Sonntag, 11. Oktober 2026

Schweden 2026 - Ein Abenteuer geht zu Ende

Tag 11 - 27.08.2026 - Abreise

Meine Nacht war naja, es ging so und gerade als ich langsam aufgestanden bin, kam das Töchterchen nach Hause. *lach* Ihr Flieger ging ja viel später als meiner und sie wollte uns auschecken. Wir hatten schon am Vorabend damit gerechnet, dass sie erst spät zurück kommt, wenn es ihr gefällt. Und das hatte es. Sie hatte einen großartigen Pup Crawl mit tollen Menchen, die ihr auch viel über das Leben in Stockholm erzählt haben, denn das Töchterchen liebäugelt damit, hier mal eine Zeit ihres Lebens zu verbringen. Und wenn es vielleicht nur für ein paar Monate im PJ ist. Naja, das habe ich aber alles erst Tage später erfahren, weil sie dringend schlafen wollte und so ließ ich sie in Ruhe. 

Ich frühstückte, trank das letzte Mal meinen Instant-Cappu und machte mich fertig. Zum Glück war meine Nase nicht zu, aber ich fühlte mich echt matschig und ich hatte ordentlich Respekt vor dem Flug. Und ich war aufgeregt, ob ich überhaupt alleine zum Flughafen finde. 

Da stand ich nun, das letzte Mal an dieser S-Bahn-Station.


Bis zum Hauptbahnhof war das alles auch null Problem, dort aber fand ich die Beschilderung zum Arlanda Express, der mich zum Flughafen bringen sollte, verwirrend. Warum schreibt man nicht einfach Arlanda Express auf die Schilder drauf? Naja, irgendwie habe ich ihn dann gefunden, ohne mich zu verlaufen und so ging es zum Flughafen. Dort war es dann wieder total easy. Nur diesmal musste ich mein Wasser ausleeren. In Frankfurt war das kein Problem. 
Naja, ich füllte es dann später wieder am Trinkwasserspender aus. Das letzte Mal schwedisches Seewasser trinken. :-) Die Stockholmer beziehen nämlich ihr Wasser aus dem Mälaren See.


Nun hieß es warten und warten. Der Flug war mal wieder voll bis oben hin, aber ich wollte mein Gepäck nicht aufgeben und dann war das auch kein Problem. Ich fand schnell ein Plätzchen für meinen Koffer.

Der Flug hat mich schon ziemlich gequält. Mir war viel zu warm im Flieger und das hat meine Matschigkeit nicht besser gemacht. Aber zum Glück fliegt man ja nicht lange. 

Mach es gut, Schweden! Du hast mich wirklich eingefangen mit deinem Charme!


Vollkommen fertig bin ich dann in Frankfurt erstmal in die falsche Richtung gelatscht, aber irgendwann habe ich auch den Ausgang gefunden. Dort wurde ich schon von meinem Chauffeur erwartet. Meine Güte war ich dankbar, dass ich jetzt nicht noch die super deutsche Bahn fahren musste. 

Die Fahrt nach Hause war kurzweilig, weil wir viel gequatscht haben. Wir machten dann noch einen Stopp, damit ich ein paar Sachen einkaufen kann und zur Belohnung habe ich mir eine Pizza gegönnt. Das erste warme Essen seit Tagen. *lach*


Da saß ich nun, alleine, angeschlagen, voller Gefühle und Emotionen und bin erstmal schön in einen kleinen Urlaubsabschieds-Jetlag gestürzt.

Damit endet der Urlaubsbericht! 

