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Samstag, 6. April 2024

Sonne

Sonne, ich sehe Sonne, das ist so wunderbar! Nicht so wunderbar wird dieser rapide Temperaturanstieg für Sophie, die hatte gestern schon Probleme und leider darf der nierenkranke Hund auch kein Zeckenmittel mehr bekommen - DAS wird spaßig. Und nein, ich kann keine hohen Gräser meiden, weil es hier überall hohe Gräser gibt und Pipi macht sie noch im Gras und die letzte Pipi-Runde streift sie 20 min. über alle Grünstreifen in der Nähe bis sie endlich weiß, was und wo sie mal was machen will. Ich versuche es jetzt mit etwas Kokosöl im Fell, absuchen ist ja bei ihr auch schwierig und hoffe, dass dieses Jahr die Zecken gnädiger sind mit uns als die letzten beiden. 

Für heute habe ich geplant: im Garten zu werkeln, noch was vom Tierarzt holen - ursprünglich geplant mit dem Fahrrad, jetzt nehme ich aber einen Altkleidersack zur Entsorgung mit, das wird mit dem Radl schwierig - ich werde angrillen und vielleicht kommt eine Freundin zu Besuch. 

Wäsche wasche ich im Rekord zur Zeit, weil man beim Ausmisten vieles findet, das den Weg zur Waschmaschine lange nicht gefunden hat. Z.B. Decken, Zierkissen und einen Schlafsack. Auch habe ich angefangen die Winterjacken zu waschen, erstmal die vom Töchterchen, dann kommen meine dran. 

Mit dem Zimmer bin ich gut voran gekommen, 3 von 4 Wänden sind vom groben Schmutz befreit, die Möbel abgewaschen und das Bett habe ich probeweise anders gestellt - passt und sieht viel besser aus als vorher. Jetzt muss halt nur noch der Schrank auf die andere Seite und dann kann ich mich der eigentlichen Renovierung widmen. Ich werde zuerst mein Schlafzimmer machen, das geht schneller und so kann man da wieder drin pennen bis das große Zimmer fertig ist. Ziel ist mit dem Streichen fertig zu sein bis zu den Semesterferien bzw. der vorlesungsfreien Zeit. Gestern habe ich schon die Vorhänge abgehängt, meinen Schrank ausgemistet. Leider bin ich noch nicht weiter gekommen mit der Überlegung, wie ich die Möbel vom Töchterchen dort stelle. Ich würde ihr gerne auch einen Arbeitsplatz einrichten, dazu könnte ich den klappbaren Minischreibtisch aus dem Wohnzimmer verwenden, aber es wird knapp mit dem Platz, wenn der Schminktisch da mit rein muss und alle Regale. Da muss ich echt noch puzzeln. Das Bett an eine Wand geht leider da gar nicht, um Platz zu sparen, wegen Fenster Heizung, Spiegel und Aufteilung des Raumes. Naja, mal schauen, als ich das Bett im anderen Zimmer gedreht habe, war ich auch überrascht, dass ich doch viel mehr Platz zum Schreibtisch habe als vermutet. 

Farblich habe ich mich im zukünftigen Tochterzimmer schon fast entschieden, ich lass da nochmal einen Blick von Aussenstehenden draufwerfen. Es wird nur eine Wand farbig, der Rest bleibt weiß. Und es wird ein Beigeton, was mit dem Töchterchen abgesprochen war. 

In meinem zukünftigen Schlafzimmer ist durch das Bettrücken auch die Wandgestaltung klar. Ich streiche zwei Wände farbig in einem Blauton. Welcher es wird, muss ich noch sehen, ich habe zwei Favouriten. Der Rest wird auch hier weiß. Schrank und Nachtischschränkchen werden weiß, da bestelle ich die Woche noch die Farbe. Die restlichen Möbel sind eh weiß.

Für mich ist das alles eine gute Ablenkung vom Empty Nest Dings. Auch gestern hatte ich schwer zu knabbern, ausgerechnet beim Einkaufen als ich mich dabei ertappte, dass ich ja nicht mehr für das Töchterchen mitdenken muss. Der Plan war ja, dass sie sich selbst ernährt, aber durch die viele Lernerei hat sie kaum was eingekauft und so habe ich das die letzten Monate wieder mehr und mehr übernommen. Das fällt ja nun wirklich weg und sogar das machte mich traurig. Oh man! Vielleicht hilft es auch, wenn ich Montag wieder arbeiten gehe. Wir werden es sehen!

Gehört habe ich von ihr seit Donnerstag nix mehr. Ich weiß aber, dass sie viel vor hatte, einschliesslich feiern gehen mit ihren Freundinnen, eine davon ist dann auch einen Tag bei ihr. Deswegen halte ich mich erstmal zurück und gebe ihr Raum. Morgen Abend werde ich ihr dann mal schreiben, denn nächste Woche starten ja die Erstsemester Angebote. 

So, jetzt noch einen Kaffee, dann schnapp ich mir Sophie für eine hoffentlich größere Runde bevor es zu warm wird. :-) Und dann wird losgewirbelt! 

Freitag, 5. April 2024

Allein, allein!

