Sonntag, 30. Mai 2021

Endlich Frühling

Eigentlich wollte ich gestern schon einen langen Post schreiben, aber wie das so ist, wenn es nach gefühlt 10 Monaten endlich mal besseres Wetter gibt und man den Frühling vor Augen hat. Man packt in diese Tage alles, was man bisher nicht machen konnte und zack sind die Tage rum.

Die Woche war voll, mit schönen Dingen, aber auch mit Abschied nehmen. 

Am Dienstag haben wir meine Oma beerdigt, es war eine schöne und angemessene Beerdigung. Natürlich corona konform, was uns alle ein wenig verloren zurück ließ am offenen Urnengrab. Normalerweise geht man dann ja hier zum Nachkaffee, aber das ging ja leider nicht. So standen wir auf dem Friedhof rum und sprachen mal mit dem einen oder dem anderen. Wir haben ja von dieser Seite her eine doch recht große Verwandtschaft und viele davon hat man schon ewig nicht gesehen, weil sie so weit weg wohnen. Die anderen, die näher sind, wegen Corona auch nicht mehr. Und ich bin gespannt, wie das weitergeht, weil nun das letzte Bindeglied - meine Oma, die von allen geliebt wurde - jetzt nicht mehr da ist. Wahrscheinlich wird das mit vielen einfach so im Sande verlaufen, bei manchen finde ich das sehr schade, bei anderen ist es tatsächlich nicht so wichtig. Aber es war schön, sie alle mal wenigstens kurz wiederzusehen.

Direkt im Anschluss bin ich noch schnell zu einem Hundebekannten gehuscht und habe ihm einen Geburtstagskuchen vorbeigebracht. Er ist nämlich an dem Tag 60 geworden. Natürlich stand ich dann dort auch eine Weile auf Terrasse zum Quatschen. 

Mittwoch kam erst mein Papa zur Hunderunde, später spontan meine Freundin, die an diesem Tag Geburtstag hatte und wegen einem Termin zu ihrer Mutter hochgefahren kam. Aufgrund des wirklich kalten Wetters, habe ich mich schnell getestet - sie war es ja schon wegen ihrer Mutter - und so saßen wir ausnahmsweise mal im warmen Wohnzimmer, um auf ihren Geburtstag anzustossen. Schön wars!

Und zack war schon Donnerstag! Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich an dem Tag gemacht habe.

Freitag beschäftigte ich mich mit Einkaufen, Bude sauber machen und die Wohnung auf Futterquellen für Ameisen abzusuchen. Denn wir hatten nach einem Jahr Pause mal wieder eine Ameisenstraße durch den Flur. Das festgeklebte Bonbonstück vor dem Teeniezimmer habe ich schnell ausgemacht und entsorgt, aber dann führte die Spur in die Küche und die Wand hoch. Also schaute ich dort auf dem Hängeschrank nach und tattaaaa, es war der Agavendicksaft, der ein wenig ausgelaufen war. Danach habe ich noch geputzt, um die Ameisenstraße zu durchbrechen und seitdem sieht es so aus, als hätte ich alles beseitigt, was die Viecher anlockt. Naja, gefühlt 100 Ameisenhaufen im Garten müssen sich ja ernähren. Und da es hier noch null Blattläuse gibt....!

Später muste ich den Rasen mähen - was für ein Murks - und schon mal mit Schrecken gesehen, was sonst alles im Garten gemacht werden muss. Nicht nur der Rasen ist gewachsen, sondern leider noch besser das Unkraut. *soifz*

Gegen Abend hat mir das Töchterchen eine wunderschöne neue Hunderunde gezeigt, die sie zufällig entdeckt hat. Und so ließen wir den Tag bei einem wirklich tollen Spaziergang ausklingen.

Gestern war ich erst joggen und habe trotz wehem Fuß endlich wieder die 8 km geknackt. Und heute tut der Fuß trotzdem nicht mehr weh als sonst. Das ist ein Fortschritt. Später habe ich gegrillt und im Garten gechillt, bis ich mich endlich dem Unkraut widmete. Da habe ich heute auch noch mal gut zu tun. 

Mit der letzten Hunderunde erhöhte ich meine Schritte von diesem Tag auf über 17000 - danach war ich aber echt bettreif.

Heute wagen wir ein Experiment. Aber dazu dann in einem späteren Post.

Ich weiß gar nicht, ob ich noch Fotos für euch habe, da muss ich erstmal schauen. Es gibt noch welche im Archiv vom April, aber eben noch nicht bearbeitet - da fehlte mir irgendwie die Muse.









Samstag, 22. Mai 2021

Ein paar Tage Frühling im Zauberwald

 







Ein paar Tage Frühling gab es ja mal im April, wenn auch selten nur windstill, deswegen gibt es auch kaum Fotos in meiner sonst fotoreichsten Zeit des Jahres. Und im Mai....ach...reden wir nicht darüber. Das Wetter erzeugt hier zunehmend Frust!

