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Mittwoch, 14. Mai 2025

Oweih...

....es gibt ja so Tage oder Wochen, die könnten auch Monate füllen. Seit Sonntag ging es dann Schlag auf Schlag. Ich versuche mich kurz zu fassen!

Sonntag: Da bin ich das erste Mal in meinem Leben Automatik gefahren. Meine Mutter und ihr Freund haben mich ja abgeholt und beschlossen, dass ich fahren muss, damit ich das Auto meiner Mutter mal gefahren bin. Und das ist halt ein Automatikauto! Also, habe ich sie mit ihrem Auto zur Strandbar nach Gießen kutschiert und wieder zurück. Ich habe mich gar nicht so doof angestellt und denke, ich kann dieses Auto jetzt auch mal im Notfall fahren. In der Strandbar war es toll, aber ab 20 Uhr wurde ich schlagartig müde von dem Sportwochenende und dem Hickhack mit meinem Auto.

Montag: Bin ich das erste Mal Tesla gefahren, also nicht selbst, sondern als Beifahrer. Die Kollegin, die mich mitnehmen wollte kam mit dem Tesla und ich bin kläglich daran gescheitert, die Tür aufzubekommen. Ausserdem staunte ich nicht schlecht als wir ihren Sohn noch in der Marburger Privat (VIP) Schule abgeliefert haben....wow...eine komplett andere Welt und mit so einem ollen Fiesta darf man da bestimmt nicht vorfahren. *lach* Mittags holte mich mein Papa von der Arbeit und später fragte ich beim Schraubernachbar an, wie es mit meinem Auto aussieht. Gut! Er bringt es dann hoch, die Hebebühne hatte er provisorisch zum Laufen gebracht, so dass er es zumindest etwas bewegen konnte. Um 22 Uhr war das Auto immer noch nicht da und eine Nachricht kam rein, dass es später wird, er wirft dann den Schlüssel ins Geheimversteck.

Dienstag: Das Auto stand da, aber die Winterreifen waren noch dran. Okay, egal, das kann man auch noch machen, wenn die Hebebühne wieder richtig funktioniert. Ich steig ins Auto ein, will es starten, es startet auch kurz, um dann so richtig zu verrecken mit Gestank und viel Rauch. Da wurde ich kurz panisch. Meine Kollegin konnte ich nicht mehr aktivieren, für den Bus war ich zu spät, also habe ich den Nachbarn aus dem Bett geklingelt, der natürlich sofort parat stand und nach dem Auto schaute. Er fuhr mich dann an dem Tag hoch zur Arbeit und holte mich auch ab, weil es ihm total leid tat. Fakt war, das Auto meldete einen Fehler nachdem er es wieder zusammengebaut hatte, den er aber nicht richtig orten konnte und nach dem mehrmaligen Durchmessen war er auch erstmal weg. Er lief ja auch und so stellte er mir den ab. Aber es war klar, da stimmt was nicht. Die Fehlersuche gestaltete sich schwierig, genauso wie die Versuche die Hebebühne wieder zum Laufen zu bringen, aber es gab einen Plan für das weitere Vorgehen. Ich engagierte nochmal meine Kollegin für den nächsten Tag und der Nachbar bot mir an, mich abzuholen. Aber ich hatte andere Pläne. Die Arbeit an diesem Tag war auch einfach nur grauenhaft - es ändert sich einfach nichts - niemals mehr! Furchtbar!

Eine andere Nachbarin, die in dem Gesundheitszentrum arbeitet, wo ich mich auf die Service Check In Stelle beworben habe, meinte zu mir, sie würde da mal nachhaken, ich hatte nämlich erfahren, dass die sich bei anderen Bewerbern nicht gemeldet haben. Da wollte ich mal wissen, ob die überhaupt suchen. Auf der Internetseite steht zumindest die Stellenanzeige! Schauen wir mal, was die so rausfindet. 

Mittwoch: Eine neue Tesla-Fahrt und diesmal habe ich die Tür aufbekommen. *yeah* Die Autokolonne der Rich People vor der Privatschule war beeindruckend. Wie viele Euro da wohl so rumstanden und Abgase in die Luft pumpten oder Strom verbrauchten? Auf der Arbeit gab es anscheinend am Vortag noch Riesenärger zwischen Prüfärztin und meinem Kollegen. Das war das Erste, was ich mir anhören durfte. Und überraschend verkündete mein Kollege, er hätte sich entschieden seine Stunden zu reduzieren. Wtf? Jetzt? Auf einmal? Die neuen Studien fangen bald an, ich stecke mitten in den Bewerbungen für einen Zweitjob und noch weitere Studien sind im Gespräch. Mit zwei Halbtagskräftchen, die dann um 12 Uhr verschwinden ist das nicht zu stemmen. Das habe ich auch deutlich unserer Prüfärztin kommuniziert. Denn wenn ich einen Zweitjob habe, kann ich nicht eben mal 2 h länger bleiben. Sie müssen sich also schnell überlegen, ob sie mir die Stunden geben. Das wären allerdings 2-3 Wochenstunden weniger als ich eigentlich brauche. Aber ich hätte nur einen Arbeitgeber und es wäre für 1 1/2 Jahre. Danach könnte man ja weiter verhandeln um mehr Stunden. Ich befürchte aber, dass die wieder bei uns nicht in die Pötte kommen bis ich mich irgendwo anders entscheiden muss. Der Kollege ist dann auch noch krank geworden und ich hab ihn heimgeschickt, weil es ihm echt schlecht ging.

