Sonntag, 31. März 2024

Ostersamstag

Ostersamstag, was für ein Tag! Ich saß noch gemütlich bei meiner 2. Tasse Kaffee, die Brötchen schmorten schon im Backofen und dann stand plötzlich das Töchterchen vor mir mit der Nachricht, dass sie gerade eine Mail bekommen hat mit den Mietunterlagen für das Wohnheimzimmer. Wtf??? Damit haben wir ja überhaupt nicht mehr gerechnet. Vor allem nicht am Osterwochenende! Das war natürlich mein schönstes Geburtstagsgeschenk, macht das hier aber erstmal noch stressiger, denn wir waren gar nicht mehr darauf eingerichtet. Jetzt geht alles sehr viel schneller als gedacht! Eigentlich war der Plan, dass sie in Ruhe die Tage weiter ausmistet, am Dienstag zu einer Veranstaltung in Mainz fährt und dann wieder zurück kommt, Sachen entsorgt, Müll wegbringt und sich noch um ein paar Dinge kümmert. Tja, das wird jetzt nix mehr. Nun müssen wir heute und morgen packen, dann fährt sie Dienstag mit einem großen Koffer nach Mainz, ich karre ihr den Rest des Geraffels - wenn das überhaupt alles in mein Auto passt - Donnerstag runter und fahre Abends wieder zurück in mein "Empty Nest" mit ihrem kompletten Müll, 4 Säcken Altkleider, die noch für den Second Hand Laden sortiert werden müssen und habe nicht mal mehr den Kaffee Vollautomaten zum Trösten. Der ist nämlich ihr und der geht mit nach Mainz. *heul* Viel Zeit zum Entsorgen habe ich auch nicht, erstmal, weil ich Freitag wieder Großeinkauf mache und ab Montag arbeiten muss. Somit wird es sicherlich ewig dauern bis ich den Müll entsorgt, die Sachen weg gebracht habe und die zwei Zimmer für die Renovierung fertig präpariert habe. Da ja die Gartensaison in vollem Gange ist und der alte Hund von mir komplett alleine betreut wird - brauche ich sicherlich ewig bis hier alles wieder wohnlich wird. Aber gut, ich hab eh nix Besseres zu tun. 

Jetzt geht sie endgültig ihre eigene Wege und für uns beide bricht ein neuer Lebensabschnitt an. Der normale Lauf der Dinge und ich denke, ich komme damit auch ganz gut klar, aber so kurz vorher und weil das nun so kurzfristig kam, muss ich dann doch mal schlucken. Aber ich freue mich für sie und dass sie ein Zimmer hat, macht es ihr auf alle Fälle leichter. Auch wenn sie im ranzigstens Wohnheim von Mainz gelandet ist. *lach* Dafür ist die Lage prima! Ich drücke ihr noch die Daumen, dass sie zwei nette Mitbewohner hat, denn es ist eine 3er WG.

Ansonsten bin ich gestern vom Wetterbericht betrogen worden. Statt 21 Grad und 7 h Sonne, waren es hier feuchte und trübe 13 Grad und 0 Sonnenstunden. Irgendwie werden die Vorhersagen immer schlechter. Man kann sich darauf null verlassen.

So saß ich mit den Gästen, die so nach und nach kurz oder länger vorbeischauten doch in der Bude und mit meiner Freundin beendete ich den aufregenden Tag mit der Osterfolge vom Traumschiff. 

Mein Fasten ist beendet, aber gestern habe ich mich echt zurück gehalten. Allerdings bin ich auch wenige Schritte gelatscht. 

Sophie war dann Abends so verwirrt von diesem Tag, dass irgendwie gar nix mehr ging. Sie fand zu ihrer normalen Schlafzeit überhaupt keine Ruhe und tappelte permanent hin- und her. Erst als ich sie mir schnappte, zum Sofa trug und sie dort ablegte, schaffte sie es. Und wenn mich in Zukunft wieder jemand fragt, ob ich sie nicht mitnehmen kann in Urlaub, nach Mainz, zum Kaffee trinken in der Stadt, dann muss ich das eindeutig beneinen. Sie schafft ja nicht mal einen Tag jenseits ihrer Routine in der gewohnten Umgebung. Sie packt das einfach nicht mehr und es stresst sie. 

Eigentlich wollte ich heute ja joggen, aber die Zeitumstellung schallert mir wieder total rein. Ich verschieb das auf morgen oder übermorgen. Wir haben auch so genug zu tun! Und die Osterhasenkleinigkeiten kann ich auch nicht verstecken, weil es hier - oh Überraschung - regnet. Sonne ist ab 10 Uhr angesagt. Schauen wir mal, wie sehr der Wetterbericht heute daneben liegt. ;-)

So, ich genieße noch einen leckeren Kaffee aus dem Vollautomaten und Hunger habe ich auch schon. Und dann sehen wir, was uns dieser Tag so bringt. 


 

Freitag, 29. März 2024

Dies und Das aus dem verregneten Urlaub

So, ich bin ja im Urlaub angekommen, nach einer sehr ausgefüllten Arbeitswoche nicht ganz ohne Aufreger. Aber die waren einfach nur nervig und nichts worüber man schreiben müsste. Die Wetteraussichten für die nächste Woche und auch für heute sind ja grauenhaft. Immerhin werde ich es morgen, Stand heute, schön warm bekommen. Vielleicht wird auch der Ostersonntag noch nett, aber ich glaube das war es dann auch. Und bei Starkregen und Wind kann ich halt nicht mal joggen oder radeln. Oder Hornveilchen pflanzen. Naja, hilft ja nix, muss ich drinnen sporteln. Vielleicht geschieht ja noch ein Wunder und wir haben kurzfristig eine neue Beschäftigung - dazu später.

Heute ist mein letzter Tag fasten, wobei ich mir gestern schon mal ein alkoholfreies Radler nach dem Höllentrip "Einkaufen nach der Arbeit vor Ostern" gegönnt habe. Ansonsten bin ich aber tapfer geblieben. Ich hatte keinen Schummler und hatte fast jeden Tag auch mein Kaloriendefizit. Ich bin also sehr zufrieden. Natürlich werde ich mein Zielgewicht verpassen, Stand heute um 0,7 kg. Wahrscheinlich hätte ich noch mehr Ausdauersport machen müssen oder mehr Muskelaufbau, aber das war halt einfach nicht drin. Mehr als die Waage sagen eh die Umfangsmessungen und ich habe diesmal auch den Körperfettanteil vor und nachher genommen. Und ich habe einen Verlust von immerhin 4,5%. Das finde ich erstaunlich, weil ich ja deutlich weniger Sport als letztes Jahr beim Fasten gemacht habe. 5,2 kg sind  insgesamt weg.  Und bei den Umfängen von Brust, Taille, Bauch und Po verschwanden 4-8 cm. Und da fühle ich bzw. sehe ich auch sehr deutlich. Mir sagt das, auch mit fast 54 schafft man es, etwas für seinen Körper zu tun. Man braucht sicherlich mehr Disziplin und muss etwas mehr verzichten, aber es ist möglich. Sofern man eben keine sonstigen Erkrankungen oder körperliche Probleme hat. Mein Plan ist nun, meine Woche Urlaub einfach zu leben. Mir was zu gönnen und vor allem keine Kalorien mehr zu zählen. Ich bin mir sicher, dass mich das wie die letzten Jahre auch 2 kg Zuwachs kosten wird, aber ich brauche einfach mal eine Pause. Danach schau ich, wie es weitergeht. Mein Fazit fällt dieses Jahr genauso positiv aus, wie letztes Jahr und diesmal hatte ich erschwerte Bedingungen. 

