Freitag, 23. Oktober 2026

Schon wieder Wochenende

Nach einem Tag arbeiten, habe ich nun wieder Wochenende. Ich war ja ehrlich nur 4 Tage nicht da, aber es ist so viel aufgelaufen, man merkt, es geht in die letzten Monate des Jahres, sie fangen alle an zu drängeln. Und dass, obwohl genau sie selbst es waren oder sind, die alles verzögert haben. Ganz toll finde ich es, wenn man nach Wochen eine Rückmeldung zum Vertrag bekommt und in der Mail schon gedrängelt wird, dass wir das schnell prüfen. Währenddessen hängt aber auch noch das Budget seit Monaten wegen einem einzigen Posten noch beim Sponsor selbst. So langsam finde ich das schon mehr als Unverschämt. Das ist doch alles keine Einbahnstraße. 

Beim Zweitjob alles noch viel schlimmer, die Arbeit läuft ja seit Wochen auf, ich bin aber auf Antworten und Entscheidungen angewiesen, um weiter zu kommen. Und da hakt es mal wieder, wegen keine Zeit, Krank, keine Ahnung. Aber nicht nur auf unserer Seite, auch von der externen Seite immer wieder neue Probleme und niemand ist telefonisch zu erreichen.

Ich bin also leicht gefrustet nach Hause mit fast nix erledigt. Das ist unbefriedigend und ich merke daran, dass mein Nervenkostüm noch angegriffen ist. Vor ein paar Wochen hätte ich das einfach weggeatmet, heute geht der Puls noch hoch. Aber das wird schon wieder.

Blöder war, dass ich mich jetzt selbst gefangen habe und mich tatsächlich auf meinen Feierabend und das WE gefreut hatte, da werde ich privat von aussen in etwas reingezogen und bin doch ziemlich genervt vom Verhalten mancher Menschen. Ich muss echt aufpassen, dass ich da nicht zwischen die Fronten gerate. Zumal ich mittlerweile auch nicht mehr einschätzen kann, was Wahrheit, oder verzerrte Selbstwahrnehmung ist. Abgrenzung ist nun gefragt. Ist aber in der Situation nicht ganz einfach, ganz wegschauen kann ich nicht. Also nur soweit hinschauen, wie mir momentan noch gut tut. 

Immerhin habe ich es geschafft, das nicht komplett mit nach Hause in den Feierabend zu nehmen und hatte noch einen entspannten Abend auf dem Sofa. Vorher bin ich noch durch den Regen und den Wind mit meinen neuen Herbstwanderschuhen spazierengegangen. 

Die letzten 2-3 Wochen haben meinem Rücken nicht gut getan, ich merke total die Verspannung im unteren Rücken und der Hüfte. Noch ist es nicht so schlimm, aber ich muss aufpassen. Und diesmal kann ich mit Sicherheit sagen, es lag nicht an zu viel, es lag an zu wenig Sport. Naja, heute ist ja wieder Physio. Mal schauen, was er dazu sagt. 

Immerhin habe ich jetzt neue Herbstwanderschuhe, die auch wirklich bequem sind und gar nicht so teuer waren. Ich bin da mittlerweile echt geizig, weil es schlichtweg egal ist, ob man 200 oder 80 Euro ausgibt. Sie halten alle nicht besonders lange. Und ich habe sogar Ersatz für meine kaputte Thermohose bekommen. Die hatte ich ja letzten Winter nochmal durchgeschleppt, aber dann musste ich sie wirklich entsorgen. Jetzt habe ich sogar eine, die man auch mal auf einem Weihnachtsmarkt anziehen kann, ohne total verlottert auszusehen. :-) Ich hatte gar nicht damit gerechnet Mittwoch dort was zu finden, aber ich dachte, ich schau auch mal nach Hosen und zack, der erste Griff hat preislich und auch von der Passform perfekt gepasst. 

Heute dann das übliche Freitagsprogramm ohne Papa-Besuch, der weilt noch auf Malta. Bude sauber machen, Einkaufen, Physio und ansonsten hab ich nix geplant. Es soll heute regnen und stürmen, von daher gibt es höchstens einen kleinen Spaziergang. Aber ich habe hier zu Hause wirklich auch genug zu erledigen. Es ist so viel liegen geblieben, ich muss da echt mal ran.

Wie ich den Rest des WEs gestalte, weiß ich noch nicht. Auf alle Fälle muss ich Sport machen und stricken. Ansonsten lass ich mich treiben.

Achja, die Kaffeemaschine wird mich nochmal verlassen. Seitdem sie aus der Wartung gekommen ist, ist sie undicht. Ich dachte erst, es ist Zufall und habe es eine Weile beobachtet, aber immer wenn der Milchaufschäumer bedient wird, sammelt sich unter der Maschine Wasser. Nicht viel, aber auch nicht zu ignorieren. Und das hat sie halt vor der Wartung nicht gemacht. Wahrscheinlich bin ich dann wieder 2 Wochen ohne Maschine und muss ekligen löslichen Kaffee trinken. *grmpf* Ich bringe sie heute vor Physio noch hin. Mal schauen.