Immerhin habe ich in der letzten Woche einen Tag ohne Sturm gefunden, an dem ich mal joggen konnte. Ansonsten das übliche Bild hier, Wind, Regen, Gewitter, so gut wie keine Sonne! Irgendwann ist mir aufgefallen, dass die Wälder grün sind und das Gras schon sehr hoch steht. Trotzdem mickern die Tomaten im eigenen Garten vor sich hin. Zuerst sahen sie aus, als würden sie sich berappeln, aber es ist einfach immer noch zu kalt, zu windig und auch zu nass, obwohl sie geschützt stehen. Paprika und Kapstachelbeere sind da anscheinen robuster. Die Aubergine sieht ganz übel aus. 

Die Woche war so lala, es gab keine Katastrophen, aber auch keine Highlights. Einige meiner Kollegen sind jetzt zweimal geimpft, fast alle mit dem Impfstoffmix. Die meisten hatten kaum Nebenwirkungen, wenige leichte Probleme. Mal sehen, wie es denen von der letzten Woche erging. Letztendlich ist es eh wurscht, ich hab eh keine Alternative. 

Das Töchterchen hatte wieder Fahrstunde, aber nun eben fast 3 Wochen Wartezeit bis zur nächsten. Finde ich persönlich viel zu lange, wie soll sich da Fahrroutine einstellen? 6 Monate brauchen die meisten in Corona Zeiten für den Führerschein, heißt für uns, sie wird frühestens im Herbst fertig. 

Dann musste ich mal wieder feststellen, dass mein Bauchgefühl recht hatte und ein privat-dienstliches Projekt gestaltet sich genauso schwierig wie gedacht. Und ich habe eigentlich schon keine Lust mehr darauf, es durchzuziehen, aber drücken gilt nicht. Wieso wusste ich vorher schon, dass gerade die Person, die mir dieses Leckerli hingeworfen hat, nun von nichts mehr weiß und mich jetzt am ausgestreckten Arm verhungern lässt? Lebenserfahrung nennt man das. Oder aber....ich bin zu lange schon in dem Laden, um noch Illusionen zu haben. Ein anderes privat-dienstliches Projekt, dass wir sogar in erfahrene Hände ausgelagert haben, kommt auch nicht voran. Seit über 6 Monaten passiert rein gar nichts. Das ist umso ärgerlicher, weil wir ja dafür monatlich einen Beitrag bezahlen. Unsere 14tägige Anrufe bei den Verantwortlichen, um mal Druck zu  machen - erfolglos. Dabei geht es auch dort um etwas, was uns gesetzlich zusteht. Und da gibt es auch nichts mehr, was man vielleicht wie bei dem anderen Projekt noch irgendwie anders auslegen könnte. Das ist reine Verzögerungstaktik. Von beiden Seiten nehme ich mal an. Kein Wunder, warum so viele das gar nicht erst versuchen. Weder das eine noch das andere. Ich bin auch froh, wenn ich das wieder aus meinem Kopf bekomme, weil es einfach nur nervig ist. Und so unnötig!

Und nun liegt ein langes Wochenende vor uns mit einem Wetterbericht, der nichts Gutes verspricht. Die einzige nette bisher geplante Abwechslung ist der Hundespaziergang heute mit meiner Freundin. Den Rest des Pfingstwochenendes werde ich wohl mit unliebsamen Tätigkeiten verbringen. In der Hoffnung, alles abgearbeitet zu haben, wenn das Wetter endlich mal auf Schön umschlägt. Und Sport möchte ich machen....Indoor, zum Joggen ist es hier zu stürmisch, da komme ich ja nicht vorwärts! 

So, und nun werde ich mal ins Auto springen - ich hatte blöderweise vergessen, gestern das extra ins Auto geladene Paket bei der Post abzugeben und erst nach dem Einkauf zu Hause bemerkt. *soifz*


Samstag, 15. Mai 2021

Frühling 2021

So richtig wird das wohl nix mehr mit dem Frühling in 2021. Aber hey, immerhin ist es endlich mal etwas grün geworden. So quasi über Nacht. Leider hat es dieses Jahr unseren tollen Kirschbaum nicht geschafft. Die letzte Frostnacht kam zur falschen Zeit, danach rieselten die Blüten kurz vor der Blüte kaputt gefroren vom Baum. Ihr erinnert euch noch an letztes Jahr? Da sah das so aus:


Dieses Jahr also keine "Traum in Rosa"- Fotos. Dieses Jahr gibt es überhaupt kaum Fotos, aber das erwähnte ich ja bereits. 

