Samstag, 27. August 2022

Mal was ganz anderes!

Ich bin ja eingefleischter Tour de France Fan, schon seit Jahren. Mittlerweile habe ich über die Jahre hinweg auch ein klein wenig Wissen über diesen Sport gesammelt. Das ergibt sich halt, wenn man im Sommer die Tour am Bildschirm verfolgt, soweit es die Zeit zulässt. Ja, ich weiß, der Sport ist nicht sauber - welcher Sport ist das heute noch - und trotzdem bin ich immer wieder beeindruckt, was die da leisten. Wie sie sich tagelang irgendwelche Berge hochquälen und es auch nach 190 km bei der Bergankunft am Tag X wirkt als wäre es eine Leichtigkeit mit dieser Geschwindigkeit die Berge hochzufliegen. Auch das Drumherum fasziniert mich, keine Ahnung wieso, aber so ist es halt. 

Nun hatte ich die Gelegenheit im Rahmen der diesjährigen Deutschlandtour mal live dabei sein, denn Marburg war Etappenziel! Und nicht nur das, die Strecke führte direkt über unseren Hausberg. Natürlich war klar, dass wir uns das anschauen und ich muss sagen, es war grandios. Sicherlich eins meiner Highlights in diesem Jahr. Ich war vollkommen geflasht und das Töchterchen amüsierte sich sehr über mich. *lach* Wir hatten sogar das Glück, dass wir das Feld gleich zweimal bewundern konnten, weil wir nach der Bergwertung am Hasenkopf nur schnell ein Stückchen weiter runterlaufen mussten, um dann auch noch den Bonussprint mitzuerleben. 

Und natürlich hatte ich die Kamera dabei. Wem das Thema zu langweilig ist, kann sich ja jetzt verabschieden. 

Im Übrigens war das Fahrerfeld prominent besetzt, das hat mich selbst überrascht. Und wer sich auskennt, wird auf einem der Fotos einen waschechten Tour de France und Giro Gewinner finden. Egan Bernal, der kurz vorher sein Comeback nach dem schweren Sturz mit schlimmen Verletzungen am Anfang des Jahres hatte. Aber auch Namen wie: Emanuel Buchmann, Nils Pollit, Caleb Ewan, Adam Yates, Romain Bardet, Bauke Mollema und Simon Geschke, sind Radfahrfans sicherlich bekannt. 



Wir hatten kurz vor der Bergwertung auf dem Hasenkopf Stellung bezogen und warteten auf das Fahrerfeld. 


Sophie wollte ja unbedingt mit zum "Spaziergang" und da es zu dem Zeitpunkt nicht ganz so sonnig und nicht mehr so heiß war, auch wenn sie auf dem Foto so tut, als würde sie den Hitzetod sterben. *lach* Ich glaube, zu dem Zeitpunkt bereute sie es schon mitgekommen zu sein. Rumsitzen und nix tun ist halt doof! ;-)




Und dann ging es los!
























Dann die Gruppe mit Bernal, der natürlich noch nicht die Form hat, die er vor dem schlimmen Sturz hatte.


Als das Feld durch war, sind wir mit vielen anderen Zuschauern ein Stück weitergelaufen, wo sie dann später ein zweites Mal über Ockershausen in die Marburger Innenstadt fahren müssen. Dort war der Bonussprint. 


An der Stelle standen wir in einer schattigen Kurve und so war es für meine Kamera zu dunkel. Da es ein Sprint war, schoß das Feld halt auch sehr schnell an uns vorbei. Zumindest die, die sich die Bonuspunkte holen wollten.





Danach sind wir nach Hause gelaufen und ich habe noch den ganzen Abend davon geschwärmt. :-) Natürlich haben wir uns noch die Live-Übertragung auf ZDF angesehen und uns zweimal gefunden. Allerdings erkennt man uns nur, wenn man auch weiß, wo wir stehen und was wir anhaben. *lach* 

Hach, war das schön! :-)

Freitag, 26. August 2022

Dahme 2022 - Tag 8 - Sportlich und Kinderanimation

31.07.2022

Nachtrag zu gestern: Auf dem Rückweg Abends trafen wir noch Olli, der mit seiner Familie an diesem Tag angereist sind. Er hatte seine Freunde dabei, die dieses Jahr mit ihnen Urlaub in Dahme machten. Die Freunde haben zwei stattliche irische Wolfshunde - eine überraschend zickige Dame und ein riesiger, lammfrommer Rüde. Die Dame knurrte Sophie erstmal an, aber der Rüde zeigte sich sehr erfreut. Allerdings war er Sophie eine Nummer zu groß. Sie kennt ja große Hunde und hat normalerweise null Angst vor ihnen, sie unterwirft sich da auch nicht, wenn es mal zum Gezicke kommt, aber dieses "Pony" war ihr sehr unheimlich. *lach* Nun weiter mit dem Tag 8:

Heute morgen startete ich meine Morgenrunde in der Sonne und es war sogar relativ warm bzw. schwül. Als ich vom Bäcker zurück kam schlief Mama doch tatsächlich noch, deswegen frühstückten wir sehr viel später als normal. Danach versuchte Mama sogar noch ein kleines Nickerchen zu machen. Diesmal war nicht die Matratze schuld, sondern Sophie, die sich mehrfach Nachts versuchte ein Loch in ihre Schlafdecke zu graben. 

