Mittwoch, 20. April 2022

Ferienurlaub-Zwischenbericht

Die Ferien bzw. der Urlaub waren aus meiner Sicht bisher sehr durchmischt. Stimmungstechnisch war hier von meiner Seite aus alles dabei. Bezüglich der körperlichen Verfassung auch. 

Zuerst einmal kam das Töchterchen gut in Garmisch an. Der erste Zug in Marburg fiel gleich aus, der nächste hatte nochmal 20 min. Verspätung. Somit war klar, dass sie ihren Anschlusszug nach München nicht bekommen wird. War aber dann letztendlich kein Problem und ab dem Zeitpunkt als sie im Zug nach München saß, habe ich nichts mehr von ihr gehört. Auch nicht - wie abgesprochen - ob sie gut angekommen ist. Ich habe spät Nachmittags dann mal nachgefragt und nur eine kurze Antwort bekommen. Die nächste Nachricht kam ein paar Tage später als Hilferuf, den ich so gar nicht einschätzen konnte. Spät Abends aus München - englischer Garten. *grmpf* Blöderweise antwortete sie dann immer nur zeitverzögert und telefonisch konnte ich sie nicht erreichen - letzteres führt hier häufig zu Konflikten. Sie geht nie ans Handy ran, es läuft alles nur über Whatsapp Nachrichten. Letztendlich hat sich rausgestellt, dass alles gar nicht so wild war und sie noch gut nach Garmisch zurück gekommen sind. Aber ich war mega sauer!

Mein Urlaubsstart verlief so lala, natürlich wurde es am letzten Arbeitstag nochmal hektisch und direkt im Anschluss habe ich meine Laune dann endgültig beim Ostereinkauf verloren. Es war einer der schlimmsten Einkäufe der letzten Zeit. Was läuft falsch mit den Menschen? 

Meine Laune wurde auch den restlichen Tag nicht wirklich besser und als ich erst nach mehrfachem Nachfragen erfuhr, wann das Töchterchen landet - ist halt blöd, wenn man abgeholt werden will - war ich mächtig genervt von diesem ständigen auf Abruf sitzen. Letztendlich hat das Abholen die Oma übernommen, sie hatte sie zeitgleich gefragt. 

Am Karfreitag wurde die Laune langsam besser. Wir haben das Wetter genossen, angegrillt, lecker Spargel-Brotsalat dazu gegessen und eine schöne lange Hunderunde gemacht. 

Am Samstag ist das Töchterchen alleine einkaufen gefahren und hat noch ein paar Dinge geholt, die ich vor leider Einkaufshorror vergessen hatte. So konnten wir doch noch einen Kuchen für Ostern backen und das Ostereierfärben haben wir auch noch nachgeholt. Später wollte das Kind noch Fotos im Zauberwald machen und meine beiden Freundinnen haben sich auch noch angekündigt. Zuerst sah es nach einem gelungenen Weiberabend aus. Aber zuerst bekam das Töchterchen beim Phase 10 Spiel ihre Bauchschmerzen und nachdem sie dann ausgestiegen ist, erhielt die eine Freundin einen Anruf - der Bruder hat sich 2x positiv getestet. Somit war bei allen die Stimmung raus und wir brachen den Abend ab. Immerhin wurde aus der Bauchgeschichte kein 9-Stunden-Ding, aber schlafen konnte ich trotzdem nicht.

Somit war ich Sonntag ziemlich durch und regte mich nachträglich noch darüber auf, dass man sich Samstag nicht an Haushaltsarbeiten-Absprachen gehalten hat. Irgendwie läuf das hier zur Zeit nicht so dolle. 

Eigentlich war am Sonntag auch eine längere Wanderung geplant, aber die haben wir wegen akuter Müdigkeit auf Montag verschoben. Nach ewig langen Telefonaten versuchte ich die Müdigkeit mit einem Schläfchen zu vertreiben, wurde aber erneut vom Telefon daran gehindert. Also gab ich es auf und wir spielten eine Runde Karten auf Terrasse. Später kamen mein Vater und seine Frau noch auf einen Schwatz vorbei und zack, war der Sonntag rum.

Montag holten wir unsere Wanderung in kleinerer Form nach und das Töchterchen traf sich noch mit Freunden in Marburg. Das erste Mal alleine Auto im Dunklen fahren und ich glaube, mittlerweile ist sie froh, dass sie sich durch den Führerschein gequält und mit meinem Auto angefreundet hat, denn so ist sie doch sehr viel flexibler. Und Mama hat keine schlechte Laune, weil sie nicht aufs Abruf-Abstellgleis geschoben wird.