Schweden war so Besonders, so anders, ich kann es gar nicht wirklich in Worte fassen. Der Urlaub hat mich gestärkt, mir gezeigt, was möglich ist, wenn man aus seiner Komfortzone rauskommt. Es muss nicht alles glattlaufen, um gut zu werden und ich bin so dankbar, dass das Töchterchen diese Idee hatte. Manches hat mich Überwindung gekostet, beim Fliegen musste ich mich meinen Ängsten stellen, aber interessanterweise hat mich das gar nicht so viel Kraft gekostet. Ich war soooo hungrig auf neue Entdeckungen, wollte alles sehen, mitnehmen, erleben, dass ich es nicht als Anstrengung empfunden habe. 
Warum war das auch ein Test für mich? Weil ich mich nicht darauf verlassen kann, dass das Töchterchen mich weiterhin auf Reisen begleitet. Ob ich jemals nochmal einen Partner finde, halte ich zur Zeit für unwahrscheinlich und wenn ich was erleben will, reisen möchte, dann muss ich alleine klarkommen. Nach dieser Reise traue ich mir auch mal was alleine zu. Natürlich war ich nicht alleine, aber das Meiste habe ich organisiert, die An- und Abreise musste ich alleine bewältigen und ich habe gesehen, ich finde mich wunderbar zurecht. Nur eine Sache war grottig, mein Englisch und daran werde ich arbeiten. Nochmal fahre ich nicht in den Urlaub und kann mich kaum unterhalten. Das Verstehen und Lesen ist ja kein Problem für mich, aber das Reden - achherjee. Das geht so gar nicht! Das packe ich mal nächstes Jahr an. Englisch für ältere alleinreisende Frauen. *lach*

Und jetzt noch ein paar abschliessende Zahlen sowie Infos zu Schweden. Vielleicht interessiert es jemand, vielleicht braucht jemand Inspirationen und Ideen. 

Unsere Strecke:


Wir sind ca. 1300 km gefahren, hatten 6 Unterkünfte, davon 4 über AirBnB, 2 über Booking. 2x hatten wir 2 Nächte an einem Ort, 1x 3 und ansonsten blieben wir immer nur über Nacht. Wir haben tagsüber so gut wie gar keine Zeit in den Unterkünften verbracht. Wir sind meistens morgens gegen 10 Uhr los und dann zwischen 17 und 19 Uhr ca. zurückgekommen. Mein Fazit für die Route: Ich wüsste nicht, was ich hätte anders planen sollen. Es war das erste Mal, dass ich das so geplant habe, weil wir die Unterkünfte ja vorbuchen mussten und dafür war es wirklich fast perfekt. Ich hatte die Länge der Strecken realistisch eingeschätzt und wie wir den Tag gestaltet haben, war für uns genau richtig so. Die richtige Mischung aus Transfer, Natur, Städte, Sehenswürdigkeiten und Highlights. Unser Tempo ist vielleicht für viele abschreckend gewesen, für uns hat es in diesem Urlaub genau so gepasst! 

Die Kosten für diesen Urlaub:


Damit bin ich unter unseren Planungen geblieben. Ich hatte mit etwa 3500 € gerechnet. Ja, der Urlaub war nicht ganz günstig, aber das war er halt auch wert!

Und sonst so:

200.676 Schritte gelaufen
144,3 km gelatscht
13 Ortschaften bzw. Städte besucht
6 Museen oder ähnliches besucht
mind. 4 Elche gestreichelt
4 Elche in der freien Wildbahn gesehen (Töchterchen)
4 Nationalparks besucht
unzählige Kanelbullar gegessen
1 Bootsfahrt
Und noch ganz vieles mehr! :-)

Und damit schließe ich diesen Urlaubsbericht ab:

"Lagom är bäst" - Weder zu viel noch zu wenig - genau richtig!

Hej Hej!

Samstag, 10. Oktober 2026

Schweden 2026 - Ein Abenteuer - XX

Tag 10 - 26.08.2026 - Der letzte Tag

Da war er nun, der letzte Tag in Schweden! Leider hatte sich mein Gefühl bestätigt, ich hatte die ganze Nacht Halsschmerzen und dementsprechend nicht gut geschlafen. Ich hatte echt Sorgen, wie das mit dem Flug werden sollte und musste mal googlen, was ich da machen kann, damit ich keine Probleme beim Fliegen bekomme. Ich hoffte weiterhin, dass der Schnupfen erst später los geht, wie das bei meinem normalen Verlauf immer ist. 

