Freitag, 10. Mai 2024

Gemütszustand unbefriedigend!

 


Nun ist die Renovierung so gut wie abgeschlossen, das Geld auf den Kopf gehauen und anstatt mich darüber zu freuen, wie schön alles ist - pünktlich mit dem schönen Wetter - fühle ich mich lost. Die Wohnung kommt mir nun  noch viel größer vor, das Schlafzimmer ist ein Saal und ich weiß nicht so richtig wohin mit mir. Körperlich passt sich an den seelischen Zustand an, das Renovieren war zwar sau anstrengend, aber die Schulter hat bis letzte Woche gut mit gemacht. Seitdem ich aber nun auch noch im Labor mithelfe, zickt sie so stark rum, wie schon lange nicht mehr. Klar, ich hatte neben Renovierung, Arbeit, Hund keine Muße mehr Sport zu machen und wahrscheinlich rächt sich das jetzt. Ich sags doch immer "kein Sport ist auch keine Lösung". Eigentlich müsste ich mich also wieder auf Kurs bringen, weiß aber nicht, wie ich das starten soll. Sport würde mir auch seelisch helfen, das weiß ich. 

Vorgestern habe ich den ersten Versuch gestartet und bin nach der 18 Uhr Hunderunde nochmal alleine losgezogen. Mit dem Ergebnis, dass ich es doof fand ohne Sophie gehen zu müssen, aber sie schafft das auf keinen Fall mehr. Ich habe sie und unsere Spaziergänge so vermisst, so wie sie früher waren und die Tatsache, dass das nie wieder so sein wird, hat das alles nicht besser gemacht. Auch die Spaziergänge mit dem Töchterchen sind mir in den Kopf gekommen, aber die fanden ja schon seit der Abizeit nicht mehr so statt. Trotzdem ist da diese Wehmut. Und zu allem Übel, wollte Sophie dann bei der letzten Runde mal wieder kein Pipi machen, so dass ich am Ende bei 27000 Schritte angekommen bin. Ein Pensum, das ich auch nicht öfters schaffe. Vor allem auch vom Zeitfaktor her. Zu Hause bleibt  nämlich eh schon alles liegen. Besuch darf ich nur den empfangen, der hart im Nehmen ist. 

Gestern war ich dann so k.o., dass ich ausser dem üblichen Programm gar nix zusätzlich gemacht habe. Trotzdem waren es wieder 18000 Schritte. Viele denken jetzt, ist doch super, so viele Schritte. Ja, wären sie auch, wenn sie Spaß machen würden. Aber die meiste Zeit davon bete ich, dass Sophie ihre Geschäfte erledigt oder schiebe sie an. Oder sie peilt plötzlich unsere größte Runde an, wenn ich es nicht erwarte, bevorzugt, wenn ich die unbequemen Gartenschuhe anhabe und lässt sich zum Umdrehen nicht bewegen. Natürlich gehe ich dann auf sie ein, wenn sie laufen will, aber der Rückweg ist immer sehr zäh, weil sie irgendwann merkt, dass sie doch keine Lust mehr hat. Abkürzen können wir aber an der Stelle nicht mehr. Ich habe wirklich schon alles versucht, das zu entspannen, zu entzerren, mehr nach ihren Bedürfnissen zu schauen. Das Problem ist, wenn ein Hund seine Bedürfnisse selbst nicht mehr  kennt und ich nicht in sie reinschauen kann, bleibt mir nur ein fester Tagesablauf mit Abschätzen, wann sie vielleicht dringend genug muss, dass es jetzt Sinn macht. Meine Beobachtung ist nämlich, dass sie anscheinend wirklich dringend muss, um zu wissen, was sie machen soll. Ansonsten weiß sie es schlichtweg nicht. Aber auch mit festen Tagesablauf heißt das noch lange nicht, dass sie die Geschäfte passend erledigt, dass ich meine Pläne durchführen kann. Nur ein Beispiel, wenn sie das letzte große Geschäft vor 12 h gemacht hat, ich gerne eine Radtour machen würde, sie aber bei der Gassirunde kurz vorher wieder nichts macht, kann ich die Radtour knicken. Es sei denn, ich will das Risiko eingehen, dass es in die Wohnung geht. Und genauso ist es zur Zeit mit dem kleinen Geschäft. Es ist das erste, was sie morgens gegen 6 Uhr macht, das nächste wird sie definitiv erst mind. 4 h später machen, meist ist die Pause noch länger. Bedeutet für mich, ich muss um 12 Uhr wieder zu Hause sein. Nachmittags ist es noch enger. 

