Sonntag, 31. März 2024

Ostersamstag

Ostersamstag, was für ein Tag! Ich saß noch gemütlich bei meiner 2. Tasse Kaffee, die Brötchen schmorten schon im Backofen und dann stand plötzlich das Töchterchen vor mir mit der Nachricht, dass sie gerade eine Mail bekommen hat mit den Mietunterlagen für das Wohnheimzimmer. Wtf??? Damit haben wir ja überhaupt nicht mehr gerechnet. Vor allem nicht am Osterwochenende! Das war natürlich mein schönstes Geburtstagsgeschenk, macht das hier aber erstmal noch stressiger, denn wir waren gar nicht mehr darauf eingerichtet. Jetzt geht alles sehr viel schneller als gedacht! Eigentlich war der Plan, dass sie in Ruhe die Tage weiter ausmistet, am Dienstag zu einer Veranstaltung in Mainz fährt und dann wieder zurück kommt, Sachen entsorgt, Müll wegbringt und sich noch um ein paar Dinge kümmert. Tja, das wird jetzt nix mehr. Nun müssen wir heute und morgen packen, dann fährt sie Dienstag mit einem großen Koffer nach Mainz, ich karre ihr den Rest des Geraffels - wenn das überhaupt alles in mein Auto passt - Donnerstag runter und fahre Abends wieder zurück in mein "Empty Nest" mit ihrem kompletten Müll, 4 Säcken Altkleider, die noch für den Second Hand Laden sortiert werden müssen und habe nicht mal mehr den Kaffee Vollautomaten zum Trösten. Der ist nämlich ihr und der geht mit nach Mainz. *heul* Viel Zeit zum Entsorgen habe ich auch nicht, erstmal, weil ich Freitag wieder Großeinkauf mache und ab Montag arbeiten muss. Somit wird es sicherlich ewig dauern bis ich den Müll entsorgt, die Sachen weg gebracht habe und die zwei Zimmer für die Renovierung fertig präpariert habe. Da ja die Gartensaison in vollem Gange ist und der alte Hund von mir komplett alleine betreut wird - brauche ich sicherlich ewig bis hier alles wieder wohnlich wird. Aber gut, ich hab eh nix Besseres zu tun. 

Jetzt geht sie endgültig ihre eigene Wege und für uns beide bricht ein neuer Lebensabschnitt an. Der normale Lauf der Dinge und ich denke, ich komme damit auch ganz gut klar, aber so kurz vorher und weil das nun so kurzfristig kam, muss ich dann doch mal schlucken. Aber ich freue mich für sie und dass sie ein Zimmer hat, macht es ihr auf alle Fälle leichter. Auch wenn sie im ranzigstens Wohnheim von Mainz gelandet ist. *lach* Dafür ist die Lage prima! Ich drücke ihr noch die Daumen, dass sie zwei nette Mitbewohner hat, denn es ist eine 3er WG.

Ansonsten bin ich gestern vom Wetterbericht betrogen worden. Statt 21 Grad und 7 h Sonne, waren es hier feuchte und trübe 13 Grad und 0 Sonnenstunden. Irgendwie werden die Vorhersagen immer schlechter. Man kann sich darauf null verlassen.

So saß ich mit den Gästen, die so nach und nach kurz oder länger vorbeischauten doch in der Bude und mit meiner Freundin beendete ich den aufregenden Tag mit der Osterfolge vom Traumschiff. 

Mein Fasten ist beendet, aber gestern habe ich mich echt zurück gehalten. Allerdings bin ich auch wenige Schritte gelatscht. 

Sophie war dann Abends so verwirrt von diesem Tag, dass irgendwie gar nix mehr ging. Sie fand zu ihrer normalen Schlafzeit überhaupt keine Ruhe und tappelte permanent hin- und her. Erst als ich sie mir schnappte, zum Sofa trug und sie dort ablegte, schaffte sie es. Und wenn mich in Zukunft wieder jemand fragt, ob ich sie nicht mitnehmen kann in Urlaub, nach Mainz, zum Kaffee trinken in der Stadt, dann muss ich das eindeutig beneinen. Sie schafft ja nicht mal einen Tag jenseits ihrer Routine in der gewohnten Umgebung. Sie packt das einfach nicht mehr und es stresst sie. 