Trotzdem wollte ich mir den Tag nicht klauen lassen, aber wir gingen es den Tag beide gemütlicher an. Wir hatten keine großen Pläne, ein bissi Shopping, das eine oder andere noch anschauen und natürlich Fika. 

Irgendwann sind wir mal losgezogen und hatten die schwedische Nationalbibliothek ins Auge gefasst. Aber vorher wollte das Töchterchen unbedingt vegane bzw. laktosefreie Kanelbullar essen. Tja, das war schwieriger als gedacht. Entweder hatten die Bäckereien bzw. Cafés doch nichts im Angebot, oder wir fanden den Laden erst gar nicht, trotz Googlemaps Hilfe. Völlig frustriert gab das Töchterchen ziemlich sauer auf. So super das hier in Schweden mit dem Kaffee und der laktosefreien Milch klappt, das mit dem veganen Essen ist ausbaufähig. 

Wir hatten dann schon wirklich viel Zeit vertrödelt bis wir zur Nationalbibliothek kamen. 

Sie liegt in Östermalm und naja, sagen wir es mal so....es lohnt sich nicht. Wir hatten uns da echt viel erhofft, aber halt auch nicht ausreichend recherchiert müssen wir gestehen. Somit haben wir sie nur kurz mal von innen angesehen und sind dann auch weiter gezogen.



Die Gegend in der die Bibliothek liegt, ist aber auf alle Fälle sehenswert. Direkt in der Nähe haben wir diese Kirche entdeckt.










Anschliessend haben wir uns erstmal ein Plätzchen für eine Fika ausgesucht bzw. das Töchterchen hatte uns vorher schon was recherchiert und dort haben ein schönes Schattenplätzchen gefunden.





Es war dort ganz schön was los, naja, es ging auf die Mittagszeit los und wir haben ja gelernt, dass die Schweden dann gerne aus den Büros herausgeströmt kommen. 
Als wir so da saßen, hörten wir komische Sachen und dann war schnell klar, die Wachablöse findet heute beritten statt. Diese findet nur an ausgewählten Tagen statt und heute war wohl so einer. :-) Wir haben sie aber nur aus der Ferne gesehen, aufregend war das aber trotzdem. 

Den nächsten Stopp machten wir beim Königlichen dramatischen Theater. Wow, welch ein Gebäude! Unfassbar. Das Jugendstilgebäude gibt es seit 1908 in Östermalm. 






Wir standen dort eine Weile, weil wir so fasziniert waren. Es gab sooo viel zu entdeckten.

Aber irgendwann mussten wir ja weiter - nun ging es zum Shoppen in die größte und bekannteste Fußgängerzone Stockholms: Drottninggatan!


Vom Shoppen selbst gibt es keine Fotos. Mir setzte auch langsam der Infekt immer mehr zu, aber noch hielt ich durch. Wir waren allerdings auch schon wieder lange auf den Beinen. Wirklich erfolgreich waren wir nicht, wobei ich eh nix kaufen konnte, weil ich kein Platz in meinem Gepäck hatte. Deswegen war ich eher Begleiterin und Beraterin. 

Irgendwann war es aber dann auch gut und wir liefen zurück nach Gamla Stan. 


Dort wollten wir uns eigentlich ein Dala Pferd kaufen, aber sorry, 80 Euro für eine Größe, die groß genug ist, um sie auf eine leere Fensterbank zu stellen, das war mir dann doch zu viel. Egal ob nun Handarbeit oder nicht. Irgendwo gibt es Grenzen. Das Töchterchen hat sich dann mit ein paar winzigen Fake Varianten eingedeckt, die immer noch genug Geld gekostet haben. Ja, ich hätte auch gerne eins zur Erinnerung, aber vielleicht kommen wir ja nochmal nach Schweden in die Gegend, wo die Pferde hergestellt werden. Oder ich bestelle mir eins Online. 

Da das Töchterchen abends noch was vor hatte und ich echt platt war, machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel. 

