Donnerstag, 31. Dezember 2020

Jahresrückblick - Oktober 2020

Ich schiebe gleich noch einen Monat hinterher, bin eh schon im Verzug.


Wettertechnisch startet der Oktober nicht schön. Ich starte in den Urlaub und das Töchterchen einen Tag später in die Ferien. 

Netflix zieht wieder ein und wir verbringen ziemlich chillige Tage. Ich stricke sehr viel, schaue Serien, zocke mein Spiel und wir gehen lange Hunderunden. Das Wetter bleibt doof. Also starten wir ein Alternativprogramm. Wir brauchen eh noch Herbstklamotten und Schuhe. Aber alle anderen Menschen denken halt auch so und so ist es mächtig voll in der Stadt. 

Wir werden auf einen Geburtstag eingeladen und während ich noch überlege, wie ich meine Absage wegen der steigenden Coronazahlen formuliere, bekomme ich den Anruf, dass das Geburtstagskind samt Familie in die Quarantäne muss. Nun ist Corona auch in meinem Umfeld angekommen, aber es wird alles gut geht. Keiner hat sich angesteckt, es bleibt bei einer Person mit einem leichten Verlauf ohne Folgen.

Der goldene Oktober lässt auf sich warten, stattdessen Wind und Regen. Immerhin ist das Shoppen sehr erfolgreich und das Töchterchen nun stolze Besitzerin von echten Doc Martins mit dicken warmen Fell.

Ich stricke und stricke, gehe quasi in Massenproduktion, auch in Sachen Fotobuch und Jahresplaner komme ich gut voran. 

Unser Landkreis hat Inzidenz 35 (Anmerkung: davon können wir heute am 31.12. immer noch träumen).

Das Töchterchen malt sehr viel, während Sophie immer fauler wird.

Ich treffe mich mit der anderen Fußballmutti (ich muss mir echt mal langsam einen neuen Namen dafür einfallen lassen, denn ich bin ja jetzt keine mehr) zum Spaziergang und einem Wein auf Terrasse, dick eingemummelt in Decken.

Beim großen Schweden ergattern wir endlich eine tolle Baumspitze. Bisher hat uns ja nie eine gefallen, aber nun haben wir eine.

Ich vermelde mein Höchstgewicht - wenn ich das Schwangerschaftsgewicht mal weglasse. So geht das nicht weiter.

Beim Joggen geht es endlich wieder vorwärts - die App lobt mich wieder. ;-)

Der Landkreis überschreitet die 50, ich muss wieder arbeiten, die Ferien neigen sich dem Ende zu und so wie es aussieht, wird es in der Schule Maskenpflicht geben. Die Kraniche flüchten - würde ich auch gerne!

Inzidenz 75 und die Schule schweigt sich einen Tag vor Schulbeginn aus.

Ich muss das erste Mal kratzen und eine Schar Kraniche fliegt in die falsche Richtung. Ist schon wieder Frühling?

Wir starten das Halloweenshooting und schnitzen einen Kürbis, also das Töchterchen, nicht ich.

Inzidenz 125! Und die Schule läuft normal, nur Maskenpflicht wurde erlassen. Die Kids frieren sich den Hintern ab, wegen dem Dauergelüfte, die Stimmung wird schlechter. Das Kultusministerium tut so, als wäre alles supi.

Die angeblich verk.... Klausuren sind natürlich alle gut gelaufen. Nur mündlich tut sich das Töchterchen schwer, was auch ein wenig an der Klassenkonstellation liegt. Viele laute Jungs!

Die Uhren werden umgestellt und somit werden die Tage noch kürzer und dunkler.

Wer braucht schon Halloween, wenn die Inzidenz auf über 200 schießt?  Aber immerhin ist das Wetter mal ein paar Tage besser, wir machen viele Fotos und fahren mal wieder in den Botanischen Garten.

16 Schulklassen im Landkreis sitzen in Quarantäne - an uns wird dieser Kelch das ganze restliche Jahr zum Glück vorbeigehen. Das Kultusministerium macht.....rein gar nichts!


Jahresrückblick - September 2020


Im September gibt es endlich wieder Fotos, aber sehr, sehr wenige für so einen September. Wenn das Töchterchen nicht so auf Shootings drängeln würde, gäbe es wahrscheinlich noch viel weniger.

Eigentlich ist der Herbst für uns eine der schönsten Zeit. Aber dieses Jahr ist halt alles anders. Vieles, das wir sonst im Herbst machen, wird sehr wahrscheinlich nicht gehen und Fußball fällt für uns ja sowieso weg. Dafür kann aber erstmal Corona nix.

Also überlegen wir uns Alternativen. Ich habe für mich schnell ein paar Ideen. Ich möchte mal wieder stricken und vor allem will ich Socken stricken lernen. Ich suche mir Anleitungen, Inspirationen und bestelle auch gleich Wolle und die passenden Nadeln. Ausserdem bestelle ich mir ein externes DVD-Laufwerk und installiere mir eins meiner alten PC Spiele. 

Wir wollen ganz viel Herbstdeko selbst basteln, aber lasst mich spoilern - das wird nix. *lach*

Ich treffe mich mit der Freundin in Marburg und mal abgesehen von dem nicht coronatauglichen Verhalten in einer Pizzeria, wo wir aber nur draußen was trinken, war das ein wundervoller Abend. Es war so warm, dass wir noch lange draußen sitzen konnten.

Es beginnt meine erste offizielle Woche in dem neuen Arbeitsbereich. Immer wieder stellt sich mir die Frage bei Meetings und Besprechungen, wer soll das machen? Weil ich ja A nachmittags nicht arbeite, es B nicht in meiner Zeit zu schaffen ist und C ich keine Ausbildung dafür habe. Ein Zustand, der noch bis zum Ende des Jahres ignoriert werden wird. Mit den entsprechenden chaotischen Konsequenzen.

