Sonntag, 30. August 2026

Schweden 2026 - Ein Abenteuer - Teil II

Schweden 2026

Tag 2, 18.08.26 - Örebro

Den Tag 2 muss ich aufteilen, sonst sprengen die Fotos den Rahmen hier. :-)

Die Nacht im Hüttchen war gut, aber wir haben beide trotzdem nicht viel geschlafen. Mein Ischias hat leider auch Probleme gemacht und so dauerte es eine Weile bis ich überhaupt schlafen konnte. Und Töchterchen hatte Probleme damit, dass sie mich vielleicht stört, wenn sie länger wach ist. Dabei habe ich davon gar nix mitbekommen, weil sie ja oben unterm Dach schlief. 

Während Tochter einen kleinen Morgenspaziergang machte, bin ich runter zum See. Welch Ruhe dort! Unfassbar! Soooo schön!



Und diese kleine Schweinerei möchte ich euch nicht vorenthalten. Die haben wir in der Küche gefunden, diese Ferkel. *lach*

Anschliessend habe ich gefrühstückt, dann wurde gepackt und die Bude sauber gemacht. Und weiter ging es auf unserem Roadtrip. Heute stand die längste Strecke an, über 300 km und wir haben lange überlegt, was wir in den Tag einbauen, um ihn nicht zu sehr zu überladen, aber auch nicht nur Strecke zu machen.

Der erste Stopp war in Örebro geplant. 

Örebro ist die sechstgrößte Stadt Schwedens. Sie liegt am See Hjälmaren und am Fluß Svartan. Und die Stadt hat ein Schloß aus dem 13. Jhd.. 1854 brannte die Stadt bis auf die Grundmauern ab. Und im Februar 2025 gab es hier einen schrecklichen Amoklauf im Bildungszentrum. 

Das Schloss liegt auf einer Insel in der Stadt. Wann es entstand weiß man nicht so genau und es hat eine bewegte Geschichte mit einigen wechselnden Besitzern.





Wir sind weitermarschiert zum Rathausplatz. Sowas scheint es in fast jeder schwedischen Stadt zu geben. Meist findet man dort auch mind. eine Statue und eine Kyrka (das schwedische Wort für Kirche).









Hier dann die Statue von irgendso einem Dude. :-)


Beim weiteren Recherchieren entdeckten wir, dass Örebro ein kleines Freiluftmuseum hat, das auch keinen Eintritt kostet. Dort sind wir noch hingelaufen durch einen wunderschönen Park und ich muss sagen, dieses feine Museum war eines meiner Highlights von Schweden. 

Wadköping


Es ist ähnlich aufgebaut, wie die große Variante Skansen in Stockholm. Man kann dort sehen, wie Stadt Örebro früher ausgesehen hat, bevor das Stadtzentrum modernisiert wurde. Die Häuser und Höfe standen nämlich im früheren Zentrum. Das Freiluftmuseum entstand 1965. Was mich am meisten beeindruckt hat, ist, dass man ganz viel über die Menschen, die in den Häusern und Höfen gewohnt hat, erfährt. Wer Interesse hat, tiefer in diese Geschichte einzutauchen, kann das hier unter dem Link tun:

https://extra.orebro.se/wadkoping/wadkopingshistoria.4.7bb58d5d154d257e2bcc695.html

Die Häuser sind fast alle aus dem  17. bis 19. Jdh.. 



















Wir haben dort sehr viel Zeit verbracht, weil es einfach unfassbar spannend war, über die Menschen zu lesen. Aber wir mussten ja irgendwann weiterfahren. Also, sind wir dort noch auf Toilette gegangen und dann ging es weiter mit dem Auto zu unserem nächsten Ziel....

Fortsetzung folgt!

Samstag, 29. August 2026

Schweden 2026 - Ein Abenteuer - Teil I

Schweden 2026

Tag 1, 17.08.2026 - Anreise, Sigtuna, Erikssund und ein Bad im See


Ich glaube, ich bin noch nie so fix und alle in den Urlaub gestartet! Mein Chauffeur kam pünktlich und die Fahrt nach Frankfurt verlief ohne Stau. Ich wurde noch netterweise bis zur Sicherheitskontrolle gebracht, so dass ich mich nicht mal zurechtfinden musste und dann ging es endlich los, das große Abenteuer. Ich hatte keine Ahnung, ob der Urlaub, so wie er geplant war, überhaupt was für mich ist. Vieles davon lag ja komplett ausserhalb meiner Komfortzone und vor dem Fliegen hatte ich auch großen Respekt. Nach 16 Jahren muss ich wieder in so einen Vogel rein. *grusel*


Und dann ging es endlich los!