Dort huschte ich erstmal in die Apotheke und holte mir abschwellendes Nasenspray für den Flug. Im Supermarkt holten wir uns was zu essen und zu trinken und dann chillten wir eine Weile im Hotel. Es wurde ein wenig gepackt, gequatscht und das Töchterchen war sich plötzlich nicht mehr sicher, ob sie mutig genug ist, alleine zum gebuchten Pub Crawl zu gehen. Diese Entscheidung konnte ich ihr nicht abnehmen und entschied dann, dass ich mir endlich mal die Gegend ums Hotel anschauen will. Ich wusste, dass es irgendwie nahe am Wasser liegt. Das Töchterchen kam mit, weil sie noch genügend Zeit hatte.

Und meine Güte, warum sind wir nicht schon früher auf die Idee gekommen. Jetzt sahen wir erstmal, wo wir hier überhaupt sind. Erinnert ihr euch an die Bootsfahrt am ersten Tag hier, da sind wir hier vorbeigeschippert. 







So ein wundervolles Plätzchen. Wir sind hier in Hammarby Sjöstad. Einer der modernsten und laut einer Schweden Website der faszinierenste Stadtteil Stockholms. "Ein Pionierprojekt" für nachhaltigen Städtebau. Früher ein ziemlich runtergekommenes Industrie- und Hafengebiet, wurde ab Mitte 1990 in ein umweltfreundliches, maritimes Wohngebiet transformiert. Es liegt etwa 4 km vom Zentrum entfernt, direkt am See Hammarby Sjö und war sogar mal als olympisches Dorf bei der Bewerbung für die olympischen Sommerpiele 2004 geplant. 

Hier am See kann man die Seele gut baumeln lassen und ja, ich würde hier auch wohnen wollen. *lach*

Dann war es Zeit für das Töchterchen die Entscheidung zu treffen, ob oder ob nicht und zog dann irgendwann ganz aufgeregt doch von dannen. 

Ich nutzte die Zeit für mich. Packte mir die Kopfhörer auf die Ohren und lief nochmal an den See. Ich habe mich dort absolut sicher gefühlt und viele Menschen hatten auch die gleiche Idee. Man sitzt dort einfach am Wasser oder in den Restaurants und lässt es sich gut gehen. Es fahren ständig Boote vorbei und die Möwen schauen natürlich auch, ob man was zu Essen dabei hat. :-)




Ich setzte mich dort hin und ließ den Urlaub ein wenig Revue passieren. Meine Güte, waren wir hier nur 10 Tage? Wie war das nochmal am 1. Tag in der ersten Unterkunft, dort am See im Sonnenuntergang? Wir haben sooo viel erlebt, so tolle Sachen gemacht, jeder Tag war ein neues Abenteuer. Wir haben gestritten, gelacht, gestaunt, tolle Gespräche gehabt und irgendwie lief alles rund. Auch wenn wir umdisponieren mussten, hat sich am Ende herausgestellt, dass das dann doch genau so richtig war für uns. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll! Dieser Urlaub war nur vergleichbar mit den beiden Neuseeland Reisen und trotzdem war der Schweden Urlaub etwas Besonderes. Eine Mutter-Tochter-Reise nach einer wirklich auch schweren Zeit mit vielen Sorgen, Ängsten und Krisen. Niemand mehr, kann mir dieses Erlebnis wegnehmen. Und ich bin zutiefst dankbar für diese Erfahrung! Schon alleine bei dem Aufschreiben dieser Zeilen, kommen mir die Tränen vor Rührung.




Müde, erschöpft und angeschlagen.....traurig und zugleich unfassbar glücklich!

Und so schwer mir damals der Abschied fiel, so traurig macht mich gerade der Gedanke, dass mit dem nächsten Post der Urlaubsbericht vorbei sein wird. Durch das Bearbeiten der Fotos und das Aufschreiben unserer Erlebnisse, konnte ich quasi nochmal dort hin reisen. 

Danach bin ich zurück ins Hotel, habe noch aufgeräumt, fertig gepackt, mich bettfertig gemacht, meinen Whatsapp Status Tagesbericht geschrieben und mir ausnahmsweise mal eine halbe Ibu eingeworfen, damit ich trotz Halsschmerzen wenigstens ein wenig schlafen kann.