Mein Vorstellungsgespräch war sehr gut, 3 Leute waren da, Personalabteilungsdame, Ärztlicher Direktor und die Leitendende Study Koordinatorin, die Chefin selbst war krankheitsbedingt nicht da. Es war eine lockere Runde in der aber erstaundlich Tacheles geredet wurde. Fand ich gut. Und so konnte jeder seine Bedingungen und Vorstellungen erläutern. Ich habe ein paar für mich wirklich interessante und wichtige Dinge mitgenommen. Fazit, die Stelle war natürlich Vollzeit ausgeschrieben und eigentlich brauchen sie auch jemanden Vollzeit, aber sie hätten halt schon gerne jemanden mit meiner Erfahrung. Es gab dann tatsächlich von denen die Überlegung, ob sie noch eine On Top Stelle aus Drittmittel finanzieren für genau die (er hat es exakt ausgerechnet *lach*) 12,75 h, die ich gerne hätte. Die wäre aber befristet und ob ich mir das evtl. auch vorstellen könnte. Ähm, ich bin eigentlich eh davon ausgegangen, dass ich keine unbefristete Lösung für die zusätzlichen Stunden finde. Ich war eher erstaunt, dass jetzt doch 3 unbefristete Stellen in den letzten Monaten ausgeschrieben wurden in diesem Bereich. Fakt ist, wenn bei den anderen Bewerbern jemand dabei ist, der Vollzeit möchte und ähnlich qualifiziert ist, wird er oder sie den Zuschlag bekommen. Aber auch damit rechne ich und das ist auch legitim. 12 h sind wenig für diesen Bereich. Ich kann das also gut nachvollziehen. Trotzdem bin ich sehr positiv da rausgegangen. Zumindest für mich habe ich da einiges rausziehen können.

Dann musste ich ja heute länger arbeiten, weil ich später gekommen bin und hatte mir vorgenommen, ich übe heute Bus fahren. Ja, ich kann da nicht, weil hier auf dem Dorf ist das keine Alternative und ich verstehe auch Busfahrpläne nicht. Dafür bin ich zu doof. Mit der App bekomme ich das aber schon irgendwie hin und ein Jobticket habe ich ja auch. Das war spannend und aufregend, weil mein Bus vom Berg runter Verspätung hatte und ich eh nur 4 min. Zeit, über die Straße mitten in der Rushhour zu hetzen, um den Dorfbus zu erwischen. Letztendlich waren es nur 2 min.. Und wenn nur die Ampel etwas länger rot gewesen wäre, dann hätte es echt nicht geklappt. Der nächste Bus wäre erst 35 min. später gekommen. Alternativ hätte ich auf den anderen Berg fahren können und von dort aus, kann ich heimlaufen in ca. 20 min.! Aber es hat ja geklappt und ich muss sagen, wenn man nix vor hat, keine Termine, keine Haustiere oder Kinder und weiß, heute muss man mal mutig Bus fahren, dann war das tatsächlich auch entspannt.

Auf dem Heimweg von der Bushaltestelle kam ich beim Schraubernachbar vorbei und Tataaaaa Fehler ist gefunden, Auto ist fertig, übles Geräusch lokalisiert und ja, das muss so schnell wie möglich gemacht werden. Blöd, weil wieder Kosten, aber das macht mir halt schon länger Sorgen und ich bin froh, dass wir die Ursache gefunden haben. Würde das Teil brechen, wäre es böse, weil das Rad dranhängt. Er hat schon mal drangerüttelt - damals als ich es ihm erkärt habe, aber das hat anscheinend nicht gereicht, um das dort zu orten. Heute war er grob und siehe da....es hat sich bewegt, was sich nicht bewegen sollte. Die Teile werden heute noch bestellt und sobald die da sind, schauen wir, wann es gemacht wird. Ich geh schon mal in der Fußgängerzone sammeln. *grmpf*

Zuhause habe ich mein Auto erstmal umarmt, das stand schon auf seinem Schlafplatz und abends habe ich versucht meinen Kopf freizulaufen. Hat nur semi funktioniert. War einfach zu viel los, ist einfach zu viel los und wichtige Entscheidungen stehen ja bevor.


Achja, was mir heute besonders gut getan hat...ich zweifel ja schon auch mal an mir, ob ich auf einem zu hohen Roß sitze bezüglich der Stundenaufstockung. Aber als die heute nachgehakt haben, warum ich nicht komplett wechseln möchte und ich ehrlich geantwortet habe (alter Vertrag, unbefristet, eine Gehaltsstufe und Fallgruppe, mehr Urlaub, mehr Sonderzahlungen) haben ALLE, auch die Personalabteilung gesagt, dass sie das absolut verstehen könnten und sie sich genauso entscheiden würden. Das zeigt mir, dass ich es schon erstmal richtig mache, auch wenn es schwierig wird etwas zu finden, was ich um meinen Job herumpacken kann.

So, kurz war das jetzt nicht gerade. Ich kann mich einfach nicht kurzfassen, da bin ich nicht gut drin. :-)

Jetzt wünsche ich mir für die nächsten Tage etwas mehr Ruhe, weniger Überraschungen und keine neuen Probleme, weil die nächste Woche wird herausfordernd, denn wir haben nächste Woche dieses wichtige Screening. Und das wird ne echte Hausnummer! Und wenn ich die dann überlebt habe, die kommende Woche, geht es nach Hamburg und danach habe ich eine Woche Urlaub. Juchuh!