Puh, ich glaube, das wird die schwierigste Abrechnung mit einem Jahr ever.
Was schreibt man über ein Jahr im Bann der Pandemie?
2020
Puh, ich glaube, das wird die schwierigste Abrechnung mit einem Jahr ever.
Was schreibt man über ein Jahr im Bann der Pandemie?
2020
Dann bringen wir es mal zu Ende!
Am 1. Dezember schneit es und wir öffnen die ersten Türchen von unseren sehr, sehr vielen Adventskalendern. Wir erfreuen uns dann jeden einzelnen Tag an den schönen Kleinigkeiten und Aufgaben, die da so drin sind. Leider werden wir wieder keine Ballonfahrt gewinnen, obwohl wir immerhin 3 Terratech Kalender haben. :-)
Ansonsten läuft alles weiter wie bisher. Das Töchterchen kämpft mit der Schule, die Corona-Zahlen sind ernüchternd, die Tage plätschern so vor sich hin.
Wir schauen die neue Staffel Bergretter und lieben sie!
Das Töchterchen backt und backt und baut ein Lebkuchenhaus und natürlich backen wir auch wieder gemeinsam.
Der Nikolaus kommt und ich glaube, wir waren sehr, sehr brav.
Ich muss nur noch 7 km joggen! Und dann kippt hier die Stimmung! Mir fällt es schwer positive Dinge zu schreiben, obwohl ich mir das fest vorgenommen hatte.
Dann habe ich bei einem Unfall unglaubliches Glück, weil ich noch in letzter Sekunde bremsen konnte. Aber alle blieben unverletzt, was die Hauptsache ist.
Auch die Stromrechnung ist eine Überraschung - hatte ich doch Schlimmstes befürchtet.
Das Töchterchen hat einen kleineren Mental Breakdown.
Ich werde von unerwarteter Stelle positiv überrascht, aber ich bin noch skeptisch und warte mal den Januar ab, bevor ich mich wirklich darüber freue.
Ich packe meine alten Chemiekenntnisse raus und lerne mit dem Töchterchen für die Klausur.
Dann hat das Kind fast alle Klausuren geschafft.
Das diesjährige Weihnachtsbaumkaufen geht erstaunlich schnell. Rekordzeit würde ich mal sagen. :-)
Sophie wird 11 Jahre alt, aber sie ist immer noch topfit, unsere Omi.
Die Laune im Zauselweiberhaushalt wird explosiv....aber ist sie das nicht immer kurz vor Weihnachten. Liegt das wirklich alles an Corona?
Ich will ein Geschenk verpacken und stelle fest, dass ich eine leere Box gekauft habe. Nun darf ich 2 Tage vor dem endgültigen Geschäftelockdown nochmal los. Horror! Aber es geht alles gut und ich kann mit dem Geschenk jemanden glücklich machen.
Ich gebe es auf nur noch positive Dinge zu schreiben. Es ist wie es ist - die letzte Woche vor dem Weihnachtsurlaub ist sch....! Vor allem die Lage auf der Arbeit zwingt mich fast in die Knie. Während das Töchterchen endlich ins Homeshooling übergehen kann und sich sehr darüber freut.
Meine Oma musste ins Krankenhaus - war aber zum Glück Fehlarlarm.
Ich ertrage die täglichen Meldungen über Neuinfizierte, Tote und Maßnahmen nicht mehr. Da hilft es auch nichts, dass alle Hoffnung auf den Impfstoffen liegt.
Ich starte in meinen Weihnachtsurlaub und werde noch Tage brauchen, bis ich nicht mehr von der Arbeit träume.
Ich begebe mich in die Weihnachtswerkstatt, zocke Baldurs Gate 2 und stricke noch das letzte Geschenk fertig.
Das Töchterchen ist richtig gut drauf.
Ich beende meine Jogging Challenge mit knapp über 200 km!
Es ist nochmal richtig schönes Wetter, das ich nutze, um das letzte Laub weg zu machen.
Wir sind total tiefenentspannt, es ist alles vorbereitet für Heiligabend bis auf das Essen natürlich, die Bude ist geputzt und wir chillen durch den Tag.
Und dann startet der Heiligabend anders als geplant. Sophie bekommt noch am frühen Morgen blutigen Durchfall. Somit ist klar, dass ich erstmal zum Tierarzt muss. Ich sammel den Kot ein und damit wird die Ursache schnell gefunden. Sie hat sich Giardien eingefangen. Eklig und wenn es blöd läuft langwierig, aber nix Gefährliches. Mich haut das total raus aus dem Zeitplan und die Tiefenentspannung ist dahin.
Dann kommt noch ein Anruf von meiner Mutter, dass es im Pflegeheim meiner Oma einen Corona-Fall gibt. Wie soll man jetzt noch in Weihnachtsstimmung kommen?
Aber wir haben es geschafft und einen schönen Heiligabend verlebt. Anders, mit weniger Leichtigkeit, aber trotzdem fröhlich.
Am 1. Weihnachtsfeiertag kommt mein Vater mit seiner Frau und wir beschweren draußen auf Terrasse.
Am 2. Weihnachtsfeiertag kommt meine Freundin mit Maske zum Traumschiff schauen. Wir lüften dabei regelmäßig und genießen diesen Abend. Wir haben uns ja lange nicht sehen können und wer weiß, wann wir es das nächste Mal können.
Sophie geht es besser, aber ich bin die ganze Zeit auf Hab Acht Stellung.
Bis Dienstag reichen unsere Essensvoräte, dann muss ich Einkaufen fahren. Schon beim Losfahren höre ich das fiese Geräusch am Auto, da stimmt was nicht.
Das Einkaufen ist Horror, die Leute unglaublich aggressiv und übellaunig.
