Ich starte in den Juli, wie ich den Juni aufgehört habe - dauermüde. Ich bin einfach nur noch erschöpft.
Die Nachbarn feiern eine laute Party, so dass wir ein leichtes Festival Feeling im Garten haben. Hat was in Corona-Zeiten. :-)
Ich starte endlich in den Urlaub. Allerdings nur so mittelgut. Das Reisefieber und die Vorfreude auf Dahme mag sich nicht so einstellen. Zusätzlich kippt die Wettervorhersage mal wieder auf nicht so dolles Urlaubswetter.
Dann trudelt ein Brief von den Stadtwerken ein, dass mit dem Juli auch das kostenfreie Schülerticket für das Töchterchen endet. Na toll! Also mussten wir uns darum auch noch schnell kümmern, mal abgesehen von den jetzt dann jährlich anfallenden Kosten dafür.
Und dann starten wir nach Dahme! Dort werden wir einen großartigen Urlaub verleben. Einen Urlaub, der uns ein wenig die Unbeschwertheit zurückbringt, aber ohne die Vorsichtsmaßnahmen ausser Acht zu lassen.
Es ist sehr viel voller in Dahme, was uns doch etwas stört, aber auch wenn das Wetter eher durchwachsen ist, machen wir das Beste draus. Wir baden in der Ostsee, sind viel am Strand, gehen Wandern und machen all das, was wir auch sonst in Dahme tun. Wir kommen sehr erholt und fröhlich nach Hause zurück. Und somit war der Urlaub, das Beste, was uns in diesem Jahr passieren konnte. Eines der wirklich sehr, sehr wenigen Highlights.
Kaum sind wir zu Hause, startet das Töchterchen nach Garmisch Partenkirchen. Diese Reise hat sie ja von unserer Vermieterin zum Geburtstag geschenkt bekommen. Sie treffen dort dann das Patenkind von M. und verleben eine Megazeit.
Ich genieße meine Zeit alleine! Ich versuche es zumindest. Aber manche denken anscheinend, ich könnte sie nun statt des Töchterchens bespaßen. Irgendwann wird das so aufdringlich, dass ich echt eine Grenze ziehen muss.
Viel unternehmen kann ich ja nicht. Den See cancel ich, nachdem wir gesehen haben, wie schlecht dort das Hygienekonzept funktioniert, aber ich laufe unglaublich viel mit Sophie, treffe mich mit sogar freundschaftlich mal mit Männern, fahre fotografieren im Botanischen Garten, telefoniere sehr, sehr lange.
Zum Ende hin, werde ich noch spontan zu einem Weinabend auf Terrasse eingeladen und die Freundin kommt vorbei.
Die Zeit alleine hat gut getan, aber so entspannt, wie ich es mir gewünscht hätte, war es dann leider doch nicht.
