Ja, wie ging es denn nach dem Dahme-Urlaub mit dem Urlaub, den Ferien, dem Arbeitsbeginn und sonst so weiter?
Ich werde wahrscheinlich nicht mehr alles zusammenbekommen, das waren ja ein paar Wochen und weil das auch nicht die hellste Zeit des bisherigen Jahres war, untermale ich es mit den Fotos, die irgendwann mal in einer Regenpause im botanischen Garten gemacht habe. Regenpause....auch so ein Wort, das die letzten Wochen wunderbar zusammenfasst.
Der restliche Urlaub lief so lala. Wir waren beide ziemlich schlecht drauf und Sophie hatte in dem Sommer...Sommer?....mit der hohen Luftfeuchte eh Schwierigkeiten. Die ersten Tage nach dem Urlaub hatten wir ja noch ein paar Dinge zu erledigen. U.a. die Busfahrkarte verlängern, was wir genutzt haben, um einen Stadtbummel in Marburg zu machen. Wirklich glücklich hat uns das nicht gemacht. Das Highlight war wohl, dass wir versucht haben einen Cappu in der Oberstadt zu trinken. In dem Laden, in dem das Töchterchen mal nach einem Job gefragt hat, sie aber abgelehnt wurde, weil sie noch keine 18 ist. Ehrlich? Er hätte lieber das Töchterchen nehmen sollen! Ich hab schon viel erlebt in Marburg mit dem Gastropersonal und meine Ansprüche sind da sehr tief angesiedelt, aber dieser loste Haufen war der Hit. Wir haben uns amüsiert und es locker genommen. Die Menschen am Nachbartisch hatten nicht ganz so viel Geduld.
Das WE danach war auch noch sehr schön, es schien die Sonne, ich traf mich mit Freundinnen, aber dann ging es wirklich nur noch bergab. Das Wetter war furchtbar, wir konnten nichts, rein gar nichts planen. Wir passten Regen- und Gewitterpausen ab, um mal trocken spazieren zu gehen. Oder es war so schwül, dass gar nix ging. Sonne gab es so gut wie gar nicht. Meistens hingen hier dicke graue Wolken rum und mit dem starken Wind, war es trotz Schwüle frisch.
An einem weiteren Tag mit Dauerregen entschieden wir uns eine Shopping Tour zu machen. Gekauft haben wir dann letztendlich nichts und mittel frustriert, weil nicht mal Shoppen glücklich macht in diesem Sommer.
Als es dann langsam auf mein Urlaubsende zu ging, bin ich immer tiefer in ein Stimmungsloch eingetaucht. So schlecht gelaunt und frustriert war ich echt schon lange nicht mehr.
Dem Töchterchen ging es leicht besser, weil es sich ein paar Mal mit ihrer neuen Clique getroffen hat, aber auch da machte das Wetter regelmäßig einen Strich durch die Rechnung.
See? Zu kalt, zu nass! Schwimmbad das Gleiche! Sich draußen treffen, schwierig, je nach Wetterlage.
In meiner ersten Arbeitswoche erreichte ich dann den Tiefpunkt! Die Selbstmitleidsuhle! Und was habe ich mich gesuhlt. Aber ab uns an mal braucht man das, auch wenn man sich gleichzeitig mega schlecht fühlt, weil man weiß, man hat eigentlich überhaupt keinen Grund zu jammern.
Trotzdem waren wir frustriert als das Töchterchen dann auch noch den freudig erwarteten Frankfurtausflug noch auf der Zugfahrt hin abbrechen musste, weil nach einem halben Jahr ihre Magengeschichte sich mal wieder melden wollte.
Zwei Wochen später legte Sophie mit ihrem Durchfall nach.
Naja, beides war schnell ausgestanden, aber schön ist halt was anderes.
Immerhin, das Töchterchen wurde das 2. Mal geimpft, diesmal ohne Zwischenfälle und auch ohne größeren Impfbeschwerden. Ein bissi Kopfweh, ein bissi schlapp und viel Armweh. Das wars aber auch. Anderen ging es sehr viel schlechter. Noch ein paar Tage und sie zählt als vollgeimpft, was durchaus einen Erleichterung sein wird, weil in Marburg ja schon wieder die Maßnahmen verschärft wurden und man un- bzw. teilgeimpft wieder einen Test braucht für viele Dinge.
Auf der Arbeit lief es dann 3 Wochen erstaunlich gut. Ich war mega-produktiv und schaffte Dinge, die schon lange auf der To-Do Liste standen. Und das wiederum half mir dabei aus meinem Loch herauszukommen.
Trotzdem fluchten wir weiter auf das Wetter. Sommer 2021, das wird nix mehr hier. Machen wir einen dicken Haken dran und hoffen auf den Herbst.
Aber genau da lag halt auch ein Grund unseres Problem. Es wäre mit etwas mehr Sommer, mit mehr Abenden auf der Terrasse, mal hier und da einem Seetag, oder schönen Ausflügen bei Sonnenschein, einfach leichter gewesen sich auf den 2. Corona Herbst und Winter vorzubereiten. Denn wir konnten ja weder ausblenden, dass die Zahlen steigen, es Impfdurchbrüche gibt und ein Ende der Pandemie eben doch nicht wie erwünscht mit den Impfungen eingeläuftet wird. Und uns graut ein wenig vor dem Schulbeginn. Bisher sind wir ja ohne Quarantäne durch die Pandemie, aber mit Delta und den jetzt schon exponentiell steigenden Zahlen ist die Wahrscheinlichkeit über die Schulen in die eine oder andere Quarantäne geschickt zu werden so hoch wie noch nie. Trotz Impfung!
