Montag, 31. August 2026

Schweden 2026 - Ein Abenteuer - Teil III

Schweden 2026

Tag 2, 18.08.26 - Tiveden Nationalpark und Hjo

Bis zu unserem nächsten Stopp mussten wir doch eine Weile fahren. Fahren in Schweden kann öde sein. Man kommt trotz gut ausgebauter Straßen und wenig Verkehr eben nicht so schnell voran, weil man immer wieder die Geschwindigkeit anpassen muss. Mal 70, mal 110, mal 50 oder 40 und in den Ortschaften auch gerne mal 30. Das Auto hatte viel zu tun mit Piepen. Naja, es piept halt auch, wenn man nur 1 km/h zu schnell fährt.

Wir hatten uns den Tiveden Nationalpark ins Auge gefasst und vorher schon recherchiert, dass es dort nicht nur Toiletten am Haupteingang gibt, sondern eben auch eine Wanderstrecke, die wir noch irgendwie in unseren Zeitplan reinquetschen können. Nicht berücksichtigt hatten wir die Anfahrt. Die führte zwar durch eine tolle Landschaft und war so gar nicht öde, aber eben auf engen Schotterpisten und wir waren nicht die Einzigen, die bei dem Wetter wandern gehen wollten. Aber irgendwann kamen wir am Parkplatz an bei bestem Wanderwetter.

Der Nationalpark liegt zwischen den beiden Seen Vänern und Vättern und wurde 1983 gegründet. Dadurch konnte der Urwald erhalten werden und sich sogar noch besser entwickeln. 

Wir haben eine Weile gebraucht, bis wir uns unsere Route ausgesucht haben, nicht alle starten am Haupteingang. Das sollte man bei der Planung mit berücksichtigen, denn der Weg mit dem Auto zu einer anderen könnte länger dauern. Wir konnten uns dann endlich für die 2,2 km lange Strecke entscheiden. Hört sich kurz an....ich nehme es mal vorweg....wir hatten niemals damit gerechnet, dass die Strecke so anspruchsvoll werden sollte. Und wir waren auch überwältigt von der Natur. Sogar mein Ischias war etwas abgelenkt. :-)


















Wir sind die gelbe Route gelaufen und haben ca. 1 1/2 h gebraucht mit vielen Fotopausen und wir mussten öfters dem Gegenverkehr ausweichen, weil man die Route natürlich in beide Richtung laufen kann und teilweise eben nicht aneinandervorbeikommt. Eine echte 10/10!



Erschöpft, hungrig, vollkommen dehydriert ging es dann zurück zum Auto und zu unserem letzten Stopp vor der Unterkunft nach Hjo.

Hjo liegt am Westufer des Vättern und gilt als eine der drei schönsten Holzstädte Schwedens. Sie stammt aus dem Mittelalter und wird 1413 das erste Mal erwähnt. 

Wir haben uns sofort in diesen Ort verliebt!














Wir blieben eine Weile am Hafen und entschieden dort schon, dass wir am nächsten Tag morgens nochmal vorbei kommen werden. 

Das Töchterchen hatte dann noch einen Süßigkeitenladen auf dem Programm, der am Marktplatz (Stora torget) sein sollte und so liefen wir dort hin.




Und wer so aktiv war, der darf sich auch was gönnen! :-)



Danach mussten wir noch in den Supermarkt, um etwas für unser Abendessen einzukaufen und schon nach 19 Uhr kamen wir dann endlich in unserer Unterkunft an. Klein, fein und in einem wundervollen Garten gelegen. Die Besitzerin haben wir nie gesehen, wir haben nur mit ihr per AirBNB Chat kommuniziert.






Ich war an dem Abend sooo platt, auch von der Autofahrerei, dass ich es gerade noch schaffte zu essen und dann bin ich im Bett gelandet, habe noch mein Tagebuch geschrieben und recht schnell mich in die Waagerechte begeben. Wir hatten beide ziemlich Bedenken, wie wir so eng nebeneinander überhaupt schlafen können. Ob das geklappt hat, dann im nächsten Bericht.