Am Montag kam ja das Töchterchen nach Hause und brachte viel Redestoff mit. Zuerst einmal das Wichtigste, es gibt immer noch kein Zimmer in Mainz. Das Studentenwerk hatte Montag noch nicht einmal mit der Zimmervergabe begonnen. Unfassbar! Das Semester beginnt ja auch erst am 8.4. für die Erstis und eine Woche später für alle. Und normalerweise werden die Zimmer vom 1.4. an vermietet. Das wird in unserem Fall nix mehr. Auch das Versprechen, sie würden sich zumindest bezüglich des einen Zimmers, das sie sich selbst rausgesucht hat und auch schon mit der jetzigen Mieterin einig ist, bis gestern melden, haben sie natürlich nicht eingehalten. Somit wird das Töchterchen nächste Woche wieder vor der Tür des Studentenwerkes stehen. Sie will eh schon die eine oder andere Veranstaltung nächste Woche mitmachen und wird dann vor Ort sein. 

Und ja, ich lese mich erstaundlich entspannt, weil sie eine Notunterkunft hat. Denn sie hat sich mit ihrer Tante und ihrem Mann so gut verstanden, dass die ihr von sich aus angeboten haben, sie könne übergangsweise auf alle Fälle dort bleiben und im Worst Case auch das ganze Semester. Das ist natürlich nicht ihr Ziel, aber nimmt den Druck raus. Heißt aber für uns hier zu Hause, wir können nicht wirklich mit dem Packen anfangen. Wenn es blöd läuft, kann ich den Zimmerumzug nur unter erschwerten Bedingungen starten. 

Mit dem Ausmisten hat sie schon angefangen und so sieht es hier halt auch jetzt aus. Einiges können wir nicht einfach so entsorgen und da wir eine 4-Wöchentliche Restmüll Abholung haben, kann ich das nur nach und nach da reinwerfen. Ich weiß, so ist das im Umbruch, ich habs ja schon ein paar Mal durch. Nerven tut mich das trotzdem. Ich seh das Chaos ja jeden Tag! 

Ach und fast vergessen, die Prüfung hat sie natürlich bestanden. Sie ist nun staatlich geprüfte Rettungssanitäterin. Und wir sind mega froh, dass wir das nun abgehakt haben. Jetzt noch den blöden TMS, dann kehrt kurzzeitig etwas Ruhe ein. Wobei das Studium in Mainz wird sicherlich auch kein Spaziergang. ;-)

Im Übrigen bekam sie vom angeheirateten Onkel schon einen Job als studentische Hilfskraft angeboten in der Klinik. Und er wird ihr alle seine Medizinbücher vererben. Somit hat sie zwar kein Zimmer, aber doch einiges dazugewonnen. :-)

Es bleibt hier also weiterhin spannend.

Sophie hatte eine ausgesprochen gute Woche! Sie macht einen besseren Eindruck und wenn ich mich ganz nach ihrem Rhythmus richte, ist es auch viel einfacher mit ihr. Nur das Töchterchen bringt uns wieder etwas durcheinander. Dafür nimmt sie mir aber die eine oder andere Runde ab, dafür bin ich sehr dankbar. Bald habe ich das ja gar nicht mehr.

So, heute steht Kuchen backen für morgen an, Bude aufräumen und vielleicht raffe ich mich zum Joggen auf. Noch stürmt es nicht so schlimm. Aber nass werde ich auf alle Fälle. *grmpf*

Falls ich nichts mehr schreibe bis Sonntag! Frohe Ostertage!





Samstag, 23. März 2024

Blick in die Vergangenheit

Irgendwie überkam mich gestern das Gefühl, ich müsse mal die alten Fotobücher rauskramen und ein wenig darin in Erinnerung schwelgen. Ein Grund ist sicherlich die Aussicht darauf, dass ich irgendwann in baldiger Zukunft hier alleine sitze - das macht mir erstmal keine so große Angst, ob es dann doch ganz furchtbar wird, muss ich abwarten -, ein anderer Grund ist, dass ich einfach lesen wollte, was wir in den letzten 12 Jahren so erlebt haben. Da ich auch immer 3 Monate vom Jahr schriftlich zusammengefasst hatte, konnte ich auch sehen, was so los war mit allen Höhen und Tiefen. 

Und irgendwie war ich überrascht, wie viele schöne Momente wir hatten, wie viel wir unternommen, wie viele Menschen uns begleitet haben und wie eng wir waren - Töchterchen, Sophie und ich! Woher bitte, habe ich damals diese Energie aufgebracht neben Haus räumen, Scheidung, Wohnungssuche und den ganzen Terminen seitens Schule, Orchester, Fußball. Wie habe ich es geschafft, neben allen Hunderunden noch große Geburtstage auszurichten mit Mottokuchen und Deko? Wo ist dieses "Ich" hin? 

Ich bin bei den Fotobüchern bis 2017 gekommen, mal schauen, ob ich heute weiterlese. Aber ich frage mich, warum es dann so deutlich bergab ging? Im Prinzip hat mich die Corona-Zeit ja schon ausgesaugt, danach habe ich meine Motivation immer nur kurzfristig wieder getroffen. Schaue ich in meinem Freundeskreis so rum, scheint das allen Single Frauen in meinem Umfeld ähnlich zu gehen. Und nicht nur Single Frauen, auch diejenigen, die in vermeintlich stabilen Ehen leben, strahlen diese Müdigkeit aus. 

Liegt es an unserem Alter? Die Lebensphase? Dass sich die Welt verändert betrifft ja alle, die einen nehmen sich das mehr zu Herzen, die anderen weniger. Auch die Inflation trifft alle, manche - wie ich - fallen halt tiefer, andere kommen einfach von weiter oben. 

So wie jetzt, möchte ich nicht weitermachen - definitiv nicht! Aber egal, wie ich es drehe oder wende, ich komme nicht raus aus der Nummer zur Zeit und es ist auch nicht abzusehen, wann es besser wird. Ob es überhaupt besser wird. Anders vielleicht, aber besser? 

Was ich aus den Fotobüchern herauslese, dass ich mir in den harten Zeiten trotz allem Nischen gesucht habe bzw. sich Nischen ergeben haben, die mich glücklich machten. Ich habe mir Beschäftigungen im Rahmen der Gegebenheiten gesucht, die mich erfüllen. Das war wohl mein Rezept, um das zu überleben. Das versuche ich ja jetzt auch, aber werde halt sofort wieder ausgebremst. Nur ein ganz banales Beispiel - mein Umzug ins Kinderzimmer. Ich habe mich darauf gefreut, das anzugehen, sobald das Töchterchen in Mainz ist. Nun steht da aber ein dickes Fragezeichen dahinter. Zumindest was den Zeitpunkt betrifft.

