So, nachdem ich meine Impfung samit der heftigen Impfreaktion hinter mich gebracht habe und das Sofa des Leidens verlassen konnte, kommt jetzt mal mein Wanderbeitrag vom letzten Wochenende. Und dazu gibt es eine Vorgeschichte.
Also, eigentlich finde ich wandern oder weite Fahrradtouren echt doof. Fahrrad habe ich eh keines mehr und die langen Hunderunden, die max. 2 h dauern reichen mir vollkommen aus. Ich war halt nie der Ausdauermensch, sondern habe meinen Sport lieber schnell und kurz erledigt. *lach*
Fasziniert haben mich aber schon immer Rundreisen mit viel Natur - wie z.B. unsere beiden Neuseelandreisen - möglichst mit wenigen Touris, was ja heute fast unmöglich ist. Dem Ex zu Liebe bin ich dabei auch durchaus mal einen Berghoch gewandert oder wir haben Vulkane erobert. Und Fahrradtouren haben wir auch gemacht.
Auch fand ich es total faszinierend, wenn ich Beiträge über den Jakobsweg gesehen habe. Und zwar mal abgesehen vom religiösen Hintergrund. Aus eigener Kraft eine so lange Strecke zu erlaufen - das stelle ich mich großartig vor. Aber jemand wie ich, die schon nach 8 km joggen das Bedürfnis hat sich zwei Tage auszuruhen und dem nach 2 h Hunderunde eben einfach die Beine weh tun, wie soll ich dann so einen Gewaltmarsch schaffen?
Dann kam die Pandemie und wir hatten so unglaublich viel Zeit, da Netflix und Co. schon fast leergeglotzt war, sind wir zu den Dokus übergegangen und wir sind eben bei diesen Dokus gelandet, bei denen Menschen über die Alpen gewandert, mit dem Fahrrad bis nach Italien geradelt oder mit einem selbst umgebauten Bus die Welt bereist haben. Oder die Rentnerin, die mit dem Motorrad eine halbe Weltreise gemacht hat. Und der Wunsch, sowas in der Art auch mal zu machen - im kleineren Rahmen natürlich - wurde immer größer.
Dazu kommt, dass ich ja einen Plan brauche, wie ich meine Urlaube gestalte, wenn das Töchterchen nicht mehr mit fährt und Sophie nicht mehr bei uns ist. Ich habe da auch ein paar Ideen, aber noch ist es ja eine Weile hin bis es soweit ist.
Das Töchterchen ist ja eher der Ausdauermensch und geht auch jeden Tag mal locker 2 h am Stück mit dem armen Hund spazieren, dem danach die Zunge bis auf dem Boden hängt, weil das Tempo auch sehr viel höher ist als bei mir. *lach* Sie konnte ja letzten Sommer Bergluft schnuppern und fand das großartig. Ihr Ziel für irgendwann - die Zugspitze hoch! Sie würde mal locker über die Alpen wandern, bei ihr wäre eher das Problem, dass sie im Urlaub nicht nur jeden Tag laufen möchte und sie niemals mit max. 10 kg Gepäck auskäme. *lach*Und tragen könnte sie das auch nicht. :-)
Naja, lange Rede, kurzer Sinn, ich habe für mich beschlossen, das Wandern als Alternative zu entdecken. Raus aus meiner Komfortzone und ausprobieren, was geht. Dazu habe ich mir Komoot aufs Handy gezogen und angefangen, mir Strecken selbst zu erstellen, die vor der Haustür starten. Zusätzlich gibt es ein paar Premiumwanderwege in der Gegend, die wir laufen können und zu deren Startpunkten wir nicht zu weit fahren müssen. Es gehen ja nur Rundwege, denn im Moment möchten wir noch nicht mit Bus und Bahn fahren.
Ob es dann eine Fernwanderung in naher Zukunft wird oder ich lieber doch davon Abstand nehme...das werden wir sehen. :-)
Die erste Wanderung führte uns direkt von der Haustür zur Dammühle, ein Restaurant und Biergarten in der Nähe - wo wir schon immer mal hinlaufen wollten, aber den genauen Weg durch Feld und Wiesen nicht wussten. Mit Komoot war das dann kein Problem mehr. Danach sind wir hoch Richtung Marburg zur Weinstraße und danach über den Stadwald zurück zu uns. Und was soll ich sagen. Es war total schön! Zweimal haben wir uns kurz verlaufen, einmal konnten wir der Strecke nicht folgen, weil die Brücke bei der Dammühle über den Bach verschwunden war und wir somit einen Umweg von 2 km dranhängen mussten, zweimal ging es blöd an einer Landstraße lang, aber ansonsten lief es prima. Ich war total erstaunt als wir hinter der Dammühle einen so steilen Berg hochmussten, dass ich dachte, wir wären irgendwo im Urlaub. Ja, wir haben Berge, über die fluche ich beim Joggen ja eh immer, aber hier ging es eben recht knackig auf kurzer Strecke die Höhenmeter hoch. Insgesamt waren wir über 2 h unterwegs mit einem ordentlichen Tempo - das Töchterchen hat halt die Pace gemacht *örgs* - und knapp 11 km war die Strecke dann letztendlich. Nach 9 km fing mein Fuß an Probleme zu machen, ich muss aber gestehen, ich war am Tag vorher auch 8,3 km joggen. Dann darf man sich eben nicht wundern oder beschweren. ;-)
Und nun kommen die Fotos von unserer ersten eigen kreeirten Wanderung!
Die nächste Tour, wenn mal die Gewitterlage vorbei ist, geht in eine andere Richtung und ist vorab mit 14 km berechnet. Und geht über 280 Höhenmeter. Ich bin gespannt.































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