliessendem Bäckerbesuch und Mama machte den Spaziergang mit Sophie. Draußen war es schon ordentlich warm und noch war nix vom angesagten Dauerregen zu sehen. So konnten wir schön gemeinsam auf dem Balkon frühstücken und anschliessend an den Strand. Auch dort gab es das übliche Programm: Volleyball, Chillen, Hunde beobachten, Smalltalk mit anderen. Später als Katja mit ihrer Schwiegermutter kam, hüpften wir wieder gemeinsam in die Ostsee. Wobei hüpfen zuviel gesagt ist, wir kämpften uns langsam bis zur Sandbank. Dort spielten wir kurz mit dem Volleyball, aber mir wurde es schnell zu kalt. Mama und Katja schwammen sogar noch ein paar Züge und legten damit für Olli vor. Nun war er in der Bringschuld. *lach*
Gegen 13 Uhr gingen wir Essen. Es begann leicht zu tröpfeln, aber wir konnten tatsächlich noch bis 16 .30 Uhr am Strand bleiben. Wer hätte das gedacht. Doch gerade als ich das Wikinger Schach Spiel geholt hatte, ging es los mit dem Regen. 
Zurück in der Ferienwohnung aßen wir zu Abend und Mama duschte noch. 








Um 20 Uhr zogen wir uns die Regenklamotten an und machten uns auf zur letzten Hunderunde. Endlich war es mal viel leerer auf der Strandpromenade, wir konnten sogar auf die Seebrücke gehen, weil kaum was los war. Dort wurden wir immer alberner, machten einen auf Titanic und spielten The Walking Dead nach (Anmerkung der Redaktion: Keiner von uns hat jemals ein Teil dieser Serie gesehen, aber ich glaube, ich war gut im Zombie spielen). Mama wurde ein paar Mal böse von Frauen angeguckt, weil sie so albern war. *lach* Auf dem Weg zurück ebbte die alberne Stimmung auch gar nicht ab. Kurz: Wir hatten eine Menge Spaß.

Die größte Herausforderung war Sophie durch das Treppenhaus, den Flur mit Teppich und den schmalen, weiß gestrichenen Eingang der Ferienwohnung bis zum Balkon zu führen, ohne dass sie sich schüttelt. Es hat geklappt, wir mussten keine Maler bestellen, um das Ganze sanieren zu lassen. 

Danach chillten wir noch eine Runde, bevor wir ins Bett hüpften!

Gelaufene Schritte: 17581









Mittwoch, 26. August 2020

Der Tritt...

...kam sehr viel schneller als erwartet! Eine absolute Unverschämtheit! Aber diesmal habe ich den Tritt schriftlich und endlich mal was Schwarz auf Weiß. Mit dem Blick auf die letzte Woche, zeigt sich erst recht, wie absurd das Ganze ist. Und es hat mir wieder sehr deutlich gezeigt, auf wen man sich definitiv nicht verlassen kann. Meine Kollegin ist ein Schatz, die steht immer wieder wie eine Eins hinter mir. Hilft nur leider nix, doch sie versucht es immer wieder. 

Ein Strategiewechsel muss her, oder besser gesagt, die eigentliche Strategie fürs Überleben muss neu justiert werden. Und ich muss lernen, trotz solcher Vorkommnisse, die sich in den nächsten Wochen und Monaten ganz sicher noch häufen werden, abzuschalten sobald ich meinen Feierabend antrete. Es kann nicht sein, dass ich mir von solchen Menschen meine Lebensqualität klauen lasse, weil ich jedes Mal den Ärger mit nach Hause nehme und Tage brauche, um das wieder abzuschütteln. Das ist es nicht wert! Am Ende des Monats zählt nur das was auf meinem Konto eingeht. Mit Spaß zur Arbeit gehen, das habe ich mir eigentlich schon lange abgeschminkt. Aber eins weiß ich, sobald ich eine Chance sehe meine Situation zu einem passenden Zeitpunkt zu ändern, dann werde ich diese ergreifen. Bis dahin heißt es Geduld, aber sich nicht alles gefallen lassen.

Eigentlich sollte hier heute der nächste Tag vom Urlaubstagebuch stehen, aber wie schon gesagt, mein Kopf war mit anderen Dingen beschäftigt. Morgen dann....vielleicht!

Sonntag, 23. August 2020

Dahme 5.0 - Tag 2 - Teil II

Bevor ich mit dem Tagebuch weitermache, schiebe ich noch den Glücksmoment der Woche ein. Da sich meine Glücksmomente doch sehr rar gemacht haben, nehme ich einen vom Töchterchen. Es hat mich glücklich gemacht, dass sie alle ihre Freundinnen in ihrer Klasse hat. Das war schon hart, die letzten 2 Jahre in einer Klasse sein zu müssen, in der sie sich nicht wohl fühlt. Mit der neuen Klasse sieht das deutlich besser aus. :-)

Aber nun zurück nach Dahme:

13.07.2020

Gegen 20 Uhr haben wir uns auf die letzte Hunderunde auf gemacht. Aber die Strandpromenade war soooo voll. Kein Vergleich zu den letzten Jahren. Wir stellten auch fest, dass sich das Publikum verändert hatte. Vielen saß man einfach an, dass sie normalerweise nicht hier Urlaub machen. Woran wir das sehen konnten? Schon alleine daran, was sie an hatten. Viele waren extrem schick, die Damen mit hochhackigen Schuhen, mit denen man auf der Strandpromenade nur bedingt gut laufen kann. Und klar darf man in Dahme auch schick herumlaufen, doch ansonsten überwiegen hier Hoodies und Outdoorklamotten. Die Damen waren sehr geschminkt und statt Familien oder ältere Ehepaare, sah man auch sehr viele junge Leute so zwischen 19 und 29, die in Gruppen unterwegs waren. Sogar Grüppchen von Männern konnte man dieses Jahr entdecken. Und die waren in den letzten Jahren Mangelware. Junge oder alleinstehende Männer machen eher selten Urlaub in Dahme. Es gibt ja kein Nachtleben oder sehr schicke Restaurants. Man konnte auch beobachten, dass mehr Alkohol getrunken wurde. Oft hockten Grüppchen irgendwo am Strand mit viel Alkohol herum. Und mir kam es so vor als waren sehr viel mehr Raucher oder Dampfer unterwegs. Auf alle Fälle war es uns zu voll und so liefen wir bis weit hinter das Ende der Promenade und fanden da eine leere Bank. Die letzten Jahre war das nie ein Problem, dieses Jahr eben schon. Dort saßen wir eine Weile und machten ein paar Fotos. 

Eigentlich wollten wir auf dem Rückweg noch auf die Seebrücke, aber die war voller Menschen, also ging es gleich zurück zur Ferienwohnung, wo wir schnell sehr müde ins Bett fielen. 

Gelaufene Schritte an diesem Tag: 19589