Hej Schweden!


Sieht das nicht traumhaft aus von oben. Ich war so fasziniert, dass ich nicht mal darüber nachdachte, ob mir denn immer noch schlecht wird beim Sinkflug. Das Problem hatte ich nämlich seit wir mal nach Mallorca geflogen sind, so dass ich mich danach nur noch mit Reisetabletten traute. Diesmal hatte ich nur Reisekaugummis für den Notfall dabei und mir ist null übel geworden. Nicht mal ein flaues Gefühl! Das habe ich wohl hinter mir gelassen, zum Glück. 

Das Töchterchen erwartete mich schon in Stockholm und wir machten uns schnell auf den Weg zur Autovermietung. Dorthin gab es ein kostenloses Shuttle und dann durften wir uns in die Schlange stellen und keiner kapierte, dass wir erst eine Nummer ziehen mussten. *lach* Die vor uns nicht und die nach uns auch nicht. Wir haben sie dann immer informiert. 

Die Formalitäten bezüglich des Autos gingen zügig über die Bühne. Am Ende haben sie mir - glaube ich - 40 Euro mehr berechnet. Warum auch immer. Wahrscheinlich habe irgendwo nicht aufgepasst. Das nächste Mal schaue ich genauer hin und dann ist es auch egal, wie lange die Schlange ist hinter mir. Aber wegen 40 Euro mehr, mache ich jetzt kein Faß auf, das Auto war trotz Zweitfahrer und Jungfahrer günstig. 

Wir bekamen einen fast neuen Renault Clio und ehrlich, anfangs erschlug mich die ganze Technik und es dauerte bis ich mich an die Diskussionen mit dem Auto gewöhnte. Aber es war uns ein treuer und zuverlässiger Begleiter und fuhr sich auch sehr gut. 

Das Töchterchen lotste mich heraus aus Arlanda und wir fuhren ca. 20 min. zu unserem ersten Stopp. 

Sigtuna

Sigtuna ist die älteste Stadt Schwedens, sie enstand ca. 970 und hat das kleinste Rathaus Schwedens. Früher war die Stadt wichtigstes Handelszentrum und Schwedens erstes politisches sowie religiöses Machtzentrum, deshalt heißt es auch "Här börjar Sverige - Hier beginnt Schweden"




Das ist das kleinste Rathaus Schwedens - ist das nicht süß?









Es gibt hier auch ein Musem, das die Geschichte Sigtunas erzählt, aber wir waren zu spät dran und wir mussten ja auch noch unsere Unterkunft für heute erreichen.



Wir schlenderten weiter Richtung Mälaren, der See an dem Sigtuna liegt.





Und dann brauchten wir erstmal eine kleine Stärkung und ich aß meine erste Kanebullar. :-) So lecker!


Anschliessend mussten wir einkaufen, was uns erst einmal überforderte und deswegen etwas länger dauerte. Aber irgendwann ging unsere Fahrt weiter zu unserer ersten Unterkunft in Erikssund. Als wir dort ankamen, wurden wir von Micael freundlich und herzlich begrüßt. Er zeigte uns alles, auch den Weg zum See und zog sich dann zurück. Und wir waren einfach nur glücklich mit unserer Unterkunft. Es war ja das erste Mal für mich mit AirBNB und zumindest hier hatte ich einen Glücksgriff gemacht. 


Hier gab es wirklich nichts. Ein paar Häuschen, der See und die Natur. Genauso wie man sich Schweden eben vorstellt. 

Das Töchterchen verschwand sofort mit Badesachen Richtung See. Ich traute mich wegen dem Ischias nicht, ich wollte einfach nichts riskieren.





Und dann erlebten wir genau an diesem wundervollen Ort auch noch einen wundervollen Sonnenuntergang!









Danach haben wir nur noch gegessen und uns bettfertig gemacht. Der Abstand zum Alltag und zur Heimat war jetzt schon sooooo groß! Ein gelungener Start ins Abenteuer!

God Natt Schweden!

Fortsetzung folgt....