Ausserdem bin ich durch Sophie extrem an das Zuhause sein festgetackert, viel Spielraum bleibt da nicht. Und die Zeitfenster für meinen Sport werden gefühlt jeden Tag kleiner. Gestern bin ich ungelogen 1 1/2 h mit ihr im Dunklen herumgeschlichen, damit sie endlich Pipi macht. Unfassbar! Und ja, sie musste, denn das letzte Mal hatte sie vor über 4 h gemacht. Warum sie im Garten nachts nix macht, weiß ich nicht. Also laufe ich die anderen Pinkelecken ab, das erste Mal ohne Erfolg, nach 15 min. Pause im Haus, bin ich nochmal los und auch da musste ich über 20 min. latschen, damit sie endlich macht. Danach waren wir beide durch und es brauchte ewig bis ich einschlafen konnte. Somit bin ich heute morgen totmüde, dabei wollte ich doch heute joggen. *heul* 

Dazu die permanenten Sorgen bezüglich Töchterchen, weil da ja nun auch immer alles auf den letzten Drücker passieren muss. Dann die ganzen Hindernisse, die sie oder wir vor die Füße geschmissen bekommen. Und sei es nur ein Bahnstreik, der alles noch komplizierter macht.Wie sagte eine Bekannte gestern zu mir "Du bist genauso wie ich ein Problemlöser. Du hast das Problem auf dem Tisch liegen und du willst es sofort lösen." Aber das sind keine Probleme, die ich zu lösen in der Hand habe. Ich bekomme sie hingeworfen und kann dann letztendlich doch nur zuschauen. 

Ich hoffe, dass morgen wenigstens die Sache mit dem Rettungssani von unserer Liste verschwindet. Auch wenn das ein weiteres Loch in mein Konto schlägt. 

Heute und morgen ist also Daumen drücken angesagt!

Ich werde mich jetzt erstmal für eine evtl. kleine Laufrunde nahrungstechnisch präparieren. Mal schauen, ob ich mich dann aufraffen kann. Ich muss ja nebenher auch noch 4x den Hund motivieren ihr Geschäft zu machen. *augenroll*

 

Freitag, 22. März 2024

Es wird knapp!

Und vielleicht klappt es auch gar nicht! Mit dem Wohnheimzimmer in Mainz. Das Studierendenwerk hat sich natrlich rückgemeldet. Wann meldet sich jemand in Deutschland noch zurück, antwortet auf Emails oder ist telefonisch zu erreichen. Richtig...fast nirgends mehr. Auf der Website steht dann, dass sie nicht alle Telefongespräche annehmen können, ich glaube aber fast, sie nehmen gar keine an. Man könnte eine Nachricht aufsprechen und eine Nummer hinterlassen...ob sie dann zurückrufen wage ich zu bezweifeln. Das "alles auf den letzten Drücker" Töchterchen bekommt nun auch langsam Panik. Aber da kann ich ihr gerade leider nicht helfen. In diese Situation hat sie sich selbst gebracht und hat von Anfang an nicht auf meine Bedenken reagiert. Eine Wohnung herzaubern, die bezahlbar und möbliert ist, kann ich nicht. 

Das Problem ist, sie hockt zwar gerade in Mainz, hat aber Anwesenheitspflicht für 8 h am Tag im Lehrgang. Die Öffnungszeiten des Büros vom Studierendenwerk korriliert damit. Es wird ihr aber nichts anderes übrig bleiben, als spätestens Montag dort aufzuschlagen. Denn in 3 Wochen beginnt die Erstiwoche, eine Woche später die Vorlesungen. Im Wintersemester konnten sie knapp 300 Studenten keine Wohnung im Wohnheim anbieten. Im Sommersemester werden es vielleicht weniger sein, aber da das Töchterchen extrem spät dran war, kommen halt alle anderen vor ihr dran.

Ich habe ehrlich gesagt, keine Ahnung, wie das alles noch funktionieren soll. Ich träume schon nachts von Umzügen, von sterbenden Hunden und auch sonst viel Mist. Dementsprechend schlecht schlafe ich und wache gerädert auf. 

Ich kann nur hoffen, dass sie endlich mal daraus lernt und den nächsten Uni-Start, wenn sie auf Medizin wechselt, besser plant. Denn der wird ja sehr wahrscheinlich noch schwieriger zu stemmen sein, wenn es von Mainz dann nach Magdeburg oder Hamburg geht. Wenn es gut läuft, klappt der TMS im zweiten Anlauf und sie kann in Gießen oder Frankfurt Medizin studieren, dann wird es einfacher, weil sie erstmal im Notfall hier unterschlupfen kann. Ist natürlich nicht ihr Ziel, aber nimmt den Druck raus. Von hier nach Mainz zu pendeln, ist keine Option.

Soweit ich rausgelesen habe, kann sie höchstens nochmal eine Woche bei ihrer Tante unterschlupfen, bringt sie also nur kurz aus der Obdachlosigkeit raus. 

Ja, ich weiß, es geht vielen Studenten so, auch wenn sie monatelang vorher schon gesucht haben. Besser macht es die Sache auch nicht. Und zeigt mir nur umso mehr auf, was in diesem Land so alles den Bach runtergeht. Und niemand soll nachher jammern, es gäbe keine Fachkräfte mehr, wenn man sich nicht darum kümmert, dass auch finanziell nicht so gut gestellte junge Menschen sich eine Auszbildung weit weg von zu Hause oder ein Studium leisten können. Manchmal bzw. immer öfters kann man sich ja den Ort nicht aussuchen. 

Ich versuche mich irgendwie runterzubeamen und mir zu sagen, dass es ja eh erstmal nur ein Semester ist, notfalls kann sie halt nicht an den Vorlesungen teilnehmen. Schlimmer wäre es, wenn es schon ums Medizinstudium ginge. Trotzdem stresst mich das Ganze, denn auch wenn man in ein möbliertes Zimmer umzieht, dann reichen ein paar Tage trotzdem nicht, um das alles zeitlich zu stemmen, wenn es nicht gerade in den Nachbarort geht. Ich bin schon oft genug umgezogen, ich weiß, wovon ich rede. 

Groß unterstützen kann ich sie auch nicht, Sophie ist mittlerweile so, dass ich sie niemanden mehr für länger anvertrauen kann. Mal im Notfall einen Tag, wenn der Hundesitter hierher kommt und ich sie morgens und abends ab Dunkelheit wieder übernehmen kann. Gestern wäre sie mir fast abgehauen im Dunkeln, weil ich versucht habe, sie zu einem Pipi im Garten zu überreden. Sie ist im Dunkeln dann so panisch, dass sie vor einem wegläuft. Ich weiß das, kenne ihre Körperhaltung und kann sofort reagieren. Das Töchterchen bekäme das auch noch hin, aber jemand, der Sophie kaum sieht und nicht miterlebt, wie sie drauf ist, da wird es schwierig. Sie hört eh kaum noch auf Kommandos, woran das liegt, kann ich ja nur raten. Ich arbeite viel mit Körpersprache und sie ist oft wieder an der Leine, dann geht es. 