Und ich habe diesmal sogar Fotos für euch. Ich hatte die Kamera beim Spaziergang mit und irgendwie weiß man nicht so recht, ist noch Sommer oder schon Herbst! :-)






Mittwoch, 21. Oktober 2026

2 Jahre


Nun fehlt Sophie schon 2 Jahre. Es gibt immer noch keinen Tag, an dem ich nicht an sie denke. Sie wird immer ein Teil von mir, von uns bleiben. Gerade auf den Spaziergängen in den letzten Tagen, haben wir sehr oft über sie geredet und uns an die gemeinsamen Momente erinnert. Aber die tiefe, schmerzhafte Trauer kommt nur noch ab und zu mal hoch. Meist dann, wenn man es gar nicht erwartet. Und ich weiß tatsächlich immer noch, wie sich ihr Fell anfühlt, wenn man sie durchgewuschelt hat. :-) Ach Sophie, in den letzten Tagen hatte ich auch mal den Gedanke, wie es mir ginge, wenn du noch da wärst? Ob ich mit den Tücken des Lebens besser klar käme? Ob mir die Abschiede vom Töchterchen leichter fallen würden...die werden irgendwie nämlich immer schwerer statt leichter. 

Und ich werde sooo oft gefragt, ob ich mir nicht wieder einen Hund anschaffen möchte. Diese Frage stellt sich mir gar nicht. Ich kann mein Leben nur mit einem Fast-Vollzeit-Job finanzieren und das wird bei den steigenden Preisen sogar so immer schwieriger.  Ich könnte damit einem Hund nicht gerecht werden. Ausserdem will ich das nicht nochmal alleine machen. Ich werde nicht jünger, die Zipperlein mehr, wie hätte ich im Sommer einen agilen Hund versorgen sollen? Und ja, auch die Unabhängigkeit möchte ich momentan nicht aufgeben. Aber und das ist auch einer der wichtigsten Gründe, so einen Hund wie Sophie wird es nicht mehr geben. Nie wieder! Sophie war und ist mein Seelenhund!

Das Töchterchen hat den Wunsch für sich, sich irgendwann auch mal einen Hund anzuschaffen. Ob das als Ärztin möglich ist? Das wird sich zeigen. Aber sollte ich dann noch fit genug sein, werde ich sie gerne dabei unterstützen, soweit das halt möglich ist. Kommt ja auch auf die Entfernung an. Ich wäre gerne ihr Backup für Urlaub und schwierige Zeiten. 

Das Töchterchen ist gestern schweren Herzens wieder zurück nach Hamburg gefahren. Uns ist der Abschied extrem schwer gefallen. Ich habe das Gefühl, es wird immer schwerer statt leichter. Mir schnürt es die ersten Tage immer den Magen zu, wenn ich in die stille Wohnung komme. Ich weiß, das geht nach ein paar Tagen weg und man gewöhnt sich schnell daran. Aber gestern Abend war es wieder richtig fies. 

Aber ich bin auch sehr dankbar dafür, dass meine Tochter gerne nach Hause kommt, ihr ehemaliges Zuhause als "Ruheoase" empfindet und immer noch gerne Unternehmungen mit mir macht. Ich denke, das ist nicht selbstverständlich. Diesmal haben wir auch nicht einmal rumgezickt. :-) Sondern einfach nur die Zeit genossen. Wir hatten aber auch Bombenwetter!

Heute schlägt das Wetter dann um, passend zur Stimmung am Himmelsgeburtstag von Sophie und dem ersten Tag wieder alleine ohne Töchterchen.

Das nächste Mal kommt sie Ende November! 

Ich habe heute noch frei, morgen muss ich dann für einen Tag ran, dann ist wieder WE. Ich fahre emotional immer noch mit starker Handbremse, aber es geht mir deutlich besser als letzte Woche. Heute morgen werde ich wohl nochmal shoppen gehen, ich brauche noch Herbstoutdoorschuhe und bei dem Wetter kann ich eh nix anderes machen. Den Rest des Tages dann stricken, chillen, aufräumen und Serien schauen. 

Und dem Töchterchen ganz fest die Daumen drücken, es hat nämlich heute ein wichtiges Vorstellungsgespräch. Sie braucht dringend einen neuen Job, der Bäckerjob zerrt gerade sehr an ihrer Stimmung. Aber kündigen geht erst, wenn sie was Neues hat. 

So, ich werde jetzt meinen zweiten Kaffee zapfen und frühstücken.

Freitag, 16. Oktober 2026

Ein Satz mit X...

