Freitag, 3. Januar 2025
Allein, allein...
Donnerstag, 2. Januar 2025
Auf ein Wort!
Wie jedes Jahr, folgt dann nun die Abrechnung des Jahres!
2024
Aus meinem Motto "schauen was passiert und das Beste draus machen" ist wohl eher ein "aushalten was passiert und verzweifelt zuschauen" geworden. Und leider muss ich mich revidieren, DIESES Jahr war nämlich das bisher schlimmste, das ich erleben musste. Physisch, Psychisch und finanziell. Sehr deutlich wurde mir gemacht "schlimmer geht immer" Und dabei hatte ich nicht einmal große Erwartungen an das Jahr.
Gestartet ist das Jahr zwar besser als das davor, aber schnell zeigt sich, dass es schon im Januar einige Herausforderungen für uns hat. Besonders Sophie macht uns große Sorgen und das wird sich auch fast über das ganze Jahr ziehen. Das Hauptthema in diesem Jahr.
Von Monat zu Monat steige ich immer weiter ins Tal ab, nur im April gibt es ein paar Lichtmomente, die aber schnell verblassen angesichts der Umstände. Ab Mai geht es auch körperlich bei mir bergab, Sophie baut eh immer rasanter ab. Psychisch komme ich schnell an mein Limit. Der September schockiert mit einer Hiobsbotschaft, der Oktober wird der schlimmste Monat meines bisherigen Lebens, der November beruhigt alles ein wenig und der Dezember ist dann der beste Monat in diesem wirklich besch.... Jahr 2024.
Über das Weltgeschehen berichte ich diesmal nicht, ich war so mit meiner eigenen kleinen Welt beschäftigt, dass ich wenig Kraft hatte für die ganzen doofen Nachrichten und Meldungen über das was in der großen Welt so schief läuft. Ich verzichtete zunehmend darauf Nachrichten zu konsumieren. Ein paar Sachen bekomme ich natürlich mit und keine davon ist schön!
Gesundheitlich war es für mich ein echt besch.... Jahr. Anfangs hat ja immer noch mal die Schulter gezwickt, dann bekomme ich eine Blasenentzündung, der Zeckenbiss macht Sorgen und der Supergau ist der Zufallsbefund im September bei der Gynäkologin. Ich verliere meine Gebärmutter und bin 4 Wochen krankgeschrieben. Zum Glück erhole ich mich schnell davon und der Befund gibt dann auch Entwarnung. Erkältet war ich nicht ein einziges Mal und Corona hatte ich in dem Jahr auch nicht. Zumindest nicht wissentlich.
Psychisch hat mich das Jahr sehr gebeutelt, teilweise haben sich echt Abgründe in mir aufgetan, die mich heute noch schockieren, wenn ich daran denke. Ich weiß, das war der kompletten Überforderung und Unzfriedenheit geschuldet, aber ich dachte nicht, dass ich zu solchen Gefühlen und Gedanken in dem Ausmaß fähig bin. Eine extrem erschreckende Erfahrung! Ausserdem habe ich immer neue Ängste entwickelt, die teilweise wirklich besorgniserregende Ausmaße angenommen haben.
Beruflich gab es Durststrecken, viel Langeweile, aber auch Phasen, in denen mehr los war. Dafür habe ich mich dort über andere Sache geärgert und über die ärgere ich mich auch am Ende des Jahres immer noch. Im Dezember dann noch der Supergau.....ich kann nicht aufstocken. Zumindest nicht in den nächsten Monaten und wenn überhaupt nur über Drittmittel.
Sportlich lief es sehr durchwachsen. Ich hatte neben der Pflege von Sophie viel zu wenig Zeit dafür, später gingen ja nicht mal mehr kurze Workouts zu Hause ohne Unterbrechungen. Ab der OP wurde ich dann ganz ausgebremst und somit endete das sportliche Jahr eigentlich schon am 28.10.! In den letzten 2 Wochen versuche ich noch mit Nordic Walking meine fehlenden Km für die Jogging-Jahreschallenge aufzufüllen und das gelingt mir tatsächlich auf den letzten Drücker.