Die Tour de France startet und ich stricke wie ein Weltmeister.

Ich schaffe es 8,3 km am Stück zu joggen und damit hätte ich bei meiner schlechten Form so gar nicht gerechnet.

Meine andere Challenge 1000 km in einem Jahr beim Spazierengehen zu tracken, habe ich schon geschafft. Beim Joggen muss ich mich ranhalten.

Die Schule läuft so normal es unter Corona Bedingungen halt geht. Und das Töchterchen hat ordentlich Druck. Zum Größten Teil macht sie sich den natürlich selbst, aber ich habe auch das Gefühl, die Schule möchte so viel Stoff wie möglich durchziehen, weil niemand weiß, was noch passiert.

Die Zahlen steigen und steigen - ich ahne Schlimmes!

Das Töchterchen und ich jammern uns gegenseitig bei unseren vielen und langen Hunderunden die Ohren voll. Keiner kann es eigentlich mehr hören, aber wir schaffen es auch nicht, nicht zu jammern.

Der September will unbedingt ein November sein und wir zählen die Tage runter bis zu den Ferien und meinem Urlaub.

Wir werden mehrfach von Regenschauern erwischt, die überraschend auftauchen und uns klatschnass zurücklassen. Am Liebsten auf Hälfte der Hundestrecke, damit es so richtig schön unangenehm ist. 

Ich habe schon 3 Socken fertig - geht einfacher als gedacht. Ausserdem schrotte ich den Schal vom Töchterchen, den ich ihr mal gestrickt habe. Ich wasche ihn zu heiß und da es Filzwolle ist, kommt ein Surfbrett aus der Waschmaschine. Ich bestelle also neue Wolle, um es wieder gut zu machen.

Ich fühle mich erschöpft!


Mittwoch, 30. Dezember 2020

Jahresrückblick - August 2020

Der August ist der 2. Monat im Jahr mit nicht einem einzigen Foto! Unglaublich! Im Sommer fotografiere ich generell weniger, aber dass ich nicht ein einziges Foto mit der großen Kamera mache ist schon sehr ungewöhnlich.

Mein Arbeitsstart wird echt schlimm! Ich soll komplett vom Labor zu den Studien versetzt werden und ich versuche mich dagegen zu wehren mit fast allen Mittel, die ein Arbeitnehmer so hat. Letztendlich wird es mir nichts nützen, es sei denn, ich gehe die letzten beiden Schritte. Doch ich entscheide mich dagegen. Es beginnt eine üble Zeit, die mich echt belastet. 

Das Töchterchen landet wieder wohlbehalten zu Hause und steigt erstmal tief in die Nachurlaubsdepression ab. Die Corona Zahlen steigen stetig, uns schwant Übles. Zumal die Schule anscheinend normal starten soll.

Das Wetter passt sich uns an, es ist schwül, heiß und der Garten vertrocknet mal wieder.

Die Vermieter sind vereist, und wir können rein theoretisch den Pool benutzen, aber da ist irgendwas defekt und somit das Wasser echt arschkalt.

Das Töchterchen baut das Zelt auf, aber unseren Versuch darin zu schlafen, brechen wir ab. Zu laut, zu heiß, zu eng. Nur Sophie würde gerne dort drin schlafen. :-)

Wir ernten tonnenweise Tomaten aus unserem Naschgarten. Ausserdem dürfen wir uns im Vermietergarten bedienen, den ich ja nun zusätzlich zu meinem gieße. Die Ausbeute ist echt groß. Der Zeitaufwand für die Pflege leider auch.

Ich verbringe einen wirklich schönen Abend mit einer Fußballmutti auf Terrasse. 

Sport? Was ist das?

Ansonsten stellt sich Resignation und Perspektivlosigkeit ein. Wir wissen nichts! Nicht, wie es in der Schule weiter geht, was bei den weiter steigenden Zahlen beschlossen wird, wie ich die Arbeitssituation aushalten soll. Das Töchterchen und ich diskutieren bei unseren langen Hunderunden permanent, wie man es sich leichter machen kann.

Das Töchterchen bekommt den neuen Stundenplan und ist mittel entsetzt. Dafür ist die neue Klasse sehr viel besser und sie hat alle ihre Freundinnen in der Klasse. Den Klassenlehrer und auch einige andere Lehrer kennt sie noch nicht, da muss man abwarten.

Dann regnet es endlich auch einmal, ein Tropfen auf dem heißen Stein im Garten.

Auf der Arbeit jongliere ich mal so eben 3 Labore, gedankt wird es mir mit einer kurzen Entschuldigung vom Chef, aber schon ein paar Tage später haut er wieder ordentlich drauf. Es zermürbt mich.

Pünktlich zur ersten Geigenstunde fällt die Leihgeige auseinander. Das Wetter ist einfach nur eklig.

Ich merke auf der Arbeit, auf wen ich mich verlassen kann und bei wem ich in Zukunft sehr, sehr vorsichtig sein werde.

Ich werde für das Mannschaftsfoto für die neue Saison engagiert. Ausserdem werden Einzelfotos für den Paß gewünscht. Das macht mir riesigen Spaß und die Mädels machen sich prima vor der Kamera. Anschliessend gibt es noch Pizza und lange Gespräche. 

Auf der Arbeit bleibt es übel, es herrscht das absolute Chaos, weil nichts, aber auch rein gar nichts vernünftig durchdacht ist. 

Der August war echt schwierig und belastend!