Wie es dem Töchterchen ergangen ist, erzähle ich euch im nächsten und letzten Reisepost.

Freitag, 9. Oktober 2026

So geht es nicht weiter...

Was für eine besch.... Woche. Ich komme einfach körperlich nicht zur Ruhe, alles keine wirklich schlimme Sachen, aber ich pack das einfach kaum noch Schritt zu halten. Ich hab das Gefühl, die Abstände werden immer kürzer, teilweise gehen sie nahtlos ineinander über. Kaum hat man das eine im Griff, ploppt das Nächste auf. Und so ist mein vegetatives Nervensystem mal komplett durchgedreht. Nach zwei wirklich guten Wochen, wo ich dachte, jetzt geht es endlich mal wenigstens für eine Zeit besser. 
Ich weiß nicht, was mir mein Körper meldet, ob er mir überhaupt was melden will. Vielleicht ist es auch das Alter, die Wechseljahre, ist mir egal, es k.... mich an. Und es ist halt wunderbare Nahrung für mein zur Zeit eh schon hohes Angst- und Sorgenlevel. 
Wie kommt man da raus? Ich hocke zu Hause alleine, da ist keiner, der mich mal runterbeamt, mich ablenkt. Ich habe ganz viel Zeit noch mehr in mich reinzuhören, reinzulesen und vor allem ganz schlimm, zu googlen. Ja, ich weiß es, das muss mir keiner sagen, aber was, wenn man es nicht stoppen kann. Wenn man die letzten Monate zu viel Kraft gelassen hat und zu wenige sorgenfreie bzw. beschwerdefreien Momente hat. Und dann dafür einfach kein Körnchen mehr übrig ist. 

Und ich war wirklich raus aus dem Tal, aber viel zu kurz, das konnte nichts kompensieren. 

Naja, ich war gestern noch beim Hausarzt, der war erstmal tiefenentspannt und er hat sich wirklich Zeit für mich genommen, hat sich alles angehört und mich dann auch beruhigt. Wir haben uns entschieden, dass ich da nochmal auf einem anderen Weg ran muss. Ich bin gerade dabei, das anzuleiern, aber ist in der heutigen Zeit eben nicht so einfach, einen Platz zu bekommen. Mittwoch habe ich nun einen Termin, mal schauen, ob es dann dort weitergeht. Es wird wirklich Zeit, dass ich aus diesem Teufelskreis rauskomme. Ich kann schon lange nicht mehr sagen, was ist wirklich körperlich, wechseljahrsbedingt und was einfach nur psychosomatisch. Wahrscheinlich eine Kombi aus allem. Ich hoffe, ich kann mich jetzt nach dem Gespräch mit dem Arzt runterfahren. Aber ich merke schon, wie hoch die Anspannung die letzten Tage war...ohne Ausgleich bei Sport und Co., weil ich mir ja wegen der Blasengeschichte eine Sportauszeit seit Montag gegeben habe. Die hat sich zum Glück erstmal deutlich gebessert. Fühlt sich zumindest die meiste Zeit wieder normal an. Ich werde erstmal weiter so behandeln und noch aufpassen, damit ich keinen Rückfall bekomme. 

Heute steht wieder Physio an, ich hatte mich so darauf gefreut, meinem Physio zu berichten, dass unser Programm wirklich anschlägt. Sogar der Tennisarm hat einen Schub zur Besserung gemacht. Die gefühlten Unterschiede zwischen rechts und links bezüglich des Ischias sind deutlich kleiner geworden. Aber durch die Anspannung der letzten Tage fühle ich mich so erschöpft und resigniert - ich muss erstmal wieder klar kommen. Erzählen, dass alles besser geworden ist, werde ich auf alle Fälle. Danach ist erstmal 2 Wochen Pause mit Physio, weil er Urlaub hat. 

Was ich sonst noch so am WE mache, kommt ein wenig darauf an, wie schnell ich mich erhole von der letzten Woche. Ich würde gerne Sport machen und auch am Samstag ausgehen, aber ich muss natürlich schauen, wie es mir geht. 