Gestern stand mein erstes Intervalltraining auf dem Laufprogramm. Ich entschied mich das Ganze im GGS auf der Laufbahn zu absolvieren, weil es hier keine Laufstrecke mit langer Gerade gibt. Das Töchterchen fuhr mich hin und ging in der Zwischenzeit zum Drogeriemarkt, ihre Vorräte auffüllen. Das Training lief überraschend gut, der Puls blieb bei den Steigerungsintervallen moderat, nur es dauerte ein paar Runden bis ich das mit dem Steigern auch halbwegs hinbekam. Und ich glaube, ich starte immer noch zu schnell. Naja, ist sicherlich Übungssache. Danach gingen wir Einkaufen und ab da starb ich dann den Heuschnupfen-Tod. Von dem erholte ich mich bis Abends nicht mehr und so musste ich eine Tablette einwerfen, die mich wie immer total umhaut. Valium ist nix dagegen - wobei ich gestehe, ich habe noch nie eine Valium eingenommen und kann das gar nicht beurteilen. Meine Freundin kam nochmal vorbei, draußen und auf Abstand, denn nun hat es den nächsten ihrer Familie erwischt und auch wenn sie selbst noch negativ ist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich das noch ändert. Bisher haben die beiden Patienten noch milde Symptome und wir hoffen alle, dass das auch so bleibt und es keinen weiteren mehr erwischt. Später gab es noch eine Diskussion mit dem Töchterchen, weil sie nicht daran gedacht hat, dass es nicht reicht, wenn ein Hund nur vormittags Gassi geht. Es blieb natürlich an mir hängen, genauso wie die Spülmaschine. *grmpf* Auch mit einer 18jährigen hat eben  nur einer Urlaub/Ferien und das ist nicht die Mutter. Ja, sie hat einen anderen Tagesablauf wie wir, aber es gibt nun mal Absprachen und wir haben einen alten Hund, der zunehmend Probleme hat mit neuen Tagesabläufen. Davon mal abgesehen will unser Hund nicht in den Garten kacken und nach 7 Stunden ist das dann schon recht dringend. 

Für heute habe ich alles umdisponiert. Wegen Heuschnupfen, Kind arbeitet schon ab 7 Uhr, Hund soll nicht ewig alleine bleiben, aber auch nicht mitwandern. Die Wanderung mit der anderen Freundin wurde abgesagt, dafür machen wir nun eine große Spazierrunde von hier aus, das Töchterchen kann das Auto mit auf die Arbeit nehmen und vielleicht schaffe ich es noch Rasen zu mähen. Aber schon der Start läuft nicht rund. Menno! Normalerweise füttert das Töchterchen den Hund, wenn es vor mir aufsteht und geht eine große Runde. Somit dachte ich, das läuft hier heute auch so. Aber ich glaube, sie hat weder das eine noch das andere gemacht. Ganz sicher bin ich allerdings nicht. Also, sprang ich schneller aus dem Bett als geplant und schrieb noch schnell eine Whatsapp-Frage dazu, damit sie sie noch vor Dienstantritt lesen kann. Doch ich bekam mal wieder keine Antwort. Das nervt mich so sehr! Jetzt arbeitet sie bis zur Mittagspause und ich weiß nicht, ob ich den Hund füttern kann oder nicht. Und ja, das macht hier schon was aus, weil der Hund bei zu wenig Essen im Bauch Magensäure kotzt. Das muss halt nicht sein. 

Mein Fazit: Wir brauchen neue Regeln und feste Absprachen. Ist aber schwierig mit einem flüggen Teenie, der die bisher wunderbar funktionierenden Strukturen ignoriert. Wir sind aber nun mal zu dritt und ich bin hier kein Hotel oder die dauerdiensthabende Rufbereitschaft, die dann einspringt, wenn es der Teenie verpennt hat, weil gerade alles andere wichtiger war. 

Jetzt brauch ich noch einen Kaffee!

