Freitag, 13. September 2024

Die erste Arbeitswoche...

...ist rum. Arbeitstechnisch lief es sehr durchwachsen, von "ich will die Kündigung" bis "endlich haben wir wieder genug zu tun" war alles dabei. 

Zu Hause lief es unerwartet gut. Sophie war die ersten 3 Tage recht ruhig, die Nächte zwar weiterhin unterbrochen, aber erträglich. Erst Mittwoch Nachmittag ging das Gefiepe und Gejammer wieder los. Sie lief besonders die letzte Runde super gut und auch unfassbar schnell für ihren körperlichen Zustand, aber besonders die Abende so bis ca. 23 Uhr sind arg anstrengend. Geplant war ja, dass ich die Arthrose Spritze noch schiebe. Ich sehe keine deutliche Verschlechterung momentan beim Laufen und die Verbesserung war ja eh immer minimal. Damit hätte ich mir natürlich heute auch den Tierarzt gespart. Hätte! Wenn Sophie nicht unbedingt alles im Alter mitnehmen würde, was halt so möglich ist. Gestern nach der Mittagsrunde hat sie tief und fest geschlafen und ist erst gegen 16.45 Uhr wach geworden. Und zwar extrem torkelig. Sie konnte kaum geradeaus laufen, kippte permanent um. Ohne Hilfe ging nix. Spaziergen gehen wollte sie trotzdem, Fressen auch, aber sie hatte echt ordentlich Schlagseite und hielt auch den Kopf schief. Für mich ganz klar das Vestibulärsyndrom, zum Glück milde Ausprägung. Trotzdem rief ich beim Tierarzt zur Einschätzung an und die rieten mir, das vom Tierarzt anschauen zu lassen. Nächster Termin heute morgen, allerdings bei der anderen Ärztin. Okay, dann halt doch zum Tierarzt. Bei der Abendrunde war es etwas besser und je länger wir laufen, um so besser wird es auch. Wenn sie dann mal schläft, liegt sie auch sehr entspannt da und die Nacht war okay. Ich musste nach 23 Uhr nur 2x kurz hin. Es scheint sie also wirklich nicht so stark zu beeinträchtigen. Übelkeit kann ich auch nicht feststellen. Pipi funktionierte heute morgen ohne Hilfe im Garten. Beim großen Geschäft unterstütze ich sie ja schon seit einer Woche etwas durch Zug auf die Leine. Das reicht vollkommen aus, damit sie sich ausbalancieren kann. So auch heute morgen. Aber die Schlagseite ist deutlich und den Kopf hält sie auch leicht schief. Schauen wir mal, was die Tierärztin in ca. einer Stunde sagt. Oh man, Sophie ist trotz der Demenz körperlich eine echte Kämpfernatur, dabei wirkt sie so unfassbar knochig. Die Rippen sind nun immer zu sehen, obwohl sie seit dem Wetterumschwung alle ihre Portionen aufisst und sie von mir oft genug noch einen kleinen Nachschlag bekommt. Das muss ich heute auch ansprechen, wenn ich schon da bin. 

Somit startete mein Wochenende eher mäßig und durch den Tierarzttermin wird das heute auch nicht besser. Und über die Kosten darf ich gar nicht nachdenken, es tut jetzt immer mehr weh, ich bekomme immer mehr Angst um meine Ersparnisse. Was, wenn mir das Auto verreckt? Am Besten nach dem ich noch alle Reparaturen habe durchführen lassen. Wobei mein Autoschrauber sagt, dass das Auto noch gut in Schuss ist, es wären halt jetzt nach und nach alle Verscheißteile dran, was aber bei dem Alter normal ist. 

So, jetzt muss ich aber los, der Einkaufszettel ist noch nicht fertig und direkt nach dem Tierarzt muss ich ja schon wieder los zum Wocheneinkauf.

Montag, 9. September 2024

Das wars!

Nun ist mein Urlaub fast rum. Noch heute, dann geht es morgen zurück in den Alltag. Zum Glück nur 3 Wochen, dann habe ich wieder eine Woche. :-)

Die letzten beiden Tage war ich in der Wohnung recht produktiv, sportlich gesehen habe ich aber irgendwie nix gebacken bekommen. Und ich befürchte, auch heute wird das nix. Ich bin nämlich jetzt schon den 3. Tag in Folge um 5 Uhr wach gewesen und konnte nicht mehr einschlafen. Und zu allem Übel habe mich gestern ganz leicht gleich morgens den Rücken verhoben als ich Sophie zurück auf ihre Decke geschoben habe. Und auch heute zieht es noch leicht im unteren Rücken. Nix Wildes, aber ich habe einfach zu wenig Schlaf gehabt, um heute morgen sportlich Bäume auszureißen. Aber mit 4x Laufen und einer Radtour, jeden Tag fast 20000 Schritte war ich ja jetzt im Urlaub nicht wirklich faul. 

