...mit Warten auf den Flieger und im Stau. Genauso stelle ich mir gelungene Urlaubstage vor. *grmpf*
Es fing schon damit an, dass der Flieger über eine Stunde später in Tallinn abgehoben ist, was ich glücklicherweise im Internet mitbekommen habe, so dass ich erst nach Frankfurt gestartet bin, als auch der Flieger in der Luft war. Schon am Vormittag war die A5 wieder übervoll mit vielen Unfällen, deswegen war ich gewarnt. Und da der Flieger ja nun erst kurz vor 17 Uhr landen sollte, war auch klar, dass wir genau im Berufsverkehr landen werden.
Gut, dass ich mich entschieden hatte Sophie mitzunehmen, denn sonst wäre sie echt lange alleine gewesen und gerade Nachmittags macht ihr das ja immer etwas zu schaffen.
Ich packte also den Hund ins Auto und fuhr nach Frankfurt, was erstaunlich flüssig lief. Ich fand auch gleich das Parkhaus, einen Parkplatz und die Abflughalle. Und beim Laufen dorthin mit Sophie habe ich festgestellt, warum ich in Marburg keine hübschen Männer kennenlerne. Die leben alle auf dem Frankfurter Flughafen. Und wo man doch eigentlich denkt, dass viele gestresste Menschen auf einem Flughafen herumlaufen, wurde ich eines Besseren belehrt. Man lächelt sich dort freundlich an, stürzt sich mit "Ach und Oooohs" auf den Hund und streichelt oder wirft zumindest verzückte Blicke auf das Tier und formt ein "Ei, wie süß" mit dem Mund. Ehrlich, ich hatte kurz überlegt, ob ich dort einziehen möchte, um mein Singleleben schneller zu beenden. *lacht*
Aber dann kam der Flieger doch schneller zur Landung als geplant und schon bald hatte ich mein Kind und die Oma wieder im Arm.
Wir fanden auf Anhieb zum Auto zurück und dann ging es los. Es dauerte nicht lange und wir standen im 14 km Stau - LKW Unfall - was uns über eine Stunde gekostet hat. Mittlerweile war es dunkel und ich hatte schon die Befürchtung, dass Sophie ins Auto pinkelt, aber die hebte nicht mal den Kopf hoch, wenn wir standen. Flughafenspaziergänge sind wohl sehr ermüdend. Über zwei Stunden haben wir dann für die 93 km gebraucht, ich war echt begeistert. Danach erstmal Sophie erlöst mit einem schnellen Spaziergang und sie vorm Hungertod bewahrt, vor dem sie sich doch ab 17.30 Uhr immer so sehr fürchtet.
Das Töchterchen hatte viel zu erzählen, es ging ihr gut in Estland und sie ist jetzt auch nicht abgeneigt noch einmal dorthin zu fliegen. Aber ihre zweite Patchwork-Erfahrung, die ja diesmal etwas mehr im Alltag stattfand, kam der Realität dann schon etwas näher als die erste. Schauen wir mal, wie es weitergeht. Mir fiel das Loslassen sehr leicht und ich habe die wenigen Tage einfach nur genossen. Aber das war jetzt für mich keine Überraschung, auch wenn andere sich das gerne anders einreden möchten. ;-)


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