...ist die Renovierung so gut wie abgeschlossen. Es war mega anstrengend, frustrierend, befriedigend, erfüllend, nervig, teuer und lehrreich. Von Allem halt ein bissi! Natürlich war es notwendig und es macht keinen Sinn, das größte Zimmer leer stehen zu lassen. Aber jetzt wo ich den Zimmerumzug vollzogen habe, kommt mir die Wohnung für mich alleine noch größer vor. Im neuen Schlafzimmer fühle ich mich zwar wohl, aber irgendwie auch verloren. Was will ich mit so viel Platz? Eigentlich hätte hier das Wohnzimmer reingemusst, aber der Blick aus dem Fenster ist im jetzigen Wohnzimmer viel besser und ich wüsste auch gar nicht so richtig, wie ich das hier stellen soll, weil es nur einen einzigen Fernsehanschluss gibt und der ist auf der falschen Seite, meiner Meinung nach.
Ich zeige jetzt erstmal die Fotos von der restlichen Renovierung, danach berichte ich von anderen Dingen. Wer also wissen will, wie es dem Töchterchen, dem Hund geht und was auf der Arbeit los ist, muss durchhalten. ;-)
3 Wände sind auf den Fotos fertig geworden und der Schrankkorpus ist lackiert. Letzteres ist mit dem zweiten Anstrich dann auch wirklich schön geworden. Wie haltbar das Ganze dann ist - ich werde berichten.
Mega ärgerlich war dann das hier:
Der Kleber vom Abklebeband für die Kanten blieb an der Wand hängen. Und ja, ich hatte teures Band und die Wände waren trocken und auf dem Bild sieht man auch nur noch die Reste. Ich hätte heulen können! Die Kante war sooo schön, aber ich stand dann ewig mit Föhn, Fingernagel und feuchtem Lappen dran, um den Mist wieder runter zu bekommen.
Auch eine neue Erfahrung war, dass der zweite Anstrich viel mühsamer mit der Farbe war als üblich. Das war echt komisch! Ich habe doppelt so viel Farbe gebraucht beim 2. Mal als beim 1. Mal. Dabei habe ich alles wie immer gemacht. Ich kämpfte wirklich und trotz Nachschub an Farbe zitterte ich vor der letzten Wand, ob sie wenigstens für einen Anstrich ausreichen würde. Noch einen Eimer wollte ich einfach nicht mehr investieren und da die Farbe sehr gut deckte, riskierte ich es.
Es hätte nicht eine einzige Bahn mehr sein dürfen und es ging diesmal wirklich nicht um schön, sondern nur darum, dass es reicht. Es gibt 3 Stellen, wenn man es weiß, da sieht man ein paar Flecken vom Lavendel durchschimmern, aber weil der Schrank eh davor steht, war es mir wirklich wurscht. Und somit war ich einen Tag früher fertig als geplant!
Ich liebe diese Farbe und es ist auch genauso, wie ich es mir vorgestellt habe. Natürlich fehlen jetzt noch ein paar Sachen wie Vorhänge und neuer Teppich, sowie Deko, aber die ersten beiden genannten kommen wahrscheinlich morgen und der Rest irgendwann nach und nach. Ich muss erstmal wieder sparen. ;-)
Im anderen Zimmer wird es immer wohnlicher, die Klamotten sind nun komplett umgezogen, aber es ist noch einiges ein- bzw. wegzuräumen. Müll muss immer noch viel entsorgt werden und bei manchem weiß ich auch noch nicht, was ich damit machen soll. Kommt Zeit, kommt Rat!
Der letzte Akt war dann der Rettungsversuch der Spiegeltüren. Da ist der Lackanstrich doch ziemlich schief gegangen, vor allem beim Abkleberand. Also klebte ich neu ab und versuchte Schadensbegrenzung. Sagen wir es so, es ist nicht schön geworden, aber besser als vorher und so bleibt es jetzt auch. Noch einen 4. Anstrich wollte ich einfach nicht mehr machen. Jetzt müssen die Türen noch trocknen, dann können sie eingehängt werden. Da ich dazu Hilfe brauche, dauert es noch ein paar Tage.
Damit ist das Thema Renovierung erstmal fertig!
Irgendwann mache ich noch Wohnzimmer und Flur, wenn ich dafür noch Kohle habe und wieder bereit bin fürs Streichen. ;-)
Sophie hatte eine schlechte Woche! Sie pinkelt jetzt auf der letzten Runde nicht mehr und das ist echt doof, weil sie zwar die Nacht trotzdem durchhält, aber gesund kann das nicht sein. Momentan ist sie bei 3x Pipi pro Tag. Vorher waren es wenigstens noch 4x. Auch das Fressen ist wieder viel schlechter geworden, deswegen werde ich - wenn der neue Futtersack Trockenfutter leer ist wohl ganz auf Nassfutter umstellen. Ich werfe einfach zu viel weg und das Nassfutter kann ich nachdosieren. Immerhin hat sie noch nichts abgenommen. Auffällig ist auch, wie viel sie schläft. Ich muss sie meist zu den Runden wecken. Sie macht aber immer noch keinen leidenden Eindruck, ausser wenn ich Druck wegen dem Pipi mache und zunehmend grummeliger deswegen werde. Ich versuche da neu zu justieren, aber es ist wirklich schwierig. Nächste Woche ist ein Tierarzttermin zur Blutkontrolle und ich befürchte ja, sie hat einen neuen Schub bezüglich der Niere. Ihr Verhalten passt dazu. Auch mit den Zecken haben wir jetzt riesengroße Probleme, ich finde sie beim Absuchen nicht und ich lasse mir echt viel Zeit dafür. Ich taste sie dann auch erst, wenn überhaupt, wenn sie schon groß sind. Oder ich finde sie vollgesaugt auf dem Fußboden. Da muss ich echt auch nochmal nachfragen, ob ich nicht doch irgendwas machen kann.