Auf alle Fälle werde ich Spaziergänge machen, die sind die letzten Tage auch viel zu kurz gekommen.

Achja, der Reifen verliert tatsächlich Luft, darum muss ich mich dann auch kümmern. Mein Nachbar weiß Bescheid, aber er hat gerade viel zu tun. Ich hoffe, er kann sich das heute oder morgen anschauen. 

Nächste Woche kommt das Töchterchen, da freue ich mich schon riesig drauf und es wird mir gut tun, mal ein paar Tage hier zu Hause abgelenkt zu werden. Ich freu mich.

Ab Donnerstag habe ich auch ein paar Tage Urlaub. Obwohl die Arbeit zur Zeit wirklich sehr gut läuft und ich in den letzten Tagen auch gute seelische Unterstützung bei beiden Jobs hatte, ein paar Tage frei werden sicherlich auch gut tun. 

War sonst noch was? Naja, der Herbst ist gekommen, ich bin darüber ehrlich gesagt nicht so böse. Aber der Temperaturabfall war halt schon heftig, und man muss sich an die niedrigeren Temperaturen erstmal wieder gewöhnen. 

Ach, natürlich, habe ich vergessen, durch den seelischen Stress die letzten Tage, konnte ich so gut wie nix essen - also ich hab schon was gegessen, aber deutlich weniger als ich verbrauche und dadurch, dass ich ja gerade eh sehr konsequent bin, ist das Gewicht....zack...fast auf mein 1. Zielgewicht gefallen. Ja, wäre natürlich unter anderen Umständen schöner gewesen, aber ein bissi freue ich mich trotzdem. Ich denke, wenn mein Appetit wieder kommt, wird es auch wieder ein Stück hochgehen. Aber ich möchte dranbleiben. Schön wäre es natürlich, ich schaffe es nochmal 2 Kilo weiter runter - keine Sorge, ich bin dann immer noch im mittleren Normalgewicht, aber ich hätte einen Puffer nach oben. Weniger Gewicht hilft mir nämlich auch bei zwei meiner körperlichen Baustellen! 

So, nun wird es langsam Zeit meinen Einkaufszettel zu machen und die Bude aufzuräumen. Um 11 Uhr ist Physio...bis dahin wollte ich fertig mit den Pflichten sein.

Und morgen gibt es bestimmt auch wieder den nächsten Schwedenbericht. Der neigt sich ja leider dem Ende zu. Dann muss ich mal wieder hier fotografieren gehen, sonst kann ich gar keine Fotos mehr zeigen. :-)

Sonntag, 4. Oktober 2026

Schweden 2026 - Ein Abenteuer - Teil XIX

Tag 9 - 25.08.2026 - Das olle Schiff, ABBA Party und tolle Ausblicke

Für unseren nächsten Programmpunkt mussten wir erstmal auf die Fähre. Auf dem Weg dahin wurde mir klar, dass das komische Gefühl im Hals und in der Nase ziemlich sicher eine Erkältung wird. Na toll! Ich war 1 1/2 Jahre nicht mehr erkältet und ausgerechnet jetzt erwischt es mich. Da ich so einen Mist ja entweder gar nicht oder eben richtig bekomme, hatte ich sofort Schiss, wie das dann mit dem Flug wird. Aber hilft ja alles nichts, nun konnte ich es nicht mehr ändern, sondern einfach hoffen, dass es so verläuft wie immer bei mir und die Nase erst so richtig am 3. Tag zu geht. 

Von der Fähre war es noch ein bissi zu laufen und wir sahen schon, dass sehr, sehr viele Menschen das Gleiche vorhatten wie wir. Nämlich das olle Schiff anschauen. Jeder, absolut jeder, der schon in Stockholm war, hat wohl schon dieses Schiff gesehen, also dachten wir, wir müssten es auch sehen. Also, ab ins Vasa Museum.


