Samstag, 7. Januar 2017
Na, das geht doch wieder gut los...
Kalt war es diese Woche, aber wenigstens zeigte sich auch mal die Sonne. Mein erster Arbeitstag begann mit Glätte - genauso habe ich mir das vorgestellt. Kaum Urlaub vorbei, zack kommen Schnee und Glatteis.
Der Montag verlief anders als geplant. Plötzlich tauchen die Menschen wieder aus der Versenkung auf und so war ich irgendwie den ganzen Montag und den Dienstag beschäftigt. Sogar mein Hund wurde abgeholt zu einem Hundespaziergang. Worüber ich natürlich erfreut und dankbar war! :-)
Schön ist auch, wenn man während der Arbeitswoche mitten in der Nacht um 2 Uhr Diskussionen über eine vernünftige und altersgerechte Handynutzung führt. Und danach nicht wieder einschlafen kann, der Wecker aber gnadenlos um 6 Uhr klingelt. So passiert in der Nacht auf Mittwoch. Und nun gibt es ein ausgekügeltes Handynutzungsgesetz hier im Hause für zwei Wochen! Schriftlich festgehalten, damit ich bei Diskussionsversuchen nur mit dem Wisch vor ihrer Nase wedeln muss.
Eine tolle, aber notwendige Beschäftigung war auch das Papiere sortieren und alles für die kommende Lohnsteuer zusammen zu suchen.
Sport ist mal wieder ausgefallen und pünktlich zum Freitag hatte ich dann leichte Kopfschmerzen und merkte den Schlafdefizit der ersten Arbeitswoche. Also konnte ich mich wieder nicht zum Salsa tanzen aufraffen.
Das WE wird ruhig. Ich werfe den Baum raus und entweihnachte die Wohnung. Das Töchterchen wird zum Fußballturnier fahren und immer wieder mit mir über den Handyplan versuchen zu diskutieren. Sonntag ist gar nichts geplant, aber hier warten auch noch ein paar Filme, die wir uns anschauen können.
Die erste Schulwoche startet mal so richtig klasse - die Busse streiken! Den ganzen Montag...vielleicht auch länger. Toll für berufstätige Alleinerziehende! Das Kind muss ja nun zur Schule. Ich bin noch am Organisieren! Es geht also schon wieder gut los.
Aber ich glaube das Töchterchen hatte eine tolle Woche. Bis auf den Handyentzug, der wiegt natürlich schwer. ;-)
Sonntag, 1. Januar 2017
Auf ein Wort!
"Sich das Leben so schön wie möglich zu machen und es dann auch genießen"
Das war mein Vorsatz für dieses Jahr
2016
Ich bin ehrlich, ich glaube, das ist mir nicht wirklich gelungen. Oder vielleicht doch? Vielleicht habe ich ja doch das Beste aus meinen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen gemacht...ich weiß nicht, es fühlt sich jedenfalls nicht so an. Ich habe mir auf alle Fälle Mühe gegeben und eine Zeit lang sah es auch ganz gut aus. Aber 2016 war das Jahr der kleinen, fiesen Nadelstiche. Persönlich gesehen gab es keine großen Katastrophen, keine schweren Krankheiten und wir mussten niemanden für immer gehen lassen. Aber es kamen eben immer diese kleinen fiesen Nadelstiche, die den Ballon nicht platzen lassen, aber die Luft kann entweichen und je mehr Löcher der Ballon hat, um so schneller verliert er an Luft.
Ich könnte es auch anders umschreiben. Ich stecke mit einem Bein in einem Sumpf fest und je mehr ich mich versuche freizustrampeln oder mich ganz rauszuziehen, um so tiefer sinkt man ein, um so fester steckt man fest. Das ist anstrengend, zermürbend und kräfteraubend. Man merkt das nicht sofort, aber irgendwann ist halt die Luft raus, Erschöpfung macht sich breit.
Das Jahr 2016 lässt mich ratlos zurück. Was kann ich besser machen, wie kann ich meine Unzufriedenheit und Erschöpfung verringern? Wie finde ich meine Motivation wieder? Ich weiß es nicht. Ich habe mir in den letzten Tagen so oft den Kopf zerbrochen, aber mir fällt keine Lösung ein, weil ich nun mal in diesem Lebenssumpf feststecke. Ich kann nicht einfach abhauen, weil ich Verantwortung habe und die alleine tragen muss. Da ist niemand, dem ich das eben mal abgeben kann.
