Mir fällt heute kein passender Titel ein und Fotos habe ich auch keine mehr. Die nachgezogenen Frühlingsfotos kennt ihr schon, der Rest hängt noch in der Bearbeitungsschleife.
Meine erste Woche in der neuen Wirkungsstätte hat begonnen. Ich habe brav angefangen abzuarbeiten, was aufgelaufen ist, bin aber noch nicht fertig, da ich ja gleich am Dienstag wieder ein Meeting hatte. Und auch da stellte ich wie schon so oft die Frage, wer macht das? Und wie immer bekam ich die Antwort "na du". Nicht direkt, sondern im übertragenen Sinne, aber es ist schon klar was damit gemeint ist. Und wieder kommt mir der Gedanke "ich bin da falsch, ich bin nicht die richtige Person dafür".
Ich drehe mich im Kreis und das zermürbt mich. Und ich sehe die Gesichter der anderen, die meine Vorgeschichte, meinen beruflichen Werdegang nicht kennen, die die Umstände nicht wissen, wie ich an diesen Ort gekommen bin. Und es kam, wie es kommen muss. Sie haben sich beim Chef beschwert bzw. ihre Bedenken geäussert. Ich kann es ihnen nicht verdenken, aber ich weigere mich die Karte des schwarzen Peters anzunehmen. Schon gestern hatte ich wohlweislich nochmal mit der Personalabteilung telefoniert und sie bot mir nach kurzem Zuhören ein persönliches Gespräch an. Das wird aber erst nächste Woche statt finden.
Heute also ein kurzfristiger Termin mit dem Chef und nach den üblichen Drohungen und Versuchen mich in die Enge zu drängen, auf die ich diesmal aber sehr cool ohne Emotionen reagieren konnte, weil ich mittlerweile wirklich fast so weit bin, die Reißleine zu ziehen, habe ich mich noch einmal zusammengerissen und alle meine Argumente auf den Tisch gepackt. Und ihm sehr deutlich klar gemacht, was ich will, was ich kann, was ich bereit bin und was ich mir wünsche und was überhaupt nicht geht. Irgendwann war er dann auch zugänglich für Argumente...für den Moment. Ich kenne ihn ja und weiß, dass es durchaus sein kann, morgen, nächste Woche oder in einem Monat wieder das gleiche Gespräch führen zu müssen.
Immerhin war er bereit endlich mal klar den anderen Beteiligten zu kommunizieren, dass ich bestimmte Dinge nicht tun werde, darf und kann und eben auch nur im Rahmen meiner Arbeitszeit mich einbringen kann. Ehrlich, noch mehr entgegen kann ich ihm gar nicht kommen. Und er und ich wissen sehr genau, er hat keine Alternative mehr. Entweder er nimmt mein Angebot an oder .... es gibt kein oder. Er hat im Prinzip keine Wahl. Mit Drohungen kommt er da nicht mehr weiter.
Ich versteh es nicht, egal mit wem ich rede, egal wer mich anspricht, ausnahmslos alle sind unzufrieden, überlastet und einige sind sogar in einer ähnlichen Situation wie ich. Und ein paar wenige ziehen jetzt auch die Reißleine, weil Grenzen überschritten wurden.
Mein letzter Satz im Gespräch war, dass ich nur möchte, dass endlich wieder Ruhe einkehrt und ich einfach nur meine Arbeit machen kann.
Ansonsten geht es uns aber gut, klar ich fühle mich erschöpft, wobei da sicherlich nicht alleine die Arbeit schuld ist. Ich komme mit der Hitze nicht klar, mein Körper denkt morgens es wäre Herbst und Mittags streikt er dann. Dem Töchterchen geht es gut, die Schule läuft und wir haben uns ein wenig an den neuen Tagesablauf gewöhnt.
Meine Strickprojekte schreiten in großen Schritten voran, nur mein Sporteln stagniert, da muss ich unbedingt wieder aktiver werden. Einfach, weil mir das körperlich und geistig gut tun würde.
Morgen nochmal, dann habe ich Wochenende. Ausserdem zähle ich die Tage bis zum Urlaub runter, den Überstunden Abbau in Form eines Tages, darf ich nun auch offiziell auf den Montag in der 2. Ferienwoche legen. Das ist schön!. Also noch 9 Tage!
Und jetzt schaue ich ein wenig Tour de France, stricke dabei, esse mein Ofengemüse und warte auf das Töchterchen, mit dem ich dann noch eine lange Abendrunde gehe.:-)