...das war wohl nix. Ich hatte ja gestern so einen Termin, mitten am Tag, man kann also voher nicht wirklich was reißen, danach irgendwie auch nicht. Und ehrlich, den Termin hätte ich mir sparen können. Reine Zeitverschwendung, weil eben ohne Konsequenz, dank unserer Bundesregierung, die die seit Jahren anhaltende schwierige Situation unseres Gesundheitssystems, mit weiteren neuen Regelungen eben noch schwieriger macht. Die Konsequenz wird dann nächstes Jahr sein, dass sich in vielen Bereichen, der Anteil der Selbstzahler erhöhen wird. Und genau das wurde mir dann gestern auch gesagt. Behandlungsbedarf ist da, aber das wird nix. Die Warteliste ist lang bis zu 1 1/2 Jahren. Als Selbstzahler wartest du auch, aber vielleicht dann nur ein halbes Jahr. Auf die Frage, über welche Kosten wir hier reden pro Sitzung, kam eine Antwort, die mich mal kurz lachen ließ. Joa, dann spar ich das Geld doch lieber für einen weiteren Schweden-Roadtripp. Ich frage mich halt nur, warum macht man dann überhapt Erstgespräche? Wenn man das vorher schon weiß? Na egal, mir hat das Gespräch insoweit geholfen, dass ich das definitiv nicht als Selbstzahler mache, dann wurschtel ich mich weiterhin alleine durch. Wie bei so vielem halt auch. Ist halt jetzt so! Ich habs versuch. Sollte die Praxis noch an mich denken, wenn sie wieder Plätze frei hat, wird sie sich vielleicht melden. Dann entscheide ich neu. Bis dahin, muss ich meine eigenen Strategien fahren. Und darauf hoffen, dass mein Körper mir einfach mal eine "ich suche mir neue Baustellen"-Pause gönnt. 

Gestern morgen holte ich ja dann auch meinen Lieblingsmenschen vom Bahnhof ab und wir hatten einen sehr entspannten, gesprächsreichen Tag zusammen. Es freut mich so zu sehen, dass sie durch ihren Umzug ins neue Wohnheim, endlich einen Wohlfühlrückzugsort hat. Einen Ort an dem man gerne ist, wenn der Tag lang und doof war. Und nicht wie vorher, man das Gefühl hat, man muss auch vor seinem Zu Hause flüchten. 

Und jetzt würde ich ihr noch wünschen, dass sie endlich von ihrem jetzigen Job wegkommt. Es quält sie, aber bisher waren alle Bemühungen, was Neues zu finden, umsonst. Meist passen die Jobs nicht zu ihrem Uni-Stundenplan, weil sie ja fast immer Anwesenheitspflicht haben. Nächste Woche hat sie wieder ein Vorstellungsgespräch, der Anruf kam gestern rein und vielleicht ist es ja endlich die Lösung. 

Gegen Nachmittag haben wir noch einen riesengroßen Spaziergang gemacht bei bestem Wetter. 

Da wir gestern eingekauft haben, brauche ich das heute nicht mehr zu tun und deswegen lassen wir den Tag chillig angehen. Ich habe fast bis 7 Uhr geschlafen, was für mich sehr ungewöhnlich ist, aber die Anspannung der letzten 2 Wochen, hat mich halt auch sehr erschöpft. 

Ich merke aber langsam, dass mir meine selbstauferlegte Sportpause,so gar nicht gut tut. Ich muss am WE unbedingt ins Gym! Der untere Rücken und Po melden sich langsam wieder, genauso wie der Tennisarm. Nicht wild, aber es ist ein Zeichen, dass ich doch wohl besser das Physioprogramm nicht ganz aussetzen soll. 

Dann habe ich gestern mit dem Töchterchen über meine Idee, im Juni eine Woche in Dahme Urlaub zu machen, gesprochen, und sie hat es insgeheim schon gehofft, dass ich das mal wieder mache, weil sie mich dann dort besuchen kann. Das war halt auch so meine Überlegung dazu. Der Zeitpunkt im Juni ist prima, die Wohnung wäre auch frei und vom Preis her okay. Stellt sich mir nur die Frage, ob ich jetzt schon buchen soll. *grübel* Kostenlos stornieren kann ich das bis Ende Mai. Also, ca. eine Woche vor Antritt. Ich überlege am We nochmal. 

Für heute ist noch nicht viel geplant. Wir wollen uns einfach durch den Tag treiben lassen. Auf alle Fälle fahren wir irgendwo hin zum Spazierengehen. Vielleicht mal in den botanischen Garten. Da haben wir beide Lust drauf. Aber dann halt erst gegen Nachmittag. 

So, ich brauche einen zweiten Kaffee, ich bin komischerweise immer noch müde, trotz gutem und langem Schlaf.