Freitag, 5. Juni 2026

Hamburg 2026 - Teil 4 - Blankenese

Hamburg - Tag 2 - 23.05.2026

Ich schlafe wie beim letzten Mal sehr gut im Hotelbett, aber bin viel zu früh wach. Mit dem Töchterchen will ich mich erst gegen 11 Uhr treffen und Frühstück gibt es ab 7 Uhr. Ich versuche erstmal weiterzudösen, was aber nur so semi gut klappt. 

Kurz nach 7 Uhr gebe ich auf und gehe zum Frühstück. Dort ist es voller als letztes Jahr, aber das Hotel ist ja auch ausgebucht. Wie schon letztes Jahr ist das Früstücksbuffet für mich absolut ausreichend und mega lecker. Irgendwann setzt sich ein Pärchen an den Nebentisch und wir kommen ins Gespräch. Auch wenn man alleine unterwegs ist, heißt es nicht, dass man immer alleine sein muss. So ging das Frühstück schnell rum und dauerte auch länger als gedacht mit Unterhaltung. Ich dusche noch und warte auf ein Lebenszeichen vom Töchterchen. Es wird dann aber doch etwas später bis sie es schafft nach einer durchfeierten Nacht zum Hotel zu kommen. Ich sitze an der Bushaltestelle und warte auf den Bus in dem sie sitzt, damit ich zusteigen kann und es ist jetzt schon mega warm. Ich bin null augerüstet für so ein Wetter und hoffe, dass wenigstens der vorhergesagte Wind etwas Abkühlung bringt. 26 Grad, leicht bewölkt und Wind, so sagt die Wetter-App!


Wir wollen heute nach Blankenese und uns das Treppenviertel anschauen. Eine S-Bahn fährt direkt hin, aber es dauert ein paar Minuten. Noch ist nicht so viel los, aber in der S-Bahn stinkt es übel. 

In Blankenese angekommen, laufen wir Richtung Marktplatz und dann weiter zum Treppenviertel. 

Blankenese ist ein ehemaliges Fischerdorf, das in 1301 das erste Mal urkundlich erwähnt wird und gehörte wohl damals irgendeinem Ritter. Es gab vorher schon eine Burg auf dem Süllberg und eine Probstei. Die Burg wurde von den Nordalbier zerstört, aber wieder aufgebaut, diesmal eine gräfliche. Sie wurde zur Sicherung der Fährverbindung gebraucht. Aber die Hamburger störten sich daran, so musste sie in 1262 wieder abgerissen werden.

Ursprünglich wohnten hier im schmucken Hangdorf dann Kapitäne und Lotsen. Sie verbrachten hier ihren Lebensabend. Später entwickelte es sich immer mehr zum Villenviertel.

Von Januar 1946 bis 1948 befand sich das Warburg Children Health House für jüdische Waisenkinder, die den Holocaust überlebt haben. 

Wir hatten sofort das Gefühl, wir sind eher auf einer griechischen Insel oder irgendwo in Italien unterwegs. Das Wetter verstärkte das Gefühl natürlich noch. 




Das Treppenviertel, das ja unser eigentliches Ziel ist, ist ein Quartier innerhalb von Blankenese. Es gibt nur wenige befahrene Straßen, dafür aber 5000 Treppen. In Reiseführern wird das Treppenviertel als "mediteran" bezeichnet und genau das haben wir halt auch gefühlt. So schön es dort ist, wohnen wollten wir da nicht. Auch Postbote möchte ich dort nicht unbedingt sein. ;-) Der kam uns nämlich mit einem Wägelchen zum Ziehen entgegen. 




Leider war kein Rundweg zum Erkunden ausgewiesen, so liefen wir relativ planlos mal die Treppe hoch, die andere runter. Schön war es trotzdem und wir bekamen einen guten Einblick. 







An manchen Stellen waren die Ausblicke einfach nur fantastisch. 




Wir wollten unbedingt noch hoch auf den Süllberg, also weiter bei schweißtreibenden Temperaturen die Treppen hoch.














Eigentlich dachte ich, da oben gibt es dann einen Aussichtspunkt. Ich hatte so ein Foto auf einem Blog entdeckt, aber entweder haben wir das nicht gefunden oder es gibt keinen Zugang mehr dazu, weil Privatweg. Wir fanden nur viel Grün und Wald. 