Soziale Kontakte pflegen oder vielleicht sogar neue aufbauen, geht zur Zeit schlecht bis gar nicht. Irgendwo um eine feste Uhrzeit sein, um für 2-3 h was für mich zu machen - geht nicht. Ich kann im Prinzip alles nur um den Hund herum bauen und somit habe ich wenig Möglichkeiten an meinem Zustand etwas zu ändern.

Mal in die Strandbar fahren? Wandern? Längere Radtouren? Ausflüge, die eine längere Anfahrt als bis nach Marburg haben? An den See fahren? Ins Schwimmbad? Ich habe ehrlich gesagt, keine Ahnung, wie ich das machen soll. 

Ich bin ein Mensch, der auch gut alleine sein kann mit sich selbst. Aber nach dem letzten Jahr, mit dem frischen Empty Nest und der Tatsache, dass es auch sehr belastend ist, zuzusehen, wie der Seelenhund zerfällt, immer der Gedanke im Kopf, wann muss ich die Entscheidung für sie treffen, ist das gerade einfach alles zu viel.

Die finanzielle Situation, die angespannte Stimmung auf der Arbeit, der Weggang des Lieblingsarzt und die Tatsache, dass ich nicht weiß, ob ich mir dann mit Mitte 50 nochmal einen neuen Arbeitgeber suchen muss, wenn ich bei uns nicht aufstocken kann, machen es nicht besser. 

Und irgendwie habe ich das Gefühl, ich drehe mich seit Jahren im Kreis. Ich komme einfach nicht von der Stelle. Immer wenn ich denke, jetzt kann ich durchstarten, mich wieder in den Fokus rücken, renne ich gegen eine weitere fremdbestimmte Wand, die ich weder abreißen noch anders überwinden kann. Sondern ich muss dahinter warten, bis sie verschwindet - von alleine. 

Leider hilft auch der Gedanke nicht, dass das absehbar ist. Das waren alle Dinge in der Vergangenheit. Alles waren nur Phasen! Aber bisher waren die nächsten Phasen auch nicht besser. Nur anders! Neue Herausforderungen und genauso fremdbestimmt.

Nur mittlerweile habe ich das Gefühl, mir läuft die Lebenszeit davon! 

Heute ist auch wieder so ein Tag. Neben Einkaufen, Hund, muss auch noch der Rasen gemäht werden. Wenn ich denn heute an den Rasenmäher komme. Denn eigentlich wollte ich schon Mittwoch mähen, aber da kam ich nicht an den Rasenmäher. Und das Gras ist schon so hoch, das wird richtig anstrengend. Das ist die einzige Gartenarbeit, die ich überhaupt nicht leiden kann. 

Die vorgezogenen Pflanzen müssen endlich mal in die großen Töpfe, sonst wird das nix mehr mit denen. Aber dazu fehlt mir noch die Erde, sonst hätte ich das gestern machen können.

Die Bude muss sauber gemacht, die Hundedecken gewaschen werden und durch das Kokosöl sieht das Sofa trotz Decken ganz schlimm aus. Auch so was, was ich nicht mehr in den Griff bekomme. 

Somit wird das mit dem Sport heute auch wieder knapp. Aber zumindest die Schulterübungen muss ich unbedingt machen. Und deswegen höre ich nun auf zu jammern und setze mich mal in Bewegung. Sophie ist auch mega unruhig, was sicherlich daran liegt, dass das große Geschäft drückt. 