Freitag Vormittag vor dem Einkaufen habe ich noch die abgebaute Dolby Surround Anlage, ganz viele alte CDs und ein paar Bücher zum Re-Electro bzw. zum Gebrauchtwarenkaufhaus gebracht. Ein ganzer Kofferraum voller Ballast ist nun weg. Es wird langsam.

Beim Einkaufen und auch den restlichen Tag über, war ich eigentlich nur am Quasseln mit irgendwelchen Bekannten. Das nächste Mal nehme ich mir Freitags zum Einkaufen Kaffee und Kuchen mit. *lach* Aber war irgendwie ein guter Tag, der damit endete, dass meine Vermieterin auch noch spät auf einen Wein runter kam und wir lange quatschend auf Terrasse saßen. Meine Güte war das immer noch warm.

Gestern war dann Waschtag und Putztag - das hatte ich vor lauter Quatscherei Freitags nicht mehr geschafft - und Abends war Straßenfest. Ich habe Sophie einfach mal ihrem Schicksal überlassen und sie hat es auch tatsächlich überlebt. Ich bin halt nach dem 17 Uhr Spaziergang, Füttern und einmal auf die Decke bringen runter gegangen, gegen 19 Uhr wieder zurück, um die nächste Runde zu gehen - da stand sie allerdings schon im Flur und die Decke auf dem Schlafplatz war arg verwühlt, heißt, sie war schon wandern - und später um 20.30 Uhr bin ich wieder zu ihr für die letzte Runde, da hat sie aber wirklich geschlafen als ich kam. Irgendwann kam ja auch Töchterchen, über die ich mich allerdings etwas geärgert habe, so dass Sophie nicht mehr alleine war und ich entspannt ein wenig länger auf dem Straßenfest weilen konnte.  

Irgendwie bin ich dann gestern unterbrochen worden und habe es den ganzen Tag nicht mehr geschafft zu schreiben. 

Wir haben gestern noch Brainstorming gemacht bezüglich des weiteren Vorgehens bei der Wohnungsuche in Hamburg. Sie war wirklich fleissig und auch ich hatte ja die Fühler in alle Richtungen ausgestreckt, aber bisher waren wir auf die Schnelle leider nicht erfolgreich. 

Töchterchens Urlaub mit den Mädels in den Bergen war toll und ich habe wundervolle Fotos von einer lustigen Truppe gesehen. 

Da es viel regnete gestern, haben wir auch viel auf dem Sofa gelegen und gechillt, so ein Temperatursturz macht halt müde.

Bis 23 Uhr war der Tag auch wirklich nicht schlecht! Doch dann kam die Nacht!

Ich schlafe ja zur Zeit eh kaum und selten am Stück, oft genug hält mich Sophie auch mal eine Stunde am Stück wach und jetzt kommt das Gedankenkarussell bezüglich Hamburg noch dazu. Aber die Nacht hat echt viele schlimme Nächte in der letzten Zeit getoppt. Und ausgerechnet, wo ich ja heute wieder arbeiten musste. Bis 23 Uhr konnte ich ca. 1 Stunde schlafen - ab dann war ich erstmal fast 1 h mit Sophie beschäftigt. Sie wollte sich irgendwie gar nicht beruhigen und hechelte auch stark. Ich gab ihr irgendwann die Relax Tropfen und somit war immerhin sie ruhig. Bis ich einschlafen konnte, dauerte es eine Weile und ich glaube, ich habe kaum 1 Stunde geschlafen, hörte ich das Töchterchen ins Bad eilen. Wieder einmal Bauchweh-Attacke! Ab da war es dann für mich vorbei mit Schlaf. Zu viel in meinem Kopf, zu viele Sorgen, zu viel Frust. Nach einer Weile wechselte sich das Töchterchen mit Sophie ab, sprich die eine schlief, die andere jammerte. Ab 4 Uhr tauschten sie erneut die Rollen und um 5.30 Uhr war die Nacht endgültig vorbei. Ich war so am Limit, dass ich erstmal alle zusammen faltete und meinen Frust rausließ, verbal! Denn...und das kam halt dazu...ich wusste ja, dass Tochter eigentlich um 6.30 Uhr Richtung Bahnhof musste, damit sie Abends in München den Nachtzug für den Italienurlaub erreicht. Mit Bauchweh und Durchfall - eine Herausforderung. 