Wunderschön dort, aber wir hatten jetzt keine Lust mehr. Zu warm! Ich zog mein wärmes T-Shirt aus und hatte zum Glück noch ein luftigeres drunter. Geholfen hat das nur bedingt. Wir wollten jetzt das Café suchen, das ein Geheimtipp ist, weil es so versteckt im Treppenviertel nicht jeder findet. Wir haben es sofort gefunden und den letzten freien Platz ergattert. :-)







Dort war es wirklich so schnuckelig und im Schatten auch sehr angenehm. Wir genossen unsere Getränke und ich meine Waffel bei einem grandiosen Ausblick. Und entschieden uns danach den Rückweg anzutreten und ich dachte, eine Bootsfahrt wäre doch lustig bei dem Wetter. Besser als in der S-Bahn zu sitzen....

....Fortsetzung folgt!


Donnerstag, 4. Juni 2026

Hamburg 2026 - Teil 3 - Vom Alsterpark bis zum Jungfernstieg

Hamburg - Tag 1 - 22.05.2026

Wir sind im Alsterpark angekommen und uns ist mittlerweile echt warm. Trotz Bewölkung und gar nicht mal sooo hohe Temperaturen schwitzen wir. Und wir haben ja noch ein Stück vor uns. Aber durch viel Gequatsche merken wir gar nicht, dass wir schon eine Weile unterwegs sind. Und der Alsterpark hat viel zu bieten. 



Die Rhododendren blühen hier noch so schön. In Marburg habe ich sie irgendwie wegen Wetter und keine Zeit verpasst. 



Auffällig sind die unfassbar vielen Graugänse. Überall Familien, die unseren Weg kreuzen und ich bin mir nicht sicher, ob das sooo toll ist. Die kacken ja alles voll. Später lese ich zufällig, dass es sogar noch schlimmer wird, wenn andere Graugänse dazukommen, die hier für die Mauser rasten. Es ist also schon ein Problem und manche Leute haben anscheinend auch immer noch nicht begriffen, dass man die Vögel nicht füttern sollte. Da es so viele sind, gibt es natürlich immer die Gefahr von Übertragungen der Vogelgrippe. Aber für uns war das jetzt alles kein Problem und die Jungen sind ja auch niedlich anzusehen. 



Unter einem Baum, direkt am Wasser machen wir eine kurze Pause auf einer Bank. Mittlerweile haben wir Durst, aber leider nix mehr dabei. Aber unser Ziel kommt uns ja näher. 





Kaum sind wir aus dem Park draußen, wird es voll und laut, die Großstadt mit ihren weniger angenehmen Seiten hat uns zurück. Aber es ist nicht mehr weit zum Jungfernstieg. Und diesen Platz kenne ich ja schon.




Wir suchen uns am Jungfernstieg erst einmal eine Toilette und etwas zu trinken. Danach sitzen wir am Rathaus - ich liebe es - und überlegen, ob und was wir heute noch machen. Wir sind nämlich beide echt platt und Töchterchen will heute auch noch feiern gehen. 



Da es schon später Nachmittag ist, wir noch eine Weile bis zum Hotel benötigen und ich mittlerweile auch eigentlich nur noch schlafen möchte, treten wir den Rückweg an. Wir kaufen noch ein paar Kleinigkeiten im Supermarkt ein und trennen uns dann am Hotel. Ich sinke auf mein Bett. :-) Der Tag war lang und anstrengend. Ich ruhe mich aus, lese und lade ein paar Fotos in meinen Status hoch. Es war ein wundervoller erster Tag in Hamburg. 


Gute Nacht Hamburg....Fortsetzung folgt!

Montag, 1. Juni 2026

Hamburg 2026 - Teil 2 - Immer an der Alster entlang

Hamburg - Tag 1 - 22.05.2026

Nach der Stärkung mit Kaffee und Keks, ging unser Weg weiter immer der Alster entlang. Ich bin immer wieder erstaunt wie grün Hamburg ist. Und wie ruhig manche Ecken sind. 





Die Alster ist 56 km lang und ein Nebenfluss der Elbe. Der wohl bekannteste Teil ist der Alstersee, der durch Anstauung des Flußes mit einem Damm in 1235. Er sollte als Mühlendeich dienen. 1616 und 1625 wurde der See dann in Aussen- und Binnenalster getrennt. 





Da hinten war unser Ziel, der Jungfernstieg. 




Fortsetzung folgt....