Damit bin ich unter unseren Planungen geblieben. Ich hatte mit etwa 3500 € gerechnet. Ja, der Urlaub war nicht ganz günstig, aber das war er halt auch wert!
Sonntag, 11. Oktober 2026
Schweden 2026 - Ein Abenteuer geht zu Ende
Damit bin ich unter unseren Planungen geblieben. Ich hatte mit etwa 3500 € gerechnet. Ja, der Urlaub war nicht ganz günstig, aber das war er halt auch wert!
Samstag, 10. Oktober 2026
Schweden 2026 - Ein Abenteuer - XX
Tag 10 - 26.08.2026 - Der letzte Tag
Da war er nun, der letzte Tag in Schweden! Leider hatte sich mein Gefühl bestätigt, ich hatte die ganze Nacht Halsschmerzen und dementsprechend nicht gut geschlafen. Ich hatte echt Sorgen, wie das mit dem Flug werden sollte und musste mal googlen, was ich da machen kann, damit ich keine Probleme beim Fliegen bekomme. Ich hoffte weiterhin, dass der Schnupfen erst später los geht, wie das bei meinem normalen Verlauf immer ist.
Trotzdem wollte ich mir den Tag nicht klauen lassen, aber wir gingen es den Tag beide gemütlicher an. Wir hatten keine großen Pläne, ein bissi Shopping, das eine oder andere noch anschauen und natürlich Fika.
Irgendwann sind wir mal losgezogen und hatten die schwedische Nationalbibliothek ins Auge gefasst. Aber vorher wollte das Töchterchen unbedingt vegane bzw. laktosefreie Kanelbullar essen. Tja, das war schwieriger als gedacht. Entweder hatten die Bäckereien bzw. Cafés doch nichts im Angebot, oder wir fanden den Laden erst gar nicht, trotz Googlemaps Hilfe. Völlig frustriert gab das Töchterchen ziemlich sauer auf. So super das hier in Schweden mit dem Kaffee und der laktosefreien Milch klappt, das mit dem veganen Essen ist ausbaufähig.
Wir hatten dann schon wirklich viel Zeit vertrödelt bis wir zur Nationalbibliothek kamen.
Sie liegt in Östermalm und naja, sagen wir es mal so....es lohnt sich nicht. Wir hatten uns da echt viel erhofft, aber halt auch nicht ausreichend recherchiert müssen wir gestehen. Somit haben wir sie nur kurz mal von innen angesehen und sind dann auch weiter gezogen.
Die Gegend in der die Bibliothek liegt, ist aber auf alle Fälle sehenswert. Direkt in der Nähe haben wir diese Kirche entdeckt.
Dort wollten wir uns eigentlich ein Dala Pferd kaufen, aber sorry, 80 Euro für eine Größe, die groß genug ist, um sie auf eine leere Fensterbank zu stellen, das war mir dann doch zu viel. Egal ob nun Handarbeit oder nicht. Irgendwo gibt es Grenzen. Das Töchterchen hat sich dann mit ein paar winzigen Fake Varianten eingedeckt, die immer noch genug Geld gekostet haben. Ja, ich hätte auch gerne eins zur Erinnerung, aber vielleicht kommen wir ja nochmal nach Schweden in die Gegend, wo die Pferde hergestellt werden. Oder ich bestelle mir eins Online.
Da das Töchterchen abends noch was vor hatte und ich echt platt war, machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel.
Dort huschte ich erstmal in die Apotheke und holte mir abschwellendes Nasenspray für den Flug. Im Supermarkt holten wir uns was zu essen und zu trinken und dann chillten wir eine Weile im Hotel. Es wurde ein wenig gepackt, gequatscht und das Töchterchen war sich plötzlich nicht mehr sicher, ob sie mutig genug ist, alleine zum gebuchten Pub Crawl zu gehen. Diese Entscheidung konnte ich ihr nicht abnehmen und entschied dann, dass ich mir endlich mal die Gegend ums Hotel anschauen will. Ich wusste, dass es irgendwie nahe am Wasser liegt. Das Töchterchen kam mit, weil sie noch genügend Zeit hatte.