Ich kürze es mal ab, es ist alles gut gegangen, sie hat sich für etwas später einen ICE gebucht, den sie sich eigentlich sparen wollte, aber ging jetzt nicht anders. Wir haben uns beide wieder vertragen und sie war sogar noch produktiv bei der Hamburg Sache. Plötzlich hört sich das alles nicht mehr soooo dramatisch mit der Warteliste an. Es sieht so als, als würde sie noch dieses Jahr ein Wohnheimzimmerangebot bekommen. Ausserdem werden noch Zimmer verlost, passend einen Tag nachdem sie aus dem Urlaub zurückkommt. Sie wird also sofort weiter nach Hamburg reisen und sich zu diesem Tag auch noch WG Zimmer anschauen, falls es welche gibt zur Zwischenmiete. 

Mein Arbeitstag war trotzdem gruselig, weil ich eben einfach tot müde bin. Aber Sophie ließ mich heute mal gnädigerweise einen kleinen Nachmittagsnap machen. Immerhin weile ich nun wieder halbwegs unter den Lebenden. 

Das bestellte Hundelaufställchen ist zwar toll, aber für das Wohnzimmer echt zu überdimensional. Deswegen habe ich noch was anderes bestellt, was kleiner ist und besser in die Nische passt. Wenn das da ist, entscheide ich, was ich mit dem anderen mache. Bis dahin muss meine improvisierte "Box" ausreichen. Die nimmt sie aber gut an, auch wenn die letzte Nacht echt anstrengend war. Allerdings hat sie vom Tochter-Drama überhaupt nichts mitbekommen, so tief hat sie geschlafen und auch ihre 2 Uhr Unruhe hat sie verpennt. 

Aber ich sags euch, ich gehe am Stock und wenn unser Leben nicht bald mal im ruhigeren Fahrwasser fährt, weiß ich echt nicht, wie lange ich noch durchhalte. Ehrlich nicht!

Eigentlich wollte ich heute Sport machen, aber so hatte das natürlich überhaupt keinen Sinn!

Und bitte, ich hätte gerne eine ruhige Nacht!

Immerhin gibt es Handy-Fotos vom letzten Sommerabend und dem tollen Sonnenuntergang gestern für euch zum Start in die Woche!





Freitag, 6. September 2024

Gestern....

....war so ein "ich sammel mich und strukturiere meine Probleme" Tag. Doof nur, wenn es für das eine Problem wirklich kaum eine Lösung gibt. Wo es schlicht nix gibt, auch nach meinen ewigen Recherchen und auch bei hochgesetztem Budget bis an die absolute Schmerzgrenze, kann ich halt auch nichts hinzaubern. Wir geben wirklich alles für das Hamburg Problem, letztendlich wird nur hoffen und beten (wenn wir denn religiös wären, wobei es schadet ja nix) übrig bleiben. 

