Erster Schultag und die Stimmung ist endgültig im Keller. Wenn diese Stimmung nun zwei Jahre anhält, gebe ich mich zur Adoption frei.
Angeblich ist es noch schlimmer als eh schon befürchtet. Hm....
Dazu zwei lange Nachmittage und wenn jetzt noch der Geigentermin nicht auf dem Montag bleiben kann, wäre das wohl der Supergau fürs Töchterchen.
Aber ich finde viel doofer, dass meine Oma heute ins Krankenhaus musste. Und ich drücke ganz fest die Daumen, dass es nix Schlimmes ist. Mit 91 ist das ja alles immer so eine Sache.
Das Wetter ist nach einem Tag Pause wieder unerträglich, aber Sophie und ich halten stimmungstechnisch noch den Durchschnittswert hoch. :-) Liegt vielleicht daran, dass ich gestern noch einmal getanzt habe.
Überhaupt war das gestern noch ein schöner Ferienabschluss mit Ipanema in der Strandbar. Da hat das Töchterchen mal kurz vergessen, dass das Leben jetzt wirklich vorbei ist. Soifz!
Wenn ich mich so an meine Schulzeit erinnere...ich habe mich eigentlich im Klassenverband nur in der Grundschule wohl gefühlt. Danach nie wieder. Ab der 7. im Gymnasium fühlte ich mich vollkommen fehl am Platz, hatte Schwierigkeiten wirkliche Freundschaften zu knüpfen, weil ich so ziemlich alleine ohne Freundinnen in diese Klasse kam. Das Wechseln in der 9. auf die Realschule zu meinen Freundinnen, hat es aber wider Erwarten jetzt auch nicht herausgerissen. Ganz schlimm war es in der Ausbildung, ich war mit die Jüngste und die anderen hatten vollkommen andere Interessen als ich. Ich die Disko- und Basketballmaus, die sich gerne modern anzog und die neuste Musik gehört hat und die anderen, die doch schon teilweise Hobby- und Musiktechnisch auf einem ganz anderen Planeten lebten. Die gute Nachricht ist, ich habs überlebt! Schön war anders, aber dann macht man sich sein Leben eben ausserhalb der Schule schön. So einfach ist das und doch so schwer.
Und oft ist es doch so im Leben, dass man sich immer wieder einen neuen Freundeskreis aufbauen muss. Nur wenige bleiben über die Jahre hinweg. Die meisten begleiten dich nur ein Stückchen. Manche kommen nach Jahren zurück, andere siehst du nie wieder.
Und dann passiert gerade etwas, womit ich schon irgendwie gerechnet habe. Vielleicht erinnert ihr euch noch, die neue Lebensgefährtin vom Papa des Töchterchens hat ja zwei Mädels. Mit diesen hat sich das Töchterchen sehr gut verstanden und vor allem die Jüngere war total verrückt nach ihr. Durch den Kontaktabbruch mit dem Papa, hat sie die Mädels nun das letzte Mal im Oktober vor 2 Jahren gesehen, mit der Kleinen hat sie aber regelmäßigen Kontakt über Snapchat und Whatsapp. Und nun fragt die Kleine, die mittlerweile 12 ist, das Töchterchen immer wieder, wann sie nochmal nach Estland kommt bzw. warum sie nicht mehr kommen möchte. Die Mädels werden älter und das Englisch immer besser. Das Töchterchen hatte es ihr schon einmal erklärt, aber jetzt hakt sie erneut nach. Hinterfragt das Ganze. Ich bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt. Mein Angebot steht, dass sie sich auch hier treffen können, falls die Mädels mal wieder in Deutschland sind. Oder sie treffen sich auf dem Schulhof der Grundschule, der liegt dann genau in der Mitte und ist fußläufig zu erreichen. Ob die Gegenseite das begrüßen würde, wage ich zu bezweifeln.
Und nach diesen ganzen Problemen und Problemchens noch etwas als Stimmungsaufheller!


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