Ich habe viele neue Menschen kennengelernt, hatte wundervolle Begegnungen, aber da waren auch einige dabei, die sich dann eher als lehrreich und wenig nachhaltig entpuppten. Ganz wenige sind im Laufe des Jahres zu wichtigen Wegbegleitern geworden. Bei meinen alten Freundschaften muss ich jetzt genauer hinschauen. Es ist Zeit auszumisten! Einige haben sich aus meinem Leben zurückgezogen, aus verschiedenen Gründen und bei manchen merke ich, dass es nur darum geht, ihre eigenen Bedürfnisse zu stillen. Eine Zeitlang ist das okay, aber Freundschaften können keine Einbahnstraße sein. Die Tür bleibt hier immer offen für jeden, der mag, aber ich laufe niemanden mehr hinterher. Das schafft auf Dauer nur Frust und Enttäuschung.
Das Töchterchen hatte sicherlich ein spannendes Jahr. Die Hormone spielten verrückt, die Pubertät ist ein sehr explosiver und launischer Geselle und somit gab es hier wohl die größte Veränderung in dem Jahr. Das Heranreifen eines Teenagers mit allen Vor- und Nachteilen. Das Töchterchen hat viel gelernt über Freundschaft und was Wichtig ist im Leben.
Mode, Handy, Freundinnen, Fußball, Kosmetik und Jungs sind wohl der wichtigste Bestandteil im Leben einer 12jährigen. Schule dagegen wird überbewertet und Mamas sind einfach nur lästig. Die Stimmung zwischen uns war nicht gut, in diesem Jahr, es hat sehr viel gekracht und oft genug, musste ich Grenzen aufzeigen in allen Bereichen. Aber wir haben auch viele gute Gespräche geführt über Zwischenmenschliches, Gefühle, Weltgeschehen und das Leben. Die größte Herausforderung für sie war wohl die Reise nach Estland. Eine wichtige und längst überfällige Erfahrung. Die größte Überraschung war, dass sie nun große Halbschwester ist. Ich habe mich endgültig rausgezogen, was die Beziehung zu ihrem Vater betrifft. Es ist nicht mehr meine Angelegenheit. Ich fungiere nur noch als Berater, Unterstützer und Zuhörer. Alles andere liegt nicht in meiner Verantwortung!
Besonders überrascht hat mich das Selbstbewusstsein meiner Tochter, sie ist ein wirklich intelligentes, selbstsicheres Mädchen, das genau weiß, was es will. Doch trotzdem braucht sie mehr denn je eine klare Struktur, klare Ansagen und Regeln.
Gesundheitlich war das Jahr okay. Das Töchterchen war zwar öfters mal krank, aber alles im harmlosen Bereich. Mich hat es zweimal erwischt und damit öfters als sonst. Wir können uns also nicht beklagen. Es geht uns gut!
2016 hat mich verändert, es hat mich stärker gemacht, aber leider auch härter. Ich bin misstrauischer geworden und leichter auf Krawall gebürstet. Und mein Fell ist dünn geworden...sehr dünn!
Was nehme ich für mich aus dem Jahr 2016 mit? Ich glaube, das Wichtigste, was ich gelernt habe, ist mich nur noch auf mich selbst zu verlassen. Wie sagte eine Freundin letztens treffend:
"Verlass dich nur auf deinen eigenen Arsch, er ist der einzige der wirklich hinter dir steht"
Und genau das wird mein Motto für 2017 sein!
2017
Genauso ratlos, wie mich 2016 zurücklässt, blicke ich dem neuen Jahr entgegen! Das Jahr ist noch vollkommen jungfräulich...keine Pläne, keine Highlights, keine Vorsätze. Im Sommer möchten wir wieder am Meer Urlaub machen, ansonsten haben wir noch keinerlei Ideen oder Ziele.
Ich kann aus meiner Lebenssituation nicht raus, das ist nun mal so. Ich kann nur versuchen, das Beste für uns daraus zu machen. Vielleicht gelingt es mir diesmal besser.
Ich habe keinerlei Erwartungen an dieses Jahr und versuche noch weniger zu planen. Ich hoffe, dass ich es schaffe gelassener zu sein, geduldiger und weniger auf Krawall gebürstet. Und ich möchte wieder "weicher" werden. Vielleicht klappt es dann auch wieder mit der inneren Zufriedenheit.
Also dann...Auf ein Neues!
P.S.: Eine wirklich wertvolle Konstante in unserem Leben ist Sophie! Sie ist der ruhende Pol mit ihrem ausgeglichenen und zauberhaften Wesen. Der Puffer zwischen Mutter und Tochter, wenn es mal schwieriger wird. Die Spaziergänge mit ihr erden uns beide gleichermaßen und sie bringt uns immer wieder zum Lachen!
Jahresrückblick - Dezember 2016
Der Dezember begann ja mit Erkältungsviren und da ich mich nicht schonen konnte oder eben nur ein wenig, werde ich das erste Dezemberwochenende auf dem Sofa verbringen.
