Sonntag, 4. Januar 2026
Der letzte freie Tag!
Freitag, 2. Januar 2026
Und sonst so?
Jetzt liegen die Feiertage hinter mir, irgendwie was das diesmal alles anders als sonst. Vom Gefühl her fühlte sich das alles nicht wirklich weihnachtlich oder nach Silvester an. Ich habe keine Ahnung warum. Wir haben ja nicht viel anders gemacht. Es war allerdings sehr viel mehr los zwischen den Jahren als sonst. Es kam mehr Besuch, wir waren mehr unterwegs und ich hatte das Gefühl, die Tage haben weniger Stunden als sonst. Normalerweise ist das ja eine Zeit, in der die Tage langsam vergehen, aber diesmal raste es an mir vorbei. Und ich sags wie es ist, ich bin eigentlich nicht bereit am Montag in den Alltag zu starten.
Pünktlich zum Alltag kommt ja blöderweise der Winter. Warum eigentlich immer Anfang Januar? Ist ja nicht das erste Mal. Dann, wenn alle wieder zur Arbeit müssen und die Straßen voll sind. Aber gut, ist halt so, Wetter macht ja, was es will.
Ich muss auf alle Fälle heute einkaufen und ich tue mich gerade schwer mit dem Einkaufszettel, weil ich ja jetzt wieder für eine Woche planen muss.
Ansonsten ist heute nicht mehr viel zu machen. Die Bude hatte ich ja Silvester saubergemacht, ein bissi aufräumen und Wäsche waschen, das wars.
Und ich habe ehrlicherweise vergessen, ob das Töchterchen heute oder erst morgen aus München kommt. Dafür bekomme ich bestimmt wieder einen Anschiss, weil ich nicht aufgepasst habe, deswegen frag ich mal lieber nicht. *lach*
Schnee schieben müsste ich auch, aber so lange das so stürmt und schneit, macht das wenig Sinn. Wahrscheinlich komme ich jetzt auch eh noch nicht an den Schneeschieber. Der steht bestimmt noch in der Garage von den Vermietern. Den brauchten wir ja in diesem Winter noch nicht.
Und ich habe mich entschieden, doch ein Fotobuch von Hamburg zu machen. Damit habe ich gestern auch schon angefangen. Sehr wahrscheinlich mache ich auch eins von Dahme. Mal schauen.
Naja, dann arbeite ich mal weiter an meinem Einkaufszettel und hoffe, dass ich irgendwie später mit dem Auto bis zum Supermarkt komme, es ist wohl ziemlich glatt auf den Straßen.
Aber vorher trinke ich in Ruhe meine zweite Tasse Kaffee! :-)
Donnerstag, 1. Januar 2026
Auf ein Wort!
Wie jedes Jahr, folgt dann nun die Abrechnung des Jahres!
2025
Für 2025 hatte ich ja kein Motto, nur einen Wunsch, dass es bitte gnädiger zu mir ist als die beiden Vorgänger. Und was soll ich sagen - Das war es tatsächlich. Es war rückblickend eines meiner besten Jahre und ich bin sehr dankbar dafür!
Ich rutsche sehr sanft und ruhig ins Jahr 2025, das erste Mal komplett alleine. Keine Sophie sitzt zum Feuerwerk draußen an meiner Seite. Aber es geht mir trotz Trauer und OP-Nachwirkungen gut.
Der Januar und der Februar stehen unter dem Motto "Körperlich wieder fit werden" und meine viele Freizeit zu füllen. Mein finanzielles Problem beschäftigt mich sehr, aber ich gebe mir bis März Schonfrist. Erstmal richtig fit werden, dann gehe ich das richtig an.
Von Monat zu Monat werde ich fitter, lebe mich in den neuen Alltag alleine ohne Sophie ein und fülle meine Freizeit mit vielen tollen Momenten und Begegnungen. Von Mai bis Ende Juli wird die großartigste Zeit seit Langem. Ich bin körperlich fit, genieße das Leben, hole viele Dinge nach, verlasse meine Komfortzone sehr oft, mache Dinge zum ersten Mal oder seit Langem endlich mal wieder, ich tanze, lache, singe, feier das Leben. Und bin richtig glücklich. "Das Leben ist schön"!
Ab August zeigt die Kurve dann wieder etwas nach unten, der September ist einer der schlechteren Monate bevor ich im Oktober in ein neues Leben starte, in einen neuen für mich herausfordernden Alltag. Aber ich habe es immerhin gut getroffen mit dem Zweitjob und auch mein Konto dankt es mir. Ein komplett neues Gefühl finanziell.