Aber ansonsten war die Woche gar nicht so schlecht. Ich habe das Wetter genossen, viel zu wenig Sport gemacht, was sich natürlich bei dem Gewichtsziel nun rächt - ich werde das wohl wieder nicht erreichen, wie schon die letzten Jahre auch. Dafür habe ich im Garten ganz viel gewerkelt, sogar der Rasen ist schon gemäht, denn Sophie hat...als sie noch in den Garten ihr großes Geschäft erledigte...die eine oder andere Stelle so gut gedüngt, dass doch das Gras so wundervoll dicht und hoch war. Ja, ich habe immer alles eingesammelt, aber manchmal habe ich was übersehen oder im Schnee gar nicht gefunden. Das hat wohl gereicht. Am Mittwoch nachmittag stand ich glücklich im Garten und habe mich daran erfreut. Eigentlich wollte ich das gestern zum Wochenendstart auch machen, aber dann kam ja die Nachricht vom Töchterchen und mein Kopf war voll mit Sorgen. 

Das WE soll ja wettertechnisch eklig werden und somit rächt es sich, dass ich letztes WE weder joggen noch radeln war. Ob ich es bei dem Wetter schaffe, wage ich noch zu bezweifeln. 

Mein Fasten geht jetzt noch bis Samstag in einer Woche, dann sind zwei Monate rum. Und ich freue mich echt auf ein fettes Steak aufm Grill, ich sags euch. Ich werde niemals reiner Vegetarier und schon gar kein Veganer. Muss ich aber auch nicht, denn ich esse ja wirklich wenig Flesich, aber ab und an, muss das sein.

Auf der Arbeit ging es endlich mal vorwärts und so langsam müssen wir aufpassen, weil die anderen beiden Teams zunehmend unsere Unterstützung brauchen. Sollten dann noch Patienten für unsere neuen Studie dazukommen, wird es echt wieder sportlich. Und man kennt das ja, sind die anderen das erstmal gewohnt, dann wird es schwer zurückzurudern. Aber ich bin froh, dass wir wieder mehr zu tun haben.

So, nun starte ich mal mein Freitagsprogramm und den Rasen will ich heute noch düngen, das kann dann morgen mit dem Regen schön eingespült werden.





Freitag, 15. März 2024

Dies und Das

Ich mache das mal heute abschnittsweise und fange ganz egoistisch mit mir an. :-) Das Wochenende war ich noch sportlich unterwegs. Ich habe die erste Radtour auf dem neuen Fahrrad gemacht. Es waren 18,15 km. Das Gute zuerst, das Fahrrad fährt sich toll, es fühlt sich echt leicht an und läuft total flüssig. Ich bin also immer noch sehr zufrieden damit. Der neue Helm ist super, ich spüre ihn so gut wie nicht. Die Sportbrille tut, was sie tun soll. Auch sie hat mich nie gestört. Aber ich sags wie es ist, mein Körper findet Radfahren doof. *lach* Schon als ich den Radweg unterhalt meines Wohnortes erreicht habe, tat mir trotz Polster am Hintern und auf mich angepasstem Sattel, der Hintern weh. Und zwar so richtig! *örgs* Ausserdem fing sehr schnell mein oberer Rücken an, sich über die ungewohnte Haltung zu beschweren und wie schon früher, finden meine Arme das alles richtig blöd. Immerhin scheint die richtig auf mich abgestimmte Radgröße das Nackenproblem von früher zu verhindern. Trotzdem habe ich noch null Ahnung, wie ich mal 50 - 70 km am Tag schaffen soll. Das ist aber die Bedingung, wenn ich einen meiner Träume mal eine mehrtägige Radwanderung zu machen, umsetzen möchte. Naja, ich hab noch ein wenig Zeit zu trainieren, denn dieses Jahr wird das ja eh nix. Noch etwas Gutes, die Kondition ist echt besser geworden. Meinen Berg am Ende der Tour habe ich diesmal mit erträglichem Puls geschafft und ich hatte nicht das Gefühl, ich kippe gleich vom Rad! *lach* Was ich aber echt mega doof finde, sind unsere nicht vorhandenen Radwege. Also, wir haben hier schon welche, aber nicht durchgehend. Rundwege fahren, geht so gut wie gar nicht und der Zustand vom Radweg bis zum nächsten Ort ist eine Katastrophe. Kein Wunder, das viele auf die Straße ausweichen. 

Am Sonntag bin ich auch noch gejoggt, das hat mich echt einige Überwindung gekostet, weil die Beine doch müde waren und mir die zusätzlichen Hunderunden, die ich alleine wuppen muss, dann halt auch in den Knochen stecken. Wenn man dann noch im Garten arbeitet mit fast 54, reicht es halt auch irgendwann mal. Am Sonntag Abend auf der letzten Hunderunde hatte ich echt die Schnauze voll von Bewegung!

Ansonsten verlief meine Woche wie immer halt. Nix besonderes, weiter im Alltagstrott mit Betreuung des alten Hundes.

Und damit sind wir beim nächsten Thema Sophie. Ich werde ihr nicht mehr gerecht, das muss ich ganz klar sagen. Eigentlich bräuchte Sophie jemanden, der immer da ist und dann sofort mit ihr geht, wenn sie Lust und Freude zeigt. Der den ganzen Tag Zeit hat, auch nach 2 m wieder umzudrehen, obwohl sie nix gemacht hat, aber im Regen, wegen zu viel Sonne, nassem Gras oder was weiß ich, keinen Bock mehr hat weiterzugehen. Und der kurz darauf wieder losziehen kann, weil ihr dann doch langweilig ist.  Der 6x im Futter umrührt, weil sie dann denkt, es wäre neue, besseres Futter drin. Mir fehlt oft einfach die Geduld, besonders die Runde vor der Arbeit und die letzte Runde Pipi machen, stressen mich zunehmend. Das Schlimme ist, ich weiß, sie muss und in 99% der Fälle macht sie auch, wenn ich sie zwinge weiterzugehen. Aber momentan gehen fast alle Hunderunden nur noch unter Zwang. D.h. auf dem Hinweg zwinge ich sie fast immer zu laufen, was mal mehr oder weniger gut funktioniert. Auf dem Rückweg läuft sie fröhlich vor mir her und meist macht sie dann auch das gewünschte Geschäft. Zu Hause angekommen, ist sie immer gut drauf, es kann also nicht so schlimm sein und ich erwarte ja auch keine großen Runden mehr. Oft sind es 15 - 30 min., selten auch mal 45 min.. Gestern bin ich zum Antesten mal wieder woanders hingefahren, und siehe da, da klappt es mit dem Laufen besser. Aber große Belastungen schafft sie nicht mehr, da fängt sie sofort an zu hecheln. Und da reicht auch ein kleiner Berg - von dem wir hier halt viele haben. Fassen wir das mal zusammen, seit dem Vorfall hat sie sich nicht mehr vollständig erholt. Sie läuft schlechter, weniger und mit weniger Lust. Sie frisst wieder schlechter und schläft sehr viel mehr. Aber sie zeigt immer noch mehrfach am Tag ihre Lebenslust, freut sich auf Spaziergänge, fordert sie ein und sie scheint auch keinerlei Schmerzen zu haben. Ich kann sie wieder mehr streicheln, ab und zu lässt sie sich sogar auch mal länger knuddeln. Mir fällt es zunehmend schwerer, diesem Bergab-Prozess zuzuschauen. Was sicherlich auch daran liegt, dass ich kaum noch was anderes sehe. Ich müsste mal raus, aber dazu fehlt mir echt die Kraft und größere Sachen sind eh nicht drin, weil ich sie nicht so lange alleine lassen will. Ich würde mir wünschen, dass ich ihr die letzte Zeit so schön wie möglich mache, aber es ist verdammt schwer herauszufinden, was sie überhaupt glücklich macht. Ich kann sie einfach nicht mehr lesen und sie mich leider auch nicht mehr. Ich kann also nur versuchen, es so gut wie möglich zu machen. 

