Montag, 1. Juni 2020

Wieder einer...

...nun ist wieder ein Monat vergangen. Ein weiterer Monat mit Corona und was halt dazu gehört. Auch wenn es nun viele Lockerungen gibt und doch einige bis viele Mitbürger so tun als gäbe es Corona nicht mehr, für uns hat sich noch nicht so viel geändert. Wir sind noch zögerlich mit unseren ganz persönlichen Lockerungen ohne, dass man uns dazu auffordern müsste. Es fehlt uns die Lust uns unter die Menschen zu mischen. Ob nun in der Stadt beim Stadtbummel oder einem leckeren Getränk am See. Und auch wenn wir es hier wirklich schön haben und das Beste daraus machen, es plätschert halt so dahin. Ohne Highlights, ohne wirkliche Erlebnisse. Oft fühlt sich ein Tag an wie der andere. Man freut sich auf das lange Wochenende, aber kurz danach fällt einem dann ein, dass es sich genauso anfühlen wird, wie jeder andere Tag - nur ohne Arbeiten. Wir dümpeln herum, mal mehr, mal weniger gut.
Nun ist schon Juni! Eigentlich einer unserer vollsten Monate im Jahr. Normalerweise gespickt mit Terminen und Vorbereitungen, die einen manchmal überhaupt nicht mehr durchschnaufen lassen. Aber auch voller Begegnungen, Abschiednehmen, Feiern und das Wissen, nach den Ferien sind manche Dinge unwiderruflich vorbei. Dafür ist Platz für Neues. Man ist innerlich voller Emotionen, Gefühle, Freude, Ängste und Erwartungen. Man fühlt das Leben mit all seinen Seiten. Das Töchterchen und ich würden uns sehr viel weniger sehen als sonst und trotzdem viel gemeinsam machen. Und dazwischen würde ich mich unglaublich freuen auf ruhige, einsame Momente im Garten unterm Kirschbaum mit einem guten Buch! Doch dieses Jahr überwiegen diese ruhigen Momente unterm Kirschbaum schon seit Wochen. Es wird keinen Rundenabschluss beim Fußball geben, keine Diskussionen darüber, ob das Töchterchen beim Musikschulenschuljahresabschluss etwas vorspielt oder nicht, kein Abschied von der ungeliebten Klasse, keine Teenie-Kirmesbesuche, kein erster Drink am See und trotzdem wird einiges nach den Ferien unwiderruflich vorbei sein. Manchmal fühle ich mich betrogen - um die Emotionen, die Gefühle, die Lebendigkeit.
Keine Ahnung, wie das weitergehen soll! Wie man aus diesem Corona-Loch, aus dieser Lethargie herauskommen soll. Wann sich diese Leichtigkeit wieder einstellen wird?

Immerhin geht es mir nach der Impfung wieder besser. Nur der Arm juckt und schmerzt noch, aber schon gestern habe ich mich an meinem Sportprogramm versucht, um festzustellen, dass ich niemals nimmer nicht Yoga mögen werde. Ich habs wirklich nun mehrfach versucht, mir Mühe gegeben, ich kann es einfach nicht leiden. Es langweilt mich! Heute wäre laut App wieder eine Yoga-Einheit dran. Hatha-Yoga zur Entspannung. Ich gebe dem noch eine letzte Chance. Wenn das auch wieder nix ist, werde ich diese 2 Yoga-Tage von der App mit etwas ersetzen, das ich lieber mag. Ein Ruhetag, eine Joggingeinheit, Faszientraining, Tabata, was auch immer!

Noch 22 Tage....








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