Und meine Güte, warum sind wir nicht schon früher auf die Idee gekommen. Jetzt sahen wir erstmal, wo wir hier überhaupt sind. Erinnert ihr euch an die Bootsfahrt am ersten Tag hier, da sind wir hier vorbeigeschippert.
So ein wundervolles Plätzchen. Wir sind hier in Hammarby Sjöstad. Einer der modernsten und laut einer Schweden Website der faszinierenste Stadtteil Stockholms. "Ein Pionierprojekt" für nachhaltigen Städtebau. Früher ein ziemlich runtergekommenes Industrie- und Hafengebiet, wurde ab Mitte 1990 in ein umweltfreundliches, maritimes Wohngebiet transformiert. Es liegt etwa 4 km vom Zentrum entfernt, direkt am See Hammarby Sjö und war sogar mal als olympisches Dorf bei der Bewerbung für die olympischen Sommerpiele 2004 geplant.
Hier am See kann man die Seele gut baumeln lassen und ja, ich würde hier auch wohnen wollen. *lach*
Dann war es Zeit für das Töchterchen die Entscheidung zu treffen, ob oder ob nicht und zog dann irgendwann ganz aufgeregt doch von dannen.
Ich nutzte die Zeit für mich. Packte mir die Kopfhörer auf die Ohren und lief nochmal an den See. Ich habe mich dort absolut sicher gefühlt und viele Menschen hatten auch die gleiche Idee. Man sitzt dort einfach am Wasser oder in den Restaurants und lässt es sich gut gehen. Es fahren ständig Boote vorbei und die Möwen schauen natürlich auch, ob man was zu Essen dabei hat. :-)
Ich setzte mich dort hin und ließ den Urlaub ein wenig Revue passieren. Meine Güte, waren wir hier nur 10 Tage? Wie war das nochmal am 1. Tag in der ersten Unterkunft, dort am See im Sonnenuntergang? Wir haben sooo viel erlebt, so tolle Sachen gemacht, jeder Tag war ein neues Abenteuer. Wir haben gestritten, gelacht, gestaunt, tolle Gespräche gehabt und irgendwie lief alles rund. Auch wenn wir umdisponieren mussten, hat sich am Ende herausgestellt, dass das dann doch genau so richtig war für uns. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll! Dieser Urlaub war nur vergleichbar mit den beiden Neuseeland Reisen und trotzdem war der Schweden Urlaub etwas Besonderes. Eine Mutter-Tochter-Reise nach einer wirklich auch schweren Zeit mit vielen Sorgen, Ängsten und Krisen. Niemand mehr, kann mir dieses Erlebnis wegnehmen. Und ich bin zutiefst dankbar für diese Erfahrung! Schon alleine bei dem Aufschreiben dieser Zeilen, kommen mir die Tränen vor Rührung.
Müde, erschöpft und angeschlagen.....traurig und zugleich unfassbar glücklich!
Und so schwer mir damals der Abschied fiel, so traurig macht mich gerade der Gedanke, dass mit dem nächsten Post der Urlaubsbericht vorbei sein wird. Durch das Bearbeiten der Fotos und das Aufschreiben unserer Erlebnisse, konnte ich quasi nochmal dort hin reisen.
Danach bin ich zurück ins Hotel, habe noch aufgeräumt, fertig gepackt, mich bettfertig gemacht, meinen Whatsapp Status Tagesbericht geschrieben und mir ausnahmsweise mal eine halbe Ibu eingeworfen, damit ich trotz Halsschmerzen wenigstens ein wenig schlafen kann.
Wie es dem Töchterchen ergangen ist, erzähle ich euch im nächsten und letzten Reisepost.





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