Montag, 14. März 2022

Mimimi

Unleidlich, müde, frustriert, unmotiviert....deswegen heute nur Fotos.

Achja, es hat heute geregnet!






Sonntag, 13. März 2022

Achja!

Es hätte so schön sein können, dieses WE. Gerade auch weil das Töchterchen nun doch überraschend die Zusage zum Bäckerjob bekam. Jetzt muss sie natürlich noch auf den Vertrag warten und dann kann sie es feiern. Das Erste, was sie sich leisten möchte ist ein iPad. Ihr Tablet ist ja uralt und der Gamer-PC wird auch nicht mehr ewig laufen. Einen Laptop hat sie nicht und in der Schule benutzen viele mittlerweile eben das gestellte oder eigene iPad. Aber erst der Vertrag, Dienstag wollen sie sich nochmal melden.

Deswegen hat sie auch das andere Probearbeiten abgesagt und das war auch gut so, denn sie hätte eh nicht hingekonnt, denn nur eine Stunde später ging es mit ihrer Magen-Darm-Sache los. Diesmal wieder den sehr heftigen Verlauf. Das letzte Mal so schlimm war es im November. Und nach der Episode von letzter Woche befürchte ich, dass sie nun wieder in den wöchentlichen Teufelskreis reinrutschen. Ich weiß nicht, ob ich das ertrage! Zuzusehen wie sie bis zu 9 h leidet. Und nichts hilft ihr wirklich. Ich kann nur Körnerkissen, Tee und Buscopan reichen. Meine Hoffnung, dass sich das mal auswächst, hat sich schon lange zerschlagen. Und rausfinden, was es auslöst, wird sie nur mit viel nerviger Diagnostik, Ausschlussdiät über Wochen und Monate. Darauf hat sie keinen Bock. Und da sie 18 ist, kann ich eben nur zuschauen. Auf mich hört sie da nicht mehr. Ich persönlich würde das in dieser Frequenz nicht ertragen. Allerdings weiß ich auch aus eigener Erfahrung, dass es für manche Dinge keine Diagnose gibt. Zumindest nicht köperlich. 

Heute hängt uns das gestern sicherlich noch sehr nach! Und dann kommt dazu, dass sie wieder über eine Woche keinen Meter Auto fahren geübt hat. So wird das natürlich auch nicht sicherer. Im Gegenteil! Von alleine kommt sie leider nicht auf die Idee. Meideverhalten nennt man das beim Hund. 

Momentan habe ich echt das Gefühl,  es sind so viele Baustellen um mich herum, auf die ich null komma null Einfluss habe. Und ganz oben stehen natürlich Corona und der Krieg. Diese Baustellen rauben mir die Kraft, die Motivation, mir fehlen die Highlights, die Hoffnung, das alles gut wird. Ja, ich weiß, hier ist nach unten noch viel Luft - da gibt es andere Schicksale. Aber nach bergauf fühlt sich das hier seit 10 Jahren nicht an. Immer noch einen oben drauf und sei es einen Krieg mitten in Europa. Da in Marburg wie fast überall noch vor der durchgreifenden Lockerung die Zahlen wieder fröhlich hochgehen, zerschlägt gerade die Hoffnung, es könnte wenigstens im Sommer Normalität geben. Statt dessen wieder, Aufpassen, Abstände einhalten, nicht tanzen gehen und weiter vor sich hindümpeln. Und hoffen, dass der Kelch an einem vorbei geht. 

Ich mag einfach nicht mehr! Und nein Hundespaziergänge durch den Sonnenschein oder gärtnern lenkt ich nicht mehr ab, es hilft auch nicht. Nach 2 Jahren hat sich das eben abgenutzt. Und ich weiß, das geht sehr, sehr vielen so. 

Und dann kommt noch das schlechte Gewissen oben drauf, warum ich hier so rumjammer, denn geht es uns nicht eigentlich gut. Tja, eigentlich....








Übrigens ist hier immer noch jeden Morgen Frost und die Blumentöpfe mit der alten Erde und den Pflanzenresten vom letzten Jahr auch tagsüber trotz Sonne pickelfest gefroren. Gärtnern hält sich also noch sehr in Grenzen. Nur das Efeu konnte ich stutzen - habe ich schon mal erwähnt, dass ich Efeu überhaupt nicht leiden kann?

Samstag, 12. März 2022

Ein bissi Kunst- und Kultur am Freitag

Eigentlich habe ich es ja nicht so mit Gemälde und Kunst dieser Art, aber gestern musste es dann doch mal sein. Und das kam so:
Es gibt da diese Nachbarin, die ich sehr mag. 80 Jahre, verwitwet, leidenschaftliche Gärtnerin und wie ich finde, eine sehr beeindruckende Frau. Aus gelegentlichen Gartenzaunsmalltalks entstand schon fast eine Freundschaft zwischen uns mit sehr vielen guten Gesprächen. Es ist nicht diese enge Freundschaft, sondern eher ein lockeres Band. Auf alle Fälle schätze ich die Dame sehr! Und diese Dame war mit einem Maler verheiratet, der schon vor Jahren verstorben ist. Sie kümmert sich nun um sein Vermächtnis und organisiert immer noch Ausstellungen. Irgendwann fragte sie mich, ob ich Interesse hätte, an einer persönlichen Führung durch die aktuelle Ausstellung im Kunstmuseum. Und mit gestern fanden wir und 2 weiteren Nachbarn einen Termin. 

Wie gesagt, ich habe es nicht so mit Gemälden und finde sie manchmal nett und manchmal bekomme ich auch überhaupt keinen Zugang dazu. Aber hier war es anders, denn die liebe Nachbarin hatte viele Geschichten zu den Bildern. Wir erfuhren sehr viel persönliches über ihren Mann, die verstorbenen Kinder und über ihr gemeinsames Leben. Und das hat mich beeindruckt. So bekam ich einen viel besseren Zugang zu den Bildern. Die 1 1/2 h verflogen wie im Fluge und wir hatten einen wirklich schönen Nachmittag zusammen. Schade, dass das Töchterchen nicht mit konnte, weil es ja noch Schule hatte. Da sie selbst gerne malt und auch nicht gerade untalentiert ist - im Gegensatz zu mir, wäre es sicherlich sehr interessant für sie gewesen. Gerade mit den Hintergrund-Geschichten. 

Ich bin also froh darüber, dass ich meinen Kunsthorizont ein wenig erweitern konnte. Manchmal muss man eben raus aus der Komfortzone. :-)

https://www.uni-marburg.de/de/museum/aktuelles/nachrichten/neue-ausstellung-guenther-blau-zeitspuren