Die Woche war natürlich überschattet von dem Tod meiner Oma und am Feiertag halfen wir meiner Mutter das Zimmer im Pflegeheim auszuräumen. Dabei wurden viele Erinnerungen an diese tolle Frau wach. Aber auch, wenn ich traurig bin und sie vermissen werde, ich bin froh, dass sie so friedlich gehen durfte. Ihre Zeit war mit fast 94 nun gekommen. Wenn man bedenkt, dass sie noch bis 91 in ihrem eigenen Zuhause wohnen konnte und sich fast komplett selbst versorgte und sie auch von schweren Krankheiten verschont blieb, dann darf man einfach dankbar sein. 

Die erste Woche Wechselunterricht Schule hat das Töchterchen erfolgreich hinter sich gebracht. Sie empfand das ganz schön anstrengend, es ist halt doch etwas anderes 11 Stunden in der Schule zu hocken. Aber ich finde, es tut ihr auch gut, endlich wieder mehr unter Leuten zu sein. 

Mittwoch hatte sie dann endlich wieder Fahrstunde, mitten im Marburger Verkehrschaos. Sogar die Fahrlehrerin meinte, so voll hätte sie die Stadt noch nie gesehen. Aber das Töchterchen hat es gut gemeistert. Die nächste Fahrstunde ist dann nächste Woche Donnerstag. 

Freitag waren wir auf der Führerscheinstelle zur Anmeldung und es ärgert schon, wenn das Kind angeblafft wird, man hätte es per Post einreichen sollen, obwohl ich vorher angerufen habe und mir gesagt wurde, es wäre egal! Pffff!

Mein Fuß wird langsam, ich hatte sogar schon meinen ersten Joggingversuch am Donnerstag und danach gab es keine Verschlimmerung. Sehr schön!

Ich hatte auch eine Premiere, mein erster Schnelltest und natürlich war ich negativ. :-)

Leider gab es dann für das Töchterchen einen Rückschlag in der Schule. Die Leistungskurslisten wurden übermittelt und obwohl einige aus ihrer Klasse die gleichen Fächerkombis gewählt hatten, landete sie als Einzige ihrer Klasse in der anderen Zeitleiste. In dem Mathe-Leistungskurs wo nur ehemalige Klassenkameraden waren, mit denen sie überhaupt nicht kann und sie nach 2 Jahren froh war, sie endlich los zu sein. Nun soll sie ausgerechnet in ihrem wichtigsten Leistungskurs ohne eine einzige Freundin zurück zu denen. Sie kämpft jetzt dafür, da raus zu kommen. Da zwei ihrer Klassenkameraden in genau ihren beiden Leistungkursen falsch sind (wegen der gleichen Zeitleiste), hat sie aber gute Chancen. Denn der eine muss in ihren Mathekurs und die andere in ihren Biokurs. Das geht stundentechnisch überhaupt nicht anders. Die erste Mail der Tutorin war ernüchternd, die zweite sieht schon besser aus. Sie ist nämlich wohl nicht die Einzige mit Beschwerden. Und da sie ja schon Kopfpartner zum Wechseln hat, müsste es doch gehen. Von den Lehrern her tut es sich nix. Ich wäre froh, wenn das geregelt ist, denn ich befürchte, dass schon die zwei Jahre bis zum Abitur unter optimaleren Bedingungen auch für mich anstrengend werden, weil sie ja dazu neigt, sich zu sehr unter Druck zu setzen. Wenn sie dann wieder unter der Mitschülerkonstellation leidet, werden das sehr lange 2 Jahre für alle. Und nein, es geht weder um Mobbing noch um reine Antipathie. Und ja, sie könnte das auch aushalten und durchstehen. Aber aus Gründen, wäre es für sie noch schwieriger ihre mündlichen Punkte zu bekommen, wie so schon und die sind nun mal wichtig, wenn man das studieren möchte, was sie vor hat. 

Die letzten Geigenstunden bevor sie aufhört, werden - falls Marburg unter 165 Inzidenz bleibt - teilweise im Präsenz gemacht, so kann sie sich auch nochmal persönlich von der Geigenlehrerin verabschieden. Mit den Sommerferien ist dann erstmal Schluss!

Mittlerweile sind wir schon 4 Tage unter 100 Inzidenz, sollte es so bleiben, wird dann bald Stufe 1 ausgerufen. Und ich könnte endlich mal zum Frisör ohne Test. :-)

Eine Nachbarin hat diese Woche nach ihrer Astra Impfung nun als zweite Dosis Biontec bekommen und recht gut vertragen. Nächste Woche starten einige Kolleginnen damit, ich bin gespannt. 

Und es wäre so unglaublich großartig, wenn wir in den Urlaub fahren könnten. Im Moment sieht es gut aus.

Und weil Grün die Farbe der Hoffnung ist, suche ich mal ein paar Fotos mit viel grün raus, die ich im April so gemacht habe.