Diesmal wird der Urlaubsbericht nicht sooo ausführlich. Erstens ist einfach weniger passiert, zweitens hat das Töchterchen keinen Tagesbericht mehr geschrieben und drittens, ich habe auch kein Tagebuch geführt. D.h. ich werde eh nicht mehr alles zusammenbekommen. Auch von den Fotos her ist die Ausbeute eher mau. Was wiederum einmal am Wetter selbst lag - die ersten Tage haben wir das schöne Wetter am Strand genutzt und danach war das Licht eher grottig. Ausserdem gab es ein Kameramalheur, dazu aber dann am entsprechenden Tag.
Wir sind pünktlich morgens gestartet, nachdem endlich klar war, dass das vorher vorher noch mit einem Update versehende Navi, anscheinend keinen Saft mehr aus dem Zigarettenanzünder ziehen kann und ich glücklicherweise eine neue Halterung dafür hatte, in die auch die Handys passen. Glück gehabt, dass das Töchterchen ein passendes Ladekabel hatte, was auch lang genug war, denn mein Handy hat nicht genug Akku für eine längere Autofahrt, dafür ist es einfach zu alt.
Den ersten Teil fuhr ich, die letzten ca. 300 km das Töchterchen. Ich hab das irgendwie dann auch als Beifahrer überlebt, nicht weil das Töchterchen so schlecht fährt, sie fährt gut, aber ich bin einfach kein guter Beifahrer. Wir sind auch extrem gut durchgekommen, ich habe das neue Stück Autobahn bis Kassel unterschätzt, man spart enorm viel Zeit und so waren wir nach 5 h und 20 min. in Rekordzeit dort oben!
Wir parkten das Auto auf dem ultrateuren Strandparkplatz, weil wir ja viel zu früh für unsere Ferienwohnung waren. Und leider lief das mit dem Strandkorbschlüssel auch anders als gedacht. Denn den bekamen wir nicht wie schriftlich angekündigt vom Strandkorbdealer, sondern der war am Wohnungschlüssel dran, den wir aber halt noch nicht hatten. Dieses Jahr war der Strandkorbdealer aber so gut drauf, dass er Mitleid mit uns hatte und uns einen Ersatzschlüssel gab und so konnte der Urlaub starten. :-)
Aber zuerst brauchten wir Kaffee und kühle Getränke!
Danach ging es in unseren Strandkorb und ich bin das erste Mal schon die echt kalte Ostsee gehüpft.
Einmal musste ich ein Parkticket nachziehen, bevor wir dann gegen 15 Uhr endlich unseren Schlüssel in Empfang nehmen konnten. Die neue Ferienwohnung war schick und sehr gut ausgerüstet, das Gebäude selbst kennen wir ja schon. Und da überkam uns echt ein Gefühl des "Nachhausekommens", wir waren uns einig, dass wir sehr dankbar sind für so einen zweiten Lieblingsort an dem so viele Erinnerungen hängen. Aber vor allem mich überrollte die Trauer um Sophie doch stärker als gedacht. Dass es schlimm wird, hatte ich erwartet, dass es so stark sein würde nicht. Vor allem hatte ich das Gefühl, ich spüre ihre Präsenz, als wäre sie die ganze Zeit neben mir. Aber vielleicht war es ja auch so. Diese Trauer hielt so 2-3 Tage an, danach blieben die Erinnerungen an die frühere Zeit, aber ohne den Schmerz.
Nachdem wir ausgeräumt hatten, ging das Töchterchen noch Einkaufen und ich direkt zurück an den Strand, um das echt schöne Wetter zu genießen. Erst zum Abendessen ging es in die Ferienwohnung! Später machten wir eine letzte Abendrunde - wie früher halt. Es war noch recht voll, aber die Sonne geht halt deutlich früher unter - Mitte August!
Und dann waren wir nach 21310 Schritte trotz 5stündiger Fahrt echt müde!



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2 Kommentare:
Ach ja, mit dem Herzensort hast du so recht. Was für euch Dahme ist, ist für uns Rettin. Wir hatten eine wunderschöne Zeit. Bei uns war es meine Mama, die wir vermisst haben, da sie im Mai gestorben ist. Allerdings war sie schon sehr lange sehr krank und wir waren 2019 zuletzt zusammen in Rettin. LG Andrea
Auch wenn es einen traurig macht, weil man jemanden vermisst. Die Erinnerungen, die dort hochkommen, an Dinge, die man dort gemeinsam erlebt hat, sind doch unbezahlbar. Ich denke, das erste Mal ist es immer schwierig. Aber vielleicht wird es einfacher? Wir werden sehen! Noch weiß ich nicht, wann wir das nächste Mal in Dahme landen. Für nächstes Jahr haben wir andere, große Pläne. :-) Mal schauen, ob wir die umsetzen können. LG Andrea
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