Für die nächsten Tage ist erstmal nicht so viel geplant, ich muss zuerst den Heuschnupfen in den Griff bekommen. Vorher kann ich auch nicht mehr laufen gehen. Davon mal abgesehen ist heute schon Mittwoch und mein Urlaub ja bald rum. Diesmal war er wirklich viel zu kurz! *soifz*







Montag, 18. April 2022

Osterwanderung

Wir haben unsere erste Wanderung in diesem Jahr gemacht. Eigentlich sollte es schon gestern losgehen und auch eine ganz andere Etappe, aber es kam etwas dazwischen und dann erfuhr ich heute morgen auf der Seite des Wegbetreibers, dass unsere Wunschstrecke gesperrt ist wegen Windbruch. Also suchten wir uns zum Einstieg was Leichtes, Kürzeres heraus und ohne lange Anfahrt. 

Es wurde die Extratour Junkernpfad! Bei Bombenwetter! Allerdings war es Sophie schon fast zu warm und ich bin immer ein wenig hin- und hergerissen, was man ihr noch zumuten kann. Wobei 10 km ja eigentlich kein Problem für sie sind. 

Wir starten in Schönstadt, wohin uns das Töchterchen sicher hingefahren hat und auf breiten Feldwegen geht die Tour los.








Wir hatten heute tolle Fernsicht, aber leider waren wir noch einen Ticken zu früh dran - noch schöner wäre es nämlich gewesen, wenn der Raps in voller Blüte gestanden hätte.









An einer Wanderhütte wurde Sophie hinterlistig von einer riesigen Waldameise angefallen und in die Pfote gezwickt. So eine Unverschämtheit. :-)






Nach ungefähr die Hälfte der Strecke wurde der Pfad endlich ein wenig enger und es ging dann auch mal durch den Wald. Wir mögen ja lieber schmale Trampelpfade zum Laufen - das ist einfach spannender. Spannend war auch die erste Strecke durch den Wald aufgrund des Windbruches. Da mussten wir doch über den einen oder anderen Baumstamm klettern. Auch hier haben die letzten Stürme ordentlich gewütet.








Dann war es Zeit für eine kurze Rast im Schatten!





Anschliessend ging es in den Endspurt. Interessanterweise ziehen sich die letzten 2-5 km anscheinend immer ein wenig. Egal wie lange die Tour ist. Weil eigentlich sind 10 km für uns ja nicht so wild. 










Zum Ende hin war auch schon ordentlich Verkehr auf der Wanderautobahn - Ostern und tolles Wetter halt. Und einen kleinen Anstieg mussten wir noch bewältigen bevor es zurück zum Auto ging.

Unser Fazit: Die Tour ist ganz nett mit vielen schönen Ausblicken und recht leicht zu laufen. Aber eben auch wenig spektakulär. Kann man mal laufen, muss man aber nicht nochmal machen. Da waren die anderen beiden Extratouren wesentlich spannender. :-)

Die Tourdaten: 10,7 km, 02:13 h, Durchschnittstempo 4,8 km/h, 270 m hoch, 270 m runter!

Sonntag, 10. April 2022

Sonntagsbericht

Ich sags mal so, große Kinder sind toll, vor allem, wenn sie so selbstständig sind wie meine Tochter. Das macht - wenn man von den Nachpubertätsanfällen absieht - schon Spaß. Ich finde es toll, dass sie nun arbeitet und ihr die Arbeit riesigen Spaß macht. Super ist auch, dass sie sich Reisen organisiert, wenn es auch erstmal nur Kurzreisen nach Garmisch sind. Aber irgendwie habe ich mir das trotzdem alles anders vorgestellt.

Okay, manches ist darin geschuldet, dass die Winterreifen am Auto so Stress gemacht haben, sie noch nicht so richtig alleine fahren und ich ihr auch aufgrund meiner Beifahrererlebnisse, das Auto noch nicht alleine überlassen wollte. 

Und somit durfte ich sie dann mal wieder Nachts auf einer Fete mitten im Nirgendwo abholen. Dieses Wachhalten bis ich los fahren kann, macht mich fertig. Danach kann ich dann nicht sofort einschlafen und am nächsten Tag fühle ich mich wie nach einem Kater. Ich bin halt alt und brauche meinen festen geregelten Tagesrhytmus. ;-) Super war dann auch, dass zurück der Reifendruckalarm los ging und ich am nächsten Morgen gesehen habe wie platt der Reifen diesmal ist. So wollte ich auf keinen Fall nochmal fahren. Aber da war ja die Tochter, die schon um 9.30 Uhr zum Arbeiten antreten sollte und natürlich fuhr um diese Zeit kein Bus! Naja, zum Glück haben wir die Oma - ich wüsste gar nicht, wie wir das sonst im Moment machen würden. Die sprang ein und ich kümmerte mich um die Reifen. Und als ich sie dann gegen 17 Uhr wieder abholen durfte, begann es übelst an zu schneien. Jetzt waren aber die Sommerreifen drauf, weil der Reifen eben so platt war, dass mein Schraubernachbar und ich entschieden, heute werden die Reifen gewechselt. Murphys Law halt!

