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Mittwoch, 28. Dezember 2016

Jahresrückblick - Juni 2016


Der Juni läutet die Vorferienzeit an. Das Töchterchen steckt in einer schwierigen Phase, es ist unzufrieden mit sich, mit der Welt. Schule ist doof, Geige sowieso und Mama ist unerträglich. Es gibt viel Streit, sehr viel Streit. Manchmal möchte ich alles hinwerfen, macht man als Mama aber nicht! Es gibt ein Orchesterkonzert, und leider konnten wir da noch nicht absehen, dass es das allerletzte richtige Konzert vom Töchterchen im Orchester sein wird. Da sich der Streit um das Geige üben immer mehr zuspitzt, hinterfrage ich mich, ob es nicht vielleicht besser ist damit aufzuhören. Ob ich es bin, die daran festhält, auch wenn sich das Töchterchen dieses Hobby aus eigenen Antrieb und auf eigenen Wunsch ausgesucht hat. Am Konzerttag habe ich ein langes, aber auch erschreckendes Gespräch mit der Geigenlehrerin. Und es hört sich kurz so an, als mache das wirklich alles keinen Sinn mehr. Erst als ich die Lehrerin mit einer anderen Mutter wirklich festnagel und Tacheles rede, höre ich, dass das Töchterchen noch Fortschritte macht, aber eben nur noch winzig kleine. Und wenn sie die Bogenhand nicht in den Griff bekommt, sie einfach nicht weiterkommt.
Ich knöpfe mir das Kind vor und führe ein ernstes Gespräch mit ihr. Auf die Frage, warum sie überhaupt jemals Geige spielen wollte und warum sie sich ausgerechnet dieses Instrument ausgesucht hat, wo wir als Eltern nie auf die Idee gekommen wären, überlegt sie kurz und sagt:"Weil es mir Spaß macht!" Ich entscheide, dass wir weitermachen und ich ihren Tag noch besser durchstrukturiere. Die Alternative zum Geigen, würde beim Töchterchen nämlich so aussehen, dass sie nur noch am Handy hockt. Bezüglich des Orchesters treffen wir auch eine Entscheidung, sie macht bis zu den Weihnachtsferien weiter, danach überlegen wir neu.

Dann das nächste Drama - die Bundesjugendspiele. Ich höre jeden Tag, wie schlecht sie ist und dass sie alles nicht kann. Ich sollte dazu schreiben, dass das Töchterchen ausnahmslos immer eine Ehrenurkunde nach Hause bringt. Und oft auch in einigen Disziplinen eine der besten ihres Jahrgangs ist. Sie vergleicht sich mit anderen Mädels aus ihrer Klasse und pickt sich da natürlich immer die beste Disziplin des jeweiligen Mädels raus. Sie bittet mich mit ihr zu trainieren - das endet aber im Desaster und schlechter Laune auf beiden Seiten. :-)

Meine Mutter feiert Geburtstag, die EM beginnt und wir lassen es auf dem 89. Geburtstag meiner Oma richtig krachen.

Das Durcheinander bezüglich des Deutschlandsbesuch vom Papa hält an. Wir wissen immer noch nix Genaues.