Der Umzug ist nun bis auf die Hochsommerklamotten vollzogen. Ich stand vorgestern dann noch richtig unter Strom, weil zwar der Reifendruck okay war, aber ich beim Messen einen Patzer im Reifen entdeckt habe und nicht wusste, ob ich den entsorgen kann oder das harmlos ist. Ich musste dann noch bis 18 Uhr auf die Entwarnung vom Schraubernachbarn warten, der sich das angesehen hat. Harmlos meinte er! Erst dann konnte ich das Auto packen, aber zum Glück ging alles rein, nur eine Vollbremsung sollte ich nicht unbedingt machen. ;-)

Das Nächste war noch am gleichen Abend, dass Sophie beim Versuch, sie in der Dämmerung nochmal in den Garten zu lassen, einfach die Einfahrt runter spaziert ist und als ich sie rief, richtig Gas gab. Ich kam mit meinen Gartenschuhen, die auf nass extrem rutschig sind auch nicht schnell genug hinterher und unten hörte ich schon ein Auto. *kreisch* Sophie lief auf der Straße Richtung Wiese und das Auto, in dem der Schraubernachbar saß, wendete und kam ihr entgegen. Zum Glück ging alles gut. R. sah Sophie rechtzeitig, die wurde so vom Scheinwerfer geblendet, dass sie total verwirrt und panisch vorm Auto stand. Erst als ich sie hochnahm - sie hatte ja weder Geschirr noch Leine dran - und ein Stück zur Einfahrt trug, wusste sie wieder, wohin es geht. Oh man! Das machte mir natürlich noch zusätzlich Sorge, wie das mit der Fremdbetreuung klappen soll, wenn ich in Mainz bin. Sorgen über Sorgen!

Ich schlief natürlich grottenschlecht, aber wachte einigermaßen ausgeruht aus. Sophie tat mir den Gefallen, auf der Morgenrunde alles zu machen, was nötig war und ich gab meinem Papa noch per Whatsapp Vorsichtsmaßnahmen mit auf den Weg. Es ist wirklich schwieriger als einen Säugling in die Betreuung zu geben, der rennt wenigstens nicht weg. 

Aber dann passierte das nächste, auf dem Sprung hoch aufs Sofa, rutschte sie ab und hing mit ihrer einen Kralle in der grobgestrickten Decke fest. Echt jetzt? Wenn das passiert wäre, während ich auf der Arbeit bin - ich darf gar nicht dran denken. Erfuhr aber von anderen Hundebesitzern, die ihren alten Hund im letzten Jahr öfters in echt blöden Situationen gefunden hatten, wenn sie vom Arbeiten nach Hause kamen. Einmal steckte er unterm Sofa fest. Ich tauschte die Decke aus und fuhr langsam los nach Mainz.

Die Autofahrt klappte prima, ich kam gut durch und ich war mal wieder erstaunt, wie toll sich das Auto fahren lässt. Trotz schwerer Beladung. Blöderweise fand ich keinen Parkplatz vorm Wohnheim und musste mich ins Halteverbot zum Bringen und Holen der Schule stellen, aber ging halt nun nicht anders. Das Töchterchen kam runter und wir brachten die Sachen in ihr Zimmer. 

Wir stellten den Schrank um, was uns einige Nerven kostete, weil da zwei Latten drunter lagen. Später wussten wir dann auch, warum die da lagen. Ohne die, blieben die Türen am Boden hängen. *lach* Also mussten wir sie wieder drunter schieben, was uns nochmal Nerven kostete. Ausräumen wollte das Kind in Ruhe alleine machen und weil ich im Halteverbot stand, fuhren wir zum Rewe auf der anderen Straßenseite. Da durfte ich aber auch nur 1 1/2 h stehen. Somit entschieden wir, dort beim Bäcker einen Kaffee zu trinken, dann zurück zu laufen und dass ich die Heimreise früher als gedacht antrete. Im Wohnheim tranken wir noch ein alkoholfreies Getränk auf den neuen Lebensabschnitt und dann brachte sie mich zum Auto. Und ich habe keine Ahnung, wann ich meine Tochter, von der ich nie länger als max. 2 Wochen getrennt war, nun wiedersehe. Ich sags wie es ist, es ist ein schreckliches Gefüh! Niemals hätte ich gedacht, dass es sooo schlimm wird! 

Die Fahrt nach Hause war wieder unspektakulär, in ca. 1.20 h war ich zu Hause. Dort wartete der Hundesitter ja auf mich und wir tranken erstmal einen Kaffee und quatschten. 

Die Wohnung kommt mir so unfassbar zu groß vor, die ganzen Streitereien um Ordnung und Mithilfe im Haushalt sind komplett aus meinem Hirn getilgt. Dafür kommen millionen Erinnerungen hoch, die mir das Herz abschnüren, weil all das nun in der Vergangenheit liegt. Ich hatte mich so gefreut, die Verantwortung abzulegen und ich war ja auch vorbereitet. Sie war ja wenig zu Hause im letzten Jahr. Aber das ändert einfach nichts an der Tatsache, dass ich sie verdammt vermissen werde. Aber natürlich freue ich mich für sie und bin mega stolz! Und sehr dankbar, dass wir so eine tolle Zeit zusammen hatten. 

Ich muss mich erstmal sortieren, wieder auf die Spur bekommen und ich hoffe, es wird leichter, wenn hier endlich mal besseres Wetter wird. 

Und, ich habe wirklich schon Schlimmeres erlebt. Sie ist ja nicht weg, sie wird ab und an mal nach Hause kommen und sie bleibt meine Tochter. Der wichtigste Mensch in meinem Leben! :-)

So, genug rumgeheult! Heute ist ein normaler Freitag mit Einkaufen, Bude sauber machen und den alten Hund versorgen. 

Das Wochenende soll ja schön werden, vielleicht grille ich an, auf alle Fälle werde ich im Garten werkeln, das wirkt ja eh immer wie Therapie. Ich werde im Tochterzimmer weiterräumen und säubern, viel Wäsche waschen - alte Winterjacken und Decken und und und! Wahrscheinlich reicht die Zeit eh nicht für alles. Und Montag muss ich wieder arbeiten. 

Also dann, auf einen weiteren neuen Lebensabschnitt! Ich berichte, wie es mir weiter ergeht!