Das Töchterchen ist gestern etwas angeschlagen, aber sehr glücklich nach Hause gekommen. Sie hatte eine mega tolle Zeit in Spanien. Sie hat dabei gemerkt, dass das doch alles ein wenig viel war, was sie die letzten Monate gemacht hat. Dieser Cut durch den Urlaub, war wichtig! Denn es geht ja gleich wieder weiter. Sonntag Abend startet sie nach Mainz zum Abschlusslehrgang, wo sie dann hoffentlich am Wochenende drauf die Prüfung für den Rettungssani hinter sich lassen kann. Aber auch danach bleibt nicht viel Zeit, denn schon am 8.4. startet die Erstsemesterbegrüßung in Mainz. Bis dahin ist noch viel zu regeln. Zimmer hat sie natürlich noch keins, da gibt es erst Ende März Bescheid. In 3 Wochen wird sie das Nest verlassen - unfassbar! Dann beginnt für uns Dreierteam eine neuer Lebensabschnitt. 

Achja, ich habe noch zu vermelden, dass ich beim Gewicht die nächste Etappe erreicht habe. Nun fehlen noch 900 g bis zum Ziel. 5 kg sind weg in 1 1/2 Monate. Ich denke, das ist ordentlich! Ich fühle mich deutlich wohler, wenn auch nicht fitter. *lach* Letzteres liegt wahrscheinlich an der gesamten Lebenssituation auf die ich ja wenig Einfluss habe. 

Jetzt werde ich mir gleich Sophie schnappen und sie zum Laufen zwingen, denn sie muss noch ihr großes Geschäft machen. Wobei ich mir heute keinen Stress machen muss, notfalls kann das ja später noch das Töchterchen übernehmen, wenn sie irgendwann wach wird. :-)




Samstag, 9. März 2024

Gestern...

...war ein guter Tag! Mal abgesehen davon, dass ich ewig brauchte, um Sophie zum morgendlichen, großen Toilettengang zu überreden, was mir zuert einmal wieder meinen Tagesplan durcheinander brachte, weil es natürlich nicht klappte und ich somit doch nur zum Lebensmitteleinkauf fahren konnte anstatt noch vorher einen Abstecher ins Einkaufszentrum zu machen. Aber ihr ging es den ganzen Tag gut, sie hatte Lust am Laufen und besuchte mich auch immer mal wieder im Garten, später als ich dort ein wenig vor mich hinwurschtelte. Sie hat auch ihr Essen restlos vertilgt und machte einen guten Eindruck. Fiepen kann sie auch wieder. *lach* 

Ich entschied mich dann nach dem Lebensmitteleinkauf und nach der mittäglichen Hunderunde, auf der Sophie auch endlich mal ihr großes Geschäft zu machen, dass ich sie noch schnell fütter, mir aber nur eine Banane gönnte, um doch noch ins Einkaufszentrum zu fahren. Zuerst ging es ins große Sportgeschäft, um nach einer Radhose zu schauen und dort wurde ich schnell fündig. Ich habe mich für eine Kombi entschieden, eine Shorts ohne Einsatz, die aber eine Radlerhose mit Polster dabei hatte. Man kann diese einzeln anziehen oder in die Shorts mit Druckknöpfen fixieren. Sehr praktisch, weil ich ja im Moment sicherlich noch lange Hosen anziehen muss. Danach stöberte ich dort noch so rum, war aber dann letztendlich zu geizig und ich wünsche mir den alten Schnitt der Damenoutdoorjacken zurück. Ich brauch nix tailliertes, mir hat der weite Schnitt besser gefallen. Nicht mal in einer 42 hätte ich einen Fleecepulli drunter bekommen. Naja, drunter schon, aber die Jacke wäre nur sehr schwer zu gegangen. Aber gut, da kann ich auch die alte Regenjacke nehmen und immer mal die Augen offen halten, ob ich etwas bezahlbares Passendes finde. Im Übrigen bin ich nicht gewillt 300 Euro für eine schnöde Regenjacke zu bezahlen. Zumal die Qualität ja mittlerweile auch nicht mehr das ist, was sie mal früher war! Und produziert wird genauso in Billiglohnländern mit Kinderarbeit. Nein danke! Somit ließ ich dann auch die runtergesetzten leichten Wanderschuhe für 200 Euro (runtergesetzt wohlgemerkt) stehen, denn bei Schuhen musste ich in den letzten Jahren feststellen, dass es echt egal ist, ob man die 50 Euro Schuhe aus dem Discounter nimmt oder die teuren Outdoorteile, sie halten alle nur eine Saison, wenn man so viel läuft wie ich. 200 Euro habe ich einfach nicht dafür übrig zur Zeit. Radhelme und Sportbrille gab es nur eine sehr magere Auswahl, deswegen bin ich letztendlich nur mit der Radhose aus dem Laden. 

Im Fahrradladen wurde ich aber fündig. Mit einer wirklich sehr netten Beratung fand ich endlich einen halbwegs schönen und vor allem passenden Fahrradhelm - bei meinem kleinen Kopf echt schwierig - und eine farblich passende, günstige Sportbrille dazu. Somit bin ich nun ganz gut ausgerüstet für mein erstes Fahrradabenteuer. Fehlt nur noch die Trinkflasche und irgendwann mal eine bessere Tasche. Letzteres hat aber noch Zeit, so große Touren werde ich dieses Jahr nicht machen und eine alte Tasche habe ich ja. 

