Freitag, 6. September 2024

Gestern....

....war so ein "ich sammel mich und strukturiere meine Probleme" Tag. Doof nur, wenn es für das eine Problem wirklich kaum eine Lösung gibt. Wo es schlicht nix gibt, auch nach meinen ewigen Recherchen und auch bei hochgesetztem Budget bis an die absolute Schmerzgrenze, kann ich halt auch nichts hinzaubern. Wir geben wirklich alles für das Hamburg Problem, letztendlich wird nur hoffen und beten (wenn wir denn religiös wären, wobei es schadet ja nix) übrig bleiben. 

Bei dem anderen Problem bin ich immerhin nach stundemlangen Recherchieren im Internet fündig geworden, ob es uns dann etwas hilft, wird man sehen. Denn ich habe nach den letzten beiden Nächten beschlossen, dass ich so mit Sophie nicht weitermachen kann. Ich bin nach solchen Tagen, wie die letzten beiden, mit ihr schon so entnervt, dass ich es schlicht nicht mehr ertragen kann, wenn das Nachts so weitergeht. In einer Nacht, war ich zwischen 1 und 2 bis zu 10x bei ihr, um sie zurück auf ihre Decke zu heben. Sie steht direkt davor und findet trotz Nachtlicht den Weg nicht. Sie muss nur einen Schritt drauf machen. Das Schlimme aber, sie verweigert es total, dass ich ihr helfe. Ich muss wirklich ordentlich zupacken, sie hoch zwingen und hier mit viel Druck das Hinlegen "schmackhaft" machen. Es zu ignorieren ist nicht möglich, sie jammert dabei immer lauter und sie fängt dann auch irgendwann an zu hecheln. Ist sie auf der Decke, dauert es max. 30 min., dann geht das Spiel von vorne los. Und irgendwann bin ich einfach so fertig und frustriert, dass ich echt ruppig und laut werde. Das hat sie nicht verdient, aber ich komme wirklich an meine Grenze - zumal mich nun auch nachts noch das Hamburg Problem umtreibt. Ich habe mich also entschieden, sie nachts quasi "einzusperren". Ich wollte aber nicht zu viel ausgeben, denn es kann sehr gut sein, dass es letztendlich auch gar nix bringt oder die Situation noch schlimmer macht. Ich habe jetzt so ein Hunde-Welpenauslauf aus Stoff gekauft - eine Art Pop-Up Ding. Oben offen, vorne mit Tür. Da kann ich halt im Notfall einfach die Türe zu machen. Sie wird sich natürlich weiterdrehen, keine Frage, aber sie kann nicht von ihrer Decke runter und spätestens, wenn sie nicht mehr kann, weil es die Beine nicht mehr mitmachen, muss sie sich nur an Ort und Stelle ablegen. Von mir lässt sie sich ja, so wie es sich die letzten Tage zeigt, auch nicht wirklich davon abhalten. Nicht mal mitten in der Nacht im Garten Kreise laufen, ohne was zu machen, hat anschliessend Ruhe gebracht. Es geht mir aber darum, dass ich die Möglichkeit habe, mich dem zu entziehen. Sie ist sicher, kann sich nicht festlaufen und liegt im schlimmsten Fall, des Zusammenbrechens weich. Ich kann beide Zimmertüren zu machen, wenn ich schlaftechnisch ans Limit komme. Ob die Strategie aufgeht, weiß ich nicht. Aber irgendwas muss passieren, so kann ich nicht weitermachen, ohne mir und dem Hund zu schaden. Zusätzlich wird sie ab nächste Woche die Tabletten vom Tierarzt bekommen zur Beruhigung. Erstmal zur Nacht. Das pflanzliche Zeug hat nämlich rein gar nix gebracht. Null komma null!

Wovor ich aber wirklich Angst habe, ist nächste Woche, wenn ich wieder arbeite. In den zwei Wochen Urlaub ist die Demenz so weit fortgeschritten, dass eigentlich ausser Fressen, Laufen und Geschäfte erledigen gar nix mehr geht. Sie findet nicht einmal am Tag ihren Lieblingsschlafplatz im Schlafzimmer und der ist wirklich groß und frei zugänglich. Sie dreht wirklich so lange Kreise, teilweise kurz davor und schafft es nicht draufzukommen. Auch hier - versuche ich sie zu lenken, verweigert sie sich, also hebe ich sie drauf - wie gerade und nach 1 Minute ist sie wieder unten. Das Spiel beginnt von vorne. Wenn ich dann wieder auf der Arbeit bin, ist ja keiner mehr da, der sie hinbringt. Ich habe noch keine Ahnung, was dann passiert. Aber was soll ich tun? Ich kann sie nur, falls das mit dem Hundelaufstall funktioniert mittelfristig da rein packen. Oh man! 

Etwas anderes macht mir auch große Sorgen - wobei Sorgen nicht das richtige Wort ist. Sie hat innerhalb von 2 Wochen schon wieder ein halbes Kilo abgenommen! Sie ist nun unter 13 kg gerutscht. Das ging jetzt echt schnell, sie bleibt also in diesem Tempo 1 kg pro Monat. Nächsten Freitag muss ich ja wieder zum Tierarzt wegen der Spritze, da werde ich das mal ansprechen. Machen kann man eh nix. Sie hat Appetit, aber durch ihre Dreherei und Orientierungslosigkeit fällt es ihr schwer, die Portionen auch in Etappen aufzufressen. Nur Abends klappt das, da ist die Schüssel leer. Morgens und Mittags bleibt mal mehr, mal weniger übrig. Das ist definitiv zu wenig für ihr momentanes Aktivitätslevel. Gestern waren wir ja fast 2 Stunden trotz Hitze spazieren, aufgeteilt auf 4x und zu Hause kommen sicherlich nochmal 3 Stunden Drehen dazu. 

So, ich muss mal los, sie kommt wie gewohnt nicht zur Ruhe. Erst wenn wir draußen waren, wo sie nix macht und nach 500 m eh keine Lust mehr hat, kann sie sich ablegen. 

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