Wie jedes Jahr nehme ich mir ja eine bestimmte Kilometerzahl vor, die ich joggen möchte. Da die 200 km für so eine magische Grenze sind - auf der einen Seite gut zu schaffen, auf der anderen Seite trotzdem eine Herausforderung - blieb es auch dieses Jahr bei dieser Zahl.
Und was soll ich sagen? Es läuft mies. Sehr mies. Ich bin so im Rückstand, dass ich im April noch 30 km schaffen müsste, um das aufzuholen. Das lag zum einen am Wetter, weil es einfach sehr kalt war oder glatt oder es war extrem windig. Letzteres bremst mich total aus, weil ich hier berghoch muss und ich dort meist Gegenwind habe. Dazu habe ich schlichtweg keine Motivation. Dann ist die generelle Motivation in diesem zweiten Dauerlockdown extrem schlecht. Sich zu irgendwas aufzuraffen fällt sehr schwer. Dazu die Zwangspause nach der Impfung, weil ich dauernd Kopfweh hatte. Alles Ausreden, ich weiß. Aber immer wenn ich durchstarten will, kommt was dazwischen, was mich entweder demotiviert oder ausbremst. So wie jetzt auch wieder. Denn blöderweise hatte ich wegen noch gar keine Heuschnupfenprobleme vergessen bei der Laufrunde am Freitag Nasenspray in die Nase zu machen - hatte auch gar keines mehr im Haus - und dann überkam mich danach ein fieser Heuschnupfen-Anfall. Also dachte ich, ich nehme mal zur Sicherheit eine Tablette ein, damit ich heute am Sonntag nachlegen kann. Tja, ich fand nur noch die eine Sorte Tabletten im Schrank und ehrlich, da hätte ich auch Schlaftabletten nehmen können. *Soifz* Und wirken tun sie auch nicht wirklich. Ohne zusätzliches Nasenspray wird das also nix. Spaziergänge sind kein Problem, aber beim Joggen inhaliert man die Pollen doch sehr, zumal ich auch gerne mal durch den Mund atme, wenn der Puls schneller wird. Somit sagt die Vernunft - lass es heute. Was aber nun wieder bedeutet, dass ich bis zur nächsten Möglichkeit aufs nächste Wochenende warten muss. Nicht weil ich nur am WE joggen kann, sondern weil die kommende Woche gleich zwei Gründe aufeinandertreffen, die mich ganz sicher ausbremsen.
Ich muss mir also eine Taktik überlegen, wie ich im Sommer - wo ich bekanntlich oft wochenlang nicht laufe wegen Hitze - doch die eine oder andere kurze Runde schaffe. Sonst wird das dieses Jahr nix - mit mir und den 200 km. Aber vielleicht wird der Sommer ja wie der April - dann muss ich mir keine Gedanken machen. *lach*
Ansonsten ist hier die Stimmung sehr viel besser geworden. Die Fahrschule tut dem Töchterchen gut! Und sie ist auf die Idee gekommen, sich Brieffreunde in der ganzen Welt zu suchen. Old Shool also und im Moment streckt sie die Fühler Richtung USA und Neuseeland aus. Mal sehen, ob sie erfolgreich ist. Ich drücke die Daumen.
Gestern war ich mutig und habe die größten Tomatenpflanzen schon mal ins Endgefäß umgetopft, die kann ich dank Henkel dann Abends immer reinholen. Paprika, Physalis und Aubergine wachsen langsamer, da kann ich schon ein paar Tage warten. Ich muss aber sagen, dieses Jahr sehen die Pflanzen nicht so gesund aus, wie sonst. Keine Ahnung woran das liegt.
Und ich habe ein neues Projekt gestartet. Das Clematis-Projekt. Einer der Vormieter hier, hatte eine Clematis vorne im Kiesstreifen am Haus gepflanzt. Eine Rankvorrichtung ist auch am Haus montiert. Leider hatte diese Clematis diese Welke-Krankheit und so musste ich sie irgendwann nach genauer Recherche runterschneiden. Dann habe ich 3 Jahre gehofft, dass sie so eingepflanzt wurde, dass sie neu austreibt. Aber leider ist das nicht passiert. Da ich nicht wusste, wie tief ich an der Stelle buddeln kann und ich immer mit Schrecken diese tiefen Töpfe im Gartencenter gesehen habe, in denen die Pflanzen angeboten wurde, traute ich mich nicht so recht ran. Aber nun habe ich mal probehalber gebuddelt und ich denke, das bekomme ich hin. Die Erde an der Stelle sieht auch sehr gut aus, so dass ich sie sicherlich mit etwas frischem Anteil mischen und wiederverwenden kann. Jetzt fehlt mir nur noch die richtige Clematis. Es muss eine sein, die auch im Kübel wächst, denn so viel Platz hat sie dort nicht, um sich wurzeltechnisch auszubreiten und zu hoch darf sie auch nicht werden. Und schön wäre auch eine Sorte, die widerstandfähiger ist gegen die Clematis-Welke. Mal schauen, ich gehe dann mal die kommende Woche auf die Suche. Falls nicht wegen Inzidenz über 200 die Gartencenter dicht gemacht werden.
Auch unser Winterjasmin am Haus sieht kläglich aus. Er hat, wie so viele Pflanzen im Garten einen Schlag wegbekommen als es so starken Frost gab. Normalerweise hält er das ja aus, aber irgendwie waren die Bedingungen so besonders, dass es hier auch einige Hecken weggerafft hat. Sogar der Storchschnabel treibt nur zögerlich aus und der ist ja eigentlich wie Unkraut. Es kann also sein, dass wir den auch noch komplett runterschneiden müssen. Aber das wird dann eine Firma machen und die Entscheidung fällt erst im Sommer. Bis dahin bekommt er noch Zeit, sich zu retten.
Das Wetter nervt und noch mehr nervt mich der Wetterbericht auf der App. Wenn kein Regen angezeigt wird, dann will ich auch keinen Regen. Gestern musste ich dann überraschend die Wäsche wieder abhängen, weil es doch anfing zu regnen. Bei einstelligen Temperaturen und Wind ist es einfach nicht mehr schön draußen. Leider soll es hier nicht wirklich besser werden. Ich kann mich an keinen April erinnern, an dem ich so wenig Möglichkeiten hatte den Frühling zu fotografieren. Die Natur ist hier noch sehr zögerlich und die Blüten, die sich wagen, werden vom Frost sehr unansehnlich. Ich kann es nicht genug wiederholen, dies wird ein sehr trauriges Fotojahr. :-(
Aber zum Trost zeige ich noch ein paar.






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