Meine Bilanz:
Schritte bin ich tatsächlich mehr gegangen als im Jahr davor. Das lag sicherlich einmal daran, dass ich mich in 2023 die Schulter ausgebremst hat, das Töchterchen noch Hunderunden übernommen hat und ich dieses Jahr oft zig mal mit Sophie raus musste, weil sie ihre Geschäfte nicht erledigte. Auch im Haus selbst bin ich viel mehr hinter ihr hergelaufen, um sie zurück auf ihre Decke zu bringen.
Interessanterweise habe ich den VO2max auf den letzten Drücker noch hochbekommen. Damit hatte ich gar nicht mehr gerechnet.
Von meinen gesteckten Zielen habe ich leider nur das letzte erreicht. Beim Radeln war ich mir eh nicht sicher, ob das überhaupt drin ist, wie man sieht, nicht mal annähernd. Das mit dem Joggen fuchst mich allerdings, trotzdem bin ich ein bissi stolz auf mich, dass ich trotz der wirklich schwierigen Umstände immer drangeblieben bin. Mehr konnte ich aus dem Jahr einfach nicht rausholen.
Männertechnisch - achherjee - ich sags wie es ist, die einzigen Männerhände, die an mir waren, waren die vom Frisör, meines Chirurgs und die von den Tanzpartnern als ich im September einmal beim Salsatanzen war. Ansonsten gabs nix. Kein Flirt, keine Kandidaten, einfach, weil ich eben die meiste Zeit zu Hause verbracht habe. Also, reden wir nicht drüber. Auf ein Jahr mehr oder weniger als Dauersingle kommt es jetzt auch nicht mehr an.
Kommen wir zum Töchterchen. Meine Güte, die hatte wohl das Jahr ihres Lebens und bis auf die Sorgen, die man sich als Mutter halt immer so macht, hat sie mir wohl die größte Freude in diesem Jahr beschert. Ihre Entwicklung, ihr Werdegang sind unfassbar! Die Energie, die Zielstrebigkeit, der Kampfwille und die Lust auf das Leben ist inspirierend. Sie hat in diesem Jahr ihren Rettungssani gemacht, nebenher permanent gearbeitet, für den HamNat und den TMS gelernt, ist in Europa herumgereist, hat ein Studium in Mainz begonnen, ist zweimal umgezogen und hat sich letztendlich ihren Traum vom Medizinstudium erfüllt, neben dem sie auch noch feiern geht und einen Job in einer Bar erledigt Und das alles aus eigenem Antrieb! Mittlerweile ist sie auch in Hamburg angekommen, sie fühlt sich wohl, hat eine tolle Freundin gefunden und liebt das was sie tut - Medizin studieren ist ihre Erfüllung. Die tollste Zeit hatte sie - laut ihrer Aussage - im Spanienurlaub im März. Danach kam der Italienurlaub im September. Auch Portugal, der Mädelstripp in die Berge waren natürlich super, kommen aber wohl an Spanien nicht mal annähernd ran. Sie ist gereift und als sie auf Silvester vor mir stand, in Schale geworfen für die Party, ist mir nochmal deutlich bewusst geworden, was für eine wundervolle, hübsche und für ihr Alter sehr reife junge Dame sie ist. Ich bin mega stolz!
Das vorherrschende Gefühl in diesem Jahr - das war eher ein Mix:
Angst, Sorgen, Frust, Wut, Trauer, Enttäuschung, Müdigkeit, Verzweiflung, Panik!
Die einschneidensten Erlebnisse waren für mich:
Sophie auf ihrer letzten Reise begleiten zu müssen / zu dürfen. So schwierig der Weg dorthin war, so dankbar bin ich, dass ich sie begleiten durfte, sie in meinen Armen halten konnte, ihr dabei die Sicherheit geben zu können, dass sie loslassen darf vom Leben, von ihrem Leiden. Und ich bin dankbar, dass ich dann doch den richtigen Zeitpunkt erwischt habe und somit das Ganze auch etwas Tröstliches hatte.