Aber die Umstellung ist hart und so fange ich ab November an durchzuhängen. Ich versuche alles, was ich vorher so gerne gemacht habe, in die doch deutlich reduzierte Freizeit zu quetschen und es stresst mich. Ich vermisse Frischluft, Licht, Bewegung! Ich bin zu viel in Räumen und ich sitze zu viel rum. Auch wenn ich dagegensteuer, es schlaucht mich zunehmend.
Der Dezember wird sich dem September anschließen - aber das ist Jammern auf hohem Niveau! Es wird nichts daran ändern, dass das Jahr die Negativserie durchbrochen hat und ich habe es wirklich geschafft, das auch zu nutzen - für mich!
Vom Weltgeschehen habe ich mich so weit möglich abgewandt. Es ist beängstigens und ein echtes Trauerspiel. Manches macht einen wütend und ich blicke nicht wirklich positiv in die Zukunft. Die Gesellschaft verändert sich und das nicht zum Guten. Ich versuche es auszublenden - ich habe keinen Einfluss darauf und dosiere den Input so, dass ich es ertragen kann. Und kümmere mich um meine kleine Bubble, in der irgendwie noch alles in Ordnung ist.
Gesundheitlich war es auch ein gutes Jahr. Ich bin ja quasi im Tal gestartet und habe mich erfolgreich daraus gekämpft. Ich war zweimal erkältet, gleich zu Beginn des Jahres und zum Ende hin hatte ich Probleme mit dem Ohr. Ansonsten habe ich zwar mal geschwächelt, aber ich glaube, so fit wie im Sommer war ich lange nicht mehr. Fit und leistungsfähig. Aber zum Ende hin, taten sich neue Baustellen auf, nix Dramatisches, aber das eine oder andere will ich ärztlich abklären lassen.
Psychisch lief es im Großen und Ganzen auch besser als die Jahre davor. Von April bis August fühlte ich endlich wieder Leichtigkeit und Energie. Ich habe mir wenig Sorgen gemacht und hatte meine Ängste gut im Griff. Zum Ende hin läuft es dann aber etwas schlechter. Zu viele Sorgen, zu viele Ängste und zu viele blöde Gedanken. Aber alles zum Glück auf einem deutlich niedrigeren Niveau.
Beruflich würde ich mal sagen "Alles wird gut"! Ich brauchte nur ein Vorstellungsgespräch, um den Job angeboten zu bekommen, der perfekt zu meinem Hauptjob passt. Auch finanziell stimmt alles und so bin ich nun erstmal für 2 1/2 Jahre abgesichert. Besser konnte es gar nicht laufen. Trotzdem ist die Umstellung von Teilzeit auf 32 h mit zwei Arbeitgebern eine Herausforderung. Und bis zum Ende des Jahres, habe ich mich auch immer noch nicht wirklich daran gewöhnt.
Sportlich war das Jahr ein echter Kracher! Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich von ganz unten kam durch die OP. Es war Anfangs ein steiniger Weg, aber ich habe mich durchgebissen. Zum Ende des Jahres hin, ging es leider wieder leicht bergab, aber kein Vergleich zu den Jahren davor. Ich würde sagen, ich bin für mein Alter und meinen Möglichkeiten topfit! Und ich habe mein Laufziel sogar deutlich überschritten. Ich bin ca. 150 km weiter gelaufen. Beeindruckend für mich - ich bin in diesem Jahr mehr als 8 Marathons gelaufen, wenn man die Distanz zusammenrechnet. Im November startete ich im Gym, was noch etwas schleppend läuft, aber ich bleibe dran.
Meine Bilanz:
Von meinen gesteckten Zielen habe ich beim Joggen mehr erreicht als ich je gedacht habe. Allerdings habe ich unterschiedliche Zahlen. Garmin sagt, ich habe sogar mehr als 350 km geschafft, die Lauf-App war bei 344 und mein Ziel selbst zählte die App den letzten Lauf nicht mehr. Egal, ich bin stolz auf mich. Beim Radeln ist das alles noch ausbaufähig. Ich schaffe einmal 50 km am Stück, aber zu den vorgenommenen 500 km fehlen am Ende 190 km. Weniger als beim letzten Mal - immerhin.