Eigentlich wollte ich heute ja joggen, aber die Zeitumstellung schallert mir wieder total rein. Ich verschieb das auf morgen oder übermorgen. Wir haben auch so genug zu tun! Und die Osterhasenkleinigkeiten kann ich auch nicht verstecken, weil es hier - oh Überraschung - regnet. Sonne ist ab 10 Uhr angesagt. Schauen wir mal, wie sehr der Wetterbericht heute daneben liegt. ;-)

So, ich genieße noch einen leckeren Kaffee aus dem Vollautomaten und Hunger habe ich auch schon. Und dann sehen wir, was uns dieser Tag so bringt. 


 

Freitag, 29. März 2024

Dies und Das aus dem verregneten Urlaub

So, ich bin ja im Urlaub angekommen, nach einer sehr ausgefüllten Arbeitswoche nicht ganz ohne Aufreger. Aber die waren einfach nur nervig und nichts worüber man schreiben müsste. Die Wetteraussichten für die nächste Woche und auch für heute sind ja grauenhaft. Immerhin werde ich es morgen, Stand heute, schön warm bekommen. Vielleicht wird auch der Ostersonntag noch nett, aber ich glaube das war es dann auch. Und bei Starkregen und Wind kann ich halt nicht mal joggen oder radeln. Oder Hornveilchen pflanzen. Naja, hilft ja nix, muss ich drinnen sporteln. Vielleicht geschieht ja noch ein Wunder und wir haben kurzfristig eine neue Beschäftigung - dazu später.

Heute ist mein letzter Tag fasten, wobei ich mir gestern schon mal ein alkoholfreies Radler nach dem Höllentrip "Einkaufen nach der Arbeit vor Ostern" gegönnt habe. Ansonsten bin ich aber tapfer geblieben. Ich hatte keinen Schummler und hatte fast jeden Tag auch mein Kaloriendefizit. Ich bin also sehr zufrieden. Natürlich werde ich mein Zielgewicht verpassen, Stand heute um 0,7 kg. Wahrscheinlich hätte ich noch mehr Ausdauersport machen müssen oder mehr Muskelaufbau, aber das war halt einfach nicht drin. Mehr als die Waage sagen eh die Umfangsmessungen und ich habe diesmal auch den Körperfettanteil vor und nachher genommen. Und ich habe einen Verlust von immerhin 4,5%. Das finde ich erstaunlich, weil ich ja deutlich weniger Sport als letztes Jahr beim Fasten gemacht habe. 5,2 kg sind  insgesamt weg.  Und bei den Umfängen von Brust, Taille, Bauch und Po verschwanden 4-8 cm. Und da fühle ich bzw. sehe ich auch sehr deutlich. Mir sagt das, auch mit fast 54 schafft man es, etwas für seinen Körper zu tun. Man braucht sicherlich mehr Disziplin und muss etwas mehr verzichten, aber es ist möglich. Sofern man eben keine sonstigen Erkrankungen oder körperliche Probleme hat. Mein Plan ist nun, meine Woche Urlaub einfach zu leben. Mir was zu gönnen und vor allem keine Kalorien mehr zu zählen. Ich bin mir sicher, dass mich das wie die letzten Jahre auch 2 kg Zuwachs kosten wird, aber ich brauche einfach mal eine Pause. Danach schau ich, wie es weitergeht. Mein Fazit fällt dieses Jahr genauso positiv aus, wie letztes Jahr und diesmal hatte ich erschwerte Bedingungen. 

Am Montag kam ja das Töchterchen nach Hause und brachte viel Redestoff mit. Zuerst einmal das Wichtigste, es gibt immer noch kein Zimmer in Mainz. Das Studentenwerk hatte Montag noch nicht einmal mit der Zimmervergabe begonnen. Unfassbar! Das Semester beginnt ja auch erst am 8.4. für die Erstis und eine Woche später für alle. Und normalerweise werden die Zimmer vom 1.4. an vermietet. Das wird in unserem Fall nix mehr. Auch das Versprechen, sie würden sich zumindest bezüglich des einen Zimmers, das sie sich selbst rausgesucht hat und auch schon mit der jetzigen Mieterin einig ist, bis gestern melden, haben sie natürlich nicht eingehalten. Somit wird das Töchterchen nächste Woche wieder vor der Tür des Studentenwerkes stehen. Sie will eh schon die eine oder andere Veranstaltung nächste Woche mitmachen und wird dann vor Ort sein. 

