Freitag, 27. April 2018

Was ich noch erzählen wollte...


...und wofür ich bisher noch keine Zeit gefunden habe.

Ich war ja bisher in meinem Leben glücklicherweise nur auf wenigen Beerdigungen. Die meisten von Menschen, die ein gesegnetes Alter erreicht haben, eine, wo eine Mutter ihr junges, erwachsenes Kind verloren hat und alle waren ausnahmslos kirchlich auf einem klassischen Friedhof. Nun waren wir das erste Mal auf einer Beerdigung in einem Ruheforst mit einer freien Trauerrednerin und ich möchte schreiben, es war wundervoll. Darf man das überhaupt im Zusammenhang mit einer Beerdigung? Mit einer Doppelbeerdigung? Der Frühlingswald, die Ruhe, die Vögel, das Wetter, der leichte Wind, die persönliche wunderbare, aber auch ehrliche und durchaus auch kritische Rede der Trauerrednerin, es war ein würdevoller Abschied für zwei besondere Menschen. Es gab Raum für Traurigkeit, für ein Schmunzeln und auch für Stille, in der jeder nach seiner Konfession den Beiden gedenken konnte. Für mich auch absolut neu war, dass Hunde zugelassen waren. Aber auch das durfte bei dieser Beerdigung nicht anders sein. Beide Menschen liebten Hunde, beide hatten immer Hunde und haben sich lange im Tierschutz engagiert, so war es eigentlich absolut richtig, dass zumindest Manni mit Abschied nehmen durfte. Bei einer normalen kirchlichen Beerdigung undenkbar.
Als das Töchterchen und ich im Auto saßen, waren wir uns absolut einig, genauso sollte es sein. So ein Abschied von geliebten Menschen! Im Anschluss wurde es dann traditionell mit Kuchen und Kaffee, aber auch dort war Raum für lustige Anekdoten und ernsten, kritischen Worten. Ich denke, es war alles ganz im Sinne von diesen beiden Menschen. Und ich hoffe für meinen besten Freund, dass er diesen Abschied als würdevollen Abschluß für ein wirklich tragisches Ereignis annehmen kann. Nun kann für ihn die Trauerphase beginnen, für die im Vorfeld sicherlich überhaupt keine Zeit blieb.

2 Kommentare:

Herr MiM hat gesagt…

Das gefällt mir. Ja, so sollte es sein.

hat gesagt…

Ja, Herr MiM, das waren auch meine Gedanken als ich im Auto saß: "So sollte es sein!"