Donnerstag, 9. Mai 2024

8 Tage später...

...ist die Renovierung so gut wie abgeschlossen. Es war mega anstrengend, frustrierend, befriedigend, erfüllend, nervig, teuer und lehrreich. Von Allem halt ein bissi! Natürlich war es notwendig und es macht keinen Sinn, das größte Zimmer leer stehen zu lassen. Aber jetzt wo ich den Zimmerumzug vollzogen habe, kommt mir die Wohnung für mich alleine noch größer vor. Im neuen Schlafzimmer fühle ich mich zwar wohl, aber irgendwie auch verloren. Was will ich mit so viel Platz? Eigentlich hätte hier das Wohnzimmer reingemusst, aber der Blick aus dem Fenster ist im jetzigen Wohnzimmer viel besser und ich wüsste auch gar nicht so richtig, wie ich das hier stellen soll, weil es nur einen einzigen Fernsehanschluss gibt und der ist auf der falschen Seite, meiner Meinung nach. 

Ich zeige jetzt erstmal die Fotos von der restlichen Renovierung, danach berichte ich von anderen Dingen. Wer also wissen will, wie es dem Töchterchen, dem Hund geht und was auf der Arbeit los ist, muss durchhalten. ;-)







3 Wände sind auf den Fotos fertig geworden und der Schrankkorpus ist lackiert. Letzteres ist mit dem zweiten Anstrich dann auch wirklich schön geworden. Wie haltbar das Ganze dann ist - ich werde berichten. 

Mega ärgerlich war dann das hier:


Der Kleber vom Abklebeband für die Kanten blieb an der Wand hängen. Und ja, ich hatte teures Band und die Wände waren trocken und auf dem Bild sieht man auch nur noch die Reste. Ich hätte heulen können! Die Kante war sooo schön, aber ich stand dann ewig mit Föhn, Fingernagel und feuchtem Lappen dran, um den Mist wieder runter zu bekommen. 

Auch eine neue Erfahrung war, dass der zweite Anstrich viel mühsamer mit der Farbe war als üblich. Das war echt komisch! Ich habe doppelt so viel Farbe gebraucht beim 2. Mal als beim 1. Mal. Dabei habe ich alles wie immer gemacht. Ich kämpfte wirklich und trotz Nachschub an Farbe zitterte ich vor der letzten Wand, ob sie wenigstens für einen Anstrich ausreichen würde. Noch einen Eimer wollte ich einfach nicht mehr investieren und da die Farbe sehr gut deckte, riskierte ich es.



Es hätte nicht eine einzige Bahn mehr sein dürfen und es ging diesmal wirklich nicht um schön, sondern nur darum, dass es reicht. Es gibt 3 Stellen, wenn man es weiß, da sieht man ein paar Flecken vom Lavendel durchschimmern, aber weil der Schrank eh davor steht, war es mir wirklich wurscht. Und somit war ich einen Tag früher fertig als geplant!


Ich liebe diese Farbe und es ist auch genauso, wie ich es mir vorgestellt habe. Natürlich fehlen jetzt noch ein paar Sachen wie Vorhänge und neuer Teppich, sowie Deko, aber die ersten beiden genannten kommen wahrscheinlich morgen und der Rest irgendwann nach und nach. Ich muss erstmal wieder sparen. ;-)



Im anderen Zimmer wird es immer wohnlicher, die Klamotten sind nun komplett umgezogen, aber es ist noch einiges ein- bzw. wegzuräumen. Müll muss immer noch viel entsorgt werden und bei manchem weiß ich auch noch nicht, was ich damit machen soll. Kommt Zeit, kommt Rat! 


Der letzte Akt war dann der Rettungsversuch der Spiegeltüren. Da ist der Lackanstrich doch ziemlich schief gegangen, vor allem beim Abkleberand. Also klebte ich neu ab und versuchte Schadensbegrenzung. Sagen wir es so, es ist nicht schön geworden, aber besser als vorher und so bleibt es jetzt auch. Noch einen 4. Anstrich wollte ich einfach nicht mehr machen. Jetzt müssen die Türen noch trocknen, dann können sie eingehängt werden. Da ich dazu Hilfe brauche, dauert es noch ein paar Tage.