Joa, im ersten Moment schon beeindruckend das Teil! Für alle, die es nicht wissen: Dieses Schiff wurde ab 1626, vom schwedischen König Gustav II Adolf aufgetragen, von 400 Männern und Frauen gebaut. 3 Masten, 10 Segeln, 52 m hoch, 69 m lang, 1200 Tonnen schwer. Mit 64 Kanonen an Board sollte es eines der wichtigsten Kriegsschiffe Schwedens werden. Naja, blöd halt, wenn man mehr Wert auf die Optik als auf die Funktionalität legt. Das Schiff kam nicht weit. Auf der Jungfernfahrt kamen Fallwinde auf, die das Schiff nach exakt 1300 m innerhalb von weniger Minuten erst kentern, dann untergehen ließ. Von 150 Menschen kamen mind. 30 ums Leben. 333 Jahre lag das Schiff auf dem Meeresgrund, wurde dann aufwendig geborgen und nun steht es hier!

Was für ein Aufriss für ein Schiff. Aber gut, vielleicht sind wir Schiffsbanausen und verstehen das alles nicht. *lach*

Im Prinzip kann man sich dort Tage aufhalten bis man alle Infos gelesen und alles im Detail angesehen hat. Uns war es dort dafür aber zu voll, zu dunkel und zu kalt. Wir sind auf allen Etagen einmal ums Boot, haben ein paar Schautafeln gelesen und ja, es hatte ein bissi was von der Black Pearl und irgendwie erwarteten wir jeden Moment Jack Sparrow. ;-)











Irgendwann hat es uns gereicht und wir wollten raus an die frische Luft.

Dort setzten wir uns kurz in die Sonne zum Aufwärmen und dann trennten wir uns. Das Töchterchen wollte sich einen weiteren Stadtteil von Stockholm anschauen und ich bin weiter zu meinem nächsten Event gelaufen:


Zum Abba-Museum! Ich nehme es vorweg - für mich war das eine 11 von 10! Unbedingt machen, am Besten mit Menschen, die keine Angst davor haben albern zu sein und sich zum Affen zu machen. Leider war ich ja alleine dort, aber Spaß hatte ich trotzdem. Hach! :-)




Man konnte sehr viel ausprobieren und mitmachen. Es gab Kabinen zum Singen oder Bühnen auf denen man mit ABBA Hologrammen einen Auftritt hinlegen konnte:


Aber natürlich gab es unfassbar viele Informationen zum Werdegang von ABBA. 




And now, we proudly present: Das neue Bandmitglied von ABBA!



Ein deutsches Ehepaar und zwei deutsche junge Mädels, haben netterweise die Fotos gemacht. Wir haben uns sozusagen gegenseitig ausgeholfen. :-)






Ich habe mich auf alle Fälle geärgert, dass ich alleine dort war und deswegen muss ich dann leider nochmal irgendwann hier hin. :-)

Kaum war ich draußen, trudelte schon die Nachricht vom Töchterchen ein, dass sie schon dort sitzt, wo wir uns getrennt haben. Also bin ich dorthin gelaufen und wir haben uns auf den Rückweg zum Hotel gemacht. Wir waren beide dann doch etwas k.o. vom langen und anstrengenden Tag.

Im Hotel haben wir gegessen, gechillt und überlegt, was wir noch machen wollen, da es noch relativ früh war. 

Wir entschieden uns für Södermalm. Dort gibt es den Monteliusvägen - ein Spazierweg, der hoch über den steilen Felsen fantastische Ausblicke über Stockholm bietet. Es gibt dort auch zwei Aussichtspunkte, einmal Mariaberget und dann Skinnarviksberget. Wir haben beide mitgenommen und das auch einfach nur genossen. Mit doch einigen anderen Menschen. Das Wetter war halt auch einfach traumhaft.










Und damit ging ein weiterer, wundervoller, aufregender, anstrengender Tag in Schweden zu Ende. Wir waren beide an dem Abend doch ziemlich erschöpft und bei mir kam halt noch die beginnende Erkältung dazu. Ich hoffte, dass ich noch einen Tag und den Flug durchhalte!

To be continued....