Dienstag, 31. Oktober 2017

Ein sportliches Wochenende!

Was für ein nervenaufreibendes Wochenende liegt da hinter uns. Wohlweislich haben wir den Freitag Abend gemütlich verbracht, denn es hieß ja schon am Samstag Morgen früher aufstehen als geplant. Es war kalt, es war windig und echt ungemütlich im Hinterland. Das Spiel selbst war für mich kaum zu ertragen. Viel zu spannend! Dass die Gegnerinnen nicht leicht werden, wussten wir vorher, aber dass es so ein kampfbetontes und druckvolles Spiel wird. Schnell stand es dann auch 1:0 für die Gegnerinnen, aber die Mädels schafften noch vor der Halbzeit den Ausgleich und gingen in der zweiten Halbzeit dann bald 2:1 in Führung und bauten auf 3:1 aus. Doch dann kamen die Gegnerinnen wieder ins Spiel und es fiel das 3:2, was sie wiederum so motivierte, dass die letzten 10 min. ein Krimi wurden, weil sich der Druck auf unser Tor nochmal erhöhte. Aber die Mädels haben das Ergebnis dann nach Hause gefahren. Das Töchterchen hatte die undankbare Aufgabe die beste Spielerin der Gegner auszuschalten, was ihr prima gelungen ist.

Mit diesem echt anstrengenden Spiel in den Knochen fuhr ich sie am Sonntag Morgen um 7 Uhr zum Marburger Hauptbahnhof. Dort traf sie sich mit den anderen Jungs und Mädels aus ihrer Klasse und dem Klassenlehrer, um nach Frankfurt zum Marathon zu fahren. 4,2 km ist ja die Strecke des Minimarathons, unter 30 min. war das Ziel. Mit 25 min. haben die weltbeste Freundin und ich nach dem letzten Trainingslauf gerechnet und wir verfolgten fieberhaft im Internet die Zeiten, wie die Kids in die Festhalle eintrudelten. Das war fast aufregender als das Fußballspiel und ich staunte nicht schlecht als das Töchterchen mit 22 min. ins Ziel kam. DAS ist eine echt gute Zeit, fast ohne Vorbereitung und mit schweren Beinen nach dem Fußballspiel. Aber noch viel wichtiger ist, dass die Kids so ein tolles, einmaliges Erlebnis in Frankfurt hatten. Sie durften sogar die Spitzenläufer beim Einlauf noch abklatschen! Danach ging es dann mit dem Zug zurück und ich holte sie um 14.30 Uhr dort ab.



Und so kristallisiert sich immer mehr heraus, was das Töchterchen auf lange Frist ambitioniert weitermachen wird und was nicht. Ich denke, sie wird sich auf den Sport konzentrieren und Geige wird immer mehr in den Hintergrund treten. Weil irgendwann, wenn sie auch nachmittags Schule hat, wird sie nicht mehr alles schaffen und sich entscheiden müssen. Das ist okay für mich, im Prinzip geht sie den gleichen Weg wie ihre Eltern. Wir waren beide lange Zeit sportlich aktiv und haben selbst Trainerfunktionen übernommen als wir 18 waren. Hauptsache sie hat einen Ausgleich, der ihr Spaß macht und ihr etwas gibt.

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