Montag, 3. Oktober 2022

Küchenrenovierung

Heute zeige ich endlich mal Fotos von der Küchenrenovierung. Zur Info, die Küchenmöbel waren Bestandteil der Mietwohnung. Als ich einzog waren noch die alte Spülmaschine und der alte Herd (mit richtigen Herdplatten) drin. Da die Möbel schon sehr, sehr alt, genauso wie die Geräte, waren, musste ich nix dafür bezahlen. Hätte ich auch nicht, weil ich ja eine sehr viel neuere Küche im Haus hatte und die samt Geräte verkauft habe. Zumindest die Geräte hätte ich dort einbauen können. So war es dann aber viel einfacher bei dem zeitlich sehr knappen Umzug.

Über die Farbe war ich nie glücklich und auch die Aufteilung der Schränke auch nicht. Im Spülunterschrank war wohl mal ein Wasserschaden, denn dort ist das Holz teilweise aufgequellt, aber im Großen und Ganzen sind die Schränke in Ordnung und erfüllen ihren Zweck. Wir haben es uns dann so gemütlich gemacht, wie es geht. An der Enge der Küche und viel zu wenig Arbeitsfläche kann man letztendlich eh nix ändern. Ich hatte aber tatsächlich in meinem Leben schon eine kleinere Küche zur Verfügung. In meiner zweiten Mietwohnung. Da konnte man nicht mal essen!

Die weißen Hängeschränkchen habe ich besorgt, damit man noch mehr Staufläche hat und die Stühle wurden irgendwann mal ausgetauscht. Die Alten stehen nun im Garten und dort wachsen nun Erdbeeren drin. ;-)

Mittlerweile habe ich eine neue Spülmaschine und einen komplett neuen Herd. Die sind nämlich in den letzten Jahren kaputt gegangen und wurden von den Vermietern ersetzt. Nur der Kühlschrank ist noch der alte und die Dunstabzugshaube, die ich eh kaum benutze. 

Vorher:






In der ganzen Wohnung hat sich einer der Vormieter im Greekstyle ausgetobt, d.h. überall sind diese blauen Zierleisten an den Türen oder Rahmen. Würde ich niemals so machen, aber es gibt tatsächlich Schlimmeres. 

Was habe ich gemacht? Zuerst ausgeräumt, Regale abmontiert und das Zimmer fürs Streichen vorbereitet. Vorher habe ich den Rolladengurt noch mit einer Backpulver-Wassermischung geschrubbt und ihn tatsächlich wieder hell bekommen. War echt anstrengend, hat sich aber wirklich gelohnt. Danach habe ich abgeklebt und mit weißer Wandfarbe die Wände neu gestrichen. Eine Wand musste ich zweimal streichen, weil sie noch streifig war. Ich habe gute Farbe genommen, weil durch die Enge der Küche, die Wand doch sehr beansprucht wird und ich den einen oder anderen Fleck durchaus mal abschrubbeln muss.

Nachdem die Küche gestrichen war, ging es an das eigentliche Projekt. Dafür hatte ich mir (Achtung, unbezahlte und unbeauftragte Werbung) Dc-Fix Folie in White Wood geholft, dazu ein Rakelset mit scharfem Cuttermesser, eine große Schneideunterlage, große Lineale und viel Geduld. Die große Schwierigkeit war, dass ich eben nur die blauen Flächen überkleben wollte. Der Streifen Buche sollte bleiben. Das heißt, ich musste exakt messen und exakt schneiden. Im Nachhinein war das auch der Knackpunkt bei der ganzen Sache. Das Kleben selbst ging sehr viel leichter als gedacht, wenn ich nicht minimal schief angelegt oder geschnitten hatte. Insgesamt habe ich 4 Rollen verbraucht. 3 hätten wohl gereicht, wenn ich nicht 2 oder 3x Verschnitt gehabt hätte. Von den Kosten her lag ich dann bei ca. 50 Euro. Mit Rakelset. 

Ich habe mir die Türen abmontiert, die sich abmontieren lassen, sie gut abgewaschen und von Fusseln befreit. Der Griff kam natürlich auch vorher ab. Danach habe ich ausgemessen, die Folie passend abgeschnitten und mit Hilfe des Rakels die Tür beklebt. Ein paar Ecken und die Kühlschranktür musste ich an der Front bekleben, was dann auch einfacher ging als gedacht. Nach dem Bekleben habe ich immer ein paar Stunden gewartet und immer wieder mit dem Rakel über die Kanten gestrichen. Erst dann wurde der Griff angeschraubt und die Türen wieder eingehängt. Mit jedem beklebten Teil habe ich neue Erkenntnisse gewonnen und die Knackpunkte erkannt. Ich habe mir sehr viel Zeit gelassen, manchmal habe ich nur alle paar Tage ein bis zwei Türen gemacht und das war auch gut so. 

Die Türen habe ich noch, so gut es ging, justiert, die Schränke ausgewaschen, umgeräumt, ausgemistet und auch auf der Arbeitsfläche habe ich etwas umgeräumt. Und dann war ich plötzlich fertig. Mir gefällt es mega gut und ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Natürlich weiß ich noch nicht, wie lange das Ganze hält, ob sich die kniffligen Kanten ablösen und irgendwann unschön aussehen. Ich werde berichten! Laut Dc-Fix hält der Kleben im Haus ewig. Schauen wir mal.

Ein paar Kleinigkeiten fehlen noch. Ich hatte ja die Neonröhre vom Vormieter abmontiert, weil sie eh nur noch flackerte und so brauche ich noch ein wenig Licht unter den Hängeschränken, auch deswegen, weil ich das Licht der Halogenspots in der Decke einfach nicht mag. Ich mache die nur an, wenn ich wirklich Licht benötige. Ich hätte auch gerne noch eine kleine Tafel oder ein Whiteboard für meinen Wochenessensplan und anderen Notizen. Ein kleiner Teppich vor der Arbeitsfläche wäre toll, allerdings weiß ich noch nicht so genau, was Sinn macht und dann muss man das ja auch in der Wunschfarbe finden. Bezahlbar natürlich. ;-) Bis wir mal zum Schweden kommen, dauert es noch eine Weile, deswegen gibt es die Nachher-Fotos heute schon.






Mein Fazit: Ich bin glücklich! Es hat irgendwie auch Spaß gemacht und der Effekt in der kleinen Küche ist enorm. Aber ich bin auch froh, fertig zu sein. :-)

Das nächste Zimmer wird dann irgendwann das Wohnzimmer sein, dass vor allem gestrichen werden muss. Aber vorher muss ich gut überlegen, ob ich da auch ein paar Sachen in der Einrichtung verändere und bis das gereift ist, wird es noch eine Weile dauern. 


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