Der Auszug vom Töchterchen, der mich dann doch härter getroffen hat, als ich es jemals für möglich gehalten hatte. Die ersten Wochen waren schlimm, sehr schlimm. Dann habe ich mich nach und nach daran gewöhnt, trotzdem war es erneut schwer für mich, als sie ihre Reise nach Hamburg angetreten hat. Hamburg ist halt nochmal weiter weg und das Medizinstudium lässt noch weniger Zeit für Besuche zu Hause. Das Empty Nest Syndrom hatte mich also gut im Griff!
Meine Hysterektomie, auf diese Erfahrung hätte ich gerne verzichtet, aber ich bin dankbar, dass der Heilungsprozess dann doch schnell und gut verlaufen ist.
Die schönste Zeit im Jahr? Ganz klar der Dezember, auch wenn Sophie natürlich sehr fehlt. Meine Highlights waren - da muss ich echt gut überlegen - das Ballett Anfang des Jahres, die Salsa-Party im September, Swinging Christmas und dass ich nach der OP wieder aufgewacht bin. Getoppt wurde das alles davon, als ich endlich den Histobefund hatte! Ab da ging es wirklich erstmal nur noch aufwärts!
2024 - du warst eine echte Bitch! Ich trauere dir keine Träne nach!
2025
Ich traue mich gar nix zu schreiben, was ich mir von dem neuen Jahr wünsche oder erhoffe. Denn ich habe meine Lektion gelernt, von wegen "schlimmer geht immer". Vielleicht hängt sich dieses Jahr direkt an meine Negativserie - vielleicht wird diese Serie aber auch durchbrochen. Wer weiß das schon.
Natürlich steht ganz oben mein Wunsch nach Gesundheit für mich, meine Lieben und meinem Umfeld. Wenn man gesund ist, rockt man die Herausforderungen des Lebens einfach besser. Weltfrieden und Co. kommt natürlich auch auf die Liste, wobei es doch eher wahrscheinlich ist, dass alles noch blöder wird.
Ich selbst, stehe ja direkt an der Schwelle einer neuen Lebensphase. Ich muss erstmal die Orientierung finden, mich selbst wieder entdecken und meine Bedürfnisse einordnen. Was will ich, wo will ich hin und wie will ich sein? Ob ich am Ende des Jahres schlauer bin? Schauen wir mal!
Ein paar Ziele habe ich mir natürlich auch gesteckt. Ich muss natürlich unbedingt eine Lösung für mein finanzielles Problem finden. Dazu kommt, dass mich jetzt ohne Hund und ohne Tochter, ein Teilzeitjob nicht mehr ausfüllt. Das ist auf Dauer zu viel Freizeit, die ich natürlich ohne Kohle auch nicht wirklich sinnvoll ausfüllen kann. Ich möchte einmal nach Hamburg fahren, um das Töchterchen zu besuchen. Im Moment angepeilt ist der Mai dafür. Ich werde die viele Freizeit in den ersten Monaten des Jahres dafür nutzen, mich fit zu machen, spontan Dinge mit meinen Freundinnen zu unternehmen, wieder Ausgehen und die Renovierung von Wohnzimmer und Flur stehen ja auch noch an.
Ausser Hamburg wird sehr wahrscheinlich kein weiterer Urlaub anstehen. Das ist finanziell nicht drin, es sei denn, die Stundenaufstockung kommt früher als erwartet.
Und ich möchte dieses Jahr, wenigstens einen solchen Kuss erleben, wie im Netflix Film "Nobody Wants this". *lach* Mehr brauch ich gar nicht, einfach nur einmal so einen Kuss, das reicht mir schon. Wahrscheinlich das unrealistischste Ziel für dieses Jahr, aber ein paar Träume braucht man halt. ;-)
Also, liebes 2025 sei etwas gnädiger mit mir als deine Vorgänger!
Auf ein Motto verzichte ich dieses Mal ganz bewusst! Und Foto habe ich auch keins!
In diesem Sinne "Auf ein Neues!"
Euch allen ein frohes Neues Jahr, möge alles, was ihr euch wünscht, in Erfüllung gehen!