Ein weiterer wundervoller Tag in Schweden geht zu Ende und das war erst der 2. Tag. 

Fortsetzung folgt....

Sonntag, 30. August 2026

Schweden 2026 - Ein Abenteuer - Teil II

Schweden 2026

Tag 2, 18.08.26 - Örebro

Den Tag 2 muss ich aufteilen, sonst sprengen die Fotos den Rahmen hier. :-)

Die Nacht im Hüttchen war gut, aber wir haben beide trotzdem nicht viel geschlafen. Mein Ischias hat leider auch Probleme gemacht und so dauerte es eine Weile bis ich überhaupt schlafen konnte. Und Töchterchen hatte Probleme damit, dass sie mich vielleicht stört, wenn sie länger wach ist. Dabei habe ich davon gar nix mitbekommen, weil sie ja oben unterm Dach schlief. 

Während Tochter einen kleinen Morgenspaziergang machte, bin ich runter zum See. Welch Ruhe dort! Unfassbar! Soooo schön!



Und diese kleine Schweinerei möchte ich euch nicht vorenthalten. Die haben wir in der Küche gefunden, diese Ferkel. *lach*

Anschliessend habe ich gefrühstückt, dann wurde gepackt und die Bude sauber gemacht. Und weiter ging es auf unserem Roadtrip. Heute stand die längste Strecke an, über 300 km und wir haben lange überlegt, was wir in den Tag einbauen, um ihn nicht zu sehr zu überladen, aber auch nicht nur Strecke zu machen.

Der erste Stopp war in Örebro geplant. 

Örebro ist die sechstgrößte Stadt Schwedens. Sie liegt am See Hjälmaren und am Fluß Svartan. Und die Stadt hat ein Schloß aus dem 13. Jhd.. 1854 brannte die Stadt bis auf die Grundmauern ab. Und im Februar 2025 gab es hier einen schrecklichen Amoklauf im Bildungszentrum. 

Das Schloss liegt auf einer Insel in der Stadt. Wann es entstand weiß man nicht so genau und es hat eine bewegte Geschichte mit einigen wechselnden Besitzern.





Wir sind weitermarschiert zum Rathausplatz. Sowas scheint es in fast jeder schwedischen Stadt zu geben. Meist findet man dort auch mind. eine Statue und eine Kyrka (das schwedische Wort für Kirche).









Hier dann die Statue von irgendso einem Dude. :-)


Beim weiteren Recherchieren entdeckten wir, dass Örebro ein kleines Freiluftmuseum hat, das auch keinen Eintritt kostet. Dort sind wir noch hingelaufen durch einen wunderschönen Park und ich muss sagen, dieses feine Museum war eines meiner Highlights von Schweden. 

Wadköping


Es ist ähnlich aufgebaut, wie die große Variante Skansen in Stockholm. Man kann dort sehen, wie Stadt Örebro früher ausgesehen hat, bevor das Stadtzentrum modernisiert wurde. Die Häuser und Höfe standen nämlich im früheren Zentrum. Das Freiluftmuseum entstand 1965. Was mich am meisten beeindruckt hat, ist, dass man ganz viel über die Menschen, die in den Häusern und Höfen gewohnt hat, erfährt. Wer Interesse hat, tiefer in diese Geschichte einzutauchen, kann das hier unter dem Link tun:

https://extra.orebro.se/wadkoping/wadkopingshistoria.4.7bb58d5d154d257e2bcc695.html

Die Häuser sind fast alle aus dem  17. bis 19. Jdh.. 



















Wir haben dort sehr viel Zeit verbracht, weil es einfach unfassbar spannend war, über die Menschen zu lesen. Aber wir mussten ja irgendwann weiterfahren. Also, sind wir dort noch auf Toilette gegangen und dann ging es weiter mit dem Auto zu unserem nächsten Ziel....

Fortsetzung folgt!