Zu Hause gabs für mich erstmal Mittagessen, ein kleines Nickerchen und danach bin ich in den Garten. Zwei Lavendel geschnitten und weiter die Fugen ausgekratzt. Später gab es eine größere Runde mit Sophie und gegen 21 Uhr musste ich nochmal mit ihr gehen, weil sie noch Pipi machen musste, aber das im Dunkeln halt nicht mehr im Garten macht, keine Ahnung wieso. Ich dachte auch, dass ich nachts nochmal raus muss mit ihr, weil sie gestern nur einmal groß gemacht hat, aber ich durfte durchschlafen. Dafür werde ich sie mir jetzt mal packen, nicht, dass sie platzt! 

Heute werde ich mich vielleicht mal nachmittags aufs Rad schwingen und eine kleine Runde fahren. Weit komme ich sicherlich noch nicht, vor allem nicht, wenn ich auf dem Rückweg berghoch muss. Aber irgendwann muss ich ja mal wieder den Anfang machen. Im Garten will ich ein wenig wurschteln und einfach nur das Wetter genießen. Nächste Woche soll es ja wieder schlechter werden. Momentan ist es hier aber noch frostig!



 

Freitag, 8. März 2024

Wo soll ich anfangen?

Fang ich mal beim Schlimmsten an. Sophie hat uns Sonntag Spätnachmittag einen riesengroßen Schreck eingejagt.  Sie hatte ein gutes WE und forderte wieder größere Spaziergänge ein, hielt diese wirklich gut durch und hüpfte zumindest am Anfang der Runden ziemlich schnell über die Wiese. Sonntag Nachmittag drängelte sie wieder auf die Hunderunde, aber es war noch zu früh, also musste sie noch warten. Sie legte sich hin und schlief nochmal. Dadurch war sie noch ziemlich verschlafen als wir loszogen. Auf der Wiese ließ ich sie von der Leine los und sie war gemütlich unterwegs. Sie blieb zum Schnuffeln zurück und als ich mich umdrehte, startete sie gerade einen ihrer Anfangssprint. Diesmal allerdings erhöhte sie nochmal das Tempo und stürmte an mir vorbei bevor sie ca. 50 m weiter stehenblieb und auf mich wartete. Alles noch wie immer. Aber dann machte sie einen Huster und fing an zu taumeln. Sie fiel um, berappelte sich und ich wusste, da stimmt was nicht. Ich sofort losgerannt, aber als ich bei ihr ankam, lag sie schon auf der Seite. Sie hat mich registriert, aber blieb kurz liegen. Sie pumpte ordentlich nach Luft und versuchte sich dann aufzurichten. Ich hielt sie erstmal fest, damit sie sich sammeln konnte. Es fiel ihr deutlich schwer genug Sauerstoff in die Muskeln zu pumpen, aber sie lief dann langsam nach Hause. Dort übernahm das Töchterchen ganz im Rettungssanistil, sie überprüfte Puls und Schleimhäute und das sah alles nicht so dolle aus. Ich kümmerte mich darum, wer Notdienst hat. Auf der Autofahrt dorthin, war ich mir eigentlich fast sicher, dass wir Sophie nicht mehr mit nach Hause nehmen. Sie machte einen sehr schlechten Eindruck, war auch regelrecht panisch, jammerte, aber das Schlimmste war das Hecheln. In der Praxis angekommen, hatte ich Schwierigkeiten sie aus dem Auto zu holen, weil sie sich total verweigerte getragen zu werden. Und zappelige 16 kg sind für mich dann echt schwer zu handeln. Aber sie musste irgendwie die Treppen hoch. Sie wurde untersucht, geröngt und dann gab es vorsichtige Entwarnung. Das Herz schlägt normal, ist normal groß, die Lunge frei, auch sonst war nix zu finden, was man so auf die Schnelle untersuchen kann. Die Tierärztin schickte uns nach Hause, weil sich Sophie mittlerweile erholt hatte und wir sollten weitere Untersuchungen beim Tierarzt machen, da ich ja im Notdienst den 3fachen Satz zahlen muss. Ich sags Euch, danach war ich durch. Sophie frass zu Hause etwas, trank und später konnte sie auch noch ihr großes Geschäft machen. Sie war zwar wackelig und müde, aber ansonsten alles wie immer. Die Nacht war auch sehr ruhig, alle ausser mir haben gut geschlafen. 

Die nächsten zwei Tage war sie normal, ein bissi wackeliger, aber solche Phasen hat sie auch sonst. Bei unserem Tierarzt wurde sie nochmal gründlich untersucht mit EKG, Abtasten, Abhören und Blut. Ohne Befund! Sie macht augenscheinlich einen guten Eindruck. Aber natürlich kann man nicht in sie reinschauen. Ich habe lange mit dem Tierarzt über weitere Maßnahmen gesprochen und mich dagegen entschieden. Für die meisten Untersuchungen muss sie in Narkose gelegt werden - für einen Nierenkranken Hund nicht wirklich dolle - und je nachdem, was man findet, kann man bei ihr einfach nicht mehr viel machen. Obwohl ich ja jemand bin, der Ungewissheit schwer erträgt, werde ich es Sophie nicht mehr zumuten, solche Untersuchungen über sich ergehen zu lassen. Über die Blutwerte konnten wir noch nicht ausgiebig sprechen, ich weiß bisher nur, dass die gut aussehen. Die Nierenwerte sind wohl besser geworden. D.h. das Futter hilft bei der Entlastung. Ausserdem hat sie zugenommen, fast ein halbes Kilo. Für Nierenkranke Hunde ein sehr positives Zeichen. Aber ich sags wie es ist, sie ist seit einer Woche wieder sehr mäkelig. Nur Abends wird die Schüssel schnell leer gefressen. 

Während man die ersten Tage nach dem Vorfall ihr wenig angemerkt hat, habe ich jetzt das Gefühl, es ging wieder einen ordentlichen Schritt bergab. Mein Problem ist weiterhin ihre Charakterveränderung, ich kann sie null lesen, ich verstehe sie nicht mehr und ich glaube, ihr geht es mit mir genauso. DAS ist das Schlimmste an der ganzen Situation. Wenn ich dann denke, ich habe mich auf sie eingestellt, wir bekommen wieder eine Routine rein, hat nichts mehr von dem Bestand, was gestern noch galt. Oft genug, muss ich sie zu Dingen motivieren, teilweise sogar sanft zwingen. Das tut mir leid, ist aber nicht anders möglich. Sie schläft nun noch mehr als vorher, zeigt aber durchaus noch Lebensfreude, wenn sie raus möchte oder wenn ich nach Hause komme. Auch aufs Fressen freut sie sich! Wenn ich sie gegen ihren Willen ins Auto packe, damit wir mal andere Wege spazieren gehen können, läuft sie auch viel besser und ist interessierter. Das tut ihr gut, aber im Prinzip zwinge ich sie halt ins Auto, wo sie sich nicht mehr ablegt und seit gestern auch nicht mehr hinsetzt. Im Stehen kann sie aber kaum das Gleichgewicht halten und leider bekomme ich das alles im Rückspiegel mit. Futtersuche will sie nicht mehr, sie verweigert das Suchen und bettelt weiter nach dem eigentlichen Fressen. Gestern habe ich das Betteln ignoriert, bin rein und siehe da, sie ist immer wieder raus zum Suchen. Sie wusste genau, was ich von ihr will, sie hat einfach nur keinen Bock. DAS macht es so schwierig. Was quält sie wirklich und zu was muss man sie einfach nur überreden, damit sie was für Hirn und Auslastung tut. 

