Samstag, 16. März 2019

Fast 3000...

....waren gestern in Marburg unterwegs, um bei Fridays for Future mitzumachen. Natürlich hat es dann doch nicht die ganze Klasse geschafft mit zu laufen, weil das Schulamt die Schulleiter nochmal instruiert hatte, hart durchzugreifen. Der Schulleiter hat dann eine Rundmail an alle Lehrer geschickt hat, dass sie auch unbedingt alle Schüler aufschreiben, die dem Unterricht fern bleiben. Also haben einige Lehrer die Schüler kurz vorher nochmal darauf hingewiesen, dass es nicht erlaubt ist, den Unterricht zu schwänzen. Da bekamen einige Angst und blieben in der Schule.
Es wäre wirklich schön, wenn das Schulamt sich immer so einsetzen würde, wenn es um ausfallende Stunden geht. Wenn es sich darum bemühen würde, genug motivierte Lehrer einzustellen und kleinere Klassen zu ermöglichen. Dann würde es auch gar nicht ins Gewicht fallen, wenn man ab und an mal Freitags "geschlossen" an diesen Demos mitlaufen würde. Aber wenn natürlich im gesamten Schuljahr mehr als 1/3 Unterricht ausfällt, muss man jetzt für 2 Fehlstunden so einen Affentanz veranstalten. Da fehlen einem echt die Worte.

Um so schöner finde ich, dass die Kids es trotzdem gemacht haben. Und nein, sie haben sich nicht zu Hause vor den PC gesetzt um Online Spiele zu zocken, sie sind im Dauerregen gemeinsam durch die Stadt gelaufen! Für eine bessere Zukunft! Für ihre Zukunft!

Aber nicht alle Schulen haben sich an die Anweisungen der Schulämter gehalten. Nicht wenige Schulen haben die Aktion auch unterstützt und die Lehrer sind sogar mit gelaufen.

Und vielleicht laufe ich bei der nächsten großen Aktion auch mit. Ich muss dafür nicht mal schwänzen, ich habe nämlich Freitags frei. ;-)






Freitag, 15. März 2019

Fridays for future und mehr

Ohne regionale Tageszeitung bekommt man ja nicht sooo viel mit vom politischen Umfeld und deswegen war ich etwas überrascht als mir das Töchterchen mitteilte, dass es wahrscheinlich demonstrieren gehen möchte. Während der Schulzeit, ob das für mich okay wäre? Ich habe mich dann erstmal erkundigt und so war das Thema die ganze Woche bei uns aktuell. Natürlich ist das für mich okay. Meine Tochter ist mit 15 durchaus in der Lage selbst einzuschätzen, wann man es sich leisten kann Stunden ausfallen zu lassen und wann nicht. Natürlich kann man nun darüber streiten, ob so ein Streik unbedingt während der Schulzeit stattfinden muss. Man kann sich von der Drohung des Schulleiters einschüchtern lassen, es gäbe einen Vermerk in der Akte "unentschuldigte Fehlzeiten", was ich angesichts der unzähligen ausgefallenen Stunden und der zu Zeit wirklich mangelnden Motivation der Lehrer für einen Witz halte. Und ich frage mich, ob man in einem kleinen Klassenraum mit 31 Schülern überhaupt gescheiten Unterricht halten kann. Die meisten Lehrer sind hoffnungslos damit überfordert, die Beurteilung der mündlichen Mitarbeit gleicht eher einem Würfelspiel und oft genug bekommt der auffälligste Schüler die beste Note. Nicht weil er so gut ist, sondern weil er so laut ist. Und ob so ein einmaliges Mitlaufen bei einer Demonstration für eine bessere Welt nicht lehrreicher ist als eine Kunstdoppelstunde in der 8. und 9. Stunde.
Aber machen wir uns nix vor, natürlich werden es viele der Schüler als willkommene Möglichkeit zum Schwänzen sehen. Bei meiner Tochter muss ich mir da keine Sorgen machen, denn beim letzten Mal hatte sie sich dagegen entschieden, weil es in der Doppelstunde Latein stattfand und die war ihr wichtiger. Und deswegen stehe ich hinter ihr und ihrer Entscheidung.
Noch etwas finde ich wichtig. Diese Klasse, die es seit August nicht geschafft hat eine Gemeinschaft zu bilden, in der sich die meisten Schüler einfach nur unwohl fühlen und die in jeder Pause sowie nach der Schule sofort auseinanderflüchten, hat sich entschlossen  heute GEMEINSAM dort mitzumachen. Ob das dann so umgesetzt wird oder der eine oder andere doch noch abspringt, wird man dann sehen. Aber sie waren sich einig, wenigstens einmal!
Ich bin gespannt, was das Töchterchen dann heute zu berichten hat.

Ansonsten war es trotz Krankenlager am Montag und Dienstag eine gute Woche. Naja, das Wetter war doof, aber obwohl es auf der Arbeit momentan sehr stressig ist, läuft es für mich persönlich gut. Auch das Gespräch am Montag mit den Chefs lief prima. Ich hatte mich ja auf das Schlimmste eingerichtet, aber ich fand es erstaunlich harmonisch. Eine Kollegin fand es ganz schlimm, die andere okay. Da sieht man mal, was ich so gewohnt bin! *lach*

Das schlechte Wetter haben wir genutzt, um GoT weiterzuschauen und nun kommen wir an die letzte Staffel, die ich hier zu Hause habe. Jetzt muss ich mir Gedanken machen, wo ich die Staffel 5-7 herbekomme.

