....ich bin ehrlich gesagt etwas froh, dass ich am WE nix vorhabe und hoffentlich auch das Auto nicht habe, weil es endlich Winterreifen bekommt. D.h. ich muss ausser heute zum Einkaufen nicht mehr vor die Türe. Weil meine To-Do-Liste immer länger wird und ich es an den 4 Tagen Vollzeit nicht gebacken bekomme. Also, nicht, dass ich an diesen Tagen faul bin, aber ich muss mich halt entscheiden, habe ich soziale Kontakte, stricke ich an den Weihnachtsgeschenken weiter, mache Sport, bereite Essen fürs Büro vor oder arbeite ich meine restliche To-Do-Liste ab. Es geht einfach nicht alles. Ausserdem hing ich irgendwie ein bissi durch, schlecht geschlafen, neue Wechseljahreproblematik (ich vertrockne) und dafür habe ich dann doch sehr viel geschafft. Es fühlt sich für mich nur anders an.
Sonntag war ich in der Muckibude und bin anschliessend gejoggt. Ansonsten habe ich halt gestrickt, gechillt und stand gefühlt den ganzen Nachmittag in der Küche. Und ein Telefonat mit dem Töchterchen war auch drin.
Montag Abend war ich immer noch so schlappi ohne Grund, deswegen nur stricken und Sofa und natürlich meine kleine Abendrunde.
Dienstag war eigentlich der Dienstagsspaziergang mit der Dienstagsfreundin geplant, die hat mir aber abgesagt bzw. das Ganze auf Mittwoch geschoben. Deswegen habe ich das geplante Joggen vom Mittwoch einen Tag vorgezogen und als ich zurückkam, war es halt auch schon spät. Ich habe ein paar Adventskalendergeschenke verpackt, dann aber beschlossen, dass das alles viel zu wenig ist. Deswegen muss ich heute noch was nachkaufen.
Mittwoch dann der Dienstagsspaziergang mit der Freundin, fast im Dunkeln. Nächste Woche brauche ich definitiv für alles eine Stirnlampe. Die frische Batterie ist schon drin. :-) Danach musste ich noch kochen und anschliessend sank ich aufs Sofa, wo ich fleißig gestrickt habe.
Gestern das erste Mal direkt nach der Arbeit in die Muckibude und endlich scheint meine Schlappheit weg zu sein. Auf dem Rückweg habe ich mir noch den Schraubernachbar gekrallt und ihm "schlimme" Sachen angedroht, wenn ich nächste Woche nicht auf die Arbeit fahren kann, wenn es schneit und ich immer noch keine Winterreifen drauf habe. Er fand die "schlimmen" Sachen gar nicht schlimm, sondern eher lustig. Irgendwie nimmt der mich nicht ernst. *lach* Naja, er hat es mir wieder versprochen, das es am WE erledigt wird. Ich bin gespannt. Mich stresst das immer, dieses auf den allerletzten Drücker. Und ich als Superschisser, wenn es darum geht bei Glätte zu fahren, werde hysterisch, wenn ich das auch noch mit Sommerreifen machen soll. Neee, geht gar nicht. Zuhause dann nur noch gegessen und mit dem Strickzeug aufs Sofa geworfen.
Da die Wunschliste vom Töchterchen eingetrudelt ist und ich jetzt alles sortieren muss, damit ich es an alle anderen verteilen kann, weil die schon drängeln, wird meine To-Do-Liste gerade immer länger und länger.
Was das Ganze nicht besser macht ist, dass sich gerade herauskristallisiert, der neue Job ist nicht einfach nur ein neuer Job. Von wegen, vom Anspruch und der Aufgabe her, ist das eher ein Karrieresprung, allerdings ohne Gehaltsanpassung. Das wird für immer gleich bleiben, bin schon bis auf die normalen Aufstiege nach einer bestimmten Zeit, am Ende der Möglichkeiten. Aber wir werden etwas entwickeln, was es halt noch nicht wirklich in der Marburger Uni gibt. Was längst überfällig ist und bisher eben von Menschen einfach nebenher gemacht wurde, die weder Werkzeug dafür noch Anleitung haben. Die sich, genau wie ich halt so selbst durchgewurschelt haben, immer im Hinterkopf wie unstrukturiert und ohne wirkliche fundierte Basis zu haben. Wir haben gestern festgestellt, dass wir das gar nicht so schlecht gemacht haben ohne die entsprechende Ausbildung und es schon besser lief als vorher. Es sind viel mehr Gelder herausgeholt worden als jemals zuvor. Aber nun hat meine neue Chefin sich das Ziel gesetzt, dass wir das Werkzeug, die Grundlage für unser Zentrum so auf den Weg bringen, dass wir der Standard sein werden und wir anderen da weiterhelfen können. Das geht aber nur, wenn man weiß, was man tut und auch dahinter stehen kann. Benefit für mich, ich kann das alles auch für meinen Hauptjob nutzen.
Aber eigentlich hatte ich nicht vor Karriere zu machen. *lach* Ich wollte einfach nur einen passenden Nebenjob, der mich finanziell über die Runden bringt und bei dem ich mich auch wohl fühle. Naja, das schliesst das ja jetzt nicht aus, aber es wird halt herausfordernder als ich dachte und mir rauschte gestern der Kopf als ich nach ausnahmsweise mal 4 h da raus bin. Da muss ich jetzt wohl durch. Positiver Nebeneffekt....wenn das abgeschlossen ist, stehen meine Chancen sehr gut, dass ich nach 2 Jahren weiterbeschäftigt werde. Oder mit dem Know-How überall wieder was finde! Ausserdem fühle ich mich dort wohl. Das wird gut werden und ein bissi das Hirn anstrengen schadet ja irgendwie auch nicht.
So, viel mehr will ich heute nicht schreiben, weil ich ein straffes Programm habe und mein Papa ja heute wieder kommt. Bis dahin muss ich alles erledigt haben.
Ein paar Fotos lasse ich noch da und hoffe, dass ich nach dem WE meine To-Do-Liste komplett abgearbeitet habe und mein Auto Winterschuhe drauf hat. :-)