Was war sonst noch so los? Immerhin war das WE bis zu dem Vorfall sehr schön. Ich war joggen, habe viel im Garten gewurschtelt, die Sonne und die Wärme genossen. Ich war Sonntag im Botanischen Garten, aber viele brauchbare Fotos sind nicht entstanden. Einmal wegen mangelnder Sonne und Motive, aber auch, weil ich einfach keinen Kopf für sowas habe. 

Am Montag ist das Töchterchen dann zu ihrer Spanienreise gestartet und die Immatrikuationsbestätigung kam noch rein. Damit ist es amtlich, sie wird mind. ein Semester in Mainz studieren. Ich kann nur hoffen, dass sie sich, wie sie angekündigt hat, während des Spanientripps um ein Zimmer im Wohnheim kümmert. Sie ist ja eh spät dran, weil wir so kurzfristig umdisponieren mussten. Aber ich versuche mich weiterhin rauszuhalten. 

Montag Abend war ich dann wie schon geschrieben beim Tierarzt, am Dienstag beim Zahnarzt. Dort kam auch nix rum. Der Zahn wurde geröngt, aber es ist nichts zu sehen. Kein Anzeichen auf irgendwas. Bringt mich jetzt auch nicht wirklich weiter. Die Zahnärztin sagt, ich solle in einem halben Jahr kommen, dann machen wir eine Vergleichsaufnahme. Natürlich könnte ich ein 3D Röntgen machen, aber das zahle ich selbst, das übernimmt die Kasse nicht. Ich weiß noch nicht, was ich machen soll. Ich schiebs erstmal weiter und konzentriere mich auf die jetzt anstehenden Dinge. Immerhin weiß ich jetzt, dass ich nicht bald mit so einer zerfressenen Zombiewange aufwache. Das ist ja schon mal was.

Auf der Arbeit zieht endlich mal das Tempo an, mal sehen, wie lange es anhält, bevor es wieder verpufft. Nächste Woche haben wir auf alle Fälle genug zu tun. Nach Ostern werde ich ein paar Tage Urlaub machen, vielleicht kann dann dem Töchterchen beim Umziehen helfen, falls sie ein Zimmer gefunden hat. Ansonsten weiß ich halt auch nicht.

Eigentlich könnte ich am WE einiges machen, das Wetter soll ja schön werden, aber ich werde mich wohl für eine Sache pro Tag entscheiden müssen, weil ich Sophie ja alleine betreue. Ich muss es also in ihre Schlaffenster legen und an die Fütterzeiten anpassen. Damit bin ich stark eingeschränkt. Mal schauen. Eigentlich müsste ich mir endlich mal ein paar Sachen fürs Radeln kaufen, aber ich würde auch gerne joggen gehen und vielleicht das erste Mal Radeln. Es ist echt frustig, dass ich kaum noch was für mich machen kann ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, dass ich den Hund zweimal am Tag alleine lasse. Alles blöd! 

Aber nun muss ich mich sputen, Sophie hat noch nicht ihr großes Geschäft gemacht - weil sie ja nicht mehr in den Garten kackt, der Einkaufszettel muss geschrieben werden und der Haushalt ruft. Letzteres ist überschaubar, weil das Kind nicht da ist und ich vorgestern schon was gemacht habe. 

Dann mal los! Fotos gibt es keine, ich habe es einfach noch nicht geschafft, die Fotos zu bearbeiten. 

Samstag, 2. März 2024

Vielleicht...

...war ein Hit Po Training einen Tag vor dem geplanten Joggen nicht ganz so glücklich. *grmpf* Der Po schmerzt und die Beine gleich mit. Mal schauen, wie weit ich komme, aber erst muss hier der Frost weg. Das soll aber laut App schnell gehen.

Das Töchterchen ist wohlbehalten und guter Dinge aus Magdeburg zurückgekehrt. Der Test war so viel besser und zwar in allem. Die Test-Orga war mega nett, man hatte nicht das Gefühl, man wäre direkt in Guantanamo gelandet, man wurde wie ein Mensch behandelt und somit ging man schon ganz anders in den Test rein. Viel entspannter, lockerer! Der Test selbst lief gut, ob es schon gereicht hat, weiß sie nicht, das ist auch einfach schwer einzuschätzen. Für Magdeburg braucht sie wohl nur halb so gut zu sein, wie der Beste und das hat sie ja sogar im TMS erreicht. Aber wie gesagt, es macht überhaupt keinen Sinn irgendwelche Spekulationen zu starten - es heißt jetzt Warten. Aber sie ist sich 100% sicher, wenn es jetzt nicht klappt, beim nächsten HamNat wird es definitiv reichen.

Der Campus in Magdeburg ist wohl sehr schön, vom Rest hat sie nix gesehen, weil sie ja sofort wieder nach Hause gefahren ist. Die Stadt ist wohl sehr viel größer als sie sich das vorgestellt hat. Aber rein theoretisch kann sie ja auch in Hamburg landen, dafür müssen aber beide Test gut sein. Und einen Ticken besser als für Magdeburg.

Nun ist sie zwei Tage hier, dann geht es in den Spanien Urlaub. Sofern nicht irgendein Streik ihnen einen Strich durch die Rechnung macht. So langsam nervt uns das Ganze, es hängt ja auch für uns immer viel Geld dran. In Magdeburg das Taxi hat 30 Euro gekostet! Ob man einen ausgefallenen Flug erstattet bekommt, weiß man ja auch nicht immer. Ich habe bei vielen schon mitbekommen, dass das schwierig wird. Es trifft also die, die überhaupt nichts dafür können! Als ob es die Manager interessieren wird, dass es Menschen gibt, die auf ÖVNP angewiesen sind und die sich Urlaubsflüge hart erarbeiten müssen. Und letztendlich zahlen wir die Tariferhöhungen dann durch höhere Ticketpreise. Denn das sie sich dadurch erhöhen ist eine logische Konsequenz. Aber gut, kann man sich aufregen oder nicht, es ändert an dem ganzen System zur Zeit auch nichts.