Das Töchterchen und ich bringen schnell das Dezember-Shooting in den Kasten, damit wir in der Weihnachtswerkstatt weiter machen können. Das Wetter ist kalt, aber herrlich, fast immer habe ich die Kamera dabei, es liegt zwar kein Schnee, aber durch den Reif und Frost wird die Landschaft auch so weiß und winterlich.
So wie die Temperaturen, so ist auch die Stimmung zwischen Mutter und Tochter...eisig! Oder explosiv. Es tut mir ja leid, dass ich darüber nichts anderes berichten kann, aber ich will das hier auch nicht beschönigen. Es nervt und es strengt an.
Weihnachtsstimmung - komplett Fehlanzeige! Der Auftritt auf dem Weihnachtsmarkt wird krankheitsbedingt verschoben und das Töchterchen wird im ganzen Dezember keine einzige Einzelstunde Geige mehr haben. Wofür zahl ich das eigentlich? Und wofür erhöht die Musikschule im Januar schon wieder die monatliche Gebühr?
Nach dem Winter kommt das Schmuddelwetter und die Erkältung macht mir immer noch zu schaffen. An ein Sportprogramm ist nicht zu denken, so beschränke ich mich auf die Spaziergänge mit Sophie.
Wir tanzen wild im Wohnzimmer auf Weihnachtsmusik, backen Plätzchen und so ist vorübergehend die Stimmung mal nett und entspannt hier.
Sophie wird 7 Jahr!
Mit den Weihnachtsvorbereitungen liege ich gut in der Zeit und da ja Geige immer wieder ausfällt, habe ich auch mehr Zeit zur Entspannung.
Ich gehe auf die Weihnachtsfeier der Fotofreunde und habe dort viel Spaß.
Ich wollte auf das Weihnachtskonzert der Schule, bleibe aber im Stau und Parkplatzchaos stecken. Zu Hause sehe ich, dass mal wieder die Absprachen nicht eingehalten wurden und explodiere.
Der Terror kommt in Deutschland an und der Orchesterauftritt findet statt. Leider findet die Geige die Kälte nicht so toll und verstimmt sich so sehr, dass keiner es schafft, sie noch schnell zu stimmen. So schaut das Töchterchen bei ihrem letzten Auftritt zu, kein schöner Abschied.
Mein Weihnachtsurlaub beginnt und ich bekomme lieben Besuch von einem männlichen Freund und das Töchterchen wird mir erst von der Seite weichen, als wir sie aus dem Wohnzimmer rauswerfen.
Das Töchterchen hat ein Date. :-)
Auf der Zielstrecke wird es trotz guter Planung und Vorbereitung doch wieder stressig und so rast die Zeit bis zum Heiligabend vorbei. Genauso wie mein Leben, dem ich nachwinke.
Wir feiern Heiligabend mit meiner Oma und meiner Mutter, wofür wir sehr dankbar sind. Wer weiß, wie lange wir in dieser Konstellation noch feiern können. Meiner Oma fällt das immer schwerer. So schön, wie der Heiligabend ist...es stellt sich bei mir kein weihnachtliches Gefühl ein. Bisher konnte ich mich immer darauf verlassen, dass egal, wie die Adventszeit ist, ich eine Punktlandung schaffe - gefühlsttechnisch. Das wird ausbleiben - diesmal.
Die Feiertage verlaufen ruhig...die Freundin kommt zu Besuch und mein Papa.
Zwischen den Jahren komme ich gar nicht aus den Puschen. Mir geht zu viel durch den Kopf, ich fühle mich erschöpft und auch frustriert. Das Töchterchen wird überraschend zu der Silvesterfeier im Hause der Freundin eingeladen - ohne mich! Ich ergebe mich meinem Schicksal und biete einen Kompromiss an, das Töchterchen wird egoistisch und rücksichtslos darauf reagieren und es kommt zum Finale! Ich bin stocksauer!
Dann schaffen wir es endlich mal zu meiner anderen Oma ins Seniorenheim zu fahren. Das Töchterchen hat sie ewig nicht gesehen und so wurde es mal höchste Zeit. Und die Oma freut sich riesig. :-)
Die Stimmung beruhigt sich im Hause Zausel. Am Silvestertag mache ich einen langen Spaziergang und lasse das Jahr Revue passieren. Gegen Abend bringe ich das Töchterchen zur Feier und verbringe selbst den Abend mit dem Hund alleine. Nicht ganz alleine, so leisten mir doch einige Freunde im Chat Gesellschaft. Wir haben mächtig Spaß und fragen uns, warum wir uns nicht zusammengetan haben zum Feiern.
Mitternacht - 2016 ist vorbei!
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