Damit ist das Thema Renovierung erstmal fertig! 

Irgendwann mache ich noch Wohnzimmer und Flur, wenn ich dafür noch Kohle habe und wieder bereit bin fürs Streichen. ;-)

Sophie hatte eine schlechte Woche! Sie pinkelt jetzt auf der letzten Runde nicht mehr und das ist echt doof, weil sie zwar die Nacht trotzdem durchhält, aber gesund kann das nicht sein. Momentan ist sie bei 3x Pipi pro Tag. Vorher waren es wenigstens noch 4x. Auch das Fressen ist wieder viel schlechter geworden, deswegen werde ich  - wenn der neue Futtersack Trockenfutter leer ist wohl ganz auf Nassfutter umstellen. Ich werfe einfach zu viel weg und das Nassfutter kann ich nachdosieren. Immerhin hat sie noch nichts abgenommen. Auffällig ist auch, wie viel sie schläft. Ich muss sie meist zu den Runden wecken. Sie macht aber immer noch keinen leidenden Eindruck, ausser wenn ich Druck wegen dem Pipi mache und zunehmend grummeliger deswegen werde. Ich versuche da neu zu justieren, aber es ist wirklich schwierig. Nächste Woche ist ein Tierarzttermin zur Blutkontrolle und ich befürchte ja, sie hat einen neuen Schub bezüglich der Niere. Ihr Verhalten passt dazu. Auch mit den Zecken haben wir jetzt riesengroße Probleme, ich finde sie beim Absuchen nicht und ich lasse mir echt viel Zeit dafür. Ich taste sie dann auch erst, wenn überhaupt, wenn sie schon groß sind. Oder ich finde sie vollgesaugt auf dem Fußboden. Da muss ich echt auch nochmal nachfragen, ob ich nicht doch irgendwas machen kann. 

Die größte Neuigkeit kommt vom Töchterchen. Als sie gedanklich schon Abschied vom Medizinstudium genommen hat, worüber ich ehrlich gesagt eigentlich froh war, kamen die HamNat Ergebnisse rein. Sie hat es unter die 10% besten Teilnehmern geschafft. Meine Tiefstablerin! :-) Erstmal ist das natürlich mega! Endlich gab es die Belohnung für diese ganze Lernerei! Aber es schafft nun auch Probleme, denn nun ist ja ein Medizinstudiumsplatz in erreichbare Nähe gerrückt. Allerdings ja nur in Hamburg. Sie muss sie also entscheiden! Und sie tut sich schwer! Sie ist so glücklich in Mainz mit allem, aber so lange hat sie für Medizin gebrannt. Allerdings will sie wahrscheinlich eh in Richtung Forschung gehen, ich bin der Meinung, dass dann das jetzige Studium mehr Sinn macht. Ich versuche mich aber rauszuhalten, ich versuche zu beraten ohne zu beeinflussen, was nicht leicht ist für mich, letztendlich muss sie die Entscheidung treffen und ich kann nur hoffen, dass sie die Richtige trifft. Ich persönlich kenne keinen einzigen Mediziner, der glücklich in seinem Job ist. Ob es nur an den Arbeitsbedingungen liegt oder an dem Schlag Mensch, der Medizin studiert, kann ich nicht sagen. Und ich glaube auch nicht, dass sich das die nächsten Jahre irgendwie ändern wird. Auf der anderen Seite brauchen wir ja nun auch Menschen, die noch bereit sind, den Job zu machen. Wir werden es sehen, wie es weitergeht.

Den TMS hat sie schon gecancelt. Der wäre ja am Samstag, aber sie wird sich diesen Frust nicht mehr antun und hat sich abgemeldet. Geld ist zwar weg, allerdings behält sie sich so die Möglichkeit auf eine weitere Teilnahme. Man weiß ja nie!