Ich wollte einkaufen gehen, stand aber irgendwie vor verschlossenen Türen, also bin ich wieder zurück und holte meine Strandsachen, denn Mama war mit Sophie mittlerweile auch am Strand. Es war endlich mal sonnig und halbwegs windstill. Deswegen beschlossen wir recht schnell uns ein SuP-Board auszuleihen. Zuerst versuchte Mama ihr Glück! Sie schaffte es sogar mal kurz im Stehen, bevor sie ins Wasser plumpste. Das sah sehr lustig aus. Natürlich gibt es auch Fotos davon - aber Bikinifotos zeigen wir hier nicht, die sind nur für den privaten Gebrauch. ;-) Sophie war nicht einverstanden damit, was wir da so machten. Sie lief mir dauernd weg und stand irgendwie lost im Wasser rum, weil sie auf Mama aufpassen wollte. :-) Dann tauschten wir die Rollen und ich finde ja, dass das bei mir sehr viel eleganter aussah. Ich wurde nicht mal nass! ;-) Zum Schluss musste Sophie nochmal an den Strandkorb gefesselt werden, weil wir die letzten Minuten zu zweit paddeln wollten. Es war mächtig anstrengend, denn die Strömung trieb uns immer wieder an den Strand. Nach 1 h waren wir echt fertig. Aber es hat uns auch riesigen Spaß gemacht.


 Nachdem wir das Board zurück gebracht hatten, uns Sophie ausgeschimpft hat, kamen Katja und Familie an den Strand. Es gab die große Begrüßung und wir setzten uns eine Weile zu ihnen zum Quatschen. Sophie kuschelte sich an Katja, als würde sie von uns nie gestreichelt - so typisch. Als die Wolfshunde dazukamen - die die Attraktion am Hundestrand wurden - setzte sich Sophie weit weg und hielt den Sicherheitsabstand ein. Dafür kam Linchen zu mir, das sich mal wieder unbemerkt davongeschlichen hat, die ich erstmal durchknuddelte. 

Bald war dann auch schon Zeit zum Mittagessen, wo wir diesmal kurz auf einen freien Platz warten mussten. Mama bestellte sich die Ofenkartoffel mit Pute und ich - tataaaaa - Salat. Mama gönnte sich danach noch einen Cappu, auf den ich verzichten musste, da es keine lactosefreie Milch gab.


Ich machte mich nach dem Essen auf die Suche nach einer Alternative, musste dann aber doch bis zum Kaffeewagen laufen, wo ich erfuhr, dass die Hafermilch aus war. *grmpf* Dafür lächelte er mich sooo süß an. :-) Also gab es für mich heute keinen Kaffee - eine Tragödie!





Anschliessend spielten wir Volleyball und wir merkten da schon die schweren Arme vom Paddeln. Blöderweise waren wir mittlerweile so gut, dass die Ballwechsel immer länger dauerten und die Arme immer schwerer, aber unser Ehrgeiz halt so hoch, dass wir alles gaben. Irgendwann konnten wir nicht mehr und wechselten auf Frisbee um. Ebenfalls mit vollem Körpereinsatz. Sophie suchte sich in der Zwischenzeit neue Besitzer. Die Zwillingsmädchen vom Nachbarstrandkorb mogelten sich dann irgendwann mit dazu, was aber sehr lustig war. Sie waren echt süß die Beiden! 

Wir haben auch neue Strandkorbnachbarn mit denen wir uns länger unterhielten. Und dann war es mal Zeit für was Leckeres. Bei so viel Sport hatten wir uns das verdient. Ich holte uns einen Ipanema als um 16 Uhr die To-Go-Cocktailbar aufmachte.



Wir bespaßten noch etwas die Zwillinge und machten lustige Dinge mit Sophie.
















Irgendwann wurde es sehr trüb und wir gingen zurück. Kaum waren wir in der Ferienwohnung begann es zu regnen. Wir aßen zu Abend und mussten später zur letzten Hunderunde raus in den Regen, der aber überraschend warm war. Es wurde sogar eine lange Runde mit Seebrücke, obwohl Sophie gar keine Lust hatte an dem Abend. Wir merkten allerdings selbst, dass wir vom vielen Sport an diesem Tag ziemlich erschöpft waren. Wie sagte Mama dann: "Das hier ist kein Urlaub, sondern ein verdammtes Bootcamp für alte Frauen!"


Gelaufene Schritte: 21233, 15,5 km