Männertechnisch habe ich ein wenig krachen lassen. Ich habe gedatet und war sogar mal bereit, mich auf eine Beziehung einzulassen. Letztendlich rutsche ich aber dann doch wieder als Single ins Neue Jahr und das ist absolut in Ordnung für mich. Wie sagte meine Freundin vor Kurzem zu mir: "Ehrlich, du bist viel besser drauf, wenn du keinen Mann am Start hast!" Ich denke, das sagt alles. Und ja, zumindest die, die mir in 2025 begegnet sind, waren eher eine Belastung als eine Bereicherung. Dann lieber ohne!
Kommen wir zum Töchterchen. Ich kann sie leider nicht fragen, weil ich sie erst morgen abend sehen werde. Aber ich denke, es war für sie auch ein gutes, aufregendes und lehrreiches Jahr. Aber es gab auch Phasen, in denen sie nicht glücklich war. Die Unsicherheit am Anfang des Jahres wegen dem Wohnheimplatz, dann der Umzug, den sie ganz alleine stemmen musste. Die Einsamkeit in Hamburg und der Dreck im Wohnheim, sowie das Hamburger Wetter zehren an ihr. Trotzdem beißt sie sich durch und das zahlt sich am Ende aus. Am Ende des Jahres ist sie endlich in Hamburg angekommen, sie hat jetzt dort tolle Menschen um sich herum. Im Studium läuft es gut und sie schafft es sogar noch viele Stunden nebenher zu arbeiten. Mit diesem Geld kann sie sich wieder die eine oder andere Reise bezahlen oder einfach mal öfters nach Hause kommen. Sie ist weiter gereift! Ich bin mega stolz auf meinen Lieblingsmenschen.
Das vorherrschende Gefühl in diesem Jahr -
Lebensfreude
Die einschneidensten Erlebnisse waren für mich:
Meine finanzielle Situation, die hat mich schon echt belastet, aber am Ende ist das ja zum Glück erstmal kein Thema mehr.
Die schönste Zeit im Jahr? Ganz klar meine Reise nach Hamburg, die Abende auf dem Schiffenberg und die Zeit an der Ostsee.
Und meine Kusschallenge habe ich auch erfüllen können. :-)
2025 - du warst echt gut zu mir!
2026
Es wäre toll, wenn sich 2026 ein Beispiel an 2025 nehmen würde. Und vor allem wünsche ich mir, dass ich und meine Lieben gesund bleiben. Gesundheit ist einfach das Wichtigste ever. Wenn man körperlich und mental fit ist, dann rockt man Leben einfach leichter.
Weltfrieden und Co., ein Besinnen der Gesellschaft, ein besseres Miteinander, mehr Respekt und Toleranz und dass unsere Politiker endlich mal ihre A....backen zusammenkneifen und das tun, wofür sie bezahlt werden - das wäre toll! Mehr möchte ich dazu gar nicht schreiben. Ich habs eh nicht in der Hand.
Ich hoffe, dass ich mich noch besser an die Umstellung auf volle Tage gewöhne und nach der Arbeit, vor allem am Wochenende wieder mehr gebacken bekomme.
Ansonsten möchte ich leben, lachen, tanzen, reisen, singen, meine Zeit mit tollen Menschen verbringen, mutiger sein, Raus aus meiner Komfortzone gehen, neue Dinge erleben, mir weniger Sorgen machen, meine Ängste noch besser in den Griff bekommen. Ich will nichts mehr aufschieben, aber mir auch keinen Druck machen. Ich möchte ein Gleichgewicht herstellen zwischen Action und Entspannung!
Ich plane die eine oder andere Reise und natürlich habe ich auch wieder meine sportlichen Ziele. Ob das dann alles so klappt, sehen wir in einem Jahr.
Also 2026, gib dir Mühe, du willst doch nicht schlechter dastehen als 2025. ;-)
Ein Motto? Hm, vielleicht "Das Leben ist zu kurz für irgendwann!" Natürlich hat man nicht immer alles selbst in der Hand, aber ich möchte, wie in 2025 meine Möglichkeiten, je nach Lebensumständen, voll ausschöpfen.
In diesem Sinne "Auf ein Neues!"
Als Foto habe ich mir mein Lieblingsfoto aus 2025 herausgesucht. Das Gefühl, das ich dort an dieser Stelle hatte, möchte ich noch öfters fühlen in 2026.
Euch allen ein frohes Neues Jahr, möge alles, was ihr euch wünscht, in Erfüllung gehen!
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