Das bedeutet aber, dass sie dieses WE nicht nach Hause kommt, was ich sehr schade finde, weil man nochmal in Ruhe über Hamburg und Mainz hätte sprechen können. Per Whatsapp ist das halt nicht so leicht. Aber gut, noch hat sie ja auch keinen Platz und muss eh normal übers Bewerbungsverfahren per Hochschulstart. 

Und da wir schon beim Thema Medizin sind, mein Lieblingsarzt wird uns verlassen. Es ist einfach nur furchtbar! Und da er nach Italien zurückgeht, kann ich nicht mal mit ihm gehen. Das hat uns echt geschockt, weil es unsere Situation nochmal verschlechtert. Ausserdem werden wir ihn als Mensch vermissen und zwar ganz fürchterlich. Eigentlich war das auch so nicht von ihm geplant, aber dann kam das Stellenangebot rein, dass er nicht ausschlagen konnte. Somit schaue ich noch weniger rosig in die berufliche Situation - auch natürlich bezüglich der Aufstockung meiner Stelle. Somit bleibt auch hier die Ungewissheit!

Zusätzlich darf ich meinem Chef wieder aus der Patsche helfen. Nach über 3 Jahren muss ich mal wieder im Labor aushelfen, weil eine Kollegin mit einer Knieverletzung ausgefallen ist und die Vertretungskollegin die aufgelaufene Arbeit erstens nicht alleine bewältigen kann und dann auch bald 3 Wochen Urlaub hat. Ich habe ihm meine Unterstützung zugesagt, aber es war die erste Woche das reinste Chaos. Ich bin echt total raus aus dem Thema und somit war es echt anstrengend, sie gedanklich und auch praktisch da wieder reinzuwurschteln. Dazu mussten wir Unmegen aufarbeiten - es war unfassbar. Aber ich habe gemerkt, die Arbeit in den Studien macht cooler. Wahrscheinlich weil da grundsätzlich irgendwas schiefläuft, man umdisponieren muss und es dann trotzdem irgendwie klappt. Deswegen bin ich im Gegensatz zur Kollegin cool geblieben und habe sie versucht runterzubekommen. Und wenn das gestern endlich alles geklappt hat, sind wir immerhin am Montag auf Null und können die Altlasten hinter uns lassen. Wie ich das in den 3 Wochen alleine schaffen soll, ist mir allerdings noch ein Rätsel. Ich kann halt wegen Sophie auch nicht länger machen, aber gut, erstmal abwarten. Noch wissen wir ja nicht, wie es mit dem Knie der ausgefallenen Kollegin weitergeht. Und ich kann nur hoffen, dass mein Chef nun endlich mal kapiert hat, wie oft ich ihn rette! Vielleicht kommt er mir in Zukunft endlich mal entgegen!

So, das war ein langer Post und obwohl ich noch einiges über meinen Gemütszustand schreiben könnte, mache ich hier erstmal Schluss. Das schreibe ich dann ein anderes Mal auf!

Und jetzt schaue ich mal, was ich mit dem heutigen freien Tag anfange. Ein zweiter Kaffee wäre ein Anfang!

Mittwoch, 1. Mai 2024

Erst hui, dann pfui, dann hui!

Ich hab schon Wochenende, das ist schon mal super! Es ist warm, das ist im Prinzip ja toll, aber weder mein noch Sophies Kreislauf finden dieses krasse Auf- und Ab gut. Vor allem für Sophie ist das Qual und gestern war sie kaum zu überreden eine größere Gassirunde zu machen. Nicht mal später am Abend. Heute morgen leider auch nicht, was aber sicherlich daran lag, dass sie eigentlich noch viel zu müde zum Gehen war, aber der gestern nicht gemachte Kack drückte dringend. 