Ich spreche mit meinem Autoschrauber-Nachbar und er will sich das Auto noch ansehen. Es ist ein Federbruch, der schnell gemacht werden muss. Aber dazu braucht er halt erstmal Ersatzteile. Da ich aber mit dem Auto fahren kann, sollte das kein Problem werden.
Ich bekomme einen Anruf von der Arbeit - doch ich kann auch nicht weiterhelfen.
Irgendwie fühlen sich die Tage zwischen den Jahren nicht so an, wie sonst. Ich mag diese Zeit normalerweise und es sind für mich die entspanntesten Tage des Jahres. Diesmal irgendwie halt nicht.
Silvester startet mit einer Unpässlichkeit von Sophie, die aber zum Glück nach 2 h wieder verschwunden ist.
Nachmittags treffe ich mich mit meiner Freundin auf Abstand. Passenderweise müssen die Hunde auch Abstand halten! Wir gehen eine große Runde und schütten uns gegenseitig unser Herz aus.
Zu Hause werde ich schon vom Töchterchen erwartet. Wir bereiten das Raclette vor und dann starten wir den letzten Abend im Jahr 2020. Mit Raclette Essen, Fernsehen, Quatschen und einem Spiel.
Um Mitternacht ist es ruhig....zu ruhig...ich empfinde das als befremdlich, ein komisches Gefühl.
Danach sitzen wir noch eine Weile zusammen und sprechen über das Jahr vom Töchterchen. Dazu dann mehr bei der Endabrechnung.
2020 hat fertig!
Ihr merkt, dass ich den Dezember etwas ausführlicher gestaltet habe. Das liegt daran, dass ich die letzten Tage nix geschrieben habe und ich muss doch nächstes Jahr beim Rückblick wissen, was wir so getrieben haben. ;-)
Nun steht ja noch die Abrechnung an - mit diesem Jahr. Ich glaube, da muss ich nochmal tief in mich gehen. Morgen vielleicht...
Bevor ich hier mit dem Jahresrückblick weitermache, wünsche ich Euch, Euren Lieben und uns Allen einen guten Start ins Jahr 2021! Möge es besser werden als das Alte!
Aber nun erstmal weiter zum Jahresrückblick, bevor ich mit dem Jahr endgültig abrechne!
Das Wetter im November bescherte uns wenigstens ein paar sonnige Lichtblicke, aber ansonsten passte es sich eher an die allgemeine Lage an. Trüb, trostlos, Nebel!
Wir starten mir einem Wellenbrecher-Lockdown, der so gar nichts brechen wird. Die Zahlen wachsen zwar nicht mehr exponentiell weiter, aber gehen auch nicht wirklich runter. Wir bekommen trotz fehlender Fixtermine so gar nichts auf die Reihe. Die Motivation ist gleich null, irgendwie herrscht die Stimmung vor, für was sollen wir uns stressen! Die Bude verlottert - kommt ja eh keiner zu Besuch - nur ein Beispiel für das Gesamtbild!
Ich mähe nochmal Rasen, was dringend nötig war! Dann scheint ein paar Tage die Sonne und sofort fühlt man sich besser. Ich versuche immer mal wieder meinen inneren Schweinehund in Sachen Sport zu überreden, aber ich bin nur mäßig erfolgreich. Das wird mir natürlich damit quittiert, dass ich total verspannt bin und sich jeder Lauf anfühlt, als wäre es ein Marathon.
Dann stellt das Töchterchen fest, dass man mit fast 17 auch schon ganz schön alt ist.
Ich bekomme gar nichts mehr auf die Reihe, die Tage dümpeln so vor sich hin und das Töchterchen ist im absoluten Klausurenstress.
Im Landkreis rutschen wir endlich mal wieder unter Inzidenz 200. Immerhin!
Sophie bekommt wieder Durchfall, aber diesmal bekommen wir das mit Schonkost schnell und gut hin.
Wir machen die Bude schon mal klar für die Weihnachtsdekoeskalation, ich stricke immer noch fleissig und bin auch schon in den Weihnachtsgeschenkvorbereitungen.
Ausserdem treffe ich mich mit einer Freundin zur Hunderunde und anschliessendem Glückweintrinken auf Terrasse. Man gewöhnt sich langsam an dieses Draußensitzen in der Kälte.
Dann wird die Bude weihnachtlich dekoriert und immerhin sieht es jetzt nach Weihnachten aus. Innerlich fühlt es sich noch nicht wirklich so an.
Ich starte damit Weihnachtsromane zu lesen, vielleicht hilft das die Stimmung umzuswitchen.
Die Adventskalendervorbereitungen sind abgeschlossen, ich muss noch 13.3 km rennen, die Fotobücher und der Jahresplaner sind fertig und auch mit den Weihnachtsgeschenken bin ich gut dabei.
Auf der Arbeit kommt mal für ein paar Tage eine ruhigere Zeit, während das Töchterchen jeden einzelnen Tag über die Schule schimpft.
Der Hund schiebt seit dem Durchfall Dauerkohldampf und die über 30 Spatzen im Garten fressen mir die Haare vom Kopf.
Wir gehen zur Alternative von Marburg b(u)y Night und wundern uns überhaupt nicht mehr über die steigenden Zahlen und dann ist er da, der 1. Advent! Ich fühle mich so unweihnachtlich wie noch nie!
Das Töchterchen trifft sich immer mal mit ihren wenigen Freundinnen, natürlich immer jeweils nur mit einer. Sie backen, schauen Weihnachtsfilme und haben einfach nur Spaß!
Wir machen noch schnell das Novembershooting und das ist bezeichnend für die Entwicklung vom Töchterchen in diesem Jahr.