Wir konnten auch nicht Afghanistan ausblenden oder die vielen Feuer überall. Die Überflutungen wirken auch immer noch nach.
Nun ist der letzte Tag vor Schulbeginn und es geht uns mittlerweile schon wieder besser, aber machen wir uns nix vor dieser Herbst und dieser Winter wird nochmal eine Herausforderung für die Selbstmotivation, das Durchhaltevermögen und dem inneren Gleichgewicht.
Immerhin haben wir ein paar Pläne und Alternativen. Das erste Wollepaket ist schon da und wir treffen schon die Vorbereitungen für ein Küchenprojekt, dazu dann später mal, wenn es konkret wird. Das Töchterchen hat das Häkeln für sich entdeckt und sich ein riesen Paket mit Perlen bestellt, um Ketten zu basteln und der erste Versuch ist schon so gelungen, dass ich unbedingt auch eine möchte. :-)
Ausserdem wird die Schule ja sicherlich auch sehr herausfordernd. Ab jetzt zählt es! Zwei Jahre Endspurt! Und ein wenig freut sich das Töchterchen auch auf die Schule. Geistige Forderung kann auch glücklich machen. Das hält wahrscheinlich nicht lange an, spätestens in der Klausurenphase wird dann wieder geflucht. :-)
Eine Wanderung steht ja auch noch auf unserem Programm. Und in den Herbstferien habe ich das eine oder andere ins Auge gefasst, was aber noch sehr unsicher ist. Je nachdem wie sich die Zahlen entwickeln, wie das Wetter wird und ob wir dann überhaupt noch einen Platz bekommen, wird sich sehr kurzfristig entscheiden.
Das letzte Ferienwochenende war sehr voll bei mir. Am Freitag war ich zu einem Kaffeeklatsch bei meiner fast 80jährigen Nachbarin und überraschenderweise haben wir erst nach 3 1/2 h auf die Uhr geschaut und bis dahin komplett die Zeit beim Quatschen vergessen. Schön wars.
Gestern war ich gebucht für Fußballfotos. Endlich mal wieder Fußballplatzluft schnuppern, mich mit dem Trainer unterhalten, den ich auch ewig nicht gesehen haben und staunen, wie sehr sich die jüngeren Mädels verändert haben. Ich sollte ja wieder die Fotos für den Pass machen und ein Mannschaftsfoto. Danach war ich enorm melancholisch. Dankbar, dass ich diese schöne Lebensphase erleben durfte und die Menschen kennengelernt habe, die mir alle sehr ans Herz gewachsen sind, aber auch traurig, dass das vorbei ist. Unwiderruflich! Und auch da wirkt Corona als Verstärker - mir fehlt die Aussicht auf neue schöne Lebensphasen. Sie werden bestimmt kommen - irgendwann - aber es wird wohl eine Weile dauern bis man wieder so frei und leicht durchs Leben gehen kann. Mir und sicherlich auch vielen anderen Menschen fehlt halt gerade die Perspektive. Eine Aussicht auf ein Ende!
Das Töchterchen ist unterwegs - ein Klassenkamerad feierte seinen 18. Geburtstag mit kurzfristig angeordneten 3 Gs. Zum Glück hatten wir noch einen Schnelltest zu Hause. Da die Party am A.... der Welt statt fand, übernachten die meisten dort und später werde ich dann 3 todmüde Mädels abholen. Die letzte Whatsapp kam nämlich gegen 4 Uhr rein. *lach*
Beim Führerschein kam jetzt die Wende, denn das Töchterchen hat nun einen neuen Fahrlehrer und auch regelmäßig Fahrstunden. Nächste Woche sogar gleich 2! Der neue Fahrlehrer tut ihr gut, denn sie fährt eigentlich sehr gut und sicher, doch sie ist so verkrampft und angespannt, dass er ihr immer wieder sagt, sie soll sich locker machen und Spaß haben am Fahren. Er wird bald mit den Sonderfahrten starten und nun habe ich doch noch Hoffnung, dass das mal endlich was wird. :-)
Achja, die verschollene Freundin vom Töchterchen hat sich auch gemeldet. Wie schon vermutet, wurde sie vom Coronastrudel komplett durchgewirbelt. Sie hat nichts mehr auf die Reihe bekommen, war weder in der Schule noch beim Homeshooling, hat ihren Führerschein nicht weiter gemacht und sich nicht mehr bei Freunden gemeldet, monatelang. Jetzt ist sie bei einer Corona-Beraterin und fasst nun langsam wieder Fuß in ihrem Leben. Die Klasse wird sie wiederholen müssen. Man darf wirklich nicht vergessen, was das Ganze mit einem auch jenseits von der eigentlichen Krankheit machen kann. Deswegen bin ich froh und dankbar, dass wir so gut durchgekommen sind.
So, ich glaube das reicht fürs Erste. Ich habe sicherlich ganz viel vergessen, aber jetzt werde ich mich ja wieder öfters mit alltäglichen Dingen hier melden.
Bis dahin genieße ich einen weiteren Regentag in diesem Sommer 2021! *grmpf*













































