Mittwoch, 1. Januar 2025
Jahresrückblick - Dezember 2024
Der Dezember ist gestartet, ich öffne das erste Türchen, die Wohnung ist weihnachtlich geschmückt, aber Weihnachtsstimmung wird bis zum Schluss nicht aufkommen. Keine Ahnung wieso. Meine Ex-SchwieMu kommt vorbei und bleibt eine Weile zum Quatschen. Irgendwas ist anders mit ihr, eine Wandlung, ich nehme es mal so hin, mir gefällt es so.
Die Ungewissheit, wie und ob das mit meiner Aufstockung auf der Arbeit klappt, nervt mich. Ich gehe auf ein Chorkonzert mit einer Freundin, die zweite Woche arbeiten steckt mein Post OP Körper schon viel besser weg, das Töchterchen hat die erste Prüfung in ihrem Medzinstudium und dann ist schon Nikolaustag. An dem Wochenende kommt das Töchterchen und wir haben eine tolle Zeit. Wir backen 4 Sorten Plätzchen, was ganz schön sportlich ist.
An den letzten 3 Tagen auf der Arbeit ärgere ich mich so richtig. Es wird erstmal keine Aufstockung geben, was mich mega frustriert, weil es dann wirklich schwer wird, meine finanziellen Probleme in den Griff zu bekommen. Naja, passt doch auch wieder zu diesem Jahr. Deswegen versuche ich das erstmal zu verdrängen. Ich kann es eh so schnell nicht ändern. Vorher trage ich noch alle Möglichkeiten zusammen und spreche mit den entsprechenden Personen.
Meine Weihnachtsshopping Tour steht an und ich werde einen tollen Tag haben an meinem ersten Urlaubstag. Mit Kaffeedate mit einer Freundin!
Sophie feiert ihren ersten Himmelsgeburtstag, sie wäre 15 Jahre alt geworden. Sie fehlt! Sehr!
Durch den Urlaub und weil so viel passiert, geht die Adventszeit sehr langsam vorüber, das ist schön. Langeweile habe ich gar nicht. Dem Töchterchen geht es auch gut, viel Stress halt mit der Lernerei und sie hat Sehnsucht nach hier.
Ich treffe mich oft mit Freundinnen, auch mit welchen, die ich schon länger nicht gesehen habe. Nur die verschollene Freundin meldet sich gar nicht.
Und wir gehen zu Swinging Christmas, wo wir wieder einen wundervollen Abend haben.
Am 19. sind alle Geschenke im Haus bis auf eines und viele schon verpackt. Ich habe einen Platz im Präventionskurs gebucht, ich starte mit einer kleinen Nordic Walking Challenge um die fehlenden Lauf-Km auszugleichen.
Ich mache eine Hosenbestellung und werde nur eine einzige behalten. Das erste Modul hat das Töchterchen bestanden!
Dann trudelt auch das Töchterchen schon ein und die Großkampftage vor Heiligabend beginnen und mit dem Töchterchen fahre ich noch auf den letzten Drücker auf einen kleinen Weihnachtsmarkt. Ich erlebe weiterhin tolle Begegnungen und komme auch langsam innerlich zur Ruhe. Im Gegensatz dazu steppt hier in der Bude nochmal der Bär. 7 Mädels bauen Lebkuchenhäuser, während ich mich in mein Schlafzimmer zurück ziehen muss. Und ich gerate beim Spaziergang in einen Schneesturm.
Es ist gerade alles gut so wie es ist. Mir geht es gut!
Und dann ist schon Heiligabend....wir haben wie immer einen wundervollen Abend, diesmal in neuer Konstellation. Auch die Tage zwischen den Jahren sind zwar ruhig, aber voller schöner Begegnungen. Und ich schaffe letztendlich auch meine Nordic Walking Challenge. Das Wetter ist kalt, aber die Landschaft sieht wunderschön aus. Auch ohne Sonne!
Den Silvester Abend verbringe ich ruhig und alleine, ohne Sophie diesmal, aber ich komme sehr gut rein und zeige diesem Jahr 2024 nochmal so richtig den Stinkefinger! Tschüss, du mieses Stück!