Und ja, ich lese mich erstaundlich entspannt, weil sie eine Notunterkunft hat. Denn sie hat sich mit ihrer Tante und ihrem Mann so gut verstanden, dass die ihr von sich aus angeboten haben, sie könne übergangsweise auf alle Fälle dort bleiben und im Worst Case auch das ganze Semester. Das ist natürlich nicht ihr Ziel, aber nimmt den Druck raus. Heißt aber für uns hier zu Hause, wir können nicht wirklich mit dem Packen anfangen. Wenn es blöd läuft, kann ich den Zimmerumzug nur unter erschwerten Bedingungen starten. 

Mit dem Ausmisten hat sie schon angefangen und so sieht es hier halt auch jetzt aus. Einiges können wir nicht einfach so entsorgen und da wir eine 4-Wöchentliche Restmüll Abholung haben, kann ich das nur nach und nach da reinwerfen. Ich weiß, so ist das im Umbruch, ich habs ja schon ein paar Mal durch. Nerven tut mich das trotzdem. Ich seh das Chaos ja jeden Tag! 

Ach und fast vergessen, die Prüfung hat sie natürlich bestanden. Sie ist nun staatlich geprüfte Rettungssanitäterin. Und wir sind mega froh, dass wir das nun abgehakt haben. Jetzt noch den blöden TMS, dann kehrt kurzzeitig etwas Ruhe ein. Wobei das Studium in Mainz wird sicherlich auch kein Spaziergang. ;-)

Im Übrigen bekam sie vom angeheirateten Onkel schon einen Job als studentische Hilfskraft angeboten in der Klinik. Und er wird ihr alle seine Medizinbücher vererben. Somit hat sie zwar kein Zimmer, aber doch einiges dazugewonnen. :-)

Es bleibt hier also weiterhin spannend.

Sophie hatte eine ausgesprochen gute Woche! Sie macht einen besseren Eindruck und wenn ich mich ganz nach ihrem Rhythmus richte, ist es auch viel einfacher mit ihr. Nur das Töchterchen bringt uns wieder etwas durcheinander. Dafür nimmt sie mir aber die eine oder andere Runde ab, dafür bin ich sehr dankbar. Bald habe ich das ja gar nicht mehr.

So, heute steht Kuchen backen für morgen an, Bude aufräumen und vielleicht raffe ich mich zum Joggen auf. Noch stürmt es nicht so schlimm. Aber nass werde ich auf alle Fälle. *grmpf*

Falls ich nichts mehr schreibe bis Sonntag! Frohe Ostertage!





Samstag, 23. März 2024

Blick in die Vergangenheit

Irgendwie überkam mich gestern das Gefühl, ich müsse mal die alten Fotobücher rauskramen und ein wenig darin in Erinnerung schwelgen. Ein Grund ist sicherlich die Aussicht darauf, dass ich irgendwann in baldiger Zukunft hier alleine sitze - das macht mir erstmal keine so große Angst, ob es dann doch ganz furchtbar wird, muss ich abwarten -, ein anderer Grund ist, dass ich einfach lesen wollte, was wir in den letzten 12 Jahren so erlebt haben. Da ich auch immer 3 Monate vom Jahr schriftlich zusammengefasst hatte, konnte ich auch sehen, was so los war mit allen Höhen und Tiefen. 

Und irgendwie war ich überrascht, wie viele schöne Momente wir hatten, wie viel wir unternommen, wie viele Menschen uns begleitet haben und wie eng wir waren - Töchterchen, Sophie und ich! Woher bitte, habe ich damals diese Energie aufgebracht neben Haus räumen, Scheidung, Wohnungssuche und den ganzen Terminen seitens Schule, Orchester, Fußball. Wie habe ich es geschafft, neben allen Hunderunden noch große Geburtstage auszurichten mit Mottokuchen und Deko? Wo ist dieses "Ich" hin? 