Die größte Neuigkeit kommt vom Töchterchen. Als sie gedanklich schon Abschied vom Medizinstudium genommen hat, worüber ich ehrlich gesagt eigentlich froh war, kamen die HamNat Ergebnisse rein. Sie hat es unter die 10% besten Teilnehmern geschafft. Meine Tiefstablerin! :-) Erstmal ist das natürlich mega! Endlich gab es die Belohnung für diese ganze Lernerei! Aber es schafft nun auch Probleme, denn nun ist ja ein Medizinstudiumsplatz in erreichbare Nähe gerrückt. Allerdings ja nur in Hamburg. Sie muss sie also entscheiden! Und sie tut sich schwer! Sie ist so glücklich in Mainz mit allem, aber so lange hat sie für Medizin gebrannt. Allerdings will sie wahrscheinlich eh in Richtung Forschung gehen, ich bin der Meinung, dass dann das jetzige Studium mehr Sinn macht. Ich versuche mich aber rauszuhalten, ich versuche zu beraten ohne zu beeinflussen, was nicht leicht ist für mich, letztendlich muss sie die Entscheidung treffen und ich kann nur hoffen, dass sie die Richtige trifft. Ich persönlich kenne keinen einzigen Mediziner, der glücklich in seinem Job ist. Ob es nur an den Arbeitsbedingungen liegt oder an dem Schlag Mensch, der Medizin studiert, kann ich nicht sagen. Und ich glaube auch nicht, dass sich das die nächsten Jahre irgendwie ändern wird. Auf der anderen Seite brauchen wir ja nun auch Menschen, die noch bereit sind, den Job zu machen. Wir werden es sehen, wie es weitergeht.
Den TMS hat sie schon gecancelt. Der wäre ja am Samstag, aber sie wird sich diesen Frust nicht mehr antun und hat sich abgemeldet. Geld ist zwar weg, allerdings behält sie sich so die Möglichkeit auf eine weitere Teilnahme. Man weiß ja nie!
Das bedeutet aber, dass sie dieses WE nicht nach Hause kommt, was ich sehr schade finde, weil man nochmal in Ruhe über Hamburg und Mainz hätte sprechen können. Per Whatsapp ist das halt nicht so leicht. Aber gut, noch hat sie ja auch keinen Platz und muss eh normal übers Bewerbungsverfahren per Hochschulstart.
Und da wir schon beim Thema Medizin sind, mein Lieblingsarzt wird uns verlassen. Es ist einfach nur furchtbar! Und da er nach Italien zurückgeht, kann ich nicht mal mit ihm gehen. Das hat uns echt geschockt, weil es unsere Situation nochmal verschlechtert. Ausserdem werden wir ihn als Mensch vermissen und zwar ganz fürchterlich. Eigentlich war das auch so nicht von ihm geplant, aber dann kam das Stellenangebot rein, dass er nicht ausschlagen konnte. Somit schaue ich noch weniger rosig in die berufliche Situation - auch natürlich bezüglich der Aufstockung meiner Stelle. Somit bleibt auch hier die Ungewissheit!
Zusätzlich darf ich meinem Chef wieder aus der Patsche helfen. Nach über 3 Jahren muss ich mal wieder im Labor aushelfen, weil eine Kollegin mit einer Knieverletzung ausgefallen ist und die Vertretungskollegin die aufgelaufene Arbeit erstens nicht alleine bewältigen kann und dann auch bald 3 Wochen Urlaub hat. Ich habe ihm meine Unterstützung zugesagt, aber es war die erste Woche das reinste Chaos. Ich bin echt total raus aus dem Thema und somit war es echt anstrengend, sie gedanklich und auch praktisch da wieder reinzuwurschteln. Dazu mussten wir Unmegen aufarbeiten - es war unfassbar. Aber ich habe gemerkt, die Arbeit in den Studien macht cooler. Wahrscheinlich weil da grundsätzlich irgendwas schiefläuft, man umdisponieren muss und es dann trotzdem irgendwie klappt. Deswegen bin ich im Gegensatz zur Kollegin cool geblieben und habe sie versucht runterzubekommen. Und wenn das gestern endlich alles geklappt hat, sind wir immerhin am Montag auf Null und können die Altlasten hinter uns lassen. Wie ich das in den 3 Wochen alleine schaffen soll, ist mir allerdings noch ein Rätsel. Ich kann halt wegen Sophie auch nicht länger machen, aber gut, erstmal abwarten. Noch wissen wir ja nicht, wie es mit dem Knie der ausgefallenen Kollegin weitergeht. Und ich kann nur hoffen, dass mein Chef nun endlich mal kapiert hat, wie oft ich ihn rette! Vielleicht kommt er mir in Zukunft endlich mal entgegen!
So, das war ein langer Post und obwohl ich noch einiges über meinen Gemütszustand schreiben könnte, mache ich hier erstmal Schluss. Das schreibe ich dann ein anderes Mal auf!
Und jetzt schaue ich mal, was ich mit dem heutigen freien Tag anfange. Ein zweiter Kaffee wäre ein Anfang!













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