Auch schön ist, dass das Töchterchen zwar die Reise geplant hat, aber vergessen hat, wie sie an einem Montag Morgen - noch fast mitten in der Nacht - zum Hauptbahnhof kommt. Nun sind ihre Verbindungen so blöd - und natürlich fährt kein Bus um diese Uhrzeit - dass ich das auch nicht wirklich mit meinen Arbeitszeiten regeln kann. Um 6.30 Uhr auf der Arbeit ist mir dann definitiv zu früh. Fahre ich nochmal heim, bin ich um 6.30 Uhr zu Hause und darf um 7 Uhr wieder los. Das ist doch sch....! Ich wage es gar nicht auszusprechen, aber wahrscheinlich spannt sie die Oma wieder ein. *grmpf*

Gar nicht dran denken darf ich daran, dass sie vor 6 Uhr am Hauptbahnhof rumlungert und ich hoffe auf viele Pendler, damit sie dort nicht so alleine rumsteht. Marburg ist eben auch schon lange nicht mehr das, was es mal war.

Also, was ich damit sagen will ist, dass sie zwar groß sind, aber dich doch alle Nase lang für irgendwas brauchen und man mehr zu Hause auf Abruf rumsitzt wie früher - zumindest wenn man auf dem Dorf ohne Busverbindungen wohnt. Früher gab es feste Termine mit festen Zeiten. Jetzt muss man flexibel sein und meist weiß man 1 Stunde vorher noch nicht, wann man losfahren darf. 

Aber gut, jetzt hat das Auto sichere Reifen und wir müssen das Alleine fahren mal angehen, wenn sie von Garmisch wieder kommt. 

Themawechsel!

Nach dem Stress mit den Winterreifen ist vor dem Stress mit dem Marder! Ich bekomme die Krise! Ja, Marder, die gerne in meinem Motorraum kuscheln hatte ich schon immer. Man sieht das an niedlichen Abdrücken von Pfötchen im Staub. Aber bisher haben mich alle heimischen Marder verschont. Kuscheln ja - Beisssen nein! Der jetzige Marder sieht das anders, der wollte mal testen wie Kabel schmecken. Und so hat er ein wenig drauf herum genagt. Dabei ist noch nix kaputt, aber ich soll beobachten, ob das Auto Probleme macht. Ach wie schön, zuerst die Reifen, jetzt die Zündung. Immerhin zahlt das die Versicherung - auch Folgeschäden, ich habe sofort nachgeguckt. Nachtrag: Auch beim Abziehen des Reifens, könnte der Nachbar keine Undichtigkeiten feststellen. Mysteriös!

Ausserdem war das Wetter so richtig doof und Kopfschmerzen hatte ich gestern auch. Nix kann man machen! Sogar die Hunderunden waren schwierig, weil man ja aufpassen muss, dass einem kein Geäst auf den Kopf fällt. 

Es läuft halt weiterhin nicht rund in diesem Jahr! 

Nun hoffe ich, dass der Sonntag netter verläuft, dass es das Kind morgen früh irgendwie zum Bahnhof schafft und gut in Garmisch ankommt. Und der Marder mein Auto verschont - ich hab jetzt so ein Ding unters Auto gelegt, die sollen zwar nicht viel nützen, aber da mein Vormieter sowas hier rumfliegen hatte, kann ich es ja nehmen.

Und ich muss versuchen heute endlich mal zu joggen bevor der Wind los legt. Denn ich befürchte, dass ich die nächsten Tage nicht dazu komme. Ich muss ja alle Hunderunden gehen und dazwischen ist dann einfach keine Zeit mehr für Joggen. 

Noch 4 Tage arbeiten, dann habe ich auch mal Urlaub. 

Vom Handwerker habe ich natürlich noch nix gehört. Ich befürchte fast, dass ich auch nie wieder was von ihm höre. So lange kann ein Angebot ja nicht dauern für 2 Sachen. Naja, am Donnerstag rufe ich mal an und hake nach. 

Jetzt lasse ich euch noch ein paar Fotos da und mache mir einen zweiten Kaffee!