Ich bin bei den Fotobüchern bis 2017 gekommen, mal schauen, ob ich heute weiterlese. Aber ich frage mich, warum es dann so deutlich bergab ging? Im Prinzip hat mich die Corona-Zeit ja schon ausgesaugt, danach habe ich meine Motivation immer nur kurzfristig wieder getroffen. Schaue ich in meinem Freundeskreis so rum, scheint das allen Single Frauen in meinem Umfeld ähnlich zu gehen. Und nicht nur Single Frauen, auch diejenigen, die in vermeintlich stabilen Ehen leben, strahlen diese Müdigkeit aus. 

Liegt es an unserem Alter? Die Lebensphase? Dass sich die Welt verändert betrifft ja alle, die einen nehmen sich das mehr zu Herzen, die anderen weniger. Auch die Inflation trifft alle, manche - wie ich - fallen halt tiefer, andere kommen einfach von weiter oben. 

So wie jetzt, möchte ich nicht weitermachen - definitiv nicht! Aber egal, wie ich es drehe oder wende, ich komme nicht raus aus der Nummer zur Zeit und es ist auch nicht abzusehen, wann es besser wird. Ob es überhaupt besser wird. Anders vielleicht, aber besser? 

Was ich aus den Fotobüchern herauslese, dass ich mir in den harten Zeiten trotz allem Nischen gesucht habe bzw. sich Nischen ergeben haben, die mich glücklich machten. Ich habe mir Beschäftigungen im Rahmen der Gegebenheiten gesucht, die mich erfüllen. Das war wohl mein Rezept, um das zu überleben. Das versuche ich ja jetzt auch, aber werde halt sofort wieder ausgebremst. Nur ein ganz banales Beispiel - mein Umzug ins Kinderzimmer. Ich habe mich darauf gefreut, das anzugehen, sobald das Töchterchen in Mainz ist. Nun steht da aber ein dickes Fragezeichen dahinter. Zumindest was den Zeitpunkt betrifft.

Ausserdem bin ich durch Sophie extrem an das Zuhause sein festgetackert, viel Spielraum bleibt da nicht. Und die Zeitfenster für meinen Sport werden gefühlt jeden Tag kleiner. Gestern bin ich ungelogen 1 1/2 h mit ihr im Dunklen herumgeschlichen, damit sie endlich Pipi macht. Unfassbar! Und ja, sie musste, denn das letzte Mal hatte sie vor über 4 h gemacht. Warum sie im Garten nachts nix macht, weiß ich nicht. Also laufe ich die anderen Pinkelecken ab, das erste Mal ohne Erfolg, nach 15 min. Pause im Haus, bin ich nochmal los und auch da musste ich über 20 min. latschen, damit sie endlich macht. Danach waren wir beide durch und es brauchte ewig bis ich einschlafen konnte. Somit bin ich heute morgen totmüde, dabei wollte ich doch heute joggen. *heul* 

Dazu die permanenten Sorgen bezüglich Töchterchen, weil da ja nun auch immer alles auf den letzten Drücker passieren muss. Dann die ganzen Hindernisse, die sie oder wir vor die Füße geschmissen bekommen. Und sei es nur ein Bahnstreik, der alles noch komplizierter macht.Wie sagte eine Bekannte gestern zu mir "Du bist genauso wie ich ein Problemlöser. Du hast das Problem auf dem Tisch liegen und du willst es sofort lösen." Aber das sind keine Probleme, die ich zu lösen in der Hand habe. Ich bekomme sie hingeworfen und kann dann letztendlich doch nur zuschauen. 

Ich hoffe, dass morgen wenigstens die Sache mit dem Rettungssani von unserer Liste verschwindet. Auch wenn das ein weiteres Loch in mein Konto schlägt. 

Heute und morgen ist also Daumen drücken angesagt!

Ich werde mich jetzt erstmal für eine evtl. kleine Laufrunde nahrungstechnisch präparieren. Mal schauen, ob ich mich dann aufraffen kann. Ich muss ja nebenher auch noch 4x den Hund motivieren ihr Geschäft zu machen. *augenroll*