...liegt nun hinter mir und war doch sehr ernüchternd. :-( Die knapp 5 Stunden pro Tag haben mir doch noch sehr deutlich die Grenzen aufgezeigt. Es ist halt schon ein Unterschied, ob man 5 h zu Hause ist, wo man häufig seine Position wechselt und sich zwischendrin halt auch aufs Sofa legen kann oder ob man 5 h relativ starr sitzt. Ab 11 Uhr merkte ich dann immer die Körpermitte sehr unangenehm und ich war immer froh, wenn ich zu Hause die Beine hochlegen konnte. Das wurde auch leider in den 4 Tagen nicht besser. Von der Arbeit selbst her, war das kein Problem, ich hatte eh kaum was zu tun. Mein Kollege war die ganze Woche krank, so dass ich auch keine wirkliche Übergabe hatte und nicht wussste, wie bei den verschiedenen Projekten der Stand ist und wo ich weiter machen kann.
Nachmittags zu Haue ging dann nicht mehr viel. Kochen, Essen und später noch ein kleiner Spaziergang, weil ich unbedingt mal raus an die frische Luft musste - mehr war nicht drin. Ich bin also froh, dass nun erstmal wieder Wochenende ist.
Somit hat mich das auch psychisch ein wenig runtergezogen. Mir war nämlich auch schnell klar, dass ein Städtetripp nach Hamburg noch vor Weihnachten keine gute Idee ist, wenn ich nicht mal 5 h am Stück sitzen kann ohne dass es unangenehm wird. Da der Tripp mittlerweile wirklich teuer geworden wäre - besonders auch die Zuganreise, war es mir dann doch zu heikel. Ich habe es also gecancelt. Ich bin mit arbeiten, Weihnachtsvorbereitungen und Heilen gut ausgelastet. Mehr ist wohl noch nicht drin. Das frustet irgendwie doch ein wenig. Auch wenn ich natürlich dankbar bin, dass es mir nach so kurzer Zeit so gut geht. Ich weiß, das ist nicht selbstverständlich! Aber es bedeutet halt auch, dass ich vieles eben noch nicht machen kann. Marburg b(u)y Night, das heute stattfindet, lasse ich dieses Jahr auch aus. Das ist noch zu viel. Ich muss heute einkaufen und unbedingt endlich mal das Bad sauber machen, abends dann noch quer durch die Oberstadt mit der großen Kamera latschen - ich schaffe ja gerade mal 45 min. Spaziergang am Stück ohne Kamera. Wobei - es ist ja doch immer das Gleiche und meist muss ich eh alleine hin, ich werde es überleben, wenn ich es ein Jahr mal auslasse.
Womit ich auch Probleme habe ist, dass ich zwar im Umbruch bin, aber in der Blase vergisst man schnell, dass alles andere gleich bleibt. Die Arbeitsproblematik z.B. ist immer noch die Gleiche, es hat sich nix geändert. Ich hänge bezüglich der Aufstockung immer noch in der Luft, die Ärzte haben immer noch keine Zeit und während ich motiviert nach 4 Wochen einen Arbeitsversuch starte, machen andere weiterhin was sie wollen. Könnte mir ja egal sein, aber so wie es aussieht, wird genau das belohnt! Das ist das, was mich ärgert!
Aber was bringt es mir - das Aufregen und Ärgern - in den verbleibenden 1 1/2 Wochen wird sich eh nix mehr reißen lassen - ich wäre schon froh, wenn ich noch einen Termin beim Chef bekomme, um noch mal nachzuhaken.
Dazu fehlt Sophie weiterhin sehr. Vor allem bei den Spaziergängen überkommt mich jedes Mal die Traurigkeit. Ich glaube, wenn ich die Spaziergänge nicht unbedingt als Ausgleich zum Sport bräuchte, hätte ich echt ein Motivationsproblem.
Am WE ist nicht viel geplant. Heute das normale Freitagsprogramm, morgen muss ich nochmal ins Einkaufszentrum, Fehlkauf umtauschen, Bestellung im Laden abholen und hoffen, dass das nicht auch eine Fehlbestellung war. Spazierengehen, Stricken und Weihnachtsgeschenke einpacken bzw. weiterbasteln. Ob ich sonst noch was mache - keine Ahnung, das werde ich wohl spontan entscheiden. Kommt halt auch darauf an, ob sich noch jemand spontan ankündigt.
Jetzt werde ich mal wie immer Freitag Morgens den Einkaufszettel machen. Den zweiten Kaffee hatte ich schon. Ein altes Bild aus dem Archiv von Marburg b(u)y Night lasse ich mal da.

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