Hui, empfand ich Sonntag noch mein Ergebnis vom Türen lackieren - dann machte ich die Deckenbeleuchtung aus und bin fast in Ohnmacht gefallen - so besch.... lackiert habe ich noch nix in meinem Leben. Dabei hatte ich doch extra mehr Licht gemacht, aber das Tageslicht brachte dann das Drama hervor. Nach dem Abziehen der Spiegelabklebung dann das nächste Drama. Und auch mit viel Wohlwollen und dem Versuch es zu ignorieren, kann ich mir das nicht Schönreden. Die zwei Türen mit dem Spiegel müssen nochmal! Die eine Tür wäre noch gegangen, aber das um den Spiegel herum geht halt auch gar nicht. Die Tür ohne Spiegel ist auch nicht perfekt, doch die darf so bleiben. Für den Korpus hat die Farbe nicht gereicht, die neue wird wahrscheinlich morgen geliefert. Es wird Zeit, dass der Schrank fertig wird, es nervt langsam, dass er im Zimmer im Weg rumsteht. Für die zwei Türen habe ich ja genug Zeit, man kann ihn ja auch ohne Türen schon einräumen.

Dafür lief die erste Wand im großen Zimmer viel besser als erwartet. Aber machen wir uns nix vor, schon bei Einzug war es das Zimmer, das die meisten Gebrauchsspuren am Boden und an der Wand hatte, nach 10 Jahren Kinder- und Jugendzimmer verschärft sich das Ganze noch. Die Fußleisten bzw. die Silikonspur hätte unbedingt gemacht werden müssen, aber ich befürchte, dass man das eh nicht mehr retten kann, weil sich - wie ich feststellen musste, der Boden an manchen Ecken senkt, was sicherlich an der mangelnden Schüttung unterm Laminat liegt. Da hilft auch kein Silikon mehr. Ich nehme an, zumindest die Fußleisten müssten komplett neu gesetzt werden, aber macht das noch Sinn? Mehr Sinn macht wohl eher, den Boden ganz neu zu machen, aber jetzt bitte nicht direkt nach meiner Renovierung. Das bleibt erst mal so. An den meisten Ecken stehen Möbel, da fällt das eh nicht auf und den Rest sieht man nach einer Weile auch nicht mehr. Durch das Abkleben und Saubermachen habe ich zur Zeit das viel zu genau im Blick. 

Dem Töchterchen geht es immer noch gut in Mainz, das Studium läuft gut, es macht Spaß und sie ist glücklich damit. Das Lernen für den TMS hat sie aufgegeben, sie hatte zwar ein paar sehr gute Simulationen, aber das Lernen hat sie so gefrustet, dass sie ihre Zeit lieber mit sinnvoller Lernerei fürs Studium verbringt. Ob sie überhaupt noch zu Medizin wechselt - im Moment sieht es nicht danach aus. Da sie gut abwägt und wirklich sinnvolle Gedankengänge dazu hat, bin ich mir sicher, sie wird die für sie richtige Entscheidung treffen. 

Für heute steht bei mir natürlich Streichen an. Die zweite Wand muss noch abklebt und das erste Mal gestrichen werden. Es ist die längste Wand bisher, aber eine ohne größere Schwierigkeiten. Die Tür endet genau in der Ecke, somit muss ich nur über der Tür mit der kleinen Rolle ran und um die Steckdosen bzw. dem Lichtschalter wird es etwas komplizierter. Ansonsten nur Fläche machen mit der großen Rolle. Juchuh! Ansonsten müsste ich mal den Rest der Bude sauber machen und mir endlich wieder was Vernünftiges zu Essen machen. Und natürlich werde ich das schöne Wetter im Garten genießen.

Gestern haben meine Vermieterin und ich auf die 10 Jahre angestoßen, die ich nun hier wohne. 10 Jahre war das uns ein super Zuhause - uns 3! Jetzt sind wir nur noch 2 und irgendwann bin ich alleine. Ich hoffe, ich darf noch ein paar Jahre bleiben, das wäre schön. Ich fühle mich wohl hier!

So, ich trinke meinen Kaffee aus, esse eine Kleinigkeit und stürze mich in die Arbeit bevor es zu warm wird. :-)