Bei dem anderen Problem bin ich immerhin nach stundemlangen Recherchieren im Internet fündig geworden, ob es uns dann etwas hilft, wird man sehen. Denn ich habe nach den letzten beiden Nächten beschlossen, dass ich so mit Sophie nicht weitermachen kann. Ich bin nach solchen Tagen, wie die letzten beiden, mit ihr schon so entnervt, dass ich es schlicht nicht mehr ertragen kann, wenn das Nachts so weitergeht. In einer Nacht, war ich zwischen 1 und 2 bis zu 10x bei ihr, um sie zurück auf ihre Decke zu heben. Sie steht direkt davor und findet trotz Nachtlicht den Weg nicht. Sie muss nur einen Schritt drauf machen. Das Schlimme aber, sie verweigert es total, dass ich ihr helfe. Ich muss wirklich ordentlich zupacken, sie hoch zwingen und hier mit viel Druck das Hinlegen "schmackhaft" machen. Es zu ignorieren ist nicht möglich, sie jammert dabei immer lauter und sie fängt dann auch irgendwann an zu hecheln. Ist sie auf der Decke, dauert es max. 30 min., dann geht das Spiel von vorne los. Und irgendwann bin ich einfach so fertig und frustriert, dass ich echt ruppig und laut werde. Das hat sie nicht verdient, aber ich komme wirklich an meine Grenze - zumal mich nun auch nachts noch das Hamburg Problem umtreibt. Ich habe mich also entschieden, sie nachts quasi "einzusperren". Ich wollte aber nicht zu viel ausgeben, denn es kann sehr gut sein, dass es letztendlich auch gar nix bringt oder die Situation noch schlimmer macht. Ich habe jetzt so ein Hunde-Welpenauslauf aus Stoff gekauft - eine Art Pop-Up Ding. Oben offen, vorne mit Tür. Da kann ich halt im Notfall einfach die Türe zu machen. Sie wird sich natürlich weiterdrehen, keine Frage, aber sie kann nicht von ihrer Decke runter und spätestens, wenn sie nicht mehr kann, weil es die Beine nicht mehr mitmachen, muss sie sich nur an Ort und Stelle ablegen. Von mir lässt sie sich ja, so wie es sich die letzten Tage zeigt, auch nicht wirklich davon abhalten. Nicht mal mitten in der Nacht im Garten Kreise laufen, ohne was zu machen, hat anschliessend Ruhe gebracht. Es geht mir aber darum, dass ich die Möglichkeit habe, mich dem zu entziehen. Sie ist sicher, kann sich nicht festlaufen und liegt im schlimmsten Fall, des Zusammenbrechens weich. Ich kann beide Zimmertüren zu machen, wenn ich schlaftechnisch ans Limit komme. Ob die Strategie aufgeht, weiß ich nicht. Aber irgendwas muss passieren, so kann ich nicht weitermachen, ohne mir und dem Hund zu schaden. Zusätzlich wird sie ab nächste Woche die Tabletten vom Tierarzt bekommen zur Beruhigung. Erstmal zur Nacht. Das pflanzliche Zeug hat nämlich rein gar nix gebracht. Null komma null!

Wovor ich aber wirklich Angst habe, ist nächste Woche, wenn ich wieder arbeite. In den zwei Wochen Urlaub ist die Demenz so weit fortgeschritten, dass eigentlich ausser Fressen, Laufen und Geschäfte erledigen gar nix mehr geht. Sie findet nicht einmal am Tag ihren Lieblingsschlafplatz im Schlafzimmer und der ist wirklich groß und frei zugänglich. Sie dreht wirklich so lange Kreise, teilweise kurz davor und schafft es nicht draufzukommen. Auch hier - versuche ich sie zu lenken, verweigert sie sich, also hebe ich sie drauf - wie gerade und nach 1 Minute ist sie wieder unten. Das Spiel beginnt von vorne. Wenn ich dann wieder auf der Arbeit bin, ist ja keiner mehr da, der sie hinbringt. Ich habe noch keine Ahnung, was dann passiert. Aber was soll ich tun? Ich kann sie nur, falls das mit dem Hundelaufstall funktioniert mittelfristig da rein packen. Oh man! 

Etwas anderes macht mir auch große Sorgen - wobei Sorgen nicht das richtige Wort ist. Sie hat innerhalb von 2 Wochen schon wieder ein halbes Kilo abgenommen! Sie ist nun unter 13 kg gerutscht. Das ging jetzt echt schnell, sie bleibt also in diesem Tempo 1 kg pro Monat. Nächsten Freitag muss ich ja wieder zum Tierarzt wegen der Spritze, da werde ich das mal ansprechen. Machen kann man eh nix. Sie hat Appetit, aber durch ihre Dreherei und Orientierungslosigkeit fällt es ihr schwer, die Portionen auch in Etappen aufzufressen. Nur Abends klappt das, da ist die Schüssel leer. Morgens und Mittags bleibt mal mehr, mal weniger übrig. Das ist definitiv zu wenig für ihr momentanes Aktivitätslevel. Gestern waren wir ja fast 2 Stunden trotz Hitze spazieren, aufgeteilt auf 4x und zu Hause kommen sicherlich nochmal 3 Stunden Drehen dazu. 

So, ich muss mal los, sie kommt wie gewohnt nicht zur Ruhe. Erst wenn wir draußen waren, wo sie nix macht und nach 500 m eh keine Lust mehr hat, kann sie sich ablegen.