Gestern konnte ich endlich den übrig gebliebenen Schreibtisch vom Ex verkaufen. Der dümpelte ja noch im Keller meiner Mutter rum, weil ich ihn damals bei der Hausauflösung nicht loswerden konnte. Aber nun ist er weg!

Wettertechnisch ist das ja wirklich gruselig. Ich hab nix gegen Regen und ja es ist noch Winter, aber nasskalten Regen waagerecht ins Gesicht zu bekommen bei den Hunderunden, ist nicht sooo lustig. Und die Feldwege sind mittlerweile sehr schlammig. Aber so wie es aussieht, soll es ja nächste Woche besser werden.

Bis dahin kann ich immer noch nur die Frühlingsboten von vor 2 Wochen zeigen. Neue Fotos gibt es noch nicht. War zu windig und zu nass. :-)





Mittwoch, 13. März 2019

Fünf Fragen am Fünften No. 15

Beim Rumstöbern in der Bloggerwelt habe ich letztens den einen oder anderen interessanten Blog entdeckt, die ich auch in meinen Blogroll aufgenommen habe.
Auf dem Blog von Luzia Pimpinella gibt es eine Art Stöckchen "Fünf Fragen am Fünften", bei dem ich gerne ab und zu mal mitmachen möchte. Man muss die Fragen auch nicht zwingend am 5. des Monats veröffentlichen, sondern sollte sie nur nicht vor dem 5. posten. Das finde ich sehr praktisch und ist für mich einfacher umzusetzen als so viele andere Stöckchen. Ich mags unkompliziert. Und somit starte ich hier mit meiner 1. Ausgabe.

Die Fotos, die ich zeige, haben einen unmittelbaren Bezug zur Frage Nr. 4.



1. Sagst du immer, was du denkst?

Ich bin ein sehr direkter Mensch und auch, wenn ich in meinem fortgeschrittenen Alter lange gelernt habe, dass man manche Dinge vielleicht diplomatischer ausdrückt oder doch lieber mal die Klappe hält, mein Gesicht verrät mich sowieso. :-)




2. Wirst du immer dort wohnen bleiben, wo du nun wohnst?

Generell bin ich sehr sesshaft und nicht wirklich weit von meinem Geburtsort weg gekommen. Ich mag in dieser Hinsicht nicht so sehr die Veränderung, vielleicht auch deswegen, weil ich zwar gerne gereist bin, aber nicht mal in der Sturm- und Drangzeit in dieser Hinsicht aus meiner Komfortzone heraus geklettert. Das ist soweit auch in Ordnung für mich und ich bereue da gar nichts, doch ich würde mir für meine Tochter wünschen, dass sie wenigstens einmal die positive Erfahrung machen kann, sich in einer fremden Umgebung ein Stück Heimat zu schaffen. Für mich war die Vorstellung hier weg zu müssen und sei es auch nur 50 km, eher eine furchteinflössende und je älter man wird, um so schwieriger wird es.
Nachdem wir vor ein paar Jahren von jetzt auf gleich in ein neues Leben gestossen wurden, sind wir einfach froh, überhaupt so ein schönes Zuhause gefunden zu haben. Und ich hoffe, dass wir noch eine Weile hier bleiben können. Für immer wird das sicherlich nicht sein, aber so weit voraus denke ich nicht mehr.



3. Wie klingt dein Lachen?

Unterschiedlich, mal laut, mal kichernd, mal albern!



4. Was war deine weiteste Reise?

Neuseeland! Zweimal waren wir dort. Einmal noch als kinderloses Paar und in 2010 dann als Familie. Einmal bereisten wir 4 Wochen lang mit dem Wohnmobil beide Insel und das andere Mal nur die Nordinsel. Es waren Traumreisen, an die ich gerne zurück denke. Ich habe mich in noch keinem Land so wohl, so frei, so glücklich gefühlt, wie dort. Ich kann mich noch gut an einen Moment auf der 1. Reise erinnern. Wir waren schon fast am Ende der Reise angekommen und übernachteten auf einem Campingplatz mit einem kleinen Bächlein. Unser Campervan stand direkt an dem leise plätschernden Bach und mich überkam ganz plötzlich so ein Gefühl und ich dachte: "So fühlt sich Freiheit an!" Nie wieder habe ich das bisher so empfunden! Neuseeland lässt dich nie wieder los, ich denke, da werden mir fast alle Neuseeland-Urlauber beipflichten und ich bin unglaublich froh, dass ich diese Erfahrung in meinem Leben machen durfte. Die Fotos, die ihr hier seht, sind natürlich alle von dieser Reise! :-)



5. Was kannst du stundenlang tun, ohne dass dir langweilig wird?

Oh, da gibt es viele Dinge: Fotos bearbeiten, Fotografieren, Lesen, Serien gucken, im Garten wurschteln. :-) Ich blende dabei dann gerne mal meine Umwelt aus, zum Leidwesen meiner Tochter, die sich dann von mir ignoriert fühlt. *lach*



So, das war mein Beitrag zu "Fünf Fragen am Fünften No. 15"! Hat mir Spaß gemacht! :-)