2015
2015 kann ich mit wenigen Worten beschreiben. Zur Ruhe kommen, ankommen, entspannt und ruhig. Das hört sich unspektakulär an, aber glaubt mir, nach den Jahren 2012 bis 2014 war es genau das, was wir brauchten. Ruhe, keine Veränderungen, Zeit im neuen Leben anzukommen. Und das haben wir bekommen.
Ich habe zunehmend meine Mitte gefunden, für mich herausgefunden, was wirklich zählt. Wir sind als Team enorm zusammengewachsen. Je weiter das Jahr fortschreitet so verschiebt sich mein Fokus immer mehr auf uns. Ich umgebe mich nur noch mit Menschen, die mir gut tun und mache Dinge, die gut für mich sind. Ja, ich gebe es zu, ich hatte eine Zeit, in der ich mir einen neuen Partner gewünscht habe. Schön wäre das, aber ständig die Augen danach aufzuhalten, erzeugt Druck und ist anstrengend. Nun mache ich mir mein Leben schön - ohne Mann - und wenn er dann irgendwann mal in mein neues, schönes Leben stolpern sollte, dann freu ich mich. Wenn nicht - dann gehts auch ohne. Hat auch Vorteile! ;-)
Das Töchterchen hat sich stabilisiert, was wir auch daran merkten, dass wir kaum noch zum Arzt mussten. Dafür hat uns die Pubertät voll im Griff. Nicht ganz einfach, auch für mich nicht, bekomme ich doch die geballte Ladung komplett alleine ab. Ich muss neue Wege finden, Grenzen anders definieren und für mich Nischen finden, damit ich das nicht allzu persönlich nehme.
Sie hat tolle Erlebnisse mit der Leipzigfahrt, der Klassenfahrt nach Sylt und ihren Freundinnen. Ihre Freundschaften werden immer mal wieder durcheinandergewirbelt, was in dem Alter aber normal ist. Sie verändert sich immer mehr, Mode ist jetzt wichtig, das Aussehen, dazu zu gehören, cool sein.
Aber ich merke auch, dass wir noch nicht über den Berg sind. Kann man das überhaupt, nach so einem Erlebnis in der Kindheit jemals sein? Ist das nicht eine Wunde, die zwar vernarbt, aber immer da ist? Es ist schwierig dieses Thema, wir können niemanden verändern oder zwingen, ich kann nur für sie da sein, sie stark machen und auffangen. Letztendlich wird sie für sich irgendwann eine Entscheidung treffen oder einen Weg finden, damit umzugehen.
Ansonsten merke ich, wie eine Abnabelung, eine Abgrenzung zu mir stattfindet. Ich bin peinlich, doof und ihre Freundinnen sind viel wichtiger. Aber damit komme ich gut klar, das gehört dazu und ist wichtig.
Gesundheitlich war es ein gutes Jahr! Wir haben viel Sport gemacht, waren viel weniger krank und so wuppt man auch den Alltag viel besser. Schulisch und beruflich läuft alles in ruhigen Bahnen. Keine Skandale, keine Aufregungen - alles gut.
Ich werde das Jahr 2015 in guter Erinnerung behalten!
2016
Welche Erwartungen, Wünsche und Träume habe ich für das Jahr 2016? Ich wünsche mir, dass es genauso gesund ist, wie das letzte! Gesundheit ist das Wichtigste, alles andere findet sich schon von alleine.
Ich würde mir wünschen, nach 4 Jahren endlich mal einen Schlußstrich ziehen und Kassensturz machen zu können. Und wir würden gerne wieder mal einen gemeinsamen Urlaub machen.
Das Jahr 2016 muss nicht spektakulär zu sein, ich brauche auch keine großen Veränderungen. Ich möchte einfach nur die Zeit mit meiner Familie, meinen Freunden genießen. Und ich glaube, da spreche ich auch für meine Tochter. Auf ihrem Wunschzettel steht sicherlich viel Zeit mit den Freundinnen verbringen, einen Urlaub machen und viele Klamotten einkaufen. ;-)
Vorsätze haben wir nicht. Ich möchte mit dem Sport weitermachen, vielleicht kann ich mal meinen Rekord knacken und weiter als 7,5 km joggen. Muss aber nicht sein. Doch, vielleicht haben wir einen Vorsatz für das neue Jahr
"Sich das Leben so schön wie möglich zu machen und es dann auch genießen"
In diesem Sinne "Auf ein Neues"!
2 Kommentare:
Weisst Du was? Deine Zeilen machen mich ein bisschen glücklich, obwohl wir uns ja nur durchs Blog kennen.
Weisst Du noch? Ich hab vor langer Zeit zu erklären versucht, dass es wieder gut wird. In und mit Dir selbst. Ich kann immernoch nicht sagen, wie das genau abläuft, wann die Zeit kommt, wieder "schön" zu leben. Aber es wird kommen, es kann durchgeatmet werden. Ich freu mich über Deine Gedanken!
Meine Tochter hat auch ihre eigenen Entscheidungen getroffen, sie sind nun nach so vielen Jahren für ihren Vater sehr bitter, aber nicht mehr zu verrücken bei ihr.
Manchmal, aber nur selten hab ich das Gefühl vermitteln zu wollen, tu es dann aber doch nicht. Es waren seine Entscheidungen damals. Und nun muss ich es aushalten, dass meine beiden Enkel diesen Opa wohl ersteinmal nicht kennenlernen werden.
ABER: Es gibt auch andere Geschichten, wie Töchter mit den Vätern weiter Kontakt halten.
"Der erste Mann der mich verlassen hat", sagte meine Grosse einst. Puh ....
Doch nun weg mit schweren Gedanken.
Ich wünsche Euch beiden, und Dir ganz besonders ein wundervolles Jahr 2016
Elisabeth
Das was deine Große sagt, trifft es auf den Punkt "der erste Mann von dem sie verlassen wurde".
Ich wünsche euch auch alles Gute für das neue Jahr! LG
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