Sophie hat zur Zeit echt gute Tage, gestern sind wir wieder eine größere Runde gelaufen und sie zeigte auch am Ende keine Schwäche. Nur Abends, sobald es dunkel ist und sie schon mal im Tiefschlaf war, ist es schwierig. Mittlerweile macht sie dann auch kein Pipi mehr. Und nein, sie an die Leine zu nehmen und bis zur Wiese zu gehen, ändert daran rein gar nichts! Sie kommt sofort ins Bockverhalten und sobald ich Druck aufbaue, habe ich einen Esel an der Leine. Machen tut sie trotzdem nix. Ich habe alles versucht, schimpfen, locken, motzen, ignorieren, motivieren - nüschts. Jetzt pinkelt sie halt um 17.30 Uhr das letzte Mal und zum Glück hält sie es dann trotzdem bis 7 Uhr ein. Während ich mit einem Ohr auf dem Hund nur schlecht schlafe, liegt sie tiefschlafend gegen 6 Uhr immer noch auf dem Sofa. *grmpf* Dauerhaft wird sie nachts nicht so lange durchhalten befürchte ich. Zum Glück werden die Tage immer länger und es ist das erste Mal, dass ich mich auf die Zeitumstellung freue, denn das löst das Problem von ganz alleine. Was weiterhin extrem nervig ist, ist das Fiepen. Und so wie wir es mittlerweile einschätzen ist es wirklich nur Langeweile und Unzufriedenheit. Da sie keinerlei Beschäftigungsangebote annimmt, müssen wir halt alle durch diese Fiepzeit. Meist pennt sie dann irgendwann nach spätestens einer Stunde ein und es ist Ruhe. Gestern hat sie auch erst gefiept, als das Töchterchen kam und halt ihr Zimmer in Beschlag nahm. Nun saß ich im Wohnzimmer und im Tochterzimmer war auch jemand. Das geht ja gar nicht, da muss man vor Empörung fiepen. Im Übrigens gibt es noch ein Schlafplatz im Schlafzimmer, da hätte sie komplett ihre Ruhe, aber den möchte die Dame nicht. ;-)

So, nun chille ich eine Runde, werde ein Vorjogging-Frühstück einnehmen, meinen Flüssigkeitshaushalt auffüllen und dann hoffe, ich schaffe mit dem Muskelkater irgendwie den Berg nachher hoch. :-) 

Freitag, 1. März 2024

Nix mit Durchschnaufen...

...es ging Schlag auf Schlag weiter. Am Mittwoch habe ich dann für mich die Reißleine gezogen. Irgendwann sind halt die Grenzen überschritten. Spätestens bei Lügerei, für die es nicht mal einen Grund gibt, bin ich raus! Vor allem, wenn man, so gut es eben noch geht in diesem Chaos, versucht zu helfen, Strategien aufzuzeigen, Timelines auszuarbeiten, damit das alles doch noch irgendwie über die Bühne geht, aber der Gegenpart, sich nicht daran hält und den Zeitdruck dadurch noch mehr erhöht. Blöd halt, wenn man finanziell mit drin hängt. Dann kann man sich nicht einfach zurück lehnen und denken "dann lerne es auf die harte Tour". Genau das habe ich aber Mittwoch gemacht! Ich bin raus! Habe klar die Konsequenzen kommuniziert, was passieren wird, wenn ich dadurch finanzielle Einbußen habe. Klar gemacht, dass man mich weiterhin um Hilfe bitten kann, aber von mir aus, passiert nix mehr. Mir ist es jetzt wirklich wurscht! Wenn jemand aus Fehlern nicht lernen möchte, dann muss er es evtl. auf die harte Tour lernen. 

Zusätzlich bekamen wir auf der Arbeit eine Dienstanweisung über die ich mich wirklich geärgert habe. So ein Schwachsinn! Und gerade für mich und meinen Kollegen total unnötig! Zumal wir unterschiedliche Arbeitgeber haben, heißt, er ist nicht von der Dienstanweisung betroffen. Wir haben jetzt nochmal unseren direkten Chef angesprochen, der das genauso unsinnig findet, aber wahrscheinlich kann er auch nix dagegen tun. Jetzt warten wir mal ab, wie es weitergeht, bis dahin ignoriere ich das. Offiziell gilt es sowieso laut Anweisung ab 1.11.! War sicherlich anders gemeint, aber eben falsch formuliert. ;-)

Überhaupt wundere ich mich seit Wochen über vieles bei meiner Arbeit. Firmen, die eigentlich dafür da sind eine Art Controlling zu machen, fragen mich Dinge, die sie eigentlich im Blick haben müssen. Das ist ihre Aufgabe und dafür werden sie bezahlt, sicherlich sehr viel besser als ich. Ich sitze manchmal vor meinen Mails und denke:"Meinen die, diese Frage jetzt ernst?" Ich schaue sogar extra nach, ob ich sie vielleicht damals im Emailverteiler vergessen habe - aber nein, sie müssen es wissen. Ich nehme da mittlerweile auch kein Blatt mehr vor den Mund. Im Gegenzug dazu, schicken sie einem etwas und setzen utopische Fristen, für Dinge, die meiner Meinung nach eh keine Rolle mehr spielen. Da brauchste gerade starke Nerven und ein dickes Fell an dem das alles abprallt. 

Sport habe ich diese Woche so gut wie nicht gemacht. Ich kam einfach nicht dazu. 2x war ich im Garten, danach hat mir alles weh getan und ansonsten blieb die Zeit einfach nicht, wegen dem Chaos.

Das Töchterchen ist in Magdeburg, wo heute morgen der Test geschrieben wird. Dank Streik, sie erwischt es wirklich jedes Mal, musste sie gestern schon Taxi fahren, was sau teuer war und heute muss sie zum Testort laufen. Die Rückfahrt von Magdeburg geht dann zwar noch, aber in Marburg fahren heute auch keine Busse! Also muss sie irgendjemand vom Bahnhof abholen. Vielen Dank auch! Zusätzlich steht ja Montag wieder ein Bahnstreik in den Startlöchern, genau dann, wenn sie mit ihrer Freundin zum Flughafen müssen. Es bleibt alles spannend und maximal nervig.

Eine andere Sache berichte ich erst, wenn sie wirklich dingfest ist, es geht zu viel schief im letzten Moment. 

Gestern Abend konnte ich mich dann endlich mal von dem ganzen Mist ablenken. Das erste Mal Ausgang seit Dezember. Wir hatten Ballet-Karten für Cinderella, ich hab wenig erwartet und bin überrascht worden. Es war für mich persönlich das schönste Ballet, das ich bisher gesehen habe. Die Tänzer alle zauberhaft, die Inzenierung besonders, witzig, unterhaltsam, gefühlvoll, emotional! Das Hauptdarstellerpaar war so toll. Sie haben so harmoniert, waren exakt synchron, elegant und einfach nur schön anzusehen. Es hat sich also absolut gelohnt!

Heute dann erstmal normaler Alltag. Ich habe beschlossen ab Montag eine weitere vegane Woche zu starten und damit wären wir schon beim nächsten Thema. Das Fasten hat nun Halbzeit und ich bin absolut zufrieden. Es sind 3,8 kg weg, mehr als 3,5% Fett runter und auch beim Umfang von Bauch und Co. hat sich was getan. Die Klamotten sitzen wieder besser und ich fühle mich rundherum wohl. Natürlich geht es jetzt langsamer runter, aber ich habe auch noch bis Ende März Zeit. Und wäre es hier nicht so arschkalt vormittags, könnte ich vielleicht auch endlich mal wieder joggen. 

Jetzt werde ich mal nach veganen Rezepten schauen, den Einkaufszettel schreiben und den zweiten Kaffee trinken. :-)